Plus von 6 %: Europäisches Immobilien-Transaktionsvolumen steigt im 2. Quartal auf 53 Milliarden Euro

vor 3 Stunden

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Die europäischen Immobilienmärkte setzen ihren Erholungskurs fort. Nach vorläufigen Zahlen von Savills lag das Transaktionsvolumen in Europa im zweiten Quartal 2026 bei rund 53 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 6 %.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 6 %. Besonders dynamisch entwickelten sich die Märkte in Polen und Finnland: Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 legte das Transaktionsvolumen dort um 95 % beziehungsweise 94 % zu. Unter den größeren Immobilienmärkten Europas verzeichneten Schweden und Spanien die stärksten Zuwächse. Das Investitionsvolumen stieg in Schweden um 68 % auf 12,8 Milliarden Euro und in Spanien um 56 % auf 12,2 Milliarden Euro. Der deutsche Investmentmarkt verzeichnete mit einem Plus von 3 % zwar nur ein moderates Wachstum, entwickelte sich damit jedoch deutlich robuster als der britische Markt, dessen Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 22 % zurückging.

Karsten Nemecek, Deputy CEO Germany bei Savills und verantwortlich für den Bereich Capital Markets in Deutschland, ordnet das Marktgeschehen so ein: „Der europäische Immobilieninvestmentmarkt zeigt derzeit ein uneinheitliches Bild. Während einige Länder kräftige Zuwächse verzeichnen, sind andere Märkte von deutlichen Rückgängen geprägt. In diesem Umfeld präsentiert sich Deutschland vergleichsweise stabil. Die anhaltende geopolitische und konjunkturelle Unsicherheit führt zwar weiterhin zu einer zurückhaltenden Haltung vieler Investoren. Gleichzeitig nehmen das Angebot und der Pragmatismus auf Verkäuferseite zu, was perspektivisch für mehr Abschlüsse hierzulande sorgen könnte.“

Investoren konzentrieren sich nach Einschätzung von Savills weiterhin auf Nutzungsarten mit stabilen Fundamentaldaten und resilienter Nachfrage. Besonders gefragt bleiben dabei die sogenannten Living-Sektoren. Dazu zählen klassische Mietwohnungen, studentisches Wohnen, Pflegeimmobilien sowie Seniorenwohnen. Zusammen entfallen auf diese Segmente inzwischen nahezu 30 % des gesamten europäischen Immobilien-Transaktionsvolumens.

Lydia Brissy, Director im European Commercial Research Team von Savills, berichtet: „Die durchschnittlichen Transaktionsgrößen dürften im zweiten Quartal zugenommen haben. Maßgeblich hierfür waren mehrere großvolumige Akquisitionen, die zeigen, dass hochwertige Core-Objekte trotz eines insgesamt zurückhaltenden Marktumfelds weiterhin nachgefragt werden.”

James Burke, Director Global Cross Border Investment bei Savills, ergänzt: „Für hochwertige Immobilien ist Fremdkapital in Europa weiterhin gut verfügbar. Gleichzeitig legen Kreditgeber und Investoren zunehmend Wert auf langfristig stabile Erträge, hohe Objektqualität und eine disziplinierte Preisgestaltung. Für den weiteren Jahresverlauf 2026 erwarten wir in den meisten Ländern und Nutzungsarten stabile Spitzenrenditen. Renditerückgänge dürften auf besonders hochwertige Ausnahmeobjekte beschränkt bleiben.”

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