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natürlich auch mit dem verfügbaren Einkommen der Käufer und Käuferinnen beziehungsweise auch was, ähm, Unternehmen betrifft. Und damit darf ich unsere beiden Gäste zum Visàvis heute begrüßen und ich freue mich sehr, bei uns zu Gast Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer des Österreichischen Verbandes Kreditreform und Vizepräsident von Kreditreform International. Hallo Gerhard. Hallo Walter, vielen Dank für die Einladung. Interessant auch, sage ich gleich vorweg, Kreditreform International. Wir werden auch ein bisschen über die, ein bisschen übers Ausland sprechen, wie es da derzeit aussieht und Gerhard wird uns dann, kann uns einen Blick auch
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da rüber geben. Als zweiten Gesprächspartner bei mir, Bernd Winter, Ge-- Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, sowie Partner und Geschäftsführer der BDO Austria GmbH und er leitet das Branchencenter Immobilien. Hallo Bernd. Servus Walter, danke für die Einladung. Starten möchte ich mit Gerhard Weinhofer. Ähm, ihr habt ja, ihr macht immer regelmäßig Insol-Insolvenz, eine Insolvenzstatistik über die Entwicklungen, was Firmen und was Privatpersonen betrifft. Und kannst du uns da mal einen kurzen Überblick geben? Äh, ich glaube, die Frühjahrsentwicklung ist noch nicht ganz fertig, aber vom Herbst, äh, 2025 und man sieht ja auch dann schon
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ein bisschen am Arbeiten, am Frühjahr, wie das im Augenblick sich darstellt. Und kannst du bitte einen kurzen Überblick darüber geben? Ja, sehr gerne, Walter. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin gewohnter Party Crasher zu sein in den letzten beiden Jahren aufgrund der leider allseits bekannten negativen Entwicklung, sprich der Zahl der Anzahl an steigenden Firmeninsolvenzen. Ähm, Walter, ich kann auch schon spoilen. Ich hab mir auch die aktuelle Entwicklung bis einschließlich Ende Februar angesehen bei den Firmeninsolvenzen. Und hier setzt sich ein Trend fort, der im vierten Quartal 2025 eingesetzt hat. Nämlich: Wir haben
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österreichweit bei den eröffneten, sprich in einem offiziellen Insolvenzverfahren mündenden, äh, mündende Insolvenzen, haben wir, äh, eine rückläufige Tendenz. Das heißt, seit Oktober bis jetzt inklusive Februar 2026 geht die Zahl der eröffneten Firmeninsolvenzen in Österreich zurück. Warum die Gesamtzahl an Firmeninsolvenzen 2025 gestiegen ist und auch 2026 wahrscheinlich steigen wird, liegt daran, dass die für die Gläubiger besonders schädliche, ähm, Insolvenzart, also jene Verfahren, die masselos eben nicht eröffnet werden, eben wo nicht einmal
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viertausend Euro in der Kassa des insolventen Unternehmens vorhanden ist, um ein ordentliches offizielles Insolvenzverfahren einzuleiten, zu eröffnen. Diese besonders schädlichen masselosen Verfahren, die steigen überproportional stark im zweistelligen Prozentbereich. Und dadurch ergibt sich einiges, ergibt sich, dass die Gesamtzahl der Firmeninsolvenzen weiterhin so um drei bis vier Prozent steigt. Ein Trend, der auch schon 2025 zu beobachten war. Aber, und das ist vielleicht auch eine positive Botschaft, die ich Ihnen heute mitgeben kann, die Zahl der tatsächlich eröffneten Firmeninsolvenzen, wo es einen Insolvenzrichter, einen Insolvenzverwalter gibt, wo
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abgewickelt oder saniert wird, die ist rückläufig und im Februar ist, äh, sind diese Verfahren um drei Komma sieben Prozent zurückgegangen. Äh, wenn ich mir einen Blick auf die Immobilienwirtschaft auch erlauben darf zum Eingang, äh, ist es so, dass die, äh, Insolvenzen, die Bauträgerunternehmungen betreffen, im letzten Jahr um zehn Prozent gestiegen ist. Und ich habe hier im vergangenen Jahr mit einigen aus der Branche gesprochen, die gesagt haben, vor allem in Wiener Unternehmen: Ähm, jetzt hat es mal die Hälfte der Bauträger erwischt und, ähm, die weiteren, von den weiteren fünfzig Prozent gehen, gehen auch noch mal die
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Hälfte über den Jordan, ja. Und die, die Insolvenzursachen sind klar. Wir alle, ähm, wissen das spätestens seit 2020. Wir leben in postnormalen Zeiten multipler Krisen. Dieser Ausdruck stammt nicht von mir, sondern von einem deutschen Journalisten. Das heißt, das neue Normal ist, dass wir als Gesellschaft, als Unternehmer, als Wirtschaft, äh, gleichzeitig von mehreren Krisen betroffen sind. Man kann's auch positiv formulieren: von mehreren Herausforderungen. War es die Pandemie? War es die Inflation? War es der Ukraine-Krieg? Äh, sind es die Irrungen der US-amerikanischen Zollpolitik? Jetzt, ähm, der Ölpreis im Anstieg begriffen wegen des
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Iran-Krieges. Also den Unternehmen, die Unternehmen kommen ja gar nicht mehr zum Verschnaufen, äh, und vielen geht eben deswegen auch die Puste aus. Ähm-Das ist aufgrund dieser multiplen Krisen auch nicht wei-weiter verwunderlich. Das heißt, die Insolvenzursache Nummer eins ist nicht mehr, so wie noch vor Jahrzehnten, die Managementfehler. Die spielen natürlich bei jeder Insolvenz auch eine gravierende Rolle, aber die Hauptinsolvenzursache ist die allgemeine Wirtschaftslage. Ähm, und da sind auch viele hausgemachte Probleme in Österreich dabei, die eben dazu führen, dass wir von einem Insolvenzrekord zum nächsten
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wandern. Mhm. Ähm, Gerhard, danke. Das heißt, ähm, 2026 ist noch einmal-- Es wird, es wird kein Rekordjahr, wenn man das so sagen kann, aber es ist auf jeden Fall eine, ähm, es wird noch, es wird, es wird noch eine Steigerung, eine leichte geben. Genau, das absolute Rekordjahr war 2009, das Jahr nach der Lehman-Brothers-Pleite 2008, eben im Zuge der sogenannten Finanzkrise. Da gab's in Österreich erstmals über siebentausendeinhundert Firmeninsolvenzen, Gesamtanzahl eröffnete und mangels Vermögen abgewiesene Verfahren zusammengerechnet. Und diese Siebentausender-Marke haben wir im vergangenen Jahr nicht erreicht, knapp nicht erreicht.
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Für heuer rechne ich schon, dass wir aufgrund der steigenden Anzahl dieser masselosen Verfahren an der Siebentausender-Grenze, äh, sch, nicht nur schrammen werden, sondern die leicht über, überflügeln werden. Aber wie gesagt, die Zahl der tatsächlich eröffneten Verfahren ist auch im Jänner, Februar rückläufig. Mhm. Und ganz kurz noch, Gerhard: Worauf sind diese masselose Verfahren zurückzuführen? Das ei, ich meine, nicht, ist mir schon klar, nicht nur, dass kein Geld da ist, aber dass es so schlecht ausschaut. Einerseits, weil die Unternehmer wirklich versuchen, bis zuletzt das Ruder rumzureißen und es dann einfach nicht gelingt, ja.
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Ähm, und das Zweite, was heuer wahrscheinlich ein, ein großer Trigger sein wird, ist eine Gesetzesänderung der Bundesregierung, die mit 1.1. in Kraft getreten ist unter dem Titel des, der Betrugsbekämpfung. Und hier hat man Forderungen der, des Finanzamtes und der Gebietskrankenkasse anfechtungsfest gemacht. Das heißt, diese Forderungen, die noch kurz vor der Insolvenz vom Schuldner an Finanzamt und Kr-Krankenkasse geleistet worden sind, die kann dann der bestellte Insolvenzverwalter nicht mehr für die allgemeine Insolvenzmasse der Gläubiger lukrieren, zurückverlangen. Äh, und, und das wird auch dazu führen, dass viele Unternehmen zwar die Finanz- und
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die Krankenkasse zwar rein und die normalen Gläubiger nicht mehr, äh, und dementsprechend mit, mit, mit Vollgas gegen die Wand donnern werden. Und dann ist alles, äh, Geld bei der öffentlichen Hand geblieben und die normalen Gläubiger, die Lieferantengläubiger, Banken, Versicherungen, Leaser et cetera, äh, die bleiben dann auf ihrem Geld sitzen und müssen mit einem Totalausfall rechnen. Gerhard, danke. Ja, ich verstehe, mit der Sozialversicherung möchte man sich's nicht verscherzen. Das ist ja, aber das ist ja schon wieder fast, ist auch ein anderes Thema. Danke auf jeden Fall für den Einblick und danke auch
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für diese Zusammenfassung, wie sie das derzeit darstellt. Bernd, ihr habt, ähm, von der BDO das Immo-Investment-Barometer rausgebracht. Und zwar, da geht's letztendlich, jetzt haben wir das mal gesehen vom Gerhard, wie das mit den Unternehmern aussieht. Es ist ein aktu, euer Immobarometer ist ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung zum Thema Immobilien. Und wie schaut das derzeit aus bitte? Danke, Walter. Ja, äh, wir haben uns gedacht, wir befragen einmal die Konsumenten von Immobilien, weil sehr viele Umfragen gehen ja eigentlich Richtung Bauträger und Richtung Investoren und Richtung jener, die
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die Immobilien errichten und verkaufen. Mir ist zumindest keine so große repräsentative Umfrage bekannt, die mal Richtung Konsumenten geht. Wir haben die letzten sechs Monate des Jahres, äh, fünfundzwanzigtausendsiebenhundert Nutzer in ganz Österreich dazu befragt und die Ergebnisse waren recht spannend. Ähm, im Wesentlichen kommt raus, dass, äh, derzeit Österreich, aber ich glaub, das ist auch nichts, äh, Neues, fast vierundfünfzig Prozent wohnen in der Miete. Ähm, allerdings ist nur von knapp zwanzig Prozent die bevorzugte Wohnform Miete. Also das heißt, der Eigentumswunsch der Österreicherinnen und
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Österreicher ist wahnsinnig hoch. Äh, achtzig Prozent, knapp achtzig Prozent der Befragten würden sich, wenn die Rahmenbedingungen passen, für eine Immobilie im Eigentum entscheiden, ja. Ähm, gleichzeitig kommt heraus, dass aber achtundsiebzig Prozent, äh, jene Entscheidung kaum mehr finanzierbar empfinden. Also das heißt, die Hürden, die ein Konsument, ein potenzieller Wohnungskäufer, Eigenheimkäufer hier zu nehmen hat, sind schwierig. Ähm, die Frage war auch: Was erwarten denn die Konsumenten in den nächsten
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Jahren? Und da gab's eine auch eine spannende Einschätzung. Neunundsiebzig Prozent erwarten steigende oder sogar stark steigende Preise, äh, von Wohneigentum. Ähm, lediglich siebzehn Komma acht Prozent gehen davon aus, dass sie in den nächsten zwei Jahren Wohneigentum erwerben werden können. Gleichzeitig kann man jetzt sagen, immerhin knapp achtzehn Prozent glauben, sie können das machen, ja. Trotz den Hindernissen, den, den, denen diese Konsumenten gegenüberstehen, ja. Knapp sechsundachtzig Prozent erwarten extrem stark steigende
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Mieten in den nächsten fünf Jahren. Lediglich drei Komma fünf Prozent erwarten sinkende Mieten. Äh, achtundsiebzig Prozent, wie gesagt, empfinden jetzt schon Wohneigentum als kaum leistbar und finanzierbar und müssen daher in der Annahme leben, dass sie mit steigenden Mieten zurechtkommen müssen. Mhm. Ähm, Bernd, danke. Das ist natürlich in dem Fall ja fatal, weil wir ja jetzt schon einen komplett überlaufenen Mietenmarkt haben. Der wird gerade ein bisschen befeuert. Ich mein, wo, wo, woher kommt Österreich dem Grunde nach? Ja, wir kommen aus einer relativ, ähm,
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schlechten Ausgangsbasis, haben jetzt zwei Jahre Stagnation, Rezession hinter uns, haben eine relativ hohe Schuldenquote, haben ein deutlich erhöhtes Budgetdefizit. Die Bauaktivität ist, äh, deutlich eingebrochen. Das IWF sieht uns beim Wirtschaftswachstum auf dem ernüchternden hundertzweiundachtzigsten Platz von hundertneunundachtzig zu vergebenden Plätze. Also wir sind da irgendwie knapp vor Haiti und einen Platz hinter Russland. Ähm, gleichzeitig kann man jetzt sagen: These: Ist das nicht ein wirklich cooles Einstiegsfenster in diesem Markt jetzt?
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Weil so schlecht sind wir nicht. Ja. Mhm, mhm. Also die Chancen-- ja, ich verstehe schon. Also, ähm, man kann jetzt fast sagen, schlimmer kann es im Augenblick nicht werden. Also es kann eigentlich nur bergauf gehen. Ähm, und, ähm, Bernd, danke mal vorerst. Chris-- äh, Gerhard, wenn du dir das jetzt anhörst, ähm, wie wir in Österreich derzeit stehen, ähm, du bist ja auch im, ähm, Vizepräsident von Kreditreform International. Wie schaut das denn da derzeit mit CII, SEI aus oder rund um uns in Europa? Ja, wenn ich mal nach, äh, Deutschland schaue, dann sehe ich
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eine ähnliche Entwicklung wie in Österreich. Dort steigen die, äh, Firmeninsolvenzen noch kräftiger als bei uns, äh, ein bisschen zeitverzögert nach Ende der Pandemie, aber jetzt im letzten Jahr um über fünfzehn Prozent Zuwachs in Deutschland. Und wir alle kennen die Themen rund um die deutsche Automobilindustrie. Wir wissen, dass wenn Deutschland einen Husten hat, Österreich die Grippe bekommt und unsere vor allem automotiven Zulieferer hier Probleme haben. Also die Stimmung in Deutschland ist ähnlich schlecht wie bei uns. Auch eine ähnlich performante, äh, Bundesregierung, halt nur nicht mit drei Partnern, sondern mit zwei
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Partnern. Ähm, also man kann Österreich mit Deutschland hier leider wirklich gut vergleichen, auch was so die, die, die Stimmungslage, das Klimabarometer bei den deutschen wie österreichischen, äh, Unternehmungen betrifft, die wir auch periodisch zweimal im Jahr abfragen. Also, äh, so schlecht war die Stimmung nicht einmal am Höhepunkt der Pandemie, wie es derzeit, äh, in Österreich wie auch in Deutschland ist. Wenn ich jetzt Richtung Südosteuropa schaue und dort mit Kollegen spreche von Kreditreform, äh, Rumänien oder Bulgarien zum Beispiel oder auch von der Tschechischen Republik, ähm, im Vergleich zu uns herrscht dort Aufbruchstimmung, gell.
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Also die, die haben steigende Löhne. Also wenn man etwas, also Body Leasing machen möchte und das verlagern möchte, äh, nach, nach Bulgarien, glaubt-- braucht man nicht glauben, dass man dort hier billigste Arbeitskräfte vorfindet. Ja, also ganz im Gegenteil, die guten Leute dort kosten sehr, sehr viel auch. Ähm, das heißt, dort gibt's noch einen gewissen Optimismus, einen, einen gewissen Glauben an den Aufschwung und an ein, ein, einen weiteren. Äh, die sind ganz anders von der Mentalität hier geprägt als wir. Äh, natürlich, wenn auch hier die Nähe zu Russland, zu Ukraine schon etwas auch Negatives bedeutet für diese,
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ähm, Volkswirtschaften. Aber grosso modo kann man sagen, dass dort die Insolvenzen bei Weitem nicht so stark steigen wie bei uns nach der Pandemie, ähm, und dass dort auch die, die Wirtschaftsentwicklung, äh, sich nicht im Null-Komma-irgendwas-Bereich ab, äh, zeichnet, so wie bei uns für heuer prognostiziert, sondern hier schon ein, ein stabileres, ein kräftigeres Wachstum vorherrscht. Mhm. Gerhard, danke. Sag, eine andere Frage noch, was, äh, Iso-- Insolvenzen betrifft: Es gibt ja derzeit sehr, sehr viele Start-ups. Es gibt viele Start-ups, die sich auch mit der Immobilienwirtschaft beschäftigen, die auch, äh, Ideen für die
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Immobilienwirtschaft entwickeln. Und, ähm, das, die funktionieren ja auch oft nicht so, wie man es vielleicht gehofft hat. Ich habe jetzt gesehen in den letzten, sagen wir mal, fünf bis zehn Jahren, dass doch viele aufgetaucht sind. Die sind aber dann auch wieder verschwunden. Gibt's da irgendwelche Statistiken dazu, wie sich das derzeit, also wie sich das, äh, insolvenzmäßig darstellt? Nicht nur insolvenzmäßig, sondern auch, dass solche Start-ups einfach aus dem Markt ausscheiden, ja, einfach aufhören, äh, zu, zu existieren. Ähm, und da gibt es langjährige Statistiken, die zeigen, dass innerhalb der ersten fünf Jahre
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nach der Gründung des Start-ups rund zwei Drittel der Unternehmen das Handtuch schmeißen oder einfach geschmissen werden, ja. Also sprich insolvent werden. Also rund zwei Drittel hören in den ersten fünf Jahren nach der Gründung wieder auf. Mhm. Einfach, weil das Kapital nicht da ist, weil die Idee nicht funktioniert oder wie auch immer. Ja, und wir haben ja letztes Jahr auch gesehen beim Start-up Monitor, äh, dass so wenig, äh, Kapital wie, wie es noch nie zuvor in Start-ups geflossen ist. Ja, also, ähm, die Zeit der Unicorns aus Österreich dürfte im Moment vorbei sein. Mhm, mhm. Ist interessant. Also das ist
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ja, ähm, ja. Bernd, wenn wir uns das jetzt so ein bisschen anschauen herum, darum: Hast du manchmal das Gefühl, dass vielleicht die Politik in diesem ganzen Umfeld ein bisschen, sagen wir mal, realitätsfremd agiert? Realitätsfremd ist vielleicht, äh, ja, ein Wort, das in der Politik da nicht gern gehört wird. Ähm, die Politik reagiert, sie agiert überhaupt nicht derzeit. Mhm. Sie moderiert Dinge aus und hofft, dass es besser wird. Ja? Und, ähm, ja, wenn man sich jetzt den Slogan zwei eins null
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ansieht und einmal durchdenkt, zwei Prozent Inflation, ein Prozent Wachstum, null Toleranz, heißt das, dass wir jedes Jahr zwei Prozent Inflation haben, aber nur ein Prozent Wachstum. Das heißt, ich verliere die Hälfte jedes Jahr. Also das kann wohl kein Ziel sein, ja. Schlechtes-- Selbiges ist die Mietpreisbremse. Ja, jetzt sagt man hinter vorgehaltener Hand: „Ja, die ist ja eh zahnlos und die tut ja eh keinem weh." Äh, das mag richtig sein in einem normalen Umfeld, äh, weil wir alle hoffen, dass die Inflation nicht in diese Höhen wieder geht, wo wir sie hatten. Gleichzeitig, was sich derzeit gerade im Mittleren Osten
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abspielt, kann das Zeug dazu haben, dass wir über die Energiepreise wieder einen brutalen Inflationsschub kriegen. Wissen wir alle nicht. Die Ungewissheit ist hoch. Mhm. Dasselbe gilt für die Mietpreisbremse. Alleine die Diskussion darüber ist natürlich für internationale Investoren oder für Investoren, die in Österreich hier in dem Bereich Wohnen investieren wollen, Gift. Ähm, hat jetzt, glaube ich, nicht unbedingt kausal was damit zu tun, dass wir diesen Einbruch bei den Baubewilligungen sehen, wie wir ihn sehen. Der Einbruch bei den Baubewilligungen ist nicht, weil das Magistrat nicht tut, sondern weil einfach
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die Bauträger nicht da sind, die einen Businessplan vorweisen können, der sich rechnet. Ja. Mhm. Das Problem ist ja auch, die internationalen Investoren, wenn man das, ähm, wir haben natürlich jetzt hauptsächlich Zuseherinnen und Zuseher aus der Immobilienbranche, aber die internationalen Investoren waren schon diejenigen, die auch den Mietsektor sehr getrieben haben, weil natürlich große Projekte im Ganzen gekauft wurden und vermietet wurden. Ja, das ist richtig, aber natürlich jene im Teilanwendungsbereich des MRG. Kaum ein großer internationaler
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Investor ist in den Vollanwendungsbereich des MRG gegangen oder hat Objekte gekauft, die dem Vollanwendungsbereich unterliegen. Äh, das ist einmal das eine. Und das Zweite ist, dieses Signal, hier greift jemand in Mieten ein und somit in meine zukünftigen Cashflows, die ich jedem Investitionsgang zugrunde lege, ist natürlich eines, das verunsichert. Mhm. Weil der Investor sagt: „Okay, äh, wenn jetzt der Herr Vizekanzler das sagt, die anderen sagen nicht viel dagegen, muss ich wohl damit rechnen, dass diese Schrauben gedreht werden." Und alleine das schafft Zurückhaltung und Verunsicherung.
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Es gibt ja alternative Investments rundherum. Ich kann ja in andere Länder gehen. Und die Immobilienkrise, die wir hier in Österreich erleben, hat Polen gar nicht zum Beispiel, ja. Mhm. Ganz im Gegenteil. Und wenn ich da vielleicht einhaken darf, äh, dieses angesprochene Gesetz der Mietpreisbremse oder Deckelung ist ja auch handwerklich schlecht gemacht worden. Ja, also ich hab in der Wirtschaftskammer im Fachverbandsausschuss gehört, dass hier ja große Unsicherheit in der Branche herrscht, wie man das tatsächlich in der Praxis anwendet, wie man hier diese Berechnungen macht, ja. Äh, also fragt man drei, drei Makler, kriegt man vier Rechnungen zusammen, ne,
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jetzt überspitzt formuliert. Mhm. Und das kann's ja auch nicht sein. Wenn die Regierung hier schon so massiv in den freien Markt und in den Wettbewerb eingreift, ähm, dann muss es zumindest handwerklich legistisch gut gemacht werden, sodass der Rechtsunterworfene sich damit auch auskennt und das als Unternehmer in seinem Unternehmung, in seinem Unternehmen auch anwenden, äh, kann. Ja, und das dürfte hier bei diesem Gesetz einfach nicht der Fall sein. Und das kommt noch dazu, dass es, ähm, nicht nur ein Wahnsinn ist, dieser Eingriff und, und wie Kollege Winter das richtig gesagt hat, abschreckend ist für Investoren, äh, sondern einfach auch für jeden
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Rechtsunterworfenen eine große Rechtsunsicherheit bedeutet, dass es sich dann ab April oder glaube ich, wann es dann auch immer anzuwenden ist, auch, äh, sich hier dementsprechend rechtskonform zu verhalten hat, ohne irgendwie Gefahr zu laufen, äh, an, an Fehler zu machen. Mhm. Vor allem, wenn es ja dann irgendwelche Novellen gibt und es wird zum Beispiel eins, weil du gesagt hast, wenn man drei Leute fragt, hat man vier verschiedene Meinungen und eine von den Meinungen wird dann sozusagen fixiert. Dann heißt das ja wieder, die anderen gelten nicht und das verschafft ja auch wieder eine enorme Verunsicherung.
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Ähm, aber du ha-- Unsicherheit ist natürlich nicht nur, was die, ähm, was die Firma betrifft, sondern ja auch das Konsumverhalten hat sich ja auch verändert. Hast du, glaube ich, im Vorgespräch gesagt, Gerhard. Genau, also wir haben laut den aktuellen Zahlen der Österreichischen Nationalbank ist die Sparquote der Österreicherinnen und Österreicher, äh, so hoch, äh, wie vor der Krise, ja. Also bei über elf Prozent Sparquote. Wie ist das zu erklären? Ganz einfach: Die Menschen sind verunsichert. Ja, man liest ja fast täglich nicht nur von Insolvenzen, wo Jobs freige, ähm, frei werden, sondern auch von Unternehmungen wie Schaeffler zum Beispiel,
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ähm, in Niederösterreich, die einfach, äh, vierhundert Jobs abbauen und das Werk einfach schließen, ja. Ähm, und das bleibt natürlich nicht, äh, ohne Spuren zurück. Man, man sieht's ja auch an den aktuellen Zahlen auch vom Arbeitsmarkt, äh, dass die Arbeitslosenquote steigt. Ähm, und das alles, dieser toxische Mix von Verunsicherung, von den täglichen Nachrichten, äh, die auf einen einprasseln, bewirkt eben, dass die Leute vorsichtiger agieren. Vielleicht nicht zwei Bier, sondern nur ein Bier am Abend trinken – das spürt die Gastronomie – und vor allem eben, äh, mehr sparen. So, und das hat natürlich negative Auswirkungen auf den Binnenkonsum.
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Und der Binnenkonsum ist in Österreich neben der Exportwirtschaft der Treiber für die Konjunktur, für die Wirtschaftsleistung. Ja, und Exportwirtschaft wissen wir die Ursachen. Deutschland schwächelt, äh, ist unser Haupthandels- und Wirtschaftspartner. Äh, dorthin funktionieren die Exporte nicht mehr so gut. Nach Amerika auch nicht aufgrund der erratischen, äh, Politik von Donald Trump. Und dann gibt's auf der anderen Seite den Binnenkonsum, der schwächelt, weil die Leute, äh, mehr sparen. So, und dieser toxische Mix, äh, bewirkt eben diese negative Entwicklung seit drei Jahren, die wir in Österreich
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haben, mit einem, äh, Rückläuf, mit einer rückläufigen Konjunktur. Und was man da vielleicht in Ergänzung sagen kann, weil der Standort, der hier angesprochen wurde, hat in den letzten fünf Jahren massiv an Attraktivität verloren. Ich kann das nur unterstreichen, was der Kollege Weinhofer hier sagt. Auch wir sehen bei unseren Klienten Investitionen, ja, allerdings nur in Ersatzinvestitionen und keine neuen Standortinvestitionen et cetera. Und was da spannend ist, die Lohnkosten oder der, die, die Arbeitskosten je Stunde. Da hatten wir in 2020, äh, waren wir
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günstiger als Frankreich, waren wir günstiger als Deutschland, waren wir günstiger als Schweden beispielsweise. Die sind jetzt alle günstiger als wir. Also das heißt, wir haben selbst innerhalb der EU etliche, äh, Konkurrenten, äh, kostenmäßig überholt und das muss sich niederschlagen. Mhm. Das kann gar nicht anders sein. Und die, und die Produktion ist natürlich nicht in demselben Ausmaß gestiegen, ja. Mhm. Ja, also diese steigenden Lohnstückkosten durch die hohen Abschlüsse der vergangenen zwei Jahre hat genau diese Standortproblematik verursacht. Genau. Und da, ich glaube, es war Christian Helmenstein, der Chefökonom der IV, der gesagt
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hat, in Österreich müsste man jetzt zehn Jahre hintereinander Nulllohnrunden machen in allen Sektoren, damit man, äh, diesen Standortwettbewerb, äh, diesen Standortnachteil, äh, wieder aufgeholt hat. Ja, ist natürlich gesellschaftspolitisch nicht machbar, aber man müsste zehn Jahre lang Nulllohnrunden machen. Mhm, mhm. Ähm, danke. Ganz was anderes noch, ähm, um, damit wir das Thema noch, ähm, abschließen: Ähm, Gerhard, in der Baubranche gibt es allerdings schon eine Entwarnung. Da kann man sagen, da haben wir das Tal der Tränen hinter uns. So sehe ich es, ja. 2025 sind die Insolvenzen im Bauwesen
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um knapp vier Prozent zurückgegangen. Auch übrigens in der Industrie. Das heißt, diese zwei wichtigen, auch konjunkturmäßig wichtigen Branchen dürften das von dir genannte Tal der Tränen tatsächlich durchschritten haben. Äh, und da dürfte es bergauf gehen. Welche Branchen uns aber nach wie vor Sorgen machen, das ist der Handel. Klar, äh, die Österreicher sparen, geben weniger aus. Beziehungsweise natürlich die großen Onlinehändler sitzen alle nicht in Österreich. Und Onlinehandel, äh, ist ja nicht nur gekommen, um zu bleiben, sondern seit der Pandemie verwendet ja jeder Hinz und Kunz, äh, für jede mögliche Bestellung das wir
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online und geht nicht mehr ins Geschäft, ja. Ähm, also das ist eine, eine, eine negativ betroffene Branche und natürlich auch das Transportwesen. Klar, wenn weniger Wirtschaftsleistung da ist, wenn weniger Güter produziert und verkauft werden, gibt es auch weniger Transport. Ähm, ja, Nutzen daraus. Ja, wobei eins noch zu den Baufirmen hast du auch gesagt: Die Großen in dieser Phase der letzten drei, vier Jahre haben ja sehr viele große Baufirmen, haben aufs Land gedrängt, haben auch dort konkurriert sozusagen, um natürlich die mittelständischen Baufirmen auch sehr in Bedrängnis gebracht. Genau. Wenn von den großen drei, vier Baukonzernen mittlerweile auch
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Einfamilienhäuser gebaut werden, dann merkt das natürlich der, äh, der Baumeister, äh, äh, vor Ort, der halt ein klein oder mittelständisches Unternehmen hat. Der kann da mit diesen Kosten nicht mehr mithalten und der musste in den vergangenen Jahren oftmals WO geben. Mhm. Gerhard, danke. Ähm, ja, kommen wir noch ein bisschen auf das, ähm, was, wenn man jetzt sagt, Konjunktur, Konjunkturbarometer, auch ein bisschen auf das Thema Immobilien und Bank zu sprechen. Das ist ja auch eine sehr, sehr heikles, äh, sehr, sehr heikle Geschichte. Ähm, Bernd, wenn man so schaut, Investitionen sind
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derzeit, ähm, kaum vorhanden, sind auch ganz schwer zu bekommen. Die Finanzierungserfordernisse sind deutlich härter geworden. Früher war es gerade im Zinshausbereich durchaus üblich, dass man bis zu hundert Prozent der Anschaffungskosten, äh, finanziert bekommen hat. Da sind wir mittlerweile meilenweit weg. Ja. Ähm, mit beigetragen hat sicherlich auch die eh schon zu Tode diskutierte KIM-Verordnung, ähm, die zwar jetzt ausgelaufen ist, aber natürlich nachwirkt, ja. Äh, bemerkenswert
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dabei ist für mich, dass in gewerblichen Bereichen der gewerblichen Immobilienkreditvergabe-- klar, da gab es Ausfälle, da sind die Non Performing Loans teilweise erreichen je nach Institut auf zwölf Prozent oder noch mehr, was wahnsinnig hoch ist, ja. Gleichzeitig, wenn man dann mit, äh, äh, äh, Bankern spricht, ähm, bei den Eigennutzern, die ihre eigenen vier Wände kaufen, gibt es kaum Ausfälle. Also diese Ausfälle sind nicht nennenswert. Und genau dorthin strahlt aber die KIM-Verordnung. Also für mich ist das ein systematischer struktureller Webfehler, warum man da den Banken gerade für das Eigenheim solche
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Auflagen macht. Und das natürlich ist aber der Endverbraucher. Das spiegelt sich auch in der Umfrage wieder. Die sagen: "Ich bekomme die Finanzierung nicht zusammen." Ja. Auch wenn die Eltern mithelfen würden oder die Omas oder sonst irgendwer oder Opas, dann kann das Bankinstitut diesen Kredit trotzdem nicht vergeben. Ja, und das ist sicherlich ein Teil dieses schlussendlich Einbruchs der Baubewilligungen, die wir auf dem anderen Ende dann sehen. Ja, das erklärt. Gleichzeitig sehen wir jetzt, gerade was die Mieten angeht, wieder noch immer deutlich steigende Mieten. Wir sehen einen deutlich festeren Markt
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bei Eigentumswohnungen, gerade im mittleren Bereich. Lustigerweise bei Gebrauchtwohnungen. Die gehen sehr gut. Da legen auch Familien wieder zusammen und renovieren die selbst. Ähm, im, im High-End-Segment ist es noch ein bisschen schwieriger, aber auch da zieht's wieder an, weil sich Anlegerwohnungen auch wieder rechnen, weil die Mieten entsprechend hoch sind. Wenn jetzt aber natürlich der Mietpreisdeckel zwei, drei, vier in Diskussion ist, na dann wird das ganz schnell wieder verebben, dieses leichte kleine Flämmchen. Dann ist das wieder tot. Ja. Mhm. Ähm, du hast doch gesagt, äh,
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die Nachfrage von Wohnungseigentum im leistbaren Bereich, also auch bei Wohnungen, die zu sanieren sind, ist relativ stark und es sind erstaunlich gute Preise für schlechte Lagen, bei schlechten Lagen aufzurufen. Ja. Bei gebrauchten Wohnungen und eigentlich in B- oder D-Lagen, also wo ich, wo ich sage-- B oder C-Lagen, sorry, wo man sagt: "Ja, pff." Also es ist irgendwie spannend, mit anzuschauen, dass genau diese Lagen jetzt wieder ein bisschen stärker kommen. Ja. Auf, auf der einer Seite sind das natürlich Menschen mit Migrationshintergrund, aber auf der anderen Seite sind das natürlich sehr viele, die sagen: "Okay,
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wenn die Preise doch im Vergleich zum Neubau weiter unten sind, dann kann ich mir dort in diesem Segment etwas leisten und dann kaufe ich das." Genau. Das Problem ist ja nur, ähm, das, das eine ist die Wohnung und das andere ist dann der Zustand des Hauses. Dann gibt's auch noch rechtliche und juristische Themen, die da, also rechtliche Themen, wirtschaftliche Themen, die ja auch zu beachten sind. Und die werden dann oft ein bisschen außer, außer Acht gelassen, ne. Ja. Ähm, ja. Das heißt, das Problem der Kreditvergabe, Gerhard, das, ähm, zeigt sich jetzt ganz klar. Also was vorher zu viel ausgegeben wurde, das wird jetzt zu wenig
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ausgegeben und damit wird, und so wie der Bernd auch gesagt hat, es hat sich natürlich dadurch eine, ein, dies, es hat ja strukturell auch nicht gepasst, weil im Endeffekt waren die Privaten immer diejenigen, die zurückgezahlt haben. Und da hat man jetzt faktisch eingegriffen und jetzt auf einmal wird das Ganze über den, über den gesamten Kredit, übers gesamte Kreditwesen eigentlich getragen. So ist es, ja. Wobei, man muss auch sagen, wir hatten auch, ähm, schon Zinsen von sechs Prozent aufwärts und dennoch haben sich die Leute Eigenheim leisten können, ja. Mhm. Ähm, also wir waren einfach zwei Jahrzehnte lang Junkies des billigen
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Geldes von der EZB. Äh, auch die Staaten, auch die Volkswirtschaften, die hier, äh, die Schulden eigentlich in exorbitante Höhen getrieben haben, ja, bis zum heutigen Tag. Also wir haben die letzten zwei Jahrzehnte alle miteinander auf Pump gelebt, so muss man das sagen. Und dann kam plötzlich, ähm, die Pandemie und dann das Thema Inflation und dann musste man was machen. Ähm, also ich glaube, wir befinden uns auf dem Weg einer gewissen Normalisierung, ja. Ähm, und bezüglich der, der Preisentwicklung, ja, ob das eine gesunde ist, kann ich jetzt nicht beurteilen. Ich bin kein, äh, Immobilienexperte, aber ich glaube, dass wir uns
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wirklich auf einem halbwegs vernünftigen, äh, Niveau mittelfristig gesehen einpendeln werden. Mhm. Was ich vielleicht von den Privaten noch sagen kann: Die, die Privatinsolvenzen, die gehen zurück, ja. Also sind letztes Jahr zurückgegangen, auch heuer zurückgegangen. Und wenn man hier von gewissen Kreisen hört, der Mittelstand verarmt in Österreich. Das ist Blödsinn, das stimmt nicht. Wir haben lediglich neuntausend Privatinsolvenzen bei neun Millionen Einwohnern. Also ich glaube, das ist eine überschaubare Zahl. Ähm, und wenn man sich dann auch diese, äh, Insolvenzen oder diese betroffenen Fälle konkret anschaut, dann sieht man auch, welche Bevölkerungsgruppe vor allem
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davon betroffen ist. Ähm, also wie gesagt, man muss die Kirche auch ein bisschen im Dorf lassen und darf nicht hier, ähm, schwarzmalen und sagen: "Ja, der Mittelstand, der kann sich überhaupt nichts mehr leisten, der geht jetzt massenhaft in die Insolvenz." Das stimmt schlichtweg nicht. Mhm. Gerhard, danke. Interessant natürlich, so wie du gesagt hast, zwei Jahrzehnte Junkies des billigen Geldes. Hat ja, hat man ja schon vor ein paar Jahren gesagt, das wird ein Riesendesaster werden. Hat ja jeder gesagt: "Nein, das werden wir, werden wir schon irgendwie überleben, wird man ausstehen." Der Mensch neigt dazu, über solche Dinge
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hinwegzusehen. Er neigt aber auch dazu, das große Ganze manchmal nicht zu betrachten. Und so kommt es natürlich, wie du im Vorgespräch gesagt hast, dass es eine heimische Regionalbank gibt, die hat eigentlich über ihre Finanzierungen relativ einen ziemlichen Haufen da an, ähm, Schulden aufgehäuft. So, so ist es, ja, was man vom Markt hört, ja. Ähm, ja, man hat halt in dieses Projektgeschäft große Hoffnungen gesetzt und auch das schnelle Geld gesehen, ja. Äh, das dürfte am Anfang ja auch gut gegangen sein. Nur dann haben sich halt die Zeiten geändert. Und wir kennen ja das Beispiel der, der Signa Insolvenzen, wo das
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Rad halt ein, ein noch ein größeres war, dass man da nicht mehr so schnell umreißen konnte, weil halt, ähm, der Markt bei den Gewerbeimmobilien eingebrochen ist, weil die Refinanzierungen nicht mehr mit eins Komma drei Prozent möglich waren, sondern halt mit drei oder vier Prozent möglich waren, äh, man auch diese bilanziellen Aufwertungen und dadurch das Schaffen von Eigenkapital als Voraussetzung für weitere Kredite nicht mehr weiter, äh, prolongieren konnte. Ähm, ja, das gibt's im Kleinen wie im Großen und ich glaube, Signa ist hier als die größte Insolvenz, äh, in Europa, in, ich glaube seit Ende
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des, äh, Zweiten Weltkriegs mit rund vierzig Milliarden Insolvenzpassiven und, äh, an die vierhundert Insolvenzverfahren in, in mehreren Ländern, äh, ein, ein mahnendes Beispiel, wozu Größenwahn auch führen kann. Ja. Mhm. Na immerhin, an irgendeiner Sache stehen wir an erster Stelle. Das kann man als Österreicher dann schon sagen, wenn wir sonst bei den, äh, bei den, ähm, Wirtschaftsdaten unten stehen. Da stehen wir ganz oben. Eine letzte, ein letztes Thema noch, bevor wir auch so ein bisschen einen Blick in die Zukunft werfen. Weil es ist ja, es tun sich auch Chancen auf. So ist es ja nicht, auch in dieser konjunkturell schwierigen Zeit.
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Ähm-Ähm, Bernd, e-eher ein bekanntes Thema: Refinanzierungen von Bauträgern. Weiterhin Riesenthema und auch leider auch ein großes Problem. Es geht aber doch auch immer wieder, dass welche auch refinanziert werden. Ja, ist aber ein sehr schwieriges Thema, muss man sagen. Es ist, es sind einfach die typischen, äh, Finanzierungspraktiken, wie wir sie bis 2022 kannten, die gibt's so nicht mehr, ja. Ähm, Loan to Value interessiert kaum mehr wen, weil viele sagen, der Value hat
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eh nicht gehalten. Was habe ich von einem LTV in einem Kreditvertrag? Äh, man geht sehr stark über, äh, wieder, dass man sich die Cashflows anschaut, die hier und jetzt und im Ist erzielt werden, was natürlich das eine oder andere Objekt nicht bankable macht. Logischerweise dann. Ähm, auch Strategien mit ich, äh, miete aus, mache Häuser leer, ähm, und hoffe, dass ich sie dann teurer oder besser verkaufe, ist schwierig. Und das Nächste, was natürlich, wir haben zuerst gesagt, okay, Wohnungen springen wieder an, im Gegensatz zum
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Einfamilienhaus. Das ist ein Problembär nach wie vor. Äh, damit ich Wohnungen verkaufen kann, muss ich in ein Parifikat gehen. Ein Parifikat dauert. Ich muss diese Zeit durchtauchen und Zeit ist wieder Geld. Das muss man auch sagen. Bis zu den Zinserhöhungen, man hatte auch damals gesagt, äh, Geld kostet nichts mehr, was immer ein Problem ist, wenn etwas nichts kostet, weil was nichts- Dann ist es nichts wert, ja. Jetzt kostet Geld wieder was und Zeit mal den Volumen ergibt wieder einen erheblichen Betrag, den ich verdienen muss. Mhm. Und das ist jetzt diese harte Anpassung an dieses veränderte
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Zinsumfeld, ja. Mhm. Aber du siehst schon, dass auch bei den Banken umgedacht wird. Zumindest wie, wie, wie die, wie strukturiert wird, wenn es zu einer Refinanzierung kommt. Ja, weil's natürlich jetzt auch schon langsam wieder in einen eingeschwungeneren Zustand geht. Ja, wir haben wahrscheinlich einen Zinspeak erreicht. Ich traue mir jetzt nicht sagen, was das passieren würde oder wird, wenn, oder würde, wenn, wenn, wenn das im Mittleren Osten komplett eskaliert. Aber lassen wir das einmal bei der Seite. Ja. Es ist eine Stabilisierung sichtbar geworden. Wir haben Core Yields wieder, die ausgeweitet waren.
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Wir haben wieder einen Spread von den Yields zu den Staatsanleihen. Das heißt, diese Kapitalmarktperspektive schwingt sich gerade wieder ein. Ja. Wir haben, äh, Preise, die in Wien rund sieben, acht Prozent zurückgegangen sind. Wenn man, wenn man sich das Jahr '25 als Messlatte dann ansieht, ja. Das heißt, ich habe hier auch wieder stabilere Kaufpreise und erste Erholungszeichen im Markt. Ich habe in guten Lagen wieder Renditen von drei und vier Prozent, äh, auch im Wohnen. Also das heißt, diese Anpassung an dieses neue Zinsniveau ist da gelungen. Ja. Und ich habe
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Mieten, die derzeit, zumindest im freien Bereich, deutlich über der Inflationsrate gestiegen sind. Ähm, gleichzeitig, wenn ich es zusammen schaue mit Kategorie Richtwertmieten und VPI gekoppelten Bestandsmieten, weil auch Mietverträge, die ja bestanden haben, sind in der Regel an VPI gekoppelt, habe ich, wenn ich den Tariflohnindex gegenüberstelle, ist der Tariflohnindex deutlich höher gestiegen als die Bestandsmieten oder die Richtwertmieten. Das heißt, auch da ist es eigentlich zu einer Realverbesserung der Mieter gekommen und nicht zu einer Verschlechterung. Diese Verschlechterung, die da in den Medien immer
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getrommelt wird, die ist nur für Leute, die neu mieten müssen. Die, die in Bestandsverhältnissen drinnen sind, haben keine Verschlechterung. Ja. Und das muss man auch einmal dazu sagen. Ja. Mhm. Bernd, danke. Und damit sind wir auch ein bisschen ein Blick in die Zukunft. Wir haben ja auch ein g-großes Thema, habt ihr beide auch im Vorgespräch angeschnitten. Ich möchte zuerst den Gerhard fragen und, äh, es sind jetzt viele Unternehmen, also Insolvenzstatistik schaut man sich an, es sind viele Unternehmen jetzt vom Markt verschwunden. Das ist schlimm, aber es hat auch einen positiven Aspekt in gewisser Weise.
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Natürlich. Also Insolvenz, äh, also ein funktionierendes Insolvenzrecht ist ja auch ein Indikator dafür, wie entwickelt und funktionierend eine Marktwirtschaft, äh, agiert, ja. Also die, die am Markt nicht reüssieren, scheiden geordnet aus dem Markt aus, äh, verhindern dadurch irgendwelche, äh, I-Innovationen nicht mehr, binden Fachkräfte nicht, äh, schaffen eben Raum für Neues. Also Insolvenz bedeutet nicht immer, äh, den absoluten Untergang, äh, sondern mit Schumpeter könnte man sagen, aus diesen Ruinen kann was Neues entstehen. Ja, also die, die schöpferische Kraft der Zerstörung. Ähm, und, und so sehe ich das auch, ja.
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Äh, und wenn wir von nicht ganz siebentausend Firmeninsolvenzen bei rund vierhundertfünfzigtausend heimischen Unternehmen sprechen, dann ist das eine Quote von eins Komma irgendwas Prozent. Also das ist jetzt nicht, äh, lebensbedrohlich für unsere Volkswirtschaft, ja. Ähm, und ich glaube auch, dass die Zeit dieser Megainsolvenzen, Signa, KTM et cetera vorbei sein dürfte, ja. Es gibt jetzt vor allem Insolvenzen im Kleinst- und im kleinmittelständischen Bereich. Äh, große Unternehmen sind im Moment, äh, nicht von Insolvenzen betroffen. Und, äh, wenn die Wirtschaft hier wieder etwas anziehen sollte, äh, wenn sich's auch weltpolitisch etwas beruhigt
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hat, äh, wenn die Midterm, äh, Wahlen im Herbst in Amerika so ausgehen, dass Donald Trump zu einer lamen Duck wird. Also ich glaube, all diese- Diese, diese Parameter können dann, äh, schon auch Anlass geben, äh, optimistisch in die Zukunft, äh, zu schauen. Und, ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, halt nur so schön und so lapidar. Ähm, ich mache den Job seit einundzwanzig Jahren und ich habe meinen Optimismus nicht verloren. Ja, also die heimischen Unternehmungen haben die Dotcom-Blasen, die haben Platzen 2000 erlebt und überlebt. Sie haben die Finanzkrise überlebt, die Griechenland- und Eurokrise überlebt.
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Sie haben diese massiven Themen in der Pandemie, äh, überlebt. Äh, also sie werden auch Donald Trump und alles Mögliche hier, äh, überleben. Und ich bin zuversichtlich, dass, dass die Unternehmen das schaffen. Wenn man hier einfach nur eine Zahl herausnimmt, ne, die Eigenkapitalquote, dann zeigt sich das auch bei unseren Untersuchungen. Und wir haben in unserer Datenbank vierhundertfünfzigtausend heimische Unternehmen abgespeichert. Dann zeigt sich ganz klar, dass die Eigenkapitalquote, also eine gesunde Eigenkapitalquote von über dreißig Prozent, dass über, äh, fünfundvierzig Prozent der österreichischen Unternehmen über so eine gesunde
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Eigenkapitalausstattung nach wie vor verfügen. Das heißt, sie haben genug Fettpölster, um diese Krisen und Herausforderungen zu bewältigen. Und das macht mich auch etwas, äh, optimistisch, dass, äh, hier nicht wir in eine Massenverarmung und in eine Insolvenz, in einen Insolvenztsunami geraten. Wir müssen die Kirche hier auch im Dorf lassen. Und wie gesagt, Eigenkapitalquote nach wie vor, ähm, sehr, sehr gut auch im Vergleich zu Deutschland. Übrigens sind österreichische Unternehmungen besser mit Eigenkapital ausgestattet und das macht sie auch krisenresilienter. Mhm. Ähm, Gerhard, danke. Abgesehen davon, es gibt zum
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Optimismus keine vernünftige Alternative, wie es so schön heißt. Also man muss da irgendwo dran bleiben. Und, äh, es ist natürlich schon so, dass viele Unternehmen, und zwar auch die mit, ähm, wo quasi kein Geld mehr vorhanden war bei der Insolvenz. Das waren ja auch teilweise die Preistreiber. Was auch, wenn man jetzt zum Beispiel in Wien anschaut, diese Einzelprojekte betrifft, die einfach gekauft wurden und versucht wurden, wieder weiterzudrehen, hat natürlich auch viel zu beigetragen, hat viel zu den Preisen beigetragen. Aber während dieses Vakuum, das jetzt natürlich mit dem Wegfall, ähm, auftaucht, das wird jetzt
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von, das wird jetzt wieder gefüllt natürlich, weil irgendwo muss das ja auch hin. Ich glaube, wie es Kollege Weinhofer eh schon gesagt hat, es wird der Markt bereinigt. Äh, Schon-Peter hat in vielem recht, was er sagt. Auch in dem glaube ich. Und, äh, hier wird einfach Raum geschaffen für neue Player oder bestehende Player, die jetzt in dieses Vakuum, äh, vorstoßen können. Das sind in der Regel Player mit einer sehr soliden Finanzierungsstruktur, mit einer sehr transparenten Informationspolitik, äh, an alle Stakeholder. Und die werden sich diesen Markt nehmen. Ähm, wenn das intern einmal so salopp gesagt
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es werden ja nicht weniger Häuser in Wien, Gott sei Dank. Also die Anzahl der Häuser bleibt ja gleich. Ja. Sie verteilt sich nur anders, ne. Und, ähm, ich, ich sehe nicht so negativ mehr in die Zukunft. Ich glaube eher, wer jetzt 2026 nicht kauft und 2026 werden sich noch einige Gelegenheiten zum Kauf bieten, der wird 2028 einfach teurer kaufen, als er es jetzt tun könnte. Mhm. Ich glaube auch, dass gerade wenn es ums Thema Wohnen geht, die Angebotsknappheit unterschätzt wird. Wenn wir nicht davon ausgehen, dass es einen wahnsinnigen Wegzug aus Wien gibt oder einen Rückgang der
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Bevölkerung, sondern wenn man sagt, die Urbanisierung hält noch ein Stückchen weiter an, wofür derzeit sehr viel spricht, wird es weiter eine hohe Nachfrage geben nach urbanem Wohnraum. Und ich glaube auch, dass Wohnimmobilien eine Inflationsproxy bleiben und somit einen, einen Stabilitätsbonus in jedem Portfolio, äh, darstellen sollten. Das kann natürlich die Politik torpedieren durch irgendwelche galaktischen weiteren Bremsen, was hoffentlich nicht passiert. Mhm. Aber Wohnen ist ja ein, wird ein groß, es bleibt ein großes Thema. Ich habe dann auch mal so ein bisschen angeschaut, ähm, was international auch weiterhin sich entwickeln wird.
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Das werden Immo, äh, Bildungsimmobilien sein, also in die man auch investieren wird, weil sie, äh, langfristige Mietverträge und eine hohe Bonität der Nutzer natürlich haben. Großes Thema natürlich Gesundheits- und Sozialimmobilien. Ich glaube, das sehen wir im Augenblick noch, ähm, das wird noch so richtig, das hat-- Wolltest du was sagen, Bernhard? Da muss man auch die Staatskassen im Auge haben, weil der Errichter solcher Immobilien oder zumindest der Sponsor mittelbar ist immer der Staat, sowohl in Deutschland als in Österreich. Und, und, und wenn hier im Sozialbereich nicht klar Schiff gemacht
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wird, werden das sehr knappe Kassen bleiben. Mhm. Ähm, ja, oder es wird in privat gehen. Es ist auch interessant zu beobachten, wie viele Immobilien, äh, wie viele Flächen eigentlich an Ärzte, Gemeinschaften ver-vermietet werden. Also für mich war das, das ist so eine Entwicklung, die jetzt in den letzten fünf, zehn Jahren aufgetaucht ist. Eigentlich hauptsächlich in den letzten fünf Jahren. Und vorher war das, hat jeder Arzt seine eigene Praxis gehabt und jetzt gibt es doch mehrere, die da zusammentun. Ähm, ja, Gerhard, wenn wir, wenn's nach dir ginge, welche Impulse wären denn notwendig
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und sinnvoll für eine Aufwärtsbewegung? Das ist natürlich, es ist ein breites Spektrum, muss man sagen. Mhm. Ähm, ich glaube, wir haben ja noch zwei Stunden Zeit oder? Ähm, jetzt überspitzt formuliert. Nein, wir, wir fragen ja zweimal im Jahr. Und ich möchte hier nicht jetzt meine, meine private, persönliche Meinung wiedergeben, sondern die jene der Unternehmungen, die wir befragen. Wir befragen seit 1996 jeweils im Frühjahr und im Herbst an die tausendvierhundert KMUs: "Wie geht's euch? Was erwartet ihr euch für die kommenden sechs Monate?" Und da haben wir jetzt zuletzt auch gefragt: "Wie seht ihr die Wirtschaftspolitik der
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Bundesregierung?" Über fünfundfünfzig Prozent sehen diese negativ. Äh, und dann haben wir gefragt: „Was erwarten Sie eigentlich von der Bundesregierung?" Und achtzig Prozent haben gesagt, sie erwarten sich Entbürokratisierung. Und die zweitmeiste Zustimmung hatte das Thema Inflationsbekämpfung. Also Energiekosten müssen einfach runter. Ähm, und das dritte Thema war dann erst, äh, der Fachkräftemangel, ja, der nach wie vor trotz steigender Arbeitslosigkeit vorherrscht. Und, und genau das sind eigentlich die, die Themen, die man an die Bundesregierung hintran, hintrantragen müsste: Bitte macht diesen Staat schlanker und effizienter.
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Ähm, und wenn ich höre, wie viel zehntausende zusätzliche Landesbedienstete und Beamte in den letzten fünf Jahren aufgenommen wurden, dann denke ich mir: „Was machen die alle?" Ne. In Zeiten der KI brauche ich nicht unbedingt jemanden, der mir den Pass aushändigt, sondern das, glaube ich, könnte ich auch irgendwie über 'n, über 'n Roboter oder über 'n Automaten erledigen, ja. Also, äh, jedes Unternehmen ist derzeit groß in den Themen Automatisierung, Digitalisierung. Wie kann ich die KI verwenden, um meine Prozesse, meine Workflows zu, äh, zu beschleunigen, effizienter und kostengünstiger zu machen?
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Und auch genau das sollte die Republik und sollten auch die Bundesländer, bitte nicht zu vergessen, genauso beherzigen. Und auch natürlich die, die öffentlichen Körperschaften, ja, von den Kammern abwärts. Also Entbürokratisierung, einen schlankeren Staat, äh, einen effizienteren Staat. Ähm, das ist, glaube ich, das Gebot der Stunde. Das ist aber leider, wie ich das so beobachte, nicht wirklich angekommen. Man versucht, sich irgendwie durchzuwurschteln und hofft, dass wir dann doch vielleicht ein Prozent Wachstum haben. Übergetrieben übrigens von den öffentlichen Ausgaben und nicht von den privaten
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Investoren, denn nur neununddreißig Prozent der Unternehmungen wollen-- und wie Herr Winter gesagt hat, ja ausschließlich in Ersatz und nicht in Erweiterungsinvestitionen. Ja, also, äh, die Konjunktur wird im Moment getrieben von den öffentlich, von der öffentlichen Hand und nicht von der privaten. So, und das heißt Entbürokratisierung ein wichtiges Thema und die Inflationsbekämpfung. Und da muss man einfach innovativere, ähm, Instrumente anwenden als diese noch dazu handwerklich schlecht gema, gemachte Mitpreis, äh, -bremse. Ja, also das, das geht ja wirklich nicht. Mhm. Wobei Entbürokratisierung, es ist auf der einen
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Seite wär es ja relativ leicht, auf der anderen Seite muss man aber auch halt sehr sozial abwägen, wie man das jetzt mit den eingestellten Menschen macht, w-wie man da jetzt auch damit umgeht. Also, ähm, aber auf jeden Fall das. Aber wobei, es gibt unabhängig davon von den, ähm, ich sage jetzt mal, von den Beamteten oder von den Beamten gibt's ja auch sehr viele Dinge, die man entbürokratisieren könnte, um das, um auch mehr Schwung wieder reinzubringen, weil es schwankt ja sehr. Man hat immer zwei Möglichkeiten: entweder den Umsatz zu erhöhen und/oder die Kosten zu senken, ja. Das ist relativ einfach in der Betriebswirtschaft,
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ja. Äh, und ich glaube, in jeder Organisation relativ einfach. Und ich sehe leider gerade mit Blick auf Wien, man schaut nur auf den Umsatz. Wie kann ich die Gebühren nach oben, ähm, schrauben, äh, damit das wieder passt im Budget? Äh, aber an Sparen, äh, an S, an Sparen in den Strukturen vor allem, äh, sehe ich derzeit, äh, sehr wenig, äh, in der Politik. Mhm. Das heißt, es bleibt dann doch wieder an der Immobilienwirtschaft kleben. Ähm, ja, Bernd, wie dein bisschen Blick in die Zukunft von deiner Seite? Äh, ich denke, dass wir in einer sehr starken Konsolidierungsphase gerade sind,
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wo gröbere Fehler der Vergangenheit verarbeitet und verdaut werden müssen. Ich teile die Einschätzung vom Kollegen Meinhofer, ähm, dass es ein, ein, ein großes Stück Lohnzurückhaltung pro futuro braucht, damit man hier wieder in die Wettbewerbsfähigkeit kommen kann. Weil am Ende des Tages, wenn man sich anschaut, wie da die Industrie in Oberösterreich gerade leidet oder auch in der Steiermark oder sonst wo, das ist kein schöner Anblick, ja. Ähm, und Entbürokratisierung, ähm, einfach Dinge wieder planungssicher machen, nicht mit
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Förderungen, die sehr, ähm, administrativ intensiv sind, hier wieder versuchen, Dinge zu lösen. Das ist nicht lösbar damit, ja. Das beste Beispiel für mich ist die Bildungskarenz gewesen. Da gab es eine Riesendiskussion, warum das eigentlich unsinnig ist. Und anstatt sie einfach zu streichen, gibt's jetzt eine Bildungskarenz light, die irgendwas ist, ja. Mhm. Verursacht einen hohen administrativen Aufwand in alle Richtungen und bringt in Wahrheit nichts. Mhm. Manchmal hat man so auch ein bisschen das Gefühl, man möchte sich keine Fehler eingestehen. Ich meine, es ist immer schwer, Fehler einzugestehen, aber man könnte auch irgendwo, Bildungskarenz finde ich ein
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gutes Beispiel, dass man sagt: „So, okay, das ist einfach falsch gelaufen. Das machen wir jetzt anders. Das drehen wir jetzt um." Wie auch immer. Aber in Summe, schau, ich glaub, man muss einfach mit den Dingen umgehen. Wir werden diesen Staat, die Regierung nicht ändern können. Wir werden das nicht bezwingen können. Insofern muss man sich als Unternehmer immer einstellen auf das, was vor einem liegt. Äh, und ich glaube, und davon bin ich felsenfest überzeugt, es gibt derzeit auch im Immobilienbereich sehr gute und sehr schöne Marktmöglichkeiten. Man muss nur reingehen. Mhm. Bernd, danke. Das finde ich auch ein super
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Schlusswort zu unserem Konjunkturbarometer, dass es nämlich auch positiv ausgeht. Ähm, möchte mich bei euch beiden bedanken, dass ihr Zeit gefunden habt, vorbeizukommen zu unserem Vis-à-vis, zu unserem Konjunkturbarometer. Bei Ihnen wollen wir uns bedanken fürs Zusehen. Und wie immer werden die Kapitel gesetzt. Man kann sich dann einzelne Teile noch einmal ansehen und wir drei wünschen Ihnen noch einen schönen Nachmittag. Wiedersehen. Alles Gute. Danke.