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Rückgang beim Neubau und Auswirkungen auf den High-End-Markt

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In den letzten Jahren haben wir einen signifikanten Rückgang beim Neubau von Immobilien erlebt. Dies betrifft sowohl die Anzahl der neuen Bauprojekte als auch die Vielfalt der angebotenen Objekte. Besonders auffällig ist, dass es weniger luxuriöse Neubauten gibt. Derzeit existieren noch einige Immobilien, die nicht verkauft wurden, aber mittelfristig wird sich dieser Rückgang sicher auf den Markt auswirken.

High-End-Luxusimmobilien und Marktentwicklung

Aktuell gibt es zahlreiche High-End-Luxusimmobilienprojekte, die aufgrund der unsicheren Marktentwicklung zurückgestellt wurden. Investoren und Entwickler entscheiden sich, abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt, bevor sie neue Projekte starten. Diese Zurückhaltung könnte dazu führen, dass es in naher Zukunft eine Verknappung an wirklich hochwertigen High-End-Immobilien auf dem Markt gibt. Die Nachfrage könnte steigen, während das Angebot sinkt, was zu einem Anstieg der Preise führen könnte.

Zinssteigerungen und deren Einfluss auf den Markt

Die gestiegenen Zinsen sind ein weiteres Thema, das von vielen Seiten angesprochen wird. Der sogenannte Geschäftsmodell-Leverage-Effekt ist nicht mehr so wirksam wie zuvor. Früher konnte fast jeder, der über genügend Kapital verfügte, in die Immobilienentwicklung einsteigen.

Chancen für Immobilienentwickler

Für erfahrene Profis in der Branche könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, um in den Markt einzusteigen und möglicherweise eigene Projekte zu entwickeln. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Immobilienentwicklung spezielles Know-how und eine gut strukturierte Organisation erfordert. 

Fazit

Der aktuelle Zeitpunkt könnte für Investoren und Entwickler durchaus interessant sein, da sich möglicherweise günstigere Einstiegsmöglichkeiten ergeben. Dennoch bleibt die Spezialisierung auf den Verkauf von High-End-Immobilien eine wichtige Strategie für Peter Marschall von Marschall Immobilien. Die Entwicklungen in der Branche sollten genau beobachtet werden, um die besten Entscheidungen zu treffen und die Chancen optimal zu nutzen.

Keine Immobilienentwicklung

Peter Marschall von Marschall Immobilien erklärt, dass die Entscheidung, keine Immobilien zu entwickeln, eine bewusste Wahl war. Er betont, dass diese Entscheidung je nach Situation Vor- und Nachteile haben kann. Während viele Entwickler in den Boomjahren sehr gut verdient haben, stehen sie in der aktuellen Marktsituation unter erheblichem Druck.

Herr Marschall fühlt sich in der gegenwärtigen Lage entspannter als manche Entwickler. Er erwähnt, dass er in der Vergangenheit selbst Immobilien entwickelt hat, sich aber schnell entschied, sich auf den Verkauf zu konzentrieren. Diese Entscheidung betrachtet er rückblickend als klug.

Bezüglich der Zukunft des Immobilienmarktes vergleicht Herr Marschall die letzten fünf Jahre mit einer gemütlichen Kanufahrt, während die Branche jetzt ins Wildwasserrafting gewechselt ist. Er betont, dass es in jeder Marktlage Herausforderungen gibt:

  1. Aktuelle Situation:
    • Einfacher, Objekte zu finden, da viele Immobilien auf den Markt kommen
    • Verkäufe erfolgen oft zu vernünftigen Konditionen- Herausforderung auf der Käuferseite, die richtigen Objekte zu finden
  2. Frühere Situation:
    • Große Nachfrage, die oft nicht gedeckt werden konnte
    • Luxuswohnungen in der Innenstadt waren sehr gefragt

Herr Marschall betont, dass es auch in der Vergangenheit keine absolut ruhigen Zeiten gab. Es gab immer Herausforderungen zu bewältigen. Er fasst zusammen, dass der Immobilienmarkt ständig in Bewegung ist und die Herausforderungen vielfältig sind.

Abschließend unterstreicht er die Wichtigkeit, flexibel zu bleiben und sich an die sich ändernden Bedingungen anzupassen. Dies sei entscheidend für den Erfolg in der Branche. Die Entwicklung des Marktes und mögliche neue Chancen werden sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen.

Ausblick auf die Immobilienbranche

Peter Marschall von Marschall Immobilien äußert sich zur aktuellen Lage und den Zukunftsaussichten der Immobilienbranche:

Er prognostiziert, dass die Immobilienbranche ab dem nächsten Jahr voraussichtlich wieder einen Aufwärtstrend verzeichnen wird. Allerdings rechnet er damit, dass das letzte Quartal dieses Jahres noch sehr herausfordernd sein könnte, wobei einige Akteure in der Branche möglicherweise Schwierigkeiten haben werden, diese Phase zu überstehen.

Trotz der aktuellen Herausforderungen blickt Herr Marschall optimistisch in die Zukunft. Er hofft auf eine positive Entwicklung im kommenden Jahr, die sich durch folgende Aspekte auszeichnen könnte:

  1. Mehr Verkäufer, die bereit sind, ihre Immobilien anzubieten
  2. Zunehmende Investitionen im Immobiliensektor
  3. Steigendes Interesse der Menschen an Immobilieninvestitionen

Herr Marschall beobachtet bereits erste positive Anzeichen:

  • Die Marktbedingungen beginnen sich zu stabilisieren
  • Die Zinsen zeigen eine sinkende Tendenz, was potenziellen Käufern entgegenkommt
  • Die Inflation hat sich beruhigt, was zu einem positiveren wirtschaftlichen Klima beiträgt

Unter der Voraussetzung, dass keine dramatischen negativen Ereignisse auf weltpolitischer Ebene eintreten, ist Herr Marschall zuversichtlich, dass ab Frühjahr oder Mitte des nächsten Jahres wieder ein Aufwärtstrend in der Immobilienbranche zu beobachten sein wird.


Transkript

0:07 Jetzt hatten wir in den letzten Jahren ja auch einen starken Rückgang beim Neubau, bei den Bauten. Spürt ihr das auch, dass einfach auch weniger auf den Markt kommt, weil einfach obendrauf weniger Luxuspendhäuser... Derzeit gibt es noch einiges, was sozusagen noch nicht abverkauft wurde. Aber mittelfristig wird sich das sicher auch auswirken. Wir haben viele auch High-End- Luxusimmobilienprojekte, die jetzt zurückgestellt sind. Weil man sagt, da warten wir lieber, wie sich der Markt weiterentwickelt. Aber das wird sich möglicherweise auch auswirken. Dass dann ein bisschen eine Verknapung an wirklich tollen

0:41 High-End-Immobilien am Markt ist. Die gestiegenen Zinsen habe ich jetzt auch schon von vielen Seiten gehört. Geschäftsmodell-Leverage-Effekt ist tot. werden die Spekulanten, vorher hat ja quasi jeder Immobilien entwickeln können, der viel Geld auf der Seite gehabt hat, werden jetzt aus dem Markt rauskonsolidiert. Für dich als richtigen Profi wäre es nicht auch spannend zu sagen, gerade jetzt steige ich ein und entwickle vielleicht selber etwas? Naja, ich sage immer, jeder soll das machen, was er wirklich gut kann. Natürlich könnte ich auch Immobilien entwickeln. Nur dafür braucht man auch ein besonderes Know-how und auch

Vollständiges Transkript anzeigen

1:20 eine Struktur. Also kann jetzt nicht einfach sagen, ich baue jetzt irgendwo ein größeres Projekt und mit wem? Wie baue ich eine Organisation und so weiter? Jetzt ist natürlich der Einstiegszeitpunkt möglicherweise recht interessant. Also in den nächsten Monaten, weil man vielleicht dort und dort zu günstigeren Einstiegsmöglichkeiten kommt. ist sicher der Fall, aber ich habe mich spezialisiert auf den Verkauf von High-End-Immobilien und entwickle keine Immobilien. Das war eine ganz bewusste Entscheidung und die mag manchmal gut sein, manchmal weniger gut sein. Also in den Boomjahren jetzt haben natürlich oft die

1:54 Entwickler sehr gut verdient. Dafür kenne ich jetzt viele, jetzt im Moment wie soll ich sagen, sehr schwitzen. Da bin ich jetzt etwas entspannter als der ein oder andere Entwickler. Das ist wie soll ich sagen, aber ich habe das früher mal gemacht, vielen Jahren, aber jetzt habe ich mich raschlich auf den Verkauf konzentriert. Ich glaube, das war schon ein sehr schöner Schlusssatz für unser Interview. Ich würde aber gerne noch eine Zukunftsfrage stellen, einen Blick in die Glaskugel. Viele sagen, im Vergleich zu vorher haben wir von einer gemütlichen Kanufahrt in der Branche in den letzten fünf Jahren ins

2:31 Wildwasserrafting gewechselt. Wann, glaubst du, wird es wieder ruhiger? Wann fließt das Geschäft wieder so wie es vielleicht schon 2019 war? Naja, ich sehe das so aus Sicht des Immobilienmarklers. Bei uns ist es so dass wir in jeder Marktlage Herausforderungen haben. So wie jetzt kommen wir sehr einfach zu Objekten, weil viel auf den Markt kommt, weil sie verkaufen, auch zu vernünftigen Konditionen. Dafür ist vielleicht auf der Käuferseite eher die Herausforderung, richtigen zu finden. Vor ein paar Jahren war es umgekehrt, da war eine große Nachfrage, die wir oft gar nicht decken konnten. Da hätte ich Luxuswohnungen in der Innenstadt verkaufen

3:11 können, weit mehr als ich zur Verfügung hatte. Also sozusagen so ein absolut ruhiges Wasser waren es für mich vorher auch nicht. Es gibt immer eine gewisse Herausforderung. Grundsätzlich was die gesamte Immobilienbranche betrifft, ich meinen oder hoffe ich zumindest, dass wir ab nächstem Jahr wieder ein bisschen sozusagen einen Aufwärtstrend sehen. Ich glaube, dass wir jetzt noch im letzten Quartal eher noch vielleicht eine sehr schwierige Zeit für uns haben, dass vielleicht auch viele das jetzt nicht mehr durchhalten. Und ich hoffe, dass wir dann nächstes Jahr wieder ein bisschen aufwärts gehen, dass sich wieder Verkäufer wieder finden,

3:52 dass wieder mehr investiert wird. Die Leute sind wieder mehr dran zu investieren, weil es wieder bisschen sicherer wird. Weil man jetzt sieht, die Zinsen gehen eher runter und nehmen mehr auf. Die Inflation hat sich beruhigt. Also wenn jetzt nicht im weltpolitischen Geschehen etwas wirklich Dramatisches passiert, was ich nicht hoffe, dann würde ich meinen, dass hoffentlich ab nächstem Jahr also Frühjahr oder Mitte nächsten Jahres, es wieder bisschen aufwärts geht. Also so Vibe 25 gilt immer Noch? Ja, das gilt immer noch. Vielleicht ist es auch Zweckoptimismus. ich glaube, den zählt, glaube ich schon.

4:22 Weil ich habe schon in meiner Karriere einige Up and Downs erlebt. Und das ist immer eine gewisse Zeit, wo sich wenig tut. Und irgendwann fangen die Leute wieder an, sie müssen wieder aktiv werden, sie wollen wieder aktiv werden. Und auch die Geld haben, wollen sie wieder ausgeben. Also dann irgendwann sehen sie, die Super Schnäppchen gibt es doch nicht. Und dann gehen sie auch wieder in den Markt. Ich glaube, wird sich wieder so im nächsten Jahr dann wieder ein bisschen eine Bewegung reinkommen. Peter, noch einmal Danke für die Einladung in dein Büro. Danke für den Besuch, danke für das nette Gespräch und mich sehr gefreut.

4:55 Und euch Danke fürs Zuschauen. Und wenn ihr keine Folge unserer Immobilienredaktion Office Talks mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Newsletter oder folgt unserer LinkedIn-Seite, die unabhängige Immobilienredaktion.

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