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Feier 30 Jahre EHL

10.06.2022 07:25

Pressemeldung

30 Jahre EHL: Geburtstagsfest mit viel Prominenz in der Orangerie Schönbrunn

Bei schönstem Frühsommerwetter fand die große 30-Jahres-Geburtstagsfeier der EHL Immobilien Gruppe, gegründet 1991, mit einem Jahr Verspätung in der Orangerie Schönbrunn statt.

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Bauarbeiter auf der Baustelle

09.06.2022 07:00

Pressemeldung

Immobilienindustrie am Scheideweg: Das Fundament unserer Konjunktur gerät in Schieflage

Theodor J. Tantzen, Vorstand der Prinz von Preussen Grundbesitz AG, kommentiert die aktuelle Lage in Deutschland in seinem Artikel auf immobilien-aktuell-magazin.de.

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Immobilienindustrie am Scheideweg: Das Fundament unserer Konjunktur gerät in Schieflage

Theodor J. Tantzen, Vorstand der Prinz von Preussen Grundbesitz AG, kommentiert in einem Artikel im immobilien-aktuell-magazin.de die aktuelle Lage in Deutschland. Bei uns in Österreich dürfte es ziemlich ähnlich aussehen.

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Frau vor der Skyline von Salzburg

08.06.2022 07:00

Peter Matzanetz

Bauland in Salzburg erfährt signifikante Preissteigerungen

Bei den bebaubaren Flächen in der Stadt Salzburg und im Umland stagniert das Angebot. Die erneut gestiegene Nachfrage führt daher zu außerordentlichen Preisanstiegen in allen Assetklassen.

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Gebäude in Planen eingehüllt für den Umbau

07.06.2022 07:00

Walter Senk

Erfolgreiche Nischen – neue Wege bei Immobilien

Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Urlaub. Das waren die vier großen Sparten, in denen Immobilien stets gehandelt wurden. Nischenprodukte gab es auch und gibt es noch immer. Mittlerweile sind einige im Mainstream angekommen – Tendenz steigend.

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Gebäude Nacht Datenwolke

01.06.2022 07:00

Sebastian Renn

Raus aus dem Datendschungel

Wie es mithilfe von Datenräumen gelingen kann, länderübergreifende Immobiliengeschäfte zu vereinfachen. Länderübergreifende Deals spielen eine immer größere Rolle am internationalen Immobilienmarkt. 2021 erreichte das in europäische Immobilien investierte Kapital aus Übersee 76 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anstieg von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Smart City Graz

31.05.2022 07:00

Walter Senk

Gemischt genutzten Objekten gehört die Zukunft

Mit den Veränderungen in der Gesellschaft kommen auch die Veränderungen in den Gebäuden. Gemischt genutzte Objekte bringen Lebensqualität und den Investoren Sicherheit.

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Gemischt genutzten Objekten gehört die Zukunft

Mit den Veränderungen in der Gesellschaft kommen auch die Veränderungen in den Gebäuden. Gemischt genutzte Objekte bringen Lebensqualität und den Investoren Sicherheit.

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Gemischt genutzten Objekten gehört die Zukunft

Mit den Veränderungen in der Gesellschaft kommen auch die Veränderungen in den Gebäuden. Gemischt genutzte Objekte bringen Lebensqualität und den Investoren Sicherheit.

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Gewonnen

25.05.2022 07:00

Walter Senk

Der Hype um die Hausverlosungen, erinnern Sie sich noch?

Welche verrückten Zeiten wir in der Immobilienwirtschaft bereits erlebt haben, wurde mir bei der Durchsicht einiger Artikel bewusst. Erinnern Sie sich noch an die Hausverlosungen? Der Hype hat im Frühjahr 2009 die Immobilienwelt in Österreich durcheinander gewirbelt. Zwei Jahre später war es schon wieder vorbei. Wir haben im April 2011 von der letzten Verlosung berichtet.

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29.06.2022 10:00

EHL Immobilien Gruppe

Zinshäuser auch in geändertem wirtschaftlichem Umfeld stark nachgefragt

Der Wiener Zinshausmarkt ist nach dem Rekordjahr 2021 auch unter den deutlich geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2022 für Investoren weiterhin attraktiv. Gründerzeithäuser sind nach wie vor sehr gefragt. Investments in Zinshäuser werden in einer Phase mit hoher Inflation und schwacher Konjunktur als sicherer Hafen betrachtet, auch wenn die steigenden Zinsen das Bild leicht trüben.

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Rivergate Officefirst

Wiener RIVERGATE als erstes Gebäude Österreichs mit WiredScore Zertifikat in Platin ausgezeichnet

Das Office Center RIVERGATE im 20. Wiener Bezirk ist als erstes Gebäude in Österreich mit dem WiredScore Zertifikat in Platin ausgezeichnet worden. Damit ist der Bürokomplex am Handelskai 92 als „best-in-class“ im Hinblick auf die Themen Konnektivität, digitale Infrastruktur und Zukunftssicherheit bewertet.

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Die lebenswertesten Städte der Welt

Die lebenswertesten Städte der Welt – Wien wieder auf Platz Eins

Wien hat seine gewohnte Spitzenposition im Ranking der lebenswertesten Städte der Welt zurückgewonnen. Europäische und kanadische Städte dominieren die Top Ten, während neuseeländische und australische Städte, die im letzten Jahr triumphiert haben, im Vergleich dazu zurückgefallen sind.

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29.06.2022 11:00

mrp hotels

mrp hotels: Was erwartet Betreiber und Investoren am Hotelimmobilienmarkt?

mrp hotels analysiert die Aussichten für Betreiber und die aktuellen Rahmenbedingungen von Investoren.

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Bauträgerdatenbank EXPLOREAL erweitert Produktpalette mit Statistiktool

28.06.2022 15:00

Exploreal Gmbh

Bauträgerdatenbank EXPLOREAL erweitert Produktpalette mit Statistiktool

Erstmals projektübergreifende Auswertungen österreichweit bis auf Grätzelebene für alle Stufen des Bauträgerprojekt-Prozesses

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3SI Immogroup entwickelt Gründerzeitbau in Meißnergasse

28.06.2022 13:00

3SI Immogroup

3SI Immogroup entwickelt Gründerzeitbau in Meißnergasse

Kagran: Baustart für 31 hochwertige Eigentumswohnungen Nähe Alte Donau

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Puck.io: Startup-Investor Florian Gschwandtner steigt bei PropTech-Unternehmen ein

Puck.io: Startup-Investor Florian Gschwandtner steigt bei PropTech-Unternehmen ein

Das digitale Immobilien-Ökosystem puck.io ist weiter auf Expansionskurs. Startup-Investor Florian Gschwandtner investiert einen sechsstelligen Betrag.

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Fotocredit: Klaus Venus

Heidelberg wird Europas erste kreislauffähige Kommune

Bergbau in der Stadt: Heidelberg wird Europas erste kreislauffähigeKommune

Aus den Augen, aus dem Sinn - so lässt sich unser Umgang mit Müll wohl am besten beschreiben. Und das trifft auch auf die derzeit größte Abfallquelle zu: den Abriss von Gebäuden.

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Fotocredit: PwC Österreich

Rudolf Krickl

27.06.2022 15:00

PwC Österreich

Family Offices: 2021 Jahr der europäischen Mega-Deals

Sowohl die Anzahl als auch der Gesamtwert der Family-Office-Investitionen in Europa erreichen derzeit Rekordwerte. Laut der aktuellen Studie „Family Office Deals 2022“ des Beratungsunternehmens PwC, lag der Gesamtwert der von Family Offices unterstützten Immobilien- sowie direkten Firmeninvestitionen in, aus und nach Europa im Jahr 2021 bei 227,6 Mrd. US-Dollar und erreichte somit einen neuen Höchststand.

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ÖVI Infotag Karriere in der Immobilienwirtschaft

Neue Lehrgänge der ÖVI Immobilienakademie

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22.02.2022 17:00

Status Digitalisierung, sind wir schon im Heute angekommen?

Die Immobilienwirtschaft zählt nicht zu den Early Adoptern der Digitalisierung. Inzwischen gibt es jedoch fast täglich Nachrichten, wie die digitale Welt der Immobilie noch effizienter, schneller und besser gemacht werden kann. NFT´s, Tokenisierung, Virtual Reality schwirren als Schlagworte durch den Raum. Was wird bleiben, was wird wieder in der digitalen Versenkung verschwinden? Wie weit ist die Immobilienbranche mit der Digitalisierung? Welche Prozesse können noch vereinfacht werden? Wie kann die Customer Journey für Kunden attraktiver werden? Und das Wichtigste: Was davon bringt den Unternehmen wirklich etwas? Was ist der Status Quo und was die Zukunft?

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15.02.2022 17:00

Büro, Büro - Home, Virtual, Shared oder Classic?

Werden Büroflächen größer. kleiner oder einfach anders? Wie sieht die New World of Work im Jahr 2022 aus? Und was müssen Unternehmen tun, um den perfekten Mix aus klassischen Büroflächen, Home Office und Shared Offices zu schaffen? Vor allem: Welchen Einfluss hat der "New Way of Work" auf die Unternehmen und unsere Gesellschaft?Hybride KonzepteDie "New way of working" haben sich etabliert und hybride Büronutzungskonzepte mit großer Flexibilität und Individualität werden sich weitgehend durchsetzen. Die Umstellung auf hybride Arbeitsformen wird weiter voranschreiten. Die Nutzer sollten ihre Büroflächen dahingehend neu beurteilen. Gebäude mit großen und flexiblen Flächen werden bevorzugt. Zum Teil lassen sich die geänderten Ansprüche in den Bestandsobjekten realisieren, zum Teil sehen sich Unternehmen aber nach neuen Standorten um, bei denen flexible und innovative Arbeitsplatzkonzepte besser umsetzbar sind. Gibt es eine Verschnaufpause?Was bedeutet das aber für den Büromarkt? Werden wir eher zu Hause arbeiten oder in Coworking Spaces? Wie sehen das eigentlich die Nutzerinnen und Nutzer und was wird derzeit am Markt von den Suchenden Unternehmen nachgefragt? Sind sie noch vorsichtig mit ihren Entscheidungen oder planen sie bereits voraus und setzen ihre neuen Ideen um? Wir stehen mitten in einer enormen Veränderung und es stellt sich die Frage, ob der Markt nach dieser Welle eine Pause einlegt, oder sich das „Bürobusiness“ über die nächsten Jahre kontinuierlich verändern wird? Verteilung der Büroflächen werden auf den Kopf gestellt„COVID-19 hat in vielerlei Hinsicht einen Wandel eingeleitet und Trends in Hinblick auf unsere Arbeits-, Einkaufs- und Lebensgewohnheiten beschleunigt, die bereits vor der Krise erkennbar waren“, meint Stefan Wundrak, Head of European Research, Nuveen Real Estate: „Diese Veränderungen werden epochale Folgen für Immobilieninvestoren haben, insbesondere die Perspektive hybrider Arbeitskonzepte, die sowohl die Menge als auch die Verteilung der Büroflächen auf den Kopf stellen werden.“ Gleichwohl sind Städte keineswegs homogen und weisen große Unterschiede bei den Chancen für nationale und regionale Immobilienmärkte auf. Dabei hängen die jeweiligen Erfolgsaussichten von kulturellen, geografischen und wirtschaftlichen Faktoren ab.Grundsätzlich ist zu sagen, dass der Wiener Büromarkt im Vorjahr mit einer soliden Vermietungsleistung von ca. 170.000 Quadratmetern in einem schwierigen Marktumfeld seine bekannte Stabilität erneut unter Beweis gestellt hat. Im laufenden Jahr ist wieder mit mehr Dynamik zu rechnen.

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22.03.2022 17:00

Grüne Immobilien – 5 Punkte für eine nachhaltige Immobilien-Zukunft

Corona hat die Digitalisierung enorm beschleunigt. Innerhalb von zwei Jahren wurden Schritte gesetzt, die normalerweise doppelt so lange gedauert hätten. Wird es auch bei der Nachhaltigkeit einen Treiber geben, der die Geschwindigkeit erhöht? Die Ukraine-Krise, beziehungsweise die sich anbahnende wirtschaftlichen Verwerfungen könnten für diese Entwicklung verantwortlich sein. Welche Schwerpunkte im Bereich der Nachhaltigkeit in Immobilien gesetzt werden, welche Baustoffe die Zukunft bestimmen werden und welche Maßnahmen gesetzt werden müssen, um ESG konform zu agieren und die Klimaziele zu erreichen, diskutieren 4 ausgesuchte Expert:innen mit Ihnen.

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15.03.2022 17:00

Wohnen2022 - Smart Wohnen Trend oder Tod

Smart Wohnen – Trend oder Tod? Da ist natürlich die Frage, was unter Smart-Wohnen verstanden wird. Kleine Wohnungen, viel Technologie oder ganz etwas anderes?  Jede:r hatte eine eigene Definition und von Digitalisierung bis zu kleinen kompakten Wohn-Units war alles enthalten. Haben wir bisher zu klein gedacht und wird sich unser Verständnis von Smart-Wohnen in Zukunft verändern? 

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08.03.2022 17:00

Human Ressources – Diversität in der Immobilien Branche

„Nur jede fünfte Leitungsposition in der Immobilienwirtschaft ist in weiblicher Hand, im Topmanagement sogar nur jede zehnte!" Dieses ernüchternde Fazit zog Katrin Williams, Vorstandsvorsitzende der „Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V.“, bei der Vorstellung der neuen Studie des Vereins im Vorfeld des Weltfrauentags am 8. März: "Unsere neue Studie zeigt: Von Gleichberechtigung und Chancengleichheit ist die Branche in den Führungsebenen noch weit entfernt. Damit schaden die Unternehmen nicht nur den hochqualifizierten weiblichen Fachkräften, sondern auch sich selbst: Sie verschenken Potenzial im Hinblick auf Profitabilität und Innovationskraft und schädigen ihr Image als attraktive Arbeitgeber, die Frauen adäquate Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Angesichts des Fachkräftemangels ist das ein handfester Wettbewerbsnachteil!“  Auch wenn man der Immobilienwirtschaft nachsagt, dass sie eine Männer lastige Domäne ist, so wird doch Innerhalb von Unternehmen der Frauenanteil immer größer. 50:50 haben wir zwar noch nicht erreicht, aber die Immobilienwirtschaft hat sich diesbezüglich in den vergangenen 25 Jahren doch sehr gewandelt. Der 111. Internationale Frauentag/Weltfrauentag 2022 wird am 8. März gefeiert. Entstanden ist er als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt. Dass wir ihn noch immer brauchen, um auf fehlende Gleichberechtigung aufmerksam zu machen, ist eigentlich bedenklich. Brauchen wir ihn auch in der Immobilienwirtschaft?

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01.03.2022 17:00

Wohnen & Investment – welche Trends nach COVID bleiben werden / Ausblick 2022

Trotz aller Herausforderungen rund um Covid-19, war 2021 ein herausragendes Immobilienjahr. Bei Wohnimmobilien ist die Nachfrage auch im zweiten Jahr der Pandemie in nahezu allen Regionen ungebrochen hoch. Es ist heuer noch einmal mit einem weiteren Hoch zu rechnen – sowohl bei der Nachfrage, als auch bei den Preisen. Aktuell stellt sich die Situation bei Wohnimmobilien folgendermaßen dar: Eine sehr starken Nachfrage trifft in vielen Regionen auf ein zu knappes Angebot, dazu fehlende attraktive alternative Geldanlagemöglichkeiten und ein weiterhin historisch niedrigen Zinsniveau. Welche Trends bleiben nach Covid und wie geht es weiter?

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17.04.2020 02:00

Unsicherheit und Optimismus in der Immobilien Branche

„Herrscht trotz aller Unsicherheit auch Optimismus?“, wird Gerald Kerbl (tpa) gefragt: „Im Transaktions-Geschäft ist bei uns vieles ‚on hold‘. Salopp formuliert: Keiner wollte ‚zum Preis‘ vor der Krise kaufen. Aber wir verhandeln weiter, und sehen keinen kompletten Stillstand.“ Die Erlässe und Verordnungen des Gesetzgebers kommentiert Kerbl kritisch: „Bei den Förderprogrammen des Bundes hinkt es an der praktischen Abwicklung; Detailverordnungen sind noch nicht ausreichend kommuniziert.“Evgeni Gerginski von Huss Hawlik Architekten zeigt sich im Live-Talk optimistisch und sieht die Immo-Branche in einer glücklichen Lage: „Die Immobilienbranche reagiert träge auf solche Arten von Krisen.“ Es gebe eine Vielzahl vorfinanzierter, laufender Projekte; insbesondere im Wohnbau. Neue Projekte würden laufend eingefädelt – wenngleich, „so wie in der letzten Finanzkrise“, etwas zeitverzögert.Stille Baustellen und die Nachfrage in Stadt und LandDas Thema Baustelle greift Heinz Fletzberger von SÜBA auf: „Kurzfristig haben wir als Bauträger einmal alle Baustellen eingestellt – dann kam es gleich zu Anfragen seitens der Investoren.“ Das größte Fragezeichen war die Unsicherheit, „wie lang wird das sein, wie lang wird das gehen?“. Fletzberger: „Der Investor fragt, ob der Übergabe-Termin gehalten werden kann? Ich kann das nicht wissen. Und der Generalunternehmer will Kosten für den Stillstand gleich als Mehrkosten kalkulieren.“ Nach zwei Wochen „Chaos“ würden Baustellen sukzessive hochgefahren, und „man gewöhnt sich an die Situation“, aber: Baufirmen hätten „Probleme bei Zulieferungen, Probleme beim Personal, bei Professionisten“, so Fletzberger, „eine gewisse Unsicherheit bleibt, ob es noch einen weiteren Lockdown gibt“.Auswirkungen auf die Immo-Branche im Verhältnis Stadt-Land beschreibt Michael Mack von Raiffeisen: Die Nachfrage habe überall abgenommen; das Stadt-Land-Gefälle zeige sich dennoch mit geringere Nachfrage in den Ballungsräumen. Überall gilt: Besichtigungen werden in unbewohnten Objekten verlangt; bewohnte Objekte sind jetzt nicht gefragt. Virtuelle 360-Grad-Touren „haben den Einbruch abfedern können“, erklärt Mack, der das „Geschäft wieder in die Höhe fahren“ will. Wobei die Nachfrage derzeit stark „auf dem Land liegt – gegen die Enge in der Stadt“.Dem Verlangen nach Freiraum pflichtet Heinz Fletzberger von SÜBA bei: „Wir bauen nur mehr Wohnungen mit Freifläche – Loggia oder Balkon oder Gartenanteil – weil das ein Trend ist, schon vor Corona, genauso wie der Drang ins Grüne. Corona wird das verstärken.“Wem helfen Banken in der Krise?Nach der ersten Runde stellt Walter Senk, die ersten Zuschauer-Fragen ins Plenum: Ein Bauträger meint, Banken würden derzeit nur Hilfsprojekte betreuen und „alle neuen Projekte auf die Seite legen. Wie sehen Sie das?“„Gleich als Bauträger“ antwortet Heinz Fletzberger von SÜBA, welcher den Vorwurf nicht bestätigen könne: Bei „sehr vertrauten Banken“ habe er Term Sheets zu „ganz üblichen Konditionen“ erhalten – es mag aber immer „davon abhängen, wie lange man mit einer Bank schon zusammengearbeitet hat“. Banken seien dennoch verunsichert, was das Eigenkapital betrifft, bekräftigt Fletzberger auf Nachfrage: „Wir müssen abwarten, welche Auswirkungen“ Corona noch haben werde. Raiffeisen-Mack ergänzt: „Es gibt jetzt nicht weniger Finanzierungen als vorher. Die Maßstäbe sind dieselben wie vor der Krise. Es gibt kein schnelles Durchwinken“, auch wenn die Regierung das angedeutet habe. Der nötige Cash-Flow muss gegeben sein – „das war immer schon so, und das bleibt auch jetzt so“, so Michael Mack von Raiffeisen. „Größere Schwierigkeiten oder Herausforderungen“ kämen eventuell erst mit einer zweiten Corona-Welle, vermutet Mack.Zu finanziellen Förderungen meint TPA-Kerbl: „Das hat zu Reibungsverlusten geführt; aber besser hätte man es in der kurzen Zeit nicht machen können. So unbürokratisch, wie es gedacht war, läuft es aber nicht ab.“ Unternehmen „kurzfristigst“ zu unterstützen, funktioniere nicht – „weil die Banken überfordert sind“, und nötige Informationen fehlen.Wen trifft die Krise? Und welche Asstes gewinnen?In welchen Asset-Klassen gibt es die stärksten Veränderungen?, wird Gerald Kerbl von TPA gefragt. „Hotel- und Freizeitimmobilien sind jetzt im Fokus“, sagt Kerbl. Diese hätten jetzt keinen laufenden Cash-Flow und laufenden Betrieb. Der Wohnungsmarkt sei derzeit unberührt. Die Frage sei aber, „bleibt es bei dieser einen Corona-Welle oder erleben wir mehrere Wellen?“, so Gerald Kerbl. Die 38 Milliarden Euro an staatlicher Hilfe seien jetzt wohl ausreichend – bei weiteren Pandemie-Wellen müsse es aber mehr staatliche Unterstützung geben. Nach der „zwei-monatigen Zwangspause geht es weiter wie vorher“, vermutet Walter Senk – und Gerald Kerbl unterstützt: „Die Hoffnung auf einen Aufhol-Effekt ist da“. Wohn-Immobilien seien jedenfalls stabil, gefolgt von Büro-Immobilien: „So schnell werden wir nicht alle auf Home Office umschwenken.“„Den Optimismus, dass wir nach zwei Monaten Pause alles wieder aufholen – diesen Optimismus teile ich nicht“, sagt Heinz Fletzberger vom Bauträger SÜBA. Als Projektentwickler stehe Fletzberger vor der Herausforderung der Projektbewilligungen und Umwidmungen. „Das ist eine Katastrophe“, denn die öffentliche Verwaltung stehe still. Behördenwege seien unmöglich; vorausschauende Projektabwicklungen seien unmöglich.„Da kann ich nur zustimmend nicken“, schaltet sich Evgeni Gerginski (Huss Hawlik Architekten) ein: „Uns fehlen Bauverhandlungen, uns fehlt Feedback von den Behörden. Daran sind ja auch Zahlungen gebunden.“Eine Chance sieht TPA-Kerbl in Logistik-Immobilien: „Regionale Produkte werden wichtig, das könnte logistisch eine Herausforderung werden.“Objekte aus Sicht des privaten KäufersWie steht es um die Käufersicht in der Corona-Krise, will ein User im Video-Chat wissen. Leerstand, Preisreduktion, was bedeutet das für den Projektentwickler?, stellt Walter Senk die Frage in die Runde.SÜBA-Vertreter Heinz Fletzberger meint: Bauträger müssten nun „leistbares Wohnen“ schaffen; aber unter Preisdruck zwischen steigenden Liegenschaftspreisen und höheren Baukosten, weshalb der Bauträger als „Wurst zwischen den Semmelhälften“ oft der „Böse“ sei.Michael Mack von Raiffeisen ergänzt: „Für Privatkäufer gilt – wer bislang finanzieren konnte, sollte auch jetzt finanzieren können.“ Neubau-Objekte würden womöglich „einige Monate Verzögerung“ erleben; große Verwürfe erwartet Mack in diesem Segment aber nicht.Positives zum Mitnehmen aus der Corona-KriseEvgeni Gerginski (Huss Hawlik Architekten) sieht vor allem Chancen für die Architektur in der Großstadt: Freiwerdende Büroflächen sollen für Wohnraum genutzt werden, anstatt im Großstadt-Umfeld „auf der grünen Wiese“ neue Wohnflächen zu bauen. Städtebaulich werde die Tendenz laut Gerginski Richtung „mehr öffentliche Freiräume“ gehen, um „wieder Qualität rein zu kriegen“ ins Leben in der dichtverbauten Stadt.Michael Mack kann der Corona-Krise vor allem in digitaler Hinsicht Positives abgewinnen: „Hier wurden Eintrittsbarrieren genommen“, die bislang schwierig angenommen wurden – etwa virtuelle, digitale Besichtigungstouren von Immobilien. „Die 360-Grad-Touren werden super angenommen“; das zeigen; dass MitarbeiterInnen-Service auch im digitalen Raum gut funktioniere. Und ja, „Büroflächen könnten künftig ein paar Quadratmeter weniger“ ausfallen – wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass es nicht immer persönliche Treffen (und den Raum dafür) braucht, sondern auch Video-Telefonkonferenzen funktionieren.Architekt Evgeni Gerginski wirft ein: Wer mehr Home Office will, muss architektonisch auf den „Wohnraum daheim“ schauen: „Die Wichtigkeit der eigenen vier Wände muss komplett neu interpretiert werden“ nach dieser Krise: Es werde spannend zu beobachten, wie sich Social Distancing auf die Bedürfnisse im eigenen Wohnraum niederschlägt.Abschließend der gemeinsame Wunsch aller Video-Konferenz-Teilnehmenden: „Schnell“ ein Gegenmittel gegen die Lungenkrankheit Covid-19; mehr gemeinsames Europa und politische Solidarität; und die Bitte, als Unternehmer „kreativ, anpassungsfähig und flexibel bleiben“ – und „positiv denken, um schnell und gut weiter wirtschaften zu können“.

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29.04.2020 02:00

Corona verändert die Trends am Wohnungsmarkt

Welche Auswirkungen hatte und hat Corona unmittelbar auf den Wohnungsmarkt, wird Sandra Bauernfeind von EHL zum Einstieg gefragt: Anfragen hätten mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen „deutlich“ abgenommen – es herrschte Schockstarre. Ebenso deutlich hätte das Geschäft nach Ostern aber wieder angezogen. Bauernfeind erwartet sich mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen auch ein Wiederbeleben des Wohnungsmarktes. Die Digitalisierung – von Video-Rundgängen bis 360-Grad-Führungen – habe sich als „wichtigstes Instrument“ erwiesen, um Wohnungen während des Lock-Downs herzeigen zu können. Ähnlich stabile bis positive Tendenzen sieht Bernhard Reikersdorfer von RE/MAX. Seit Anfang, Mitte April zeige die Kurve wieder nach oben; zuletzt habe RE/MAX sogar „deutlich mehr Anfragen als zu dem Zeitpunkt im Vorjahr“ verzeichnet. Der Wohnimmobilien-Markt in Österreich werde „mit nur sehr leichten Preisrückgängen davonkommen“, prognostizierte Reikersdorfer. Bis zum Q1 des kommenden Jahres 2021 werde sich der Markt stabil entwickeln, bis zu 0,7 Prozent plus an Preissteigerungen seien möglich. Das betreffe ganz Österreich; nur das Bundesland Tirol hatte es mit seinen vielen Freizeit-Immobilien und den Corona-Beschränkungen zuletzt schwerer, schilderte Reikersdorfer. Michael Pisecky von s REAL berichtete von den Herausforderungen, vor welchen die MaklerInnen-Branche angesichts der Corona-Maßnahmen gestanden sei: Sind Besichtigungen überhaupt erlaubt? Was dürfen wir überhaupt vor Ort? Das, so Pisecky, „war in Wahrheit nicht geregelt“. Über die Wirtschaftskammer wurde eine „machbare Auslegung“ der Verordnungen zustande gebracht, um Besichtigungen zu ermöglichen. „Wir gehören zur kritischen Infrastruktur“, meinte Pisecky, „auch wenn die Politik vielleicht nicht gleich an uns denkt“. Der Wohnungsmarkt war zuletzt – und bleibe – das „stabilste Segment des Immobilienbereichs“; er, Pisecky, rechnet nicht mit sinkenden Preisen. Alleine in Wien würden in diesem Jahr bis zu 20.000 neue Wohnungen fertiggestellt, ergänzt Sandra Bauernfein von EHL. Davon seien aber mehr als zwei Drittel zur Miete – was für eine stabile Preisentwicklung im Eigentumsbereich spricht. Weil der Corona-Stillstand für eine „massive Delle“ bei den Baubewilligungen gesorgt hat, werde es in den kommenden Jahren bis 2023 zu weniger Fertigstellungen kommen – was zu knappem Angebot und steigenden Preisen führt, wie Bauernfeind vorrechnet. Auf einem „sehr vernünftigen Niveau“ sieht auch Florian Krammerstätter von der „consulting company“ die Wohnungs-Nachfrage Ende April. Die „Corona-Pause“ war eine sehr kurze, und wer in Immobilien investieren wollte, hat schon früh danach zum Telefon gegriffen. Unabhängig von Corona sieht Krammerstätter einen grundsätzlichen Trend: Das „leistbare Wohnen“ wird nachgefragt, und zwar im Sinne der Betriebskostenreduktion – „der Laie erkennt das“, sagt Krammerstätter, und verweist auf Aspekte wie Fassadenbegrünungen und andere klimafreundliche Aspekte. Business-Abwicklung mit Banken und Baufirmen während Corona Hat das Auswirkungen aufs Bankgeschäft bei der Projektfinanzierung, kommt die Frage aus der Video-Community, und Florian Krammerstätter von der Consulting Company antwortet: Viele Deals waren schon vor der Corona-Krise mit den Banken besiegelt, aber die Verhandlungen mit Baufirmen waren schwierig. Verträge mussten angepasst werden, um auf die Situation zu reagieren: Längere Bauzeiten, Verzögerungen, Pönalen, Stehzeiten, was passiert bei einer zweiten Welle? Diese Themen mussten mit den Geldgebern geklärt werden, wobei ein „Vorverwertungsgrad“ einen Polster geschaffen habe, wie Krammerstätter erzählt. Risikoreiche Finanzierungen, wenig Eigenkapital – das führt zu Gesprächsstoff mit der Bank. Schlechte Verwertungsquoten, „viele offene Fronten“ auf diversen Baustellen – das birgt Risiko, meint Constulting-Company-Kramerstätter. Das „Gute“ an der Situation: Baufirmen-Preise flachen wieder ab, weil größeres Angebot besteht – Baumeister matchen sich um Aufträge, weil die Baugenehmigungen weniger werden. Das ist nicht Corona – das Virus verstärkt nur Trends, meint Michael Pisecky von s-REAL. Die Sparkasse sieht keine großen Veränderungen in der Projektfinanzierung. „Probleme sind nicht neu; sie sind bisherig und jetzt vielleicht gravierender“ – aber durch das Abflachen der Baubewilligungen wird bei Entwicklern finanziell „ein längerer Atem notwendig sein“. „Projekte, die immer schon problematisch waren, sind nicht durch Corona problematisch geworden“, erklärt Pisecky; und Sandra Bauernfeind von EHL pflichtet bei: „Probleme gibt es bei Projekten, wo mit überzogenen Kaufpreisen“ kalkuliert wurde. Die Eigentumswohnung wird beliebter, aber Banken müssen auf Joblosigkeit reagieren. Miet-Stundungen als falscher Weg? Die Immo-Entwickler der Consulting Company sehen jüngst einen Trend von der Miete zum Eigentum, was Anfragen während Corona betrifft, berichtet Florian Kammerstätter. Bernhard Reikersdorfer von RE/MAX bekräftigt: Das Spiel Bank – Privatkunde entwickelt sich spannend. Wer bekommt Kredite, wer wird unterstützt – angesichts von „1,6 Millionen Menschen in der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit“, so Reikersdorfer, und prekären Verhältnissen in Gastronomie und Tourismus, keine leichte Frage. Der Corona-Erlass des Justizministeriums zur möglichen Stundung von Mieten war eine „Schrecksekunde“ für EHL, erzählt Sandra Bauernfeind. Die Erfahrung zeige, dass Wohnen „ein wichtiges Produkt“ sei, und die Stundung für Mieterinnen und Mieter im zweiten Halbjahr zur Belastung werden könne. Die Banken sind sehr wohl bereit, zu finanzieren, erwidert Michael Pisecky von s-REAL. Geld in Sachwerte zu investieren, werde gerade jetzt interessant. Die Eigenvorsorge stehe jetzt im Vordergrund, „sicher veranlagen“ sei aktuell ein Faktor. Die Miet-Stundung sei eine „nicht so gute Idee“ – bei aller finanzieller Förderung für Arbeitslose auch Mieten zu stunden, sei „ein bisserl zu viel“ für jene, die ohnehin Einkommen durch – zum Beispiel Kurzarbeit – haben. Die Zukunft frei finanzierter Wohnungen als Objekte zur Vermietung; bei Luxus-Objekten trennt sich die Spreu vom Weizen Bernhard Reikersdorfer schildert die Sicht von RE/MAX: Mietpreise würden bis 2021 „stabil bis leicht fallend“ sein. Michael Pisecky von s-REAL will „dem Markt vertrauen, und der beginnt jetzt zu wirken“ – es „gibt ein bisserl zu viel“, und Mieten werden jetzt billiger. Sandra Bauernfeind von EHL spricht zum Luxus-Segment: „Da geht’s nicht um Leistbarkeit – da geht’s um das Objekt: Grundriss, Lage, Ausstattung.“ Einen Preisverfall bei Luxus-Objekten werde es nicht geben, solange die Immobilien hohen Ansprüchen gerecht würden. Es gebe aber „wenige ausgezeichnete Objekte derzeit am Markt“. Ein hoher Eigenmittelanteil sei bei der Kaufs-Anbahnung sei jedenfalls entscheidend, sagt Michael Pisecky von s-REAL – der auf weniger Besichtigungs-Tourismus und mehr ehrlich Interessierte baut. Wobei InteressentInnen aus dem EU-Ausland jetzt wegen der Reisebeschränkungen ausbleiben, beklagt EHL-Bauernfeind. Digitales Angebot als Eye-Catcher erfolgreich, ersetzt aber nicht den persönlichen Kontakt Die Corona-Situation hat zu mehr digitalen Besichtigungs-Angeboten geführt. Das trägt Früchte, berichtet Florian Kammerstätter von Consulting Company: „Diesen Eye Catcher brauchen wir.“ Ist die Kundin, der Kunde einmal an der Angel – dann ist der persönliche Kontakt entscheidend für den Abschluss. Trotz bester Möglichkeiten des Online Marketings braucht es den persönlichen Kontakt. AirBnB und Kurzzeit-Mieten als Frage der Zukunft Bernhard Reikersdorfer von RE/MAX schätzt, dass mehr dieser Wohnungen auf den Markt kommen werden. Alleine 11.000 Wohnungen gibt es in diesem Segment in Wien – die privaten Vermieterinnen und Vermieter suchen jetzt „herkömmliche“ Wege, um ihre Wohnungen zu vermieten. Florian Kammerstätter von Consulting Company sieht den Trend, dass bei Eigentums-Neubauten immer öfter der Wunsch geäußert wird, die Kurzzeit-Mieten zu unterbinden: „Ich will wissen, wer mein Nachbar ist; wer da täglich ein und aus geht.“ Fallen die Mietpreise? Was macht Home Office mit unseren Mieten? Und werden Wohnungen größer Die Hälfte der Befragten einer Umfrage rechnet mit fallenden Mietpreisen, wirft Walter Senk von der Immobilien-Redaktion in die Runde. Was sagt die Runde? „Vielleicht hoffen da manche! Die Vermieter hoffen natürlich nicht“, sagt Florian Kammerstätter von Consulting Company. Übergroße Wohnungen, mit „übergroßen Räumen“, die nicht optimal nutzbar seien, werden mit Leerstand rechnen müssen – weil „der Mehrwert nicht gegeben ist“. Dazu zählen eher Balkone und „vernünftige“ Tiefgaragen. Sandra Bauernfeind von EHL ergänzt: In Zeiten von Home Office wird der Wohnbedarf aber nicht größer. Drei statt zwei Zimmer sind keine Frage des Home Office, sondern der Leistbarkeit. Home Office wird den Trend zum „Hinaus aus der Stadt ins Einfamilienhaus“ verstärken, prognostiziert Michael Pisecky von s-REAL. Wer nur mehr zwei Mal pro Woche ins Büro muss und die restliche Woche von zuhause arbeitet, nimmt größere Distanzen zum Arbeitsplatz in Kauf – und will dafür eine bessere Wohnqualität daheim. Das bedeutet aber nicht automatisch größere Wohnungen – die Nachfrage nach kleineren Wohnungen in ausgezeichneter Lage wird aufrecht bleiben. „Jetzt sind die Planer gefragt“, bestätigt EHL-Bauernfeind. Beim Neubau will Florian Kammerstätter von Consulting Company Ballungsräume wie Wien oder Graz außen vor lassen – „dort werden die neuen Wohnungen klein bleiben“. Gleichzeitig gebe es „extreme Bemühungen“ der Stadt Wien mit den Genossenschaften, größere Wohnungen mit mehreren Kinderzimmern zu schaffen, die gleichzeitig leistbar sind. Corona lässt uns nicht reisen. Steigt die Nachfrage nach der heimischen Ferien-Wohnung im Erdgeschoss? Florian Kammerstätter von Consulting Company hegt Zweifel: Erdgeschosswohnungen in den Ballungszentren werden aus subjektiven Sicherheitsgründen (Einbruchs-Angst) gemieden; außerhalb der Ballungszentren „hat man Gründe, eine Erdgeschosswohnung zu nehmen“. Insgesamt gelten hier langfristige Überlegungen; Corona hat aus Kammerstätters Sicht keine kurzfristige Auswirkung über die Entscheidung, eine Wohnung zu mieten. Michael Pisecky von s-REAL sieht „vernünftige Nachfrage“ nach Erdgeschoss-Wohnungen in Wien – „solange nicht der LKW vorbeibraust“. Der Blick in die Zukunft „Wohnen ist und bleibt Grundbedürfnis“, sagt Bernhard Reikersdorfer von RE/MAX. Die Menschen verfolgen jetzt den Traum der eigenen vier Wände – die Eigentumswohnung bleibt hoch im Kurs, angesichts der historisch niedrigen Zinsen. Florian Kammerstätter von Consulting Company hofft auf eine „Normalisierung der Einkaufspreise von Grundstücken – und dass die Wildwüchse bei Grundstückspreisen und Baupreisen enden“. Sandra Bauernfeind von EHL schließt: Der Wohnungsmarkt wird nach Corona mit einem blauen Auge davonkommen; viele Entwicklungen haben sich jetzt zugespitzt. „Wir freuen uns auf nächste Woche, wenn wir wieder durchstarten können – wir freuen uns auf den Kundenkontakt.“

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06.05.2020 02:00

Der Immobilien Investmentmarkt ist startklar für die Zeit nach dem Lockdown

Anton Bondi wird eingangs gefragt, ob sich mit den „Corona-Lockerungen“ seit 4. Mai die Branche „starklar“ zeigt? Die ganze Branche habe während des Lockdowns „hart durchgearbeitet“, ein Flaschenhals zeige sich jetzt im Bereich der Verwaltung. Grundbuchseintragungen und andere Behörden-Wege verzögern sich. Das sei eine „leichte Hemmung“, aber keine Bremse.Michael Baert von IFA wurde auf eine frühere Aussage angesprochen, wonach Wirtschaftskrisen einen verstärkte Nachfrage nach Immobilien bewirkten. Wird das nach Corona ähnlich sein? „Ja, das zeigt die Erfahrung, zum Beispiel nach der Dotcom-Blase.“ Dieses Mal werde die Nachfrage nach Wohnraum überproportional steigen, prognostiziert Baert – schlicht, weil Wohnen ein „krisensicheres Grundbedürfnis“ sei. Auch die derzeit hohe Zahl der Arbeitslosen werde daran nichts ändern – „die Nachfrage nach Wohnraum wird weiter existieren“. Verstärkt Thema werde dafür das „leistbare Wohnen“, ein „gewaltiges“ Thema, das durch die Krise beflügelt werde.Franz Pöltl von EHL wird gefragt, was den Unterschied zwischen „guten“ und „schlechten“ Immo-Projekten ausmache – deren Spread immer größer werde. Die „Sicherheit des Cashflows“ sei wichtigster Faktor für Investoren – günstige Lage oder langfristige Mietverträge („mit extrem guten Bonitäten, am besten der öffentlichen Hand“) würden Top-Preise erzielen. Dem gegenüber stünden Objekte, wo „Mieten at risk“ bestehen oder gar Leerstände gegeben sind, sagt Pöltl: Verkäufer würden jetzt eher auf die Mietverlängerung gehen und vom Verkauf absehen. Und Pöltl ergänzt: „Noch im Februar haben beste Qualität – und weniger gute Qualität – preislich fast dasselbe gekostet. Das wird sich ändern.“Trifft das auch auf Wohn-Immobilien zu, wird Maxim Zhiganov von WK Development gefragt. Generell würden Banken und Investoren jetzt Projekte „noch kritischer“ evaluieren. Entwickler guter Wohn-Projekte werden jetzt Investoren gewinnen, die sich davor für Gewerbeobjekte – etwa in der Hotellerie – interessiert haben, meint Zhiganov. „Wohnimmobilien sind derzeit die wohl sicherste Geldanlage“ – weil der Goldpreis „auf Höchststand“ sei, und der Aktienmarkt schwer einschätzbar. Auch die Wirtschaftskrise 2008 hatte laut Zhiganov kaum Auswirkungen auf den Immobilienmarkt in Österreich; das Land werde von Investoren als „safe haven“ betrachtet.So würden die Maklerinnen und Makler von WK Development derzeit auch mit Anfragen „bombardier“ – wobei die Beschaffenheit der Immobilie wichtiger sei als zuvor. Freizeitangebote, zum Beispiel Wasserzugang, seien entscheidend.Markus Arnold von Arnold Immobilien wird auf das Rekordinvestment aus dem Q1 2020 angesprochen – welches 52 Prozent über dem Investment-Level des Q1 2019 lag. Ein Zeichen, dass die Märkte stabil bleiben? „Es wird nichts billiger, da sind wir uns alle einig“, sagt Arnold. „Das Geld ist ja immer noch da; Covid-19 hat das Geld nicht zerstört.“ Wer Geld am Konto habe, werde das „in Krisenzeiten immer in Sachwerte tauschen – und das wird immer die Immobilie sein“. Bei Gewerbeimmobilien werde Corona zu neuen Nutzungsformen führen; sie seien aber gegenüber Wohn-Objekten nicht grundsätzlich im Nachteil. „Weder im Ankauf noch im Verkauf“ könne er, Arnold, einen Rückgang bemerken – „es geht weiter wie bislang, Geld wird gegen Steine getauscht“. Mit „260.000 Corona-Toten“ sei bislang „nicht viel passiert, was die Immobilien-Branche außer Tritt“ bringen könne, sagt Markus Arnold. Immo-Invest in Wien: Besser A-Lage oder B-Lage?Aus der Video-Community kommt die Frage an die Runde: Wer jetzt in Wien investieren möchte, tut das besser in der A-Lage oder B-Lage? Und warum?Markus Arnold meint, Preise für die Segmente hätten sich angeglichen – „das wird sich jetzt ändern“. Die steigende Preisentwicklung in „schlechten“ Bezirken werde aufhören; und „in Wien kann man in der A-Lage nichts falsch machen“.Michael Baert von IFA bestätigt: Menschen suchen Wohnungen mit Freiräumen und mehr Grün rundum – was aber dazu führt, dass InteressentInnen in „weit entferntere Lagen gehen müssen“. Eine gute öffentliche Anbindung werde immer wichtiger – in Wien reiche dafür schon eine gute U-Bahn-Anbindung. Grundsätzlich seien aber A-Lagen-Investments zu bevorzugen, sie seien schlicht krisenfester.Anton Bondi von Bondi Consult erinnert an die „ehemaligen B- und C-Lagen“ am Stadtrand, zum Beispiel in Hirschstetten im Norden Wiens, die mittlerweile zu A-Lagen aufgestiegen seien. Heute an der Donau zu wohnen, „das kann etwas. Wenn ich dann noch die U-Bahn in der Nähe habe, kann ich nichts falsch machen“. Wer heute günstig in B-Lagen investieren kann, solle das einer teuren A-Lage vorziehen, meint Bondi.Fragen der Finanzierungskosten, Entwicklung der Nachfrage und ausländischen InvestorenMaxim Zhiganov beantwortet die Frage aus der Community, ob Finanzierungskosten durch Risiko-Aufschläge der Banken womöglich steigen. Ja, „das erleben wir gerade jetzt“, sagt Zhiganov: „Die Banken werden extrem restriktiv.“Auf der Investorenseite wiederum stehe „sehr viel Geld zur Verfügung“, sagt Anton Bondi. Zudem sei Österreich ein attraktiver Markt – das Land habe die Corona-Krise gut gemanagt. Investoren seien gewillt, zu investieren – lediglich der Zeitpunkt der Geldausschüttungen hänge z.B. an Genehmigungsverfahren.Ob der lokale Markt etwaige sinkende Nachfrage aus dem Ausland ausgleichen könne, wird aus der Community gefragt. Dem sei nicht der Fall, mein Franz Pöltl. Gerade im Gewerbesegment lägen zahlreiche Anfragen auf dem Tisch, erzählt der EHL-Experte. „Die Österreicher mischen den Markt jetzt nicht auf“, so Pöltl. Der Markt sei gesund, Interesse zum Beispiel aus Asien steige wieder.Spannend sei jedenfalls die Frage, Transaktionen und Kauverträge mit ausländischen Investoren wegen Corona in den Online-Bereich zu verlagern, ergänzt Michael Baert von IFA, wobei an digitalen Signaturen gearbeitet werden.Fragen aus der Video-CommunityWie geht es mit Österreichs Mietrecht weiter, ist Veränderung absehbar, will die Video-Community wissen. „Wir haben das sozialste Mietrecht der Welt, das wird sich in der Wirtschaftskrise nicht ändern“, meint Markus Arnold, „wir werden damit weiterleben müssen“.Auch das IFA sieht „in dieser Frage keine Bewegung“, berichtet Michael Baert. Da werde eher noch das Maklergesetz ein Thema. Traditionell seien „Österreicher klassische Mieter“; in Wien seien nur 9 bis 12 Prozent der Wohnungen frei vermietbar.Wie steht es um den Bedarf an Wiener Büros zwischen 40 und 60 Quadratmetern, fragt die Community in die Expertenrunde. Anton Bondi sieht keinen Bedarf: Der „Kleinbedarf“ sei über diverse Dienstleister ausreichend abgedeckt; einen Trend Richtung Kleinbüro sehe er, Bondi, nicht.Wir die Entwicklung zum Home Office den Büromarkt verändern? „Das glaube ich nicht“, erklärt Franz Pöltl von EHL, der „so wie wir alle vom Home Office genug hat“. Unternehmer hätten keine Freude damit, wenn ihre MitarbeiterInnen zuhause sitzen würden und sie „keinen Zugriff“ haben. Nachhaltigerweise „werden wir das Büro weiter brauchen“, sagt Pöltl, der von Michael Baert von IFA unterstützt wird. „Ein oder zwei Tage in der Woche von zuhause arbeiten“ wird gut gehen – aber Arbeitgeber werden „nicht anfangen, Kleinswohnungen zu mieten“, um diese für Home-Office-Zwecke zur Verfügung zu stellen. Große Unternehmen hätten sowieso bereits „shared desk“-Konzepte, ergänzt Anton Bondi. Der soziale Kontakt, das zwischenmenschliche Gespräch, sei unerlässlich in der Immo-Branche, und könne nicht durch Videokonferenzen vollständig ersetzt werden.Eine weitere Frage an die Runde: Ist zu erwarten, dass Investoren verstärkt verkaufen müssen, weil Einnahmen ausbleiben und Kreditraten bedient werden müssen? Nein, sagt Anton Bondi, und wird unterstützt von Markus Arnold: „Das Geld war in den letzten Jahren viel zu billig.“ Bei den Renditen, welche Gewerbeimmobilien erzielen, werde man wohl „zwei, drei Jahre der Krise“ durchtauchen können. „Wenn das kommt, dann von Eigentümern, bei denen Immobilien nicht das Kerngeschäft sind“, sagt Franz Pöltl von EHL – denn „die Eigenschaft der Immobilie ist ja, dass sie mir in der Krise hilft.“ Die großen „Preissprünge nach unten“ seien nicht zu beobachten, mein Markus Arnold, „auch weil der Druck derzeit nicht da ist“. Außerdem gehen „die allermeisten Investoren konstruktiv in die Krise“, um nach Lösungen mit den Mietern zu suchen, erzählt Michael Baert von IFA. Da werde eher auf eine Mieten-Rate verzichtet, als das „ganze Rad zu durchbrechen“.Welche Asset-Klassen tun sich den momentan besonders schwer? Es sei heute „viel zu früh zu sagen, alles ist gut“, sagt Markus Arnold – dennoch müsse „Vernunft, Ruhe und Vertrauen in den Markt“ das Credo bleiben. Wohnimmobilien seien ohnehin die beliebteste Anlageform, und durch angekündigte Bank-Moratorien gebe es keinen Einnahme-Verlust, sagt Michael Baert.Wird sich der Anlage-Zeitpunkt von Investoren – insbesondere bei Gewerbeimmobilien – weiter nach vorne verlagern? Anton Bondi antwortet: „Investoren steigen schon jetzt extrem früh ein.“ Schon jetzt gebe es Einstiege bei Developments, um den Verfall der Renditen abzufedern. Gleichzeitig werde das zu Lasten des Einstiegspreises gehen.Und wie sieht es bei Wohnimmobilien aus? Wie entwickeln sich Preise bei Projekten in guter U-Bahn-Lage? Welche Renditen sind da im Forward erzielbar? Franz Pöltl von EHL sieht eine ungebrochene Nachfrage in dem Segment. Die Renditen seien über Corona hinweg gleich geblieben. „Besonders aggressive Player“ würden sich gerade jetzt gute Projekte sichern wollen. Die Auswirkungen der Covid-Krise auf die Baukosten müssten jedenfalls noch abgewartet werden, sagt Michael Baert; ebensowenig sei ein Sinken der Grundstückspreise zu beobachten. Es gebe derzeit keinen Grund zuzuwarten in der Hoffnung, dass in einem halben Jahr die Preise gefallen sind.Online-Umfrage: Anlage-Formen in Immobilien nach der KriseWelche Anlage-Formen in Immobilien werden auch nach der Krise attraktiv sein, kündigt Walter Senk die Community-Umfrage im ImmoLive Talk an. „Sieger“ dieser Ad-Hoc-Umfrage sind demnach Vorsorge-Wohnungen und Zinshäuser. „Ganz schlecht“ sähen hingegen Unternehmensanleihen aus.Zinshäuser erleben seit zehn Jahren durchgehend steigende Preise, meint Markus Arnold: „Es ist die mit Sicherheit charmanteste Anlageform in dieser Branche.“ Anders als im Gewerbebereich werde hier viel mehr privat- als fremdfinanziert: 70 bis 80 Prozent Eigenkapital im Zinshausbereich stünden 30 Prozent Eigenkapital bei der Gewerbeimmobilie gegenüber.Wie stehen – angesichts der Corona-Krise – die Chancen für den dezentralen, ländlichen Raum? Können Kleinstädte profitieren? Franz Pöltl von EHL sieht bei den Investoren „das Zentrum gefragt“. Das sei eine Rückkehr zur Frage „A-Lage oder B-Lage“, wobei für langfristiges Investieren diesbezüglich nur die A-Lage in Frage kommen könne. Urbanisierung sei ein globaler, unumkehrbarer Trend – „dort ist auch die meiste Liquidität“.Hat die Krise eine Auswirkung auf laufende Umwidmungsverfahren, kommt eine weitere Frage aus der Community. „Kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Anton Bondi. Es seien – gerade im Wohnbereich – eine Menge Projekte in der Pipeline. Maxim Zhiganov sieht einen „Aufholbedarf“ bei den Beamten und vermutet, dass es bei Verfahren „jetzt sogar schneller gehen wird“ – auch aufgrund des neu gegründeten „Verbands der Österreichischen Projektentwickler“, der dahingehend Druck gemacht hätte. Bewilligungs- und Behördenverfahren seien generell zu lange, unabhängig von der Corona-Krise, fordert Michael Baert von IFA, und verlangt generell schnellere Verfahren.Wie werden sich Baukosten bis zum Frühjahr 2021 entwickeln? „Das ist eine Glaskugel-Frage“, mein Anton Bondi. Massive Änderungen und günstigere Baupreise werde es aber wohl nicht geben. Maxim Zhiganov von WK Development sieht eine Tendenz nach unten: Viele Baufirmen würden beginnen, „realistischer und langfristiger zu denken“. In den vergangenen Jahren seien Baukosten dermaßen in die Höhe geschossen, dass gewisse Projekte kaum umsetzbar waren.Kommt die durchmischte Form der Immobilie als Trend nach der Krise? Genau das versuche die Stadt Wien mit dem Konzept der „produktiven Stadt“, erzählt Franz Pöltl von EHL. Bloß, dass die Investoren das „nicht sehr schätzen“ würden, weil sie „sortenreine“ Produkte wollen – es sei also ein Produkt, das sich derzeit noch schwer tut. Eine „Bewusstseinsbildung“, nicht nur bei den Investoren, sondern „auch bei den Nutzern“ sei da wichtig, meint Anton Bondi – „wenn ich dort wohne und um vier Uhr früh fährt der LKW vor und beliefert den Supermarkt“.Und ganz zum Schluss: Alle Teilnehmer blicken optimistisch in die kommenden Monate und freuen sich auf die Expo Real in München!

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13.05.2020 02:00

Trends & Entwicklungen durch Covid 19

Welche Trends hat die Corona-Krise in der Immobilienwirtschaft ausgelöst? Um diese Kernfrage drehte sich das gut einstündige Gespräch. Den Anfang macht Jochen Schenk, dessen Real I.S. Immobilien in elf Ländern auf der ganzen Welt managt. Welche verschiedenen Herausforderungen hat die Krise in den verschiedenen Ländern gebracht? Die Corona-Kernproblematik sei zwar überall dieselbe – in Österreich, Deutschland, Spanien und Frankreich bis nach Australien, sagt Schenk. Dazu kämen aber regionalspezifische Unterschiede: Während zum Beispiel Spanien massive wirtschaftliche Auswirkungen spüre und in eine Rezession schlittere, werde Australien mit seiner geringen Staatsverschuldung und seinen „vielen Reserven“ gut aus der Krise kommen, meint Jochen Schenk.Neues Hauptthema Mietzins-StundungGeorg Spiegelfeld wird auf den Wohnimmobilienmarkt in den europäischen Metropolen angesprochen. Corona werde „ein neues Hauptthema“ bringen, nämlich die Mietzins-Stundung; eine Diskussion, die „wohl auf dem Rücken der Vermieter ausgetragen wird“, vermutet Spiegelfeld. „Beim Geldregen, dem Wünsch-dir-was“, so Spiegelfeld, würden „sicher noch Ideen kommen, wie man die armen Mieter schützen wird“. Das werde die Branche vor Probleme stellen, „vom Makler über den kleinen privaten Vermieter bis zu den großen Fonds“. Denn, so Spiegelfelds Befürchtung, die Stundungen könnten nicht das Ende der Fahnenstange sein, „und wir wissen nicht, welche weiteren Ideen da noch kommen werden“.Urbanisierung und Renaissance der DorfgemeinschaftNikolaus Lallitsch von Raiffeisen Immobilien wird auf seine Aussage „in der Krise lebt es sich besser am Land“ angesprochen. „Wir erleben eine noch nie dagewesene Urbanisierung“, antwortet Lallitsch, aber: „Wir sehen eine Gegenbewegung aus der Stadt heraus aufs Land“. Corona habe „unsere Flügel gestutzt, und unsere Wurzeln gestärkt“ – das Credo von „noch höher, größer hinaus“, das Streben nach dem „Zehntelprozent mehr Rendite“ sei in den Hintergrund gerückt. Lallitsch sieht eine Renaissance „der Dorfgemeinschaft, der gelebten Nachbarschaft“ und führt die „niedrigeren Zäune“ im Ortsbild als Sinnbild für das gesellschaftliche Zusammenleben an.Vitale Vermischung der LebensweltenChristian Farnleitner von Soravia-Gruppe wird auf den Kauf eines 12-Hektar-Geländes in Mühlheim nahe Duisburg (Deutschland) angesprochen, wo der Entwickler „neue zukunftsfähige Ideen“ realisieren wolle. Was das für Ideen sein könnten? Farnleitner antwortet: „Diese ehemalige Schokoladenfabrik ist ein besonders süßes Baby für uns“ – und spinne den „roten Faden“ von Soravia weiter, das sich der Stadtteilentwicklung verschrieben habe. Es gehe bei dem Invest um eine „vitale Vermischung verschiedener Lebenswelten“, welche „Wohnen, Bildung, Arbeit, Freizeit und Betreuung“ kombiniere. Corona führe vor allem dazu, dass „wir Wohnen und Büro anders werden denken müssen“. Das genannte Mühlheim-Projekt biete ausreichend Fläche, um die Entwicklungen (teilweise Corona-bedingt) zu beobachten und darauf zu reagieren.Die Stadtplanung rückt das Gemeinsame in den VordergrundWas muss ein Stadtentwicklungsprojekt können, wenn es „gemeinsam“ und inklusiv gedacht wird, wird Jochen Schenk von Real I.S. gefragt: „Die Wege sollen kürzer werden“, antwortet Schenk. Man baue nicht mehr „irgendwo Wohnungen und weit entfernt davon Büros“, sondern achte auf die Durchmischung. In diesen „Quartieren“ solle „sehr vieles nebeneinander, und sehr vieles lebenswert“ sein. Dem gegenüber stünden viele Anforderungen und Herausforderungen seitens der Umweltverträglichkeit. Weil das – auf einzelne Bauten bezogen – teilweise unmöglich umsetzbar sei, könnten diese Auflagen „nur bezogen auf ein ganzes Quartier“ erfolgen. Dieses Dreieck – nämlich autonome Mobilität (denke selbstfahrende Busse und Autos), vermischte Nutzform, Nachhaltigkeit – werde die Städteplanung in den kommenden Jahrzehnten entscheidend prägen, meint Schenk.Neben dem Trend zum urbanen Nutzungs-Mix plädiert Nikolaus Lallitsch von Raiffeisen für die Immobilie im ländlichen Raum: Die Stadt der Zukunft „kann kein Schwimmreifen sein – wo es innen nichts gibt und außen den Speckgürtel“. Der Trend zum ländlichen Raum müsse aber von öffentlicher Hand unterstützt werden – etwa durch gezielte Wohnbauförderung.Welche Bedürfnisse bringt die Krise? Feiert die Klima-Nachhaltigkeit ein Comeback?Soravia-Farnleitner denkt laut über das Thema Home Office nach, und wie Immo-Developments künftig auf Wohn- und Freiflächen Rücksicht nehmen müssen („dazu gehören auch die Kinder zuhause, das Home Schooling“). Im Development werde diese „steile Lernkurve“, bezogen etwa auf das plötzliche „Video Conferencing“, starke Nachwirkungen zeigen: Hinter der Zukunft der Großraumbüros sieht Farnleitner große Fragezeichen.Schnellere Schritte zur NachhaltigkeitGeorg Spiegelfeld (Spiegelfeld Immobilien) sieht Nachhaltigkeit als Thema: „Green Buildings“ seien „schon vor Corona“ auf dem Tapet gewesen; das „Klima-Thema“ sei „wirtschaftlich interessant“. Hier seien Möglichkeiten gegeben, etwa in der Dach-Photovoltaik. Dass der Gesetzgeber jetzt Schritte beschleunige, sei nicht zuletzt der Regierungsbeteiligung der Grünen zuzurechnen. „Sehr gefragt“ seien sowieso grüne Elemente in einer Wohnung – etwa Terrasse, Balkon. Der „Zug aufs Land“ werde zunehmen, prognostiziert Spiegelfeld, der von einem wahren „Run“ auf Immobilien im Waldviertel berichtet. Das „Büro der Zukunft“ bestehe lediglich aus jenen MitarbeiterInnen, die physisch „unbedingt dort sein müssen“, der Rest passiere in der Videokonferenz. „Das führt zum Drang nach größerer Wohnfläche“ und „mehr Platz“ daheim, das sei vorrangig, so Spiegelfeld.Jochen Schenk von Real I.S. erinnert – betreffend Nachhaltigkeit und Umweltgedanken – an die „Brüsseler Mühlen“ der EU, die „trotz Corona weitermahlen“. Gerade bei den ESG-Zielen („Environment Social Governance“) habe er, Schenk, „noch nie so schnelle Regulierungsvorhaben“ aus Brüssel erlebt. Diese Gesetze und Verordnungen der EU hätten Auswirkungen auf die Immobilien-Wirtschaft in allen EU-Mitgliedsstaaten. „Wir wollen keine Umstände in 30 Jahren wie jetzt in Australien“, erinnert Schenk an den Umweltgedanken und wirft einen Blick auf die Real I.S.-KollegInnen in Sydney, die vor Corona von Buschbränden in Atem gehalten wurden.„Die Wohnungen werden größer“, ist Christian Farnleitner von Soravia sicher; „aber das ist ein kleines Segment“. Wer als Familien-Haushalt „2.500 Euro verdient, der wird sich das nicht leisten können“. Das betreffe weniger den freifinanzierten Bereich, sondern grundsätzlich eine Corona-bedingte Änderung der Gesellschaft. Nikolaus Lallitsch pflichtet bei: „Corona hat nur sichtbar gemacht und beschleunigt“ – die Raiffeisen investiere in „green villages“ und „Smart Cities“, etwa am Beispiel Graz. „Das wird sich nicht zurückdrehen lassen“, zeigt sich Raiffeisen-Lallitsch sicher.Dezentrale Behördenwege als Learning aus CoronaWarum müssen Ämter in, zum Beispiel, Wien oder Graz zentral erreichbar sein?, fragt die Community. Nikolaus Lallitsch von Raiffeisen meint: Es brauche einen „fairen Ausgleich der Regionen“, bezogen auf die Diskrepanz zwischen „Freizeit in der Region, Arbeit in der Stadt“. Urbanisierung führe zur Ausdünnung der Regionen – dort komme es (wegen der Alterspyramide) zu „Instandhaltungs-Rückstau, et cetera“. Es brauche hier „mehr Gerechtigkeit“, plädiert Raiffeisen-Lallitsch: „Wir fördern das Einfamilienhaus im Speckgürtel um Wien, Linz, Graz“ – wo das Geld doch viel dringender „in den Regionen“ gebraucht werde – etwa für öffentlichen Verkehr, Kultur, Breitband, Sport und Bildung. Da sei die regionale bzw. österreichische Bundesregierung gefragt, fordert Lallitsch. „Das ist doch praktikabel“, verweist der Raiffeisen-Sprecher auf die zunehmende Digitalisierung.„Sichere“ Mieter als Schlüssel im Weg aus der Krise, und was tut sich im Einzelhandel?Stichwort Gewerbe-Immobilien: Auf sichere Langzeit-Mieter bauen, und ihnen die Miete reduzieren? Oder den Cashflow aufrechthalten? Jochen Schenk von Real I.S. sieht darin den „Schlüssel“ aus der Corona-Krise: „Unser Risikobewusstsein ist gestiegen. Schlechte Lagen waren auf demselben Preis wie gute Lagen. Das hat sich mit Corona geändert.“ Hotels brauchen jetzt umso bessere Lage, zum Beispiel. Eine Preis-Spreize werde kommen, meint Schenk.Christian Farnleitner von Soravia sieht es grundsätzlich ähnlich, will aber „nicht alle über einen Kamm scheren“ – weil zum Beispiel der Lebensmittelhandel sowieso niedrigere Mieten zahle. Von einem Shutdown seien – so bringt Farnleitner ein Beispiel – auch alle Einkaufszentren betroffen, die verschiedene Angebote böten. „Nicht jede Lage hat dasselbe Angebot, nicht jede Lage hat denselben Yield“, erinnert Farnleitner.Jetzt ist die Zeit des Miteinanders – auch für Shopping-Center?Apropos Einkaufszentren: Georg Spiegelfeld wird auf die Trends im Einzelhandel angesprochen. „70 Prozent“ der Mieter und Vermieter hätten sich in den Corona-Krisen-Verhandlungen wirtschaftlich getroffen, berichtet Spiegelfeld: „Die Gesprächskultur war gut, die Mieter haben der fairen Aufteilung der Mieten zugestimmt.“ Rechtliche Streitereien seien zu befürchten („da werden die Anwälte viel Geld verdienen“), aber insgesamt sei die Handelsbranche „ganz vernünftig miteinander umgegangen“. Die Lehre sei klar: künftige Priorität auf die Zusammenarbeit mit verlässlichen, kooperativen Mietern. Diese „neue, vernünftige Gemeinsamkeit“ sei zielführender als die „justament“-Position, schildert Spiegelfeld.„Das Miteinander ist eine wesentliche Säule“, sagt Jochen Schenk von Real I.S. – Verhandlungen über Mietverzicht, -Reduzierungen oder -Stundungen bräuchten eine vernünftige Vorgangsweise, was zum Beispiel in Deutschland in Gesprächen mit dem Gesetzgeber passiere.“Fair sein”„Fair sein“, auch als Eigentümer gegenüber den MieterInnen, mahnt Nikolaus Lallitsch von Raiffeisen ein. Seine Prognose: Einkaufszentren werden es künftig schwer haben – „das sinnliche Einkaufen in den alten Ortszentren“ würde ein Comeback feiern, so Lallitsch. Und wieder die Aussage: „Corona löst keine Trends aus. Corona verstärkt Trends.“ Damit einher geht das sensorische Gefühl, „in der Innenstadt einzukehren, zu gustieren zu shoppen“ – daraus werde sich ein „sinnliches“ Bewusstsein für das Einkaufserlebnis in den Innenstädten entwickeln, erwartet Raiffeisen-Lallitsch.„Entweder im Showroom angreifen, direkt ausprobieren – oder gleich online bestellen“, sieht Christian Farnleitner von Soravia keine gute Zukunft für die Mega-Shoppingzentren. Es brauche das physische Erlebnis, die persönliche Beratung, das Intime. Anonymes Massen-Shopping in Einkaufszentren könne das nicht bieten; und wer billig einkaufen wolle, weiche sowieso auf das Web aus. „Der Einzelhandel weiß das“, so Farnleitner.„Logistik-Center verbunden mit Entertainment“, sieht Jochen Schenk von Real I.S. die Zukunft von Einkaufscentern. „Click-and-Collect“, verbunden mit Gastro und Entertainment könnte eine Antwort auf die Funktionslösung der Zukunft sein. Auch Online-Händler gehen in die Richtung „Anfassen und Ansehen“, um ihren Kundinnen und Kunden einen physischen Kontakt mit der Ware zu ermöglichen.So sehen die Experten die ZukunftNoch während die Live-Debatte passiert, geben die vielen hundert Userinnen und User im ImmoLive-Talk Antworten auf die Umfrage: Was wird die Immo-Branche nach Corona am meisten bewegen? Die Top-Drei-Antworten: Büroflächen, Arbeitswelt und Digitalisierung.Jochen Schenk von Real I.S. stößt in dieses Horn: Bei Steuerfragen und Online-Handelsriesen wache die EU gerade auf, und lasse sich nicht von einzelnen Produktionsstandorten abhängig machen. „Wir müssen in der EU aufräumen, und Schluss mit Niedrigsteuergebieten wie Luxemburg und Irland.“Christian Farnleitner von Soravia entgegnet, „so einfach ist es nicht“ – es werde schlichtweg nicht funktionieren, auf supranationaler Ebene in die Steuerhoheit der einzelnen EU-Länder einzugreifen. „Was wir tun können“, so Farnleitner, „ist: bei unseren lokalen Händlern einkaufen. Dann bleibt die Kaufkraft in Österreich.“Die spannendste Entwicklung durch CoronaEine Abschluss-Runde durch die Experten im ImmoLive Talk: Was sind die spannendsten Erkenntnisse aus der Corona-Krise?Jochen Schenk von Real I.S. sieht „in allen Bereichen“ eine Beschleunigung von Entscheidungen, auch begründet durch das „schnelle“ Home Office für alle Beteiligten – bis hin zu den Banken. Auch die „sonst schwierigen“ Aufsichtsbehörden hätten da mitgezogen.Georg Spiegelfeld meint: Die technischen Entwicklungen von Home Office, „Zoom“-Konferenzen und Co. bräuchten noch Feinschliff – da habe nicht alles reibungslos funktioniert. Der zwischenmenschliche Umgang – vom Arbeitgeber zum Mitarbeiter, vom Dienstleister zum Kunden – habe insgesamt doch gut funkioniert, „was mir sehr imponiert hat“, wie Spiegelfeld sagt.Christian Farnleitner von Soravia sieht in der Corona-Krise „eine Chance, das Leben und Tun und Miteinander-Wirken neu zu denken“.Nikolaus Lallitsch von Raiffeisen unterstreicht „das Tempo, mit dem viele Dinge auf einmal möglich geworden sind“. „Beeindruckend“ seien auch „Ermunterung und Ermutigung“ gewesen – wenn die Gesellschaft auch nach der Krise so zusammenhalte, brauche sich niemand zu fürchten.Der ImmoLive-Talk als offenes Forum – stellen Sie Ihre Fragen!Viele hundert Zuseherinnen und Zuseher verfolgen jede Woche den ImmoLive-Talk, und sie nutzen die Interaktion. In der Live-Chat-Funktion haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen direkt an die Expertinnen und Experten zu tragen.Welche Projekte in Wien sind Investment-reif für die Real I.S.? Wie nachhaltig ist der Trend zur Immobilie am Land?Sind Wohnungen das neue Klopapier der Corona-Nachfrage?Bleiben Neubauten verwertbar, trotz oder wegen Covid-19?Wie versteuern wir Industrie, Produktion und Online-Handel nach Corona? Machen Sie mit, seien Sie dabei und nutzen Sie die exklusive Gelegenheit, ausgewiesene internationale Expertinnen und Experten der Immo-Branche zu befragen – quasi „face to face“ im ImmoLive Talk, das nächste Mal live am Dienstag, 19. Mai.

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