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Andreas Gnesda über politische Reformen und Immobilienmarkt

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In der aktuellen Folge des Immobilien Redaktion OfficeTalk teilt Andreas Gnesda von Team Gnesda seine Einschätzungen zur politischen Lage und deren Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Als erfahrener Branchenexperte beleuchtet Gnesda kritische Aspekte der Regierungsbildung und notwendige Reformen.

Regierungsbildung und Reformbedarf

Gnesda plädiert für eine Abkehr von der Klientelpolitik und schlägt eine Konzentrationsregierung nach Schweizer Vorbild vor. Er betont die Dringlichkeit verschiedener Reformen:

  1. Bildungsreform
  2. Pensionsreform
  3. Neugestaltung des Abgabensystems
  4. Föderalismuspaket
  5. Verwaltungsreform und Entbürokratisierung

Der Experte unterstreicht die Notwendigkeit, Parteiinteressen zugunsten dieser Veränderungen zurückzustellen.

Auswirkungen auf die Immobilienbranche

Bei einer möglichen vierjährigen Stillstandsphase sieht Gnesda negative Konsequenzen für die Immobilienbranche:

  • Potenzielle Nutzung als staatliche Einnahmequelle
  • Diskussionen über neue Steuern (Erbschafts-, Vermögens-, Grunderwerbssteuer)
  • Verschärfung der Wohnungsnot, besonders in Wien
  • Mögliche kontraproduktive Markteingriffe wie Mietpreisbremsen

Gnesda erklärt die relativ schwache Lobby der Branche mit dem ausgeprägten Einzelkämpfergedanken und der Tendenz, Probleme eigenständig zu lösen statt zu protestieren.

Zukunftsperspektiven und Handlungsbedarf

Für eine erfolgreiche Regierungsarbeit ab 2025 empfiehlt Gnesda:

  • Entwicklung eines klaren Zukunftsbildes für Österreich
  • Überarbeitung der Regulatorik und des Mietrechtsgesetzes
  • Häufigere Anspruchsprüfungen bei Wiener Wohnen
  • Umstellung von Objekt- auf Subjektförderung
  • Zukunftskonzepte für den Einzelhandel
  • Regulierung im Logistikbereich
  • Fokus auf Nachhaltigkeit im Büromarkt

Aktuelle Situation am Büromarkt

Gnesda beschreibt die doppelte Betroffenheit des Büromarktes durch die aktuelle Krise:

  1. Zurückhaltung der Unternehmen bei Investitionen
  2. Mangel an neuen Entwicklungen

Er betont die hohe Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen und schätzt, dass 90% der bestehenden Büros modernisiert oder angepasst werden müssten. Der Mangel an großen Entwicklungsprojekten wird als Hemmnis für die Marktbelebung identifiziert.

Das Interview mit Andreas Gnesda bietet einen umfassenden Einblick in die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Immobilienbranche im Kontext der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Österreich.


Transkript

0:06 Das wäre schon sehr lange. Bleiben wir bei dem Thema Neudenken und vielleicht Reformen. Wir stehen kurz vor einer neuen Regierungsbildung. Wir stehen in einer schwierigen Phase. Was glaubst muss denn die neue Regierung als Allererstes angehen, damit unsere Wirtschaft wieder in Schwung Kommt? Du meinst, was müsste, Oder? Nein, was muss, weil von müsste bewegt sich nichts. Was? Also Ich bin ganz sicher, wir werden eine Reformregierung bekommen, eine Reformpartnerschaft. Ich weiß noch nicht, was diese Reform ist. Wieso lachst du so eigentlich? Ich weiß es ganz ernst.

0:46 Ich glaube, mein Zugang wäre da jetzt eigentlich ein ganz pragmatischer Aktuell. das ist jetzt irgendwie, um Tage wird es da gehen jetzt gerade, die sich einigen oder was die draus machen. Ich glaube, die müssten einmal endlich alle miteinander sich verabschieden von einer Klientelpolitik. Das ist echt nicht mehr gefragt und das geht nicht. braucht also nicht immer für eure Gruppen und für die Paar, auch noch irgendwie jemanden wählen. Da müsste man längst eine Abkehr machen. Ich finde, es wäre jetzt der Zeitpunkt da, weil es ist egal welche. Wir stehen jetzt gerade, wo wir dieses Gespräch führen,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:22 mitten in diesen Verhandlungen, wo man sich übrigens auch sehr viel Zeit lässt. Dazu sagen, ist die Wahl doch schon einige Wochen zurückliegend und wir tun jetzt noch immer Sondieren und jetzt dann sehr bald Koalitionsverhandlungen oder so. in meiner Firma könnte man es jetzt nicht leisten. Na ja, dafür, dass wir geschichtlich gesehen wahrscheinlich zum ersten Mal eine Dreierkoalition haben werden, geht es eh schon relativ flott. Meinst du? Ich sage aber es könnte flotter gehen. Glaube, das könnte flotter gehen. Wenn man will, könnte es flotter gehen. Aber ich glaube, eigentlich wäre jetzt der Moment da,

1:53 weil wir lassen uns überraschen, was rauskommt. Ich sehe nur nicht was da rauskommen kann, wenn denn diese Dreierkoalition herauskommt. Inhaltlich liegen die gerade so weit auseinander. Und jetzt gibt es da wahrscheinlich so einen Kompromiss. Das wird uns nicht diese Reformen und den Fortschritt bringen, den wir brauchen. Ich fände es eigentlich jetzt an der Zeit, dass man sagt, man setzt vielleicht so eine Konzentrationsregierung, nennt man das, oder auch den Schweizer. In der Schweiz gibt es so ein System, diese Konkratanz heißt das. Man setzt jetzt eine Regierung ein, die paritätisch besetzt wird nach dem Wahlergebnis.

2:26 Das soll genau nach dem sein. Wie man sich auf einen Kanzler einigt, ist ein bisschen schwierig. Der könnte aber sogar wechseln. Da muss er nicht alle fünf Jahre der gleiche sein oder die gleiche sein. Das könnte man sogar wechseln. Und diese Regierung gibt man einfach ein paar Aufträge mit. Und jetzt komme ich zur Beantwortung deiner Frage. Diese Regierung müsste eine Bildungsreform machen. Diese Regierung muss dringend eine Pensionsreform machen. Diese Regierung muss ein neues Abgabensystem entwickeln. Einfach das Abgabensystem komplett neu denken. Weil der Dschungel an Komplizierter den wir haben,

2:57 ist ja nicht mehr bewältigbar. Diese Regierung muss ein Föderalismuspaket machen. Das gehört auch in unserem Land dringend. Und es muss dieses Wort Verwaltungsreform und Bürokratieabbau. Ich möchte gar nicht sagen Bürokratieabbau. Falsch. Nein. Das ist so kompliziert geworden. kannst du gar nicht mehr abbauen. Das muss einfach neu gedacht werden. Bürokratie muss neu gedacht werden. Und diese Regierung sollte mir sagen, das ist euer Auftrag die nächsten fünf Jahre. Das macht ihr jetzt bitte. Und nach den fünf Jahren, dann können wir wieder Wahl machen und uns wieder gegenseitig die Köpfe einrennen oder wie auch immer.

3:30 Aber das bräuchten wir jetzt. Das wäre jetzt wirklich notwendig. Und dazu müsste jetzt so eine Regierung Mehrheiten im Parlament finden. Ich weiß das ist sehr, schwierig. Aber ich glaube es wäre einfach jetzt einmal angebracht, dass alle Parteien unabhängig welche Farbe wo sie stehen und von der Ideologie abgewendet sagen, wir müssen jetzt ein paar Dinge erledigen. Das wäre dringend notwendig. Wir müssen unseren Budgethaushalt in Ordnung bringen. Der ist in einem desaströsen Zustand. Und wir sind eigentlich, das muss man sich ja auch vorstellen, jetzt sind wir in einem desaströsen Budgetzustand.

4:03 Alles, was wir jetzt machen werden oder wollen, wird eine Investition sein. Das kostet auch noch Geld. Wir sind aber jetzt schon aufgrund unserer Abgabenquote nicht mehr konkurrenzfähig. Also wir haben uns da echt in ein wirkliches Schlamassel hineingearbeitet. Und ich glaube, jetzt wäre es echt einmal Zeit, diese ganzen Parteiinteressen zu vergessen und über alle Grenzen zu, pass auf, jetzt machen wir mal neu. Ich glaube, werden 26 und 28 wieder wählen. Weil ich glaube, die Dreierkollektion die hält nicht so lange. Danach kriegen wir dann eine blaue Absolute. Und die scheitert üblicherweise noch ein Jahr.

4:43 Und wenn man jetzt so etwas überlegt, das was du jetzt gerade gesagt hast,, dass wir jetzt über die nächsten vier Jahre Stillstand haben. Das können wir uns echt nicht leisten. Das werden wir uns nicht leisten können. haben derzeit, also das Thema Pension in unserem Land, für das geben wir glaube ich derzeit knapp 24 Prozent des Bundeshaushaltes geben wir für Pension aus. Tendenz weit steigend. Also in wenigen Jahren wird es ein Drittel des Bundeshaushalts sein. Im Übrigen das Fünffache, was wir in Bildung investieren. Da wären echt ein paar Veränderungen notwendig. Und das Ganze führt ja letztlich dazu,

5:23 dass die politischen Ränder immer stärker werden. Weil die ja mit ihrer Kritik natürlich grundsätzlich per se mal Recht haben. Aber die Kritik natürlich dazu verwenden, um sich selbst stark zu machen. die aktuellen Systeme geben halt ein sehr sehr einfaches Feindbild her. da gibt es auch sehr viele Studien, das ist sehr schön aufgearbeitet, auch so zyklisch aufgearbeitet. Dass in solchen Phasen auch geschichtlich gesehen, das kann man sich bei vielen großen Wirtschafts und politischen Systemen anschauen, werden die linken rechten Ränder immer stärker. Und am Schluss endet das in einem Kollaps.

6:01 In der Vergangenheit leider fast immer in einem Krieg, weil der Krieg dann sozusagen die einzige Maßnahme ist, um dieser ganzen Sache eine Wende zu geben. Aber das wäre schon echt fein, wenn wir schaffen, das dieses Mal zu vermeiden. Jetzt sind wir ganz tief in deine politische Expertise abgetaucht. Kommen wir wieder zurück zu Immobilien. Gehen wir jetzt mal ich würde gerne dieses Gedankenspiel weitermachen, sagen, wirklich, wir kommen in diese vier Jahre Stillstand. Die Immobilienbranche ist aktuell gebeutelt, die hat es aktuell schwer. Was würde denn das dann in der Immobilienbranche bedeuten?

6:42 Ich möchte das gar nicht prognostizieren, aber wenn wir diese Stillstandsphase kommen, glaube ich, bedeutet das gar nichts Gutes für die Immobilienbranche. Weil die Immobilienbranche sicherlich ich möchte mal sagen, eine Abschöpfungsmöglichkeit hergibt. meine, welche Regierung auch immer, die wird auf jeden Fall einen massiven Budgetmittelbedarf haben. Und die Immobilienbranche gibt da immer eine ganz gute Zielscheibe her. Warum? Weil es wenige sind, die da jetzt groß investiert sind oder die damit viel. Es sind auch diejenigen,

7:22 denen man vielleicht auch etwas leichter was wegnehmen kann. ich sage mal, wir werden jetzt diskutieren über Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer und Grunderwerbssteuer. Aber irgend sowas in der Form, ich meine, auf irgendeinen Kompromiss kann das schon leicht hinlaufen. Und wir haben ja auch jetzt schon, wir haben ja momentan ein massives Wohnungsnotproblem, zumindest in Wien einmal. Und das ist ja letztlich auch ein Resultat der politischen Einflussnahme. haben in Wien, im internationalen Vergleich, es gibt kaum ein Land, wo die Immobilieneigentumsquote so niedrig ist wie in Österreich. Warum ist das so?

8:02 Weil wir so viel gefördertes Immobilienwesen in den Mietvarianten haben, dass sich jeder sagt, sehr super. Ich muss auch immer dazu die Menschen müssen auch genug Geld dazu verdienen, damit sich diese Immobilien leisten können. Und das ist natürlich auch ein politisch-populistisches Thema, was am Schluss alle betrifft. Und wenn die Einschnitte bei denjenigen passieren, die zur Verfügung stellen, also da gibt es ja dann diese lustigen Mietpreisbremsen und was weiß ich, was alles, dann trifft das halt weniger. Also da sehe ich jetzt nicht gerade rosige Zeiten auf uns zukommen. Und ich sage mal, der große Wirtschaftsliberalismus,

8:40 der Märkte frei agieren lässt, ich glaube auch nicht, dass der stärker werden wird, in welcher Konstellation auch immer, aber ich glaube nicht, dass das auf uns zukommt. Was schade ist, weil immer, wenn man in den Markt eingreift, hat das meist, in manchen Dingen ist es schon notwendig, ich kann jetzt gar nicht hier unterstellen, aber oft ist das mittel und langfristig nicht gut. Warum hat eigentlich die Immobilienbranche da dann keine stärkere Lobby? Ist es wirklich so, wie du sagst, es sind nicht so viele, die können das nicht aufstellen? Oder glaubst du das in der Immobilienbranche, das spüre ich im Vergleich zur Technik oder zur

9:18 Entwicklerwelt, dass da einfach dieser Einzelkämpfergedanke noch immer ganz stark verankert ist bei vielen? Ja, ich glaube, da bin ich mit dir, das ist der Einzelkämpfergedanke und es sind halt glücklicherweise sehr unternehmerisch denkende Menschen in dieser Branche unterwegs. Und unternehmerisch denkende Menschen haben halt auch eine wahnsinnig positive Eigenschaft, dass sie sich mit Rahmenbedingungen abfinden und das Beste draus machen. Und die haben wir sicherlich auch in einem hohen Prozentsatz in der Immobilienbranche und die haben wir generell in der Wirtschaft. Weil was wir uns als Unternehmerinnen und Unternehmer in der

9:58 Wirtschaft tätige, Verantwortungsträger in der Wirtschaft, was wir uns alles gefallen lassen, ohne dass wir... Ich kann das aus vielen Gesprächen, aus vier Augengesprächen mit Politikern sagen, die mir dann immer sagen, du, müsst halt einmal aufmucken, ihr müsst euch halt einmal bemerkbar machen. Und das tun wir nicht. Das ist, ich, nicht so in unserer DNA. Wir sind nicht die, die die Ringstraße einmal in der Woche blockieren. Wir sind diejenigen, einfach aus einer schwierigen Situation das sehen und erkennen, was man damit machen kann und wie man das Beste draus machen kann. Das zeichnet uns auch aus.

10:38 das ist halt... Also ich glaube, dass da die Hauptursache tritt. Und es ist eine kleine Gruppe. Hoch anzurechnen eigentlich, die Immobilienbranche. Stimmt. Hoch anzurechnen. Das ist richtig ja. Wobei das stärkste Druckmittel ist, es gibt zu wenig Wohnraum. Und es wird einfach auch kein Wohnraum aus der Privatinitiative derzeit gebaut oder extrem wenig. Und das ist vollkommen verständlich. auch das sieht man... Die Politik dreht ja auch das um und sagt, das sind dann wieder die Immobilienleute schuld, dass sie keinen neuen Wohnraum schaffen. Ja Entschuldige, wenn das keinen Sinn macht, dann...

11:19 Andreas, wir sind eigentlich... Wir sind nicht durch mit meinen Fragen, weil wir haben über ganz was anderes geredet. Muss man Schon mit dir reden, wie immer.. Ich würde trotzdem vielleicht noch als allerletztes nehmen werden, die neue Regierung kommt. Die Arbeit beginnt mit Anfang 2025 zur Abschluss. Was glaubst du, wenn die neue Regierung 2025 arbeiten anfängt, was müsste die als allererstes machen, sodass wir nächstes Jahr im November, wenn wir dann da sitzen, sagen, wir haben richtig gute Regierung? Ich glaube, die muss so viel machen, dass es mir extrem schwer fällt, zu sagen, was sie als erstes machen muss.

12:00 Aus der Sicht der Immobilienbranche? Was Brennt da am meisten unter den Nägeln Ich habe jetzt eine ganz unerwartete... Nehm ich glaube, ich fühle mich unerwarteter. Ich glaube, das Erste, was eine Regierung machen müsste, ist ein Zukunftsbild für dieses Land entwickeln. sagen, wisst was, wir sind jetzt da, weil wir wollen, dass dieses Land in fünf Jahren dort steht und einfach ganz klar beschreibt, wo wir da sein wollen. Entschuldigung, ich das einmache macht man das nicht sowieso in Koalitionsverhandlungen? Ja man spricht meist über die Maßnahmen. Aber so richtig, das Zukunftsbild ist, also Koalitionspapiere sind auf der Metaebene immer sehr

12:35 schön und dann durchaus, vor allem die letzten beiden, deutlich und klar in den Maßnahmenprogrammen. Das sind eigentlich wirkliche Koalitionsverträge gewesen, wie wir es in der Vergangenheit so bei weit nicht immer hatten, da haben uns oft viel mehr auf der Metaebene bewegt, was die Sache da viel einfacher gemacht hat in der Gestaltung. Da hat sich das vielleicht ein bisschen im politischen Stil geändert. Aber ich glaube, es gehört einfach auch dem Menschen vermittelt, wir arbeiten darauf hin dass wir zum Zeitpunkt X, und das wird in fünf Jahren gar nicht erreichbar sein, in einem Land leben das.

13:08 Das ist einmal das Erste, zu tun ist. Bezug auf die Immobilienbranche, also ich glaube, das ist jetzt... Kim abschaffen. Bitte? Kim abschaffen. Nein, ich glaube, ich weiß nicht, vielleicht müsste man mal die ganze Regulatorik, das MRG durchforsten, ich glaube, braucht es. Also dieses berühmte Vollanwendungsbereich MRG, das muss mir irgendjemand erklären, warum es das gibt. Ich glaube, dass Wiener Wohnen die Anspruchsprüfung in einem Rhythmus von zwei Jahren zu überprüfen hat, und wenn dann keine Anspruchsberechtigung mehr ist,

13:48 dann muss man was ändern. Ich glaube auch, das ist ein Umdenken von der Objekt-zu-Subjekt-Förderung, was sehr vernünftiges wäre. Wir fördern ja heute Objekte, und dann fängt der Tanz an, wer hat denn die Möglichkeit, diesem Objekt zu wohnen, ich glaube, ist eigentlich viel vernünftiger, wer Personen, Familien zu fördern, also Subjekt-Förderung zu machen, auch das einmal aus der Perspektive neu zu denken. Das ist jetzt stark auf dem Wohnbereich fokussiert. Der andere ist, alles, Retail ist, da haben wir eine sich total veränderte Stadt gerade. Auch da wäre es total wichtig ein

14:28 Zukunftsbild zu entwickeln. Das sehen wir im Retail-Bereich. Ich glaube nicht, dass wir Fachmarktzentren in dieser Dichte und Versiegelung, auch so ein Thema, den nächsten 20 30 Jahren brauchen werden. Es ist das Logistik-Thema zu bedenken. Durch den E-Commerce haben wir einen Logistik-Anstieg der exorbitant ist. Logistik ist auch zu günstig, muss man auch dazu sagen. Die Flugzeuge, jeden Tag aus China kommen, mit Produkten die wir dort zu 0,0 Preisen bestellen, das ist einfach nicht gesund. Und da könnte man schon bisschen regulierend eingreifen.,

15:11 ja, das ist jetzt von 100 bis 1.000... Alle Asset-Klassen gesprochen, außer über deine Haupt-Asset-Klasse Das Thema Büro, ja. Da weiß ich jetzt nicht ad hoc, was da... Ich glaube, da müssen wir ganz stark auf dem Thema Nachhaltigkeit... Ist der Büromarkt von der aktuellen Krise überhaupt Betroffen? Ja, ist es selbstverständlich, weil wir ganz ein geringes Transaktionsvolumen derzeit haben. Und ich sage mal in doppelter Weise betroffen. Das eine ist, die Unternehmen sind sehr verhaltend zurückhaltend, weil sie auch andere Probleme derzeit auf der Agenda haben, was ich mir durchaus nachfüllen kann.

15:50 Und das ist eine Seite des Marktes. Und die andere Seite des Marktes, es ist keine Neuproduktion da. Auch aus verständlichem Grund, weil wir ja grundsätzlich eher, sehr unterschiedlich, aber wir brauchen weniger Fläche, grossen oder in Summe auf jeden Fall weniger Fläche. Jetzt sagt sich natürlich jeder, warum soll ich jetzt in einen Markt investieren, der an sich ein Schrumpfen da ist, was die Fläche betrifft. Nur man muss die Fläche sehr differenziert sehen. Es hat sehr viel qualitative Aspekte. Wir hätten eigentlich eine riesige Nachfrage nach hochqualitativen Flächen. Wir hätten ein ganz anderes Transaktionsvolumen,

16:22 wenn wir jetzt neue Entwicklungen da hätten. wie zum Beispiel, wir haben ja hier in Wien immer so Epochen gehabt, ich würde fast sagen Epochen, Milestones in der Immobilienprojektentwicklung. Der Hauptbahnhof mit dem ganzen RAL war ein Milestone. Das Viertel 2 war ein unglaublicher Milestone mit der ganzen Entwicklung Prater. Das Euroblaser, ein unglaublicher Milestone. Und wenn wieder so etwas da wäre, dann würde das einfach auch den Markt beleben, weil es ein Ziel gäbe. Ich glaube, dass von 100 Büros müssten derzeit 90 umgebaut, verändert, angepasst, neu aufgestellt werden, sind aber derzeit gefüllte 5 bis 7. Also es baut sich ein

17:05 unglaublicher Rückstau auf. Und es wäre auch für die Unternehmen viel leichter jetzt ist das ja auch immer jetzt derzeit verbunden, das müssen wir halt im Bestand machen und dann müssen wir umbauen und dann müssen wir dann ausziehen, damit wir das überhaupt machen können und dann brauchen wir weniger Fläche. Und wie tun wir diese weniger Fläche verwerten, das Delta, das wird aber... Das ist mühsam und das ist auch jetzt von der Story jetzt nicht wahnsinnig sexy, ehrlich. Also es wäre tausendmal einfacher, wenn es sonst neu ist, was anderes. würde sagen, zack, wir gehen dorthin, wir verlieren am Weg dorthin 20, 30 Prozent Fläche.

17:36 Dafür haben wir etwas Schönes Neues und geht schon.

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