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Peter Krammer: Partnerschaftsmodelle, Transformation und Dekarbonisierung: Einblicke vom Swietelsky-CEO

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Im Rahmen des Branchentalks zum Thema “Partnerschaftliches Bau-Projektmanagement” gab Peter Krammer, CEO der Swietelsky AG, Obmann des Verbandes der österreichischen Bauindustrie und Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Bautechnik Vereinigung, fundierte Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Baubranche. Die Ausführungen des erfahrenen Baumanagers beleuchten drei zentrale Themenkomplexe: Partnerschaftsmodelle, die Transformation des Unternehmens und das Engagement für die Dekarbonisierung der Bauwirtschaft.

Partnerschaftsmodelle: Ein Zusammenspiel von Verträgen und Personen

Bei der Diskussion über Partnerschaftsmodelle identifizierte Krammer zwei grundsätzliche Zugänge: Den Fokus auf die handelnden Personen einerseits und die vertraglichen Grundlagen andererseits. Er betont, dass diese Elemente nicht getrennt betrachtet werden können, sondern vielmehr ein konstantes Wechselspiel darstellen. “Es geht die vertragliche Regelung und der Anstoß von Auftraggeberseite und die Personen, die auf der Baustelle miteinander arbeiten und agieren”, erklärt Krammer. Entscheidend sei, dass die Beteiligten “gewillt sind, miteinander zu interagieren und kooperativ das Projekt abzuwickeln”.

Besonders im Bereich der Allianzverträge sieht Krammer großes Potenzial. Der Austausch mit Branchenkollegen verstärkt nach seinen Aussagen die Grundsatzeinstellung zu diesem Thema und liefert wertvolle Aspekte für die Argumentationsbasis in Gesprächen mit potenziellen Partnern.

Erfolgreiche Transformation in herausfordernden Zeiten

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft in den vergangenen zwei Jahren konnte Swietelsky bemerkenswerte Erfolge in der Unternehmenstransformation erzielen. Krammer hebt drei wesentliche Meilensteine hervor:

  1. Etablierung einer optimierten Organisationsstruktur mit Fokus auf interne Kompetenzen
  2. Neupositionierung des Unternehmens am Markt
  3. Stärkere Integration der verschiedenen Geschäftsbereiche

Besonders stolz zeigt sich der CEO über das Zusammenwachsen der verschiedenen Sparten, insbesondere im Bereich des Unterbaus. Diese engere Verzahnung der Geschäftsfelder betrachtet er als seinen größten Erfolg in den zwei Jahren seiner Amtszeit.

Internationale Perspektiven und Marktlage

In der internationalen Ausrichtung zeigt Swietelsky interessante Marktbeobachtungen. In den 21 Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, zeichnet sich ein differenziertes Bild: Während die Infrastrukturprojekte - insbesondere im Bahnbau, einem Kerngeschäft des Unternehmens - in allen Märkten sehr gute Entwicklungen zeigen, stellt sich die Lage im Hochbau deutlich herausfordernder dar.

Für das Jahr 2025 bleibt Krammer trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten grundsätzlich optimistisch. Er verweist auf die wiedergewonnene wirtschaftliche “Wehrhaftigkeit” Europas und die Entschlossenheit, den erarbeiteten Wohlstand zu verteidigen. Die Bauwirtschaft profitiert seiner Einschätzung nach traditionell von dieser Entwicklung.

Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit als strategische Faktoren

Swietelsky engagiert sich bereits aktiv für die Energiewende und Dekarbonisierung, wobei Krammer die Wirtschaftlichkeit und die Anforderungen der Auftraggeber als entscheidende Faktoren nennt. Das Unternehmen realisiert bereits in Wien Projekte mit CO2-neutralem oder CO2-reduziertem Ansatz.

Besonders interessant ist die strategische Orientierung an fortschrittlichen Märkten: “Wir möchten den Schritt nach Norden gehen. In Holland beispielsweise. Dort ist das bereits seit vielen Jahren State of the Art”, erklärt Krammer. Der Einsatz CO2-reduzierter Baustoffe und Elektrobagger gehört dort zum Standard, und Swietelsky plant, diese Praktiken verstärkt zu übernehmen.

Mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zeigt sich Krammer optimistisch, gibt jedoch zu bedenken, dass die Umsetzung stets auch eine Wirtschaftlichkeitsfrage darstellt. Bei der Einschätzung der Bemühungen der Baumittelindustrie im Bereich Dekarbonisierung bleibt er zurückhaltend, da ihm die detaillierten Umsetzungspläne fehlen.

Fazit: Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Zukunftsorientierung

Die Ausführungen von Peter Krammer verdeutlichen die komplexen Herausforderungen, denen sich Bauunternehmen aktuell stellen müssen. Der erfolgreiche Weg von Swietelsky zeigt, dass die Balance zwischen wirtschaftlicher Stabilität und zukunftsorientierter Transformation möglich ist. Partnerschaftliche Modelle, interne Strukturoptimierung und der strategische Fokus auf Nachhaltigkeit erweisen sich dabei als zentrale Erfolgsfaktoren in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

Transkript

0:09 Peter Krammer, Name, ich bin CEO der Svidelski AG, gleichzeitig bin ich Verbandsobmann der österreichischen Bauindustrie und Vorstandsvorsitzender der österreichischen Bautechnikvereinigung. Also man hat gesehen, der unterschiedliche Zugang auf der einen Seite die Person in den Vordergrund zu stellen und auf der anderen Seite die vertragliche Grundlage zu sehen und natürlich ist es immer ein Wechselspiel und es ist in

0:51 Wahrheit ist es nur ein Henne-Ei-Problem, es gehört beides dazu, es die vertragliche Regelung und der Anstoß von der A-Gewer-Seite und die Personen, auf der Baustelle miteinander arbeiten und agieren, dass die auch in entsprechender Art und Weise auch gewillt sind miteinander zu interagieren und kooperativ das Projekt abzuwickeln. Die Entscheidungsfindung beeinflusst es nicht wirklich, sie stärken mich in meiner

Vollständiges Transkript anzeigen

1:35 Grundsatzeinstellung dem Thema gegenüber, ganz besonders jetzt was die Allianzverträge betrifft und man kriegt immer ein paar Aspekte mit, die man mit in seine Gedankenwelt einlädt und auch Argumentationen darauf aufbaut. Ein ganz wesentlicher Meilenstein für uns ist, dass wir in den letzten zwei Jahren wo es der Bauwirtschaft nicht so wirklich gut gegangen ist, eigentlich sehr erfolgreich abgeschlossen. haben, was die Switelski jetzt intern betrifft,

2:18 eine Organisationsstruktur geschaffen, wir haben eine neue Positionierung am Markt geschaffen und was mir besonders gut gefällt, ist, Switelski ist enger zueinander gekommen, die einzelnen Sparten in der Switelski, insbesondere der Bahnbau und der Bau, die sind näher zueinander gewachsen und das ist für mich eigentlich mein größter Erfolg, den ich jetzt noch zwei Jahren resümieren Kann.

2:58 Wir sind im Baubereich sind wir eigentlich rund um Österreich tätig und da ist die Situation etwa gleich. Die Infrastruktur funktioniert gut, der Hochbau funktioniert mäßig bis schlecht, also geht es uns hier im Baubereich in allen Ländern mehr oder weniger gleich, die Infrastruktur, also insbesondere der Bahnbau der Gleisbau, der bei uns eine ganz wesentliche Sparte ist, der funktioniert in allen Ländern eigentlich sehr, gut und ist ein sehr, gutes Geschäft, das auch zukunftsrechtlich ist. 2025, das Jahr aus der Krise,

3:40 mit den derzeit herrschenden Rahmenbedingungen, was Zölle und was Wirtschaftskriege bedeutet, kann man noch nicht absehen, wo das enden wird. Was wir jedenfalls sehen können, ist, dass Europa als Kontinent seine Wehrhaftigkeit wieder gefunden hat und entsprechend auch seinen Wohlstand verteidigen will und da ist der Bau immer ein Teil dieser Entwicklung und das stimmt mir eigentlich am Ende des Tages sehr Positiv.

4:27 Also das ist immer auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit und des Anspruches der Auftraggewirtschaft. Wir haben sehr viele Projekte, gerade in Wien haben wir z.B. neutral oder sehr stark CO2 reduziert an das Projekt herangegangen sind, aber ich möchte einen Schritt nach Norden gehen, in Holland beispielsweise, dort ist das bereits seit vielen, vielen Jahren State of the Art, dass wir hier CO2 reduziert produzieren

5:09 auf den Baustellen, wir setzen dort nicht nur CO2 reduzierte Baustoffe ein, sondern wir gehen mittlerweile schon so weit, dass wir Elektrobugger in einem doch namhaften Umfang einsetzen, das wird immer stärker werden und da stellen wir uns darauf ein, das ist jetzt eine etwas längere Diskussion, die man darüber führen könnte, was ist sinnvoll umzusetzen auf den Baustellen, es ist am Ende des Tages immer auch eine Wirtschaftlichkeitsfrage und wenn wir uns dazu committen bis 2050 klimaneutral zu sein,

5:50 dann bin ich eigentlich sehr positiv dass wir das schaffen werden. Das ist jetzt schwierig aus meiner Sicht zu beantworten, sie tun etwas, ob sie genug tun kann ich nicht beurteilen, weil ich kenne ihre Umsetzungspläne nicht, um beim Zement zu bleiben, um den Klinker so zu produzieren, dass das Carbon Capture Storage auch umgesetzt wird, wir wissen nur von einem Projekt von Old Sim in Norwegen,

6:32 wo das umgesetzt wird, es ist eine große Investition gewesen, wir haben noch bis zur Klimaneutralität 25 Jahre Zeit und die werden wir gehe davon aus, benötigen.

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