Aufzeichnung 20206 - Das Jahr der Lösungen

2026 - Das Jahr der Lösungen

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Gejammert wurde genug! Jetzt sprechen wir über Wege für eine bessere Immobilienzukunft. Welche Ideen gibt es, wie kann der Erfolg auch in Zukunft nachhaltig gesichert werden?

ImoLive 218: „2026 muss sich etwas tun" – Experten diskutieren Lösungen für die Immobilienkrise

Die österreichische Immobilienwirtschaft steht unter Druck: Restrukturierungen, das neue Mietinflationslinderungsgesetz und ein ausgeprägter Käufermarkt fordern die Branche. Beim 218. ImmoLive diskutierten Birgit Kraml (DLA Piper), Christoph Schäffer (CARSO) und Winfried Kallinger (Kallinger Projekte) mit Moderator Walter Senk über Herausforderungen, Lösungsansätze und die Zukunft der Branche.

Die Diskussionsteilnehmer 

Dr. Birgit Kraml, LL.M. ist seit Oktober 2024 Partnerin und Head of Real Estate bei DLA Piper Österreich. Die Immobilienrechtsexpertin mit über 20 Jahren Erfahrung bei Wolf Theiss berät zu Transaktionen, Projektentwicklung und Restrukturierungen. Sie führt das Urban Land Institute (ULI) Österreich und wird in internationalen Rankings als Tier-1-Anwältin gelistet.

DI Christoph Schäffer, MBA ist Eigentümer der CARSO Invest- und Consulting GmbH mit Spezialisierung auf Restrukturierung und Interimsmanagement in der Immobilienbranche. Der studierte Bauingenieur war zuvor in Führungspositionen bei Porr, Strauss & Partner und der NID tätig und fungiert aktuell als Chief RestructuringOfficer der Realtrade Immobilien Gruppe.

FH-Prof. Dr. Winfried Kallinger ist Gründer von Kallinger Projekte und blickt auf 50 Jahre Branchenerfahrung zurück. Er gilt als Miterfinder der Wiener Bauträgerwettbewerbe und ist Autor des Standardwerks „Bauträger und Projektentwickler". Für seine Verdienste wurde er mit dem Großen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.

Aktuelle Lage: Was beschäftigt die Branche? 

Birgit Kraml eröffnet mit einem Kernthema: Das Mietinflationslinderungsgesetz, das Mitte Dezember beschlossen wurde und seit 1.1.2026 in Kraft ist, beschäftigt ihre Klienten intensiv. „Wie das anwendbar ist, wie das zu berechnen ist, wie vorzugehen ist mit Vorschreibungen – das ist ein Thema, das uns durchaus beschäftigt."

Kritisch sieht sie die Signalwirkung auf internationale Investoren: „Dieses Gesetz, das so ewig lang diskutiert wurde und dann wirklich sehr kurz vor dem Inkrafttreten geschlossen wurde – das erzeugt Verunsicherung und macht den österreichischen Markt nicht attraktiver. Man überlegt sich: Was kommt als Nächstes?"

Restrukturierungen verlagern sich auf Projektebene 

Christoph Schäffer beobachtet einen Fokusshift: „Der Fokus am Markt verschiebt sich von Sanierungen und Restrukturierungen von gesamten Bauträgergruppen hin in Richtung einzelner Projekte." Die Banken stehen unter Druck: „Durch die Backstop-Problematik muss geschaut werden, dass notleidende Projekte abgebaut werden, weil die Eigenkapitalunterlegung nach einer gewissen Zeit höher wird."

Seine Einschätzung zur Marktstimmung ist nüchtern: „Ich bin nicht so positiv wie manche Medien. Die Immobilienverkäufe finden noch immer nicht auf einem gesunden Niveau statt, weil die Finanzierung dahinter stockt."

50 Jahre Erfahrung: „Das ist nichts prinzipiell Neues" Winfried Kallinger ordnet historisch ein: „Ende der 90er Jahre gab es auch im geförderten Bereich Zinsen bis zu 12 Prozent und Agio-Gebühren an die Banken bis zu 5 Prozent. Das kann man sich jetzt gar nicht mehr vorstellen."

Dennoch sieht er spezifische Herausforderungen: „Wir haben gestiegene Grundstückspreise über eine lange Periode, gestiegene Baukosten, gesunkene Nachfrage und gesunkene Finanzierungsbereitschaft der Banken. Der Cocktail ist ziemlich giftig."

Kontroverse: Heimatmarkt vs. internationale Investoren 

Eine lebhafte Debatte entspinnt sich um die Frage, wie wichtig internationale Investoren für den österreichischen Markt sind. Kallinger vertritt eine provokante Position: „Geld ist flüchtig und die Immobilie pickt irgendwo im Land. Wir müssen für Österreich nachdenken, wie wir die Immobilienwirtschaft in Schwung kriegen – nicht die Finanzwirtschaft. Wir müssen wieder lernen, Häuser zu bauen und nicht Finanzinstrumente."

Sein Argument: „Die internationalen Investoren haben zur Frage des leistbaren Wohnens gar nichts beigetragen. Die haben Interesse an einer möglichst hohen Rendite, Ende der Durchsage."

Schäffer widerspricht: „Das sehe ich nicht ganz so. Die Mietimmobilien sind für unseren Markt sehr wichtig und sehr stark fremdgetrieben. Kein Bauträger kann sich ewig Mietimmobilien halten. Wir können uns nicht von der Finanzwirtschaft abkoppeln – bei einer Bauträger-Liegenschaft reden wir 30 Prozent Eigenkapital und 70 Prozent Fremdkapital."

Kraml ergänzt: „Man kann den österreichischen Markt nicht mehr als eigenes Universum sehen, weil wir viel zu sehr wirtschaftlich abhängig sind von äußeren Einflüssen."

Das Problem mit den halbfertigen Bauten 

Ein konkretes Praxisproblem sind Projekte, die nicht fertiggestellt werden können.

Kraml beschreibt die Herausforderungen: „Ablaufende Baubewilligungen tun weh. Sich ändernde Gesetze tun noch mehr weh, weil wenn ich neu einreichen muss, kann es sein, dass ich es in der Form nicht mehr bekomme, wie es geplant ist. Dann droht vielleicht ein Abbruchbescheid."

Dazu kommen finanzielle Realitäten: „Es ist ein wirklich massiver Käufermarkt geworden. Die Bewertungen, die damals als die Finanzierungen gegeben wurden, sind ganz andere als die, die heute am Tisch liegen."

Schäffer sieht einen Paradigmenwechsel bei den Banken: „Es gibt Banken, die sich solche Projekte noch einmal genau anschauen – vielleicht nicht mit dem Bauträger, der das bis jetzt gemacht hat, sondern mit externen, die das fertig machen. Es ist oft wirtschaftlich besser, ein 85 Prozent fertiges Gebäude fertigzustellen, als in Insolvenz zu schicken."

Auch das BTVG (Bauträgervertragsgesetz) wird diskutiert – Kallinger verteidigt den Schutzmechanismus: „Die Schutzmechanismen des BTVG greifen schon gut. Wenn es korrekt gehandhabt wurde, ist es lösbar."

Kraml wendet ein: „Das mag alles stimmen, wenn alle Wohnungen abverkauft sind. Wenn aber nur wenige abverkauft sind, stimmt das alles nicht mehr, weil ich dann das Geld für die Allgemeinflächen nicht habe."

Zinshäuser: „Geschenkt ist manchmal zu teuer" 

Schäffer identifiziert ein massives Problem bei Zinshäusern in mittleren und schlechten Lagen: „Bei Zinshäusern außerhalb vom Gürtel – nicht die Trophäen im ersten Bezirk, sondern dieser Ring fünf bis sechs Kilometer außerhalb – da müssen wir schleunigst was tun. Dort ist geschenkt manchmal zu teuer."

Das ESG-Thema verschärft die Situation: „Wenn dort die ESG-Richtlinien nicht erfüllt werden können, dann sind das braune Investments – dann bekommen wir nur mit sehr hohem Aufschlag, wenn überhaupt, eine Finanzierung."

Seine Warnung: „Sonst sehen wir mehrere verfallene Häuser, als wir sie jetzt schon dort sehen."

Finanzierung: Das Mezzaninkapital ist weg 

Zur Finanzierungsstruktur erklärt Schäffer: „Eine Komponente der Finanzierung ist gänzlich ausgefallen – das Mezzaninkapital. Es war ja so: cirka 10 Prozent Eigenkapital, dann 15-20 Prozent Mezzaninkapital und der Rest Fremdkapital."

Das Problem: „Da haben sich durchaus sehr viele die Hände verbrannt – sowohl die Banken, weil das dann doch nicht hartes Eigenkapital war, als auch die Geldgeber, die jetzt sagen, sie machen es nicht mehr, wenn sie nicht ins Grundbuch kommen."

Seine Prognose: „Es geht zurzeit ganz klassisch zu einem sehr großen Polster des Eigenkapitals mit wirklich genauer Ermittlung der Herkunft. Das wird uns die nächsten ein bis zwei Jahre begleiten."

EU-Plan und internationale Impulse 

Kraml verweist auf den EU-Zehn-Punkte-Plan für leistbares Wohnen vom Dezember: „Der wird uns weiter begleiten. Es geht um beschleunigte Verfahren, mehr Digitalisierung, Änderungen im Beihilfenrecht, um Mitgliedstaaten zu ermöglichen, leistbares Wohnen zu fördern."

Eine interessante Beobachtung aus Australien: „Dort investiert der Staat massiv in Kindergärten, um es Frauen zu ermöglichen, arbeiten zu gehen. Und es gibt Fonds, die sich darauf spezialisiert haben, in genau solche Immobilien zu investieren."

Die Lösungsvorschläge: Was wäre zu tun? 

Birgit Kraml:

„Gesetzliche Änderungen, um es flexibler zu gestalten. Umwidmungen einfacher machen. Und das Mietrechtsgesetz komplett reformieren. Wenn man schon Mieten koppeln will, dann nicht nach irgendeiner Baubewilligung von vor 70 Jahren, was überhaupt keinen Sinn mehr macht, sondern auf Nachhaltigkeitskriterien abstellen."

Christoph Schäffer:

„Wichtig ist, dass es eine Förderung gibt für Bauwerke, die sich einfach nicht rechnen zu sanieren. Eine Beruhigung der politischen Rahmenbedingungen. Und dass Banken für nachhaltige statt schnelle Lösungen auf Projektebene eintreten."

Winfried Kallinger:

„Ich bin grundsätzlich optimistisch für die nähere Zukunft. Aber man sollte mit Investitionsbegünstigungen für qualitätsorientierte Bauten operieren – nicht nur Förderung, sondern fremdfinanziert. Und Maßnahmen der Baulandmobilisierung durchaus dirigistisch einsetzen. Das Stadtentwicklungsgesetz und Bodenbeschaffungsgesetz schlummern noch – man hat sich damals getraut, sie zu beschließen, aber nicht, sie anzuwenden."

Fazit: In einer Stunde zur Lösung 

Moderator Walter Senk fasst zusammen: „Wenn wir vier eine Lösung finden müssten, hätten wir sie in zwei Stunden gefunden – nein, wir haben sie sogar schon in einer Stunde gefunden."

Die Diskussion zeigt: Die Branche hat die Probleme analysiert und durchaus pragmatische Lösungsansätze parat. Was fehlt, ist der politische Wille zur Umsetzung – von flexibleren Umwidmungen über ein reformiertes Mietrecht bis zu Investitionsanreizen für nachhaltige Sanierungen.

Transkript

0:14 Herzlich willkommen zu ImoLive, dem Diskussionsformat der Immobilienredaktion in Zusammenarbeit mit I-Value. Das erste ImoLive des Jahres und das 218. ImoLive mittlerweile insgesamt und damit unser 218. zeitgeschichtliches Dokument. Ende 2023 es noch geheißen Stay Alive till 25. Dann hat es nachher geheißen es tut sich nichts till 26 und jetzt haben wir 26 und jetzt muss sich etwas tun, egal ob sich etwas tut, wenn man das so sagen kann. Die Immobilienwirtschaft ist jetzt gefordert,

0:54 Lösungen zu finden und Lösungen für die Zukunft und wer zuwartet, das bringt jetzt nicht mehr. Und wir wollen heute aber auch im Laufe des Jahres Ideen und Gedanken präsentieren zum Jahr 2026 und auch darüber hinaus, welche Lösungen könnten man finden, welche Ideen sind realistisch und aber auch, ein großes Thema sein wird, wohin darf man und kann man denken, um zu neuen Lösungen vielleicht zu kommen, die uns jetzt im Augenblick noch gar nicht so realistisch erscheinen. Und ich freue mich sehr,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:35 heute bei uns am Podium begrüßen zu dürfen. Ladies first natürlich, Birgit Kraml, Partnerin bei DLA Piper. Hallo Birgit. Hallo Walter, danke für die Einladung. Winfried Kalinger, Geschäftsführer von Kalinger Projekte. Hallo Winfried. Guten Nachmittag. Und Christoph Schäfer, Geschäftsführer von CASO. Hallo Christoph. Servus Walter, danke für die Einladung. Starten möchte ich gleich mit der Birgit und große Sache ist natürlich, womit sich im Augenblick eure Klienten was sozusagen die

2:17 Themen eurer Klienten sind, was den Immobilien bei euch betrifft. Ein Thema, das uns schon Anfang oder Ende 2025 mitbegleitet hat, war natürlich das Mietneinflationslinderungsgesetz, das Mitte Dezember geschlossen wurde und mit 1.1.2026 in Kraft getreten ist. Wie das anwendbar ist, wie das zu berechnen ist, wie vorzugehen ist mit Vorschreibungen etc. Das ist ein Thema, das uns durchaus beschäftigt. Ein anderes Thema, das nach wie vor virulent ist,

2:57 es gibt Transaktionen, die sich aber oft ziehen, bzw. wir vertreten wir auch viele Gläubiger und auch hier die Frage, geht man mit den Projekten weiter um? Wir haben gerade einen Käufermarkt, also sehr schwierig, wie bringe ich meine Schäfchen doch noch ins Korken? Das sind so die Hauptthemen, die uns derzeit beschäftigen. Also auch bloß insolvenzrechtliche Themen. Birgit, danke. Wer sich noch ein bisschen wir kommen heute sowieso noch auf die Themen einzeln zu sprechen, wer sich noch intensiver damit auseinandersetzen will,

3:39 wir haben ein Interview mit dir auf der Immobilienredaktion. Das dauert, glaube ich, 10 Minuten viertel Stunde. Da behandelt du ja einige von diesen Themen und da kann man noch ein bisschen ins Detail gehen. Christoph, Birgit hat es jetzt schon angesprochen, Restrukturierungen, Projekte, nicht fertig gemacht werden, die schwierige Finanzierungen haben. Wie schaut es denn da derzeit aus? Du warst vor einem Jahr schon bei uns und das war ja eine Sisyphusarbeit. Es gibt noch einige Restrukturierungen, fortlaufende Restrukturierungen am Markt. Es kommt auch die eine oder andere dazu.

4:20 Ich sehe nur, dass sich der Fokus am Markt ein wenig verschiebt von Sanierungen, Restrukturierungen von gesamten Bauträgergruppen hin in Richtung einzelner Projekte. Die Rahmenbedingungen der Bank sind immer noch eine sehr hohe NPL-Quote und durch die Backstop-Problematik muss geschaut werden, dass diese notleidenden Projekte abgebaut werden, weil die Eigenkapitalunterlegung hier nach einer gewissen Zeit höher wird. Und das zwingt viele jetzt

5:00 härtere Einschnitte bei einzelnen Projekten zu machen. werden noch auf das zurückkommen. Also da wird es wahrscheinlich noch das eine oder andere Projekt geben, das auf den Markt kommt. Christoph danke. Und Winfried, bist ja jetzt schon länger dabei. ich weiß nicht, darf ich dir sagen wie lange?, darf. 50 Jahre bist du in der Immobilienwirtschaft. 25 Jahre. Und hast du in den letzten 50 Jahren schon mal so ähnliche Situationen erlebt, wie wir sie derzeit haben? Ja, das ist nichts prinzipiell Neues für mich.

5:41 Und durch meine ziemlich langen Zeiten wo ich mich da herum treibe, Ende der 90er Jahre, die Finanzkrise 18, haben wir auch noch in Erinnerung und so weiter. Also es hat immer wieder solche Einbrüche gegeben und mit unterschiedlichen Gründen. Nicht denselben Gründen wie heute natürlich, aber das hat es natürlich immer gegeben. Die Wirtschaft zeigt sich und auch die Immobilienwirtschaft dadurch aus, dass sie zyklisch funktioniert. Also es rennen alle immer in die gleiche Richtung. Wenn Boom ist, rennen alle in die gleiche Richtung hinauf.

6:21 Nicht daran denken, dass jeder Berg auch einen Gipfel hat. Und dass man dann wieder runterrennen muss oder runterfällt, je nachdem. Das ist zu beobachten und ich sehe die jetzige Situation daher mit einer gewissen Gelassenheit. Aber mir ist natürlich klar, dass es große Probleme gibt, wo man was tun muss, selbstverständlich. Mitte der 90er Jahre das war glaube ich so eine Phase oder Anfang der 90er Jahre, war Wohnraum extrem knapp. Oder hast du die Situation gemeint?

7:02 Ja, natürlich. Da gab es auch ein Zinsproblem damals. Wir reden ja heute über Hochzinsen. Damals gab es auch im begünstigten Bereich oder im geförderten Bereich Zinsen bis zu 12% und Abfrontgebühren an die Banken bis zu 5%. Also das kann man sich jetzt gar nicht mehr vorstellen. Und damals ist das eigentlich in den Weg gegangen. Und es musste aufgehen natürlich. jetzt ist das jetzt sicherlich nicht mit der heutigen Situation vergleichbar. haben andere Sachen.

7:42 haben steigende oder gestiegene Grundstückspreise jetzt über eine lange Periode. Und wir haben gestiegene Baukosten, haben gesunkene Nachfragen, haben gesunkene Finanzierungsbereitschaft der Banken. Also der guckte die Schuss ziemlich giftig der da insgesamt auf die Branche Wirkt. Denn Mitte der 90er, wie hat man da reagiert drauf? Man hat irgendwie versucht durchzukommen. heißt wir haben damals, als Bauträger ist das ja Produktionsorientiert. Ich bin sozusagen der Produzent hier in der Runde, nicht der Finanzierer. Das Geld muss ich mal von irgendwo ausbäumen.

8:23 Wir haben versucht die Kosten irgendwie in den Griff zu kriegen und diese Probleme zu kompensieren über effizientere Abwicklungen, effizientere Projektsteuerung, effizientere Planung und so weiter. Das ist zuteil gelungen. Natürlich hat man auch gewisse Phasen zu warten müssen, wie sich das halbwegs wieder erholt hat. da muss man halt durchtauchen. Das war für Bauträger, die heute eine knappe Kapitaldecke hatten, damals genauso wie heute problematisch. Das

9:03 Heißt es waren damals schon Bauträger manchmal ein bisschen knapp falsch kalkuliert, aber man hat es dann einfach durchgetaucht in gewisser Weise. Ein Leben als Bauträger ist von einer gewissen Knappheit begleitet. war immer so. Jetzt ist es halt besonders knapp und damals war es auch besonders knapp. Vielleicht habe ich Glück gehabt mit meiner Firma das niemals schief gegangen ist, aber ich glaube es ist nicht eine Frage des Glücks, es ist eine Frage der Reaktion auf das. Zum Beispiel aus einer enormen Kostenentwicklung auf der Bauseite ist das Instrument der

9:46 Bauträgerwettbewerbe in Wien entstanden. Die Bauträgerwettbewerbe sind auf einmal die Baukosten im geförderten Bereich, Mitternacht bis 0 Uhr des folgenden Tages um ungefähr 10 bis 15 Prozent gesunken. Also die sind natürlich nicht wirklich gesunken, sondern sie konnten nur nicht wieder weiterverrechnet werden. Also da haben die Marktteilnehmer heute natürlich vorher ihre Möglichkeiten ausgespielt. Was sie nur konnten ist auch kleine Ideen, aber das hat dann so die Reaktion angeführt.

10:26 Winfried, ich danke. Das finde ich einmal prinzipiell ein super Beispiel, weil es eigentlich zeigt, dass, ich am Anfang gesagt habe, es kommen vielleicht Ideen auf, es kommen Gedanken auf, die wir jetzt noch gar nicht denken. dieses Beispiel mit dem Bauträgerwettbewerben ist ja eigentlich ein Klassiker, wenn man so sagen kann. Ja, aber nichtsdestotrotz Birgit, wir haben ja jetzt doch überhaupt andere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, andere geopolitische Rahmenbedingungen. Und das wirkt sich leider auch auf die Sicht von außen auf auf unseren heimischen Markt aus. Denken wir mal, dass seit 1990 es insofern noch eine Änderung gab,

11:09 als der österreichische Markt, Asien, wie in die EU gekommen und auch sonst internationaler geworden ist. Und für internationale Investoren sind wir Moment befürchte ich, einfach nicht interessant genug. Waren wir vielleicht bis 2022, da hat man auch niedrigere Retiten so auch in Kauf genommen, in Österreich, Deutschland, EU-Bereich. Derzeit ist das nicht der Fall, sondern es wird einfach an andere Länder geschaut, beziehungsweise an andere Kontinente, die interessanter sind als wir. Ich glaube einfach von der Wirtschaftsleistung, Politik etc. als schwach empfunden werden und instabil.

11:49 Was wir uns glaube ich derzeit noch nicht genug vor Augen halten. Dieses äußere Bild, man jetzt hat, ich glaube das nicht nur in Österreich, sondern auf die EU generell. glaube das wirkt im Moment natürlich auch mit, weil bestimmtes Geld nicht rein kommt. ist viel schwieriger oder länger braucht der Wettbewerb, obwohl es so geworden ist mit dem Weltmarkt. Es ist ja interessant, es werden ja du hast es schon gesagt, es werden ja andere Länder vorgezogen, allerdings auch in der EU Christoph. Du hast ja gemeint, gibt da einige,

12:29 es wird woanders investiert. Ja, viele Fonds investieren aufgrund der Probleme oder Rahmenbedingungen die die Birgit schon gesagt hat. ist einfach ein sehr volatiles Marktumfeld mit sich stetig ändernden Rahmenbedingungen in Österreich. Und warum soll ich da nicht in Bratislava oder in Bucharest oder woanders investieren? Und dieses Sicherheitsthema Österreich, dass dort noch alles in Ordnung ist,

13:10 dass wir eine langfristige Planbarkeit haben, das ist alles nicht mehr gegeben. Und deswegen gehen Fonds, die zurzeit ohnehin sehr sehr zurückhaltenden Immobilien investieren, sage ich auch ganz offen, weil es durchaus ich glaube mit Gold hat man in den letzten drei Jahren weitaus mehr verdienen können, auch mit Kryptowährungen als mit Immobilien. Also ich glaube, dass es sehr viele verschiedene Alternativen zu der Finanzierung in Immobilien gibt. Auch mit Staatsanleihen hat man besser verdient als mit Immobilien. Also es gibt da sehr viele Alternativen

13:53 zum klassischen Immobilieninvestment. Und da spüren wir, weil die Fonds vor allem wir kommen dann eh noch dazu, den leistbaren Wohnbau einfach wirklich immer sehr stark für einen Nachschub gesorgt haben. Und unsere eigenen Fonds, ich sage jetzt einmal die zwei größten Fonds in Österreich, Bank Austria und die erste Bank, glänzen ja zurzeit auch nicht durch den Einkauf, sondern eher durch den Verkauf von Assets. Das alles zusammen macht die Sache schon ein wenig schwieriger. Christoph danke.

14:33 Wird ja auch noch eins dazu sagen weil es die Birgit auch schon angeschnitten hat, es ist dieses Umdenken ein bisschen. Also ich rede jetzt einmal von der ein bisschen älteren, wo natürlich das Osteuropa das ist ja ganz, wie soll ich sagen, das Osteuropa war immer dieser unsichere Boden, aber das ist es nicht mehr. Sie sind wirklich sehr sehr stark gewachsen und sie sind auch sehr stabil. Und das ist eigentlich das, uns in Österreich was ich glaube, was uns in Österreich teilweise noch ein bisschen so noch nicht ganz bewusst ist oder klar ist. Birgit, hast du das so gemeint? Ja, und du musst nicht nur nach Osteuropa,

15:15 auch Länder wie Spanien, Portugal verzeichnen derzeit weitaus bessere Wirtschaftsdaten als Zentraleuropa. Deutschland, Frankreich ich glaube, sind alle ein bisschen im gleichen Boot. Und vielleicht aus in Österreich der Zukunft, ich habe es eh anfangs schon erwähnt, ich glaube, diese Politik des leistbares Wohnen mit Preisbremse, dieses Motto und dann dieses Gesetz, das so ewig lang diskutiert wurde letztes Jahr und dann wirklich eigentlich sehr kurz vor dem Krafttreten dann geschlossen wurde, das erzeugt ja

15:56 auch Verunsicherung und macht den österreichischen Markt jetzt dadurch nichts attraktiver, sondern im Gegenteil. denke mal, man überlegt sich ja was kommt als Nächstes? Oder Wie sehr kann ich mich auf Verträge, Paktas und Zerwander verlassen, wenn der Gesetzgeber da eingreifen kann? Paktas und Zerwander, genau, aber glaube, das hat er nur für Privatpersonen gegollt und nicht für Politik und Privatpersonen. Passionsrechtlich ist das glaube ich, nicht ganz ohnehin Ah, ich weiß schon. Und ich bin mir sicher, es wird auch was kommen. Schauen wir mal.

16:36 Da komme ich dann gleich noch einmal zurück. Aber Wilfried, du wolltest doch was dazu sagen zu dem vorherigen Thema. Ja, wir sind in dieser Diskussion und überhaupt in der generellen Diskussion heute sehr stark an den Investmentmarkt, den Finanzmarkt und so weiter, an diesen Fragen orientiert. Aber Geld ist flüchtig und die Immobile bickt irgendwo im Land. Also die kann man nicht exportieren und die ist in Österreich. Und ich glaube, müssen für Österreich halt irgendwann einmal drüber nachdenken oder wieder drüber nachdenken, wie wir die Immobilienwirtschaft in Schwung kriegen und

17:17 nicht, die Finanzwirtschaft in Schwung kriegen. Weil die Finanzwirtschaft, geht noch wohl, die geht irgendwo hin, die kauft wohl, wie wir dort gehört haben. Oder ich weiß nicht was, oder Kryptowährungen. Und möglicherweise sind die Immobilien in Österreich mittlerweile nicht so besonders interessant. Ich als ketzerischer Altvorderer sage noch einmal, das werden wir aushalten. Also wir müssen es ja im Home-Market ösen, produktionsorientiert. Wir müssen hier finanzieren, müssen Bauträger wieder in Schwung kriegen, wir müssen die gemeinnützige Wohnwirtschaft in Schwung kriegen, wir müssen vielleicht auch die Politik wieder in

17:54 Schwung kriegen und so weiter, am Heimarket. Und die internationalen Investoren haben zur Frage zum Beispiel des leistbaren Wohnens aber auch schon gar nichts beigetragen. Es ist auch nicht ihr Interesse. Die haben Interesse logischerweise an einer vernünftigen Rendite, einer möglichst hohen Rendite, Ende der Durchsage. Ob das jetzt aritektonisch gut ist, ja, Umwelt vielleicht mag sein. Manche Fonds hängen sich dieses Marshall um, aber es ist kein Herzensanliegen. Das Herzensanliegen ist ein sicheres Investment zu höchstmöglicher Rendite.

18:34 Das ist legitim, soll so sein und wird vielleicht jetzt weniger in Österreich stattfinden, sondern irgendwo anders. Daher müssen wir uns überlegen, was machen wir in Österreich? Die Immobilien sind hier und der Bedarf ist hier und die Nachfrage ist hier. Also da müssen wir irgendwelche Lösungen anziehen. Da will ich dich aber noch was fragen, weil du das mit den Immobilien jetzt gesagt hast. Ich habe so das Gefühl, wir kommen jetzt mehr denn je, man kann eigentlich gar nicht im Augenblick von so einem einheitlichen Markt sprechen,

19:15 wenn man jetzt das Wohnen betrachtet. Ja, das sehe ich auch so. Also wir müssen wieder lernen oder wieder üben, Häuser zu bauen und nicht Finanzinstrumente zu bauen. So kann man es vielleicht zusammenfassen. Wir müssen uns wieder die Produktion anschauen und die Produktion besteht aus dem Rohmaterialgrundstück und besteht aus dem Veredelungsmaterial, Baustoffe und so weiter. Und das müssen wir uns anschauen und natürlich die Finanzierung muss man sich anschauen. Aber der Investmentmarkt, geht her, der kommt nach Österreich, wie gesagt aus den logischen Gründen der Rendite, vielleicht auch der Sicherheit etc.

19:57 Aber den interessiert es weitgehend nicht, ob wir jetzt da irgendwelche politischen Zielsetzungen wie ökologisches Bauen oder leistbares Wohnen. Ich behaupte kälzerisch, ist dem Investmentmarkt völlig wurscht. Winfried danke. Bitte. Christoph du wolltest was dazu sagen. Naja das sehe ich nicht ganz so, weil die Mietimmobilien, zurzeit sehr wichtig sind für unseren Markt, sind einfach sehr stark vorgetrieben. Das ist einfach so, weil keiner der Bauträger sich ewig

20:37 Mietimmobilien halten kann. Ich bin teilweise der gleichen Meinung, was Eigentumswohnungen anbelangt. Das ist auch kein vorgetriebener Markt, der Mietmarkt und der wird in nächster Zeit immer wichtiger weil wir sehen ganz genau, was jetzt passiert. Es werden keine Mietwohnungen errichtet. Die Mietpreise gehen senkrecht hinauf. Wir werden sicherlich bald mal egal wo, 20 Euro Netto-Miete haben für den Neubau. Und das ist das Problem. Und wir können uns nicht von der Finanzwirtschaft abkoppeln. wenn man sich eine Bauträger-Liegenschaft anschaut, reden wir 30 Prozent Einkapital und 70 Prozent Fremdkapital.

21:20 Das heißt, wir sind auf Gedeih und Verderb von der Finanzwirtschaft, ob wir es wollen oder nicht, abhängig. Und deswegen bin ich da doch etwas in Opposition und sehe das nicht so dass wir da mit Baustoffen oder mit anderen Bauverfahren hier die Welt retten können. Sondern wir müssen schauen, dass wir uns hier auch die Finanzseite wieder optimieren. Und wir können, und das sage ich auch öfters dazu, wir können nur froh sein in letzter Zeit, dass es keine Bankenkrise zur Immobilienkrise gegeben hat. Weil sonst würde der ganze Markt noch einmal anders ausschauen.

22:01 Christoph, danke auf die Bankenkrise gekommen für dein E-Note. Das ist das nächste Thema, dann Restrukturierung. Aber Birke du wolltest doch was sagen. Ich sehe es ähnlich wie der Christoph. Ich glaube, man kann den österreichischen Markt nicht mehr so als eigenes Universum sehen, weil wir viel zu sehr wirtschaftlich abhängig sind von ganz vielen äußeren Einflüssen. heißt, nur der Bevölkerungszustrom. meine, das ist ja nicht nur, dass wir zu wenig bauen. Wir haben ja auch ein jährliches Wachstum allein von Wien von 60.000 Menschen hinzukommen. Baupreise haben wir ja auch nicht allein in Österreich.

22:42 Also das sind glaube ich lauter so Themen. Ich glaube, man kann das gar nicht mehr wegdenken. Weil wir leben nur mal in einer globalisierten Welt. Vielleicht ein Beispiel dazu ist ja auch das zum Beispiel bestimmte Fonds. Da komme ich wieder, weil wir Lösungen suchen und anders denken, ganz ein anderes Thema. In Australien ist es zum Beispiel so, dass man raufgekommen ist. Die Bevölkerung wird älter. Man braucht auch Leute am Arbeitsmarkt. Und es gibt ja keine Minderheit, sondern sogar eine Mehrheit, die manchmal benachteiligt wird. Noch nicht, aber auf jeden Fall die oft nicht gesehen wird, nämlich die Frauen.

23:23 Und dort ist es nämlich so, man bekommt nicht Geld dafür, dass man zu Hause bleibt, dass Frauen sich um die Kinder kümmern. Sondern im Gegenteil, der Staat investiert dort massiv in Kindergärten, um es Frauen zu ermöglichen, arbeiten zu gehen. Dadurch hat der Staat auch mehr Steuereinkünfte etc. Warum erzähle ich das jetzt hier? Weil es Fonds gibt, die sich jetzt darauf spezialisiert haben. Weil sie gesagt haben, das ist super. Wir investieren in genau solche Immobilien, wo eben der Staat Kindergärten, Schulen etc. mietet. Das ist langfristig etc. Und investieren dort ihr Geld. Also nur Sorgen wiederzusehen und anders auch sehen

24:06 und ja. Super Birger. Also nicht nur rein, also nicht rein jetzt Wohnimmobilien, sondern wo auch andere Möglichkeiten vorhanden sind und wo man sich auch mit... Ja, also wie du gesagt hast, Kindergärten zum Beispiel, gibt es ja noch viele Möglichkeiten. Ich glaube, das sehen wir auch von den Baugesetzen her, das gehört auch noch viel geändert, dass man das noch viel flexibler gestalten kann. Aber bevor ich zum Wienfried komme, noch was sagen wollte. Birger, du hast zuerst gemeint, es wird noch irgendwas nachkommen. Was hast du da was bestimmtes gemeint, was gesetzliche Änderungen betrifft, irgendwas,

24:45 das man wissen sollte? Nein, es war nur eine Befürchtung meinerseits. Ok, eine Befürchte ist ja... Ich will da keine ich will da nicht Themen öffnen, die noch nicht offen sind. Ok, danke. Wienfried, bitte. Ja ich finde das ein sehr gutes Beispiel, das eigentlich das Thema glaube ich, wirklich exzellent trifft. Und das ist ja das auch was ich letztlich gemeint habe. Wir müssen den Home Market, auch von der Finanzierung her, Lösungen finden, die in Einklang stehen mit der Produktionsseite. Also ich sage, der Investor aus Hongkong, wird das Büroprojekt in Weithofen an der IBS herzlich wenig

25:26 interessieren, wenn nicht dahinter irgendeine Story ist, ja Sicherheit oder so. Irgendwas von der stattenden Intervention, keine Ahnung was. Also da muss man schon unterscheiden, der internationale Finanzmarkt und der nationale wenn es da überhaupt einen Unterschied gibt. Aber da fehlt das Umfeld. haben, die Australier machen das mit Kindergärten ich finde das fantastisch. uns könnte man es vielleicht in einer breiteren Form als nur mit dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, auch im freifinanzierten Bereich wäre auch eine Möglichkeit,

26:09 also die Investitionsbegünstigungen und sonst was, da muss sich die Finanzpolitik den Kopf zerbrechen, aber das fehlt ja vollkommen. Wir haben ja nur zwei Lager, das eine ist der gewerbliche Bereich oder der nichtgemeinnützige und das andere ist der gemeinnützige Bereich. Der gemeinnützige Bereich ist limitiert, weil er nur auf die öffentlichen Gelder wartet, die sind limitiert in der heutigen Schuldensituation. Und der freifinanzierte Bereich hat nicht die Kapitaldecke für Mietwohnung außer mit Fonds und so weiter zu operieren, die aber auch wieder ihre Limits haben und andere Interessen haben.

26:47 Also vielleicht kann man das irgendwie verschränken, indem man anders als direkte Förderungen über die Wohnbauförderung, Investitionsbegünstigungen etc macht, das hat es ja auch gegeben. Ich erinnere an den § 99 Einkommensstreifgesetz in der Wiederaufbaufase, das ist lang her. Eine hundertprozentige Abschreibung von Baukosten bei der Wiederherstellung durch kriegszerstellender Bau. Ich kann mich auch noch erinnern, es geht ja immer ums Umdenken, so wie jetzt auch die Birgit gesagt hat, was da alles nochmal reingemacht, also das war nicht nur eine,

27:27 wie gesagt, Wohnen oder Gewerbe. kann mich noch erinnern, du warst glaube ich der Erste, der in Wohnbauten dann Büros reingemacht hat, haben alle gesagt, was braucht man das ist unnötig, aber es war natürlich damals vor vielen Jahren, war das schon ein ganz ein bedeutender Schritt und was natürlich dann hinten nach sehr sehr viele aufgegriffen haben. Also Umdenken, Neudenken, wird genau, da werden wir uns glaube ich ab 2026, ab dem heutigen Tag noch sehr viele interessante Sachen anschauen können. Danke, was auch ist, Christoph, ja,

28:07 du hast es schon am Anfang angeschnitten, wir haben da große Probleme bei den Restrukturierungen, gibt es eigentlich Assetklassen die die Banken lieber umstrukturieren, weil sie vielversprechender sind oder hängt das grundsätzlich von der Immobilie an sich ab? Also es hängt eigentlich primär von der Immobilie an sich ab, wir haben zurzeit primär den Wohnbau und hier sicherlich das, mit den größten Problemen, es sind natürlich auch Handelsimmobilien eher auf der schwierigen Seite, bei Hotels sehe ich zurzeit nicht

28:50 so ein großes Problem, also die Hotels haben sich nach der Corona-Krise wieder sehr gut entwickelt, aufgrund natürlich der touristischen Auslastung, wenn man sich vor allem den Wiener Raum anschaut, aber im Vergleich, um das zusammenzufassen, Vergleich zu den Bauträgerliegenschaften glaube ich, dass wir vor allem bei den Zinshäusern ein großes Problem noch haben und hier rede ich nicht von den Choffy Assets im ersten Bezirk oder im achten oder sowas, um die mache ich mir keine Gedanken, sondern eher um bisschen schwierigere Lagen außerhalb vom Gürtel,

29:33 das glaube ich, dass hier wirklich der Hase in Pfeffer liegt, dass dort die großen Probleme sind und auch der Herr Kallinger hat schon angesprochen, hier glaube ich, dass wir nur mit einem Förderungssystem, vor allem hinsichtlich einer thermischen Sanierung, diese Standorte wieder beleben können wieder lebbar machen können, weil vor allem auch die Banken kein Interesse haben. Wenn dort die ESG-Richtlinien nicht erfüllt werden können, dann das braune Investments und dann werden wir nur mit

30:13 einem sehr hohen Aufschlag, wenn überhaupt, hier eine Finanzierung bekommen. Hier ist auch stark der Neubau natürlich eine Konkurrenz zu solchen Zinshäusern und deswegen macht mir dieser Rahmen oder dieser Corridor rund um den Bezirk ich rede da nicht mehr über die Cottage-Viertel, dort fangen sie wieder an im hochpreisigen Segment gut zu sein. Aber dieser Ring, sicherlich fünf sechs Kilometer außerhalb vom Gürtel ist, da müssen wir schleunigst was tun, um das zu beleben und das kann meines Erachtens nur

30:55 mit Förderungen gehen. dort ein bisschen übertrieben gesagt, ist sogar geschenkt manchmal zu teuer und deswegen sollte da auch von Seiten der Politik ein Signal gesetzt werden, sonst haben wir dort ich möchte jetzt sagen eine Slam-Bildung, aber sonst glaube ich sehen wir mehrere verfallene Häuser, als wir sie jetzt dort schon sehen. Christoph danke für diese interessante Ausführung, was natürlich auch sein wird, wenn dort was immer im Raum steht, dass die Banken da eventuell zu viele Immobilien auf den Markt werfen, wird es vermutlich diese betreffen,

31:36 aber es wird nicht allgemein den Zinshausmarkt betreffen, weil sich einfach das Gute vom Schlechten trennt und die Gute Häuser werden weiterhin ihren Preis haben und die Schlechten werden halt dann irgendwo nach rund abgewertet werden. Die Birgit, du hast aber im Vorfeld gesagt, du hast ja auch immer wieder zu tun mit diesen halbfertigen Bauten, die dir in der Gegend herumstehen, das ist ja eigentlich eine sehr mühsame Geschichte. Ja, ist das, hast du eine Frage? Ja, das war mir eine Frage, aber vielleicht kannst uns erklären, was mühsam ist,

32:20 sind es die Verträge, es das Gespräch mit den Banken, liegt es an bautechnischen Themen? Na, es kann vielfältig, einerseits Gespräche mit Banken können durchaus spannend sein und es ist nicht immer ganz nachvollziehbar, was da der Plan dahinter ist oder die Interessen. Themen sind natürlich rechtliche Natur auch, also ablaufende Baubewilligungen und sonstiges, wenn das schon länger Steht, Das Ganze und sich keiner darum gekümmert hat,

33:01 das tut natürlich weh, sich ändernde Gesetze tun dann noch mehr weh, weil wenn ich neu einreichen muss, kann es sein, dass ich es in der Form nicht mehr bekomme, wie es geplant ist und vielleicht schon dasteht, dann droht mir vielleicht ein Abbruch Bescheid, das tut dann noch mehr weh, alles gelebt. Also solche Themen sind dann Sachen, die man übersehen hat, weil alles gut ging, hat sich keiner um nichts gekümmert, Dienstbarkeiten, das sind so Dinge, man jetzt alle aufarbeitet, und natürlich,

33:44 ein Nachbar, jetzt zur Dienstbarkeit und guten Position ist, sich, wie sich das dann vielleicht auch abgelten lässt, lauter solche Themen sind das. Wäre es aber eine denkbare Lösung, wenn man sagt, eh vor drei vier oder vor vier Jahren ist diese Baugenehmigung eingereicht worden und eigentlich hat es vor vier Jahren auch gepasst, nur weil jetzt die Gesetze oder was auch immer verändert wurden, heißt ja nicht dass es nicht passt, das heißt nur, dass es nicht aufs Gesetz passt, dass man einfach sagt, gut, dann ziehen wir das so durch, wie es geplant war, wäre ja Ein Problem.

34:24 Wenn die Bewilligung weg ist, ist sie weg, da ist eine neue Bewilligung, und die neue Bewilligung kann sich der Bürgermeister nur ausstellen anhand der jetzt geltenden Bestimmungen, er kann nicht sagen, ja weil es früher gut war, ist es jetzt auch gut, so ist das nunmal. Ja, wäre ja ein Punkt, man bisschen umdenken könnte, aber ich weiß schon, es liegt da., Ich meine, Gesetz ist Gesetz, und da gibt es auch strenge Judikatur dazu, ich meine, machen sich ja, das ist ja dann eine Anzaftung, wenn der was anderes machen dürfte. Okay. Aber natürlich haben viele Gemeinden auch kein Interesse daran, dass dort Bruchbude stehen,

35:06 halbfertige Bauten, Abbrüche et cetera, die Frage. Und was da natürlich auch wieder das Thema ist, natürlich auch wieder die Baukosten et cetera, und wenn das Ganze so lange dauert, die Unternehmer nicht bezahlt wurden, ist die Incentive, da weiterzumachen, auch nicht mehr sehr groß, das heißt, dann brauchst du vielleicht neue Unternehmer, du musst dir neue Leute holen, und du brauchst das Geld dazu. Du dann auch wirklich dann wieder jemanden finden, und da sind wir wieder bei der Finanzierung, der sagt, okay, ich glaube trotzdem noch daran und investiere noch schnell. Da stellt sich dann immer die Frage,

35:46 haue ich dem schlechten gutes Geld jetzt nach. Das heißt, du musst das ganze System eigentlich wieder ankurbeln, zu einem guten Teil. Du hast einfach das Thema, dass die Preise und das wird der Christoph glaube ich, bestätigen können. Und es ist ein Käufermarkt geworden, also ein wirklich ganz massiver Käufermarkt. Und insofern rechnen sich ja viele Themen gar nicht mehr, weil die Bewertungen überhaupt nicht mehr stimmen. Die Bewertungen, die damals als die Finanzierungen gegeben wurden, sind ganz andere als die die heute am Tisch liegen. Da muss man sich dann schon grundlegend überlegen, wie gehe ich damit um, weil da ist ein massives Geld da.

36:29 Birgit, danke. Christoph du wolltest doch was sagen. Zwei Dinge noch. Stimmt natürlich, wenn die Baugenehmigung ausgelaufen ist, wo ich schon eine sehr wohlwollende Betrachtung auch von Magistrat sehe, ist, man die notwendige Bauzeit nicht einhält. Das heißt, wenn ich eigentlich schon eine Fertigstellungsmeldung geben müsste und durch Probleme bei der Finanzierung oder sowas nicht fertig geworden bin, das merke ich schon von Magistrat, dass es durchaus ein sehr österreichischer Zugang da ist, weil man einfach wie richtig gesagt wurde, jetzt nicht eine Ruine dastehen möchte.

37:10 hat das Magistrat durchaus das Interesse, dass das fertiggestellt wird, wenn man auch wirklich nachvollziehbar beweisen kann, dass es ihm jetzt ein solider Bauträger ist, der das macht, man die Finanzierung hat. Also das geht schon. Nur was ich mir wünschen würde, dieser Förderungsproblematik dass es teilweise auch bisschen einfacher wird mit Abrissneubau, weil wir haben viele Probleme, die aufgrund der Bausubstanz, der Schnitte der Wohnungen und so gegeben ist, wo ich mir durchaus helfen könnte, wenn es einen Abbruch geben würde und Neubau, und das ist zurzeit bei der Regierung in Wien vor allem sage

37:53 ich jetzt einmal, nahezu nicht durchsetzbar. Und ich rede nicht von Altstadio-Wählen mit einer denkbar geschützten Fassade, von dem spreche ich gar nicht, sondern ich rede wirklich von ich möchte jetzt einen Schildensitz herausbauten, wo halt eine Magistratsabteilung sich nennt, das gehört zum Stadtbild, zum Ortsbild veränderte Charakter und deswegen wird wirklich eine schlechte Substanz, rechnet sich dann irgendwann einmal nicht mehr hier zu investieren und wie gesagt, das fällt dann auch wieder unter die Kategorie Geschenk das ist noch zu Teuer. Christoph, danke, Winfried,

38:35 du wolltest was sagen und an den Bier geht. Ja, ich glaube, das, wenn ein Projekt einmal so ist, dass es gescheitert ist, wurscht dass jetzt der halbe Europa dort steht oder die Baubewilligung nicht konsumiert wurde und so weiter, dann ist es wahrscheinlich auch kein gutes Projekt gewesen. Das heißt, man muss in einer Zeit, die haltskrisenhaft ist so wie es jetzt ist oder zumindest sehr schwierig ist, das erfordert Opfer, das ist unangenehm, das ist für die Banken unangenehm, möglicherweise für Leute, die in sowas investiert haben, sehr unangenehm, aber diese Opfer sind unvermeidlich und das muss halt im

39:17 schlimmsten Fall über das Insolvenzverfahren gehen und dann gibt es einen neuen Start und hoffentlich mit einem gescheiteren Projekt. ist das eine und das zweite ist Abbruch, das rührt an meine ideologischen Fremde. Wir sind in Österreich und nicht nur in Wien Innenstadt, sondern in Österreich insgesamt in einer Situation, wir leben vor, ich glaube 22% des BIPF trägt der Fremdenverkehr bei und der ich glaube so ungefähr, der trägt aber nicht deswegen dabei wenn wir schiere

39:57 Neubauten machen oder den Altbestand sozusagen abbrechen, wenn ein paar Zählen locker sind, ist übertrieben ausgedrückt. Also ich glaube, dass es nicht darum geht, den Abbruch nur dort zu verhindern, wo Schutzzonen oder Denkmalschutz oder ähnliche Dinge sind, nein, im ganz normalen Ortsbild, im ganz normalen Und da meine ich es nicht, ich trage Weitrag genauso wie St. Pölten oder Heidenreichstein. Ich glaube, Christoph du hast ja gemeint, es geht ja nicht um die Gründerzeithäuser, sondern es geht auch um andere Häuser aus den 60er Jahren,

40:38 70er Jahren oder was, man sagen Kann. V.a Die, die das thermische Problem haben und das man einfach nicht lösen kann. Es geht immer noch ums Wirtschaftliche, man kann sich alles wünschen, nur es wird keinen Investor geben, der das umsetzen wird. Ich glaube, es gibt auch Bauträger, also da muss man vielleicht nicht fragen, die wirtschaftliche Abbruchreifel, mit der ist Schindluder getrieben worden, bitte. Ich kann also eine wirtschaftliche Abbruchreifel für einen Neubau konstruieren. ist gar nicht so schwer. Und das geht umso leichter, irgendeinem, ob das jetzt die 60er sind, sicherlich nicht,

41:20 da steht das Stuhl schalten oben, nein das war nächstes Jahr. Also das ist ein damit ist Schindluder getrieben worden, man muss sich das qualitativ anschauen und ein Projekt, interessant ist, in Wirklichkeit liegt es nur darin, dass der Altbestand, Nutzblechen, Reserven entgegensteht. Das heißt, das 2 oder 3-geschossige Altbestand, Häuschen, kann auch bei gleicher Bauklasse in der Regel ein oder zwei Geschosse mehr produzieren, das Grundstück. Einfach weil die Geschosse geringer sind in der Regel.

42:00 Also das sind die Gründe, sind rein wirtschaftliche Gründe und nicht weil das eine Häuschen nicht sanierbar Ist. Winfried, eine ganz andere Frage noch. Werden dir eigentlich aus den Banken heraus auch Projekte angeboten? Noch Nicht. Okay, war, ja, das ist eine gute Antwort. Danke. habe keine Ahnung, ob da eine Bank dahintersteht. Ach so, also. Winfried du wolltest doch etwas sagen unter Christoph. Ja, nein, gesagt, also ich glaube, ein Thema ist ja auch, dass Bauträger insolvent sind etc.

42:40 und das ist natürlich dann auch für die Einzelnen der sich jetzt eine Wohnung gekauft hat, ein BTVG-Projekt etc., ein massives Thema, weil das ist schön und gut, ich nach BTVG, was mache ich damit? Ich habe ein halbfertiges Haus. kann ich entweder sagen, gut, ich übernehme das und versuche es fertig zu machen, aber es sind ja auch die allgemeinen Flächen, die ich dann fertig stellen muss und muss schauen, an wen sind die anderen. Also das ist Riesenthema, das ist wirklich nicht einfach zu lösen. Oder trete ich zurück vom Vertrag und was kriege ich dann noch? Weil was wurde schon ausbezahlt und was kriege ich Also das

43:19 ist eigentlich eine Katastrophe, die du gekauft hast. Ja, naja, da muss ja eine Wacht gebracht werden. Die Schutzmechanismen des BTVG treibt man echt gut. Ja aber ich glaube, Der Praxis kann es auch nicht so aussehen. Dass man schon teilweise investiert hat und auch viel Emotionen reingesteckt hat. Jetzt bleibt das zu Hälfte stehen, das Gebäude und das andere steht daneben. Ich habe eine komplett schräge Lösung. Da lachen wir jetzt noch drüber, aber das kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich irgendwann zwei,

44:00 drei Bauträger zusammentun und sagen, pass auf, bevor wir da drei Ruinen stehen haben, schauen wir lieber, dass wir das auf eines zusammenlegen und das gemeinsam fertig machen. Und da hat es auch im letzten Jahr einen Paradigmenwechsel bei den Banken gegeben, die genau solche Projekte sich dann auch noch wirklich genau anschauen und vielleicht nicht mit dem Bauträger der das bis jetzt gemacht hat, sondern mit externen ich mache das auch für das eine oder andere Bankeninstitut, die das dann fertig machen, weil es dann wirklich in der Rechnung oft wirtschaftlich besser ist, 85 Prozent fertiges Gebäude fertigzustellen,

44:44 als in Insolvenz zu schicken. Weil wir wissen alle, zurzeit ist ein absoluter Käufermarkt und keine Gewährleistung auf die Bausubstanz ist ein echter Verkaufskiller. Das ist ganz schwierig und deswegen wird wirklich der Versuch, auch vor allem, wenn es große GU-Bauten sind, dass man sich mit der Baufirma arrangiert und damit ja nicht die Gewährleistung flöten geht. Meine Idee ist gar nicht so abwechrig, wenn man das so sagen kann., Genau. Es könnte auch ein Geschriftsfeld werden

45:24 vielleicht für Bauträger, der Sanierungsbauträger sozusagen, als Problemlöser für solche Gehängen gebliebenen Bauten. Das nicht undenkbar. Das BTVG hat ja hinkt ja nach in der Bezahlung wenn es korrekt abgewickelt wurde, ist genug sozusagen Reserve drinnen zwischen Bauwert und bezahlter Leistung. ist das eine. Und wenn dann die Baufirma, was normal sein sollte, entsprechende Garantien wie Fertigstellungsgarantien etc. gegeben hat und Bauträger, wenn er halbwegs professionell ist, das hoffentlich auch abgewollt, verlangt hat,

46:04 dann gibt es durchaus eine Chance, solche Projekte fertig zu führen. Ja aber nur, wenn die Bahn will und wenn die Bahn frisches Geld dem alten Geld nachschließt. Natürlich. sind die Bauträger, sondern sind wir bei der Bahn in der Entscheidung. Aber bei dem BTVG haben wir die Möglichkeiten unter der Annahme, dass es korrekt gehandhabt wurde, ist es lösbar. Nicht einfach natürlich. Das eben das Schlimmste, passiert, ist wenn ein Bauhänger bleibt. Aber es ist lösbar. Super, das ist es ja. Das Größte Thema beim BTVG-Projekt ist ja das, das mag ja alles stimmen, wenn alle Wohnungen abverkauft sind.

46:43 Wenn aber nur wenige abverkauft sind, stimmt das alles nicht mehr weil ich dann das Geld für die Allgemeinflächen einfach nicht habe. Wer soll es denn haben? Und der Unternehmer die dahinter sind sind insolvent. Das heißt, die Garantien von mir auch nichts mehr. Also es ist alles sehr schön in der Praxis in der Theorie, aber der Praxis sieht es anders aus. Ja, aber wir wollen ja auch, du hast natürlich recht und da wird auch recht, wir wollen ja auch Lösungen finden. Und vielleicht sagt der Christoph, pass auf, da könnte man doch einen Fonds schaffen, der einfach Förderungen da rein gibt,

47:23 damit das fertig gebaut wird. Weil auf der einen Seite fehlen uns der Wohnraum und auf der anderen Seite muss man sagen, stehen halbfertige Projekte herum, die vielleicht wirklich zu 70 Prozent fertig sind, verwertet sind oder was auch immer. Christoph, du Hast recht. Und du nimmst mir sozusagen die Idee an der ich schon lange arbeite vorweg. Weil das ist einfach vor allem, wenn man sich den Markt sieht, und da kommen wir vielleicht auch weil wir doch schon nur mehr 13 Minuten haben und du immer gesagt hast ich muss positiv reden, glaube ich, dass wir auch hier eine noch

48:05 mehr verstärkte Nachfrage 2026 sehen werden nach Wohnbauten. Das merken auch die Finanzinstitute und sagen,, das gibt dem Ganzen auch ein wenig mehr Feuer, weil man sich sicher sein kann des Absatzes aber wenn es gut eingepreist ist, dann werden hinkünftig Wohnungen guten Absatz haben und damit rechnet sich einfach der Business Case um einiges besser. Ja glaube ich, wenn es auch sonst eher noch düster ausschaut, dass ja, glaube ich schon, dass der Bedarf für den Endverbraucher

48:48 durchaus hier zarte, positive Marktflänzchen sage ich jetzt mal, gedeihen lässt in dem heutigen Jahr. Und auch die Knappheit, dass man sagt, okay, jetzt müssen wir was tun. Ich bin der Meinung, wenn wir vier zusammensitzen und das besprechen müssten, hätten wir es in ein zwei Stunden durch die Lösungen, aber es ist halt ja immer so, na ja, bitte. Die EU hat ja dazu im Dezember einen Plan für leistbares Wohnen erstellt, einen Zehn-Punkte-Plan, der uns sicherlich auch weiter begleiten wird,

49:28 wo es ja unter anderem zu diesen Themen gibt, die wir jetzt gerade besprochen haben, Möglichkeiten schaffen, Kapazität der Bauindustrie unterstützen, unter anderem sollen die Mitgliedstaaten auch schauen, dass die Verfahren schneller werden, beschleunigt werden, mehr Digitalisierung etc. Weil eines der Schwachstellen ist schon auch, dass das für Bewilligungen, Beweichung bis zur letztendlich Genehmigung eben

50:09 auch leistbares Wohnen für Jugendliche, für Obdachlose etc., Wohnraum schaffen. Beihilfenrecht soll auch geändert werden, um es den Mitgliedstaaten zu ermöglichen, leistbares Wohnen zu fördern etc. Also auch da, es ist was in Entstehen und ich, das wird uns auch weiter begleiten, dieser Plan, der europäische Plan für leistbares Wohnen. Die Sachen brauche ich doch mal ein bisschen lang, aber sie müssen angeteasert werden oder beziehungsweise mal angeschoben werden. meine, wenn du das für Bauverfahren anschaust, ich glaube vor sechs oder sieben Jahren hat ein Bauverfahren

50:50 sechs Monate gedauert, jetzt dauert es zwei Jahre. Also das ist ja auch eine seltsame Sache und wenn es dort schon einmal ansetzt, dann hätte man viele Dinge viel schneller in Bewegung. Man bräuchte auch vielleicht Förderungen nicht, weil die Finanzierung nicht so lang dauert. es gibt ja wirklich viele viele Dinge. Und eines anderes auch noch, weil der Winfried auch damit Erfahrung hat, das ist eigentlich auch ein Thema Mietkauf. Ja, Mietkauf wir haben das probiert muss ich sagen. Aber es hat auch eine gewisse Nachfrage gegeben, das war schon einmal okay, im frei finanzierten Bereich war das.

51:30 Im geförderten Bereich gibt es ja den seit Jahrzehnten. Im Burgenland wurde er vor zwei Jahren neu erfunden, aber nicht realisiert. Und im frei finanzierten Bereich haben wir das versucht, muss ich sagen. Die Nachfrage war da aber nicht so, dass es Sinn gemacht hätte. Die Leute haben einfach, vielleicht ist das ein verwöhnen Faktor aus dem geförderten Mietfaktor die haben einfach zu hohe Erwartungen gehauen. heißt, waren der Meinung, dass sie nachher, sie kaufen, auch die ganze Miete refundiert kriegen aus den zehn Jahren vorher. Also sozusagen die Finanzierung, die beim Bauträger für dieses Modell hängt,

52:10 dafür gab es kein Verständnis. Wir haben dann gesagt, nein das hat keinen Sinn wir gehen auf die reine Vermietung über. Das ist gescheiter verkaufen, können wir es dann immer noch zur jeweiligen Marktlage. Und wir müssen uns nicht mit Mietkauf binden an das. Das ist jetzt ein bisschen ein egoistischer Ausweg aus der ganzen Geschichte. Ich glaube nach wie vor, dass es gescheite Modelle geben kann und geben soll. wir haben es wahrscheinlich war auch die Manövriermasse zu klein, wir haben gesagt, nein, das zahlt sich einfach nicht aus, aber das machen wir uns das an. Winfried, danke. Christoph, ein Thema noch weil du auch immer damit befasst

52:50 bist, Finanzierungen, andere Formen der Finanzierungen, neue Finanzgeber, ist das irgendwie ein Thema oder werden wir weiterhin, wird es da keine Lösung geben und wir sind weiterhin auf die Banken angewiesen? Die Finanzstruktur hat sich schon geändert, weil es ist eine Komponente der Finanzierung gänzlich ausgefallen und ich glaube auch, dass die es so schnell nicht kommen wird, weil das sind die Mezeninkapitalgeber. Also es war ja so, dass sehe jetzt einmal ca. 10-10% Einkapital, dann waren es vielleicht 15-20% Mezeninkapital und der Rest Fremdkapital. Also dieser Teil Mezeninkapital,

53:32 fürchte ich, wird jetzt einmal so schnell nicht mehr kommen, weil da haben sich durchaus sehr viele die Hände verbrannt. Sowohl die Banken auch, weil das halt dann doch nicht hartes Einkapital war, sondern Fremdkapital und die Geldgeber auch, die jetzt sagen, sie machen es wahrscheinlich nicht mehr wenn sie nicht ins Grundbuch kommen und damit glaube ich, wird es schon ein wenig schwerer und es geht zurzeit ganz klassisch zu einem sehr großen und sicheren Polster des Eigenkapitals hier mit wirklich ganz

54:14 genauer Ermittlung der Herkunft dieses Kapitals und fürchte, das wird jetzt die nächsten ein zwei Jahre uns auf jeden Fall noch begleiten, aber ich will nicht ausschließen, dass man vielleicht nicht auch wieder irgendwann einmal auf Mezeninkapital oder Crowdfunding oder wie auch immer das heißt zurückgreift. Ich glaube, dass da immer gewisse Wellenbewegungen kommen. Und Crowdfunding funktioniert ja immer dann gut, wenn es allen gut geht. Ja und jetzt zurzeit hast du die Crowdnet defunded, weil die haben leider andere Probleme,

54:55 weil die müssen sich selber funden und damit glaube ich, ist zurzeit ein wenig schwieriger. Es ist überhaupt spannend zu beobachten, dass es wirklich immer so Wellen gibt von Dingen, funktionieren, dann ist es wieder nicht. Wir haben das zuerst, wer hat das angesprochen, entweder du oder die Birgit mit den Hotels. Ich kann mich noch erinnern, Anfang unserer Emo Live Veranstaltungen 2020, was da Hotel ein Katastrophenthema war und das greift man nie wieder an und überhaupt. jetzt sind wir plötzlich wieder in einer Phase, wo man sagt ja, das Hotel rennt super. Schauen wir mal, mit Corona haben es alle die Hotels am Markt

55:36 geworfen... Es Hat Ein paar gegeben, die dann gekauft haben und es kam dann doch wie alle gesagt haben, die Zeit nach Corona und dann sind sie wieder gekommen. Und damit ist diese Assetkasse dann auch wieder in der Zuneigung aller ein wenig gestiegen. Darum wird das auch der Fall sein. Wir kommen zur Abschlussrunde und da fange ich mit der Birgit an. Aber du wolltest doch was dazu sagen und dann wollte ich noch was fragen. Ich wollte mal sagen, das Gleiche haben wir ja mit Office.,

56:16 weil mit Homework etc. ist ja Office ziemlich uninteressant geworden. gerade zum Beispiel bei Paris, La Defense und so haben sie ja wahnsinnige Schwierigkeiten und versuchen das auch gerade umzuwidmen in Wohnungen etc. in Lagen, die halt nicht unbedingt wohnregend waren bisher. Was ich zum Beispiel interessant fand, weiß nicht, ob ihr von dem J.T. Morgan Gebäude gehört habt in New York. J.T. Morgan hatte ja schon einen riesigen Wolkenkratzer Turm Als Headquarter. Und hat den in den letzten vier Jahren komplett

56:59 umgebaut. Das schaut auch wirklich gigantisch toll aus. Es ist auch sehr beeindruckend, weil drinnen weht, ganz groß weht die amerikanische Pfanne. Auf jeden Fall weil eben der CEO von J.T. Morgan gesagt hat, er will kein Homeoffice. Er will aus den Leuten in Birosien und zwar wenn möglich 24-7. Und es gibt diesen Turm, neun zum Restaurants, ganz oben ein Pub, in jedem Stockwerk eine Cafeteria. das ist sehr futuristisch, du kommst doch nur rein mit Augenscan und Fingerabdruck. Also es ist sehr beeindruckend und ich denke auch da wird es

57:39 wieder ein Umdenken geben, weil ich glaube schon und das hört man und liest man ja immer mehr und vieles kommt ja nach wie vor aus den USA, dass ja auch in Amazon etc. alle wieder wollen, dass die Leute ins Büro kommen. Ich könnte mir auch denken, dass auch da mit modernen Bürogebäuden etc. Auch da wieder eine fremde Umkehr kommt. Ja, definitiv vorbei bei Amazon mit dem Lieferanten wird es ein Problem, wenn die in Birosien sind. sollen ja sie sollen ja woanders arbeiten, aber einfach faktisch aufgelegt. Aber Birgit zum Abschluss noch, was würdest du, wenn du jetzt entscheiden müsstest, was würdest du jetzt kurzfristig anders machen,

58:20 um auf neue Lösungen zu kommen? Sicherlich gesetzliche Änderungen, um es flexibel gestalten zu können, um Excuse zum Beispiel einfacher zu machen, Umwidmungen einfacher zu machen und das Mietrechtsgesetz komplett reformieren. Nämlich wenn man schon Mieten koppeln will und das Thema hat man ja schon öfters dann doch nicht nach irgendeiner Baubewilligung aus irgendeinem Jahr von vor 70 Jahren was überhaupt keinen Sinn mehr macht, sondern auf Nachhaltigkeitskriterien abstellen. Birgit danke, ja, super Lösungen. Christoph von deiner Seite, was würdest du machen?

59:01 Ja, habe das eh schon gesagt, für mich ist wichtig dieses Hauptproblem der Bauwerke die sich einfach nicht rechnen, die zu sanieren und umzubauen. Also, dass es da eine Förderung gibt, eine Beruhigung der Rahmenbedingungen, der politischen Rahmenbedingungen für die alles, Miete und sowas anbelangt. hat die BGT auch schon gesagt. Und dass weiterhin die Banken nicht für schnelle Lösungen, sondern für nachhaltige Lösungen auch auf Projektsebene sind, die wir auch schon sehen,

59:42 weil damit glaube ich, kann auch die Krise ein wenig noch ausfäden und man dann für spezielle Lösungen für die meisten Immobilien finden, die jetzt ein wenig in Schieflage sind. Super Christoph, danke. Winfried, deine Lösungen, was wenn du jetzt entscheiden müsstest, was würdest du tun? Ich bin grundsätzlich eher optimistisch für die nähere Zukunft dann mal vorweggeschickt. Ich glaube, dass man aber mit Investitionsbegünstigungen für Qualitäts-, mit entsprechenden Qualitätskriterien ausgestattete

1:00:25 Bauten operieren sollte. Ähnlich wie das in der Sanierungsoffensive des vorigen Jahrtausends Ende des vorigen Jahrtausends geschehen ist, um einen Anreiz für die Bauträger, die Mobilienwirtschaft zu bilden, hier auch in Eutbestand zu investieren. Nämlich nicht nur mit der Förderung, sondern treibfinanziert. Das wäre ein Weg. Ich würde auch Maßnahmen der Baulandmobilisierung durchaus dirigistisch einsetzen. Da gibt es Gesetze, die schlummern noch immer bei uns herum, nämlich der Stadtanteilungsgesetz und Bodenbeschaffungsgesetz.

1:01:05 Das hat man sich damals getraut, in der Kreiskehre zu beschließen. Man hat sich aber nicht mehr getraut, nachher das anzuwenden. Das sollte man anschauen, modernisieren und damit der Bodenspekulation der Hemmungslosen der letzten zehn 15 Jahre eine Regel vorschreiben, die gibt es jetzt eh nicht. Weil, wie gesagt, es nicht finanzierbar ist, aber sie kommt wieder, wie es an mir im Gebet. Wenn die Leute wollen, dann kommt wieder die Kia. Und da, glaube ich, ist es ganz gut, wenn man einen gesetzlichen Regel in Staatentwicklungsgebieten vorschickt. Oder einschiebt mit bestehenden und nur leicht

1:01:45 modifizierten, modernisierten Gesetzen. Winfried danke. Also Jetzt ausgewiesen wahrscheinlich aus Österreich mit dieser Aussage. Nein, weiß ich nicht. Nein, glaube ich nicht. Aber was ich interessant finde, ist, wie was ich gesagt habe während unserer Diskussion, wenn wir eine Lösung finden müssten, soviel hätten wir es in zwei Stunden gefunden. Nein, wir haben sie sogar schon in einer Stunde gefunden. Und glaube ich, haben viele interessante Ideen mal zum Nachdenken, viele, viele Ideen, vielleicht im Abend noch ein bisschen futuristisch erscheinen, können in der nächsten Zeit vielleicht tatsächlich Realität werden.

1:02:27 wir sind alle glaube ich, gespannt, was das Jahr 2026 bringen wird. Ich möchte mich bei euch drei bedanken, dass ihr Zeit gehabt habt, heute dabei zu sein. Bei Ihnen möchten wir uns fürs Zusehen bedanken. Und wir sind nächste Woche wieder da mit unserem 209. IMO Live. Und wir vier wünschen Ihnen noch einen schönen Nachmittag. Schönen Nachmittag.

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