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Markus Raunig : Chairman bei AustrianStartups

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Startups Austria ist eine gemeinnützige Plattform, die sich leidenschaftlich für die Förderung von innovativem Unternehmertum in Österreich einsetzt. Diese Organisation verfolgt das Ziel, die Startup-Szene in Österreich zu stärken und zu unterstützen. Markus erklärt, dass sie dies durch drei zentrale Aktivitäten erreichen.

Aufbau einer Community

Einer der Hauptpfeiler von Startups Austria ist der Aufbau einer lebendigen Community. Dies geschieht durch die Organisation von verschiedenen Events und Kommunikationsformaten. Dazu gehören nicht nur regelmäßige Newsletter, sondern auch Podcasts, die wertvolle Informationen und Einblicke in die Startup-Welt bieten. Diese Formate ermöglichen es, die Community zu vernetzen und den Austausch von Ideen und Erfahrungen zu fördern.

Think Tank für politische Empfehlungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit von Startups Austria ist die Funktion als Think Tank. Hierbei wird intensiv geforscht, um fundierte Erkenntnisse über die Herausforderungen und Chancen im Bereich des Unternehmertums zu gewinnen. Auf Basis dieser Forschungsergebnisse entwickelt die Organisation politische Empfehlungen, die darauf abzielen, die Innovationskraft in Österreich zu steigern. Markus betont, dass es wichtig ist, dass die Politik zukunftsorientierte Strategien entwickelt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu sichern.

Bildungsplattform für angehende Gründer

Zusätzlich zu diesen Aktivitäten fungiert Startups Austria auch als Bildungsplattform. Sie sind mittlerweile in über 120 Schulen aktiv und bieten ein On-Panership-Programm an, das Schülern und Schülerinnen die Grundlagen des Unternehmertums näherbringt. Darüber hinaus haben sie spezielle Programme für angehende Gründer und Gründerinnen entwickelt, die sie auf ihrem Weg zur Gründung eines Startups unterstützen. Diese Bildungsinitiativen sind entscheidend, um das unternehmerische Denken und Handeln in der nächsten Generation zu fördern.

Einblicke in die politische Kritik

Markus, bevor wir tiefer in die Materie eintauchen, möchte ich dir nochmals für die Einladung danken. Es ist mir eine Freude, hier zu sein. Ich bin auf dich aufmerksam geworden durch einen Artikel, in dem du dich kritisch zu den Wahlprogrammen der Parteien geäußert hast.

Kritische Betrachtung der Wahlprogramme

Markus erklärt, dass seine grundlegende Kritik an der Politik darin besteht, dass es an zukunftsorientiertem Denken und Kommunizieren mangelt. Er hebt hervor, dass die politische Diskussion oft von einer negativen Grundhaltung geprägt ist. Es wird viel über die Probleme gesprochen, die Österreich betreffen, was zwar ein guter erster Schritt ist, jedoch nicht ausreicht.

Der Fokus auf Lösungen

Markus betont, dass es wichtig ist, nicht nur die Herausforderungen zu benennen, sondern auch aktiv Lösungen zu entwickeln. Die Politik sollte sich stärker darauf konzentrieren, wie Österreich in verschiedenen Bereichen, insbesondere im Bereich der Innovation, vorankommen kann. Es ist entscheidend, dass die politischen Entscheidungsträger die Bedürfnisse der Startup-Community verstehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ein günstiges Umfeld für Gründer zu schaffen.

Fazit

Insgesamt zeigt sich, dass Startups Austria eine zentrale Rolle in der Förderung des Unternehmertums in Österreich spielt. Durch den Aufbau einer starken Community, die Entwicklung von politischen Empfehlungen und die Bereitstellung von Bildungsangeboten trägt die Organisation dazu bei, die Innovationskraft des Landes zu stärken. Markus Raunig ist dabei eine wichtige Stimme, die auf die Notwendigkeit eines zukunftsorientierten Denkens in der Politik hinweist.


Transkript

0:09 Immobilienredaktion Office Talk, ein Office Talk im Freien, wir genießen das letzte schöne Sommerwetter. Wir sind im Startup-Haus direkt hinter der OMV und bei mir ist heute Markus Raunig von Startups Austria und was der Markus mit und bei Startups Austria macht, verrät er uns hoffentlich gleich jetzt. Gerne,. Also Austrian Startups ist eine gemeinnützige Plattform, die sich für mehr innovatives Unternehmertum in Österreich einsetzt. Und wir machen das auf der Basis von drei Kernaktivitätsfeldern. Einerseits bauen wir eine Community, das heißt, wir organisieren Events und allerlei Kommunikationsformate

0:48 von Newslettern über Podcasts. Andererseits sind wir ein Think Tank, das heißt, wir forschen und auf Basis von diesen Forschungsergebnissen entwickeln wir politische Empfehlungen, wie kann sich Österreich besonders im Bereich Innovation verbessern. Und wir sind auch eine Bildungsplattform, das heißt, wir sind mittlerweile in über 120 Schulen mit einem On-Panership-Programm und haben auch ein Programm für eingehende Gründer und Gründerinnen am Weg in die Startup-Gründung. Markus, bevor wir dann jetzt in die Tiefe gehen, nochmal Hallo und Danke für die Einladung. Ja danke fürs Vorbeischauen, wir freuen uns sehr.

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1:27 Ich bin auf dich aufmerksam geworden, wegen einem Artikel ich weiß jetzt nicht mehr wo, da hast du dich kritisch zu den Wahlprogrammen der Parteien geäußert. Worum, was ist deine Kritik an den Wahlprogrammen? Also meine Kritik ist ganz grundsätzlich an der Politik, dass wir zu wenig zukunftsorientiert denken und kommunizieren. Wir sind sehr gut darin, Österreich zu raunzen und alles schlecht zu machen und auch Probleme aufzuzeigen, was ja ein guter erster Schritt ist, aber oft ist dann der nächste Schritt, wie können wir das vielleicht auch selbst lösen, ohne auf andere zu zeigen,

2:07 sondern was können wir selbst tun, um das zu verändern. Das fehlt mir und das fehlt mir auch in den Wahlprogrammen, die sehr stark darauf ausgelegt sind, was ist schlecht aktuell, was muss ich ändern, aber zu einem großen Teil nur sehr wenig eine Vision zeigen, wie Österreich in 2035, 2040 ausschauen wird und wie wir auch Technologie als ganz essentiellen Bestandteil nutzen, um mehr Wohlstand und mehr Lebensqualität zu schaffen. Vor allem auch wie konkurrenzfähig wir im internationalen Vergleich bleiben, Nicht? Allerdings, genau, das ist nämlich die Basis, wir werden den Wohlstand in Österreich nicht halten,

2:43 geschweige denn ausbauen können, wenn wir es nicht schaffen, wettbewerbsfähig zu sein. Jetzt sind wir von der Immobilienredaktion ein B2B-Blog für die Immobilienbranche. Ihr befasst euch aber mit Start-ups über alle Branchen. Wie groß ist denn euer Anteil an Proptechs und vielleicht auch Fintechs die im Immobilienbereich Investieren? Ja, also in unserer großen Studie, dem Austrian Start-up Monitor, haben wir zum Beispiel im letzten Jahr befragt, wie sich die Kunden nach Branchen aufstellen, der Start-up. Und da haben 15% der Start-ups gesagt, dass die Bau- bzw. die Immobilienbranche einer der Kunden ist.

3:22 Das heißt, ja, wahrscheinlich um die 15% der Start-ups sind in diesem Bereich Proptech aktiv und mein Gefühl ist dass das in den letzten Jahren auch gestiegen ist. Das ist für mich gefühlt jetzt schon relativ viel, weil es ist ja nur eine von allen möglichen Branchen. So ist es. Also ich sehe da auch einen Wachstumsdrehen, natürlich muss man sagen, es gibt auch Start-ups, die unter anderem an die Immobilienwirtschaft liefern, das heißt, nicht jedes 15% sind ausschließlich Proptechs, aber 15% haben zumindest bis zu einem gewissen Grad etwas mit der Immobilienwirtschaft zu Tun. Und du hast es gesagt, dieser Anteil steigt,

4:03 allerdings allgemein mit den höheren Zinsen haben wir eine Abflachung im Start-up-Bereich erlebt in den letzten Jahren. Die Immobilienbranche selber kämpft durch Verordnungen, Zinsen usw., merkt man da, dass vielleicht viele Proptechs jetzt auch ein bisschen mit ins Straucheln kommen? Natürlich eine herausfordernde Situation, ohne Frage, besonders wenn man es auf beiden Seiten als Proptech hat, also sowohl auf der Kundenseite ist die Nachfrage natürlich aktuell potenziell ein bisschen eingeschränkt und andererseits ist es auch auf der Investorenseite, so dass auch durch die Zinserhöhung oder generell die

4:42 Zinslandschaft auch global einfach Start-up-Investments und Start-up-Bewertungen zurückgegangen sind. Gleichzeitig glaube ich dass sowas auch immer eine Chance ist, gerade jetzt muss sich wahrscheinlich auch die Immobilienwirtschaft, die Bauwirtschaft neue Wege überlegen, wie man effizienter werden kann, man Kosten sparen kann, wie man vielleicht aber gleichzeitig auch wieder mehr Wert schaffen kann und genau da kann Technologie eine ganz zentrale Rolle spielen, um auch dabei zu helfen und das ist wiederum glaube ich, ganz guter Nährboden für Start-ups.

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