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Soilful: Natur am Arbeitsplatz

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In einem kürzlich geführten Interview sprachen wir mit Stefan Faatz-Ferstl, Mitbegründer von Soilful, einem innovativen Startup, das die moderne Arbeitswelt neu gestaltet, indem es Natur in Unternehmensumgebungen bringt. Soilful hat sich darauf spezialisiert, Gemüsegärten für Unternehmen zu erschaffen und zu pflegen und bietet damit eine einzigartige Mischung aus Natur, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterwohlbefinden.

Das Konzept hinter Soilful

Stefan Faatz-Ferstl, mit einem Hintergrund in Organisationsentwicklung und agilen Transformationen, hat sich mit Tatjana, einer erfahrenen Gemüsebäuerin, zusammengetan, um Soilful zu gründen. Ihre Mission? Gemüsegärten für Unternehmen aufzubauen, zu planen und zu betreiben und dabei ungenutzte Flächen in blühende, grüne Umgebungen zu verwandeln.

“Unser Büro oder unser Arbeitsplatz ist der Garten”, erklärt Stefan. “Wir betreiben derzeit einen Pilotgarten in Mannheim, Deutschland, und wollen dieses Konzept auf weitere Unternehmen ausweiten.”

Mehr als nur Gärtnern

Soilfuls Ansatz geht über das einfache Aufstellen von Hochbeeten hinaus. Sie konzentrieren sich auf drei Schlüsselelemente:

  1. Physischer Raum: Dazu gehören Hochbeete, Outdoor-Möbel und sogar kleine Pavillons für Workshops.
  2. Biologischer Raum: Sorgfältige Auswahl von Pflanzen, die zum Standort und Zweck passen, von Salaten für schnelle Mittagsernte bis hin zu Obstbäumen und Beerensträuchern.
  3. Sozialer Raum: Gestaltung des Gartens nach den Bedürfnissen der Organisation, sei es als ruhiger Ort zur Stressreduktion, als Treffpunkt für abteilungsübergreifende Interaktionen oder als Bereich für Innovation und Lernen über Kreislaufwirtschaft.

Der Prozess

Soilful beginnt mit einem strategischen Workshop, um die Ziele der Organisation zu verstehen. “Wir versuchen, daraus einen Ort der Veränderung für die Organisation zu machen”, sagt Stefan. “Geht es darum, einen ruhigen Ort zu schaffen, weil die Leute sehr gestresst sind? Geht es darum, einen Ort der Begegnung zu schaffen, wo man über Silos hinweg in den Austausch kommt? Oder ist es vielleicht ein Ort der Innovation?”

Wer kann davon profitieren?

Soilful richtet sich an Organisationen mit 50 bis 500 Mitarbeitern, ist aber auch offen für die Zusammenarbeit mit größeren Unternehmen. Die Hauptvoraussetzung ist eine verfügbare Grünfläche, Dachfläche oder Terrasse von mindestens 100 Quadratmetern.

Praktische Überlegungen

Für Dachgärten führt Soilful eine Machbarkeitsstudie durch, um Gewichtsbeschränkungen und strukturelle Anforderungen zu bewerten. Sie haben modulare Ansätze entwickelt, die an verschiedene Situationen angepasst werden können, mit Optionen, die bereits bei 20 cm Bodentiefe beginnen.

Fortlaufende Unterstützung

Soilful stellt den Garten nicht nur auf und geht dann. Sie bieten fortlaufende Wartung und Unterstützung:

  • Wöchentliche Besuche eines lokalen Gärtners
  • Saisonale Pflanz- und Abschlussveranstaltungen
  • Minimale Workshop-Unterstützung
  • Eröffnungs- und Erntedankfeste

Organisationen können wählen, ob Soilful alles managt oder ob sie ein Modell bevorzugen, bei dem die Mitarbeiter geschult werden, den Garten selbst zu pflegen.

Kostengünstige Lösung

Überraschend erschwinglich beginnen Soilfuls Dienstleistungen bei etwa 1000 Euro pro Monat für eine Fläche von 100 Quadratmetern. Dies beinhaltet wöchentliche Gärtnerunterstützung, Werkzeuge, Wartung und saisonale Veranstaltungen.

Die Auswirkungen

Indem Soilful Natur an den Arbeitsplatz bringt, zielt das Unternehmen darauf ab, Räume zu schaffen, die das Wohlbefinden der Mitarbeiter verbessern, Kreativität fördern und nachhaltige Praktiken innerhalb von Organisationen unterstützen.

Sind Sie bereit, Ihren Arbeitsplatz mit einem blühenden Gartenraum zu transformieren? Besuchen Sie die Website von Soilful, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie Natur und ihre Vorteile in Ihre Organisation bringen können.


Transkript

0:01 Immobilienredaktion Office Talk. ist ein ganz spezielles Office, wo wir diesmal sind. Wir sind nämlich in der City Farm im Au-Garten und was das mit Immobilien zu tun hat, darüber spreche ich heute mit Stefan Fatz-Ferstl von Soilful. Stefan, hallo und danke, dass du dir die Zeit nimmst für unser Gespräch. Freue mich, hier zu sein. Stefan, warum sind wir heute hier? Warum sind wir hier? Weil unser Office oder unser Büro der Garten ist und wir ein Soilful heißt wo wir Gemüsegärten für Unternehmen aufbauen, planen, betreiben und wir aktuell einen Pilotgarten in Mannheim

0:43 haben, der in Deutschland ist und das ein Stück weit gewesen wäre und ich mir gedacht habe, wir sollten einen passenden Rahmen haben und das ist einfach die City Farm, die mir da eingefallen ist, einfach ein schöner Ort ist im Au-Garten, der viel Natur hat und viel Gemüse hat. Du bist der Gründer von Soilful alleine oder hast du noch Partner? Ich habe Partner. Ich selber habe ja vom Gemüse nicht so viel Ahnung. Ich komme ja aus der Organisationsentwicklung, habe Organisationen begleitet in der Beratung, in dem ganzen Thema agile Organisationsformen, Kulturtransformationen, habe auch viel in Bezug mit Naturbezug,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:21 mit Organisationen gearbeitet und meine Co-Founderin, die Tatjana, kommt so aus dem Gemüse-Eck und hat sieben Jahre lang so eine solitarische Landwirtschaft, kleinstrukturiertem Gemüsebau geleitet, betrieben und bringt das ganze Gemüse noch einmal mit. Jetzt bietet ihr mit Soilful Unternehmensgärten an. Ich habe auf eurer Webseite gesehen, da ist ein schöner Plan auch drauf. Ihr macht jetzt nicht nur einfach Hochbeet hinstellen, sondern da steckt ein bisschen mehr dahinter. Ganz genau. Uns geht es im Kern darum, Elemente zu verbinden. Das eine ist so der physische Raum, das ist das Hochbeet, aber auch die Möbeln die drum herum sind und wie schaut ein

1:59 Outdoor-Office aus? Gibt es da einen Besprechungsraum? Gibt es da vielleicht auch wenn das ein größeres Ding ist, einen kleinen Pavillon, wo man mal einen Workshop machen kann? Dann gibt es das andere Eck vom biologischen Raum. Was sind da für Pflanzen? Obstraum, hier, oder Bärensträucher oder was passt auch zu dem Ort? Wie soll es genutzt werden? Die Salate, wo man in Mittagspause einfach mal seinen Salat ernten kann. Und das dritte ist soziale Raum. Wie kann man die Menschen mitnehmen? Wie kann das zum Ort der Veränderung auch werden für die Organisation? Was ist denen wichtig? es darum, einen Ort der Ruhe zu schaffen,

2:35 weil die Leute einfach sehr gestresst sind, damit die einfach mal runterkommen können? Geht es darum, einen Ort der Begegnung zu schaffen, wo man über Silo hinweg in den Austausch kommt? Ist es vielleicht auch ein Ort von Innovation? Kreislaufwirtschaft kann man in so Garten super herzeigen und sich damit auseinandersetzen. Deswegen versuchen wir mit den Organisationen am Anfang auch einen strategischen Workshop zu machen. Wie kann dieser Ort zu einem Ort der Veränderung für die Organisation werden, der sinnvoll ist und mehr ist als nur bisschen Gemüse? Sprichst du immer von Organisation? Vielleicht werden wir bisschen konkreter.

3:08 Wer ist deine Zielgruppe? Wer soll sich bei dir melden für den Probegarten und wer wird dann in weiterer Folge dein Kunde? Im Moment sind wir so auf der Suche nach Zielgruppe 50 plus Mitarbeiter, 50 bis 500 sage ich mal, mit irgendwo einer Grünfläche oder Dachfläche mit 100 Quadratmeter aufwärts Das kann eine Dachfläche sein, das kann eine Terrasse sein, das kann eine ungenutzte Erweiterungsfläche, Rasenfläche sein. Wir würden auch größere nehmen und gleichzeitig ist jetzt mal der Schritt, unsere Hausaufgaben machen, Prozesse lernen.

3:49 Klar gibt es auch die großen Organisationen, Konzerne, die viele Flächen haben, auch in Wien, wo viel Potenzial steckt gleichzeitig. Also würden wir auch machen und jetzt geht es mal darum, auch schnelle Entscheidungen zu haben. Eine mutige Organisation, sagt, okay wir wollen das ausprobieren, wir wollen das machen und das mit uns gemeinsam weiterentwickeln. Aber von kann jeder kommen, der irgendwo Fläche hat. Wenn ihr das auf dem Dach macht, das interessiert mich jetzt noch einmal, welche Anforderungen von der Traglast und vom Gewicht her, so ein Hochbett ist ja nicht immer so leicht, was muss das für Anforderungen erfüllen,

4:30 damit ihr dort bauen könnt auf so einem Dach? Jedes Projekt ist anders, deswegen haben wir in dem Kernprozess in der ersten Phase so einen Intro-Workshop, wo wir einfach mal die Rahmenbedingungen abklopfen, einerseits baulich, aber auch die strategische Ausrichtung, wie soll es genutzt werden, wie werden die Mitarbeiter integriert und das ist so der erste Baustein, den wir uns anschauen. Und was Dachflächen betrifft, ist das dann genau Teil dieser Machbarkeitsstudie am Anfang, schauen, was sind die Belastungen, wo kann man die Hochbeete hinstellen, was geht, vielleicht wenn das nicht geht, gibt es für andere Optionen.

5:04 Ich glaube, die baulichen Varianten im Sinn von Gewicht ist das Hauptthema und da ist die, wie viel Erdreich habe ich. Gemüse fängt schon bei 20 cm, Erdrecht ist mein Auftrag, kann man schon recht viel damit machen. Also alles, Salat ist, alles, nicht tief urtelt, geht mit relativ wenig. Das heißt, es gibt für jede Situation eigentlich schon einen Plan von euch? Wir entwickeln für jede Situation einen und es gibt so Modularansätze, die wir schon entwickelt haben, die man dann sozusagen zusammennimmt und sich Anschaut. Und ihr macht aber nicht nur jetzt quasi die Planung und dann diese Erstbepflanzung,

5:38 sondern ihr kümmert euch dann auch Drum? Genau wir machen den Betrieb. 13800:05:41.200 --> 00:05:43.960Wie wir von Anfang an gesagt haben oder viel auch von Organisationen gehört haben, wer kümmert sich dann drum? Müssen unsere Mitarbeiter in ihrer Arbeitszeit dann den ganzen Zeit Garten pflegen? Und deswegen haben wir gesagt, nein, wir wollen, dass das langfristig gut ausschaut und deswegen nehmen wir die Betreuung des Gartens mit. Wir schauen, dass wir vor Ort Gärtner finden, die sich einmal in der Woche drum kümmern. Wir haben dieses ganze Saisoneröffnungsgeschichte mit den ganzen Bepflanzungen, den Saisonabschluss, wir haben

6:08 so eine Minimal-Workshop-Betreuung auch mit dabei, ein Saisoneröffnungs-Event, ein Erntedank-Saisonabschluss-Event und das ist so ein Package, das so in der Betreuung drin ist. Wenn die Organisationen sagen, sie wollen das gerne wirklich selber machen, dann können wir das auch so aufsetzen, dass wir es die Leute dazu befähigen, das Wissen vermitteln und das dann übergeben. Das heißt ich kann dann auch mit euch zusammen meine Mitarbeiter zusammenholen und sagen, Team X, ihr macht das Bett, ihr macht das Bett und was wollt ihr pflanzen und ihr kommt dann mit den Samen und erklärt ihnen, wie es geht und schaut ab und zu vorbei, ob alles passt.

6:48 Je nachdem, wie es für die Organisation gut passt, kann das auch so Teamentwicklungsspekt haben. Sagt, okay, das Team macht das, das Team macht das. Erweiterte Bürofläche, die Möbel kommen dann auch von euch, weil ich meine wenn ich jetzt ein Büro habe, kaufe ich meine Möbel zwar bei Bene, sind gut, aber wahrscheinlich nicht gut wenn ich sie rausstelle. Ja genau, das kommt genauso von uns. Das ist Teil des Konzeptes. Da haben wir einfach unsere Partner, mit denen wir kooperieren, die wir dann mitnehmen, wo es auch darum geht, wie schauen so Outdoor-Office-Möbeln aus und wie kann das gut funktionieren und auch zur Organisation passen.

7:21 Wenn ich so einen Garten aufstellen will, bringt es wahrscheinlich nichts, wenn ich mit euch einen Einjahresvertrag mache. Was ist von euch her so die Zielstrecke, wo man sagt, das ist das Minimum, damit sich das Ganze rentiert? Na ja, wir versuchen in kleinen Schritten zu gehen. Erster Schritt, lernen, wie nutzen wir den Garten, ähnlich wie eine Bedarfsplanung, nur halt für den Garten. Die setzen wir gemeinsam mit dem Kunden auf. Dann ist der nächste Schritt daraus, die Entwürfe zu machen. Aus dem gehen wir dann sozusagen in Umsetzung und dann geht es in den Betrieb über.

8:01 Jeweils in diesen kleinen Schritten gibt es die entsprechenden Kosten dazu. Was dann den Betrieb betrifft, wir gehen auf jeden Fall eine Saison mit, weil es Sinn macht, das selber zu betreiben, den Leuten beizubringen und dann ist es Frage der Organisation, wie stark sollen die Mitarbeiter eingebunden werden oder eben auch nicht, wo die entsprechend ist. Wir haben jetzt keine Mindestdauer, wo wir sagen, das ist relevant, weil wir die Kosten, so wie sie sind, dann den Kunden weitergeben, also die Möbelkosten halt, was die Möbel kosten. Genau die können dann aber auch der Organisation. Was kostet mich dann so eine Betreuung,

8:41 wenn ich jetzt sage, diese Minimum 100 Quadratmeter Dachfläche, da will ich Gatteln? Ja, da sind wir sozusagen mit, also was wir in der Paar Schale gerechnet haben, wir ungefähr bei 1000 Euro im Monat, ist drinnen die gärtnerische Betreuung einmal die Woche, da ist drinnen eine Saisoneröffnung, das ist natürlich ein Stückchen mehr, das ist Saisonclosing, ist die ganze Maintenance-Werkzeug drinnen, da ist ein kleines Saisoneröffnungs-Event drinnen, ein Saisonabschluss-Event drinnen, das ist das Package. Das ist jetzt aus meiner Sicht erschreckend günstig. Ja es ist sozusagen in der Gärtner, also hohe sind die Personalkosten und das ist versuchen wir

9:18 möglichst insofern gering zu halten. ist halt ein Gärtner einmal in der Woche zwei bis drei Stunden dort, also zwei Stunden dort, drei Stunden rechnen wir ungefähr, das ist so. Was wir anhand des Pilotgartens jetzt der hat auch ungefähr 100 Quadratmeter gelernt haben.

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