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Interview mit Wolfgang Kradischnig: Die Dynamik der Immobilienbranche und die Entwicklung der DELTA-Gruppe

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In den letzten Jahren hat die Immobilienbranche einen bedeutenden Wandel erlebt. Ein treffender Vergleich beschreibt diesen Wandel als Übergang von einer gemütlichen Kanufahrt zum aufregenden Wildwasser-Rafting. Doch war die Branche wirklich jemals so ruhig, wie es den Anschein hatte?

Wolfgang, ein Experte in der Branche, teilt seine Einsichten zu dieser Frage. Er betont, dass der Eindruck eines ruhigen Gewässers eher trügerisch war. Seiner Meinung nach bewegt sich die Bau- und Immobilienbranche schon seit geraumer Zeit in einem dynamischen Markt, auch wenn sie oft als konservativ wahrgenommen wird.

Gründe für die Dynamik

Die Gründe für diese Dynamik sind vielfältig:

  1. Einflüsse aus dem Rohstoffbereich
  2. Politische Einflüsse
  3. Notwendige Transformation der Branche

Wolfgang erklärt, dass die Bau- und Immobilienwirtschaft seit 20 bis 30 Jahren weiß, dass eine Transformation notwendig ist. Allerdings hat die Branche lange gezögert, diese Veränderungen anzugehen, vielleicht in der Hoffnung, dass die Situation weniger dramatisch sein würde als befürchtet.

Die Ruhe vor dem Sturm

Was früher als ruhig erschien, war in Wirklichkeit die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Es war klar, dass in der Branche einiges passieren musste, insbesondere in Richtung eines nachhaltigeren Wirtschaftens. Angesichts der Anlagenintensität der Bauproduktion und der Vielzahl beteiligter Disziplinen war offensichtlich, dass oberflächliche Veränderungen nicht ausreichen würden. Stattdessen waren tiefgreifende Umstrukturierungen erforderlich.

DELTAs frühzeitiges Engagement

DELTA, das Unternehmen, in dem Wolfgang tätig ist, hat sich schon früh auf den Weg gemacht, diese Veränderungen anzugehen. Dies brachte seine eigenen Herausforderungen mit sich:

  • Anfängliche Schwierigkeiten, mit ihren Anliegen durchzudringen
  • Fehlendes Problembewusstsein in der Branche
  • Anstrengungen, Verständnis für ihre Ansätze zu schaffen

Interessanterweise empfindet Wolfgang die aktuelle Situation in gewisser Hinsicht als einfacher. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen ist in der Branche angekommen, auch wenn es noch an konkreten Umsetzungsstrategien mangelt.

Die DNA von DELTA

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Wolfgang hervorhebt, ist die inhärente Dynamik von DELTA selbst. Diese Dynamik ist tief in der Unternehmens-DNA verankert und wurde von der ersten Firmengeneration vorgelebt. Einige Merkmale dieser Dynamik sind:

  1. Frühzeitige Internationalisierung
  2. Pionier- und Abenteuergeist
  3. Präsenz in neuen Bundesländern und osteuropäischen Ländern wie Bulgarien und Rumänien
  4. Bereitschaft, sich aus bestimmten Märkten zurückzuziehen, wenn nötig

Diese internationale Ausrichtung brachte ständige Bewegung ins Unternehmen, forderte aber auch immer wieder eine Rückbesinnung und ein "Erden". Die Erfahrungen im Ausland zeigten oft die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Fähigkeiten auf.

DELTAs Geschäftsverständnis

DELTA zeichnet sich durch eine offensive Einstellung zum Geschäft und zur Unternehmensentwicklung aus. Dies führte zu einer spürbaren Dynamik sowohl intern als auch in der Interaktion mit externen Partnern und Märkten. Daher ist für Wolfgang die Aussage, dass es früher ruhig war und jetzt dynamisch ist, auf DELTA nicht anwendbar. Das Unternehmen war schon immer von Dynamik geprägt.

Herausforderungen bei der Implementierung neuer Konzepte

Der Interviewer fragt, ob es angesichts aktueller Themen wie Digitalisierung, ESG und Nachhaltigkeit jetzt leichter sei, neue Ideen bei Kunden und Mitarbeitern durchzusetzen. Wolfgang antwortet differenziert:

  • DELTA war schon immer zukunftsorientiert ausgerichtet
  • Um die Jahrtausendwende gründete das Unternehmen eine eigene IT-Tochter für Digitalisierung
  • Viele Eigenentwicklungen wurden im Rahmen dieses Unternehmens realisiert

Trotz dieser Innovationsfreudigkeit kämpfte DELTA mit den üblichen Herausforderungen bei der Einführung von Neuerungen:

  • Neue Entwicklungen bringen immer Unruhe ins Unternehmen
  • Einige Mitarbeiter sind offen für Veränderungen, andere sträuben sich dagegen

Wolfgang betont, dass diese Herausforderungen auch bei DELTA bewältigt werden müssen.

Lernprozess und neue Ansätze

Im Laufe der Zeit hat DELTA wichtige Erkenntnisse gewonnen:

  1. Nicht jede Innovation kann im Alleingang gestemmt werden
  2. Für Entwicklungen, besonders im digitalen Bereich, sind Innovationspartnerschaften notwendig
  3. Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Unternehmensgruppen ist entscheidend

Als Beispiel nennt Wolfgang die Initiative "Digital Findet Stadt", bei der mehrere Unternehmen ihr Know-how bündeln.

Fazit

Die Immobilienbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der von Unternehmen wie DELTA aktiv mitgestaltet wird. Dabei zeigt sich, dass die vermeintliche Ruhe der Vergangenheit oft nur eine Illusion war. Stattdessen war die Branche schon immer von verschiedenen Einflüssen und Herausforderungen geprägt.

Die Erfahrungen von DELTA verdeutlichen, dass Unternehmen, die sich frühzeitig auf Veränderungen einlassen und eine dynamische Unternehmenskultur pflegen, besser für die Zukunft gerüstet sind. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Implementierung von Neuerungen nach wie vor mit Herausforderungen verbunden ist und ein sorgfältiges Change-Management erfordert.

Für die Zukunft zeichnet sich ab, dass Kooperationen und Partnerschaften eine immer wichtigere Rolle spielen werden, um Innovationen voranzutreiben und den Anforderungen einer sich schnell verändernden Branche gerecht zu werden. Unternehmen wie DELTA, die diese Entwicklungen aktiv mitgestalten, werden wahrscheinlich auch in Zukunft eine führende Rolle in der Immobilienbranche spielen.

Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung wird die Branche weiterhin prägen. Dabei wird es entscheidend sein, nicht nur technologische Lösungen zu entwickeln, sondern auch die Mitarbeiter und Kunden auf diesem Weg mitzunehmen. Nur so kann die Immobilienbranche die Herausforderungen der Zukunft meistern und ihren Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaft leisten.

Mitarbeiterentwicklung und Unternehmenskultur

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Wolfgang hervorhebt, ist die Entwicklung der Mitarbeiter und der Unternehmenskultur bei DELTA. Er erklärt:

"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielen eine entscheidende Rolle in unserem Unternehmen. Sie bringen nicht nur ihr Fachwissen ein, sondern auch persönliches Engagement und finanzielle Investitionen, die zu Entwicklungen führen. In dieser Hinsicht hat sich sicherlich einiges verändert."

Wolfgang betont, dass die Mitarbeiter die Unternehmenskultur von DELTA direkt erleben:

"Wenn sich jemand auf unserer Website bewirbt, sieht er sofort, wie unsere Firmenkultur aussieht, welche Werte uns wichtig sind und vor allem, wie unsere Vision lautet: 'DELTA. Enabler of better worlds '. Wenn man sich diese Aussagen zu eigen macht und sie ernst nimmt, zieht man auch Menschen an, die diese Werte begrüßen."

Er fügt hinzu, dass die Mitarbeiter bei DELTA grundsätzlich veränderungsbereit sind, räumt aber ein:

"Veränderungen bringen generell immer eine gewisse Verunsicherung und einen Mehraufwand mit sich. Daher springt nicht jeder sofort auf alles auf. Das muss man der Vollständigkeit halber auch sagen."

Ausblick und Abschluss

Zum Abschluss des Interviews bedankt sich der Interviewer bei Wolfgang für seine Zeit und seine Einblicke. Wolfgang erwidert humorvoll:

"Gerne. Und vielleicht sehen wir uns 2030 wieder, dann drehen wir eine Runde im Kanu."

Der Interviewer kontert scherzhaft:

"Danke, aber ich würde eher Wildwasser-Paddeln vorziehen."

Wolfgang gibt zu bedenken:

"Im Wildwasser-Paddel wird es dann schwierig mit dem Equipment."

Der Interviewer wendet sich abschließend an die Zuschauer:

"Ich danke euch fürs Zuschauen. Wenn ihr keine Folge des Immobilienredaktions Office Talk mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Newsletter oder folgt der LinkedIn-Seite 'Die unabhängige Immobilienredaktion'."

Dieser Abschluss unterstreicht noch einmal die Dynamik und den Wandel in der Immobilienbranche, die Wolfgang während des gesamten Interviews betont hat. Von der Kanufahrt zum Wildwasser-Paddeln - die Metapher zeigt deutlich, wie sich die Branche und Unternehmen wie DELTA kontinuierlich weiterentwickeln und anpassen müssen, um erfolgreich zu bleiben.



Transkript

0:00 Diese Folge des Immobilienredaktion Office Talk wird Ihnen präsentiert von Delta, Ihr Dienstleister in den Bereichen Architektur, Baumanagement und Consulting. Wolfgang, bevor wir uns zurückversetzen in 2019 vielleicht, ich habe vor kurzem auf einer Veranstaltung den Spruch gehört, die Immobilienbranche hat gewechselt von einer gemütlichen Kanufahrt ins Wildwasser rafting in den letzten Jahren. Wie oft bist du in den letzten fünf Jahren aufgewacht und hast dir gedacht, hätt ich doch lieber Mechanik erklärt. Ehrlich gesagt nie. Ich glaube, die Sache mit dem ruhigen Wasser ist eher ein trügerischer

0:41 Eindruck gewesen. Ich glaube, dass wir uns in der Bau- und Immobilienbranche generell eher, auch wenn die Branche konservativ scheint, in einem dynamischen Markt bewegt haben. Warum? Weil wir einfach vielen Einflüssen ausgesetzt sind. Nicht nur den Einflüssen im Rohstoffbereich, den Einflüssen in der Politik oder durch die Politik, sondern ich bin der Meinung, dass die gesamte Bau- und Immobilienwirtschaft eine notwendige Transformation seit sicher 20, 30 Jahren weiß,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:23 aber heute noch zu gewartet hat, noch abgewartet hat, wie dramatisch wird das wirklich. Das heißt, das, was vorher scheinbar ruhig erschienen ist, war aus meiner Sicht eher die Ruhe vor dem Sturm. Es war klar, dass einiges passieren muss in der Branche, dass wir uns als Gesamter Bau- und Immobilienbereich in Richtung eines nachhaltigen Wirtschaftens transformieren müssen Und wenn wir wissen, wie anlagenintensiv generell einmal die Bauproduktion ist, wie viele Disziplinen da beteiligt sind, dann war klar, dass das nicht einfach so ein bisschen mit einer Kosmetik

2:05 möglich ist, sondern dass man da schon tiefergehend was verändern muss. Wir als Eltern haben uns auch sehr früh schon auf den Weg gemacht in dieser Richtung, und da muss ich einfach sagen, das hat bei uns sowieso immer eine gewisse Dynamik bewirkt. Warum? Weil wir gemerkt haben, dass wir teilweise mit unseren Anliegen gar nicht angekommen sind, weil das Problembewusstsein so gar nicht da war, und es für uns fast anstrengender war, als es teilweise jetzt ist, wo wir es geführen, man wird verstanden, und das Bewusstsein ist in der Branche grundsätzlich angekommen. Es fehlt vielleicht noch der Zugang,

2:42 wie soll man es jetzt wirklich konkret machen, aber es ist jetzt in einer gewissen Hinsicht leichter als vorher. Das andere Element oder der andere Respekt, den ich auch gerne einbringen möchte, ist, dass die Delta, das ist so Bild in der DNA, das haben unsere erste Firmengeneration so vorgelebt, sowieso per se schon auch eine Dynamik in sich getragen hat. Das heißt, wir haben durch unsere sehr frühzeitige Internationalisierung, frühzeitig für einen Dienstleister, ja in Österreich genügend Arbeit da war, aber auch durch einen gewissen Pionier und Abenteuergeist,

3:23 waren wir schon sehr früh in den neuen Bundesländern, Bulgarien, auch in Rumänien. Wir waren in vielen Ländern, wo wir uns auch teilweise wieder zurückgezogen haben, aber auch durch das war schon immer Bewegung da, aber auch immer durch diese Tätigkeiten, das auf den Boden wieder runterkommen und das Erden, weil man immer seine Grenzen erkennt, weil immer merkt, da habe ich mir ein bisschen zu weit vorgewagt, das ist nicht so, sondern ein bisschen anders. Wir haben durch unsere doch sehr offensive Einstellung, wie wir Business verstehen, wie wir auch die Weiterentwicklung des Unternehmens und der

4:00 Unternehmensgruppe verstehen und verstanden haben, schon immer sehr viel Dynamik gemerkt, im Innen und im Außen. von dem her ist für mich dieser Sager quasi, es war ruhig und jetzt ist es dynamisch so für Delta nicht anwendbar. Themen wie Digitalisierung, ESG, Nachhaltigkeit bei den Kunden und auch bei den Mitarbeitern intern, geht es jetzt leichter, neue Sachen durchzusetzen? Die Delta war schon immer sehr zukunftsorientiert ausgerichtet und um die Jahrtausendwende haben ja wir ein eigenes Tochterunternehmen für IT, für Digitalisierung gegründet und haben im Rahmen dieses

4:40 Unternehmens viele Eigenentwicklungen gemacht. Wir haben trotzdem mit den üblichen Themen gekämpft, nämlich Neues in ein Unternehmen einzuführen, bringt immer Unruhe und es gibt immer manche, die sind offensiver, aber es gibt auch manche, die eher bisschen gegen Veränderung sträuben. Also das ist etwas, was schon auch möchte ich wirklich sagen, sind Themen, denen wir auch bei Delta umgehen müssen. Was sich hier vielleicht verändert hat, ist, dass wir gelernt haben, wir können nicht jede Innovation selber stemmen, sondern wir brauchen für Entwicklungen,

5:21 gerade im digitalen Bereich, brauchen Innovationspartnerschaften, brauchen auch Gemeinschaften mit anderen Unternehmen, Unternehmensgruppen, wie zum Beispiel bei Digital Find It Stadt, wo einfach mehrere Unternehmen gemeinsam Know-how einpflegen und auch natürlich einerseits Wettkapital, also persönlichen Einsatz, aber auch Geldeinsatz bringen können, damit es zu Entwicklungen kommt. Das heißt, hier hat sich sicher etwas in der Hinsicht verändert und was sich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verändert hat, das muss man auch sagen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

6:03 merken natürlich, wenn sie auf unsere Website schauen und es bewirbt sich jemand, dann sieht er natürlich, wie unsere Firmenkultur ist, wie wir auf Werte Wert legen und vor allem auch wie unsere Vision lautet, Delta Enable of Better Worlds. Und wenn man sich diese Sätze, diese Statements auch auf die Fahnen geheftet hat, wenn man das wirklich ernst nimmt, dann zieht man auch solche Menschen an, die das begrüßen. Das heißt, in dem Sinne kann ich tendenziell schon sagen, dass unsere Menschen bei Delta veränderungsbereit

6:43 sind, dass aber Veränderungen generell immer gewisse Verunsicherung und einen gewissen Mehraufwand mit sich bringen und deswegen nicht jeder gleich sofort auf alles aufspringt, das muss man der Vollständigkeit aber auch sagen. Glaube, das war ein tolles Schlusswort, Wolfgang. Ich sage danke für deine Zeit. Gerne. Und vielleicht sehen wir uns 2030, drehen wir dann im Kanu. Danke, eher im Wildwasserpadel. Im Wildwasserpadel das wird dann schwierig mit dem Equipment. Und euch sage ich danke fürs Zuschauen. Und wenn ihr keine Folge des Immobilienredaktions Office Talk mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Newsletter oder folgt der

7:20 LinkedIn-Seite, die unabhängige Immobilienredaktion.

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