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Die Multifunktionalität: Kernmerkmal des Einkaufszentrums der Zukunft

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Die Multifunktionalität entwickelt sich zunehmend zum zentralen Merkmal erfolgreicher Einkaufszentren. Im Zeitalter des Online-Handels müssen Retail Immobilien mehr bieten als reine Einkaufsmöglichkeiten, um relevant zu bleiben und Besucher anzuziehen. Dabei spielt die Integration vielfältiger Nutzungskonzepte eine Schlüsselrolle für die Zukunftsfähigkeit von Einkaufszentren

Auf dem 26. Retail-Symposium in Wien beleuchteten Martina Wasserbauer, Senior Expert für Immobilien- und Marketing Management bei der RegioPlan Consulting GmbH, und Sascha Stadnikow, Head of Acquisition der EKAZENT Management GmbH, die Bedeutung der Multifunktionalität für die Quartiersentwicklung. Der Vortrag gab Einblicke in innovative Nutzungskonzepte, technologische Anpassungen, Nachhaltigkeitsaspekte und die soziale Dimension moderner Einkaufszentren. Best Practice Beispiele veranschaulichten, wie zukunftsweisende Projekte bereits heute die Weichen für den Erfolg von morgen stellen.

Innovative Nutzungskonzepte für das Einkaufszentrum der Zukunft

Martina Wasserbauer, Senior Expert für Immobilien- und Marketing Management bei der RegioPlan Consulting GmbH, und Sascha Stadnikow, Head of Acquisition der EKAZENT Management GmbH, beleuchteten auf dem 26. Retail-Symposium in Wien innovative Nutzungskonzepte für zukunftsfähige Einkaufszentren.

Um im Zeitalter des Online-Handels relevant zu bleiben, müssen Einkaufszentren ihre Nutzungskonzepte anpassen und erweitern. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Integration vielfältiger Angebote, die über den reinen Einzelhandel hinausgehen.

Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie und Serviceangeboten

Ein zukunftsweisendes Nutzungskonzept setzt auf eine ausgewogene Mischung verschiedener Bereiche:

  1. Einzelhandel: Ein breites Spektrum an Geschäften bleibt weiterhin das Herzstück eines jeden Einkaufszentrums.
  2. Gastronomie: Restaurants, Cafés und Food Courts laden zum Verweilen ein und steigern die Aufenthaltsqualität.
  3. Serviceangebote: Dienstleistungen wie Friseure, Reinigungen oder Schneidereien ergänzen das Angebot und erhöhen den praktischen Nutzen für Besucher.

Durch diese Vielfalt werden Einkaufszentren zu Orten, an denen Besucher mehrere Bedürfnisse auf einmal erfüllen können.

Integration von Erlebnisangeboten und Eventflächen

Um Besucher anzuziehen und zu binden, setzen innovative Nutzungskonzepte verstärkt auf Erlebnisangebote und Eventflächen:

  • Kinos, Spielhallen oder Fitnessclubs bieten Unterhaltung und Freizeitmöglichkeiten.
  • Flexible Eventflächen ermöglichen die Durchführung von Veranstaltungen, Ausstellungen oder Workshops.
  • Erlebnisorientierte Einzelhändler wie Concept Stores oder interaktive Showrooms schaffen einzigartige Einkaufserlebnisse.

Durch die Integration solcher Angebote werden Einkaufszentren zu Destinationen, die mehr bieten als reines Shopping.

Förderung lokaler Marken und Pop-up-Stores

Innovative Nutzungskonzepte legen zudem Wert auf die Förderung lokaler Marken und die Einbindung von Pop-up-Stores:

  1. Lokale Marken und Designer erhalten Raum, um ihre Produkte zu präsentieren und zu verkaufen. Dies stärkt die regionale Wirtschaft und verleiht dem Einkaufszentrum ein individuelles Flair.
  2. Pop-up-Stores ermöglichen es Marken, temporär Präsenz zu zeigen und neue Konzepte zu testen. Für Besucher bieten sie Abwechslung und die Chance, Neues zu entdecken.

Durch die Kombination etablierter Marken mit lokalen Anbietern und wechselnden Pop-up-Stores entsteht ein dynamischer und attraktiver Branchenmix.

Die vorgestellten innovativen Nutzungskonzepte zeigen, wie Einkaufszentren sich zukunftsfähig aufstellen können. Durch die Integration verschiedener Bereiche, die Schaffung von Erlebnissen und die Förderung lokaler Marken entwickeln sie sich zu multifunktionalen Destinationen, die weit mehr bieten als traditionelles Shopping.

Technologische Anpassungen und Digitalisierung

Neben innovativen Nutzungskonzepten spielen auch technologische Anpassungen und die Digitalisierung eine Schlüsselrolle für die Zukunftsfähigkeit von Einkaufszentren. Sascha Stadnikow, Head of Acquisition der EKAZENT Management GmbH, und Martina Wasserbauer, Senior Expert für Immobilien- und Marketing Management bei der RegioPlan Consulting GmbH, beleuchteten auf dem 26. Retail-Symposium in Wien die Bedeutung dieser Aspekte.

Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen Einkaufszentren verstärkt auf die Integration moderner Technologien. Dazu zählen unter anderem:

  1. Smart Building Technologien: Durch den Einsatz vernetzter Sensoren und intelligenter Steuerungssysteme lassen sich Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort verbessern. So können beispielsweise Beleuchtung, Klimatisierung und Zugangskontrolle optimiert werden.
  2. Digitale Kundenbindung: Apps und digitale Plattformen ermöglichen es Einkaufszentren, mit ihren Besuchern in Kontakt zu bleiben und maßgeschneiderte Angebote zu unterbreiten. Über diese Kanäle können Informationen zu Aktionen, Events oder Sonderangeboten bereitgestellt werden.
  3. Digitalisierte Parksysteme und Wegführung: Intelligente Parksysteme erleichtern Besuchern das Auffinden freier Parkplätze und verkürzen Suchzeiten. Digitale Wegführungssysteme unterstützen die Navigation innerhalb des Zentrums und ermöglichen eine effiziente Orientierung.

Durch die Implementierung dieser technologischen Lösungen können Einkaufszentren nicht nur die Kundenzufriedenheit steigern, sondern auch Betriebskosten senken und ihre Wettbewerbsposition stärken. Die Digitalisierung eröffnet zudem neue Möglichkeiten der Datenanalyse und ermöglicht es, das Angebot noch gezielter auf die Bedürfnisse der Besucher abzustimmen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Integration moderner Technologien und die Digitalisierung von Prozessen unverzichtbare Bausteine für die Multifunktionalität und Zukunftsfähigkeit von Einkaufszentren darstellen. Nur durch die konsequente Anpassung an die digitale Welt können Retail Immobilien langfristig relevant bleiben und sich als attraktive Destinationen positionieren.

Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien als Grundpfeiler

Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Entwicklung zukunftsfähiger Einkaufszentren. Auf dem 26. Retail-Symposium in Wien beleuchteten Martina Wasserbauer, Senior Expert für Immobilien- und Marketing Management bei der RegioPlan Consulting GmbH, und Sascha Stadnikow, Head of Acquisition der EKAZENT Management GmbH, die Bedeutung dieser Aspekte für die Multifunktionalität von Retail Immobilien.

Energieeffiziente Bauweise und Betrieb

Ein zentraler Aspekt der Nachhaltigkeit ist die energieeffiziente Bauweise und der Betrieb von Einkaufszentren. Durch den Einsatz moderner Technologien und intelligenter Steuerungssysteme lassen sich Energieverbrauch und CO2-Emissionen deutlich reduzieren:

  1. Smart Building Technologien optimieren Beleuchtung, Klimatisierung und Zugangskontrolle.
  2. Die Sanierung von Bestandsgebäuden erfolgt mit neuer Haustechnik und energieeffizienten Fenstern.
  3. Bei Neubauten kommen Konzepte wie Geothermie, Luftwärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen zum Einsatz.

Diese Maßnahmen senken nicht nur die Betriebskosten, sondern tragen auch maßgeblich zum Umweltschutz bei.

Grünflächen und nachhaltige Mobilitätskonzepte

Die Integration von Grünflächen und nachhaltigen Mobilitätskonzepten ist ein weiterer wichtiger Baustein für zukunftsfähige Einkaufszentren:

  • Begrünte Dachflächen und Fassaden verbessern das Mikroklima und erhöhen die Aufenthaltsqualität.
  • Fahrradstellplätze und Lademöglichkeiten für E-Bikes fördern umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten.
  • Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr reduziert den Individualverkehr und die damit verbundenen Emissionen.

Durch diese Maßnahmen werden Einkaufszentren zu grünen Oasen inmitten urbaner Räume und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Förderung von lokalen und nachhaltig produzierenden Unternehmen

Durch die gezielte Ansprache und Einbindung solcher Unternehmen können Einkaufszentren nicht nur ihre eigene Nachhaltigkeitsperformance verbessern, sondern auch einen positiven Einfluss auf das Konsumverhalten ausüben.

Die Integration von Nachhaltigkeits- und ESG-Kriterien ist ein komplexer Prozess, der jedoch maßgeblich zur Zukunftsfähigkeit von Einkaufszentren beiträgt. Durch energieeffiziente Bauweise, grüne Infrastruktur und die Förderung nachhaltiger Mieter entwickeln sich Retail Immobilien zu Vorreitern einer ökologisch und sozial verantwortlichen Quartiersentwicklung.

Community-Building und soziale Integration

Neben innovativen Nutzungskonzepten, technologischen Anpassungen und Nachhaltigkeitsaspekten spielt auch das Community-Building und die soziale Integration eine zentrale Rolle für die Zukunftsfähigkeit von Einkaufszentren. Martina Wasserbauer, Senior Expert für Immobilien- und Marketing Management bei der RegioPlan Consulting GmbH, und Sascha Stadnikow, Head of Acquisition der EKAZENT Management GmbH, beleuchteten auf dem 26. Retail-Symposium in Wien die Bedeutung dieser Aspekte für die Multifunktionalität von Retail Immobilien.

Schaffung von Begegnungsräumen und Veranstaltungsorten

Ein wichtiger Faktor für das Community-Building ist die Schaffung von Begegnungsräumen und Veranstaltungsorten innerhalb von Einkaufszentren:

  1. Plazas und Aufenthaltsbereiche laden zum Verweilen und zum Austausch ein.
  2. Flexible Veranstaltungsflächen ermöglichen die Durchführung von Events, Workshops oder Ausstellungen.
  3. Gastronomische Angebote fungieren als soziale Treffpunkte und fördern die Interaktion.

Durch die Integration solcher Räumlichkeiten werden Einkaufszentren zu Orten der Begegnung und des gesellschaftlichen Lebens.

Integration sozialer und kultureller Einrichtungen

Die Einbindung sozialer und kultureller Einrichtungen ist ein weiterer Schlüssel zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls:

  • Kindertagesstätten oder Seniorentreffs sprechen spezifische Zielgruppen an und erhöhen die Aufenthaltsqualität.
  • Bibliotheken, Galerien oder Musikschulen bereichern das Angebot und schaffen Anknüpfungspunkte für kulturelle Aktivitäten.
  • Gesundheits- und Bildungseinrichtungen wie Arztpraxen oder Volkshochschulen decken wichtige gesellschaftliche Bedürfnisse ab.

Durch die Integration solcher Einrichtungen entwickeln sich Einkaufszentren zu multifunktionalen Quartierszentren, die weit über den Einzelhandel hinausgehen.

Unterstützung gemeinnütziger Projekte und Initiativen

Durch das Engagement für gemeinnützige Zwecke übernehmen Einkaufszentren soziale Verantwortung und stärken ihre Verbindung zur lokalen Gemeinschaft.

Die Referenten betonten, dass die Integration von Community-Building-Maßnahmen und sozialen Aspekten für die Zukunftsfähigkeit von Einkaufszentren von entscheidender Bedeutung ist. Nur wenn Retail Immobilien zu lebendigen Treffpunkten und integrativen Bestandteilen des gesellschaftlichen Lebens werden, können sie ihre Multifunktionalität voll entfalten und langfristig erfolgreich sein.

Die Zukunft ist jetzt: Best Practice Beispiele und wegweisende Projekte

Auf dem 26. Retail-Symposium in Wien stellten Martina Wasserbauer, Senior Expert für Immobilien- und Marketing Management bei der RegioPlan Consulting GmbH, und Sascha Stadnikow, Head of Acquisition der EKAZENT Management GmbH, zukunftsweisende Projekte vor, die bereits heute die Multifunktionalität erfolgreich umsetzen.

Vorstellung erfolgreich umgesetzter Konzepte und deren Auswirkungen

Ein Paradebeispiel ist das Einkaufszentrum Hietzing in Wien, das in den 1960er Jahren erbaut wurde. Trotz seiner exzellenten Lage drohte das Center an Attraktivität zu verlieren. Durch eine umfassende Repositionierung, die innovative Nutzungskonzepte, technologische Anpassungen und Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigte, gelang es, den Standort zukunftsfähig zu machen:

  1. Integration eines Lebensmittelankermieters und Gewinnung neuer Büro- und Wohnmieter
  2. Abriss und Neubau eines Bauteils unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien
  3. Sanierung des Bestandsgebäudes mit neuer Haustechnik und energieeffizienten Fenstern

Durch diese Maßnahmen konnte der jährliche Netto-Mietertrag nahezu verdoppelt werden, während gleichzeitig die Attraktivität und Frequenz des Centers gesteigert wurde.

Ausblick auf kommende Trends und Entwicklungen im Einzelhandelssektor

Die vorgestellten Best Practice Beispiele geben einen Ausblick auf die Trends und Entwicklungen, die den Einzelhandelssektor in Zukunft prägen werden:

  1. Multifunktionalität als Schlüssel zum Erfolg: Die Integration verschiedener Nutzungen und die Schaffung von Synergien werden zum Standard für zukunftsfähige Einkaufszentren.
  2. Digitalisierung und Technologie als Enabler: Die konsequente Digitalisierung von Prozessen und der Einsatz moderner Technologien werden unverzichtbar, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
  3. Nachhaltigkeit als Differenzierungsmerkmal: Einkaufszentren, die konsequent auf Nachhaltigkeit setzen, werden sich positiv von Wettbewerbern abheben und die Erwartungen von Mietern und Besuchern erfüllen.

Um diese Trends erfolgreich zu gestalten, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Eigentümern, Betreibern, Mietern und der öffentlichen Hand erforderlich. Nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen meistern und die Chancen der Multifunktionalität nutzen.

Conclusion

Die Multifunktionalität entwickelt sich zunehmend zum zentralen Merkmal erfolgreicher Einkaufszentren. Innovative Nutzungskonzepte, technologische Anpassungen, Nachhaltigkeitsaspekte und die soziale Dimension spielen eine Schlüsselrolle für die Zukunftsfähigkeit von Retail Immobilien. Auf dem 26. Retail-Symposium in Wien beleuchteten Martina Wasserbauer, Senior Expert für Immobilien- und Marketing Management bei der RegioPlan Consulting GmbH, und Sascha Stadnikow, Head of Acquisition der EKAZENT Management GmbH, diese Aspekte anhand von Best Practice Beispielen und zukunftsweisenden Projekten.

Die vorgestellten Konzepte und Lerneffekte zeigen, dass eine ganzheitliche Betrachtung und mutige Anpassungen erforderlich sind, um Einkaufszentren fit für die Zukunft zu machen. Multifunktionalität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden zu den bestimmenden Trends im Einzelhandelssektor, die es durch eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten erfolgreich zu gestalten gilt. Nur so lassen sich die Herausforderungen meistern und die Chancen der Multifunktionalität nutzen, um Einkaufszentren als zukunftsfähige und attraktive Destinationen zu positionieren.

Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:00 Verehrte Gäste, ganz kurz, zwei Minuten Eigenwerbung müssen sein, weil sonst kriege ich Ärger mit meinem Chef. Was ist die EKZN Management? Wir sind ein österreichischer Assetmanager mit Kundenfokus auf institutionelle Investoren und Family Offices. Bieten im Wesentlichen natürlich das klassische kaufmännische technische Assetmanagement in allen wesentlichen Assetklassen an, aber haben auch, und das ist ein Schwerpunkt bei uns, ein eigenes Center-Management, also wir kümmern uns wirklich aktiv um Retail-Immobilien sehr intensiv. Nachdem wir ein kleines Eigentümer geführtes Unternehmen sind, haben wir schnelle Entscheidungswege,

0:39 wir können schnell auch unseren eigenen Vertrieb anbieten. Ein Schwerpunkt, den wir heute uns anschauen werden, konkret am Beispiel Hitzing, ist das Thema Repositionierung von Immobilien, was aus unserer Sicht in Zukunft immer wichtiger werden wird. Wir haben eine eigene App und wir haben auch das Thema, das kam jetzt gerade im Vorthema schon dran, das Thema ESG, also wir kümmern uns sehr stark um das Thema ESG Energieoptimierung, haben da auch eine eigene Truppe dafür in der Gruppe und zum Abschluss, also in Summe verwalten wir derzeit rund 450.000 m² in den ersten Klassen Wohnen, Hotel, Büro und natürlich Retail.

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1:18 So, das konkrete Thema heute, wo es gehen würde, oder auch nicht. Das konkrete Thema heute, vielleicht einleitend, ich erzähle jetzt ein bisschen, das werden Sie alle wissen, Nutzungskonzepte von Immobilien ändern sich natürlich im Laufe der Zeit. Es gibt Wandel in den Bezirken, wo die Immobilien sind, Zuzug, Wegzug, es ändern sich, sehen wir auch Arbeitswelten, es gibt neue Anforderungen an Büros, es gibt touristische Anforderungen. Das heißt, da wo an einem Standort ursprünglich ein Einkaufszentrum super funktioniert hat oder ein Bürogebäude super funktioniert hat, und früher war das ja auch von vielen Investoren gewünscht,

1:58 reinsortige Nutzungsarten, also keine gemischten Nutzungen, sondern wirklich reinsortig, möglichst eben nur Retail, nur Wohnen, nur Büro, sehen wir halt jetzt eine Entwicklung hin, dass man sagt, man muss sich gerade mit älteren Standorten, gerade im Bestandsgeschäft, wirklich sehr intensiv beschäftigen und sich überlegen, was kann diesen Standort in Zukunft wirklich attraktiv machen. Die Martin hat schon gesagt, das E-Kanzen Hitzing wird sehr vielen, die hier im Saal sind, ein Begriff sein, gerade wenn sie in Wohnein, das ist das älteste Einkaufszentrum Österreichs, gebaut in den 60er Jahren,

2:31 ist in einer absolut genialen Lage mitten im Zentrum Hitzing, so die Lage ist unschlagbar, ist natürlich im Laufe der Zeit ein bisschen Jahre gekommen, es wurde als Nahversorgungszentrum konzipiert, mit Büronutzung, hat auch ganz gut funktioniert. Wir haben es dann 2017 erworben, haben uns dann das Objekt sehr genau angesehen und gemerkt, naja, die Vermietung, sie fängt schon an, so langsam leichte Risse zu kriegen, also hast immer wieder im Centermanagement gemerkt, dass die Retail-Mieter unzufrieden sind, das gehen wir hier raus, es kommt zu Leerständen, wir hatten es in der Gastronomie, wir hatten es im Bürobereich, das heißt, wir haben gesehen,

3:07 das einfach so weiter zu nutzen und versuchen, einfach jetzt vielleicht mit Pop-up-Stores vorübergehend vollzukriegen, ist keine langfristige Nutzungsart für diese Lage und für dieses Zentrum. Das heißt, wir haben uns sehr, sehr genau angesehen, was passt zu diesem Standard, das war also eine sehr intensive Standardanalyse, eine technische Analyse auch des Gebäudes und ein Konzept, wie man befruchtend in dem gesamten Center für alle Mieter und damit auch für die Eigentümer einen Mehrwert schaffen kann. Und so sind wir hergegangen, ich gehe jetzt einfach im Bild mal ein bisschen weiter, dass man es sieht, so.

3:43 Wir haben uns überlegt, na gut, also grundsätzlich ist und bleibt das ein Nahversorgungszentrum, weil das ist einfach, hat eine Riesenfrequenz, ist in Hitzing perfekt eingeführt, da gehen wirklich alle, die da wohnen, gehen da für ihre täglichen Einkäufe hin, aber wir hatten ein Problemkind sozusagen, wir hatten aus historischen Zeiten einen Retail-Mieter drin, der mittlerweile auf viel zu viel Fläche war. Der hat wirklich Probleme gehabt, weil er auf der Riesenfläche, für die er Miete zahlen musste, bei weitem nicht diese Umsätze erwirtschaften konnte und das war der erste große, keine große Erkenntnis,

4:12 aber der erste Schritt, wir hatten in diesem Center, obwohl es Nahversorgung ist, keine Lebensmittelanker. Das heißt, die erste Idee war mal zu sagen, okay, finden wir einen Lebensmittler, in dem Fall war es dann Billa Corso, der den Standort haben will, der sich dafür interessiert. Und dann haben wir begonnen, um rumzubauen, zu sagen, okay, wenn wir den Billa Corso da reinbringen, wird man wahrscheinlich baulich was tun müssen, ganz sicher sogar, können wir weitere Nutzer finden, die dann auch für dieses Center, auch für die Retail-Mieter Gewinn bringen sind und haben im nächsten Schritt einen Top-Büro-Mieter

4:42 gefunden mit Denkstadt. Das ist eine der führenden ESG-Beratungsfirmen aus Wien, die da ihren Standort hin verlegen, weil wir gesagt haben, da wohnen viele Leute von Denkstadt auch hin dagegen. Das heißt, es ist ein naher Weg zur Arbeit, das heißt eben kein Großkonzern, sondern ein mittelständisches Unternehmen, das dann einfach seinen Mitarbeitern kurze Wege anbieten kann. Wenn die Mitarbeiter da hineinkommen, dann werden die wahrscheinlich hoffentlich auch im Center einkaufen, da profitieren die Retail-Mieter davon, sie können ihr tägliches Geschäft erledigen. Und die dritte Nutzung, die wir uns dann überlegt haben,

5:13 weil natürlich die Lage mitten in Hitzing nahe an Schönbrunn natürlich fast nach Geschrien hat, war eine touristische Nutzung. Wir haben dann uns überlegt, ein Hotel, ein Airball-Hotel passt nicht so gut in diesen Rahmen, es gibt da nebendran eins, aber das passt nicht so gut in den Rahmen. Und haben dann mit Lime Home einen führenden Service-Department-Anbieter aus Deutschland gefunden, der da reingeht mit großer Fläche, was auch hier wiederum dazu führt, wenn Lime Home drin ist, die Leute also temporär kommen für ein Wochenende oder auch für ein paar Wochen, werden die auch wieder im Center auf der Retail-Seite

5:44 hoffentlich für mehr Umsätze sorgen, sie werden die Gastronomie benutzen, sie machen den Standort bekannter, sodass wir damit gesagt haben, okay, mit diesem Gesamtkonzept, was wir da jetzt erarbeitet haben, lohnt es sich auch wirklich massiv baulich ins Gebäude reinzugehenden Bestand viel zu investieren. Wir haben einen Bauteil komplett abgerissen, der wird neu gebaut, wir machen sehr viel im Bereich ESG, da kommen wir, glaube ich, dann noch ein bisschen drauf und wir haben im Prinzip und wir sanieren einen ganz großen Block. Und worum können wir das tun? Weil wir den Eigentümern zeigen konnten,

6:20 dass wir durch diese Maßnahmen, die wir da jetzt umgesetzt haben, den jährlichen Netto-Mietertrag nahezu verdoppelt haben. Das ist jetzt gerade im Umbau, wir sind mitten in der Bauphase, also wenn Sie vorbeifahren in Hitzing, werden Sie sehen, das ist eine richtige Baustelle, schaut noch relativ wild aus, aber langsam kriegt schon Ihr Gesicht und voraussichtlich mitten im nächsten Jahr wird alles fertig sein. Wir bauen da noch ein paar Eigentumswohnungen auch noch in, also wenn jemand eine Eigentumswohnung braucht mit dem Hitzing, kann er Sie gerne an mich wenden, nein, das ist ein Scherz. Ich gehe dabei, wir haben Makler.

6:46 Natürlich, natürlich. Also wir bauen noch ein paar Wohnungen, das heißt, im Prinzip ist das die Idee dahinter einfach, so ein Center, das 60 Jahre alt ist, das hätte natürlich weit laufen können, aber das wäre nicht mehr in der Qualität weiter zu betreiben gewesen, so zukunftsfähig zu machen, dass es die Einnahmen stabilisiert und dass wir im Asset Management wollen, Einnahmen stabilisieren, wenn es geht auch optimieren, um einfach langfristig die Cashless zu sichern und das, was auch gerade die Kollegen aus der Bewertung festgestellt haben, um einfach damit auch den Wert der Immobile zu erhalten und sie eben auch fit für die Zukunft zu machen.

7:16 So viel mal zu Hitzing. Das zu Hitzing, ja, und ich überfrage, also für mich nicht nur als Immobilienmakler, sondern auch als Teil der Regio Plan, wenn wir Nutzungsgutachten erstellen und Potenzialanalysen machen, merken wir, wir müssen immer mehr in die Tiefe gehen, um auch die Mieter zu finden und zu halten, das ist aus der einer Sicht jetzt, aus der Betreiber Sicht möglich und wichtig, dass man vielleicht die Mieter länger hält. Ich bin sehr gespannt auf die Antwort, weil ich habe die Frage nämlich letztes Jahr auch Westfield Gestellt, Also vielleicht hat sich da ja was verändert in diesem Jahr, aber das würde mich sehr interessieren,

7:51 was kann man da tun? Wie gesagt, wir haben ja ein eigenes Centermanagement, das heißt, wir haben wirklich Kollegen, die intensiv in und in uns betreuten Einkaufszentren, Fachmarktzentren, zwei Outlet-Center tätig sind und mit den Mietanständigen in Kontakt sind und wir haben auch da ein kleines Fraxisbeispiel, wie wir das machen. Wir haben gemeinsam mit der UBM das sogenannte Akazent-Portfolio, das sind 29 Nachversorgungsliegenschaften in und um Wien mit ungefähr 65.000 Quadratmeter Nutzfläche, fast ausschließlich Retail, fast ausschließlich Nachversorgung und da machen wir eben für dieses Joint-Venture,

8:26 für das Portfolio das Centermanagement und da ist das Thema durch die intensive Betreuung der Mieter und auch das Gewinnen, das Netzwerk, das wir haben, das Gewinnen neuer Mieter, ist es uns gelungen, diesen gesamten Lehrstand über die gesamten Portfolio Größe 65.000 Quadratmeter ist nicht klein, von knapp 10% auf 1,5% zu senken, die Leerstatszeiten auf durchschnittlich drei bis vier Monate nur zu senken und ein konkretes Beispiel, wo man das Ganze für die bestehenden Mieter auch attraktiver gemacht hat, es gibt das Zentrum Schwächert, das ist ein kleines Einkaufszentrum, Nahversorger typisch und da ist es uns gelungen,

9:02 um mehr Frequenz in dieses Zentrum Schwächert zu bringen, so in Konkurrenz mit einem anderen Standort in Schwächert ein Primärversorgungszentrum auf knapp 500 Quadratmetern als Mieter zu gewinnen, was zum einen natürlich für uns Lehrstand reduziert hat, das ist ja mal der Vorteil, dass es Mieternahmen bringt, aber auch wiederum diesen Center Frequenz bringt, weil einfach jetzt auch eine andere Kundennutzungsart erfolgt, die halt einfach auch wieder, gut, wenn die zum Primärversorgungszentrum gehen, gehen sie halt vielleicht eben auch, um dass sie zum Biller, zum Feed-in, zum Radarzt und kaufen ein, das ist

9:31 so ein Beispiel auch, was wir im täglichen Geschäft versuchen umzusetzen. Thema ISG, klar ist das auch bei euch Thema, es ist bei jedem Thema, deswegen will ich mich da auch gar nicht zu lange jetzt aufhalten, trotzdem die Nachhaltigkeit der Flächen, ist es eurer Meinung nach möglich, dass man auch für eine Verhinderung oder Verringerung der Flächenversiegelung schon Flächen baut, die nachhaltig und mehrfach genutzt werden können? Wir gehen fix davon aus, wir haben das ja auch, ich komme mal kurz auf Heatsink zurück, Heatsink ein Bestandsprojekt aus den 60er Jahren, also schon mal Vorteil, wenn wir es umbauen,

10:09 haben wir schon mal keine Flächenversiegelung, was schon mal für den ISG-Gedanken sehr sehr hilfreich und gut ist, wenn man nichts Neues zubauen muss. Wir haben auch dann zum Beispiel, weil wir einen Bauteil ja abgebrochen haben und den neu errichten, haben wir in dem Zuge gesagt, okay hier können wir die Energieversorgung umstellen auf Luftwärmepumpen, wir können mit Bauteilaktivierung heizen und kühlen, es kommt natürlich eine PV-Anlage aufs Dach, das heißt, man kann auch bei solchen Maßnahmen, die kosten zwar Geld klarerweise, aber wenn sie in so einem Gesamtkonzept eingebettet sind, kann man sehr sinnvoll aus unserer Sicht im ISG fitter

10:39 werden, die Sanierung des Bestandsgebäudes auf der anderen Seite erfolgt natürlich mit neuer Haustechnik, mit neuen Fenstern, das heißt, auch hier kann man sehr viel auf der Energieseite tun und eben bei Neubauten kann man es ja sowieso, das haben wir auch schon gehört, schon einplanen, wenn du heute sagst, okay, eine grüne Wiese, ich bau was rein, das machen wir im Wohnbau zum Beispiel, naja, dann ist Geothermie einfach heute schon mal Standard, das heißt, wir machen, bevor wir anfangen, das Gebäude zu errichten, wird in die Tiefe gebohrt, weil ich damit einfach sicherstellen kann, egal, ob das Wohnbauplan bleibt oder irgendwann mal eine andere

11:09 Nutzung erfährt, ich hab einfach schon mal viel Energie, die ich aus dem Boden gewinne, wo ich dann einfach keine externe Energieträger mehr brauche, sondern mich eigentlich im Wesentlichen selber versorgen kann. Dann ist die Öffnung von Hitzing? Wahrscheinlich Mitte 25, es ist ja offen, es ist im Laufe ne Betriebe, also das Center hat aber die Gesamt, das gesamte Refurbishment wird Mitte 25 wahrscheinlich jetzt. Gibt's Ein Fest? Ich geh mal davon Aus. Dann werden wir euch alle dort sehen, ich bedanke mich für die Einblicke und auch für die Hintergründe. Dankeschön Auch. Super, wow, Dankeschön, super Spaß.

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