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durchmachen. Und jetzt stehen wir plötzlich noch einmal vor einem Sprung, der da bin ich ganz sicher exorbitant sein wird. Und dieser exorbitante Sprung ist die künstliche Intelligenz Ich glaube, was das wirklich bedeutet, das können wir uns überhaupt alle noch gar nicht ausmalen, aber das wird unser Arbeitsfeld massiv beeinflussen und massiv verändern. Also ich glaube, das ist mindestens so wie die Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert, die die Industrialisierung ausgelöst hat und mit der künstlichen Intelligenz bricht eigentlich ein neues Zeitalter an. Ich würde sogar sagen, dass die Digitalisierung,
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über die wir seit 20, 30 Jahren sehr intensiv sprechen, der leise Vorbote davon war, jetzt kommt das die richtige Veränderung. Wenn man über KI spricht, hört man auch wieder Angst vor Jobverlust, siehst du das auch so? Naja, Angst, also grundsätzlich glaube ich, braucht man keine Angst haben, weil es wird sicherlich eine massive Veränderung in den Jobs geben, das ist keine Frage. Da gibt es ja viele Studien drüber, wo ich glaube die Pennsylvania University sagt 300 Millionen Jobs sind auf dieser Welt gefährdet, aber ich glaube, also ich habe mir das angewöhnt, unter einem ganz anderen Kontext zu sehen.
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Was glaubst du, wie viele Menschen, Erwerbstätige, sind in den letzten 30 Jahren auf dieser Welt dazugekommen? Sag nur mal so eine Zahl.! Erwerbstätige Menschen. Ich denke mal, dass sich das wenn wir es prozentual betrachten, 20, Habe das natürlich vorbereitet, diese Zahlen, weil es mich einfach total interessiert hat. In den letzten 30 Jahren sind eine Milliarde zusätzliche Menschen in Erwerbstätigkeit gekommen auf dieser Welt. Und in den letzten 70 Jahren sind es zwei Milliarden gewesen. Zwei Milliarden Menschen sind dazugekommen.
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Und jetzt muss man sagen, die haben grosso modo eigentlich alle eine Arbeit. Wir haben, da sind die Zahlen sich nicht ganz einig, aber um 1800 haben wir 600 Millionen Erwerbstätige gehabt, um 1900 waren es ca. 900 Millionen, heute haben wir dreieinhalb Milliarden. Und die haben in Wirklichkeit doch alle einen Job. Es hat sich aber umgeschichtet. Ein Beispiel dazu, aus Deutschland, in Deutschland waren Ende des 19. Jahrhunderts 63 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt, heute sind es 1,2 Prozent. Also das hat sich und wir kennen ja auch diese Angst vor dem Jobverlust aus der Geschichte.
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Ich würde jetzt vielleicht nicht sagen, dass die ersten Ängstlichen, die Mönche waren, wieder Buchdruck erfunden wurde, dass sie keine Bücher mehr mit, der künstlerische Arbeit erzeugen. Aber vollkommen bekannt ist es uns mit der Erfindung des mechanischen Webstuhls Ende des 18. Jahrhunderts, kommt aus England, da hat es so Revolten gegeben, Aufstände gegeben, weil die Menschen Angst gehabt haben, ihre Jobs zu verlieren. Ja, hat sich viel, es hat sich umgeschichtet, aber es sind so viele neue Jobs und so viele neue Dinge entstanden, dass, und ich sag mal auch aktuell, sind wir in einem Arbeitsmarkt, wo alle schreien,
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wir brauchen qualifizierte Mitarbeiterinnen und das bei 3,5 Milliarden Erwerbstätigen auf dieser Welt, also einer stark ansteigenden Zahl. Deswegen, glaube, ist nicht die richtige Reaktion, ich kann sie verstehen, aber ich würde jedem raten, bisschen mehr Vertrauen, ein bisschen mehr Zuversicht, weil es wird die Jobs geben, wo sie gebraucht werden. Ich es aber nicht auch dass wir durch die KI gerade diese qualifizierten Mitarbeiter noch viel mehr brauchen werden, weil eben die KI die einfachen Arbeiten abnimmt. Das auf jeden Fall, es wird auf jeden Fall, sagen wir so, die KI ist eine Chance,
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auch für uns als Menschheit und so weiter zu entwickeln, weil qualifizierte Menschen werden noch gefragter sein. Es wird vor allem darum gehen, sag mal, alles, prozessual ist, was wiederkehrend ist, repetitiv, das wird immer mehr von KI wahrgenommen werden. Aber wo es um Empathie geht, um menschliches Einfühlungsvermögen, um Gefühle, um die Kombinatorik Dinge miteinander verbinden zu können, wo es um Kreativität geht, um Innovationskraft, da werden Menschen mehr gefragt sein. Viele sehen ja diese Phase, in der wir jetzt sind, diese KI, diese Entwicklung, ein bisschen so gleichzusetzen mit der Vorphase zu einer neuen
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industriellen Revolution. Würdest du dem auch diesen Stellenwert geben? Auf jeden Fall, garantiert. Also wie vorher schon kurz angedeutet, ich glaube, das ist eine neue Revolution und es ist immer die Frage, wie werden die Menschen über unsere Zeit in 500 oder in 1000 Jahren sprechen? Eine sehr interessante Frage, auch alles so, was wir immer so wahnsinnig wichtig nehmen. ich glaube, dass letztlich die künstliche Intelligenz wird, die große Innovation sein, die Digitalisierung ist der Vorbote dafür. Und das ist sicher eine revolutionäre Veränderung. Amerika macht, China kopiert, Europa reguliert.
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Und auch bei KI, nächstes Jahr werden wir den dritten AI-Act in Kraft. Siehst du die Gefahr, dass wir da in Europa wieder noch mehr vielleicht ins Hintertreffen kommen, als wir sehen Ja Wir haben uns leider in Europa angewöhnt zu regulieren, so wie du sagst. Und das ist sehr sehr bedenklich und inzwischen wirklich gefährlich geworden. Andere, also geopolitisch, die Bricks Länder, Asien, aber auch die USA stehen wirtschaftlich weitaus besser da als wir. Europa ist da das Schlusslicht. Und die wirklich besonders negative Nachricht ist, dass Österreich ist leider im Schlusslichtbereich des Schlusslichtes.
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Also wir liegen inzwischen auch in Europa, was das Wachstum betrifft, etc., in den allerletzten Rängen und wir matchen uns gerade mit der Bundesrepublik Deutschland, die endlich schlecht unterwegs ist. Und ich glaube, dass es höchste, höchste Zeit ist, dass wir endlich in Europa aufwachen und endlich beginnen, einen Plan, eine Strategie zu entwickeln, was dieses Europa sein soll. Europa verliert in der Wirtschaftskraft, und wir sind ein Pensionisten-Kontinent geworden, ein Sozial- und Wohlfahrts-Kontinent. Das sind große Errungenschaften die möchte ich jetzt gar nicht in der Abrede stellen. Aber im internationalen Wettbewerb haben uns die anderen
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weit abgehängt. das kann mitunter schon sehr sehr schwierig werden für uns. Und ich sag mal, jetzt haben wir gerade in den USA einen neuen Präsidenten gewählt. Viele sind entsetzt. Wir werden sehen, was das bedeutet. Für Europa wird das viele neue Herausforderungen bringen. Aber ich möchte es eigentlich umkehren und möchte das wirklich auch umgekehrt sehen. Vielleicht ist das endlich der Moment, dass wir aufwachen und beginnen, unseren eigenen Plan zu entwickeln. Die anderen großen Wirtschafts und Machtsysteme, ob das China ist, ob das Russland ist, ob das die Vereinigten Staaten sind, ob das Bricks ist,
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das Schankhai Abkommen, haben eine Strategie. Sie sprechen auch offen drüber. Natürlich sind sie expansiv. Sie sind wirtschaftlich expansiv. Wir haben das in Europa nicht. Wir haben keine Strategie. Wir haben auch keinen Plan. Wir verwalten Europa. Aber damit werden wir nicht Gewinnen.