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Die Entwicklung der Freizeitausgaben und Haushaltseinkommen in Österreich: Ein Vortrag von Amela Salihovic

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In einer Welt, wo die Ausgaben für Freizeitaktivitäten wie Restaurantbesuche, modische Bekleidung und Schuhe sowie der allgemeine private Konsum stetig wachsen, gewinnt das Verständnis dieser Trends an enormer Bedeutung. Amela Salihovic, eine Expertin von regiodata Wien, erörterte dies eingehend in ihrem Vortrag beim 26. Retailsymposium in Wien, werfend dabei ein Licht auf die aktuellen Veränderungen in den Freizeitausgaben der österreichischen Haushalte.

Diese Entwicklungen sind nicht nur für Konsumenten von Belang, sondern ebenso für Unternehmer und Wirtschaftsanalysten, die die Konjunktur und die Konsumgewohnheiten verstehen möchten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Im Laufe des Artikels wird ein umfassender Überblick über die Entwicklungen der Freizeitausgaben und des Haushaltseinkommens in Österreich gegeben, beginnend mit den Veränderungen seit 2019. Dabei werden auch der Einfluss bedeutender Faktoren wie Pandemie und Wirtschaftskrisen auf die Ausgaben für Freizeit und der damit verbundene private Konsum untersucht. Die Diskussion schließt Zukunftsprognosen und Empfehlungen ein und zielt darauf ab, ein ganzheitliches Bild der gegenwärtigen Haushaltsausgaben und ihrer zukünftigen Richtung zu bieten.

Veränderungen in den Freizeitausgaben seit 2019

Seit 2019 haben sich die Freizeitausgaben in Österreich signifikant verändert, insbesondere in den Bereichen, die mit Unterhaltung und Erlebnissen zusammenhängen. Diese Entwicklung spiegelt einen allgemeinen Trend wider, bei dem Verbraucher zunehmend Wert auf Qualitätserlebnisse legen.

Anstieg der Fun-Ausgaben

Die Ausgaben für Freizeitaktivitäten, die als "Fun-Ausgaben" klassifiziert werden, haben in den letzten zehn Jahren um beachtliche 80 Prozent zugenommen. Dieser Anstieg ist vor allem in der Gastronomie zu verzeichnen, wo die Ausgaben pro Einwohner von etwa 700 Euro im Jahr 2013 auf 1.500 Euro im Jahr 2023 angestiegen sind. Diese Zahlen verdeutlichen, dass trotz wirtschaftlicher Schwankungen und gesellschaftlicher Veränderungen wie der Pandemie, die Nachfrage nach gastronomischen Erlebnissen stark gestiegen ist.

Veränderung der Konsumgewohnheiten

Parallel zum Anstieg der Fun-Ausgaben hat sich auch das Konsumverhalten merklich gewandelt. Während traditionelle Einzelhandelsbereiche wie der Schuhhandel eine Stagnation erleben, zeigen digitale Angebote wie In-Game-Umsätze eine explosive Zunahme. Die Ausgaben für digitale Inhalte und Erlebnisse sind von nahezu vernachlässigbaren Beträgen auf signifikante Summen gestiegen, was auf eine Verschiebung der Verbraucherinteressen hin zu digitalen und interaktiven Formaten hinweist.

Diese Entwicklungen sind entscheidend für Einzelhändler und Dienstleister, die ihre Angebote anpassen müssen, um in einem sich schnell verändernden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Entwicklung des Haushaltseinkommens in Österreich

Allgemeine Einkommensentwicklung

Seit 2019 hat sich das verfügbare Haushaltseinkommen in Österreich signifikant verändert. Die Kaufkraft ist im Durchschnitt gestiegen, wobei vor allem die unterste und oberste Schicht deutliche Verbesserungen erlebt haben. Die Mittelschicht blieb hingegen relativ stabil. Diese Entwicklung zeigt, dass, trotz eines generellen Anstiegs, die untere Mittelschicht mit einem Jahreseinkommen von etwa 20.000 Euro keinen Kaufkraftzuwachs verzeichnen konnte und sogar Rückgänge erlebte.

Einfluss von Inflation und wirtschaftlichen Ereignissen

Die jüngsten wirtschaftlichen Ereignisse, insbesondere die Pandemie und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Schwankungen, hatten tiefgreifende Auswirkungen auf die Kaufkraft. Die Inflation hat zwar zu nominellen Einkommenssteigerungen geführt, real gesehen waren die Zuwächse jedoch geringer oder von kurzer Dauer. 2021 stabilisierte sich die Situation etwas, aber die Ereignisse der Jahre 2020 und 2022, einschließlich des Krieges in der Ukraine und steigender Energiekosten, verursachten erneut erhebliche Kaufkraftverluste.

Unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Schichten

Während die oberen Schichten einen Zuwachs ihrer Kaufkraft erlebten, sah die untere Mittelschicht eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage. Diese Diskrepanz in der Einkommensentwicklung betont die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Einkommensverteilung innerhalb verschiedener gesellschaftlicher Schichten. Die realen Einkünfte könnten erst ab 2024 das Niveau vor der Pandemie erreichen, mit einer erwarteten tatsächlichen Steigerung im Jahr 2025.

Einfluss von Faktoren wie Pandemie und Wirtschaftskrisen

Pandemiebedingte Veränderungen

Die Pandemie hat zu einem beispiellosen Rückgang der Kaufkraft geführt, wobei 2020 die größten Verluste seit den 1970er Jahren verzeichnet wurden. Trotz einer vorübergehenden Stabilisierung im Jahr 2021, verursachten die anhaltenden Effekte der Pandemie weiterhin wirtschaftliche Unsicherheiten. Die staatlichen Zuschüsse für Wohnen, Corona und Energie haben 2023 dazu beigetragen, die Inflation in vielen Bereichen zu kompensieren, was zu einem leichten Anstieg der durchschnittlich verfügbaren Einkommen auf etwa 27.000 Euro führte.

Wirtschaftskrisen und deren Auswirkungen

Der Russland-Ukraine-Krieg und steigende Energiekosten im Jahr 2022 verschärften die wirtschaftlichen Herausforderungen weiter. Diese Faktoren führten zu einem erneuten starken Kaufkraftverlust. Trotz dieser Rückschläge zeigt die Prognose für 2024 eine Erholung, mit einer Rückkehr zum Vor-Coronaniveau und für 2025 wird eine tatsächliche Steigerung der Kaufkraft erwartet. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Resilienz zu stärken und Anpassungsstrategien zu entwickeln, um zukünftigen Krisen besser begegnen zu können.

Zukunftstrends und Prognosen

Erwartete Veränderungen der Freizeitausgaben

In den kommenden Jahren wird eine deutliche Zunahme der Ausgaben für Freizeitaktivitäten erwartet, insbesondere in Bereichen wie Gastronomie und digitale Unterhaltung. Die Ausgaben für gastronomische Erlebnisse haben sich bereits verdoppelt, und der Trend zeigt weiterhin nach oben. Ebenso haben sich die In-Game-Umsätze dramatisch erhöht, ein Indikator für den wachsenden Markt digitaler Freizeitangebote. Dies spiegelt einen kulturellen Wandel wider, bei dem Erlebnisse und Emotionen gegenüber physischen Produkten bevorzugt werden.

Prognosen für Haushaltseinkommen

Die Prognosen für das Haushaltseinkommen in Österreich sind positiv, insbesondere für die oberen und unteren Einkommensschichten, die einen signifikanten Anstieg ihrer Kaufkraft erfahren haben. Trotz einiger Rückschläge durch die Pandemie und andere wirtschaftliche Schwankungen wird erwartet, dass die reale Kaufkraft bis 2025 eine tatsächliche Steigerung von fast 100% im Vergleich zu 2019 erreichen wird. Dies wird durch verbesserte Einkünfte aus verschiedenen Quellen, darunter Tourismus und Zinsen, bei gleichzeitig sinkender Inflation unterstützt.

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse

Die Analyse zeigt, dass die Freizeitausgaben in Österreich signifikant angestiegen sind, insbesondere in den Bereichen Gastronomie und digitale Unterhaltung. Dieser Trend unterstreicht die Verschiebung der Konsumgewohnheiten weg von physischen Produkten hin zu Erlebnissen und Emotionen. Die durchschnittlichen Konsumausgaben sind um 34 Prozent gestiegen, was die Wichtigkeit des Sektors unterstreicht. Trotz wirtschaftlicher Schwankungen bleibt der Bereich Freizeit robust, was auf eine starke Resilienz und Anpassungsfähigkeit hinweist.

Tipps für den Umgang mit Veränderungen

Einzelhändler und Dienstleister sollten kreativ und mutig sein, um in diesem sich schnell verändernden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Es ist entscheidend, den 'Fun-Faktor' in das Geschäftsmodell zu integrieren, da Unterhaltung zunehmend kaufentscheidend wird. Die Anpassung an digitale Trends und die Schaffung von qualitativ hochwertigen Erlebnissen kann dazu beitragen, die Kundennachfrage zu steigern und langfristig erfolgreich zu sein.

Conclusion

Die Entwicklungen der Freizeitausgaben und des Haushaltseinkommens in Österreich, beleuchtet durch Amela Salihovic von regiodata Wien beim 26. Retailsymposium, liefern ein faszinierendes Bild der aktuellen Wirtschaftslage und Verbrauchertrends. Ein zentraler Punkt des Vortrags war der signifikante Anstieg der Ausgaben im Freizeitsektor, insbesondere in Gastronomie und digitalen Unterhaltungsangeboten, und die positive Entwicklung des Haushaltseinkommens trotz wirtschaftlicher Herausforderungen. Diese Dynamiken verdeutlichen, wie sehr Qualitätserlebnisse und digitale Inhalte in den Fokus der Konsumenten gerückt sind, was sich in einer verstärkten Nachfrage in diesen Segmenten ausdrückt.

Es ist essentiell, dass Einzelhändler und Dienstleister diese Veränderungen anerkennen und ihre Strategien entsprechend anpassen. Der Vortrag von Amela Salihovic wirft auch ein Licht auf die Notwendigkeit, den Wandel der Konsumgewohnheiten zu verstehen und auf diese proaktiv zu reagieren, um langfristig erfolgreich zu sein. Zukunftsorientierte Unternehmen sollten den 'Fun-Faktor' und digitale Innovation in ihr Angebot integrieren, um nicht nur aktuelle, sondern auch zukünftige Kundennachfragen zu erfüllen. Die vorgelegten Entwicklungen und Prognosen bieten dabei wertvolle Orientierungspunkte für die Ausrichtung zukünftiger Geschäftsmodelle.

Transkript

0:01 Eine kurze, kleine Sache. Ich brauche ja noch meinen kleinen Helfer. Dix da mit ein. Ach so, da ist er eh schon. Genau, also herzlich willkommen zurück aus der Mittagspause. Ich glaube, egal wie ich das Ding jetzt hier starte, es wird nicht über die Tatsache hinwegdäuschen, dass wir alle unseren Konzentrationspeak vor der Mittagspause hatten. Das heißt, ich versuche mich ein bisschen kurz zu halten. Es sind ja wie immer sehr harte Zahlen, Daten und Fakten. Und das Thema ist eben, wie viel Kohle steckt im Vergnügen. Wir hören ja überall in den Medien und generell, ja, die Kaufkraft ist gesunken und es wird

0:38 so viel weniger Geld ausgegeben. Und dazu möchte ich eigentlich gleich zu Beginn ein doch recht erfreuliches Statement setzen, nämlich die absolute Kaufkraft je Einwohner steigt nominell. Also gegenüber 2019 ist sie sogar um 20 Prozent gestiegen. Real betrachtet, also unter Berücksichtigung der Inflation, sieht das Ganze natürlich ein bisschen anders aus. Also prinzipiell gab es abgesehen von den kleineren Einbrüchen 2008 und 2011 durch die Finanzkrise immer wieder leichte Zuwächse, bis Corona natürlich schlagartig alles verändert hat. Wir hatten den größten Rückgang seit den 70er Jahren mit einem Kaufkraftverlust von fast vier Prozent.

Vollständiges Transkript anzeigen

1:17 2021 hat sich das Ganze dann eben wieder weitgehend stabilisiert, wenngleich das Ganze auch nicht von allzu langer Dauer war. In den letzten Jahren haben wir auch sehr viele Probleme gemacht. Im Jahr 2022 kamen neue Probleme auf uns zu. Der Russland-Ukraine-Krieg, die extremen Energiekosten, die starke Inflation haben eben einen weiteren sehr starken Kaufkraftverlust verursacht. Und genau 2023 haben wir sogar ein ganz leichtes Plus gemacht. Also die Inflation konnte in sehr vielen Bereichen kompensiert werden durch die staatlichen Zuschüsse für Wohnen, Corona, Energie etc. Das heißt, im Durchschnitt hat der Österreicher letztes Jahr ca.

1:50 27.000 Euro zur Verfügung gehabt. Also das umfasst jetzt den gesamten Topf, also alle Einkunftsarten, you name it. Genau, und jetzt schauen die Perspektiven nach heutigem Stand eben so aus, dass die Kaufkraft steigt, also auch real. Das heißt, die Inflation sinkt. Wir haben wieder Neueinkünfte aus Tourismus, Spareinlagen, Zinsen etc. bei eben gleichzeitig sinkender Inflation. Das heißt, wir können und dürfen durchaus von einer höheren realen Kaufkraft ausgehen. Aber man muss halt auch dazusagen, dass eben diese sehr, sehr starken Rückgänge 2020 und 2022 den Prozess doch recht stark torpediert haben.

2:29 Das heißt, wir werden erst im Laufe von 2024 dieses berühmte Vor-Coronaniveau erreichen. Und für 2025 ist es dann eine tatsächliche Steigerung. Also dann sind es, glaube ich, genau 99,4 Prozent von 2019. Natürlich ist die Kaufkraft nicht überall gleich verteilt. Also wir haben hier das verfügbare Haushaltseinkommen auf Basis von 2019. Und dazu möchte ich grundsätzlich eigentlich nur zwei Punkte sagen und eben auch auf die Veränderungen seitdem eingehen. Erstens können wir erkennen, dass die Kaufkraft im Schnitt gestiegen ist. Also sie ist gestiegen, die Kaufkraft ist höher. Und das betrifft eben folgende

3:08 Schichten, nenne ich sie jetzt mal. Also wir haben einmal die unterste Schicht. Sie ist deutlich wohlhabender geworden. Und dann eben die oberste Schicht. Das sind die Gruppen, die hier am meisten Veränderungen erfahren haben. Da geht alles bergauf. Und auch die Mittelschicht ist ziemlich stabil geblieben. Das heißt, es ist mehr Kaufkraft da. Das ist aber nur der Durchschnitt. Denn, und das ist jetzt eben der zweite Punkt, die untere Schicht, also quasi die untere Mittelschicht, wie man so will, mit circa 20.000 Euro im Jahr hat seit 2019 keinen Kaufkraftzuwachs erfahren. Zum Gegenteil, da ist die Kaufkraft sogar zurückgegangen.

3:42 Das heißt, wenn wir jetzt in den Medien hören, also die Kaufkraft schwächelt etc., betrifft das hauptsächlich diese Gruppe. Alle anderen sind mehr oder weniger safe. Also im Durchschnitt schaut es nämlich ganz gut aus. Diese Gruppe hat eben leichte Probleme. Das heißt, im Umkehrschluss für uns, die handelsrelevante Zielgruppe hat genug Geld. So ist es eben nicht. Was macht eine durchschnittliche Österreich jetzt mit diesen knapp 27.000 Euro im Jahr abseits von den Fixkosten? Wie gibt das jetzt in unserem Fun-Kontext aus? Und wir sehen hier eben die durchschnittlichen Konsumausgaben pro Einwohner und ja,

4:19 in einem 10-Jahres-Vergleich. Und das schaut auf den ersten Blick vielleicht gar nicht mal so spektakulär aus. Wir haben jetzt quasi diese 23.000 Euro, die sind jetzt verteilt auf die Wohn, Lebensmittel, Bildungskosten, Verkehr etc. Aber uns interessiert heute eben dieser gelbe Bereich da oben, nämlich dieser Fun-Bereich, wie wir ihn jetzt in weiterer Folge die ganze Zeit nennen werden. Denn die Bedeutung des Entertainments ist an unserem Einkommen gestiegen. Also wir sind jetzt quasi von 10 auf 14 Prozent hochgegangen. Und wenn man sich das Ganze konkret, also in absoluten Zahlen anschaut, ist der Fun-Bereich um 80 Prozent gestiegen in den letzten

4:56 zehn Jahren. Und was wir hierzulande wahrscheinlich am meisten mit Fun assozieren, ist die Gastronomie. Es geht um den Verkehr außer Haus. Und vielleicht auch nochmal die Aussage von vorhin aufzugreifen, von wegen Konsumrückgang. Wir sehen hier ganz klar, dass es sich um keinen Rückgang handelt. Es handelt sich um eine Konsumveränderung, denn es fließt mehr Geld, wahrscheinlich sogar mehr als zuvor, nur fließt es eben jetzt wo ganz anders hinein, nämlich in die Gastronomie. Pro Einwohner, also ein Österreicher hat jetzt quasi 2023 1.500 Euro außer Haus verspeist. 2013 waren das noch ein bisschen was über 700 Euro.

5:32 Während eben der Schuhhandel in den letzten zehn Jahren, wenn man dann weniger sich kaum verändert hat, das Ganze hat eben Stagnation erfahren, wo man eben auch erkennt, dass der Schuhhandel in Österreich so große Probleme hat. Das heißt, was wir hier erkennen können, ist, dass es einen Shift im Konsumverhalten gibt. Also vorher ging es um Dinge und um Produkte, die uns insbesondere eben auch der Einzelhandel zur Verfügung gestellt hat oder der Handel generell. Und jetzt geht es eben vermehrt um gemeinsame Erlebnisse und Emotionen. Und das braucht natürlich einen völlig anderen Zugang von der Angebotsseite her.

6:08 Und falls sich jetzt jemand gefragt hat, was sonst noch so unter Fun zu verstehen ist, wir haben hier die restlichen Fun-Ausgabe-Posten reingegeben, wenn man so will. Ganz klar oben ist natürlich das Essen gehen, das sind die Urlauber. Interessant sind auch quasi diese In-Game-Umsetzungen, also In-App-Käufe. Also durchschnittlich gibt es in Österreich ja rund 60 Euro im Jahr dafür aus. 2013 waren das noch zwei Euro, was natürlich auch ein bisschen logisch ist, weil wir eben jetzt aktuell eine ganz andere digitale Ausgangslage haben mit unseren Smartphones. Dann gibt es natürlich noch viele weitere Fun-Posten,

6:43 wenn man so will, also zum Thema Sport, Kultur, Bäder im Sommer, Gießgebühren, weil es ja so Spaß macht. Aber das hat jetzt hier jetzt kein großes Gewicht, das heißt, wir haben es nicht mit reingenommen. Aber grundsätzlich gilt, die Fun-Ausgaben steigen und florieren. Das heißt, da bricht nichts ein, da wird auch nichts einbrechen, ganz im Gegensatz zum klassischen stationären Einzelhandel. Und die Frage ist jetzt, was verändert sich hiervon, also innerhalb dieser Statistik am meisten? Wo sehen wir jetzt die größten Veränderungen? Was sind vielleicht so Sachen, die wir noch inkludieren könnten in unser Angebot,

7:17 die wir nutzen könnten als Anreiz für unser Angebot? Und dazu haben wir jetzt eben noch die größten Veränderungen innerhalb dieser Statistik mit reingenommen. Also wir sehen da eben die Ingame-Umsätze plus 2000 Prozent, das verzehrt das Ganze natürlich ein bisschen. Ich glaube, das ist auch der einzige digitale Fun-Posten, dem wir auch eher der jüngeren Zielgruppe zuschreiben können. Und ansonsten eben für alle anderen Gruppen, die sich da jetzt nicht so zugehörig fühlen, Urlaube und Gastronomie sind wahrscheinlich die größten Brocken. Und ich glaube, dazu sollte ich auch nochmal erwähnen, weil ich es vorher nicht gemacht habe,

7:53 diese Gastronomiezahlen beziehen sich nur auf den freizeitlichen Verzehr. Das heißt, die Schul- und Arbeitskantine etc., das ist da alles nicht drinnen. Das ist wirklich nur das, was wir freizeitlich verspeisen. Und das hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Dann natürlich eben auch die Ausgaben für Tiere, Stichwort Corona, Heimtierboom, hat sich auch ganz schön was getan. Die Fitnesscenter haben auch mehr Bedeutung erfahren, aber im Schnitt sind sie ein bisschen billiger geworden. Das heißt, das fällt hier jetzt auch nicht so stark auf. Aber grundsätzlich nur nochmal alle so schwarz auf weiß.

8:24 Wir haben die durchschnittlichen Konsum-Ausgaben mit reingenommen, um auch nochmal zu sagen, es steigt alles. Also nicht nur die Pfannausgaben, sondern wir geben durchschnittlich wirklich mehr Geld aus. Also 34 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Und wir geben 80 Prozent mehr aus für den Pfannbereich. Und das ist so die Kernaussage unterm Strich. Und ich habe eigentlich mit einer guten Nachricht begonnen. Ich würde das Ganze gerne auch mit einer guten Nachricht abschließen. Und zwar kann das Internet, also FUN Kann eben nur bis zu zehn Prozent ans Internet gebunden werden. Das heißt, FUN bleibt erst mal stationär.

9:01 Und um diese Kohle, über die wir jetzt da gesprochen haben, zu lukrieren, die doch wirklich drin steckt, wie wir gesehen haben, zu lukrieren, braucht es eben Kreativität, braucht es Mut seitens uns der Betreiber, der Investoren, aber auch der Händler. Also jeder Einzelhändler sollte für sich überlegen, wie er jetzt quasi diesen FUN Kontext da reinbringt. Denn, und das ist jetzt mein Schlusswort, es bricht an der Zeit an, wo eben weniger verkauft wird, wenn keine Unterhaltung stattfindet. Und das sollte jetzt mal so ein Anreiz für diesen Blog sein. Danke.

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