Werbung
Anzeige
Überspringen in  s

Der erste österreichische Neubaubericht 2025 offenbart dramatische Verwerfungen im Bausektor

379

 Artikel

5

 Erwähnungen

5 Follower folgen
3 Minuten Lesezeit

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) zeigt sich zunehmend besorgt über die Entwicklungen im Neubausektor, der mit steigenden Baukosten, verschärften Finanzierungsbedingungen und komplexeren regulatorischen Anforderungen konfrontiert ist. Insbesondere der Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen, der traditionell als Garant für leistbaren Wohnraum fungiert, steht unter enormem Druck, seine soziale Mission unter diesen erschwerten Rahmenbedingungen fortzuführen.

Der österreichische Immobilienmarkt steht vor außergewöhnlichen Herausforderungen, die durch den aktuellen Neubaubericht 2025 in erschreckender Deutlichkeit zum Vorschein kommen. Die Fertigstellungszahlen im Wohnungsneubau sind binnen kürzester Zeit von 46.000 Einheiten im Jahr 2022 auf lediglich 25.000 Wohnungen im laufenden Jahr eingebrochen – ein drastischer Rückgang von 50 Prozent, der weitreichende Konsequenzen für den gesamten Immobiliensektor mit sich bringt.

Alarmierender Rückgang mit gesellschaftspolitischen Folgen

„Wenn ich meinen Gürtel normal halte, habe ich 93 Zentimeter. Jetzt nehme ich 50 Prozent weg. Dann habe ich einen Durchmesser, der in etwa 50 Zentimeter sich zeigt. Und kann das noch gesund sein?", verdeutlichte Herwig Pernsteiner, Vorstandsvorsitzender des österreichischen Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV), die aktuelle Situation mit einem anschaulichen Vergleich während der Präsentation des Neubauberichts. Die Metapher des zu eng geschnallten Gürtels veranschaulicht nicht nur die wirtschaftlichen Einschnitte für die Branche, sondern wirft auch entscheidende gesellschaftspolitische Fragestellungen auf: Wo und wie kann künftig leistbarer Wohnraum generiert werden?

Gemeinnützige und gewerbliche Bauträger im selben Boot

Eine bemerkenswerte Entwicklung, die aus der aktuellen Krisensituation hervorgegangen ist, manifestiert sich in der zunehmenden Kooperation zwischen gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern. „Das ist für mich ein absolutes Novum", betonte Pernsteiner und hob die positive Dynamik dieser Zusammenarbeit hervor. Der gemeinsame Schulterschluss ermöglicht eine stärkere Positionierung in der Bewältigung der vielschichtigen Herausforderungen, mit denen sich die gesamte Immobilienwirtschaft konfrontiert sieht.

Gemeinsame Grundlagen, gemeinsame Ziele

Die Parallelitäten zwischen den beiden Sektoren sind beachtlich. „Wir haben sicher 97 Prozent der Regeln, die Vorgaben der Inhalte sind deckungsgleich. Bei uns kommt noch das Bonus Gemeinnützigkeit Gesetz hinzu", erläuterte Pernsteiner die strukturellen Gemeinsamkeiten. Beide Sektoren fungieren als verlässliche Partner bei der Schaffung eines wesentlichen Gutes – Wohnraum – und leisten einen substanziellen Beitrag zur Wertschöpfung in Österreich.

Regionale Kooperation als Schlüssel zum Erfolg

Der intensivste Austausch zwischen gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern findet auf Landesebene statt, wo die regionale Verbundenheit und gegenseitige Kenntnis besonders ausgeprägt ist. „In den einzelnen Bundesländern kennt man sich besser. Ist das regionale Bezugs, die regionale Bezirksebene näher", erklärte Pernsteiner. Diese dezentrale Vernetzung bildet eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auch auf nationaler Ebene.

Herausforderungen als Katalysator für verstärkte Kooperation

Die gegenwärtigen Verwerfungen am Immobilienmarkt haben paradoxerweise einen positiven Nebeneffekt: Sie haben die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren der Branche verdeutlicht. „Manchmal braucht es ein bisschen eine schlichte Zeit, um zusammenzufinden", resümierte Pernsteiner. Diese Erkenntnis birgt trotz aller Widrigkeiten einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft des österreichischen Immobiliensektors.

Ausblick: Teamarbeit als Schlüssel zur Bewältigung künftiger Herausforderungen

Mit Blick auf die Zukunft steht fest, dass weitere Herausforderungen auf die Branche zukommen werden. „Der Einzelkämpfer hatte immer einen Nachteil", betonte Pernsteiner und unterstrich die Bedeutung eines teamorientierten Ansatzes. Die intensivierte Zusammenarbeit zwischen gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern wird ein entscheidender Faktor sein, um die bevorstehenden Aufgaben erfolgreich zu meistern und den österreichischen Wohnungsmarkt wieder in stabilere Bahnen zu lenken.

Transkript

0:00 Ich habe den Gerhard Gollens zuerst schon angesprochen drauf und habe gesagt, es gibt etwas Positives aus dieser ganzen jetzigen Situation, dass man sich auch viel stärker die Gemeinnützigen mit den Gewerblichen zusammentun die Bauträger. Das ist für mich ein absoluter Isonovum, muss man auch sagen und ich glaube es sieht auch wirklich jeder positiv was einfach notwendig ist und weil man auch gemeinsam viel mehr erreichen kann. Wenn Sie das so sagen, stimme ich Ihnen zu. Es wäre natürlich schöner, wenn wir eine bessere Ausgangssituation zusammenfinden, aber unabhängig davon ist glaube ich, die Zusammenarbeit hier ganz ganz wichtig,

0:35 sowohl was die gewerbliche Immobilienwirtschaft betrifft als auch die gemeinnützige. Wir sind im selben Boot, wir haben sicher 97% der Reglements, der Vorgaben, der Inhalte sind deckungsgleich, bei uns kommt doch das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz hinzu, aber sonst haben wir dieselben Voraussetzungen und brauchen wir uns glaube ich, nicht schämen für diese Leistungen die wir machen und können gestärkt gemeinschaftlich auftreten, mit einer sozusagen stolzen Brust, weil man darf nicht übersehen, was wir Wertschöpfung generieren, wie viele Tausende Projekte wir machen und wie gesagt, es geht um ein ganz wichtiges Gut,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:09 um das Thema Wohnen und ich glaube, da sind wir beide ganz verlässliche und treue Partner. Hat sich eigentlich durch die, jetzt sind Sie da bei der Pressekonferenz gesessen, aber tauscht man sich auch intensiver aus mittlerweile, was rund um diese partnerschaftliche Zusammenarbeit? Ich Glaube, größte und intensivste Austausch findet in den einzelnen Bundesländern statt. In den einzelnen Bundesländern kennt man sich besser, ist die regionale Bezugsebene näher und in den einzelnen Bundesländern weiß ich es von den Kollegen, wird sehr viel im Austausch gepflegt und auf Bundesebene, glaube ich, ist es auch wichtig,

1:44 dass wir hier diesen Kontakt und uns gemeinschaftlich für unser Thema Wohnen und Immobilienwirtschaft einsetzen. Wobei ich manchmal finde, manchmal braucht es ein bisschen eine schlechte Zeit, um zusammenzufinden und zu sagen, es, um zusammenzufinden, um zusammenzuarbeiten, also insofern war es vielleicht in gewisser Weise notwendig, ja, ein Blick in die Zukunft. Vielleicht noch dabei bleiben, Respitze finden, beachte das Ende und das ist das Schöne, wenn wir zusammenfinden und sie erlauben sozusagen mit ihrer Frage auch gleich einen Blick in die Zukunft zu wagen. Da glaube ich, wissen wir, dass auch weiterhin dementsprechende Herausforderungen auf

2:23 uns zukommen werden und wenn Herausforderungen gestellt werden, es immer besser, wenn man das in einem Team macht, der Einzelkämpfer hat hier immer einen Nachteil. Aus dem Grund, glaube ich, ist es wichtig, dass wir die Zusammenarbeit intensivieren und fortführen, damit wir diese Herausforderungen, die in der Zukunft auf uns zukommen, bestmöglich meistern können

Hat ihnen dieses Video gefallen?

Diskussion zum Artikel

Sei der/die Erste, der/die diesen Artikel diskutiert.

Logo

In einem sich stetig wandelnden Immobilienmarkt ist zeitnahe und präzise Information von unschätzbarem Wert für strategische Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.

Kategorien

Quicklinks

Rechtliches

© 2026 Die unabhängige Immobilien Redaktion. Made with ♥️ by  Gerhard Popp