Was sagt der VIE-Deal über den Markt aus?

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Der deutsche Asset- und Investmentmanager KGAL hat für ein deutsches Spezialfondsmandat das Wiener Büroobjekt „ViE“ von der CA Immo erworben. EHL hat vermittelt. Wir blicken mit Franz Pöltl, EHL Investment Consulting, hinter die Kulissen des Deals.

"Mit dem VIE hatten wir ein gutes Produkt, das von Investoren nach wie vor nachgefragt wird", so Franz Pöltl. Es erfüllt auch die meisten ESG Kriterien - das Objekt ist nicht brandneu, aber von de Vermietung und der technischen Ausstattung ein Core-Objekt. 

Es gab einige Interessenten für dieses Objekt, allerdings fiel die Wahl auf die KGAL, da sie das Bürohaus mit Eigenkapital kaufen konnte. "Diesem Argument konnten sich die Verkäufer nicht verschließen", meint Franz Pöltl, obwohl die Angebotspreise nahe beieinander lagen. Es dauerte rund ein halbes Jahr, bis man die Unterschrift unter den Kaufvertrag setzen konnte. In der aktuellen Situation werden die Objekte sehr genau geprüft und bei der "Due Diligence darf keine Frage unbeantwortet blieben."

In der kurzen Zeit, in der früher Kaufverträge abgewickelt wurden,  diese Phase ist vorbei. „Es dauert alles eine Zeit“, so Franz Pöltl: „aber gute Dinge sind bewegbar.“ Wichtig war auch beim VIE der Cashflow. „Ein Produkt, das nicht ausreichend CashFlow bietet ist ungleich schwerer am Markt zu platzieren."

Das VIE-Büroprojekt im Detail 

Lage und Ausstattung 

Das Vie Büroprojekt stellt einen bedeutenden Baustein in der Entwicklung des Quartiers Lände 3 in Wien dar. Mit einer beeindruckenden Größe von rund 13.600 m² befindet sich das Gebäude in einer äußerst attraktiven Lage direkt am Donaukanal, gegenüber dem Prater. Diese strategisch günstige Position bietet den Nutzern eine hervorragende Verkehrsanbindung. Sowohl die Innenstadt als auch der Flughafen sind in wenigen Minuten erreichbar, was die Attraktivität des Standorts für Unternehmen erheblich steigert. Die Infrastruktur rund um das Vie-Gebäude ist bemerkenswert. Die U-Bahn-Station Kardinal-Nagl-Platz (U3) ist nur etwa 5 Gehminuten entfernt, während die Wirtschaftsuniversität Wien in etwa 20 Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Für Fahrradfahrer liegt das Gebäude ideal am Knotenpunkt zweier überregionaler Fahrradwege. Eine Fußgänger- und Fahrradbrücke vor dem Gebäude ermöglicht einen direkten Zugang zum Grünen Prater. Die Ausstattung des Vie-Gebäudes ist auf moderne Arbeitsanforderungen zugeschnitten. Es verfügt über 71 PKW-Stellplätze direkt im Gebäude sowie 80 Indoor-Fahrradabstellplätze. Ein besonderes Highlight ist der separate Eingang für Sportler, der mit Duschen, Garderoben und Sanitärräumlichkeiten ausgestattet ist. 

Im Erdgeschoss befindet sich ein Nahversorger, der den Komfort für die Mitarbeiter erhöht. ### Vermietungsstand Das Vie-Projekt hat bereits namhafte Mieter angezogen. Die Gesellschaften der JTI (Japan Tobacco International) haben sich entschieden, ihren Standort im 16. Bezirk in Wien zu erweitern und werden Ende des ersten Quartals 2019 mit rund 100 Mitarbeitern die Stockwerke 7-9 im Vie beziehen. Dies unterstreicht die Attraktivität des Gebäudes für internationale Unternehmen. Im Erdgeschoss hat bereits ein Billa Supermarkt auf einer Fläche von etwa 800 m² eröffnet, was die Nahversorgung für die Mitarbeiter und Anwohner sicherstellt. Die Vermietung des Gebäudes erfolgt unter dem Namen ViE, was vom französischen Wort für "Leben" abgeleitet ist. Dies spiegelt den Ansatz wider, ein lebendiges und dynamisches Arbeitsumfeld zu schaffen. 

Besondere Merkmale 

Das Vie-Projekt zeichnet sich durch mehrere besondere Merkmale aus, die es von anderen Bürogebäuden abheben: 

1. Nachhaltigkeitskonzept: Wie alle Neubauten der CA Immo wurde auch dieses Gebäude unter Beachtung strenger Nachhaltigkeitskriterien realisiert und wird als Green Building zertifiziert. Dies unterstreicht das Engagement für umweltfreundliches und energieeffizientes Bauen. 

2. Architektonisches Design: Für die markante Architektur des Gebäudes zeichnet das renommierte Pariser Architekturbüro Chaix et Morel et Associés verantwortlich. Der Entwurf ist durch eine hohe Transparenz gekennzeichnet. 

3. Terrassen und Ausblicke: Das Gebäude verfügt über insgesamt sieben (Dach)Terrassen, die vielfältige Ausblicke ins Grüne, auf den Grünen Prater und die Donaulände bieten. 

4. Zentrale Lobby: Das Herzstück des Gebäudes ist die zweigeschossige Lobby, die in Verbindung mit einem Café und dem begrünten Innenhof vielfältige Kommunikations- und Aufenthaltszonen bietet. 

5. Flexible Büroflächen: Mit rund 1.700 m² Bürofläche je Stockwerk im Regelgeschoss bietet das Vie-Gebäude flexible Möglichkeiten für unterschiedliche Unternehmensgrößen und -strukturen. 

6. Teil eines größeren Stadtentwicklungsprojekts: Das Vie-Bürogebäude ist der letzte Baustein des Gesamtprojekts Lände 3, das auch etwa 500 Miet- und Eigentumswohnungen im angeschlossenen Wohnquartier Laendyard umfasst. 

7. Investitionsvolumen: Die Investitionssumme für das Büroprojekt, das nach Fertigstellung in das CA Immo-Bestandsportfolio übernommen wird, liegt bei etwa 38 Millionen Euro. Das Vie-Projekt stellt somit eine bedeutende Ergänzung des Wiener Büroimmobilienmarktes dar und bietet Unternehmen ein modernes, nachhaltiges und gut angebundenes Arbeitsumfeld im Herzen der Stadt. 

Transkript

0:05 Franz Pötl, Geschäftsführer der Gesellschafter der EHL Investment Consulting. Hallo Franz. Schönen guten Tag. Franz, bei dir möchte ich auch anfangen mit unserer Diskussion. Ich in letzten Woche eine Presseaussendung gegeben, EHL, die deutsche KGAL hat für ein Spezialfondsmandat ein Büroprojekt erworben von der CA IMO. Die EHL hat vermittelt und ich wollte ich bitte, ob du uns ein bisschen einen Blick geben kannst hinter die Kulissen des Deals, welche Voraussetzungen für einen Käufer wichtig waren, was gerade so auch in der aktuellen

0:47 Investmentpolitik der Unternehmer entscheidet ist. Über den Preis muss man nicht reden. Das ist ja ein harter Preis. Die anderen Dinge sind ja viel interessanter. Nein, Spaß beiseite, also mit dem Wie hatten wir zum Glück ein gutes Produkt, das von Investoren nach wie vor nachgefragt wird. Es erfüllt auch die meisten ESG Kriterien, die meisten deswegen, weil ein perfektes Produkt gibt es kaum am Wiener Parkett und das Objekt ist auch nicht brandneu aber es ist sowohl von der Vermietung als auch von der technischen Ausstattung

Vollständiges Transkript anzeigen

1:29 ein Core-Produkt und wenn ich aus der Schule plaudern darf, wir hatten einige Interessenten für das Objekt und die Wahl ist deswegen auf die KGAL gefallen, weil die gesagt haben, sie werden das Produkt nur mit Eigenkapital kaufen und das ist heute ein derart starkes Argument, dass man sich dem nicht verschließen kann. Preislich waren die Angebote einigermaßen beieinander. Nichtsdestotrotz hat es dann doch einige Zeit gedauert, also ein halbes Jahr, bis man sozusagen soweit war, dass man Tinte unters Papier setzen

2:11 konnte, Legiatis abgewickelt und darf keine Frage unbeantwortet bleiben und das ist da in dem Sinne abgewickelt worden. Also obwohl man normalerweise braucht am meisten Zeit in einer Transaktion die Sicherstellung der Finanzierung, das hatten wir hier glücklicherweise nicht, die Finanzierung war ein Mausklick, aber trotzdem, es hat seine Zeit gebraucht und wir hatten ja heuer zum

2:52 Glück schon mehrere schöne Transaktionen begleiten zu dürfen und das ist in Line mit den anderen Dingen. das, wo man sagt, in sechs Wochen ist etwas abgeschlossen, das sehe ich im Moment nicht. Das dauert alles seine Zeit und gute Dinge sind dann doch bewegbar und vor allem, um etwas zu bewegen, braucht man in der Regel Cashflow. Produkt, keinen Cashflow bietet oder nicht ausregelt, Cashflow das ist ungleich schwieriger zu platzieren.

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