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French Startups Vienna: PropTech-Frühstück bei DLA Piper mit Blick auf das 28. EU-Regime

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Am 22. April 2026 lud French Startups Vienna zur Ausgabe „FrühsTech on PropTech“ in die Wiener Kanzleizentrale von DLA Piper. Vier Start-ups entlang des Immobilienlebenszyklus – Synaps (Wien), Immopad (Nancy), Realiz Group (Luxemburg) und ImmoKI (Kiel). Durch den Morgen führte Birgit Kraml, Partnerin und Head of Real Estate bei DLA Piper Österreich.

Kraml, seit Februar 2023 Conseillère du commerce extérieur de la France und seit Juli 2023 Chairwoman des ULI Austria, rahmte die Moderation standortpolitisch. „Frankreich ist Österreich um einiges voraus, wenn es um die Start-up-Szene geht. Das war unter Macron, der da sehr dahinter war.“ Ihre Diagnose für die österreichische und europäische Gründerlandschaft: „Die Erfolgsstory fängt vielleicht im Kleinen hier an, aber endet im Großen in anderen Ländern. Das ist das Thema, das nicht nur Österreich hat, sondern die gesamte EU.“

Kramls Hinweis auf das derzeit im Europäischen Parlament und Rat diskutierte 28. Regime war kein Beiwerk. Das optionale supranationale Regelungsregime neben den 27 nationalen Gesellschafts- und Arbeitsrechten ist im Draghi-Bericht vom September 2024 und in der Letta-Binnenmarktstudie vom April 2024 verankert und wird in der Gründer-Community unter dem Arbeitstitel EU Inc. geführt. Das Instrument zielt darauf, grenzüberschreitende Gründungen innerhalb des Binnenmarkts zu entlasten. Kramls Formulierung im Vortrag – „einer der Vorschläge des Parlaments und des Rates ist eben diese EU Inc.“ – verankert das Thema im österreichischen PropTech-Diskurs.

French Startups Vienna: auf dem Weg zur French Tech Community

Kuratiert hat die Ausgabe Renaud Viot, Präsident von French Startups Vienna sowie Mitgründer und Mehrheitsgesellschafter der insAIght IT Software FlexCo, Betreiberin der Wiener InsurTech-Plattform Lynxia. Viot selbst kommt nicht aus der Immobilienwirtschaft – seine Rolle ist die des Netzwerkarchitekten. Strukturell verortet er den Rückstand europäischer Start-ups nicht bei Kapital oder Förderung, sondern bei der fehlenden Community-Dichte, die in den USA die Skalierung trägt. Die Auswahl der vier präsentierenden Unternehmen – ein Wiener, ein französischer, ein luxemburgischer und ein deutscher Anbieter – ist die praktische Antwort darauf.

Arianna Olivero, Investment Advisor bei Business France in Wien und institutionelle Schnittstelle des Formats zur französischen Botschaft, formulierte die Ambition des Vereins konkret: „French Startups Vienna ist aktuell ein Verein. Unsere Ambition ist, die nächste French Tech Community zu werden.“ La French Tech ist das staatlich koordinierte französische Start-up-Netzwerk mit rund 100 anerkannten Hubs international. Der Status bedeutet Zugang zu Programmen, Visa-Vereinfachungen und dem La-French-Tech-Branding.

Oliveros inhaltliches Fazit der vier Pitches fiel direkt aus. Synaps zeige Leadership „im Design und in der Verwendung von KI“, Realiz Group biete einen „rein europäischen Zugang zur Finanzierung von Real Estate“. Ihr Schlusssatz: „Wir haben ein großes Erbe in Europa, stark verbunden mit der Architektur. Die Gebäude, die wir haben – das sollten wir ausnutzen.“

Für die österreichische PropTech-Szene ist French Startups Vienna derzeit der niedrigschwelligste Andockpunkt an La French Tech. Die FrühsTech-Reihe läuft in monatlicher bis zweimonatlicher Kadenz. Registrierung und Kontakt: french-startups-vienna.com.

Transkript

0:09 Am 22. April 2026 lud French Startups Vienna zum Frühstage on Proptech in Wien. Das Format baut eine Brücke zwischen der französischen Startup-Szene und dem Wiener Immobilienökosystem. Durch den Morgen führte Birgit Kraml von DLA Piper. Vier Startups präsentierten vier Phasen im Immobilienlebenszyklus: Synaps, Imopad, Realise Group und Imoki. Vom ersten Entwurf bis zum abgeschlossenen Deal. Wie ist dein Bezug zu Frankreich? Warum ausgerechnet French Proptechs? Das ist eine lange Geschichte. Nein, ich bin sehr frankophil und mein Bezug ist eigentlich aus Schulzeiten und Studienzeiten

0:52 und meine Liebe zu Frankreich und deshalb bin ich immer glücklich, wenn ich auch irgendeinen Link zu Frankreich herstellen kann und darf. Jetzt ist Frankreich, kann man glaube ich ruhigen Gewissens sagen, Österreich um einiges voraus, wenn es um die Tech- und die KI-Szene geht. Hoffst du, dir mit solchen Veranstaltungen, ich weiß nicht, ob es bei der einen bleibt, auch Impulse in die österreichische Wirtschaft zu geben? Auf jeden Fall. Also Frankreich hat da wirklich sehr viel gemacht für die Startup-Szene. Das war, glaube ich, vor allem unter Macron, der da sehr dahinter war und wäre natürlich sehr vorteilhaft auch für Österreich.

Vollständiges Transkript anzeigen

1:31 Und ich glaube, es gibt auch viele interessante Startups und viele interessante Unternehmungen in Österreich, hört und liest man ja auch immer wieder. Nur die Erfolgsstory fängt vielleicht im Kleinen hier an, aber endet im Großen in anderen Ländern. Und ich glaube, das ist genau das Thema, das nicht nur Österreich hat, sondern die EU. Und deshalb stelle ich heute auch das 28. Regime vor der EU. Wie wird die EU wettbewerbsfähiger? Wie gestaltet man den Binnenmarkt besser? Und eines der Vorschläge des Parlaments und des Rates ist eben diese EU INC. Today we are in a legal office, so we have to maybe talk about

2:08 law. What are the main differences or where is it more difficult to found a startup, do you think? In France or in Austria? I founded two companies, one in the US and one here in Austria. I did not found a company in France, but I have friends that did it and we have communities and we have feedback about it. I think overall, in the United States, it's less straightforward than what we think. I feel that in Europe there is a lot of support that help you get there. My experience here in Vienna, in Austria, was with a Flexco and it was quite straightforward

2:48 and we could do everything we wanted the way we wanted it, so it was great. I know friends of mine had similar experiences in France. So there is heavy work paper, there is a lot of papers to read through and to sign, but when there is a will, there is a way. So I feel like this is a hard thing to go through, but it's something that is okay. Today, four startups were presented. I saw you asking a lot of critical questions. What is your key takeaway from those four startups we saw today? There's a few takeaways. First thing is, we started Frühstage with the aim of being very targeted and trying

3:26 to work a lot with the startups to build a story that would be appealing to the audience. And actually, this is the second time we have this concept with more startups and just explaining the audience what they are doing. I think we need to do more of those. It allows the audience to see more companies and so to learn about more things at once. And I think startups are feeling more comfortable presenting what they are doing. So for me, main takeaway is keep on doing those events, keep trying to be as open as we can, not only with French companies, but we had also Austrian companies and a company from Luxembourg.

4:05 So stay open, stay curious, and try to make sure we can motivate more people so we have more word of mouth and we can see even more things and learn about more technology and opportunities. French Startups Vienna. Die Idee: Warum machst du mit? Also French Startup Vienna ist ein Verein derzeit, aber unsere Ambition ist, die nächste French Tech Community zu werden. French Tech, La French Tech, ist eine Administrative, also eine Verwaltungseinheit in Frankreich, die durch Forderung die Innovation und die Startups-Ecosystem weltweit

4:46 unterstützt und fordert. Und wir wollen unbedingt ein Teil davon sein, weil wir überzeugt sind, dass Europa etwas zu sagen hat und Frankreich besonders. Heute, wir haben von vier Startups gehört. Was sind denn deine Key Takeaways? Was nimmst du mit aus dem Tag heute? Dass Europa unbedingt was noch zu sagen hat in dem Field. Also Synaps zum Beispiel, ist wirklich in der Leadership in dem Design und die Verwendung der KI. Und auch das letzte Startup, Realize, hat einen absolut neuen Zugang zur Finanzierung der Real Estate und es sind eben alle rein europäisch. Also ich bringe nach Hause die Tatsache, dass Europa wirklich viel

5:30 zu sagen und anzubieten in dem Bereich hat. Und wir haben ein großes Erbe hier und das ist natürlich sehr stark verbunden mit der Architektur und die Gebäude, die wir in Europa haben und wir sollten das auf jeden Fall ausnutzen.

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