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LAND Gruppe: Innovatives Naturkapital als zentraler Wirtschaftsfaktor im urbanen Raum

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Die LAND Gruppe hat sich als führendes Beratungsunternehmen im Bereich der nachhaltigen Landschaftsplanung und Freiraumgestaltung etabliert. Unter der Leitung von Nikolas Neubert als Chief Innovation Officer werden innovative Lösungen entwickelt, die den Mehrwert natürlicher Ressourcen quantifizieren und in konkrete Planungsstrategien übersetzen.

 Fachkompetenz mit digitaler Dimension 

„Die LAND Gruppe berät Städte, aber auch private Bauträger bei der Planung von Landschaftsräumen, von direkten Umgebungen sowie in der Nachhaltigkeitsplanung", erläutert Nikolas Neubert, Chief Innovation Officer der LAND Gruppe und General Manager des LAND Research Labs. Der studierte Stadtplaner gilt als Pionier im Bereich KI-gestützter Stadtplanung und digitaler Stadtentwicklung. 

Im Februar 2024 übernahm Neubert seine aktuelle Position bei der LAND Gruppe, wo er seither an der Schnittstelle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit tätig ist. In seiner Funktion treibt er die Integration innovativer Technologien – insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz – voran und entwickelt neue Geschäftsmodelle, die den Ansatz des Unternehmens weiterentwickeln. 

Das Konzept des Naturkapitals 

Ein zentrales Element der Unternehmensphilosophie ist das Konzept des Naturkapitals. „Es geht darum, die Leistung der Natur und den Wert für uns als Menschen sichtbar zu machen", beschreibt Neubert. Dies beinhaltet einen Paradigmenwechsel in der Betrachtung natürlicher Ressourcen: „Normalerweise ist Natur historisch gesehen das, was wir ausbeuten. Wir vergessen aber, dass sie schon sehr viel gibt. Es ist ja unsere Lebensgrundlage." 

Die LAND Gruppe nutzt die Methodik der Naturkapital-Bewertung, die von den Vereinten Nationen entwickelt wurde und mittlerweile auch von der Europäischen Investmentbank angewendet wird. „Da geht es darum, die verschiedenen Ökosystemdienstleistungen der Natur sichtbar zu machen", erklärt Neubert. Dies umfasst beispielsweise die Kühlleistung von Vegetation, den Rückhalt von Wasser, die Filterung von Feinstaub oder die Produktion von Sauerstoff. 

Digitale Transformation der Landschaftsplanung 

Die Mission der LAND Gruppe, „Menschen wieder mit der Natur zu verbinden", erstreckt sich auch in den digitalen Bereich. Neue Technologien verändern, wie Landschaften wahrgenommen, erlebt und gefördert werden. Digitale Werkzeuge ermöglichen es, Landschaften zu erweitern, zu verbinden und zu überwachen sowie deren Naturkapital hinsichtlich Größe, Gesundheit und Nutzen zu messen. 

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz spielt dabei eine entscheidende Rolle. „KI ist tatsächlich für das Thema Naturkapital-Bewertung ein sehr großer Treiber, weil wir mit KI überhaupt erst in der Lage sind, sehr großflächig zu verstehen, was an Naturkapital da ist", betont Neubert. Bei der Analyse großer Immobilienportfolios mit tausenden von Standorten hilft KI, Vegetationsflächen zu erkennen und zu klassifizieren. 

Als Datenquellen nutzt das Unternehmen hauptsächlich Satellitenbilder sowie Daten aus Streetview zur Validierung. „Im europäischen Raum funktioniert das sehr gut", so Neubert. Mit Hilfe von KI und Klimadaten kann die LAND Gruppe Vorhersagen für bis zu 30 Jahre treffen, wie sich die ökosystemischen Leistungen entwickeln werden. 

Von Kompensation zur Transformation 

Ein wichtiges Anliegen des Unternehmens ist der Übergang von einem kompensatorischen zu einem transformativen Modell in der Stadtplanung. „Wir sind immer noch an einem Denken, dass wir kompensieren müssen. Das heißt, das ist ein kompensatorisches Modell, dem wir folgen. Wenn wir etwas bauen, dann muss sich das auch kompensieren", erklärt Neubert. 

Der notwendige Wandel besteht darin, ein transformatives Modell zu etablieren: „Wenn ich ein Bauprojekt habe, ist die Frage nicht, wie viel muss ich eigentlich kompensieren von dem, was ich zerstöre, sondern: Was produziere ich? Wie werde ich eigentlich zum Naturproduzenten? Also wie entsteht ein Plus?" 

Internationale Anerkennung und Forschungsprojekte 

Mit dem LAND Research Lab, das seinen Hauptsitz in Düsseldorf hat, bietet die LAND Gruppe wissenschaftlich fundierte Beratungsdienste und Kapazitätsaufbau an. In den vergangenen Jahren hat das Forschungslabor innovative Lösungen entwickelt, die auf Nachhaltigkeitsprinzipien basieren und mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung sowie dem Ethos des New European Bauhaus übereinstimmen. 

Ein Beispiel ist das UrbAlytics-Projekt, das künstliche Intelligenz und Satellitendaten nutzt, um Stadtplaner bei der Bekämpfung des städtischen Wärmeinseleffekts zu unterstützen. Das vom europäischen Projekt AI4 Copernicus - Horizon 2020 geförderte Projekt integriert KI mit Fernerkundungsdaten, um naturbasierte Lösungen für die urbane Widerstandsfähigkeit zu entwickeln. 

Fazit 

Die LAND Gruppe positioniert sich als Vorreiter in der Integration von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und räumlicher Dimension in der Landschaftsplanung. Durch die Quantifizierung des Wertes natürlicher Ressourcen und die Entwicklung innovativer Lösungen trägt das Unternehmen maßgeblich zur Transformation urbaner Räume bei. 

Transkript

0:10 Hallo, ich bin Nikolas Neubert. Ich bin der Chief Innovation Officer der Landgruppe und auch der General Manager des Land Research Labs. Und was treibt mich an? Oftmals fällt der Fokus ja wenn wir planen, sehr stark auf die Gebäude, was wir aber vergessen, dass ein sehr großer Hebel im Außenraum liegt. Und das ist nicht nur im puncto Kühlung und da wo wir uns am liebsten aufhalten, nämlich in der Natur, reconnecting people with nature sehr schön, sondern wir können auch sehr viel gestalten im Freiraum. Und das das, was mich jeden Tag antreibt, den ein bisschen besser zu machen und ins allgemeine

0:43 Gedächtnis aller wiederzurufen. Ich muss jetzt fast aus persönlichem Interesse einmal kurz nachfragen, was macht die Landgruppe? Weil ein paar Leute haben heute schon fast ehrfurchtvoll euren Namen ausgesprochen, da herinnen. Land ist wirklich ein, wäre es ein Projekt, ich es ein Passion-Projekt nennen, aber es ist im Fokus steht, Menschen tatsächlich wieder mit der Natur zu verbinden. Und die Landgruppe berät Städte, aber auch private Bauträger, zum einen bei der Planung von Landschaftsräumen, von auch natürlich direkten Umgebungen,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:23 also es sind auch Parks dabei, Flächen und auch ganz wichtig in der Nachhaltigkeitsplanung, also wie können wir letztendlich Außenräume so gestalten, dass sie auch einen größeren Beitrag haben, weil, schönes Beispiel, eine gemähte Wiese ist wenig biodivers. Du nimmst mir fast ein bisschen meine nächste Frage vorneweg. Du hast heute über den Wert von Naturkapital gesprochen, dabei ist es aber nicht um den Eiweißgehalt von Mehlwürmern gegangen. Ja, Schöne Frage. Nein, natürlich geht es in erster Instanz bei dem Thema,

2:06 was wir erstmal, es geht darum, die Leistung der Natur und den Wert für uns als Menschen sichtbar zu machen. Und das beinhaltet natürlich einen Paradigmenwechsel von, normalerweise ist Natur historisch gesehen was was wir ausbeuten. Wir vergessen aber, dass sie uns sehr viel gibt, sie ist ja unsere Lebensgrundlage. Und entsprechend geht es darum, den Wert von Natur mit all seinen Bestandteilen, also alles was an Vegetation da ist, an Flora, aber natürlich auch ganz wichtig Fauna zu verstehen. Und ich glaube, das ist das, was auch über die verschiedensten Biodiversitätsdebatten immer mehr in der Öffentlichkeit

2:42 ankommt, dass das Element in unserem Leben sind, auf die wir nicht verzichten können. Das heißt bei euch, kann, dass ich einen möglichst hohen Nutzen daraus ziehe, auch im puncto Biodiversität und Erholungswert für die Anwohner oder die dort arbeiten? Es geht darum, tatsächlich den Mehrwert von Natur und Freiraum zu verstehen. Und dahinter zum einen natürlich die Frage, was leistet der für uns Menschen, aber natürlich auch übergeordnet. Also wenn wir natürlich auf große Themen schauen, wie können wir Freiräume so gestalten,

3:25 dass sie einen großen Beitrag haben? Weil wir dürfen nicht vergessen, auch wenn wir Grün zurück in die Städte bringen müssen, sehr viel von dem Grün was wir anlegen, ist relativ sage ich mal, wenig wirksam in dem, wie wir es zurzeit anlegen. Zum einen für die Menschen im Sinne der Nutzbarkeit, aber natürlich auch in dem, wie sich Natur darin entfalten kann. Wie quantifiziert ihr denn diesen Nutzen? Da kommt das große Schlagwort Naturkapitalbewertung ins Spiel. Das ist eine Methodik von den Vereinten Nationen, die auch mittlerweile von zum Beispiel der European Investment Bank genutzt wird. Da geht es darum,

4:02 die verschiedenen ökosystemischen Dienstleistungen der Natur sichtbar zu machen. ist zum Beispiel, oder aber auch der Rückhalt von Wasser. Kann aber auch ein interessantes Thema sein zum Beispiel Feinstaub. Also was trägt unsere Umgebung dazu bei, Feinstaub zu filtern oder auch Sauerstoff zu generieren? Also letztendlich die Lebensbasis für uns zu schaffen. Da ist eine ganze Menge an Themen drin. Vieles dieser Themen sind einfach unsichtbar, obwohl sie so essenziell für uns sind. Habt ihr da auch KI schon im Einsatz? meine, in der Architektur kennt man sie ja inzwischen schon fast.

4:42 Man sagt, ich habe die und die Fläche, wirf mir verschiedene Varianten aus, wie ich die optimal nutzen kann. Funktioniert das in eurem Bereich auch? Also KI ist tatsächlich für das Thema Naturkapitalbewertung ein sehr großer Enabler. Weil mit KI sind wir überhaupt erst in der Lage, sehr großflächig zu verstehen, was an Naturkapital da ist. Wenn man sich große Immobilienportfolios anschaut, die man hat, zum Beispiel 20.000 Standorte, dann ist KI allein an der Stelle schon extrem hilfreich, erst mal alle Vegetationsflächen zu erkennen, zu klassifizieren. Und dann kann ich verstehen, was für einen Beitrag leisten die,

5:21 wie viel Sauerstoff produzieren die, wie stark kühlen die eigentlich. Das heißt, KI ist da wirklich ein großer Treiber in dem Themenfeld. Und wir nutzen KI auch in dem Kontext, Vorhersagen zu treffen. Also das schöne an Naturkapital ist, wir müssen ja nicht investieren und es wächst trotzdem. Bäume wachsen, Gras wächst, alles entwickelt sich weiter. Und mit KI im Verschnitt zu Klimadaten können wir bis zu 30 Jahre vorhersagen, wie die ökosystemischen Leistungen sich entwickeln werden. Ein großer Baum kühlt natürlich mehr oder produziert mehr Sauerstoff und so weiter und so fort. Und so können wir mit KI tatsächlich auch in die

5:57 Zukunft schauen. Welche Datenquellen nutzt ihr denn da und wie ist da die Qualität? Ja, bei Architektur, gibt es genug Daten in dem Bereich. Gibt es da auch ausreichend Quellen in einer guten Qualität? Ich denke, wenn man auf die Datenverfügbarkeit schaut, sind für uns die zwei großen Quellen einmal Satellitenbilder. Das heißt da nutzen wir KI, um tatsächlich erst mal die ganzen Pflanzenarten zu identifizieren und zu klassifizieren. Und eine andere wichtige Quelle für uns sind tatsächlich Daten aus Street View. Das heißt, die wir eigentlich zur Gegenprüfung nutzen, um tatsächlich zu validieren, es die richtigen Arten,

6:38 die dort erkannt worden sind, um ein bisschen mehr ins Detail tatsächlich zu kommen. europäischen Raum funktioniert das sehr gut und es ist natürlich auch eine Frage der Maßstabsbetrachtung. Also wir machen das für Einzelliegenschaften, aber natürlich auch für gesamte Städte und da muss man fairerweise sagen, eine Fehlerrate liegt da natürlich auch mit drin, aber das ist auch in dem Maßstab in dem wir uns bewegen, natürlich völlig in Ordnung. Jetzt wird, wie du es vorher schon angesprochen hast, in der Nachbegrünung schon viel getan, Beispielen Wien. Wie viel müsste denn wirklich noch getan werden,

7:13 um diesen Spruch Wien wird zu Athen, dafür ist es aber nicht gebaut, Ad absurdum zu führen? Ja Wien ist sicherlich in puncto Klimaanpassung und Grün auf einem sehr guten Weg und einer der Vorreiter auch in Europa, zweifelsohne. Was man noch tun müsste, ich denke, wir sind in einem Moment und wir verstehen das durch immer intensivere Sommerjahre alle immer mehr und auch am eigenen Leib. Wir sind immer noch an einem Denken, dass wir kompensieren müssen. Das heißt, das ist ein kompensatorisches Modell dem wir folgen werden, was baut, dann muss ich das auch kompensieren. Den Wechsel den wir brauchen,

7:50 und das ist tatsächlich ein sehr grundlegender, der ist, ich, auf der Konferenz auch sehr deutlich geworden, wir müssen in ein transformatives Modell kommen. Das heißt wenn ich ein Bauprojekt habe, ist die Frage nicht, wieviel muss ich eigentlich kompensieren von dem was ich zerstöre, sondern was produziere ich? Wie werde ich eigentlich zum Naturproduzenten kommen wie entsteht ein Plus? Und ich glaube, wenn auch eine Stadt wie Wien dann dieses Paradigma anwendet, dann tatsächlich kommt man auf dem Weg zu was sehr, Grün. Du hast es gerade angesprochen, kommen wir zurück zur Konferenz. Wie groß siehst du den Nutzen solcher Konferenzen allgemein

8:28 und vom Innovationskongress in speziellen, um vielleicht auch das was man erkannt hat, aus der eigenen Bubble ein bisschen hinauszutragen? Also ich denke, der Innovationskongress leistet einen tollen Beitrag, die Player zu vernetzen. Dieses Jahr muss ich sagen, sehe ich den großen Mehrwert darin, den Fokus nicht allein auf die Innovation zu legen, sondern tatsächlich auf den Fokus Wirtschaftlichkeit, nämlich wie Innovation sich tatsächlich rechnet, weil ich glaube, das ist einer der großen, häufig verhinderer, dass Innovationen sich nicht immer rechnen. Wenn ich auf das Thema KI schaue, denke ich,

9:04 ist es sehr interessant. Wenn wir ehrlich sind, viele der Lösungen, die Baubranche die letzten Jahre gehypt hat, kamen mir so vor, als ich gehe in den Baumarkt, ich besorge mir eine Bohrmaschine Schrägstrich KI, dann gehe ich mal nach Hause und dann überlege ich mal, was ich mit der Bohrmaschine machen kann. Ich denke, dieser Innovationskongress hat diesmal sehr schön die Brücke gebaut, zeigen, welche Anwendungsfälle sich tatsächlich rechnen, welche einen konkreten Mehrwert schaffen und die zu verbinden, diese Partner und diese Message auch nach draußen zu bringen, ist denke ich, essentiell, weil ich denke, nur

9:39 so kommen wir weiter. Eine der tollsten Beiträge oder Anmerkungen fand ich in die Richtung gehend, dass wir nicht mehr Leute überzeugen müssen, sondern das, was wir jetzt diskutieren heute, sind eigentlich alle Lösungen, funktionieren. Wir haben alle Anwendungen gesehen, die tatsächlich im Markt sich auch rechnen und konkreten Mehrwert bringen. Es geht darum, die Koalition der Willigen zu finden und die Richtigen die soweit sind, tatsächlich auch in ein transformatives Modell zu kommen und die anzuwenden.

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