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Die KI-Landschaft im Wandel: Ein Überblick über aktuelle Trends und Herausforderungen

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In der sich rasant entwickelnden Welt der künstlichen Intelligenz (KI) zeichnen sich interessante Trends ab. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus einem aktuellen Interview zusammen und beleuchtet die Veränderungen in der KI-Branche sowie die Herausforderungen für Unternehmen.

Wachstum und Spezialisierung

Die KI-Szene erlebt derzeit ein explosionsartiges Wachstum. Neue Produkte und Lösungen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Unternehmen suchen verstärkt nach maßgeschneiderten Lösungen für ihre spezifischen Probleme. Dies führt zu einer Situation, in der mittelständische Unternehmen schnell mit einer Vielzahl von Anbietern für verschiedene Lösungen konfrontiert sein können.

Vorsicht und Zurückhaltung

Mit der bevorstehenden Einführung des AI Acts und einer zweijährigen Übergangsfrist zeigt sich bei Kunden eine zunehmende Vorsicht. Viele Unternehmen zögern, zu viele KI-Lösungen zu implementieren, da sie den zukünftigen Aufwand schwer einschätzen können. Diese Zurückhaltung ist nicht nur durch regulatorische Unsicherheiten bedingt, sondern auch durch den Wunsch, die Anzahl externer Anbieter für verwandte Themen zu begrenzen.

Konsolidierung der Anbieter

Ein bemerkenswerter Wandel in der Branche ist die Konsolidierung von Anbietern. Früher gab es viele spezialisierte Unternehmen, die sich auf einzelne Dokumententypen oder Kanäle konzentrierten. Heute entwickeln sich diese Anbieter zu Plattformen, die eine Vielzahl von Anwendungsfällen abdecken. Dies ermöglicht es Unternehmen, umfassendere Lösungen von weniger Anbietern zu beziehen.

Strategische Planung

Für Unternehmen wird es zunehmend wichtig, ihre KI-Strategie langfristig zu planen. Sie müssen nicht nur aktuelle Bedürfnisse berücksichtigen, sondern auch zukünftige Anforderungen antizipieren. Diese vorausschauende Planung hilft, die Anzahl der benötigten Systeme zu reduzieren und letztendlich auf einen einzigen Anbieter mit verschiedenen Anwendungen zu setzen.

Marktdynamik und Nischen

Trotz der Dominanz großer Tech-Unternehmen wie Microsoft gibt es weiterhin Raum für spezialisierte Anbieter. Besonders in Bereichen wie der Integration von Buchhaltungssystemen oder der Anpassung an lokale Vorschriften können kleinere, spezialisierte Unternehmen erfolgreich sein. Diese Nischen sind oft zu komplex oder zu spezifisch für große Konzerne, die sich eher auf breitere, globale Lösungen konzentrieren.

Ausblick auf die KI-Regulierung

Mit der bevorstehenden Einrichtung einer KI-Behörde in Österreich und der Umsetzung des AI Acts stehen wichtige regulatorische Änderungen bevor. Es wird erwartet, dass diese Entwicklungen zu mehr Transparenz und einer Vereinfachung von Zertifizierungsprozessen führen werden. Dies könnte die Kosten für Zertifizierungen deutlich senken und das Wissen im gesamten Ökosystem erhöhen.

Fazit

Die KI-Landschaft befindet sich in einem dynamischen Wandel. Unternehmen müssen ihre Strategien sorgfältig planen, um von den Vorteilen der KI zu profitieren, ohne sich in einer Vielzahl von Systemen und Anbietern zu verstricken. Die kommenden regulatorischen Änderungen werden voraussichtlich zu mehr Klarheit und Effizienz in der Branche führen. Für den Wirtschaftsstandort insgesamt spielen diese Entwicklungen zwar eine wichtige Rolle, sind aber im größeren Kontext eher als ein kleiner, wenn auch bedeutsamer Schritt zu betrachten.

Standortpolitik und Wirtschaftsentwicklung

Aus Regierungssicht braucht es einen strategischen Standort. Politisch muss ein Pflock gesetzt werden, ähnlich wie bei Halbleitern in Villach vor Jahrzehnten. Dort sitzen heute Infineon und Intel. Der Biotechcluster St. Marx ist ein großes Erfolgsmodell, vor etwa 30 Jahren gestartet. Auch der Autocluster Steiermark ist zu nennen.

Digitaler Aufholbedarf

Im Digitalbereich muss Österreich jetzt aufholen. In den letzten zwei Legislaturperioden wurde ein Jahrzehnt versäumt. Linz bietet sich an, rund um die Johannes Kepler Universität. Mit der nächsten Regierung besteht die letzte Chance, sonst hat Österreich den Anschluss verpasst.

Forschung und Förderung

Wir haben einen der besten Forschungsplätze Europas für Large Language Models und automatisierte Sprachverarbeitung. Trotzdem gibt es keine spezialisierten Förderungen oder Betriebsansiedlungen. Hier muss dringend gehandelt werden. Die Fokussierung der jetzigen Regierung auf den AI Act ist für den Wirtschaftsstandort weniger relevant. In 30 Jahren wird niemand nach einer KI-Behörde fragen, sondern ob es einen Digitalcluster gibt.

Wirtschaftliche Lage Europas

Die aktuelle Situation ist besorgniserregend. Der ärmste US-Bundesstaat hat inzwischen ein höheres Pro-Kopf-BIP als das reichste EU-Land, Steueroasen ausgenommen. Die USA sind uns wirtschaftlich davongezogen. China wird uns in der Gesamtwirtschaftsleistung überholen, Indien folgt nächstes Jahr. Die Aussichten für Europa sind düster. Wir investieren weniger in Forschung, haben kaum große Unternehmen und der Anteil europäischer Produkte sinkt stetig.

Notwendigkeit des Umdenkens

Ein Umdenken ist dringend nötig. Wenn es zu spät kommt, wird es schwierig. Wir sollten die Umsetzung des Gesetzes beobachten und analysieren, welche konkreten Auswirkungen es auf Unternehmen hat.


Transkript

0:08 Vielleicht abschließend jetzt noch, momentan die EIS-Szene wächst, es wachsen, es schießen Produkte aus dem Boden wie die Schwammadel, momentan kann man fast sagen, Unternehmen suchen für ihre speziellen Probleme nach speziellen Lösungen. Wenn ich jetzt ein mittleres Unternehmen habe, zum Beispiel Delta-Architekturbüro, 400 Mitarbeiter, da kann es ja sehr schnell dazu kommen, dass ich 5 6, 7, 8, 9 Anbieter für verschiedene Lösungen dann zusammen habe, der AI-Act zwei Jahre Übergangsfrist, merkst du,

0:48 dass langsam beim Kunden Vorsicht einkommt und, ich will jetzt nicht zu viel machen, weil ich weiß dann nicht, wie groß mir mein Aufwand am Ende wird. Ja, lustigerweise nicht jetzt auch von der AI-Act-Zeiten getrieben, aber aus dieser, man will nicht mit zu viel externer Anbieter themenverwandte Sachen durchführen, da merkt man das schon und das hat sich sehr stark gewandelt. Wenn ich mir anschaue, also diese AI-Linescap, die ich früher erwähnt habe, die mache ich jetzt seit 2017, mittlerweile sind dort knapp 400 Organisationen drinnen und zum Beispiel, es hat in der Frühphase Unternehmen gegeben,

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1:25 die sich ausschließlich auf Andokumenten zum Beispiel spezialisiert haben, also es gibt Unternehmen, können dir Rechnungen erkennen, auslesen und in ein Buchhaltungssystem reinschreiben, dann hat es das selbe gegeben für Bestellungen. Warum? die, wie soll sagen, der Bestellung ist es ganz wichtig, dass ihr auf die einzelnen natürlich Gegenstände die bestellt worden sind, herausfiltert und dass da nicht mehr Warnwirtschaft reinkommt. Und aus Kundensicht war da immer das Problem, es ist schön, ich mit einem zusammenarbeite oder zwei, aber irgendwann einmal wären das fünf oder sechs, weil dann habe ich noch das Support-System für E-Mail,

2:00 dann habe ich den Chatbot und so weiter, das wird irgendwann viel zu viel, mit dem man sich auseinandersetzen muss und dementsprechend sind diese ganzen Anbieter, die früher quasi auf Andokument waren oder auf ein Kanal, sind mittlerweile darauf umgeschwenkt, dass sich ganz ganz viele Use-Cases abdecken und das bedeutet jetzt aus Unternehmenssicht, dass man sich im Vorfeld überlegt, was will ich eigentlich, was brauche ich, was glaube ich das ich in drei Jahren brauche, das klingt vielleicht abwegiger, wenn ein Office-Umfeld kann ich sehr gut abschätzen, was ich heute automatisiere und was in drei Jahren schön

2:34 wäre zu automatisieren und dass ich dann eigentlich Plattformentscheidungen treffe. Und so komme ich eigentlich aus dieser Falle heraus, dass ich dann 7 10, 15 Systeme habe, im Endeffekt lande ich dann schon wieder bei einem einzigen Anbieter, der halt unterschiedliche Anwendungen abdeckt, also das entschärft das ganze Problem schon stark. Das Ist immer eine Koexistenz, also das Sales Force so groß geworden ist, obwohl es Microsoft Dynamics gibt, diese Art von Firmen gibt es schon in jeder Generation, die wird es auch in dieser Generation geben, aber natürlich, jetzt eine Firma wie Microsoft bei Excel verdrängt wird oder

3:17 Powerpoint wird nicht passieren und man sieht ja dann das nächstgrößere ist Google und Google 5% vom Marktanteil, also da braucht man sich nicht reinknien, aber wenn es jetzt zum Beispiel in die Richtung geht, mit Datef-Anbindung, um bei den Buchhaltungssystemen zu bleiben, da haben wir auch in Österreich sogar recht große Player, weil das ist eine Ebene, die diese Konzerne typischerweise nicht gehen wollen, weil klassische 80-20-Regelung, also es ist einfacher, die nächste Generation von Tabellenkalkulation zu machen, als wir jetzt mit den Schnittstellen in 27 EU-Ländern herumzuschlagen und die Verordnungen,

3:53 die dahinter stecken was Datenaustausch betrifft. Wirklich letzte Frage zum Abschluss, es wird eine KI-Behörde in Österreich geben, wird eine österreichische Umsetzung durch den Gesetzgeber geben, wir sind jetzt kurz vor den Wahlen und da wird nichts mehr passieren in die Richtung, nach den Wahlen, wenn du einen Appell richten könntest an die Regierung, wie soll die Umsetzung ausschauen und wie soll die KI-Behörde ausschauen, was wäre deine Wunschbehörde, dein Wunschgesetz? Mein Wunschgesetz, also ich, jetzt mit der KI-Behörde passiert, das passt schon, das ist halt wirklich diese kleine Ausschnittregulierung in

4:32 dem Ganzen, ein Outcome von dem Ganzen wird sein, dass es mehr Zertifizierungsstellen geben wird, dass mehr Transparenz herrscht, was ich überhaupt zertifizieren muss usw. usf. und dass ich dann sehr rasch runterkomme vom heute 6-stellig auf sehr viel kleinere Beträge und einfach dieses Wissen dazu steigt innerhalb des Ecosystems. Das ist eigentlich so der Wunsch an die Behörde und da bin ich auch guter Dinge, dass das passieren wird. In eine Regierung gedacht, muss man aber dazusagen, für einen Wirtschaftsstandort ist das nicht einmal ein Rundungsfehler ich würde sagen, das ist schlichtweg irrelevant, also who cares.

5:09 Was es aus Regierungssicht braucht, ist es braucht eigentlich Standort, politisch muss ein Pflok gesetzt werden, ähnlich wie das mit Halbleiter in Villach war vor Jahrzehnten, dort sitzt die Infini und dort sitzt auch die Intel, die man kennt, Biotechcluster St Marks, riesengroßes Erfolgsmodell, vor ca. 30 Jahren gestartet, dann habe ich den Autocluster Styria. Ich muss aber etwas im Digitalbereich einmal hochziehen, man hat jetzt in den letzten zwei Legislaturperioden eigentlich hat Österreich ein Jahrzehnt versäumt, das Ganze jetzt z.B. in Linz hochzuziehen, rund um die LSU dort, ich würde sagen,

5:47 jetzt ist die letzte Chance mit der nächsten Regierung, wenn nicht, dann kann man sagen, wir haben das verpasst. Und was haben wir verpasst für diejenigen die das nicht wissen? Wir haben dort einen der besten Forschungsplätze in ganz Europa für das ganze Thema, was ich jetzt mit Large Language Models oder Sprachforschern, also automatisierte Sprachverarbeitung beschäftigt und gleichzeitig 0,0 spezialisierte Förderung, Betriebsansiedlungen etc. Also da muss man definitiv in die Gänge kommen und ich sehe diese ganze Fokussierung von der jetzigen Regierung auf das Thema AI Act, das ist für den Wirtschaftsstandort irrelevant,

6:22 wenn jetzt wirklich darum geht, wenn man sich vorstellt, man sitzt in 30 Jahren zusammen, kein Mensch wird fragen, wie eine KI-Behörde war. Die Frage ist, gibt es jetzt einen Cluster oder nicht? Momentan rühmen sich ja die Politiker quer Durch Europa noch, sie dieses Gesetz überhaupt geschafft haben. Das ist eigentlich die große Tragödie unserer Zeit, die wir gerade erleben, weil also allein in den letzten zehn Jahren war es so, genau mittlerweile ist es so, dass der ärmste amerikanische Bundesstaat hat ein höheres Bruttosozialprodukt pro Kopf als das reichste

7:02 EU-Land. Wenn man jetzt einmal Steueroasenländer ausnimmt. USA ist uns massiv davon gezogen. Was die Gesamtwirtschaftsleistung betrifft, wird uns China überrollen. Indien, das wird im nächsten Jahr passieren. Und eine strategische Ansage für Europa, dunkelschwarz, also das kann gar nicht anders sein. Wir geben weniger für Forschung aus. Wir haben de facto keine großen Unternehmen und wirklich alle fünf Jahre sinkt auch der Anteil an europäische Produkte die wir verwenden. Und wenn es dann zu einem Umdenken kommt, gute Nacht. Positiv laut, gell? Nehmen wir als Schlusswort. Ich sag noch einmal Danke und vielleicht treffen wir uns

7:45 dann wieder, wenn dann das Gesetz wirklich auch umgesetzt ist und schauen uns noch einmal an, was jetzt was dann wirklich auf die Unternehmen zukommt. Ja, gern.

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