Werbung
Anzeige
Überspringen in  s

ESG und Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche: Ein Blick in die Zukunft

380

 Artikel

5

 Erwähnungen

5 Follower folgen
4 Minuten Lesezeit

2024 ESG ist in Kraft getreten. Dies markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Immobilienbranche. Unternehmen wie Delta haben erkannt, dass ESG und Nachhaltigkeit nicht nur Schlagworte sind, sondern zentrale Elemente für den zukünftigen Erfolg.

Deltas Ansatz zu ESG und Nachhaltigkeit

Delta hat bei diesem Thema eine Vorreiterrolle eingenommen. Sie haben nicht nur eine eigene Abteilung für ESG und Nachhaltigkeit geschaffen, sondern auch das Konzept der Kreislaufwirtschaft in ihre Strategie integriert. Dies zeigt, dass sie die Wichtigkeit dieser Themen erkannt haben und bereit sind, Ressourcen dafür einzusetzen.

Integrale Beratung und Nachhaltigkeit

Im Rahmen ihrer integralen Beratung hat Delta einen speziellen Bereich für Nachhaltigkeitsberatung eingerichtet. Dieser arbeitet eng mit anderen Abteilungen wie Architektur und Baumanagement zusammen. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsaspekte in möglichst viele Projekte zu integrieren. Dies zeigt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Nachhaltigkeit nicht isoliert betrachtet wird, sondern als integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse.

Nachhaltigkeit über Projekte hinaus

Für Delta ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema für einzelne Projekte. Sie versuchen, bei Portfoliobeurteilungen und Einschätzungen einzelner Projekte die Taxonomie einzuhalten. Darüber hinaus betrachten sie Nachhaltigkeit und ESG als wichtige Faktoren für ihr gesamtes Unternehmensgebaren und die gesamte Unternehmensgruppe. Dies zeigt ein tiefgreifendes Verständnis dafür, dass Nachhaltigkeit alle Aspekte des Unternehmens durchdringen muss.

Internes Berichtsystem und Vorreiterrolle

Delta ist dabei, ein internes Berichtsystem aufzustellen. Sie planen, im nächsten Jahr testweise für das laufende Jahr und dann im Jahr 2026 für das Jahr 2025 einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Mit diesem proaktiven Ansatz möchten sie in der Branche eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies zeigt nicht nur Engagement, sondern auch den Willen, transparent zu sein und kontinuierlich zu lernen und sich zu verbessern.

Vorbildfunktion und Überzeugungskraft

Delta hat erkannt, dass es leichter ist, Nachhaltigkeitsaspekte in Projekten zu platzieren und Auftraggeber zu überzeugen, wenn man im eigenen Unternehmen eine Vorbildfunktion ausübt. Dies unterstreicht die Bedeutung von Authentizität und Glaubwürdigkeit in Nachhaltigkeitsfragen.

ESG-Gesetz: Herausforderungen und Chancen

Das ESG-Gesetz wird von vielen Seiten als notwendig angesehen, um faire Rahmenbedingungen für den Klimaschutz und die CO2-Neutralität zu schaffen. Gleichzeitig gibt es Kritik am administrativen Aufwand. Delta sieht dies als Teil eines notwendigen Entwicklungsprozesses. Sie glauben, dass es zunächst mehr Bürokratie und Detaillierung braucht, bevor man basierend auf Erfahrungen Vereinfachungen vornehmen kann. Sie ermutigen alle, sich aktiv einzubringen, da nur so Lernen und Vereinfachung möglich sind.

Blick in die Zukunft: 2030

Delta sieht die Zukunft nicht als ruhiges Gewässer, sondern eher als Wildwasser, das es zu meistern gilt. Sie betonen die Notwendigkeit, sich fit zu machen, die richtigen Tools zu haben und gut ausgebildete Mitarbeiter zu haben. Künstliche Intelligenz wird als wichtiger Faktor in der Immobilienwirtschaft gesehen. Mit diesen Voraussetzungen glaubt Delta, auch in unruhigen Zeiten erfolgreich sein zu können.

Survive till 2025: Ein Ausblick auf 2028

Delta betont die Bedeutung von Demut und Bescheidenheit in der Geschäftsführung. Sie sehen den Erfolg darin, sowohl auf Lieferanten als auch auf Kunden zu achten und Entwicklungen frühzeitig aufzunehmen. Sie wollen von ihren ukrainischen Kollegen lernen, sich wie ein vitaler Organismus an sich ändernde Rahmenbedingungen anzupassen.

Spatenstiche 2026 vs. 2024

Interessanterweise erwartet Delta für 2026 weniger Spatenstiche als 2024. Sie sehen die Zukunft im Bestand und weniger in Neubauten. Der Fokus verschiebt sich darauf, bestehende Gebäude fit für die Zukunft zu machen und sie möglicherweise für andere Nutzungen anzupassen. Sie glauben, dass das Plus-Energie-Haus im Speckgürtel einer Stadt an Bedeutung verlieren wird, da die damit verbundenen Mobilitätsthemen oft nicht nachhaltig sind. Stattdessen sehen sie Potenzial in der Nachverdichtung und guten Bestandsnutzung in Stadtzentren, auch wenn diese vielleicht nicht den höchsten thermischen Sanierungsstandard erreichen.

Fazit: Ein ganzheitlicher Ansatz für Nachhaltigkeit

Deltas Ansatz zu ESG und Nachhaltigkeit zeigt, dass sie diese Themen nicht als isolierte Aufgaben betrachten, sondern als integralen Bestandteil ihrer gesamten Unternehmensstrategie. Sie erkennen die Herausforderungen, die mit der Umsetzung von ESG-Richtlinien verbunden sind, sehen sie aber als notwendigen Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Immobilienbranche.

Ihr Fokus auf Bestandsgebäude und Nachverdichtung in Städten zeigt ein tiefes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zwischen Gebäuden, Mobilität und Nachhaltigkeit. Sie erkennen, dass Nachhaltigkeit oft Kompromisse erfordert und dass der gesamtheitliche Ansatz wichtiger ist als einzelne Leuchtturmprojekte.

Die Bereitschaft, von anderen zu lernen und sich an verändernde Bedingungen anzupassen, zeigt eine zukunftsorientierte Denkweise. Delta scheint gut positioniert zu sein, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern und eine führende Rolle in der nachhaltigen Transformation der Immobilienbranche zu spielen.

Insgesamt zeichnet sich ab, dass die Immobilienbranche vor einem tiefgreifenden Wandel steht. ESG und Nachhaltigkeit werden nicht mehr als optionale Extras betrachtet, sondern als grundlegende Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg. Unternehmen wie Delta, die diesen Wandel proaktiv gestalten, werden wahrscheinlich die Gewinner von morgen sein.


Transkript

0:00 Diese Folge des Immobilienredaktion Office Talk wird Ihnen präsentiert von DELTA, Ihr Dienstleister in den Bereichen Architektur, Baumanagement und Consulting. Sind wir schon bei 2023, 2024, ESG ist in Kraft getreten. Ihr habt bei DELTA quasi eine eigene Abteilung aufgemacht für das Thema nicht nur ESG, sondern auch Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Wir haben im Rahmen unseres Bereiches für integrale Beratung einen eigenen Bereich für

0:40 Nachhaltigkeitsberatung, der natürlich sehr integral wie es der Name sagt, unseren anderen Bereichen zusammenarbeitet, also mit der Architektur, mit dem Baumanagement eng zusammenarbeitet, sodass wir möglichst viel dieser Nachhaltigkeitsthemen in möglichst vieler unserer Projekte hineinbringen. Aber Für uns ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema Für Unser Projektgeschehen, wo wir natürlich idealerweise versuchen bei Portfoliobeurteilungen oder bei Einschätzungen einzelner Projekte die Taxonomie einzuhalten,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:20 sondern für uns ist die Nachhaltigkeit auch punktu ESG, was unser Unternehmensgebaren, unsere gesamte Unternehmensgruppe betrifft, sehr wichtig. Und wir sind hier gerade dabei, ein internes Berichtsystem aufzustellen, wo wir das erste Mal testweise im nächsten Jahr für das heurige Jahr und dann im Jahr 2026 für das Jahr 2025 Nachhaltigkeitsbericht erstatten werden und in der Hinsicht schon auch in der Branche Vorreiter sein möchten.

2:01 Man tut es einfach leichter in Projekten Dinge zu platzieren und Auftraggeberinnen und Auftraggeber zu überzeugen, wenn man auch im eigenen Unternehmen eine gewisse Vorbildfunktion ausüben kann. Das hört man von ganz vielen Seiten, gerade auch im Bereich ESG. Jawohl, wir brauchen neue Rahmenbedingungen, brauchen Vorgaben, damit der Klimaschutz und damit die CO2-Neutralität fair für alle Unternehmen erreicht werden kann. Auf der anderen Seite sagen aber auch viele, gerade dieses ESG-Gesetz mit dem ganzen administrativen Aufwand ist ein Wahnsinn und hätte man eigentlich viel

2:41 besser machen können. Wie siehst du das? Es ist eine gewisse Bürokratie, das ist richtig. Otto Ante-Süxapöri hat einmal gesagt, jede Entwicklung geht vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen. Ich glaube, es braucht jetzt einmal mehr Bürokratie, es braucht mehr Detaillierung, um dann, wenn man Erfahrungen damit hat, es wieder vereinfachen zu können. Ich glaube, dass das nicht geht, dem Nichts heraus etwas ganz Einfaches zu schaffen. Ich glaube, braucht diesen Zyklus und von dem her möchte ich wirklich alle motivieren,

3:22 einfach mitzudun und sich aktiv einzubringen. Nur so können wir lernen und nur so können wir etwas Kompliziertes einfach machen. Ich würde dir gerne zum Schluss noch drei Fragen in die Zukunft stellen. 2030 sitzen wir wieder im Kano statt im Raftingboot? Ich glaube, ein ruhiges Gewässer wird es nicht mehr werden. Ich möchte eher selbst als Sportler an die Wildwasser-Battler denken. Wenn die Gewässerstufe nicht zu hoch ist, also die Wildwasser-Stufe,

4:02 dann schaffen sie es sehr souverän, auch wildem Wasser hindurch zu fahren. So würde ich uns eher einschätzen. Wir müssen uns einfach fit machen. Wir brauchen entsprechend Tools. Wir brauchen entsprechend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gut ausgebildet sind und die wir auch gut aus und weiterbilden. Wir brauchen die künstliche Intelligenz, die sich sehr rasant verbreitet, in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Und mit diesen Rahmenbedingungen werden wir es schaffen, in unruhigen Gewässern sicher unten

4:42 anzukommen. 2028 haben wir Survived Till 25 abgeschlossen? Ich glaube wenn man sein Business mit Demut abwickelt, man mit einer gewissen Bescheidenheit seinen Job auch nachgeht, wenn man schaut, dass man auch nach links zu seinen Lieferanten und nach rechts zu seinen Kunden blickt, dann wird man nicht in die Sackgasse fahren,

5:22 weil man Entwicklungen aufnehmen wird, früher aufnehmen wird, frühzeitig oder weil man einfach in der Lage ist, den vitalen Organismus sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen. 2026 haben wir um wie viele Spatenstiche mehr als 2024? Gerne auch in den verschiedenen Ländern, in denen Delta tätig ist. Ich glaube, wir werden weniger Spatenstiche haben, weil die Zukunft im Bestand liegt. Und da haben wir weniger sozusagen in der Erde herum zu graben, sondern da beschäftigen wir uns mit gebauter

6:02 Substanz und wie wir diese zukunftsfit machen können, wie wir diese vielleicht für eine andere Nutzung fit machen können. Ich Glaube, Das Plus-Energie-Haus irgendwo im Speckgürtel einer Stadt wird es dann nicht mehr geben, weil durch das Plus-Energie-Haus induzierten nicht nachhaltigen Themen wie Mobilität, wie das ganze Erschließungsthema, notwendig ist, wir viel weniger nachhaltig sind, als wenn wir mitten in der Stadt durch Nachverdichtung,

6:45 durch eine gute Bestandsnutzung vielleicht nicht am neuesten oder am höchsten thermischen Sanierungsstandard uns bewegen. Das heißt, ich glaube, das Ziel muss einfach sein, mit der Substanz, der Bausubstanz, die wir haben in Österreich so zu wirtschaften, dass wir keinen zusätzlichen Bodenverbrauch machen müssen und dass wir trotzdem die Menschen die bei uns sind oder die vielleicht noch dazukommen, einfach unterbringen können. Das muss das Ziel sein, ich weiß, dass das ein hohes Ziel ist, ich weiß, dass es nicht leicht sein wird,

7:25 aber als Ziel muss das uns allen bewusst sein. Es kann nicht so weitergehen wie jetzt. Das heißt, wir brauchen noch viel mehr obendrauf bauen und unten Bäume pflanzen? Das wäre das Ideale, wäre eine Aufwertung der Freiräume in Städten, natürlich eine Nachverdichtung in Städten, aber auch Themen wie Leerstandsnutzung. Hier ist viel Potenzial. Ich glaube, war ein tolles Schlusswort, Wolfgang. Ich sage danke für deine Zeit. Gerne. Und vielleicht sehen wir uns 2030,

8:06 drehen wir dann im Kanu. Danke, eher im Wildwasserbadl. Im Wildwasserbadl Das wird dann schwierig mit dem Equipment. Und euch sage ich danke fürs Zuschauen. Und wenn ihr keine Folge des Immobilienredaktions Office Talk mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Newsletter oder folgt der LinkedIn-Seite, die unabhängige Immobilienredaktion.

Hat ihnen dieses Video gefallen?

Diskussion zum Artikel

Sei der/die Erste, der/die diesen Artikel diskutiert.

Logo

In einem sich stetig wandelnden Immobilienmarkt ist zeitnahe und präzise Information von unschätzbarem Wert für strategische Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.

Kategorien

Quicklinks

Rechtliches

© 2026 Die unabhängige Immobilien Redaktion. Made with ♥️ by  Gerhard Popp