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OfficeTalk Sommergespräche: Folge 2 mit Wolfgang Kradischnig, CEO der DELTA-Gruppe

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Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 zu massiven Veränderungen in der Arbeitswelt geführt. Plötzlich mussten Unternehmen und Mitarbeiter Wege finden, um Aufgaben zu bewältigen, von denen zuvor niemand glaubte, dass sie außerhalb des Büros möglich wären. Für viele Unternehmen war dies eine große Herausforderung, doch für DELTA, ein Unternehmen, das Veränderungen in seiner DNA trägt, war es eine Gelegenheit, sich anzupassen und weiterzuentwickeln.

Homeoffice bei DELTA vor und während der Pandemie

Vor der Pandemie gab es bei DELTA bereits die Möglichkeit zum Homeoffice, allerdings nicht in dem Ausmaß, wie es während der Corona-Zeit notwendig wurde. Die Umstellung auf die verstärkte Nutzung von Homeoffice war für DELTA jedoch weniger dramatisch als für viele andere Unternehmen in der Branche.

Ein wesentlicher Grund dafür war, dass DELTA bereits Jahre zuvor ein Videokonferenzsystem eingeführt hatte. Aufgrund der verschiedenen Standorte des Unternehmens in verschiedenen Ländern war dieses System schon vor der Pandemie intensiv genutzt worden. Der Wechsel zu digitalen Medien während der Corona-Zeit stellte daher für DELTA keine große Veränderung dar.

Die Rückkehr ins Büro und die Wertschätzung des persönlichen Austauschs

Trotz der guten Vorbereitung auf digitale Arbeitsweisen erlebte auch DELTA den abrupten Wechsel ins Homeoffice während des ersten Lockdowns. In dieser Zeit wurde vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Bedeutung des persönlichen Austauschs und des Miteinanders im Unternehmen besonders bewusst.

DELTA gelang es, bereits Anfang Mai 2020 schrittweise den Bürobetrieb wieder aufzunehmen. Im Juni kehrte das Unternehmen weitgehend zur Normalität zurück, allerdings unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien. Diese beinhalteten regelmäßige Tests in der Firma und weitere Schutzmaßnahmen.

Die Rückmeldungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigten, dass sie die Möglichkeit, wieder im Büro zu arbeiten, sehr schätzten. Die großzügigen Büroflächen von DELTA boten im Vergleich zum oft beengten häuslichen Umfeld bessere Arbeitsbedingungen. Dies führte dazu, dass DELTA keine Probleme hatte, die Mitarbeiter zur Rückkehr ins Büro zu motivieren.

Flexibles Arbeiten nach der Pandemie

Auch nach der akuten Phase der Pandemie hat sich bei DELTA eine gewisse Flexibilität beim Arbeitsort etabliert. Es ist mittlerweile üblich geworden, dass Mitarbeiter, insbesondere jene mit längeren Anfahrtswegen, etwa einen Tag pro Woche im Homeoffice arbeiten. Diese Regelung entspricht dem Trend, der durch das neue Homeoffice-Gesetz 2021 rechtlich verankert wurde.

Dennoch betont das Unternehmen die Bedeutung der Teamarbeit und des persönlichen Austauschs, besonders in der Baubranche. Digitale Kommunikation kann den persönlichen Kontakt nur bis zu einem gewissen Grad ersetzen. Die Projekte bei DELTA liefen auch während der Lockdown-Phasen weiter, was den Bedarf an direkter Zusammenarbeit unterstreicht.

Teambuilding und Kundenbeziehungen während der Krise

Die Herausforderungen der Corona-Zeit haben DELTA als Team wachsen lassen. Das Unternehmen musste sich mehrfach an neue Regelungen anpassen, von der Installation von Plexiglasscheiben bis hin zur Neuanordnung der Arbeitsplätze. Diese gemeinsamen Erfahrungen haben das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.

Interessanterweise hat DELTA in dieser Zeit bei einigen Kunden sogar an Boden gewonnen. Die Kunden schätzten es, dass DELTA trotz der Pandemie kontinuierlich an den Projekten weiterarbeitete. Dies zeigt, dass die Krise auch Chancen für Unternehmen bot, die flexibel und zuverlässig agierten.

Effektives Krisenmanagement durch klare Kommunikation

Ein Schlüssel zum erfolgreichen Umgang mit der Krise war bei DELTA die klare und regelmäßige Kommunikation. Während der akuten Phase der Pandemie fanden jeden zweiten Tag um 8:00 Uhr Videokonferenzen der Führungskräfte statt. In diesen Meetings wurden Strategien abgestimmt, die dann in die einzelnen Teams und Projekte weitergegeben wurden.

Dieser zentralisierte Ansatz ermöglichte es DELTA, als Unternehmen flexibel zu bleiben und sich kontinuierlich an die sich ändernden Umstände anzupassen. Gleichzeitig konnten die einzelnen Projektteams weiterhin effektiv und kundenorientiert arbeiten.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und Rekrutierung

Die Pandemie hat nicht nur die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert, sondern auch die Erwartungen der Arbeitnehmer, insbesondere der jüngeren Generationen. Das Homeoffice-Gesetz von 2021 hat im Grunde nur das auf Papier gebracht, was der Arbeitsmarkt ohnehin schon verlangte: mehr Flexibilität und die Möglichkeit zur Arbeit von zu Hause aus.

Für Unternehmen wie DELTA bedeutet dies, dass sie bei Bewerbungsgesprächen zunehmend mit Kandidaten konfrontiert werden, die mit diesen neuen Arbeitsmodellen aufgewachsen sind oder sie zumindest während der Pandemie kennengelernt haben. Die Erwartungen an flexible Arbeitszeiten und -orte sind gestiegen, und Unternehmen müssen darauf reagieren, um attraktiv für Talente zu bleiben.

Fazit: Anpassungsfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Die Erfahrungen von DELTA während der Corona-Pandemie zeigen, dass Anpassungsfähigkeit und klare Kommunikation entscheidend sind, um Krisen erfolgreich zu meistern. Das Unternehmen konnte durch seine bereits vorhandene digitale Infrastruktur und seine Bereitschaft zur Veränderung schnell auf die neuen Herausforderungen reagieren.

Gleichzeitig hat die Krise die Bedeutung des persönlichen Austauschs und der Teamarbeit unterstrichen. DELTA hat es geschafft, eine Balance zwischen digitaler Flexibilität und persönlicher Zusammenarbeit zu finden, die sowohl den Bedürfnissen der Mitarbeiter als auch den Anforderungen der Projekte gerecht wird.

Die Pandemie hat zweifellos die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Unternehmen wie DELTA, die diese Veränderungen als Chance begreifen und flexibel darauf reagieren, sind gut positioniert, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die Fähigkeit, sich an neue Gegebenheiten anzupassen und dabei die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Kunden im Blick zu behalten, wird auch weiterhin ein entscheidender Erfolgsfaktor sein.

Homeoffice-Präferenzen und Generationsunterschiede

Hinsichtlich des Homeoffice-Gesetzes und der Präferenzen der Mitarbeiter hat DELTA interessante Erkenntnisse gewonnen. Wolfgang Kradischnig berichtet von zwei durchgeführten Umfragen zum Thema Homeoffice, unabhängig von den Generationen Y oder Z.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Mitarbeiter im Durchschnitt ein bis zwei Tage Homeoffice pro Woche wünschen. Dieser Wunsch ist deutlich vorhanden, wobei es natürlich individuelle Unterschiede gibt. Manche Mitarbeiter bevorzugen es, häufiger im Büro zu sein, während andere zwei oder sogar drei Tage Homeoffice favorisieren würden. Im Durchschnitt liegt der Wunsch jedoch zwischen einem und zwei Tagen pro Woche.

Interessanterweise hat sich dieses Ergebnis über die Zeit kaum verändert. Die erste Umfrage wurde im Juli 2020, kurz nach Beginn der Corona-Pandemie, durchgeführt. Eine weitere Befragung erfolgte etwa neun Monate später und bestätigte die vorherigen Erkenntnisse. Dies zeigt, dass der generelle Wunsch nach Homeoffice-Möglichkeiten konstant geblieben ist.

Anforderungen der Generationen Y und Z

Kradischnig betont, dass die Generationen Y und Z zwar den Wunsch nach Homeoffice teilen, ihre Anforderungen an den Arbeitsplatz jedoch darüber hinausgehen. Für diese jüngeren Generationen steht besonders die Sinnerfüllung in der Arbeit im Vordergrund. Sie streben nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance und möchten sich nicht 60 bis 70 Stunden pro Woche verausgaben.

Diese Generationen sehen den Job als einen wichtigen, aber nicht als den einzigen Aspekt ihres Lebens. Sie wollen auch andere Bereiche ihres Lebens pflegen und voranbringen. Für Arbeitgeber wie DELTA bedeutet dies, dass sie diesen Bedürfnissen Rechnung tragen müssen. Diese Herausforderung teilen sie mit anderen Unternehmen in der Wirtschaft.

Attraktive Arbeitsumgebung als Antwort auf neue Anforderungen

Um den Anforderungen der jüngeren Generationen gerecht zu werden und gleichzeitig attraktiv für alle Mitarbeiter zu bleiben, setzt DELTA auf verschiedene Strategien:

  1. Ansprechende Büroräumlichkeiten: DELTA legt großen Wert auf ein Umfeld, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen können. Dies umfasst nicht nur die Gestaltung der Arbeitsplätze selbst, sondern auch die Schaffung einer angenehmen Atmosphäre im Büro.
  2. Positive Arbeitsatmosphäre: Das Unternehmen fördert ein Klima, in dem die Mitarbeiter gerne mit ihren Kollegen zusammenarbeiten. Dies wird durch verschiedene begleitende Aktivitäten unterstützt.
  3. Attraktive Standorte: Am Wiener Standort beispielsweise profitieren die Mitarbeiter von der Nähe zum Prater. Sie können in ihrer Pause laufen gehen und haben die Möglichkeit, sich anschließend zu duschen. In Wels verfügt das Unternehmen über einen Garten, der auch für Besprechungen genutzt werden kann.
  4. Flexible Arbeitsbedingungen: DELTA schafft Rahmenbedingungen, die den Mitarbeitern das Arbeiten erleichtern und ihnen mehr Flexibilität ermöglichen.

Innovative Ansätze zur Mitarbeiterbindung

Ein besonderes Highlight am Wiener Standort von DELTA ist die firmeneigene Küche. Obwohl der Standort mit 135 Mitarbeitern im Vergleich zu großen Industriebetrieben eher klein ist, hat sich das Unternehmen für diese Investition entschieden. Die Küche bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, frisch zubereitetes Essen zu genießen, was als große Qualität geschätzt wird.

Dieser Service geht sogar so weit, dass Mitarbeiter, insbesondere Alleinerziehende, eine zweite Portion für ihre Kinder mitnehmen dürfen. Dies spart den Mitarbeitern Zeit und Aufwand für Einkaufen und Kochen zu Hause. Solche Angebote mögen auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär erscheinen, sind aber wichtige Faktoren, die in Bewerbungsgesprächen angesprochen werden können und dazu beitragen, dass Mitarbeiter gerne bei DELTA bleiben.

Strategien gegen den Fachkräftemangel

Trotz des allgemeinen Fachkräftemangels gelingt es DELTA durch solche Anreize, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Das Unternehmen schafft damit Anreize, die Menschen zu DELTA bringen oder dort bleiben lassen. So kann DELTA den Herausforderungen begegnen, die durch gesellschaftliche Veränderungen und den Fachkräftemangel entstehen.

Positive Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die gesellschaftlichen Veränderungen wie die Verbreitung von Homeoffice beschleunigt, sondern auch in anderen Bereichen das Arbeiten grundlegend verändert. Insbesondere in der Digitalisierung gab es einen deutlichen Schub.

Kradischnig reflektiert über die positiven Aspekte der Pandemie und hebt einen wichtigen Punkt hervor: Die Krise hat die vermeintliche Allmacht des Menschen in Frage gestellt. Vor der Pandemie herrschte oft die Überzeugung, dass wir als Gesellschaft alles im Griff haben und souverän mit jeder großen Herausforderung umgehen können.

Die Erfahrungen während der Corona-Zeit haben jedoch gezeigt, dass wir alle kontinuierlich lernen mussten und oft Entwicklungen falsch eingeschätzt haben. Kradischnig ist der Meinung, dass uns dies etwas demütiger gemacht hat. Zu Beginn der Pandemie gab es große Hoffnungen, dass mit der Einführung der Impfung alles schnell besser werden würde. Die Realität zeigte jedoch, dass die Situation komplexer war und sich nicht so einfach lösen ließ.

Lehren aus der Krise

Diese Erfahrungen haben dazu beigetragen, dass wir als Gesellschaft und als Unternehmen gelernt haben, flexibler und anpassungsfähiger zu sein. Die Krise hat uns gelehrt, dass wir nicht alles vorhersehen und kontrollieren können, aber dass wir in der Lage sind, uns an neue Situationen anzupassen und kreative Lösungen zu finden.

Für DELTA bedeutete dies, dass das Unternehmen seine bereits vorhandenen digitalen Strukturen weiter ausbaute und neue Wege fand, um die Zusammenarbeit im Team und mit Kunden auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren und dabei die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Kunden im Blick zu behalten, hat sich als entscheidender Erfolgsfaktor erwiesen.

Ausblick: Die Zukunft der Arbeit

Die Erfahrungen aus der Corona-Zeit werden auch in Zukunft die Arbeitswelt prägen. Das neue Homeoffice-Gesetz von 2021 hat viele der Veränderungen, die sich während der Pandemie entwickelt haben, rechtlich verankert. Für Unternehmen wie DELTA bedeutet dies, dass sie weiterhin flexible Arbeitsmodelle anbieten und gleichzeitig die Vorteile der persönlichen Zusammenarbeit im Büro nutzen müssen.

Die Herausforderung wird darin bestehen, eine Balance zwischen digitaler Flexibilität und persönlichem Austausch zu finden. DELTA hat hier bereits gute Erfahrungen gemacht und wird diese Erkenntnisse nutzen, um auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Corona-Pandemie trotz aller Schwierigkeiten auch positive Veränderungen angestoßen hat. Sie hat uns gelehrt, flexibler und anpassungsfähiger zu sein, und hat den Weg für neue, innovative Arbeitsmodelle geebnet. Unternehmen wie DELTA, die diese Veränderungen als Chance begreifen und aktiv gestalten, sind gut gerüstet, um auch zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.


Transkript

0:00 Diese Folge des Immobilienredaktion Office Talk wird Ihnen präsentiert von Delta, Ihr Dienstleister in den Bereichen Architektur, Baumanagement und Consulting. Das heißt, große Veränderung, die 2020 mit Corona dann kam, alle ins Homeoffice, wo auf einmal dann Sachen gemacht werden mussten, wo vorher keiner geglaubt hat dass das geht. Die habt Ihr sowieso schon irgendwo bisschen in der DNA, weil Ihr diese Veränderung braucht. Hat es da vorher auch schon Homeoffice bei Delta zum Beispiel gegeben vor Corona?

0:40 Nicht in dem Ausmaß. Also auch bei uns hat sich hier etwas verändert. Aber ich möchte in dem Zusammenhang auf eine Hauptentwicklung bei Corona eingehen, die viele in der Branche sehr überrascht hat, nämlich das Thema Videokonferenzen. Wir haben bedingt durch unsere unterschiedlichen Standorte durch die Länder vor vielen Jahren schon ein Videokonferenzsystem gelauncht und das auch ziemlich intensiv verwendet, sodass für uns der Wechsel in der Corona-Zeit auf dieses digitale Medium nicht wirklich eine große Veränderung war. Also vom Digitalen her hat sich nicht so viel verändert.

Vollständiges Transkript anzeigen

1:23 Natürlich, was sich verändert hat, wir haben ja wie alle diesen quasi abrupten Stopp gehabt ins Homeoffice und in dieser Lockdown-Zeit wurde auch die Qualität des Miteinanders im Unternehmen so richtig entdeckt bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Es war so dass wir schon Anfang Mai langsam wieder hochgefahren sind, im Juni dann wieder normal im Büro waren. Das heißt, wenige Monate nach dem ersten Lockdown und dann eigentlich die ganze Corona-Zeit über es ziemlich gut geschafft hat mit sehr konsequenten Hygienerichtlinien,

2:06 mit Testen in der Firma, mit allem drum und dran. Wir eigentlich sehr intensiv daran gearbeitet, kein Mega-Glas dazu erzeugen. Aber auch von den Rückmeldungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde sehr geschätzt, dass wir hier doch in sehr großzügigen Flächen losgelöst vom engen räumlichen Zuhause-Umfeld arbeiten konnten. Das heißt, wir haben die Corona-Zeit über und auch jetzt überhaupt keine Probleme mit Homeoffice-überbordenden Phasen, sondern es ist mittlerweile bisschen üblicher geworden,

2:47 dass ein Tag pro Woche Homeoffice gegangen wird, von vor allem Leuten, die eine längere Anfahrtsstrecke haben. Aber es ist nicht so bei uns, dass wir große Kraftanstrengungen verwenden haben müssen, um die Menschen wieder ins Büro zu bringen, weil die Homeoffice-Phase, also die Lockdown-Phase so kurz war, mit wenigen Monaten, dass einfach die Menschen, viele haben sich schon wirklich wieder gefreut, weil sie zuhause gar nicht diese Rahmenbedingungen hatten und die Projekte sind ja trotzdem weitergelaufen. Das Baubauen ist halt einmal ein Team-Event und ein Team-Prozess, wo man auch den Austausch braucht,

3:24 der digital nur bis zu einem gewissen Grad das Persönliche ersetzen kann. Das heißt, hat sich bei uns nicht wirklich im großen Stil etwas verändert, muss ich echt sagen, durch Corona-Zeit Gemeinsam, indem wir wirklich schauen, dass wir diese anstrengenden Herausforderungen es war wirklich so, wir haben ja x-mal die Spielregeln im Büro umdrehen müssen, von wegen Plexiglasscheibe, zu weiter auseinanderrücken, wir haben ja alles durchgemacht.

4:05 Aber im Endeffekt hat es uns als Team, als Gemeinschaft reifen lassen und von dem her im Rückblick sehe ich das nicht alles so kritisch wie vielleicht manch anderes. Ich sage, wir sind als Team gereift und wir haben auch bei manchen Kunden eher Meter nach vorne gemacht, weil die Kunden das geschätzt haben, dass wir uns vor Corona nicht abbringen haben lassen, an den Projekten weiterzuarbeiten. Das heißt, es war nicht so, dass eine Hektik und alle strömen in andere Richtungen als einander, sondern bei uns war es so, dass wir in der Phase, nachdem wir uns sozusagen organisiert haben, wenige Tage hat das nur gedauert,

4:44 und dann hat es bei uns jeden zweiten Tag von den Führungskräften, um 8.00 haben wir immer Montag und Mittwoch eine Videokonferenz gehabt, da haben wir uns abgestimmt und dann ist jeder in seine Bereiche hinaus, jeder in seine Teams und die dann wieder in die Projekte und haben wir weiter gearbeitet. Das heißt, wir haben dort mit einem gewissen Zentralismus uns als Firma immer wieder justiert und ausgerichtet, aber haben dann in den einzelnen Projekten sehr gut und vor allem für die Kunden sehr unterstützend gearbeitet. Benedikt Stockhart hat mir bei einem Sommergespräch jetzt vor kurzem erst gesagt,

5:19 2021 das Homeoffice-Gesetz war eigentlich nur ein auf Papier bringen, was der Arbeitsmarkt sowieso verlangt. Gute Ausdrucke. Wenn du es jetzt beobachtest, Bewerbungen, du jetzt kriegst, auch Generation Y Z kommt auf den Arbeitsmarkt, die mit Corona bisschen auch sozialisiert wurden, anders, wie stark merkt ihr den Unterschied in Bewerbungsgesprächen, wenn da junge Menschen kommen? Hättest du das Gesetz überhaupt gebraucht oder verlangen die eh alle sagen, na ja, aber zumindest ein, zwei Tage Homeoffice will ich haben? Also wir haben zwei Umfragen gemacht zu Homeoffice, jetzt einmal unabhängig von Generation Y oder Z.

6:00 Die haben ergeben, dass sich unsere Mitarbeiter ein bis zwei Tage wünschen im Schnitt. Also dieser Wunsch ist schon da. Gibt es manche, die sind lieber da und andere sage ich mir, die hätten vielleicht lieber zwei oder vielleicht sogar drei Tage aber im Schnitt war es zwischen einem und zwei Tagen. Das hat sich eigentlich nicht geändert, das haben wir das erste Mal gemacht. Das war ungefähr im Juli, also Juli 2020 nach Corona-Start und dann haben wir es wieder einmal gemacht, vor einem dreiviertel Jahr circa. Das heißt, generell gibt es eben den Wunsch zu Homeoffice. Aber die Generation Y und Z stellt natürlich

6:39 Anforderungen, nicht unbedingt Homeoffice orientiert sind, sondern da geht es sehr stark um Sinnerfüllung in der Arbeit. Da geht es auch sehr stark darum, sich vom persönlichen Engagement her nicht 60, 70 Stunden pro Woche zu verausgaben, sondern es gibt eben mehrere Bälle in der Luft und der Job muss sinnhaft sein, aber es wird nur ein Ball in der Luft. Die wollen halt auch andere Themen in ihrem Leben entsprechend pflegen und voranbringen. Und dem müssen wir natürlich Rechnung tragen und das merken wir schon. Da geht es uns überhaupt nicht anders als den anderen

7:21 Unternehmen in der Wirtschaft generell. Wir können dem durch einerseits einmal Büro Räumlichkeiten, ein Umfeld, wo sie sich einfach einmal wohlfühlen können. Durch ein Klima im Büro mit anderen Menschen, wo sie einfach gerne sind, weil es einfach auch aufgrund der begleitenden Aktivitäten, wir haben das Glück in Wien zum Beispiel, dass man nur über Brückerl gehen muss und man ist in Prater drüben, dass sie Beispiel laufen können, sie duschen können oder in Wels haben einen super Garten, wo sie auch Besprechungen im Garten machen können. Dass man einfach Rahmenbedingungen hat, die den Menschen das Arbeiten leichter von der

8:02 Hand gehen lassen. möchte es einmal so nennen und dann natürlich so Themen wie, kochen zum Beispiel hier am Standort in Wien. Haben uns, obwohl wir jetzt kein mega großer Standort sind für vielleicht eine Architektur und Ingenieurunternehmen, da sind wir in Österreich mit an diesem Standort 135 Menschen schon groß, aber im Vergleich zu Industriebetrieben sind wir klein, aber wir haben uns diese Küche geleistet, weil wir sehen, ist eine Qualität, die Menschen schätzen, die die Menschen gerne hierher kommen lassen und wo sie sehr wohl überlegen, gerade Menschen, vielleicht sich punkto Arbeit zeitlich auch

8:40 abgrenzen, die sagen, wenn ich bei Delta das Mittag ein super frisch kochtes Essen kriege und wenn ich vielleicht eine zweite Portion für meine Kinder mitnehmen darf, weil ich Alleinerzieher oder Alleinerzieherin bin, dann hat das eine Qualität und dann spare ich mir Zeit. Ich muss nicht einkaufen, ich muss nicht aufwendig kochen zu Hause. Das heißt, das sind so kleine Dinge, Die sind vielleicht nicht so extrem sage ich einmal, reißerisch zu verwenden, aber das ist das, was man im Bewerbungsgespräch natürlich ansprechen kann und was vor allem Menschen die dann bei uns sind, einfach auch bei uns bleiben lässt,

9:20 weil sie diese Bequemlichkeit schon auch schätzen. Und so können wir auch, trotz Fachkräftemangel, den haben wir genauso wie andere, aber wir können damit Reize Anreize schaffen, die Menschen halt zu Delta bringen oder bei Delta bleiben lassen und wir damit diesen sozusagen Unbilden oder Unwegsamkeiten die halt natürlich am Markt einfach da sind durch die gesellschaftliche Veränderung, durch den Fachkräftemangel. Wir können denen halt dann trotzdem halbwegs gut begegnen, so möchte ich das Sagen. Es hat Corona nicht nur diese gesellschaftlichen Veränderungen beschleunigt, Homeoffice,

10:01 die Art des Arbeitens stark verändert, es hat auch in der Digitalisierung einen Schub gegeben und es hat auch in anderen Bereichen noch das Arbeiten grundsätzlich verändert. Welcher Punkt der durch Corona vielleicht stärker in den Vordergrund getreten ist, glaubst du, würde es heute vielleicht gar nicht so geben? Was war positiv, wenn wir rückblickend jetzt sagen, was war gut, dass es Corona gegeben Hat? Also ich glaube, Diese Allmacht des Menschen und wir haben alles im Griff und wir können mit jeglicher großen

10:42 Thematik souverän umgehen. Ich glaube, da haben wir gesehen während Corona, wie wir alle laufend gelernt haben, wie wir fehl eingeschätzt haben, Entwicklungen. Und ich bin der Meinung, das hat uns bisschen demütiger gemacht. Am Anfang, jetzt ist die Impfung da, Licht am Ende des Tunnels, jetzt wird alles anders und wir haben gesehen, so einfach war das nicht. Und wie dann die Gesellschaft auch sich eigentlich gespalten hat in die Impfgegner und in die Impfbefürworter und so, das hat uns schon sehr demütig werden lassen. Zu sehen, wir müssen sehr achtsam umgehen mit

11:24 Gemeinschaft. Wir müssen sehr achtsam mit unseren Mitmenschen umgehen, mit anderen Menschen, mit anderen Einstellungen, mit anderen Voraussetzungen auch im Leben. ich glaube, uns hat das im Unternehmen, weil man kann immer sagen, was sich im Außen so auch im kleineren Stil im Unternehmen abbildet. Wir haben auch im Unternehmen gesehen, wenn wir, so wie wir es über viele Jahre eigentlich auch entwickelt und gelebt haben, wenn wir eine diverse Gruppe an Menschen sein wollen, Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Professionen natürlich, Altersgruppen, Geschlechter und

12:04 so weiter, dann braucht sehr viel Verständnis für andere Menschen, ich glaube, dass das uns auch jetzt zugute kommt, jetzt im Unternehmen, wo wir gerade diese Diversität sehr gut brauchen. Es gibt einfach Länder, die haben schwierigste Rahmenbedingungen, Stichwort Ukraine, wissen wir alle. Die sind trotzdem extrem engagiert und man will es nicht glauben, auch in der Phase erfolgreich. Und dann gibt es andere Bereiche,

12:44 die sind in Österreich im Aufbau und brauchen eher Zuwendung von anderen. Und da braucht es einfach dieses soziale Verantwortung auch für den anderen Bereich, den anderen Menschen, für Unternehmensentwicklungen, die sehr inhomogen sind in verschiedenen Winkeln und Ecken vor Delta und wo wir einfach uns als eine große Familie betrachten müssen, wo halt auch manche voll in ihrem Saft stehen und andere vielleicht gerade ein bisschen Zuwendung brauchen. Glaube, das war ein tolles Schlusswort, Wolfgang,

13:24 ich sage danke für deine Zeit. Gerne. Und vielleicht sehen wir uns 2030, drehen wir dann im Kanu. Danke, eher im Wildwasserbadl. Im Wildwasserbadl, das wird dann schwierig mit dem Equipment. Und euch sage ich danke fürs Zuschauen. Und wenn ihr keine Folge des Immobilienredaktions Office Talk mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Newsletter oder folgt der LinkedIn-Seite, die unabhängige Immobilienredaktion.

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