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Urban Mining und Kreislaufwirtschaft: Innovationen in der Immobilienbranche

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Die Immobilienbranche steht vor der Herausforderung, nachhaltiger zu wirtschaften und Ressourcen effizienter zu nutzen. Zwei Konzepte gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung: Urban Mining und Kreislaufwirtschaft. Diese Ansätze revolutionieren die Art und Weise, wie wir mit Büroräumen und deren Ausstattung umgehen. Oliver Bertram, Geschäftsführer vom Team Gnesda, gibt Einblicke in diese innovativen Praktiken und ihre Anwendung in der Immobilienbranche.

Urban Mining im Bürokontext: Neue Wege der Ressourcennutzung

Urban Mining bezeichnet die Praxis, Materialien und Gegenstände aus dem städtischen Umfeld zu entnehmen und einer neuen Nutzung zuzuführen. Im Bürobereich bedeutet dies konkret:

  1. Wiederverwendung von Möbeln bei Standortkonsolidierungen
  2. Recycling und Neunutzung von Bauteilen wie Doppelböden
  3. Aufbereitung und Funktionsanpassung vorhandener Möbel
  4. Einsatz modularer Möbelsysteme für flexible Nutzung

In Wien, mit seinen etwa 11 Millionen Quadratmetern Bürofläche, bietet sich ein enormes Potenzial für Urban Mining-Konzepte.

Kreislaufwirtschaft in der Praxis: Effiziente Nutzung von Ressourcen

Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, Ressourcen so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten. Im Bürobereich manifestiert sich dies durch:

  • Direkte Wiederverwendung von Möbeln innerhalb des Unternehmens oder in anderen Immobilien
  • Refurbishment und Funktionsanpassung bestehender Einrichtungsgegenstände
  • Verwendung von leicht rekonfigurierbaren, modularen Möbelsystemen

Ein Praxisbeispiel: Ergo Versicherung setzt auf nachhaltige Bürogestaltung

Ein aktuelles Projekt der Ergo Versicherung demonstriert die erfolgreiche Umsetzung von Urban Mining und Kreislaufwirtschaft:

  • Wiederverwendung von Möbeln in Besprechungs- und Schulungsräumen
  • Vollständige Anpassung des Gebäudeinneren
  • Reduzierung der Fläche pro Mitarbeiter zur CO2-Fußabdruck-Minimierung
  • Integration gut erhaltener Möbel in renovierte Büroflächen

Internationale Dimension: Globale Unternehmen setzen auf Ressourceneffizienz

Urban Mining und Kreislaufwirtschaft beschränken sich nicht auf lokale Initiativen. Globale Unternehmen praktizieren bereits europaweites Möbel-Sourcing, wobei Einrichtungsgegenstände aus verschiedenen Ländern zentral geplant und installiert werden.

Zukunftsperspektive: Nachhaltigkeit als Trend in der Immobilienbranche

Experten wie Oliver Bertram schätzen, dass bereits etwa 60% der Büroprojekte Elemente von Urban Mining und Kreislaufwirtschaft beinhalten. Diese Entwicklung zeigt einen klaren Trend zur Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche.

Urban Mining und Kreislaufwirtschaft als Schlüssel zur Nachhaltigkeit

Urban Mining und Kreislaufwirtschaft bieten innovative Lösungen für die Herausforderungen der Nachhaltigkeit im Immobiliensektor. Durch die intelligente Wiederverwendung und Aufbereitung von Materialien und Möbeln können Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die zunehmende Implementierung dieser Konzepte deutet auf einen fundamentalen Wandel in der Branche hin, der langfristig zu einer nachhaltigeren und ressourceneffizienteren Gestaltung von Büroräumen führen wird.


Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:00 Herzlich Willkommen zum Immobilienredaktion Office Talk. Ich bin in einem Büro, das ich schon relativ gut kenne. Ich bin wieder mal beim Team Dnesda und heute endlich bei mir der zweite Kopf in der Führungsriege des Team Dnesda. Bei mir ist Oliver Bertram. Oliver hallo und danke, dass du dir Zeit nimmst für unser Gespräch. Danke für die Möglichkeit. Es freut mich sehr. Wir wollen über ein Thema sprechen, bei dem ich eigentlich so im ersten Ansatz das Team Dnesda gar nicht so verortet hätte. Wir sprechen über Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Urban Mining speziell. Was hat das Team Dnesda mit Urban Mining zu

0:40 Tun? Ja, ist ganz interessant. Urban Mining bezeichnet ja alles, was du im Grunde genommen aus dem Stadtkontext, aus dem Immobilienkontext entnehmen kannst und einer neuen Nutzung wieder zuführen kannst. Und wir sprechen hier von Büroflächen von glaube ich 11 Millionen Quadratmeter in Wien, die unterschiedlich alt sind und die in unterschiedlichen Ausstattungsniveaus sind und da haben wir an sich schon seit vielen, vielen Jahren kontinuierlich den Prozess der immer stärker wird, die Verwendung zum Beispiel von Altmöbeln. Also Standorte werden konsolidiert vom Unternehmen, vier Standorte werden zu einem und aus vier Standorten

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1:23 werden zum Beispiel Möbel ausgesucht, die gut verwertbar sind, die weiterverwendbar sind, auch hohe Qualität haben und werden da neu eingesetzt. Darüber hinaus geht es mit allen anderen Elementen Bei uns natürlich ganz klassisch alles was im Innenausbau auch auf der technischen Seite verwendet wird, also auf der baulichen Seite, Doppelböden. Doppelböden sind ganz hervorragend, um im Urban Mining abzubauen und wieder zu verwenden. Glaube, Doppelböden werden auch mittlerweile vermietet, also in Immobilien, sodass der Hersteller die wieder zurücknimmt. Also da gibt schon auf unserer Seite sehr viel und im

1:58 zunehmenden Maße jetzt auch immer mehr im wirklichen vollständigen Immobilien. Also da kann man einiges recyceln, re-usen im Bürobereich. Genau, es gibt einen an sich im Bürobereich, natürlich die Entsorgung ist das was man vermeiden möchte. Das andere ist, dass Rohstoffe oder Elemente zerlegt werden können und die dann wiederum in einen Rohstoffkreislauf zurückkommen, also das heißt Kunststoffrecycling und so weiter. Das andere ist dass man Möbel eins zu eins weiterverwenden

2:42 kann an anderer Stelle, also im eigenen Unternehmen oder in anderen Immobilien. Und das letzte ist, dass man Möbel wieder aufbereiten kann und möglicherweise auch in der Funktion anpassen, verändern und so weiter. Es gibt modulare Möbel, denen man das zum Beispiel sehr sehr gut machen kann. Es herrscht ein regelrechter Hype zum Beispiel um diese USM Haller Möbel. Das sind von Professor Haller aus der Moderne, Architektur, relativ teure Stahlrohrmöbel mit Blechen, die da modular eingesetzt werden können. sieht man ganz oft in Anwaltskanzleien zum Beispiel recht teuer.

3:22 Da gibt es einen regelrechten Hype um die Gebrauchten. Da gibt es Konfiguratoren auf Internetseiten. in einigen Bereichen ist das schon sehr, stark. Jetzt war gerade dieses Thema Urban Mining, das war ja im Vorgespräch mehr oder weniger ein Vorschlag von dir. Es war nicht meine Idee, muss ich hoffentlich zugeben. Wie lange befasst du dich schon mit dem Thema oder wie bist du zu diesem Thema gekommen? Ich muss mich jetzt ein bisschen an der eigenen Nase fassen. Der Gedanke an Urban Mining ist an sich erst nach der Praxis gekommen. Wir haben immer wieder Kunden gehabt, die gesagt haben,

4:04 wir können die alten Möbel doch weiter verwenden. Es ist im Interior Design, in der Planung immer aufwendiger ein altes Möbel wieder zu verwenden oder wieder zu beleben als ein neues Möbel zu bestellen. Insofern kann ich sagen, vor zehn Jahren habe ich noch die Augen verdreht und gesagt, müssen wir das machen? Das war für mich eher unangenehm und lästig und in den letzten Jahren ist das Bewusstsein immer stärker gestiegen. Wir haben das unseren Kunden immer mehr vorgeschlagen und haben auch wirklich gesagt, ihr könnt die Möbel die ihr habt, wieder verwenden. können die in das Gestaltungskonzept aufnehmen,

4:46 wir können das berücksichtigen. Ihr spart Geld, möglicherweise nicht ganz so viel, weil das Handling davon, das Einlagern während einer Bauphase auch bisschen Geld kostet. Aber unterm Strich werdet ihr nachhaltiger sein. Du hast es vorher selber gesagt, Kunden kommen da auf euch ja auch von selber zu und sagen, die wollen das wieder verwenden. Aktuell hast du ein Projekt im Kopf, wo du sagst, da hat das ganz besonders geklappt, das möchte ich erwähnen? Also wir haben kontinuierlich Projekte, eines, das wir gerade abgeschlossen haben, wo zum Beispiel für große Besprechungsräume, Schulungsräume,

5:22 sind Möbel übernommen worden, die auch sehr, gut da drin funktionieren. Jetzt bei der Ergoversicherung ist das zum Beispiel, dort ist eben das Gebäude im Innenraum vollständig angepasst worden. Es ist auch von den Flächen pro Mitarbeiter verkleinert worden, also die haben jetzt auch weniger CO2-Footprint pro Mitarbeiter mit diesen Flächen. Und haben darauf geachtet, dass dort, wo sie es können, die Möbel die noch in einem guten Zustand waren, übernommen worden sind und jetzt in den neu eingeweihten Büroflächen auch verwendet werden. Darüber hinaus haben wir auch Kunden, die mit uns Projekte machen,

6:03 bei denen wir zum Beispiel aus ganz Europa Möbel kriegen. Denn die haben einen Möbelstandort im Konzern, also ein weltweiter Konzern, und die jetzt aus anderen europäischen Ländern Möbeln im Grunde genommen mit Perspedition nach Wien bringen lassen, die dort von uns verplant und verbaut werden. Wie hoch ist allgemein der Anteil an Projekten, die ihr umsetzt, wo solche Konzepte mit einfließen? Ich sage es mal, Bauchgefühl 60 Prozent. Oliver, danke dir. Danke fürs Gespräch. Danke fürs Zuschauen und wenn ihr keine Folge unseres Immobilienredaktion Office Talk mehr verpassen wollt, dann folgt unserer LinkedIn-Seite,

6:42 die unabhängige Immobilienredaktion, oder meldet euch gleich direkt auf.immobilienredaktion.com zum Newsletter an.

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