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Die KI im Kastl – und was sie für Baubetriebe kann

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Eine lokale KI-Box verarbeitet sensible Unternehmensdaten im eigenen Netzwerk, statt sie in eine Cloud zu schicken – im Baubetrieb etwa Kalkulationen, Leistungsverzeichnisse oder Nachtragsunterlagen. Die Wiener SEQIS Group hat mit razzfazz.ai eine solche Box entwickelt und dafür heuer den Constantinus Award gewonnen. Im Videointerview erklären Melanie Gau, M.A. (Senior Consultant, SEQIS und razzfazz.ai) und Mag. (FH) Alexander Weichselberger (Managing Partner der SEQIS Group), warum Datensouveränität zur Existenzfrage werden kann und warum die Verantwortung für die Box bei ihren BetreiberInnen liegt. Für die Bauwirtschaft ist das Thema doppelt relevant: Laut EY nutzten 2025 erst 13 Prozent der heimischen Immobilien- und Baubetriebe KI – und Angebotspreise gehören zu den am besten gehüteten Daten eines Bauunternehmens.

Ratzfatz? Zwei Jahre!

Der Name klingt nach „ratzfatz", also nach schnell erledigt. Schnell ging hier allerdings wenig. Rund zwei Jahre habe man nach eigenen Angaben daran gearbeitet, alle nötigen Komponenten zu einem stimmigen Ganzen zusammenzuführen. Herausgekommen ist ein kompaktes Kastl, in dem Open-Source-Sprachmodelle wie Llama oder Mistral vollständig lokal laufen. Dazu kommen Workflows, eine sogenannte RAG-Anbindung, über die firmeninterne Dokumente gesichert in die Abfragen einfließen, eine Websuche und ein Chat-Interface auf Basis von Open WebUI.

Hinter dem Produkt steht die SEQIS Group, 2001 gegründet und bislang vor allem für Softwaretest, IT-Analyse und Projektmanagement bekannt. razzfazz.ai ist der jüngste Teil der Gruppe. „razzfazz ist unser neues Baby in der Group, und zwar unser Developer-Arm", sagt Melanie Gau. Die lokale KI-Box sei dabei „das Steckenpferd".

Warum ausgerechnet ein fertig integriertes Paket? Weil Open Source zwar vieles kann, aber selten bequem ist. „Open Source ist ja oft der Startpunkt für Basteleien", sagt Weichselberger. „Wir bieten jetzt einen Stack, der voll integriert ist, wo die Dinge zusammenpassen." Die Jury des Constantinus Award vergab dafür im Juni den ersten Platz in der Kategorie Standardsoftware & Cloud Services. Beim eAward 2026 war razzfazz.ai in der Kategorie Zukunftstechnologien nominiert – übrigens gemeinsam mit der BauID der BUAK, einem der sichtbarsten Digitalisierungsprojekte der heimischen Baubranche.

Warum ist Cloud-KI bei sensiblen Firmendaten heikel?

Die Motive der KundInnen fasst Weichselberger in zwei Punkten zusammen. Der erste ist schlicht Geld: „Das, was heute in der Cloud über Tokens verrechnet wird, fordert die Budgets schon sehr stark." Der zweite wiegt schwerer. Wer KI in produktive Prozesse einbaut, braucht Stabilität – und die sieht Weichselberger in Zeiten geopolitischer Unberechenbarkeit gefährdet. „Da darf es nicht sein, dass irgendein politischer Entscheider über meine Firmenprozesse, über meine Kernprozesse entscheiden kann."

Sein Appell an Unternehmen: sich einmal ernsthaft zu überlegen, was passiert, wenn „irgendein Politiker – ich nenne jetzt keinen Namen und auch keine Länder –" Europa die Nutzung bestimmter KI-Dienste untersagt. „Wenn ich das in meine Produktion eingebaut habe, steht mein Laden. Kann ich mir das leisten?"

Das dritte Argument dürfte KalkulantInnen und Geschäftsführungen im Bau am unmittelbarsten ansprechen. „Ich habe ja kein Interesse daran, dass – wenn ich zum Beispiel ein Unternehmen kaufen will und deshalb viele Abfragen stelle – irgendwer da draußen sieht, was ich als Unternehmen wissen möchte, und dann den Preis modifiziert", sagt Weichselberger. Was er über Unternehmenskäufe sagt, gilt sinngemäß für jede Ausschreibung: Wer eine KI mit Einheitspreisen, Zuschlagssätzen oder Nachtragsstrategien füttert, will wissen, wo diese Daten landen. Die in die Box integrierte Websuche ist nach seinen Angaben deshalb so gebaut, dass Anfragen neutralisiert werden, bevor sie das Haus verlassen. Die eigentlich heikle Frage wird erst lokal gestellt. „Ich frage also nicht nach dem Vermögensstand der Firma, sondern: Was gibt es über diese Firma?"

Was bedeutet lokale KI für Bauunternehmen?

Eines vorweg: Im Interview war die Bauwirtschaft kein ausdrückliches Thema, und SEQIS nannte keine Referenzen aus der Branche. Die Frage, wo lokale KI im Baubetrieb ansetzen könnte, liegt trotzdem nahe – denn kaum ein Bereich eines Bauunternehmens kommt ohne vertrauliche Unterlagen aus.

Bereich im Baubetrieb

Typische sensible Daten

Kalkulation und Angebot

Einheitspreise, Zuschlagssätze, Preisspiegel vergangener Projekte

Ausschreibung und Vergabe

Leistungsverzeichnisse nach ÖNORM A 2063, Angebotsunterlagen, Vergabestrategien

Vertrag und Nachtrag

Bauverträge nach ÖNORM B 2110, Mehrkostenforderungen, Schriftverkehr

Planung und Dokumentation

Pläne, BIM-Modelle, Bautagebücher, Mängelprotokolle mit Fotos

Personal

Stundenaufzeichnungen, Qualifikationen, personenbezogene Daten

Der Aufholbedarf ist dokumentiert. In der EY-Studie „Digitaler Wandel in österreichischen Mittelstandsunternehmen" vom März 2025 (500 befragte Betriebe) lag der Immobilien- und Bausektor mit 13 Prozent KI-Nutzung deutlich hinter dem Schnitt. Seither hat sich einiges bewegt: Branchenübergreifend stieg der Anteil der KI-Anwender im Mittelstand laut EY-Folgestudie vom März 2026 von 26 auf 43 Prozent. Auch das Interesse in der Branche wächst: Im Technologiereport 2024 von Digital Findet Stadt (163 befragte Unternehmen) sprang das eingeschätzte Nutzungspotenzial von KI von 53 Prozent im Jahr 2022 auf 80 Prozent. Die Bremse ist dabei oft nicht die Technik, sondern die Frage, was mit den Daten passiert. In Deutschland nannten laut Bitkom 2025 immerhin 48 Prozent der Unternehmen hohe Datenschutzanforderungen als Hemmnis für den KI-Einsatz.

Hinzu kommt die Regulierung. Artikel 4 des EU AI Act verlangt seit Februar 2025 von allen Unternehmen, die KI einsetzen, Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihres Personals. Mit dem Digital Omnibus on AI, in Kraft seit 27. Juli 2026, wurde diese Pflicht abgeschwächt: Nun ist die KI-Kompetenz der MitarbeiterInnen zu fördern. Die Pflichten für Hochrisiko-KI nach Anhang III wurden zugleich auf 2. Dezember 2027 verschoben. Bei den Unternehmen ist das Thema allerdings noch nicht angekommen: Laut EY KI Readiness Check 2026 halten nur 26 Prozent der österreichischen Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden den AI Act für relevant, im produzierenden Gewerbe haben erst 15 Prozent mit konkreten Vorbereitungen begonnen.

Ganz ehrlich: Eine KI-Box ersetzt weder AVA-Software noch BIM-Werkzeuge, und kleinere lokale Modelle reichen nicht an die großen Cloud-Modelle heran. Wer aber sensible Unterlagen durchsuchen, zusammenfassen oder vergleichen lassen will, ohne sie aus der Hand zu geben, findet hier einen Ansatz, der ernsthaft geprüft werden sollte.

Die allwissende Müllhalde hat ausgedient

Lebt die Qualität einer KI nicht gerade von möglichst großen Trainingsdatensätzen? Weichselberger winkt ab. „Die großen Modelle haben bereits alles gelesen, was die Menschen produziert haben." Was diesen Modellen fehle, sei etwas anderes: „mein Confluence, meine Wissensdatenbanken, meine Preisvorstellungen, wenn ich zum Markt gehe". Genau dieses Wissen lasse sich lokal einbinden, ohne dass es das Unternehmen verlässt.

Für viele Aufgaben braucht es dafür schlicht kein Allzweck-Riesenmodell. „Reduce to the max – das, was ich brauche. Das machen wir mit unserer Box." Das zahle sich auch beim Energieverbrauch aus: „Wir betreiben unsere Box mit 300 Watt. Das braucht heute ein gescheiter Föhn." Genau genommen untertreibt er damit sogar – handelsübliche Haartrockner liegen meist deutlich darüber. Wichtiger ist ihm ohnehin die Botschaft dahinter: Man müsse aufhören zu sagen, „ich habe die allwissende Müllhalde, die ich frage, und die macht es dann schon irgendwie".

Melanie Gau ergänzt eine persönlichere Perspektive. Sie schätzt, dass das Produkt auf Open Source aufbaut und den Stack wiederum offen zurückgibt, und sieht darin auch einen Nachhaltigkeitsaspekt: gute, kleinere Modelle gemeinsam mit Firmenwissen, statt „immer mit der Gießkanne drüberzugehen". Beim geistigen Eigentum wird sie deutlich: „Vielleicht ist das auch eine Neurose von mir, aber wer weiß, wer da aller mitliest." Für sie ist die Box nicht zuletzt „eine Demokratisierung von KI, weil ich sie selbst formen kann". Ihr Wunsch: dass sich auch kleine Betriebe mehr Unterstützung holen – „ich nenne immer den Physiotherapeuten" – und KI für mehr nutzen als die Frage nach den Öffnungszeiten. Man darf ergänzen: auch das kleine Baumeisterbüro.

Was kostet das Kastl?

Die im Interview genannten 800 Euro beziehen sich auf die jährliche Subscription. Für den Gesamtaufwand ist die Hardware mitzurechnen. Der Quellcode des Stacks steht für private Nutzung und Evaluierung frei zur Verfügung; die Subscription ist die Lizenz für den kommerziellen Betrieb.

razzfazz.ai – Eckdaten laut Anbieter

Betrieb

lokal im eigenen Netzwerk, auf Wunsch komplett offline

Hardware

AMD Ryzen AI Max+ 395, 128 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher (96 GB für KI nutzbar)

Leistungsaufnahme

30 bis 300 Watt

Box samt Software-Stack (Kauf)

ab 5.990 Euro netto einmalig, erstes Subscription-Jahr inkludiert

Subscription ab dem zweiten Jahr

799 Euro netto pro Box und Jahr

Miete

ab 690 Euro netto pro Monat, Mindestlaufzeit 12 Monate

Auszeichnungen

Constantinus Award 2026 (1. Platz Standardsoftware & Cloud Services), nominiert für den eAward 2026

Wer Cloud-KI im Unternehmen bereits großflächig nutzt, kann diese Zahlen den laufenden Token-Kosten gegenüberstellen – ein Vergleich, den auch der Beitrag „KI ist nicht billig" nahelegt.

Kühlschrank, Auto und die Frage der Verantwortung

Was aber, wenn eine lokale KI aus ihrer Umgebung „ausbricht"? Die Box lasse sich komplett offline betreiben, sagt Weichselberger, sämtliche Ports seien verschließbar. Als Beispiel nennt er das Case-Management eines Versicherungsanbieters, bei dem eingereichte Reklamationsunterlagen analysiert, mit Transaktionsdaten abgeglichen und geschwärzt weitergeleitet werden. Updates werden in solchen Fällen vor Ort eingespielt.

Eine Überwachung der Nutzung gibt es dagegen bewusst nicht. „Überwachen tun wir gar nichts", sagt Weichselberger. „Es darf jeder mit der Box machen, was er will – aber jeder hat auch die Verantwortung für diese Box." Wer Souveränität verkauft, kann nicht gleichzeitig mitschauen. Melanie Gau bringt es auf den Punkt: „Der, der mir einen Kühlschrank verkauft, will auch nicht sehen, was ich in meinen Kühlschrank tue." Weichselberger bemüht – nach eigener Aussage widerwillig – den Autovergleich: Der Hersteller müsse dafür sorgen, dass sicher gefahren werden kann. „Ob er dann aber letztlich betrunken mit dem Ding irgendwo dagegenfährt oder nicht, das können wir nicht beeinflussen – und das wollen wir auch nicht beeinflussen."

Für Baubetriebe heißt das: Die Box nimmt ihnen die Cloud-Abhängigkeit ab, nicht aber die Hausaufgaben. Rollen, Zugriffsrechte und Schulungen bleiben Sache des Unternehmens – ganz im Sinne des AI Act.

Wem gehört das Wissen aus dem Netz?

Wer eine Websuche integriert, holt sich Inhalte von fremden Seiten. Wie verträgt sich das mit Urheberrecht und Datenschutz? Das österreichische Urheberrechtsgesetz erlaubt Text- und Data-Mining zwar grundsätzlich, RechteinhaberInnen können sich die Nutzung ihrer Inhalte aber maschinenlesbar vorbehalten (§ 42h UrhG). Hier wird Weichselberger selbst zum Betroffenen. Seit KI-Anwendungen Inhalte abgreifen, kämen kaum noch BesucherInnen zurück; er spricht von einem Verhältnis von „1:600.000 oder so". Die Daten des Netzwerkdienstleisters Cloudflare geben ihm in der Richtung recht: Während der klassische Google-Crawler rund fünf Seiten pro zurückgeschicktem Besucher abruft, erreichten KI-Crawler 2025 Spitzenwerte von bis zu 500.000 zu 1; Mitte 2026 lagen die Werte je nach Anbieter bei mehreren Hundert bis mehreren Tausend.

„Das ist nicht for free, das ist unser Intellectual Property", sagt Weichselberger – und räumt ein, dass die Frage auch das eigene Produkt betrifft: „Da fallen alle Verlage natürlich durch – aber auch wir mit unseren Lösungen. Das gilt es zu klären." SEQIS setze auf Schulungen zu den Risiken und begleite KundInnen bei der Zertifizierung nach ISO/IEC 42001, der Norm für KI-Managementsysteme, nach der das Unternehmen nach eigenen Angaben selbst zertifiziert ist. Im Übrigen gelte: „Das ist wie bei Dürrenmatts ‚Physikern': Die Leute können damit auch alles machen." Die rechtlichen Rahmenbedingungen seien noch so ungeklärt wie beim autonomen Fahren, wo niemand genau sagen könne, wer haftet – Besitzer, Hersteller oder der, der das Ziel vorgegeben hat.

Wie die integrierte Websuche konkret mit maschinenlesbaren Nutzungsvorbehalten von SeitenbetreiberInnen umgeht, blieb im Gespräch allerdings offen.

Was bleibt: die Hand drauf

„Bei unserer Box hat man sprichwörtlich die Hand drauf", lautet Weichselbergers Schlusssatz. Für die eigenen Daten stimmt das: Die Frage, wer die Kontrolle über Kalkulationen, Verträge und Kundendaten behält, beantwortet razzfazz.ai recht überzeugend. Die Frage, wer die Kontrolle über fremde Inhalte hat, die eine solche Box aus dem Netz holt, muss die Branche – KI-Anbieter wie Verlage – erst noch beantworten. Für die Bauwirtschaft, die beim KI-Einsatz noch aufholt, ist das vielleicht sogar ein Vorteil: Sie kann gleich mit der richtigen Frage beginnen. Nicht „Welche KI ist die klügste?", sondern „Wo landen meine Daten?"

Mehr zum Thema: KI in der Bauwirtschaft

Transkript

0:10 Hallo, Melanie Gau. Ich bin leidenschaftlich Business Analystin und Requirements Engineerin bei der Firma Sequis GmbH und auch ratzfatz.ai GmbH. Also sehr techniklastig, Softwareentwicklung, Qualitätssicherung und mein Steckenpferd ist die Begleitung von Change-Projekten und digitaler Transformation, von klein bis sehr groß. Und du? Hallo, mein Name ist Alexander Weichselberger, kurz Weixi. Ich bin Managing Partner der Sequis Group, wo also die Sequis GmbH und auch die ratzfatz.ai GmbH drinnen ist. Was sind meine Steckenpferde? Coole IT-Projekte.

0:52 Wir haben die Firma vor über 25 Jahren gegründet, weil wir gesagt haben, wir wollen coole IT-Projekte machen und als Alleinkämpfer und Streiter hat man ja keine Projekte gekriegt. Wenn man mehr Leute gehabt hat, sind die Opportunities besser waren. Das war so der grundsätzliche Tenor. Was mache ich heute noch? Komplexe Projektmanagement-Projekte, sehr viel zurzeit mit KI-Governance. Wir machen auch diese Zertifizierungen, ISO 27K. Wir haben natürlich auch die 42K, also zum Management von KI-Systemen gemacht, um unseren Kunden nicht nur die technische Seite zu bieten, sondern auch das, was rundherum dazu gehört, Governance.

Vollständiges Transkript anzeigen

1:28 Oder so wie die Mé sagt, eben auch dieses Change Management, weil KI-Projekte scheitern an den Leuten heute, nicht mehr an der Technik. Ihr stellt hier ratzfatz.ai vor. Vielleicht so ganz kurzer Elevator Pitch. Was ist das? Ich glaube, das kannst du ganz gut erklären, Mé. Bitte. ratzfatz.ai ist unser neues Baby der Sequis Group, und zwar unser Developer-Arm. Das sind coole Jungs und Mädels, die Softwareprojekte umsetzen, im Development unterstützen und ratzfatz.ai entwickelt auf der einen Seite unsere

2:09 lokale KI-Box. Das ist so das Steckenpferd, würde ich sagen, und auf der anderen Seite sind wir aber eng verzahnt mit Software Consulting und Software Testing und dem Development. Wir greifen uns gegenseitig unter die Arme und ratzfatz.ai baut coolen Code, würde ich sagen. Noch kurz ergänzend, ich glaube, die Frage war auch in Richtung ratzfatz.ai Stack. Wenn man das anschaut, dann ist das eigentlich die Antwort auf die Frage: Wie können heute Firmen einfach mit lokalen KI-Systemen arbeiten? Wir haben da etwas gebaut, das von der Hardware, von der Möglichkeit, die LLMs frei herunterzuladen und zu verwenden, mit Workflows dazu, mit einer chatenden

2:52 SSO-Integration. Wir haben RAG mit dabei, um auch unternehmensinterne Dokumente mit in die KI-Abfragen gesichert hineinzubringen. Und natürlich haben wir auch ein cooles Chat-Interface mit Open Web UI. Was bringt es den Kunden oder warum klopfen die bei uns an? Ich sage, ein Grund ist sehr oft, dass die sagen, denen laufen die Kosten dazu. Also das, was unter Token heute immer wieder in den Cloud AIs verrechnet wird, fordert die Budgets schon sehr stark. Ist nicht mehr so einfach. Das ist die eine Dimension. Das Zweite ist, wir haben Kunden, die sagen: „Bei mir muss diese Lösung, weil sie produktiv ist und wichtig ist, laufen und Stabilität

3:32 haben. Und da darf es nicht sein, dass irgendein politischer Entscheider über meine Firmenkernprozesse entscheiden kann." Und deshalb ist diese Souveränität ein ganz großer Ansatzpunkt. Also Stabilität der Lösung, Kostenoptimierung, Nutzen von dem, was da ist. Und einfach, wir haben uns die Arbeit angetan, in einem Projekt über zwei Jahre alle notwendigen Komponenten zusammen ins Spiel zu bringen, damit wir hier nicht eine Toolbox haben, weil Open Source ist ja oft so der Startpunkt für Basteleien, sondern was wir tun, ist, wir bieten einen Stack, der voll integriert ist, wo die Dinge zusammenpassen.

4:05 Wir nutzen Server, wir haben mittlerweile viele Downloads, etliche Kunden, die es auch bei sich einsetzen und wir haben einfach mit dem Teil, denke ich, aus österreichischer Sicht, aus europäischer Sicht eine gute Antwort darauf, wie wir damit umgehen, wenn in China oder in Amerika das politisch unstabil ist. Ich würde da auch noch gern so aus meiner ganz persönlichen Warte. Also zum einen ist es cool, wenn man mal vom Mainstream weggeht und bei diesem Produkt, das rein auf Open Source basiert und jetzt auch als Stack Open Source wiederum ist. Das ist so verwurstet worden und wieder zurückgegeben worden.

4:42 Aber für mich erfüllt es auch einen gewissen Nachhaltigkeitsaspekt, weil ich nicht immer diese Riesenmodelle verwenden muss, sondern wirklich spezialisierte Modelle verwende, zusammen mit Firmenwissen und das kann ich mit total gutem Gewissen machen, weil ja alles lokal bei mir bleibt und nichts nach außen dringt. Also ich kann viel fokussierter und effizienter arbeiten. Da muss ich nicht immer mit der Gießkanne drübergehen. Und aus meiner Sicht ist auch Intellectual Property einfach ein Thema. Neben der Gesetzeslage fühle ich mich, glaube ich, als Firma auch wohler, wenn mein geistiges Eigentum, also mein intellektuelles Kapital, nicht zu

5:24 einem von den Großen geht, weil vielleicht ist das auch eine Neurose von mir, aber wer weiß, wer da aller mitliest. Und für mich ist das Ding auf gewisse Weise Demokratisierung von KI, weil ich kann es selber formen. Ich kann technisch mittlerweile mit wenig Wissen wirklich mitgestalten, das für mich machen. Es ist leistbar, glaube ich. Cooles Ding. Ich hoffe, dass jeder Physiotherapeut sich mehr Unterstützung holt. Ich nenne immer den Physiotherapeuten. Jeder sich mehr Unterstützung holt, weil es einfach affordable ist. Man kauft sich die, man sucht sich, wo sie einem helfen kann und man hat etwas von

6:07 der KI und nicht nur um nachzuschauen, wo die Öffnungszeiten sind oder diese üblichen Chatfragen. Bleiben wir gleich bei diesem lokale Betrieb und die Souveränität. Das ist gut, das ist wichtig. Ich soll meine Daten schützen. Wir wissen aber alle auch, KI und die Qualität der Antworten der KI lebt von der Größe des Trainingsdatensatzes. Wenn jetzt alle lokal machen, haben wir keine Trainingsdatensätze mehr. Da müssen wir jetzt wirklich momentan anschauen, was sich so abspielt. Also ich glaube, dass die großen Modelle bereits alles gelesen haben, was die Menschen so produziert haben, was jetzt passiert ist, dass die KI sich selbst Daten

6:49 generiert und auf den wieder aufbaut. Ich weiß nicht, ob das wirklich ein Informationsvorsprung ist. Aber noch mal: Die haben das ganze Internet gelesen. Das heißt, dort ist alles drinnen. Was nicht drinnen ist, ist, was meine persönliche kundenseitige, firmenseitige Property ist, meine Confluence-Seite, meine Wissensdatenbanken, meine Preisvorstellungen, wenn ich zum Markt gehe. Und das kann ich geschützt bei mir einfach in ein RAG abbilden, meine ganzen eigenen Firmendaten, die gehen nicht raus, die bleiben bei mir. Und so wie die Mé vorher gesagt hat, diese Sicherheit of intellectual property.

7:26 Ich habe auch kein Interesse, dass wenn ich jetzt zum Beispiel ein Unternehmen kaufen will und ich deshalb viele Abfragen stelle, dass dann vielleicht irgendein Watchdog da draußen anschaut, was ich als Unternehmen wissen möchte, um dann den Preis zu modifizieren. Nein, das ist bei uns nicht. Wir haben schon auch Web Search zum Beispiel integriert, aber intelligent in der Form, dass bevor das herausgeht, dass das einfach so neutralisiert wird, dass man sagt, ich suche die Seiten ab, wo das oben steht, was ich wissen will und hole mir da diesen Kontext, diese Informationen in die lokale Verarbeitung und dort

7:58 bearbeite sie erst mit den wirklichen Kernfragen, die ich eigentlich stellen will. So haben wir das implementiert. Also ich frage jetzt nicht nach dem Vermögensstand einer Firma, sondern ich sage: Was gibt es über diese Firma? Und suche mir dann aus diesen Informationen, die ich heruntergeladen habe, die sicher sind, wo mir keiner auf die Finger schaut, schaue ich nach, was mich dann wirklich interessiert. Und das ist der smarte Zugang und das müssen wir endlich einmal auch verstehen. Und ich brauche für so kleine Optimierungsthemen nicht, das Internet gelesen zu haben. Ich brauche nicht 27 verschiedene chinesische

8:30 Sprachmodule da drinnen. Das ist alles nicht notwendig. Wir sind in Österreich, wir sind in EU, das heißt Englisch, Deutsch ist in vielen Bereichen schon ziemlich fein. Spanisch, Französisch auch alles gut, aber ich brauche nicht alles. Und reduce to the max. Das ist, was ich brauche und das machen wir mit unserer Box. Und das ist oft witzig. Eine gute Bilderkennung braucht 70 Millionen Parameter, mehr nicht. Und nicht 70.000 Milliarden Parameter, wie es jetzt in den Modellen ist. Und das ist vom Footprint her, Nachhaltigkeit, wo vor geschlabbert wird, denke ich, auch wichtig. Wir fahren unsere Box mit 300 Watt.

9:05 Wir brauchen heute einen gescheiten Föhn. Ich darf das eigentlich gar nicht so sagen, aber ich weiß auch, dass da öfters einmal die Sicherung fällt. Mit 300 Watt fahren wir das. Und das ist, glaube ich, schon auch eine wichtige Message, dass man einmal aufhört zu sagen: Ich habe die allwissende Müllhalde, die ich frage und die macht das dann schon irgendwie, sondern ich will spezifische Antworten und nicht immer einfach alles. Und das Wissen da draußen wird sicherlich mehr und eben auch KI beschleunigt und einfach, weil das Weltwissen jetzt so vernetzt ist und so beschleunigt. Aber niemand hindert mich daran, ein verbessertes Modell auf die Box zu geben.

9:48 Die kann ja mehrere Sachen bedienen. Wir haben da schon die kuriosesten Sachen, also Modelle von Hugging Face heruntergeladen und ausprobiert, mehr oder weniger erfolgreich. Am Stack ist es natürlich gesichert, aber jeder, der die zu Hause oder in der Firma aufstellt, kann als Modell nehmen, was er möchte und da wird es neue geben. Aber die tun wir dann darauf. Aber auch in einem kontrollierten Prozess und unser Stack zum Beispiel ist kuratiert. Also wer jemals mit Open-Source-Software gearbeitet hat, der weiß, was das für eine Viecherei ist, die zu integrieren und wirklich die so zu benutzen.

10:24 Man ist eine Office-Suite gewohnt und mit Open Source zu dieser Usability zu kommen, ist ein langer Weg. Also ich kann schon spezialisierte Dinge nehmen. Wir werden auch unseren Stack immer wieder modernisieren oder auf Wünsche adaptieren, aber der ist einfach ziemlich optimiert und man könnte sogar dazu trainieren. Ich kenne auch zwei, drei von unseren Developern, die da wahrscheinlich Spaß dran hätten, wenn jetzt der Kunde mit kuriosen Daten kommt, dass man wirklich das Modell auch oder dass man es adäquat embeddet und gewichtet und diese

11:05 Wahrscheinlichkeiten im Netz umverteilt, sodass andere Ergebnisse herauskommen oder andere Gewichtung darin ist. Aber ja, das Neue kann man machen, muss man aber nicht. Und im Endeffekt ist es wie eine Spielwiese. Entweder ich nehme das, was gut funktioniert und für mich leichter einzusteigen, oder ich bin ein Technikaffiner und probiere mich herum, verbessere, ergänze, gestalte. Das ist ein guter Schlagwort. Danke dafür. Das möchte ich noch kurz dazusetzen. Wenn jemand den Stack von uns verwendet und sagt: „Ich brauche eine Modifikation, ich brauche etwas Zusätzliches, ich möchte eine individuelle Software draus

11:43 deployen." Das kann er machen. Die Box gehört ihm. Er kann mit dem Stack tun, was er will. Es ist bei uns auch der Source lesbar und und und. Man kann damit etwas machen. Und das zeigt, dass es für die Leute, die eine technische Affinität haben und vielleicht andere Lösungswege gehen müssen, wie heute möglich sind, dass man das mit unserer Box als Startpunkt machen kann. Natürlich kann er hergehen und sich die Box auch selber zusammenschrauben. Das ist natürlich möglich. Das waren bei uns auch Leute, zwei Jahre Arbeit, das ist schon etwas. Und bei uns kostet es heute diese 800 Euro in der yearly subscription.

12:18 Also ich glaube, das macht keiner dann mehr selber. Ich finde ja gerade diese 800 Euro eigentlich erschreckend günstig. Nämlich auch in Bezug dahin: Man hört ja immer wieder, dass auch KIs ausbrechen aus ihrer lokalen Umgebung und gerade in der Kombination mit diesem Stack und mit dem, dass ich da auch selber daran herumschrauben kann. Ist da in dem ein Alarmsystem, ein Watch mit drinnen, wo ihr dann seht, überwacht oder vielleicht auch sagen könnt: „Hey, deine KI ist draußen"? Also zum einen ist, wir haben diese KI-Box wirklich so gebaut, dass sie komplett offline funktionieren kann. Also ich kann sämtliche Boards und alles zumachen und

13:00 ich kann dann von außen nicht mehr auf diese Box zugreifen. Anwendungsfall ist zum Beispiel in einem Case-Management-Bereich von einem Versicherungsserviceanbieter, wo Leute irgendwelche Unterlagen hinschicken und sagen: „Ich möchte meine Zahlung reklamieren." Wir wissen nicht, was der schickt, aber wir können diese Daten analysieren. Wir greifen auf die Warehouses im Hintergrund zu, suchen die Transaktionen heraus, bauen dann aus diesen Unterlagen wiederum Daten, die wir dann an die relevanten Banken weiterleiten, aber die sind dann geschwärzt, die sind DSGVO-sätig in Ordnung und und und. Und diese Box hat nach außen hin keinen Kontakt.

13:36 Die läuft in diesem System abgeschottet. Ist natürlich die Frage, wenn es so air gapped ist, also komplett offline, wie kommen dann die Updates dort rein? Die machen wir dann auch wirklich offline Updates. Wir fahren dorthin und installieren vor Ort in diese Box etwas hinein, weil die heute einfach die Regel hat, sie darf nicht herausgehen. Das zum einen. Also wir haben diese Anwendungsfälle nicht selten. Ein zweites Thema: Es kommt nichts aus der Box heraus, was sie nicht will. Wenn ich natürlich etwas programmiere und sage: „Liebe Box, du sollst jetzt da Agenten irgendwo rausschicken oder sonst was tun." Das kann man nicht verhindern.

14:10 Also es darf jeder mit der Box machen, was er will und es hat aber jeder auch die Verantwortung für diese Box. Wir sichern das natürlich. Wir haben auch Leute, die nichts anderes tun, als wir eigentlich den ganzen lieben Tag nur die Qualität der Box in der Integration zu sichern. Und wenn irgendwo bei uns ein Alert aufgeht, dass einer dieser knapp 50 Open-Source-Projekte ein Thema hat, dann wird das von uns sofort genommen und gefixt. Wir nehmen das sehr, sehr ernst, weil wir es auch selber in unseren Projekten verwenden. Und das ist, glaube ich, auch das Thema. Es ist keine akademische Spielerei.

14:39 Das ist ein Produkt, das aus der Praxis entstanden ist für die Praxis und das macht es eigentlich recht gut. Aber ausbrechen kann alles, wenn ich das programmiere, weil vielleicht will ich das ja auch. Ob das dann jetzt gescheit ist, wenn etwas ausbricht, das klingt so unkontrolliert, weiß ich nicht. Die escaped defects, also dort, wo etwas passiert, was wir nicht machen oder nicht haben wollen, sind momentan sehr, sehr gering. Also wir haben da eigentlich bisher kaum wirkliche Issues. Und überwachen tun wir gar nichts. Also wir monitoren und wir haben ein Serviceportal, aber die Box, wie Rexi schon gesagt hat, die gehört dem, der sie kauft und der übernimmt auch die

15:20 Verantwortung. Und für jemand, der technik-avers ist, wäre das der erste Schritt, dass man sagt: „Sichere mir meine Arbeitsinfrastruktur so ab, dass egal was ich mache, dass ich nichts kaputt machen kann." Sehr gerne. Das ist dann eine Frage von uns, die wir das irgendwie dann so einrichten, dass der Mensch sich sicher fühlt oder der Unternehmer. Und der, der experimentell unterwegs ist oder der, der bösartig unterwegs ist oder wie auch immer. Das liegt außerhalb unserer Kompetenz und unserer Möglichkeiten, zu kontrollieren, was dann mit dieser Box gemacht wird, weil Teil des Assets der Box ist ja, dass

15:57 es Datensouveränität ist und ich übergebe das in die Hände vom Nutzer und der hat die Datensouveränität und ab dem Moment kann ich auch gar nicht mehr als Provider monitoren, was der macht. Ich glaube, wenn ich so eine Box kaufe, um das sicher zu betreiben, souverän zu betreiben, dann möchte ich auch nicht, dass der, der mir einen Kühlschrank verkauft, der will auch nicht sehen, was da drin ist, was ich in meinen Kühlschrank tue dann am Ende. Man kann es ein bisschen vergleichen, vielleicht wie ein Auto. Ich nehme das Beispiel, ich hasse zwar diese Autovergleiche, aber die passen so gut. Ich kann jemandem ein Auto verkaufen.

16:35 Ich muss schauen, dass er mit sicher fahren kann, dass Safety, Security alles gegeben ist. So kriegt er unsere Box oder so kriegt er unseren Stack. Ob er dann aber letztlich dann trotzdem angesoffen mit dem Ding irgendwo dagegenfährt oder nicht, das können wir nicht beeinflussen. Das wollen wir nicht beeinflussen. Das ist ein erwachsenen Leben, das ist auch eine erwachsene Lösung. Letzte Frage. Für mich aus journalistischer Sicht auch interessant und vielleicht, weil wir auch bei einer Veranstaltung eines Verlages sind. Du hast gesagt, diese Web-Suche, die ist dann relativ breit angesetzt und wird dann

17:07 erst lokal auf den aktuellen Use Case heruntergebrochen. Das heißt aber auch, die KI muss jetzt relativ breit Webseiten scrapen. Inwieweit ist denn dann TDL, Datenschutz und Urheberrecht auch ein Thema? Da gibt es ja aktuell auch erste Ansätze. Deutschland Immobilien Zeitung verklagt zum Beispiel Google, weil sie die komplette Seite ausgelesen haben. Wie steuert ihr das, dass diese KIs eben genau diese Urheberrechtsthemen und Datenschutzerklärungen der einzelnen Seitenbetreiber auch respektieren? Also wir sind da wieder bei der Tool-Frage. Das ist wie beim Türenmatt, der Physiker. Das ist einfach so, die Leute können damit auch alles machen.

17:49 Was wir aber tun ist und die Mia hat es auch kurz angesprochen: Wir stellen nicht nur die Box zur Verfügung. Wenn jemand will, kriegt er bei uns ein AI-Act-Training. Dann sagen wir ihm, was die Risiken sind, weisen ihn darauf hin. Wir helfen ihm auch mit einer ISO42-K-Zertifizierung inhaltlich. Wir zum Beispiel haben auch dieses Zertifikat mittlerweile, wo es um das Management Ein gesichertes Management von KI-Systemen geht. Diese Themen helfen dann im Wesentlichen auch, entsprechendes Bewehren hierherzubekommen. Was wir aber tun, ist und du hast absolut recht: Es beginnen jetzt die Informationsprovider, sich zu wehren gegen dieses kostenlose „Ich hole

18:29 mir die Info“. Wir haben das für uns so wahrgenommen: KI ist gekommen. Wir haben gemerkt, die holen sich unsere Informationen und ich bekomme aber keine Links mehr. Bei Google war es am Anfang so eins zu 20. Also du hast 20 Anfragen gehabt, eine haben sie weitergegeben. Mittlerweile spricht man bei der KI von eins zu 600.000 oder so. Wir haben in den letzten 25 Jahren keine 600.000 Zugriffe auf meine Seite gehabt. Das heißt, das, was ich auf meiner Webseite poste, hat sich das Ding schon geklaut, hat sie schon gelesen und ich bin natürlich auch nicht erfreut. Also auch ich hätte Interesse, für den Content auch etwas zu bekommen.

19:03 Und was die tun, ist einfach, weil es jetzt bis heute einfach nicht wirklich erschlossen ist, sondern jetzt manifestiert sich, wie man damit umgehen müsste. Und ich bin voll der Meinung, dass man sich da auch wehren sollte. Das ist nicht for free, das ist unser intellectual property und wir haben zumindest, wenn man es auf Webseiten oder sonst wo postet, eigentlich den Anspruch, dass der, der es hat, das wir zumindest wissen oder dass der die Möglichkeit hat, mit uns in Kontakt zu gehen. Nur das passiert in der KI-Aufbereitung nicht. Und da fallen alle Verlage, natürlich fallen aber auch wir mit unseren Lösungen

19:34 durch. Und das gilt es auch zu klären. Aber das ist wie viele technische Lösungen. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn ein autonom fahrendes Auto irgendwo dagegen fährt? Ist es der Besitzer? Ist es der Hersteller? Ist es der, der gesagt hat: „Fahr dorthin“, oder der es geholt hat? Das sind alles noch rechtliche Rahmenbedingungen, die man klären muss. Die sind aber nicht einfach und die sind genauso kompliziert und schwierig wie das Beispiel mit dem Zug, der entweder ein Kind oder eine Gruppe von Leuten niederfährt. Das ist nicht einfach zu diskutieren. Das braucht noch eine entsprechende Aufbereitung und ich denke auch einer

20:09 strukturellen gesellschaftlichen Verarbeitung und einem Setzen von Normen, die für uns in den Kontext passen. Aber wir sind in einer Zeit, wo dieses Thema evident wird. Wir bei Segway sind vorbereitet darauf. Wir können unsere Lösungen an die Kette nehmen, wir haben die Hand drauf und wir haben nicht irgendwelche amerikanischen oder chinesischen oder andere Modelle, die wir nicht wirklich konfigurieren können. Das haben wir ja nicht. Ich habe nur das Versprechen, dass der meine Abfragedaten nicht als Training verwendet, wenn ich es sage, aber das ist geloggt. Der hat alles, was ich da drüberschicke.

20:42 Ich bewahre mich davor, dass die das analysieren und diese NSA, die Nosach Agency, macht das mit Sicherheit. Und ich glaube, das wäre blauäugig zu glauben, dass wir mit der NSA einfach wirklich große Probleme haben. Die hatten wir aber schon vor der KI. KI ist jetzt einfach einmal eine geile Lösung, das noch einmal zu potenzieren. Das ist er bewusst. Aber wir können unsere Lösung an die Kette nehmen und das Wichtigste ist, ich kann meine Daten an die Kette nehmen und da geht nichts heraus, was ich nicht will. Das kann ich konfigurieren und dort liegt mit Sicherheit auch die Stärke dieser Lösung. Und ich fordere alle auf, das wirklich einmal anzugehen,

21:20 sich das einmal zu überlegen, was passiert, wenn irgendein Politiker – ich nenne jetzt keine Namen, sage auch keine Länder – jetzt entscheidet, dass Europa Fable nicht verwenden darf. Wenn ich das eingebaut habe in meine Produktion, steht mein Laden. Ich kann mir das leisten. Und wir sind jetzt genau dort, wo man auch früher, ich sage es in meiner Ausbildung zur Unizeit, gesagt hat: Ich brauche Souveränität mit dem, was ich da tue, mit meinen Verantwortungen, wenn es ein geschäftskritischer Prozess ist. Und so g**l diese KI-Lösungen sind, die sind in geschäftskritischen Prozessen auch g**l. Aber da muss ich einfach schauen: Habe ich die Hand darauf

21:58 oder nicht? Und bei unserer Box hat man sprichwörtlich die Hand darauf.

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