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auch die Branche selber verändert hat. Wenn du einmal so dir durchdenkst die letzten fünf Jahre, wie oft hast du dir in der Früh gedacht, hätte gescheiter Mechaniker gelernt? Nicht ein einziges Mal, nicht ein einziges Mal. Punkt eins, ich liebe meinen Job, ich brenne dafür. Macht irrsinnig Spaß und manchmal gibt es gute Zeiten, manchmal gibt es herausfordernde Zeiten. Momentan sind wir, und da nehme ich mich gar nicht aus, in etwas herausfordernderen Zeiten. Die Steuerberatung an sich ist ja grundsätzlich ein sehr krisenresistentes Geschäft, wie man weiß.
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Steuern werden immer bezahlt. Was ich aber schon sehr stark merke, gerade im Beratungsgeschäft, nehmen auch wir einen durchaus signifikanten Rückgang wahr. Gerade wenn es um Transaktionen geht, machen wir ja sehr viele Text-Utiligences, Financial-Utiligences für Immobilientransaktionen und da hat man ganz einfach gemerkt, dass sich ab 2022 das Geschäft stark abgeschwächt hat. Nichtsdestotrotz ich merke jetzt einen großen Enthusiasmus in der Branche, der sich natürlich auch bei uns durchschlägt und wir sehen
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jetzt schon die ersten zarten Pflänzchen eines Wiedererstarkens der Branche. Ich habe irgendwann einmal so einen Spruch gehört, es hat sich geändert von einer gemütlichen Kanu-Fahrt zum Wildwasser-Rafting. Hast du das die letzten Jahre auch so empfunden? Ein passendes Gleichnis. Durchaus, wenngleich wir natürlich bisschen entkoppelt vom Immobiliengeschäft selber sind. Unsere Basisleistungen in der Steuerberatung, also Compliance, ich gesagt habe Buchhaltung, Jahresabschluss, das rennt ja alles ganz normal weiter. Jeder muss halt auch in der Krise seine Buchhaltung führen,
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seinen Jahresabschluss erstellen. Das heißt, da ist es für mich die Kanu-Fahrt geblieben, wenngleich natürlich, das muss man in aller Offenheit sagen, ich wahrgenommen habe, dass es einige Unternehmen in der Branche gibt, die tatsächlich ums Überleben gekämpft haben und das auch heute noch tun. da finden wir aber mit unseren Klienten, sofern es sie betrifft, immer gute Lösungen, wie wir das Schiff auch durch diese turbulenten Zeiten steuern können gemeinsam. Wenn wir zurückgehen, 2019, wir haben so ein bisschen aufgeheimen, die Themen ESG, New Work, haben die Generation YZ,
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die auf den Arbeitsmarkt drängt und dann kam Corona. Dann waren wir plötzlich alle im Homeoffice, da ist auch viel davon geblieben bis heute. Wenn du schaust vor Corona und heute, was ist sonst noch geblieben aus der Corona-Zeit? Was vielleicht auch positiv, das Arbeiten hier bei euch in der Kanzlei verändert hat? Wir sind ja eine hochdigitalisierte Kanzlei behaupte ich von uns zu sagen. Das waren wir auch schon vor Corona. Aber die Krise war ein Treiber der Digitalisierung und der Automatisierung.
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Das ist der Moment, wo wir ohne Kontakt mit unseren Klienten auskommen müssen und diesen Kontakt nach Möglichkeit auch in irgendeiner Art Weise substituieren müssen. Stichwort Videokonferenzen und so Das hat sich eigentlich sehr stark entwickelt in der Corona-Zeit und ist eigentlich auch geblieben. Also ein sehr gutes Tool Reisen zu vermeiden zum Beispiel. Das ist ja auch ein sehr positiver Aspekt, wenn ich an die Nachhaltigkeit denke. Ich setze mich nicht mehr ins Flugzeug, setze mich nicht mehr ins Auto. Ich setze mich vielleicht schon noch in die Eisenbahn.
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Aber den Großteil meiner Besprechungen kann ich ohne Weiteres digital abwickeln. Und das hat sich eigentlich während der Krise zu einem Normalzustand entwickelt und hat dazu beigetragen, dass diese Technik akzeptiert wird. Wenngleich ich diese Technik nicht als durchgängig positiv werte, weil ich finde, dass die persönliche Kommunikation, so wie wir uns jetzt gegenüber sitzen, immer noch das Nonplusultra der Klientenbetreuung ausmacht. Ich kann an der Körperhaltung an der nonverbalen Kommunikation schon sehr sehr viel ableiten,
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was mir bei der Beratung enorm hilft. Das ist bei der Videokonferenz einfach nicht möglich. Aber manchmal geht es halt nicht anders. Wenn ich mit Klienten aus den USA mal eine Stunde spreche, dann kann ich dafür nicht in die USA reisen. Andere Aspekte, die geblieben sind und die ich sehr sehr gut finde, wir haben das Thema Homeoffice bei uns im Büro seit der Corona-Krise sehr stark und sehr tief verankert. Erst gestern habe ich im Morgenjournal gehört, dass das Thema Homeoffice in der Studie zur Folge sogar zu Produktivitätssteigerungen führt und ein extrem nachgefragtes Thema ist.
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Wir sind als Steuerberatungskanzlei eigentlich schon sehr früh auf diesen Zug aufgesprungen, weil die Leistungen die wir erbringen, und da spreche ich jetzt insbesondere von diesen Compliance-Leistungen, Buchhaltung, Lohnverrechnung etc., Ortsunabhängig erbracht werden können. Da ist es vollkommen egal, ob der Buchhalter oder die Buchhalterin hier vor Ort im Büro sitzt oder bei sich zu Hause sitzt. Und deswegen war eine unserer ersten Maßnahmen, unsere Mitarbeiter oder die Mitarbeiter, die es wollten, mit entsprechenden Homeoffice-Equipment auszustatten, Computer, zwei Bildschirme, dass die von zu Hause ordentlich arbeiten können.
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Und das haben wir unabhängig davon getan, ob jetzt damals eine Homeoffice-Vereinbarung vorgelegen ist. Das war der Zeitpunkt zu handeln. Wir haben etwas tun müssen und wir haben es getan und es ist sehr gut angekommen. Und es hat sich bis heute eigentlich sehr, gut erhalten. Und das ist würde ich sagen, der wesentlichste Aspekt, den ich als sehr positiv aus der Krise mitnehme. Das heißt, dieser große Aufschrei, als wir alle ins Homeoffice mussten, war bei euch eher ein positiver zu sagen, ja jetzt machen wir und nicht, oh mein Gott, das geht nicht? Genauso ist es. Ich folge ja dem Prinzip, nicht, gibt es nicht.
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Das verfolgt mich eigentlich schon mein ganzes Leben. Ich habe nie auf die Leute gehört, die gesagt haben, das geht auf gar keinen Fall, können wir auf gar keinen Fall machen. Die Dinge funktionieren nicht, bis der erste probiert, sie zu tun. Das ist ganz einfach so. Und wir haben festgestellt, das ist ja keine Rocket Science. Wenn man die Leute entsprechend ausstattet und wenn man den Leuten die entsprechenden Werkzeuge in die Hand gibt, funktioniert das Arbeiten sehr gut von zu Hause. Ich möchte aber auch hier einschränken, ich bin schon ein sehr großer Fan davon, dass man sich auch persönlich sieht.
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Letztlich ist es meine Aufgabe als Geschäftsführer hier, auch das Team zu führen und zu schauen, dass sich die Leute in die richtige Richtung entwickeln. Genau dieses Führen der Mitarbeiter ist im Homeoffice für mich persönlich sehr schwer. Vielleicht haben andere andere Erfahrungen gemacht, ich persönlich tue mir sehr schwer, weil mir eben diese nonverbale Kommunikation sehr stark fehlt. Wir haben eigentlich hier im Haus so durchschnittlich ein bis zwei Homeofficetage für unsere Mitarbeiter die genutzt werden. Damit ist es eigentlich okay, ich kann die restlichen drei Tage oder wie viele Tage der
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Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin noch immer noch hier im Büro verbringen, mich mit den Leuten persönlich treffen, ich kann mit ihnen sprechen, ich kann sie wahrnehmen, ich kann sehen, wie es ihnen geht und damit kann ich meine Führungsaufgabe da auch gut wahrnehmen.