Walter Senk ist Herausgeber und Chefredakteur des Mediums „Die unabhängige Immobilienredaktion“ und publiziert über immobilienrelevante Themen auch in anderen Zeitungen und Fachzeitschriften. Er prägt die österreichische Immobilienberichterstattung bereits seit über 25 Jahren und verfügt in dem Zusammenhang über exzellente Netzwerke innerhalb der Branche.
Wir haben derzeit zahlreiche unbekannter Faktoren, die sich auf die Immobilien auswirken. Die Immobilienwelt hat sich völlig gedreht, es ist ein extrem schwieriges Marktumfeld. Niemand hat mit einer Zinsänderung in diesem Ausmaß und vor allem in dieser Geschwindigkeit gerechnet. Dass die Zinsen steigen werden, war allen klar, aber man hat mit einem moderaten Anstieg über mehrere Jahre gerechnet. Von Minus / Null auf 3 Prozent in weniger als 12 Monaten – das hat sicher viele auf dem falschen Fuß erwischt. Das drückt nun jetzt auf die Preise. Die Frage ist, wie lange, die Situation anhalten wird und wie lange es die MarktteilnehmerInnen durchhalten. Das derzeitige Zinsumfeld wird für viele zur Zerreißprobe werden.
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Die Unsicherheiten am Zinshausmarkt bleiben bestehen, doch es gibt erste positive Signale. Nach einer Phase der Krisen und Marktverwerfungen zeigt sich, dass die Marktakteure verstärkt nach einem neuen Preisniveau suchen.
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Die Hotellerie ist gut durch die Krise gekommen. Dennoch scheint die Assetklasse Hotelimmobilien nach wie vor unterbewertet. Sie punktet durch längere Vertragslaufzeiten, natürlichen Inflationsschutz und geringere Verwertungskosten im Vergleich zu Büroimmobilien. Diese Faktoren machen Hotelimmobilien zu einer stabilen und attraktiven Investmentoption. Die operative Performance im Hotelsegment zeigt hingegen starke Anzeichen einer Erholung. Es gibt erste Hinweise darauf, dass ein Rebound auch im Investmentbereich unmittelbar bevorsteht, was durch mehrere in der Pipeline befindliche Transaktion zu Beginn des vierten Quartals unterstrichen wird. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass das Vertrauen in die Erholung der Tourismusbranche langsam zurückkehrt.
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Mit einer ähnlichen Teilnehmerzahl wie im letzten Jahr ist die Expo Real zu Ende gegangen, das heißt mit weniger Zuspruch als in Vorkrisenzeiten. Viele empfinden aber die Stimmung besser als beim letzten Mal. Wobei auch hier die Meinungen auseinandergehen. Sind wir in Österreich Zweckoptimisten oder sehen wir tatsächlich schon das Licht am Horizont. Die Rahmenbedingungen sind derzeit nicht perfekt sind, aber die Signale stehen auf langsame Verbesserung, und das kommt der Branche zugute. Immer wieder ist Verunsicherung zu spüren, wie es nach zwei Jahren des Abschwungs weitergeht. Unternehmen bereiten sich wieder auf bessere Geschäfte vor, Entwickler auf neue Bauten und Investoren auf Zukäufe.
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In den kommenden Jahren wird bei vermutlich gleich bleibender Nachfrage das Angebot an Wohnraum geringer. Diese Entwicklung wirft ihre Schatten bereits voraus.
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90 % der Gebäude, die wir 2050 nützen werden, stehen bereits - es liegt also klar auf der Hand, dass der Hebel für Maßnahmen bei Bestandsimmobilien liegt. Riesige Aufgaben kommen auf Städteplaner zu. Abriss und Neubau oder Transformation und Umnutzung?
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Die Traumimmobilie der Österreicherinnen und Österreicher wäre weiterhin das Einfamilienhaus – die Realität aber ist die Wohnung. Die Bauträger haben in den vergangenen Jahren sehr viele Projekte hergestellt, aber in den letzten Jahren hat sich der Markt verändert. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen hat zwar spürbar angezogen, was mit der erste Zinssenkungsschritt der EZB im Mai zu tun hatte. Dennoch bleibt der Wunsch nach Eigentum für viele ein Traum. Auf Grund der strengen Kreditvergaberichtlinien rund um die KIM-Verordnung und den derzeit noch hohen Zinsen ist es für viele Österreicherinnen und Österreicher weiterhin schwierig, Eigentum zu erwerben. Sehr viele wechseln in den Mietmarkt, womit ein enormer Druck auf diesen aufgebaut wird.
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Wir befassen uns im ImmoLive mit dem Immobilieninvestmentmarkt. Der befindet sich in einer schwierigen Phase. Die Fakten, warum das so ist, sind bekannt. Wir möchten uns heute sowohl über Investments von institutionellen Investoren als auch Privatpersonen unterhalten, wobei sich diese auch teilweise überschneiden. Wir werfen einen Blick auf den Markt und auf die Veränderungen und wir wollen schauen, wie es weitergeht. Weil …… es geht weiter.
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Büroflächen auf dem Prüfstand
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Lohnen sich Immobilien-Investments? Wenn ja, welche?
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Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Inflation und Zinsentwicklung dämpfen den Immobilienmarkt spürbar – die Menschen weichen aktuell von Eigentum in Miete aus. Der Markt für Maklerunternehmen hat sich verändert und tut das weiterhin. Zahlreiche Fragen stellen sich für die Unternehmen und im ImmoLive werden wir diese diskutieren. So wie sich der Markt jetzt darstellt, mit so vielen unterschiedlichen Faktoren – das hat es in den letzten 25 Jahren nicht gegeben.
In einem sich stetig wandelnden Immobilienmarkt ist zeitnahe und präzise Information von unschätzbarem Wert für strategische Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.