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Willkommen zu einem Gespräch mit Vincent Prenner, dem Senior-Projektmanager bei teamgnesda

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Wir hatten das Vergnügen, ein Gespräch mit Vincent Prenner, dem Senior-Projektmanager bei teamgnesda, zu führen. Er teilt seine Erfahrungen und gibt Einblicke in seine Karriere und die Immobilienbranche.

Frühe Karriere und Interessen

Vincent begann seine Karriere als Innenarchitekt und hat eine Leidenschaft für Fotografie. Obwohl seine Website nicht mehr aktiv ist, hat er immer noch eine große Leidenschaft für Fotografie und Bildkomposition. Vor allem der technische Aspekt der Fotografie hat ihn fasziniert, was ihn dazu brachte, systematisch an die Arbeit heranzugehen.

Sport und Karriere

Vincent ist ein Sportler mit einer langen Liste von Sportarten, die er in seiner Freizeit ausübt. Aber er sieht Sport eher als Ausgleich und nicht als Herausforderung. Im Job sieht es jedoch anders aus. Er liebt Herausforderungen und ist ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um zu wachsen und zu lernen.

teamgnesda  und Karriereentwicklung

Innerhalb von vier Jahren bei teamgnesda hat Vincent eine beeindruckende Karriere gemacht und ist nun Senior-Project-Manager. Er schreibt seinen Erfolg seiner Proaktivität und der Bereitschaft zu, sich in Dinge einzumischen, die möglicherweise nicht in seiner direkten Verantwortung liegen.

Lieblingsprojekte

Vincent hat an vielen Projekten gearbeitet, aber das, das ihm am meisten bedeutet hat, war eine internationale Anwaltskanzlei, für die er in Wien eine Bürokonzeptplanung gemacht hat. Er hat das Projekt als externe Projektsteuerung betreut und fand es sehr herausfordernd und erfüllend.

Arbeitsplatzgestaltung und Bürokonzepte

Vincent hat eine Leidenschaft für die Gestaltung von Büros. Er glaubt, dass die Büroumgebung eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter spielt. Seine Masterarbeit beschäftigte sich bereits mit der Projektsteuerung und dem Arbeitsplatzdesign.

Herausforderungen in der Immobilienbranche

Die Immobilienbranche ist eine männlich dominierte Branche. Vincent betont jedoch, dass es wichtig ist, die Teams nach Kompetenz, Erfahrung und Kapazität und nicht nach Geschlecht zusammenzustellen.

Fortbildung und Weiterentwicklung

Bei teamgnesda  legen sie großen Wert auf Fortbildung und Weiterentwicklung. Sie veranstalten regelmäßig interne Fortbildungstage, um das Team auf dem neuesten Stand zu halten und neue Fähigkeiten zu erlernen.

Kundenmanagement und Projektmanagement

Vincent betont, dass es wichtig ist, auf Unvorhergesehenes vorbereitet zu sein und flexibel auf Änderungen reagieren zu können. Ein guter Projektmanager sollte immer auf das übergeordnete Zielbild fokussiert bleiben und sicherstellen, dass das Projekt trotz Änderungen erfolgreich abgeschlossen wird.

Wir hoffen, dass Sie dieses Gespräch mit Vincent Prenner genossen haben und freuen uns auf weitere spannende Gespräche mit führenden Persönlichkeiten aus der Immobilienbranche. Bleiben Sie dran!

"Ich bin einfach jemand, der Dinge relativ ungehemmt einfach anspricht und möglicherweise auch sich in Dinge einmischt, die zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich gar nicht in meiner Verantwortung sind oder zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht in meiner Verantwortung waren." - Vincent Prenner, Senior-Projektmanager bei teamgnesda 


Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:00 Herzlich Willkommen zum Immobilien-Redaktion Office Talk. Wir haben endlich wieder mal einen Office Talk mit einem jungen Durchstarter in der Immobilienbranche. Bei mir heute ist Vincent Brenner. Hi Vincent. Grüß dich. Vincent ist Senior-Projektmanager seit Anfang des Jahres beim Team Gnesta und was er da genau macht und wie er in seiner Karriere durchstattet, darüber unterhalten wir uns jetzt gleich nach dem Intro. Vincent, du hast mir in der Vorbereitung verraten,

0:40 dass du begeisterter Fotograf bist. Du hast auch eine eigene Webseite für deine Fotos, also schon ziemlich professionell. Du hast auch in deiner Karriere angefangen als Innenarchitekt. Greift das für dich ineinander, dieses Auge für Bilder, Bildkomposition und das Innendesign? Brauchst du das in deinem Job auch noch? Also die Webseite ist leider nicht mehr Azure, aber es stimmt, ich habe mich da sehr, sehr viel damit beschäftigt. Ich habe bis heute auch eine große Passion an der Fotografie, aber was mich ursprünglich so fasziniert hat, war der technische Aspekt dahinter. Also ich habe mich gerne mit den Einstellungen der Kamera

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1:17 beschäftigt, mit der richtigen Linse und für mich und auch die Nachbearbeitung und mich hat dann, also das Motiv war dann mehr so Mittel zum Zweck und gewisse technische Dinge auszuprobieren. Und dieses systematische Rangensweise, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen, ist sicherlich etwas, das ich auch im Job irgendwie so jeden Tag lebe und darüber hinaus etwas zu komponieren. Ja, ich meine, bei dem Bild gibt es ja immer schöne Sarben und ein Motiv und eine Inszenierung. Das sind natürlich Dinge, über die wir alles in der Interior gestalten und auch

1:57 regelmäßig gedanken. Du hast mir im Vorgespräch, frage ich ja immer so ein bisschen, was die Leute in der Freizeit auch machen, auch welchen Sport. Du hast mir da eine ganze Liste an Sportarten geschickt, das ist sehr spannend, finde ich. Gleichzeitig hast du auch hier beim Team Dniester relativ schnell Karriere gemacht. Du bist jetzt vier Jahre da und bist schon Senior-Project-Manager. Bist du ein Mensch, der diese ständigen Challenges und Herausforderungen braucht? Also der Sport ist für mich tatsächlich nicht wirklich eine Herausforderung per se, sondern Sport ist für mich ein Ausgleich. Sport ist für mich auch irgendwie etwas, wo man ein sehr,

2:39 sehr gutes Körpergefühl hat nachher. Natürlich der kompetitive Aspekt, der taugt mir auch schon manchmal, aber im Endeffekt ist es Spaß. Im Job ist es anders, weil ich da tatsächlich die Herausforderung in dem Sinne mag, dass wenn ich etwas gut kann oder mich mit etwas schon ganz gut beschäftige und auskenne, dass ich dann nicht sage, das passt, sondern dass ich dann einfach über den Tellerrand schaue und sage, ok, cool, darauf brauche ich jetzt auf, aber ich möchte dies noch kennenlernen, das noch kennenlernen. Und da sehe ich tatsächlich so eine Herausforderung, die mir einfach sehr zusagt. Team Dniester steht für Gestaltung von Arbeitswelten,

3:22 für Gestaltung von Büros. Du hast schon in deiner Masterarbeit dich mit der Projektsteuerung und Arbeitsplatzdesign mehr oder weniger befasst. Wie ist diese Begeisterung für genau diesen Bereich in der Architektur bei dir entstanden? Also die Begeisterung für Büro kommt ganz klar von hier, wo wir hier sitzen, von Team Dniester. Das ist etwas, das man vom Tag 1 mitbekommt. Unser Leistungsportfolio, das Leistungsportfolio von Team Dniester ist sehr, sehr groß, muss man sagen, aber am Ende des Tages dreht sich alles um das Büro,

4:02 wie es aussieht, wie es funktioniert, wer es verwendet, wie es verwendet wird, wo es ist und so weiter. Das heißt, das ist eine Begeisterung, die ist sozusagen hier gewachsen, immer weiter. Nichtsdestotrotz, bereits im Studium, im Architekturstudium habe ich mich einfach sehr, sehr gerne oder sagen wir so am liebsten mit Gewerbegebäuden, Gewerbearchitektur befasst. Also wenn man einen Entwurf macht oder machen darf für eine Schule, eine Bibliothek oder irgendein großes Verwaltungsgebäude im Stadtkern, dann hat das für mich immer schon einen extremen Reiz gehabt, während ich jetzt den Wohnbrauch,

4:42 das Einfamilienhaus oder das Mehrparteienhaus, jetzt nie so spannend fand. Du bist hier bei Team Dniester jetzt auch relativ schnell aufgestiegen vom Innenarchitekten in die Projektarbeit, dann erste Projektsteuerungserfahrung, jetzt Senior-Projektmanager, auch mit Personalverantwortung. Was zeichnet dich aus, dass du jetzt so schnell hier Karriere machst? Ich bin einfach jemand, der Dinge relativ ungehemmt einfach anspricht und möglicherweise auch sich in Dinge einmischt, die zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich gar nicht in meiner

5:25 Verantwortung sind oder zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht in meiner Verantwortung waren. Aber ich glaube, dass einfach diese Inputs und vor allem dieses Proaktive einbringen von Ideen und konkreten Vorschlägen einfach auf positive Resonanz getreten ist und dass ich so neben der Projektarbeit, die glaube ich immer ganz gut war, einfach innerhalb des Teams ein bisschen so einen Katalysator-Effekt hatte und ich freue mich, dass das auch angenommen wurde. Du hast schon eine ganze Liste an Projekten, an denen du beteiligt warst,

6:05 für die du auch zum Teil selber verantwortlich warst. Wenn du dir da eines rauspicken müsstest, wo du sagst, das war das Projekt, das mir am besten gefallen hat, wo ich am meisten gelernt habe, über welches Projekt würdest du uns da erzählen? Also ich muss dazu sagen, du hast es gerade erwähnt, ich habe zuerst mitgearbeitet in den Projekten und dann war ich selber in der Verantwortung. Ich habe einerseits wahnsinnig viel gelernt in den Projekten, wo ich damals noch im Hintergrund war und einfach anhand von Fragenstellen, oft blöden Fragenstellen einfach sehr sehr viel mitnehmen konnte. Wenn ich jetzt ein Projekt herauspicken müsste,

6:43 was mir einfach sehr sehr viel Spaß gemacht hat oder wo ich wahnsinnig viel mitnehmen konnte, der Kunde auch glücklicher war, glaube ich, dann wäre das eine internationale Anwaltskanzlei, für die wir hier in Wien eine grobe Bürokonzeptplanung gemacht haben und dann als externe oder als mieterseitige Projektsteuerung das Projekt betreut haben. Das bedeutet nichts anderes, als dass dieser Mieter eine Bürofläche angemietet hat und wir gegenüber seinen Planern, aber auch der gesamten Mietermannschaft sozusagen die Vertretung gemacht haben, in dem Sinne, dass wir eine kommunikative Schnittstelle waren,

7:22 Dinge geprüft haben, zur Freigabe vorgelegt haben. Und das war schon ein sehr sehr komplexes Projekt mit sehr sehr hohen Ansprüchen, auch vom Auftraggeber im Altbau, das sind auch Dinge, die man nicht erwartet und das Projekt liegt mir oder lag mir einfach besonders am Herzen und das Schöne ist, dass ich auch heute für denselben Kunden in Deutschland tätig sein darf und die Zusammenarbeit sozusagen weitergeht. Altbau ist ein gutes Stichwort, gerade der Büromarkt hier in Wien ist eine Assetklasse mit einer sehr sehr geringen Fertigstellungsquote an Neuflächen.

8:02 Das heißt, du wirst dich wahrscheinlich sehr stark auch mit renovieren, sanieren, Umbau befassen müssen? Das ist richtig. Die wenigsten unserer Projekte sind Bezüge von Neubauten aktuell. Das heißt, wir beschäftigen uns oft mit Substanzen, die schon da sind. Das ist oft ein Gebäude, das wir vielleicht besser kennen, vielleicht ein bisschen weniger kennen. In der Regel kennt man es nicht, weil man glaubt, dass man es kennt und das ist einfach eine zusätzliche Challenge. Ich glaube, es ist, was die Gestaltung betrifft, eine gewisse Einschränkung,

8:44 mit der man aber sehr sehr gut umgehen kann. Wichtig ist einfach, dass man sehr früh sozusagen eine Art Proof of Concept macht, dem Kunden oder dem Auftraggeber auch vorlegt, das sind deine Möglichkeiten innerhalb dieses Bestandes. Funktioniert das für dich? Möchtest du das? Eigentlich, dass man darauf losplanen und im Nachhinein sagt, es war bestand, es ging nicht anders. Da muss man schon darauf aufpassen. Aber ansonsten, in der operativen Abwicklung, glaube ich, sind Risiken ganz anders zu bewerten, weil manche Dinge einfach bei bestehenden Gebäuden noch schwerer vorherzusehen sind, als sie es eh schon sind.

9:21 Das heißt, da muss man einfach drauf gefasst sein und dann reagieren. Was machst du Lieber, wo vorher schon jemand drinnen war und dich dann umgestalten? Dein Bereich ist auch ein Bereich, wo jetzt aktuell mit Gen Y, Z, die auf den Arbeitsmarkt kommen, Ansprüche von verschiedenen Generationen stärker aufeinandertreffen. Wie gehst du damit in deinem Projektmanagement um, wenn man sagt, die Entscheider sind wahrscheinlich noch aus der älteren Generation, die da vielleicht noch ein bisschen anders denken, als der, der es dann nutzt, wenn der aus der jungen Generation kommt?

10:02 Wie fließt das in deine Projektplanung, Projektumsetzung ein, dieses Spannungsfeld zu lösen? Also ich glaube, erster Schritt ist das Erkenntnis, dass das so ist oder so sein könnte, ist schon mal ganz gut. Und darüber hinaus sehe ich in den Projekten und im Diskurs zwischen jung und alt, nenne ich es jetzt einfach mal ganz banal, extrem viel Potenzial. Weil dadurch entsteht ein Diskurs, durch den Diskurs entstehen neue Ideen und das können dann auch die besten Lösungen sein. Es müssen nicht die top down die besten Lösungen sein, es müssen nicht die bottom up die besten Lösungen sein, sondern irgendwie das, was sich in der Mitte trifft.

10:43 Aber was immer sehr, sehr wichtig ist, ist, dass es trotzdem eine klare Zielsetzung gibt des Auftraggebers, wo wollen wir hin mit diesem Projekt? Ist das ein Einsparungsprojekt, ist das ein Kulturentwicklungsprojekt, ist das ein Projekt, wo wir einfach nur unser Büro auffrischen wollen? Also das braucht schon ein Zielbild und mit Hilfe eines Zielbilds glaube ich, kann man dann mit dem Diskurs zwischen jung und alt auch innerhalb meines Projektteams echt coole Sachen erreichen, wo dann eben auch alle zufrieden sind. Glaubst du, dass es dir, weil du selber noch sehr jung bist, dass dir das das leichter macht dann im Projektmanagement

11:20 oder eckst du dann auch ab und zu vielleicht an, weil man könnte sagen, das ist aber noch sehr jung, hat der die Erfahrung? Ich habe es bisher eher als positiv oder zumindest neutral empfunden. Klar, durch mein Alter habe ich jetzt gewisse Vorstellungen, Visionen von so einem Büro, den glaube ich viele in meinem Alter haben, aber durch meinen Job sehe ich einfach sehr, sehr viele Büros, sehr, sehr viele Organisationen, habe da ein bisschen den Einblick in die Art und Weise, wie dort gearbeitet wird und das ist einfach Know-how, dass man so mitnehmen kann. Das muss nicht unbedingt jemand sein,

12:01 mit dem man schon zusammen arbeitet, das reicht auch einfach mal zu Besuch irgendwo zu sein, um schon ein bisschen was aufzuschnappen. Darüber hinaus habe auch ich trotz meiner jungen Erfahrung, sage ich jetzt mal, immer wieder so die typischen Problemstellen kennengelernt, warum Veränderung schwierig ist oder was an der Veränderung schwierig ist. Also so gesehen habe ich das Gefühl, dass ich da ganz gut aufgestellt bin. Du hast es vorher auch schon angesprochen, Altbau, wir sitzen in einem wunderschönen Altbau, nebenan der Andreas Gnäster würde morgen zu dir kommen und sagen, mach mal unser Büro hier neu,

12:39 Geld ist Wurst, was du brauchst, kriegst du. Was würdest du verändern hier, wie würde das Büro aussehen, wenn es nach deinen Vorstellungen gestaltet wäre? Also wenn du Andreas sagst, fällt man natürlich gleich ein, dass der Andreas Gnäster mir einen wertvollen Tipp voll mitgegeben hat, den ich bis heute und den ich immer wieder denke. Und zwar, wenn man eine Tätigkeit hat und irgendwas machen muss für einen Kunden oder sei es intern völlig egal, das so richtig mühsam ist, auf das man einfach keine Lust hat, dann hilft es oft, einen Ortswechsel zu machen und sich einen Ort auszusuchen, der einen ein bisschen auf andere Gedanken bringt,

13:16 damit die Arbeit leichter fällt. Und in dem Sinne würde ich jetzt a talk sagen, wir machen hier bei uns im Office, wir haben ja hier fünf, sechs Räume, die aneinander grenzen, wir machen Räume, in denen komplett unterschiedliche Stimmungen herrschen. Das müssen keine wahnsinnig schrillen Tapeten sein oder Baumstäme, die von der Wand hängen, wie das eine Zeit lang gemacht wurde. Es geht einfach darum, dass die Räume unterschiedliche Gefühle erzeugen, unterschiedliche Stimmungen hervorrufen, damit man wirklich das Gefühl eines Ortswechsels hat. Und da kann man unterschiedliche Möbel einsetzen zum Sitzen,

13:57 zum Liegen, zum Stehen, kann man aber genauso unterschiedliche Farben und Lichtstimmungen einsetzen. Da würde uns schon was Tolles einfallen, momentan bleibt das, wie es ist und wir arbeiten, aber dann irgendwann vielleicht eine Umgestaltung. Du bist jetzt seit Jänner Senior Project Manager, du hast damit auch die Personalverantwortung in deinen Projekten. Die Immobilienbranche ist immer noch eine sehr männerdominierte Branche. Achtest du bei der Zusammenstellung deiner Teams auf eine Durchmischung meiner Frauen und was es sonst noch gibt an Geschlechtern? Ist dir das wichtig?

14:38 Wir haben das Glück, dass wir bei der Teamzusammenstellung nicht explizit darauf achten müssen. Wir wollen es aber eigentlich gar nicht, weil wir von Haus aus ein total durchmischtes Team sind. Das heißt, wir haben sowohl Männer als auch vor einem Unternehmen, ich glaube wir sind aktuell sogar mehr Frauen als Männer. Wir sehen das in dem Sinne auch gar nicht, weil dieser Punkt, wo man dazu kommt, dass zählt zu müssen, zum Glück nie erreicht wird. Aber nichtsdestotrotz, völlig unabhängig vom Geschlecht, viel wichtiger bei der Teamauswahl ist die Kompetenz, ist der persönliche Umgang, ist die Erfahrung,

15:19 ist auch die Kapazität natürlich. Also wir haben Mitarbeiter, die Vollzeit angestellt sind, wir haben Mitarbeiter, die Teilzeit angestellt sind. Das heißt, es gibt sehr, sehr viele Parameter, die wir hier schon berücksichtigen bei der Teamzusammenstellung und zum Glück müssen wir hier nicht explizit darauf achten, wie viele Männer, wie viele Frauen. Das ergibt sich oft sehr, sehr natürlich und das ist auch gut So. Glaubst du aber trotzdem, dass man bei der Nachwuchsarbeit, beim Fachkräftemangel, gerade in technischen Berufen, Architektur und auch im Immobilienbereich noch mehr tun müsste? Und was könnte man tun,

15:57 um mehr Frauen in die Orange zu bekommen? Also was man immer wieder hört, ist das Thema der Steigerung der Attraktivität und ich bin sicher, dass das nicht schadet. Erst jetzt immer wieder sehe ich zum Beispiel von den Wiener Linien aus meiner Sicht ganz nette Kampagnen, die eben bewerben, dass Männer wie Frauen diesen vermeintlich technischen Beruf eines Busfahrers oder einer U-Bahn-Fahrerin ausüben. Also das finde ich schon sinnvoll, das Thema der Attraktivitätssteigerung, aber wenn ich jetzt an meine zwei Studien zurückdenke,

16:37 das eine Architektur, kreativ-technisch, das andere Immobilienmanagement, technisch-kaufmännisch, in beiden Fällen waren ungefähr gleich viele Frauen im Ende Studiengängen. Das heißt für mich, dass es womöglich gar nicht so stark daran liegt, dass die Personen diese Ausbildung beginnen, sondern eher daran, dass sie das auch durchgehend ausüben können dann nach dem Studium. Sei es wegen Kinder, Familien oder einfach nur einer ungleichen Aufteilung zwischen Mann und Frau, aber ich glaube einfach,

17:18 dass es hier vor allem an uns Männern liegt, aber genauso auch möglicherweise an staatlichen Förderungen, um es einfach zu erleichtern, nicht nur, dass Frauen eine Ausbildung machen, sondern dass sie die Tätigkeit auch durchgehend ausschieben Können. Dass sie dann auch Karriere machen Können. Genau und das spielen natürlich flexible Arbeitszeitmodelle genauso wie potenzielle staatliche Förderungen hinein, dass es wirklich funktioniert, nicht nur theoretisch. Da redet man ja schon fast jeden Tag über ein Umdenken in den Arbeitsmodellen, in der Arbeitswelt. Wie siehst du das aus deiner Generation?

17:54 Passiert da schon genug in den Unternehmen? Ist da schon genug Bewusstsein dafür, einfach zu sagen, ja es muss eine, ich mag den Begriff zwar nicht, aber es muss diese Work-Life-Balance auch geben, um Frauen Karrieren zu ermöglichen, um Karrierenfamilie unter einen Hut zu bringen. Also Arbeitszeitmodelle sind sicher eine große Stellschraube, weil da geht es ja auch, da geht es um die rein faktischen Dinge, wann muss ich verfügbar sein, wann nicht, kann ich es mir einteilen, kann ich es mir nicht einteilen, kann ich meine Arbeit mal von zu Hause verrichten oder von woanders.

18:34 Das sind alles Dinge, die das enorm erleichtern. Nicht nur, wenn man Kinder hat. Ich glaube, für jeden ist das ein oder für sehr, sehr viele ist das ein positiver Synergieeffekt, der dadurch Corona entstanden ist. Andererseits ist es natürlich auch ein Thema der Kultur im Unternehmen, ob das gerne gesehen wird, ob das viele machen, ob das wenige machen, ob das wirklich auf menschlicher, kultureller Ebene auch toleriert wird und nicht nur im Arbeitsvertrag. Und da muss einfach beides zusammenspielen. Ich persönlich habe bis heute nicht nachvollziehen können,

19:14 warum das bei manchen Unternehmen schon sehr fortgeschritten ist, bei anderen nicht. Jedenfalls überall dort, wo es sowas bereits gibt, hat das Thema Kultur in unseren Projekten auch immer eine Rolle gespielt. Sei es bereits im Vorfeld, bevor wir anfangen zu planen, oder sei es dann im Prozess, dass man sich, wenn man über Veränderungen im Büro nachdenkt, nicht nur Gedanken macht über den Raum, sondern auch über die Kultur im Unternehmen, das Miteinander und eben dieser organisatorische Aspekt, dieses Betriebssystem, wer darf wann, wie wo arbeiten. Wie bleibst du bei Team Dnesda auf dem Laufenden über neue

19:54 Trends, Technologien und Fortschritte in der Projektmanagementbranche? Und wie integrierst du diese in deine Arbeit? Also das beantworte ich sehr gerne. Ich habe es dir vorher schon zwischen Tür und Angel gesagt, dass wir bei uns, deshalb stehen hier noch ein paar Sachen herum, Stative, dass wir Fortbildungstage veranstalten. Das sind rein interne Termine, die sind von und für die Kollegschaft sozusagen. Das findet drei-, viermal im Jahr statt, üblicherweise einmal pro Quartal, wo ein kleines Team sozusagen, aber auch für die Moderation. Und was wir da machen, ist,

20:34 dass wir bestimmte Themen in Form von Vorträgen, Workshops mitnehmen und vorbereiten, um sozusagen ein bisschen Know-how in das Team zu bringen. Letzte Woche zum Beispiel haben wir Vorträge gehabt zum Thema Brandschutz, zum Thema Sicherheitstechnik und Zutrittsysteme, zum Thema Elektrotechnik. Mag sein, sehr trockene Themen, aber wir brauchen die Expertise im Alltag und aus diesem Grund haben wir gesagt, wir schauen, dass wir die Expertise, die bei einzelnen schon da ist, in Unterstützung mit externen Beratern wirklich ins ganze Team reinbringen. Ich glaube, das hat ganz gut funktioniert. Wir haben dann auch noch Fotoworkshops gemacht,

21:15 dass wir wissen, wie wir besser fotografieren können, dass jeder von uns Räume fotografieren kann, Architekturfotos machen kann. So gesehen ist das, glaube ich, ein großer Mehrwert fürs ganze Team. Wer weiß, was wir das nächste Mal vortragen, vielleicht wird auch mal der Andreas von seinen Podiumsdiskussionen ein bisschen Mehrwert mitbringen. Das machen wir dann immer je nachdem, was gerade up to date ist. Das heißt, ihr kombiniert so Teambuilding mit Fortbildung? Kann man so sagen. Teambuilding machen wir separat auch noch, aber in Wahrheit geht es auch darum, miteinander zu diskutieren, möglicherweise in Situationen,

21:52 wo es gerade in den Projekten einfach nicht stattfindet. Und ihr bleibt mit der Fortbildung an der Bleeding Edge in der Technologie? Das versuchen wir damit zu erreichen, genau. Hat aber jetzt nicht automatisch auch die Folge, dass sich keiner um seine eigene Fortbildung kümmern muss. Ich glaube, es hat einen extremen Mehrwert, wenn man selber versucht, immer ein bisschen up to date zu bleiben. Vor allem in den Dingen, die man primär in die Tätigkeit immer primär macht. Aber eben auch, sich rechts und links mal ein bisschen umzuhören und zu lauschen, was sich so tut. Kannst du die Methodik beschreiben, die du anwendest,

22:32 um die Erwartungen von Kunden zu managen? Insbesondere, wenn während eines Projekts Änderungen an den Anforderungen vorgenommen werden. Wie gehst du vor, um sicherzustellen, dass das Projekt dennoch erfolgreich abgeschlossen wird? Also wie die Methodik genau heißt, kann ich jetzt nicht sagen, sei es Riskmanagement, Änderungsmanagement. Fakt ist, ich glaube, dass man in einem Projekt als Projektmanager, aber eigentlich auch das gesamte Team, sollte immer darauf gefasst sein, dass mal was passiert, was man in der Form nicht erwartet hat. Wir sprechen da oft von unvorhergesehenen, das sind Dinge,

23:11 die nicht möglich sind. Und die richtigen Werkzeuge dafür sind, aus meiner Sicht, einmal das vorbereitet zu sein, das, was kommen kann. Nicht überreagieren, wenn was kommt, sondern einfach einmal auch schauen, dass man die Fakten sammelt, dass man es mit denjenigen Personen bespricht, von denen man der Ansicht ist, dass sie da das meiste Know-how haben. Sei das eher kaufmännisch, sei kann aber auch eher planerisch, technisch sein. Und dass man dann die Köpfe zusammensteckt, sich kurz anschaut, okay, was sind die Konsequenzen, wenn ich so mache, was sind die Konsequenzen, wenn ich so mache,

23:51 verliere ich mein übergeordnetes Zielbild aus dem Blick durch dieses Ereignis oder durch eine Entscheidung? Ja, nein. Und dann das einfach so möglichst simpel und einfach vorzubereiten, dass die Entscheidungsträger, die oft nur High-Level eingebunden sind, sich auch einfach leicht und mit gutem Gewissen zu sagen, vielen Dank, so kriegen wir Sinn, machen wir das so. Vincent, ich sage Danke und ich sage euch Danke fürs Zuschauen und wenn ihr keine Folge der Immobilienredaktion Office Talks mehr verpassen wollt, dann registriert euch für unseren Nostleder oder folgt der LinkedIn-Seite die unabhängige Immobilienredaktion.

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