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Gemeinnützige Immobilien-Unternehmen im Fokus: Einblicke von Sandra Bauernfeind, Geschäftsführerin der Heimat Österreich

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Im aktuellen #OfficeTalk gewährt Sandra Bauernfeind, Geschäftsführerin der Heimat Österreich, tiefe Einblicke in die aktuellen Entwicklungen des österreichischen Immobilienmarktes. Bauernfeind, die zuvor eine führende Position bei EHL innehatte, übernahm Anfang 2022 die Geschäftsführung bei Heimat Österreich, einem gemeinnützigen Wohnbauträger.

Gemeinnütziger Wohnbau in Zeiten der Krise: Herausforderungen und Lösungsansätze

Bauernfeind beschreibt ihren Einstieg als Geschäftsführerin als eine Zeit unerwarteter Turbulenzen. Kurz nach ihrer Übernahme im Januar 2022 begann der Ukraine-Krieg, der weitreichende Auswirkungen auf den Immobiliensektor hatte. Die Folgen waren unmittelbar spürbar: steigende Baupreise, galoppierende Inflation und Zinserhöhungen. Diese Entwicklungen zwangen das Unternehmen, jedes Projekt neu zu kalkulieren und strategisch umzudenken.

Trotz dieser Herausforderungen betont Bauernfeind, dass ihr Team die Situation gut gemeistert habe. Die Krise, die als eine der größten der Branche seit Jahrzehnten gilt, erforderte schnelles Handeln und innovative Lösungsansätze.

Quartiersentwicklung durch gemeinnützige Immobilien-Unternehmen: Nachhaltige Stadtplanung im Vordergrund

Ein Schwerpunkt der Arbeit von Heimat Österreich liegt in der Orts- und Quartiersentwicklung. Bauernfeind erläutert, dass das Unternehmen aktiv an der Gestaltung neuer Stadtteile beteiligt ist, oft in Zusammenarbeit mit Partnern in Konsortien. Bei diesen Großprojekten, die mehrere tausend Wohnungen umfassen können, steht eine ganzheitliche Planung im Vordergrund. Aspekte wie optimale Flächennutzung, adäquate Infrastruktur sowie die Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz spielen eine zentrale Rolle.

Marktdynamik im gemeinnützigen Sektor: Wohnungsbedarf und Bauaktivität in Wien

Zur aktuellen Marktsituation äußert sich Bauernfeind differenziert. Sie widerspricht der Annahme, dass in Wien jährlich 50.000 neue Wohnungen benötigt werden. Gleichzeitig betont sie, dass derzeit, insbesondere im Ballungszentrum Wien, zu wenig gebaut werde. Diese Einschätzung basiert auf ihrer Beobachtung der Fertigstellungszahlen, die typischerweise unter den erteilten Baubewilligungen liegen.

Förderungen im gemeinnützigen Wohnungsbau: Aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen

Bauernfeind hebt hervor, dass auch der geförderte Wohnungsbau vor erheblichen Herausforderungen steht. Trotz der Unterschiede zum privaten Sektor sieht sie ähnliche Probleme bei Baupreisen und Zinsentwicklung. Die sich ändernden Rahmenbedingungen für Förderungen in verschiedenen Bundesländern erschweren zusätzlich die Realisierung von Bauprojekten.

Zukunftsperspektiven für gemeinnützige Immobilien-Unternehmen: Politische Rahmenbedingungen und Fördersysteme

Mit Blick auf die Zukunft äußert Bauernfeind Bedenken hinsichtlich möglicher Sparmaßnahmen einer neuen Regierung. Sie betont die Abhängigkeit des gemeinnützigen Wohnungsbaus von der finanziellen Situation der Bundesländer und deren Fördersystemen. Die Aufhebung der Zweckbindung von Wohnbaufördermitteln sieht sie als zusätzliche Herausforderung.

Effizienzsteigerung im gemeinnützigen Wohnbau: Vorschläge zur Verfahrensbeschleunigung und Bürokratieabbau

Abschließend formuliert Bauernfeind klare Wünsche für die Zukunft der Immobilienbranche. Sie plädiert für eine Beschleunigung von Verfahren, insbesondere bei Flächenwidmungs- und Baubewilligungsprozessen. Bürokratieabbau und eine kritische Überprüfung bestehender Normen stehen dabei im Fokus. Diese Maßnahmen sieht sie als entscheidend an, um die Effizienz in der Branche zu steigern und den Herausforderungen des Marktes besser begegnen zu können.

Sandra Bauernfeinds Einblicke verdeutlichen die komplexe Situation des österreichischen Immobilienmarktes. Ihre Erfahrungen und Vorschläge bieten wertvolle Ansatzpunkte für die zukünftige Gestaltung des Wohnungsbaus und der Stadtentwicklung in Österreich.


Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:00 Herzlich willkommen zum Immobilienredaktion Office Talk. Wir sprechen heute über eine ich weiß gar nicht, kann man Asset-Klasse sagen, über eine Immobilienunternehmensform eigentlich, über die wir noch nie gesprochen haben. Wir sprechen über gemeinnützige Immobilienunternehmen. Bei mir ist Sandra Bauernfeind. Sandra hallo und danke, dass du dir die Zeit nimmst für unser Gespräch. Hallo Gerhard, danke für die Einladung und dass du gekommen bist. Wenn du jetzt noch einmal so über die drei Jahre nachdenkst, gibt es Dinge, wo du sagst, das habe ich aber gar nicht so erwartet,

0:40 das ist jetzt ganz anders? Naja, sagen wir so, waren sehr interessante drei Jahre, weil ich habe im Jänner die Geschäftsführung übernommen und im Februar hat Ukraine Krieg begonnen. Also ich hatte wenig Zeit ohne Krise, weil dann natürlich gleich es Auswirkungen gegeben hat auf die Baupreise, die Inflation ist davon galoppiert, die Zinsen sind gestiegen. Das war natürlich etwas, wo man sagt, muss eigentlich jedes oder man musste auf einmal jedes Projekt neu durchkalkulieren oder umschichten oder überhaupt sich neue Dinge überlegen für ein Grundstück.

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1:21 Also das war wirklich eine Herausforderung und die letzten Jahre waren doch eine gewisse Challenge, eigentlich in jedem Bereich. dass es gleich mit einer Krise startet oder mit der größten Krise der Branche seit Jahrzehnten. Damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. ja, ist so und ich glaube wir haben es ganz gut gemeistert. Befasst ihr euch da bei der Heimat auch mit Orts und Quartiersentwicklungen? Ja, natürlich. wir sind heute bzw.

2:01 die Projektentwicklung betreiben wir im Haus. Das heißt, bei Grundstücken, die wir erst zu entwickeln haben, es darum geht, eine gute Flächenübung zu bekommen, sind wir quasi unter Anführungszeichen live dabei oder auch in Wien bei den großen Stadtentwicklungsgebieten. Wo es wirklich darum geht, mit Partnern im Konsortium oft mehrere tausend Wohnungen zu errichten. Also da muss man schon schauen, dass dieses Quartier, dass er in Wirklichkeit ein eigener Stadtteil ist, auch dementsprechend gut ausgestattet ist mit der entsprechenden Infrastruktur.

2:42 Wo wird was angesiedelt, wie sind die Rahmenbedingungen, Einhaltung von Naturschutz, Artenschutz und so weiter und so fort. Ja, also wir beschäftigen uns mit dem Thema sehr stark. Wenn jetzt die Nachfrage anzieht, nächstes Jahr werden, glaube ich, an die 2.000 Wohnungen in Wien fertig bei gebrauchten 50.000. Glaubst du, dass da beim Preis nochmal ordentlich was passieren wird oder wird sich der Markt irgendwo selber überholen? Glaube, 50.000 werden in Wien nicht gebraucht. Wir hatten den Peak bei den Baubewilligungen die letzten Jahre immer so um also das war wirklich der Peak um 20.000 22.000

3:19 Wohnungen. Ein bisschen reduziert waren dann immer mit einem Timelag von eineinhalb zwei Jahren die Baufertigstellungen, weil nicht jedes Projekt das baubewilligt wird, auch wirklich dann in die Umsetzung kommt, beziehungsweise gibt es Auswechslungseinreichungen oder wie auch immer. Darum liegen die Fertigstellungszahlen immer etwas darunter. Aber ja, ich glaube schon, dass vor allem in Balancezentren und da vor allem in Wien derzeit zu wenig gebaut wird. Jetzt hast du nach drei Jahren wahrscheinlich auch ein Netzwerk, schon aufgebaut innerhalb der Gemeinnützigen. Wenn du so reinhörst, wie ist denn da allgemein momentan die Stimmung genauso

4:01 schwierig wie bei den privaten oder ist es doch ein bisschen leichter weil man im geförderten Bereich auch was macht? Es ist sicher anders, weil wir eben im geförderten Bereich etwas machen, wobei es ist auch derzeit nicht einfach geförderte Projekte in die Umsetzung zu bekommen, weil einerseits sich in manchen Bundesländern die Rahmenbedingungen für die Förderung geändert haben, also auch die Länder oder die Gebietskörperschaften haben natürlich die Zinssteigerungen zu spüren bekommen. Auf der anderen Seite, gerade was Baupreise und Zinsen anbelangt,

4:42 da haben wir ja doch die gleichen Rahmenbedingungen wie in Gewerblich. Also es ist auch im geförderten Bereich derzeit nicht wirklich einfach, Objekte in Bau zu bekommen. Ist da auch die Gefahr deiner Meinung nach da, wenn es zu einem Sparpaket kommt mit der neuen Regierung und vielleicht da Förderungen zurück gefahren werden, dass der Gemeinnützige dann noch auch weiter zurückfahren muss? Ja, es kommt darauf an, wie die finanzielle Situation der Bundesländer ist, welches Fördersystem sie hatten, ob Rückflüsse aus der Förderung kommen oder nicht. Die Zweckbindung der Womba-Fördermittel wurde ja vor langer

5:23 Zeit schon aufgehoben. Es wird interessant, also ich glaube, es gibt viele Herausforderungen für eine neue Bundesregierung, die einfach zusammenhängen mit der derzeitigen wirtschaftlichen Situation, aber weltweit wirtschaftlichen Situation. Also das ist ja nicht ein Thema, das Österreich allein betrifft, sondern aufgrund der Globalisierung sind wir natürlich vernetzt. ja, es wird spannend werden, was letztendlich dann im Regierungsprogramm steht. Was würdest du auf deinen Weihnachtswunschzettel fürs

6:03 Regierungsprogramm schreiben? Was müsste ganz dringend mal jetzt gemacht werden? Ich glaube, wir müssen eine gewisse Geschwindigkeit bekommen, was zum Beispiel Verfahren anbelangt, sei es Flächenübungsverfahren, Baubewilligungsverfahren. Wir sind jetzt in einer Zeit, wo Zeit wieder Geld kostet und ich glaube doch, dass man einiges straffen könnte. Also primär mal Bürokratieabbau? Ja, Bürokratieabbau wir müssen sehr viele Normen

6:45 einhalten, die mal zu durchforsten auf Sinnhaftigkeit. Wäre es sicher auch interessant. Sandra, wir sind mit den Fragen durch. Ich sage noch einmal Danke für deine Zeit. Vielen Dank für die Gelegenheit, hat mir sehr gefreut, dich wiederzusehen. Mich auch und vielleicht sehen wir uns dann nächstes Jahr wenn der große Bauboom dann losgeht, noch einmal. Irgendwann wird es wieder aufwärts gehen, das ist keine Frage. Ich glaube, die Voraussetzungen oder die Zeichen stehen schon in die richtige Richtung. Und euch danke fürs Zuschauen und wenn ihr keine Folge unseres Immobilienredaktions Office Talk mehr verpassen

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