Werbung
80 cm dicke Ziegelwände, das ROBIN in der Wiener Seestadt
Anzeige
Überspringen in  s

80 cm dicke Ziegelwände, das ROBIN in der Wiener Seestadt

389

 Artikel

5

 Erwähnungen

6 Follower folgen
3 Minuten Lesezeit

Interviewpartner im Office Talk – das sympathische Duo, Kristina Hripchenko und Gabor Schlosser, die beiden Projektleiter des SORAVIA Projektes „ROBIN Seestadt“. Im Gespräch erzählen sie über Motivation, Innovation, Erfolge und Herausforderungen, die die Arbeit in diesem spannenden Projekt, mit sich bringt.

Wer sind Kristina und Gabor? 

Im Februar 2023 entschied sich Kristina Hripchenko, nach Wien zu ziehen und seit März 2023 ist sie bei SORAVIA als Projektleitung angestellt. Der ehemalige Planer und Architekt Gabor Schlosser entschied sich vor 4 Jahren als Projektleiter bei SORAVIA zu arbeiten und somit in „die Welt der Großprojekte zu wechseln“. 

 Wie hat die Seestadt als Umfeld zu dem Projekt inspiriert? 

Aspern Seestadt gilt europaweit als eines der wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete und ist auch als „Spielwiese“ für innovative und vielfältige Ideen für Projektentwickler zu sehen. Mit dem Projekt ROBIN, das gemeinsam mit dem Architekturbüro Baumschlager Eberle entwickelt wurde, wird hier eine Benchmark gesetzt:„Uns mit unserem besonderen Konzept an diesem Standort zu platzieren, ist unsere Motivation“.  

Woher kam die Idee einen Termitenhügel zu imitieren? 

Die Idee für dieses Konzept lieferte das Architekturbüro Baumschlager Eberle, das bekannt dafür ist, sich für ihre architektonischen Konzepte von der Natur inspirieren zu lassen – in diesem Fall – einem Termitenhügel.  

Termiten erzeugen in ihrem Bau durch ihre Bewegung Wärme. Steigt diese Wärme auf, entsteht durch den Unterdruck ein Sog, der Frischluft nachfließen lässt. ROBIN ist nach diesem Prinzip aufgebaut. Menschen und Geräte innerhalb des Gebäudes erzeugen die Energie, die benötigt wird, um eine gewisse Temperatur zu erreichen. Sobald die Wärme durch das Öffnen der Fenster ins Außen getragen wird, kann frische Luft nach innen. Die dadurch stattfindende Luftzirkulation sorgt für eine beständige Luftqualität. 

Rechnet sich der Mehrverbrauch an Baumaterialien ökologisch? 

Natürlich benötigt man vordergründig mehr Baustoffmaterial, jedoch sind die Einsparungen auf lange Sicht zu sehen. Zum einen reduzieren sich die Betriebs-, Heiz- und Kühlkosten erheblich, was den Nutzer natürlich erfreut. Zum anderen wurden die Grundrisse so geplant, dass sie den Nutzern ein Höchstmaß an Flexibilität bieten. Es fallen Kosten für aufwendige Um- und Zubauten weg. Für die Vergabe an Baufirmen galt als Kriterium – der Weg des Baumaterials zur Baustelle darf 200km nicht überschreiten. Das Projekt ROBIN hat aktuell die ÖGNB-Goldstufe als Vorzertifizierung erreicht und wird weiterhin serienzertifiziert. 

Was waren bisher die Erfolge und Learnings in diesem Projekt? 

Das Spannende an diesem Projekt und gleichzeitig eine große Herausforderung, war der Verzicht auf Hardware zugunsten des Setzens auf Software. 

Parallel dazu – nicht ganz einfach, aber interessant – ein Konzept dieser Art zu verbreiten, das auf dem Markt noch kaum zu finden ist: Nämlich den „Nutzern und Interessenten Idee und Vision nahezubringen“. 

Welche Besonderheiten bietet das ROBIN den Nutzern? 

Die Büros sind nutzerneutral geplant und bieten den Mietern ein Maximum an Flexibilität, wenn es um die Umsetzung ihrer Vorstellungen geht. Erreicht wird das unter anderem durch einen Hohlraumboden, der es ermöglicht, technische Verbindungen frei zu gestalten. Das Wegfallen einer Heizungsanlage tut sein Übriges. Trennwände können jederzeit neu gestellt werden. Für Mieter bedeutet das, ihre Büroräume mit geringem Aufwand umgestalten und ihren jeweiligen Konzepten anpassen zu können. 

Fertiggestellt wird das ROBIN im Sommer 2024 und … man darf sich auf diese „Benchmark am Immobiliensektor“ freuen. 

Weitere Informationen zu dem Projekt findet ihr hier.

Transkript

0:06 Bevor wir mit den Fragen zum Robin anfangen, würde ich euch bitten, vielleicht stellt ihr euch unseren Zusehern vor, wer ihr seid und was ihr tut. Soll ich antworten? Ja. Passt. Mein Name ist Kristina Chepchenko, ich bin seit März 2023 bei der Sovavia als Projektleitung angestellt. Ich heiße Gabo Schlosser, arbeite seit 2019 als Projektleiter bei der Sovavia. Früher war ich als Planer und Architekt unterwegs, als ich vor vier Jahren mich entschieden habe, in der Welt der Großprojekte zu wechseln. Wir wollen uns über das Robin unterhalten, das wird in der Seestadt in Nien gebaut.

0:46 Da entsteht ja ein ganz neues Stadtviertel und es ist, möchte man meinen, auch so ein bisschen eine Spielwiese für Projektentwickler mit dem OO, Österreich-Wolsturm, in Österreich. Viele neue Konzepte werden da ausprobiert. Habt ihr aufgrund des Umfelds auch eine besondere Motivation gehabt fürs Robin oder Inspiration, dort etwas Neues zu probieren? Die Aspernseestadt ist natürlich aktuell eines der wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete oberweit. Wir haben eine sehr innovative und vielfaltige Entwicklung dort, von Bürostandorten bis zu Wohnstandorten. Natürlich ist es für uns eine besondere Motivation gewesen,

Vollständiges Transkript anzeigen

1:27 genau an diesem Standort uns zu platzieren und mit unserem besonderen Konzept, dem Robin-Konzept, dort einen Benchmark zu setzen und ein besonderes Highlight zu entwickeln. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Baumschlager Eberle haben wir dieses besondere Konzept entwickelt und sind gespannt, wie das in diesem gesamten Stadtgebiet ankommt. Christina Glauber hat schon angesprochen, ein besonderes Heizprüfungssystem ist auch gepaart mit 80 cm dicken Wänden. Das hört man heuer zu Tage selten, dass das so dick gebaut wird. Woher ist diese Inspiration gekommen? Das Ganze, ihr Wert ist aufgebaut während der Mittenhügel.

2:09 Genau. Wie ist diese Idee entstanden? Oder wo kommt diese Idee her? Wie bereits anfangs erwähnt, kommt diese Idee von dem Architekturbüro Baumschlager Eberle, die ebenfalls für ihre architektonischen Konzepte sich Inspiration aus der Natur holen. Wenn man sich einen Timmitenhügel anschaut, was passiert, die Tiere, die sich dort drin bewegen, erzeugen Wärme. Die Wärme steigt physikalisch nach oben und durch den Unterdruck entsteht ein Zoo und die Frischluft fließt nach. Ähnlich funktioniert es auch tatsächlich bei Robin. Auch dort produzieren die Menschen und die Geräte innerhalb des Gebäudes die Energie, die das Gebäude braucht,

2:50 um eine gewisse Temperatur zu erreichen. Und sobald die Wärme nach außen getragen wird, durch das Öffnen der Fenster, kann auch neue Luftzirkulation stattfinden und wieder neue Luft in das Gebäude strömen. Dadurch haben wir natürlich immer eine gewisse Luftqualität, wir haben eine gewisse Luftfrische immer vorhanden. Jetzt noch einmal zu den 80 cm dicken Wänden. Auf eurer Webseite steht, ihr habt 40% weniger CO2-Ausschuss im Betrieb. Allerdings wird wahrscheinlich bei so dicken Wänden auch mehr Material verbaut und die Produktion des Materials stößt CO2 aus.

3:30 Habt ihr da auch eine Gegenrechnung, ab wann sich das wieder amortisiert, dieser Mehrverbrauch am Material? Es wird zwar auf der einen Seite mehr Baustoffmaterial verwendet, aber auf der anderen Seite ergeben sich große Ersparungen im Hinblick auf Betriebskosten und Heiz- und Kühlkosten. Einerseits, zweitens, was hier noch in Betracht zu ziehen ist, ist die Nutzung des Gebäudes. Wir haben solche Grundrisse planen lassen, dass es die größte Flexibilität den Nutzer und dadurch erspart man unnötige Un- und Zubauten. Die Grundrisse sind flexibel für jeden

4:12 innovativen Unternehmer. Es werden auch mit den Vorgaben geschaut, dass Baumaterial nicht weiter als 200 km zur Baustelle geliefert werden. Dadurch werden auch CO2-Emissionen und schädliche Treibstoffgasen reduziert und das stärkt auch die heimische Markt. Robins Seestadt ist bereit jetzt in der Autaxonomie-Zertifizierung. Wir haben aktuell die ÖGNB-Gold-Stufe als Fortzertifizierung erreicht und das Projekt wird weiterhin noch serienzertifiziert, wo wir auch die Minimumstufe Gold angestrebt haben. Jetzt eine Frage an euch beide.

4:52 Ich habe vor einem Monat ca. das gleiche gefeiert mit dem Hobbin. Wenn ihr zurückblickt und schon ein Zwischenresümee zieht, was waren eure größten Erfolge und eure größten Lärmings in diesem Projekt? Für mich ist es natürlich besonders spannend, dieses Konzept in der Umsetzung zu sehen, wie wir auf Hardware verzichten und eher auf Software setzen. Das ist für die meisten Beteiligten hier in dem Projekt was Neues, außer für Architekturbüro Baumschlagerebele und dieses Zusammenspiel zueinander zu kriegen, das ist schon eine Herausforderung, aber auch besonders spannend, was für uns auch natürlich eine Herausforderung ist.

5:31 Wir haben hier ein besonders neues Konzept, das es so auf dem Markt bisher nicht viel gibt. Klar, wir haben genau ein Musterobjekt, was Baumschlagerebele selber entworfen auch und gebaut hat als sein persönliches Büro für das Architekturbüro. Dennoch ist es am Markt noch nicht so bekannt, dieses Konzept und das zu verbreiten und die Idee und die Vision dahinter, den Nutzern und den Interessenten nahe zu bringen, das ist schon auch eine interessante Herausforderung, die aber auch Spaß macht. Du hast es gerade selber angesprochen Nutzer, wenn man heutzutage einen

6:12 Bürobau plant, dann braucht es auch spannende und flexible Innenraumkonzepte. Wo sind die Specials des Robins da bei den Innenraumkonzepten? Was habt ihr da eingeplant, um es attraktiv für Nutzer zu machen? Also aktuell haben wir das Büro so geplant, dass es sehr nutzungsneutral gestaltet ist. Das heißt, wir bilden einen Kern aus und um den Kern herum können sich Nutzungseinheiten ansiedeln und durch den Bau eines Hohlraumbodens zum Beispiel haben die Nutzer immer die Möglichkeiten, ihre technischen Verbindungen so zu gestalten, wie sie es möchten. Auch die Trennwände können sie so stellen, wie sie möchten,

6:53 ohne da irgendwelche Rücksichten auf Technik zu setzen. Dadurch, dass wir eben keine Heizungsanlage haben und nur geringfügige Technik bietet das natürlich den Nutzer eine gewisse Flexibilität in der Gestaltung ihrer Mietanheiten. Selbst wenn ein Mieter innerhalb der Mietzeit sein Konzept ändern möchte, ist es nur mit einem sehr geringen Aufwand möglich, die Büroräume umzugestalten. Also das ist schon ein großer Benefit, den wir hier im Robin sehen. Ich sage danke für eure Zeit, danke für die tolle Vorbereitung des Interviews auch. Das Robin wird, glaube ich, nächstes Jahr fertig.

7:34 Genau, im Sommer nächsten Jahres. Dann hoffe ich, dass wir uns dann noch einmal zu einem Interview treffen. Sehr gerne. Das hoffen wir auch. Vielen Dank. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Wunderbar. Danke. Danke.

Hat ihnen dieses Video gefallen?

Diskussion zum Artikel

Sei der/die Erste, der/die diesen Artikel diskutiert.

Logo

In einem sich stetig wandelnden Immobilienmarkt ist zeitnahe und präzise Information von unschätzbarem Wert für strategische Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.

Kategorien

Quicklinks

Rechtliches

© 2026 Die unabhängige Immobilien Redaktion. Made with ♥️ by  Gerhard Popp