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Wirtschaftliche Herausforderungen und Innovationen in Europa

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In der aktuellen Folge des Immobilien Redaktion Office Talk diskutiert Andreas Gnesda vom Team Gnesda, ein Experte für Arbeitsplatzgestaltung und Unternehmensberatung, die gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen und Innovationspotenziale in Europa.

Wirtschaftliche Lage und Technologiesektor

Gnesda analysiert die aktuelle wirtschaftliche Situation. Er konstatiert, dass viele Unternehmen, insbesondere im Industriesektor, unter der gegenwärtigen Rezession leiden. Gleichzeitig hebt er hervor, dass Technologieunternehmen aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach ihren Produkten eine relative Stabilität aufweisen. Diese Beobachtung unterstreicht die Notwendigkeit von Investitionen in den Technologiesektor und die Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen für eine innovative Industrie.

Europäische “Hidden Champions”

Entgegen der verbreiteten Annahme eines Innovationsrückstands in Europa präsentiert Gnesda eine aufschlussreiche Statistik: Von 3000 weltweit bekannten “Hidden Champions” - Unternehmen, die in ihrem Bereich zu den Top 3 weltweit gehören - stammen zwei Drittel aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Daten verdeutlichen das beträchtliche Innovationspotenzial der europäischen Wirtschaft.

Defizite in der Investmentkultur

Trotz dieser Erfolge identifiziert Gnesda Defizite in der europäischen Investmentkultur. Im Vergleich zu Regionen wie dem Silicon Valley mangelt es an Risikobereitschaft und adäquatem Kapitalzugang. Diese Faktoren führen häufig zur Abwanderung erfolgreicher Start-ups in späteren Entwicklungsphasen.

Überwindung bürokratischer Hürden

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion liegt auf der Frage, wie Europa den Trend zur übermäßigen Regulierung und Bürokratisierung überwinden kann. Gnesda betont die Notwendigkeit eines Bewusstseinswandels und der Entwicklung einer klaren Zukunftsvision für Europa. Er plädiert für die Ausarbeitung eines umfassenden Zukunftskonzepts, das gesellschaftliche, wirtschaftliche, ökologische und politische Aspekte integriert.

Diese Ausgabe des Immobilien Redaktion Office Talk mit Andreas Gnesda bietet eine fundierte Analyse aktueller Trends in der Arbeitsplatzgestaltung und regt zur kritischen Reflexion über die Zukunft der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft an. Die Sendung richtet sich an Fachleute und Interessierte aus den Bereichen Innovation, Wirtschaftsentwicklung und europäische Zukunftsgestaltung.


Transkript

0:08 Beim Team Meister, du mit deinem Unternehmen, ihr beratet ja auch sehr sehr viele große Unternehmen, wenn es um den Bereich Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitswelten geht, wie ist denn da gerade im Hinblick auf das was du gerade gesagt hast, die Stimmung im Moment? Ich glaube, ist nicht grundsätzlich schlecht, es ist tendenziell schlecht, wir sind natürlich in einer wirtschaftlich schwierigen Phase, in einer Rezession, es sind viele Unternehmen davon betroffen, die Industrie leidet massiv darunter, das ist auch spürbar das spüren auch wir ganz deutlich, es gibt aber doch schon einige Technologieunternehmen,

0:46 die nach wie vor sehr, gut funktionieren, weil ihre Produkte einfach nachgefragt sind. Und das sollte uns doch auch ganz deutlich vor Augen halten, wie wichtig es dass Technologie investieren, wie wichtig es ist dass wir eine funktionierende, sehr fortschrittliche innovative Industrie in unserem Land haben und wie wichtig es ist, dafür Rahmenbedingungen zu schaffen. Also ja das ist spürbar, wir haben so etwas wie eine Krise, aber ich glaube, sage mal, die Krise ist immer ein Signal, etwas zu verändern und das wäre wichtig. Du sprichst Technologieunternehmen in Europa, in Österreich an. Markus Raunig von Startups Austria hat mir in einem

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1:27 Interview gesagt, der Zug in die Zukunft, fährt und aktuell fährt er ohne uns. Würdest du dem so zustimmen, sind diese innovativen Unternehmen eher die Ausnahme und verpassen wir da Was? Ich glaube wir haben schon ein paar innovative Unternehmen, ich finde das sehr schön, dieses Zitat, der Zug fährt, die vielleicht ich möchte eigentlich das noch verstärken, der Zug nimmt immer mehr Fahrt auf, der fährt auch noch immer schneller. Und wenn man jetzt glaubt, den immer schneller werdenden Zug aufzuspringen, wird immer schwieriger. Eines muss ich immer sagen, stimmt nicht, aber doch wieder positiv,

2:04 da gibt es ja diese Definition der hidden Champions, das sind Unternehmen, die irgendwo auf dem Weltmarkt eine der ersten drei Plätze einnehmen, weil sie so innovativ weil sie so fortschrittlich sind. Und ich, Bullings, ist meine Statistik in die Hände gekommen, von 3000 hidden Champions, wir weltweit haben oder kennen, sind 2000, also von 3000 2000, Drittel in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Und ich muss sagen, das sollte uns schon ein bisschen Zuversicht geben, wir müssen auf die richtigen Züge, also Pferde oder Züge setzen. Ja aber da braucht es auch da denke ich einen Wandel vor

2:42 allem in der Start-up und in der Investmentkultur in Europa, weil meistens ist es ja so, diese hidden Champions ja die fangen irgendwo bei uns an und wenn das aber dann mal richtig zu laufen anfängt, dann wandern die ab, dann wandern die nach Amerika oder New York Stock Exchange Etc. Das ist schade, wir haben in unserem Land de facto keine Investmentkultur, wir haben so bisschen Start-up-Szene, tun die ein bisschen bespielen und machen ein bisschen zwei Minuten, zwei Millionen und solche Sachen, aber diese Investmentkultur, die es in den anderen Staaten gibt, im Silicon Valley, die gibt es bei uns nicht, die haben wir leider nicht.

3:19 Auch diesen Zugang zu Kapital und auch diesen Zugang zu Risiko und auch den Zugang zu Scheitern den haben wir leider bei uns nicht. Lass uns kurz zurückkommen zu unserem Thema KI Arbeitswelten, wir waren vorher beim AI Act, der kommt nächstes Jahr wieder, ein Bulk an bürokratischem Aufwand. Wie kommt man denn in Europa von diesem Kurs wieder weg, nur zu regulieren und zu bürokratisieren, deiner Meinung nach? Ich glaube, wenn wir die Antwort wüssten, dann würden wir ganz viel dafür tun, das ist sehr, schwierig.

4:00 weiß nicht wie wir wegkommen, ich glaube, das Schwierige ist, dass wir uns irgendwie geschaffen haben, die zur wirklichen Fortschritt, Innovation und diesen Zug nach vorne eigentlich gar nicht mehr ermöglichen, weil sie extrem verwaltungsorientiert sind, bürokratisch sind, regelorientiert sind, wir reglementieren alles und wir sind im Reglementieren in einer exponentiell ansteigenden Kurve, heute gibt es kann man eigentlich jedes Regelwerk mit drei anderen Regelwerken in irgendeiner Weise wieder aus der Kraft setzen, weil es gibt, dass einfach Ende Gelände ist, es geht gar nichts mehr. Mein Gott, die Frage, was müsste man ändern, ich glaube,

4:40 die Änderung fängt in dem Bewusstsein an, dass uns bewusst wird, wer wir sind, was wir können, was uns wichtig ist, da haben wir in Europa einfach noch immer, glaube ich, beste Voraussetzungen, weil wir doch ein sehr fortschrittliches Gesellschaftsmenschenbild haben, eine sehr fortschrittliche Haltung, Nachhaltigkeit ist uns sicherlich von allen Kontinenten in Europa am wichtigsten und am weitesten ausgeprägt, also dass wir aus diesem Bewusstsein heraus agieren und aber ein ganz klares Zukunftsbild entwickeln, das ist das was vorkommen fehlt, eine Veränderung besteht immer, Energie in einer Veränderung fließt immer zwischen zwei

5:19 Polen und der eine Pol ist sozusagen die Ursache, das Warum, es herkommt und der andere Pol ist, wo hingeht, das ist das Zukunftsbild, das Wozu und ich glaube, müssten uns das könnte ein möglicher Anfang sein, dass wir eine Zukunft für Europa entwickeln, eine Zukunft für Europa beschreiben, auf der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, auf der ökosozialen, auf der politischen Ebene und einfach dieses Europa mal beschreiben, in dem wir wollen, dass unsere Enkel und Urenkelkinder leben und das könnte vielleicht der Anfang sein, eine Veränderung auszulösen, müssen sich sicher die Systeme verändern,

5:55 das wird notwendig sein, das wird hart sein, weil das sind sehr dicke Bretter, die schwierig zu verändern sind, weil sie sich sehr einzementiert haben, Systemimmanent im Übrigen, ich glaube, so könnte es vielleicht beginnen.

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