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KPMG-Experte analysiert aktuelle Herausforderungen am Investmentmarkt

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„Die größte Herausforderung derzeit im Investitionsbereich ist sicherlich die großwirtschaftliche Gemengelage in puncto auf die fehlende Sicherheit für die Investitionen, die derzeit vorherrscht", erläutert Stefan Rufera, Partner bei KPMG im Transaktionsbereich, in einem aktuellen Fachgespräch zur Situation auf dem Immobilienmarkt.

Unsicherheiten bremsen Investitionsimpulse

Der KPMG-Experte, der im Rahmen der IHK den Bereich der Finanzierung vertritt, betont die gravierenden Auswirkungen der aktuellen Marktunsicherheiten. „Wir sehen das tagtäglich. Das Umfeld ist geprägt von hohen Unsicherheiten, auch wenn man die jüngsten OECD-Umfragen anschaut. Der Hauptfaktor, der die Unternehmen davon abhält zu investieren, ist die Unsicherheit, die auf den Märkten, in der Weltwirtschaft, vor allem auch im Welthandel herrscht", so Rufera.

Diese Unsicherheit wirkt sich direkt auf die Transformation aus: „Investitionen sind ganz einfach notwendig, um Impulse zu schaffen, um die Transformation, die wir brauchen, anzustoßen. Dieser Impuls wird dadurch verhindert, dass ich derzeit ganz, ganz schwer abschätzen kann, was in fünf Jahren oder sogar teilweise am nächsten Tag passiert."

Brückenbildung zwischen Kapital und Ausführung

In seiner Funktion als Vorstand der IG Lebenszyklus Bau sieht Rufera eine wichtige vermittelnde Rolle: „Wir bemühen uns, aus meiner Expertise vor allem die Brücke zwischen den Ausführenden, dem Bau, der Planung und auf der anderen Seite dem Kapital, der Finanzierung zu schaffen. Hier Verständnis zu schaffen, was die eine Seite braucht, was die andere Seite liefern kann, um tatsächlich auch Impulse zu liefern, dass Finanzierungen angestoßen werden, dass frisches Kapital in die richtigen Projekte fließen kann."

Entspannung bei Zinsen, Herausforderungen bei Materialpreisen

Was die aktuelle Marktsituation betrifft, zeigt sich Rufera vorsichtig optimistisch: „Auf der Zinsseite haben sich in den letzten Monaten tatsächlich Entspannungseffekte ergeben. Ich glaube, es ist auch aus heutiger Sicht zu erwarten, dass jetzt nach dem Sommer vielleicht noch der eine oder andere Zinsschritt nach unten erfolgen wird."

Bei den Materialpreisen bleibt die Lage jedoch angespannt: „Auf der Materialseite ist das Ganze natürlich ein bisschen unberechenbarer. Da hilft sicherlich nur Flexibilität auch in der Lieferkette im Unternehmen zu haben, auf unterschiedliche Lieferanten zurückgreifen zu können, um in solchen Situationen, wo es vielleicht bei einem schwieriger wird, die Preise steigen, die Schwankungen teilweise ausgleichen zu können."

Nachhaltigkeit als Schlüsselfaktor für Finanzierungen

Besonders hervorzuheben ist die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitskriterien für Finanzierungen: „Ein sehr gutes Verkaufsargument oder immer stärker, weil es auch die Banken immer stärker in ihrem Risikoprofil berücksichtigen, ist dieses Thema Nachhaltigkeit, dieses Thema ESG. Wenn ich mit den richtigen Projekten und den richtigen Argumenten komme, und diese liegen sehr oft auch auf der Nachhaltigkeit- oder ESG-Seite, dann gibt es durchaus gute Möglichkeiten, auch in Zeiten wie diesen Kapital zu mobilisieren und Finanzierungen für die diversen Projekte zu erlangen."

Zur Person: Dr. Stefan Rufera

Dr. Stefan Rufera verfügt über langjährige Erfahrung in der Beratung im Bereich Infrastruktur und Öffentlicher Sektor. Seine Beratungsschwerpunkte umfassen die Gestaltung von Projekt- und Finanzierungsstrukturen, die Konzeption von Public Private Partnerships (PPP) und Lebenszyklusmodellen sowie die Strukturierung von Transaktionen entsprechend dem ESVG 2010 und den kommerziellen Anforderungen des europäischen Beihilferechts.

Als Partner im Advisory-Bereich der KPMG Austria konzentriert sich Rufera auf strategische und kaufmännische Unterstützung bei Investitions- und Projektentscheidungen, die Entwicklung von Business Cases und Risikoanalysen sowie moderne Beschaffungskonzepte. Neben seiner beratenden Tätigkeit ist er auch als Podcaster aktiv, wo er Themen wie nachhaltige Beschaffung, Governance und Compliance in der öffentlichen Verwaltung sowie Beihilfenrecht behandelt.


Transkript

0:10 Mein Name ist Stefan Rufferer, ich bin Partner bei der KPMG im Transaktionsbereich und vertrete hier im Rahmen der IG-Lebenszyklus den Bereich der Finanzierung sehr stark, ganz wesentliches Element um die Projekte in der Bau- und Immobilienwirtschaft in die Welt zu bringen und in die Umsetzung zu bringen. Jetzt ist lebenszyklusorientierte Betrachtung heißt auch höhere Initialinvestition, was ist denn da für die Finanzierung von Projekten in den kommenden Jahren die größte Herausforderung? Die größte Herausforderung derzeit im Investitionsbereich ist sicherlich die sage ich einmal, großwirtschaftliche Gemengelage derzeit und zwar ein Punkt,

0:51 wo auf die fehlende Sicherheit für die Investitionen die derzeit vorherrscht. Wir sehen das tagtäglich, das Umfeld ist geprägt von hohen Unsicherheiten, auch wenn man die jüngsten OECD-Umfragen anschaut. Der Hauptfaktor der die Unternehmen davon abhält, zu investieren, ist die Unsicherheit, die auf den Märkten die in der Weltwirtschaft, vor allem auch im Welthandel herrscht und Investitionen sind ganz einfach notwendig, um Impulse zu schaffen, um Transformation, Rauchen anzustoßen. Dieser Impuls wird dadurch verhindert, dass ich derzeit ganz, schwer abschätzen kann, was in einem,

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1:32 fünf Jahren oder sogar teilweise am nächsten Tag passiert. Daher sind viele sehr sehr zurückhaltend, diese Investitionen zu tätigen und das merken wir wirtschaftlich an allen Ecken und Enden derzeit, dass uns die Impulse fehlen. Was möchtest du denn für die kommende Vorstandsperiode da ganz konkret aus deiner Expertise in den Verein einbringen? Wir bemühen uns, auch heuer schon in der Arbeitsgruppe, erkommend aus meiner Kernexpertise vor allem hier die Brücke zwischen den Ausführenden, dem Bau, der Planung und auf der anderen Seite dem Kapital der Finanzierung zu schaffen, hier Verständnis zu schaffen,

2:07 was die eine Seite braucht, was die andere Seite liefern kann, um hier vielleicht tatsächlich auch Impulse zu liefern, dass Finanzierungen angestoßen werden, dass frisches Kapital in die richtigen Projekte fließen kann. Jetzt ist nicht nur Zinsen politisch vielleicht sogar weltpolitisch unsichere Lage etwas das Finanzierungen schwieriger macht. Materialpreise am Bau unterliegen aktuell extremen Schwankungen. Wie kann man denn sowas kalkulieren oder ausgleichen, um da noch… Naja, auf der Zinsseite haben sich ja jetzt in letzten Monaten tatsächlich Entspannungseffekte ergeben. Also ich glaube, ist auch aus heutiger Sicht zu erwarten,

2:49 dass jetzt nach dem Sommer vielleicht noch der eine oder andere Zinsschritt nach unten erfolgen wird. Auf der Materialseite ist das Ganze natürlich ein bisschen unberechenbarer. Da hilft sicherlich nur Flexibilität auch in der Lieferkette im Unternehmen zu haben, auf unterschiedliche Lieferanten zurücktreifen zu können, um eben auch in solchen Situationen wo es vielleicht bei einem schwieriger wird, die Preise steigen, der vielleicht aus bestimmten Regionen der Welt seine Produkte bezieht und die Lieferungen besorgt, wo es vielleicht schwierig ist, weil dort gerade irgendwelche Konflikte herrschen,

3:24 die es ihm unmöglich macht, diese Waren zu liefern, um hier Flexibilität zu haben und so vielleicht diesen Preisschwankungen teilweise entgegenzuwirken zu können, vielleicht auch bestimmte Klauselvereinbarungen, die aber natürlich zugegebenermaßen nachdem es die ganze Branche betrifft, und das jetzt nicht überraschend ist, natürlich immer schwieriger durchzusetzen sind. Es ist natürlich in der aktuellen Zinslandschaft Eigenkapital king, wenn es um Projektentwicklung und Bau geht, aber vielleicht trotzdem auch weiche Finanzierungsmodelle, glaubst du, sind denn momentan am Markt die solidesten? Ja, natürlich, also ein gewisser Eigenmittelanteil hilft.

4:04 Ich nehme aber schon wahr, dass auch auf der Fremdkapitalseite, wenn man die richtigen Projekte zu den finanzierenden Banken oder auch institutionellen bringt, hier Möglichkeiten bestehen und da ist sicherlich tatsächlich, und wir kriegen das jetzt auch mit, ein sehr gutes Verkaufsargument oder immer stärker weil es auch die Banken immer stärker dieses Thema Nachhaltigkeit, dieses Thema ESG im Risikoprozess berücksichtigen, weil einfach sehr viele faktische Risiken damit verbunden sind mit der Immobilie, mit der Werthaltigkeit der Immobilie, mit den Betriebskosten, über den Lebenszyklus der Immobilie.

4:44 Wenn ich nachhaltigere Betriebskonzepte wähle, dann werden meine Kosten sinken, wenn ich Anpassungen an den Klimawandel von meinem Gebäude vorgenommen habe, werde ich eine längere Lebensdauer meines Gebäudes haben, also wenn ich mit den richtigen Projekten und den richtigen Argumenten und diese liegen sehr oft auch auf der Nachhaltigkeits- und Möglichkeiten, auch in Zeiten wie diesen Kapitals mobilisieren und Finanzierungen für die diversen Projekte zu erlangen. Was glaubst du, wie stark sind denn heute schon Zertifizierungen ein Faktor für die Finanzierung und wie wird sich das in den kommenden Jahren entwickeln?

5:24 Das sicherlich ein sehr starker Faktor, vor allem gibt es ja auch einige sehr etablierte internationale Player, ist natürlich ein gutes Instrumentarium, um auch auf Kapitalgeberseite gewisse Sicherheit hinsichtlich der Gebäudekualität zu haben, ein bisschen ein Thema oder ein Problem, was ich zurzeit noch sehe, das doch sehr heterogen ist, und man gibt es aber auch schon Initiativen, dass man sich da auf gewisse Einheitlichkeiten oder einheitliche Standards einigt, und da wird sicherlich auch eine oder andere Bewegung stattfinden in den nächsten Jahren. Ich jetzt herausgehört, ob die Ögen vielleicht in manchen Bereichen zu klein

6:03 Sind? Für den österreichischen Markt wahrscheinlich nicht, aber natürlich, wenn man das jetzt international betrachtet, sind natürlich Lead, Prim, sind andere Player, die man natürlich in dem Kontext beobachtet, aber das ist natürlich die internationale Dimension.

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