Neue Perspektiven für Maklerunternehmen

Neue Perspektiven für Maklerunternehmen

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Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Inflation und Zinsentwicklung dämpfen den Immobilienmarkt spürbar – die Menschen weichen aktuell von Eigentum in Miete aus. Der Markt für Maklerunternehmen hat sich verändert und tut das weiterhin. Zahlreiche Fragen stellen sich für die Unternehmen und im ImmoLive werden wir diese diskutieren. So wie sich der Markt jetzt darstellt, mit so vielen unterschiedlichen Faktoren – das hat es in den letzten 25 Jahren nicht gegeben. 

Auch für die Suchenden wird der Markt immer schwieriger und die Beratung daher umso wichtiger. Werden sich die Tätigkeiten der MaklerInnen verschieben? (BeraterInnen) Wird die Inflation den Kauf wieder ankurbeln? Welche neuen Berufe oder welches neue Spektrum kann sich in den Maklerbranchen entwickeln? Stichwort: Nachhaltigkeitsberatung. Wie sieht es auf den Plattformen aus: Angebot von Miete Eigentum hat sich verändert. Wurden und werden innerhalb der Unternehmen und der Systeme Umstrukturierungen vorgenommen? Wie werden sich die Preise am Markt weiterentwickeln? 


Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:06 Herzlich willkommen zu ImoLife, dem Diskussionsformat der Immobilienredaktion in Zusammenarbeit mit iValue. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Inflation und Zinsentwicklung dämpfen derzeit den Immobilienmarkt, die Menschen weichen aktuell vom Eigentum in Mitte aus. Der Markt für Maklerunternehmen hat sich verändert und das tut er weiterhin. Und so wie sich der Markt jetzt darstellt mit so vielen unterschiedlichen Faktoren, das hat es in den letzten 25 Jahren nicht gegeben. Aber daraus ergeben sich auch neue Möglichkeiten.

0:48 Neue Gedanken und neue Ideen tauchen auf und wir wollen im ImoLife heute einen Blick in die Zukunft werfen und über neue Perspektiven für Maklerunternehmen diskutieren. Für uns zu Gast in alphabetischer Reihenfolge und wie immer Ladies first, Carina Schunker, Geschäftsführerin von EHL im Wohnen. Hallo Carina. Hallo. Bernhard Reikersdorf, Managing Director von REMAX Austria. Hallo Bernhard. Hallo. Und Philipp Zulek, Berufsgruppensprecher, Stellvertreter für Immobilienmakler und Mitglied des Erweiterten Vorstandes des Fachverbandes der Immobilien und

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1:30 Vermögensdreihänder der WKO. Hallo Philipp. Hallo und grüß Gott. Starten möchten wir natürlich wie immer mit einem kleinen Rundblick, mit einem Status Quo, wie es derzeit aussieht und starten bei Carina und wollte dich fragen, ob du ein bisschen was sagen kannst Wohnungsmarkt, allgemein Wohnbau, Entwicklung, Status Quo und natürlich auch ein bisschen einen Ausblick. Sehr gerne. Du hast in deiner Einleitung eh schon einiges dazu gesagt. Der Umbruch bei der Nachfrage zum Thema Mietereigentum, das hat uns im Jahr 2022 sehr intensiv begleitet und das hat

2:11 sich über das Jahr 2023 natürlich auch etwas durchgezogen, wenn auch hier immer wieder Höhen und Tiefen erkennbar waren. Mittlerweile darf man dazu sagen, dass die Nachfrage im Eigentumssegment sich wieder deutlich erholt hat, was sehr erfreulich ist. Das heißt, wir haben wieder deutlich mehr Anfragen. Wir sind jetzt von der Nachfragesituation ziemlich wieder auf dem Ausgangsniveau, wo ich immer so Jänner 22 heranziehe. Das heißt, das ist schon einmal sehr positiv. Es ist eine Dynamik da. Wir sind mit vielen Kunden im Gespräch. Am Ende des Tages liegt aber die Herausforderung auf der Finanzierungsseite vor allem,

2:52 aber auch an Unsicherheiten, die mit der Kaufentscheidung trotzdem auch im Raum stehen. Wann werden Liegenschaften fertiggestellt? Werden Liegenschaften überhaupt fertiggestellt? Wer steht dahinter? Das heißt, auch solche Track Records von Bauträgern sind hier auch noch einmal wichtiger. Es werden die Unterlagen deutlich näher studiert, jetzt nur mal als Gesamtüberblick und deswegen auch diese Kaufentscheidungen. Wir werden sehr selektiv getroffen, sehr konservativ und genau, das sind halt so die Herausforderungen auf der Mietseite wiederum sehr, sehr viele Anfrage nach wie vor und das Angebot

3:35 verknappt sich aber hier allmählich. Wir haben von den Fertigstellungszahlen letzten Jahr zu den prognostizierten Fertigstellungen für dieses Jahr einen Rückgang von 50 Prozent, den wir erwarten. Das heißt, gleichbleibend sehr hohe Nachfrage trifft aber auf 50 Prozent weniger Angebot und das macht sich seit letzten Herbst deutlich spürbar, dass die Verwertungszeiten sich verkürzen. Auf der anderen Seite auch die Mietpreise deutlich steigen und auch Mietübergänge, das heißt, wenn ein Mieter kündigt, es wird ein Nachmieter gesucht, das meistens auch schon binnen der Kündigungsfrist sehr gut

4:17 klappt und funktioniert, obwohl wir dann teilweise eben auch noch einmal bei den Mieten nach oben adjustieren können im Sinne des Fair-Mieters. Also das ist aktuell grob skizziert einmal die aktuelle Situation, mit der wir uns auseinandersetzen. Carina, danke mal, sehr interessant, du hast gesagt, die Nachfrage nach Eigentum steigt. Man hat sich zum Teil auch an die höheren Zinsen gewöhnt, weil das war ja immer ein großes Argument. Also ich nehme an, man hat sich dran gewöhnt, aber wie gesagt, die Finanzierung bleibt noch immer eigentlich die große Herausforderung, wenn man das so Will. Also es kommt

4:57 natürlich auch immer auf die Zielgruppe drauf an, aber vor allem wenn es um Jungfamilien geht, die vielleicht jetzt nicht so einfach die 20 Prozent Eigenkapital verfügbar haben, wo es darum geht, Teilzeitarbeitsverhältnisse, wo ein Alleinverdiener teilweise in der Familie ist, da wird es dann natürlich herausfordernd in Zusammenhang hin zur Ordnung, aber eben auch die höheren Zinsen, die dazu führen, dass auch die monatliche Gesamtbelastung einfach in einer anderen Sphäre sind als noch 2020, 2021. Das sind dann halt Parameter, die dann sehr genau abgewogen werden. Kaufe ich?

5:38 Oder ist es mir jetzt gerade auch aufgrund von anderer wirtschaftlicher Gegebenheiten zu unsicher und warte noch etwas zu? Das ist natürlich bei Eigentum immer so die Frage, Flexibilität habe ich dann damit nicht. In der Miete schon. Ich kann jederzeit sozusagen auf zu einem späteren Zeitpunkt für einen Kauf entscheiden und das sind halt einfach die Schwierigkeiten und viele bekommen zum Beispiel Finanzierungszusagen, das bekommen wir mit, entscheiden sich dann aber beispielsweise aufgrund der monatlichen Raten zum Teil gegen einen Ankauf. Also es ist nicht nur das Thema Finanzierung und es klappt

6:17 nicht, sondern dann wirklich auch eine Abwägung eben wirtschaftlicher Parameter. Dann zum Beispiel dann sagt, bevor ich die Raten im Augenblick zahle, warte ich, ob nicht die Zinsen vielleicht noch weiter runtergehen, nehme eine Mietwohnung, wo ich vielleicht zwei, dreihundert Euro weniger im Monat habe und überprüfe die Zeit damit. Womit wir dann auch sehr stark in den Mietsektor gehen und das werden wir dann auch noch in weiterer Folge besprechen. Ja, aber Philipp, wenn man jetzt anschaut, die Situation auf dem Markt, die Karin hat es jetzt schon ein bisschen angeschnitten, wie steht sie das einfach, wie steht sie das da,

6:57 was zum Beispiel die Angebotszahl betrifft, aber auch die Anzahl der Unternehmen, denn jetzt war ja mit der Kim-Verordnung, hat es ja geheißen, es werden viele Unternehmern vielleicht vom Markt sich zurückziehen und da wollte ich dich fragen, du hast ja Daten dafür. Genau, ja, vielen Dank. Danke auch für dieses wichtige Detail in der Einleitung. Ich bin berufsgruppensprecher Stellvertreter, berufsgruppensprecher ist der Arno Wimmer und ich bin ja für den Fachverband heute hier, Fachverband als Interessenvertretung für den ganzen Bund und nur fürs Verständnis auch. Die Wirtschaftskam hat drei große Säulen, das ist Bildung,

7:33 Service und Interessenvertretung und in dem Fall haben wir als Fachverband im Rahmen der Interessenvertretung eine Studie in Auftrag gegeben, eine Überwachung der Marktdaten, wie sich der Markt entwickelt und unter anderem, die Datenforum, darauf gestürzt, einfach gewisse Parameter zu beobachten. Das sind auch die Angebotsdaten der Angebote in Österreich, die sich wirklich dramatisch verändert haben. Ich habe jetzt auch vor mir liegen, es waren im ersten Quartal 23 49.000 Angebote ungefähr am Markt, im Quartal 4 waren es nur noch 41.000 und das, was die Carina jetzt auch beschreibt,

8:13 im ersten wahnsinnigen Sprung auf 47.000 Angebote wieder, also es ist so richtig abgeflacht und jetzt geht es wieder steil nach oben und ich hoffe auch, dass dieser Anstieg und diese Marktbelebung jetzt weiterhin anhält, was ich bei den Mitgliedszahlen... Willi, ich würde dich ganz kurz unterrechnen, Sind das Miete und Kauf? Genau, das ist die Gesamtangebote. Und weil du das auch angesprochen hast, der Mitgliedsbetriebe, grundsätzlich hatten wir eine wahnsinnig positive Entwicklung über die letzten Jahre, die eben zum Beispiel jetzt auf Österreich gesehen,

8:54 wir hatten 2021 9.700 Unternehmen in der Fachgruppe, das sind alle Fachgruppen, das ist jetzt Markel von Walter Bauträger, 9.700, 20 22, also 10.100, also pro Jahr ungefähr 4 bis 500 Unternehmen mehr und 23 war das erste Mal ein Einbruch auf 9.900 und eben auch bei der Unternehmensneugrundung Schwerpunktbezüge haben wir nur 378 Unternehmen, 23 22 waren es 471, also wirklich auch dieser positive Trend ist abrupt vorbei und es gibt keine positive Entwicklung mehr, was die Mitgliedsbetriebe betrifft, sondern eine negative Entwicklung, das haben wir auch im ZD-Datenforum-Bericht,

9:35 ich merke aber auch im vierten Quartal war ein Einbruch, es hat sich aber jetzt zum Glück wieder eine positive Entwicklung im ersten Quartal gegeben und ich hoffe, dass dieser Trend auch da ist, was die Mitgliedsbetriebe anhält. Vielen Dank, eine negative Entwicklung und für die allerdings, die am Markt aktiv sind, dafür ist unser heutiges Immo Life gedacht, neue Perspektive aufzuzeigen, vielleicht auch neue Gedanken in die Welt zu setzen und auch in die Köpfe der einzelnen der Maklerinnen und Makler.

10:17 Bernhard, wenn du auch schon sehr lange auf Markt, wer dir das jetzt anhörst, kann man sagen, dass sich der Markt im Augenblick neu sortiert oder ist es so eine Mischung aus Neusortierung und Marktbereinigung? Ich bin der Meinung, es kommt darauf an, wie lange man dabei ist. Natürlich, in der aktuellen Situation hat sich der Markt definitiv neu sortiert. Du hast es angesprochen, ich bin schon sehr lange dabei, seit 29 Jahren mittlerweile und ich sage dir, alle, die schon länger als zehn Jahre im Immobiliengeschäft mit dabei sind, ist die Situation, wie sie sich aktuell darstellt, jetzt nicht großartig neu.

10:59 Für all jene Personen, ist es ein gewisses Aha-Erlebnis, was ist hier passiert. Es gibt viel wenig Anfragen, etc. Das Verkaufen wird wesentlich herausfordernder und da ist es für viele schon, speziell für neue Kolleginnen und Kollegen, eine Riesenherausforderung gewesen, im letzten Jahr sich am Markt zu behaupten, sich am Markt zu positionieren. Zum Teil hat sich auch ein bisschen die Sprache vom Weizen getrennt. Philipp hat ja das angesprochen, auch Rückgang bei den Mitgliedsbetrieben

11:39 und wir wissen auch von dem einen oder anderen Kollegen, wo es einfach zu Kündigungen von Marktkolleginnen und Kollegen gekommen ist aufgrund der aktuellen Situation. Aber, und das ist das, was die Carina angesprochen hat, wir können definitiv positiv nach vorne schauen. Es war jetzt einmal, ich sage, für ein Jahr, eineinhalb Jahre, ein gewisser Knick da, aber Fakt ist, die Nachfrage steigt wieder. Das Angebot speziell im Bereich Wohnimmobilienkauf ist derzeit noch sehr, sehr gut. Wir sehen es auch an der Geschäftsentwicklung im Vergleich

12:20 zum Vorjahr, dass sie in den ersten vier Monaten deutlich besser war als noch im vergangenen Jahr. Und sehr, sehr leicht dazu, dass man sagt, ein bisschen jammern und alles ist schlecht. Unter dem Strich war es trotzdem so, dass im letzten Jahr 110.000 Immobilien verkauft worden sind mit einem Transaktionsvolumen von 32 Milliarden Euro. Also das ist trotz allem und trotz alle Herausforderungen nicht so wenig. Der Markt ist da. Wir haben noch immer viele Privatverkäufer, die wir von unserer Dienstleistung überzeugen können, sollen mittelfristig.

13:02 Und so gesehen, ja, wir müssen einfach als Branche positiv in die Zukunft schauen, positiv nach vorne schauen und vielleicht auch medial von den ein oder anderen Kollegen weniger jammern, sage ich jetzt einmal. Das wirkt sich auf das ganze Umfeld aus. Wenn Branche-Vertreter von Stillstand sprechen in der Branche etc., dann ist das aus meiner Sicht Keine Gute Botschaft nach Außen. Werner, du hast schon einige Dinge vorweggenommen. Eine Frage noch, Eigentum steigt wieder. Hat es auch mit Inflation zu tun, dass die Leute sagen,

13:42 na ja, wer weiß, wo das jetzt hingeht, wir kaufen das oder wir wollen deshalb kaufen? Oder ist das eigentlich, wird das als gegeben hingenommen, dass die Preise steigen, sage ich In Summe, warum die Nachfrage gestiegen ist, liegt sicherlich daran, dass wieder mehr Sicherheit bei den Menschen vorhanden ist. Man sieht, Inflation geht zurück, das Zinsniveau steigt nicht mehr. Im Gegenteil, es wird erwartet, dass die Zinsen nach unten gehen. Die Politik hat ein paar kleinere Maßnahmen getroffen, genau, ein paar kleinere Maßnahmen, die den einen oder anderen vielleicht motivieren, doch früher etwas zu machen.

14:23 Aber ich glaube, das Wichtigste ist einfach, dass die große Unsicherheit, die wir über Zeit lang gehabt haben, wo die Zinsen ständig gestiegen sind, was passiert mit der Inflation etc., das ist aktuell nicht mehr in dem Ausmaß vorhanden und ja. Man könnte sagen, es pendelt sich alles wieder ein bisschen ein und interessant auch, dass die Kunden auch sofort auf dieses Einpendeln und darauf sofort reagieren. Also wenn man sieht, dass sich der Markt ein bisschen stabilisiert, ist das natürlich auch sofort ein Punkt,

15:04 wo die die Interesse haben oder wollen die auch kaufen. Und ich wollte die Carina fragen, die Stimmung bei den Mieterinnen und bei den Käuferinnen, kannst du das ein bisschen vielleicht konkretisieren, wie das sich ungefähr darstellt? Ja, zum Beispiel auch was die Verkäufer und die Vermieter betrifft. Also grundsätzlich, es ist gerade natürlich eine phänomenale Zeit, um Immobilien zu vermieten, weil wir, wie gesagt, sehr hohe Nachfrage haben, das Angebot sich aber deutlich verknappt, was dazu führt, dass wiederum Vermieter die Möglichkeit haben, auch Mietzinsen nach oben hin anzupassen, zu korrigieren,

15:46 haben auch eine größere Auswahl an Mietinteressenten am Ende des Tages. Das heißt, können sich dann auch entscheiden, teilweise zwischen zwei oder drei Interessenten. Es geht wieder teilweise in Richtung persönliches Kennenlernen, wenn die Auswahl auch da ist, um dann auch vielleicht wieder so die persönliche Komponente zwischen Mieter, Vermieter zu erhöhen, weil das war in der Vergangenheit immer eher stärkere Anonymität und das steigt jetzt wieder im Sommer. Das heißt, auch für Anleger, die wir begleiten seit längerem, die ihr Portfolio aufgebaut haben. Also ich glaube, die können sich gerade nicht über die

16:24 Gesamtperformance ihres Portfolios beschweren, sondern die Runditen steigen und das ist schon einmal die positive Nachricht. Auf der anderen Seite, wenn man jetzt aber die Mieter betrachtet, wir kriegen laufend Anrufe von Mietinteressenten, die sagen, sie waren jetzt schon bei 10, 15 Immobilien und haben aber bisher nicht die Möglichkeit gehabt, eine Zusage zu erhalten bei der Anmietung und sondieren den Markt, reagieren auch noch einmal deutlich schneller, weil es auch der Markt gerade erfordert. Weil zu einer Wohnung gibt es jetzt nicht drei, vier Interessenten, sondern es sind dann teilweise 10 bis 15.

17:02 Also das hat sich deutlich erhöht. Das heißt, da ist in Wahrheit auch wiederum mieterseitig die Entscheidungsgeschwindigkeit erforderlich und ist auch gestiegen in Summe. Auf der Käufer- bzw. Verkäuferseite, man spürt natürlich bei den Verkäufern vor allem, wenn es um Entwickler geht, eine gewisse Anspannung, weil natürlich die Vertriebsgeschwindigkeit etwas in Stocken geraten ist aufgrund der Marktentwicklungen seit 2022. Also es ist ein bisschen träger geworden. Man braucht mehrere Besichtigungen mit einem Interessenten, auch zu den Kaufunterlagen, die dann am Ende des Tages übermittelt werden.

17:44 Also es ist deutlich beratungsintensiver geworden, auch für uns Makler. Und am Ende des Tages versucht man sich natürlich breit aufzustellen, noch einmal mehr Services zu bieten, auch hinsichtlich Finanzierung, dass man Käufer gut abfängt, dass man auch hier mit Finanzierungsberatern zum Beispiel zusammenarbeitet, die auch sehr rasch Finanzierungslösungen anbieten können, sonst bekommt man schon mit, dass Finanzierungsgespräche teilweise einen Monat bis zwei Monate dauern, bis dann auch wirklich eine Finanzierungszusage erteilt wird. Und das ist in der aktuellen Zeit wirklich total schwierig, weil es wiederum zusätzlich noch einmal irgendwie

18:27 Unsicherheiten darbringt. Wir haben das Thema Kim-Verordnung, wo es aber sehr wohl Finanzierungsberater gibt, die dann auch andere Lösungen anbieten, die auf Sonderkontingente zugreifen können oder eben auch Finanzierungen über Deutschland. Da bekommen wir aber im Osten zumindest von Österreich mit, dass Interessenten sagen, ist das dann etwas illegales am Ende des Tages, weil ich würde mich dann außerhalb der Kim-Verordnung aufhalten und finanzieren. Nein, ist es natürlich nicht und da braucht es einfach nicht. Da muss ich dich kurz unterbrechen, weil ich wollte das ein bisschen in eine andere Richtung

19:05 jetzt gehen, aber du hast es jetzt aufgegriffen, darum die Frage. Man bietet auch als Maklerunternehmen jetzt keine Finanzierung in dem Sinn an, aber Kontakte zu Banken, um das einfach den Käufern zu erleichtern. Genau, also wir selber bieten im Haus keine Finanzierungen an, das heißt, wir kooperieren hier nicht direkt mit Banken, aber mit professionellen Finanzierungsberatern, was ihr tägliches Geschäft ist, Daily Business, tauschen uns hier aber natürlich auch intern regelmäßig in SureFix aus. Das heißt, wir sind da sehr wohl in direkten Kontakt mit diesen Finanzierungsberatern, weil wir auch selbst wissen möchten,

19:42 wo sind gerade die Finanzierungskonditionen, wie läuft das? Wir haben auch Möglichkeiten, intern Beispielfinanzierungen aufzustellen, dass man hier sehr wohl auch schon einmal einen Überblick an den Kunden geben kann, mit wie viel Eigenkapital ist erforderlich in Relation zu den monatlichen Raten, die dann gestellt werden. Also all das bieten wir an für anschließende Finanzierungsgespräche dann im Detail bzw. dann auch für den finalen Abschluss einer Finanzierung und eines Vertrags. Da übergeben wir unsere Kunden dann in die sehr professionellen und wertvollen Hände von Finanzierungsberatern, aber hier bieten wir wirklich eine

20:20 sehr breite Palette mit diesen Kooperationen an, dass wir für möglichst alle Einkommensstufen für jede Zielgruppe wirklich eine Finanzierung anbieten können und die Wege zu verkürzen. Carina, danke, das heißt neue Perspektiven für Makler-Unternehmen, das ist sozusagen eine Perspektive und Philipp, du wolltest noch was dazu sagen, hätte ich zwar jetzt eher als nächster gefragt, aber bist mir zuvor gekommen, bitte. Ich wollte nur reinspringen, das Thema, was die Carina am Anfang angesprochen hat, dass die Mietersuche und auch das Verhalten der Mieter und in dem Bewerbungsprozess sich jetzt doch dramatisch und

20:56 maßgeblich geändert hat, dass der Mieter in meiner Wahrnehmung und die Mieterinnen jetzt noch größere Bittsteller sind als früher, dass auch die Mieter da jetzt irgendwie abgestraft werden, teilweise leider noch von Makler-Kolleginnen fast nach einem Jahr. Bestellerprinzip, immer noch so die Strafe, du bist nicht mein Kunde, man übersieht da, dass der Vermieter ja trotzdem seine Wohnung vermieten möchte und man irgendwie ein gutes Verhältnis schaffen muss mit den Mietern in diesem Anbahnungsprozess und ich merke das schon, jetzt zum Beispiel Think Credible bietet solche Leistungen an, also man versucht gewisse Teilleistungen auch zu

21:35 digitalisieren, auch den Bewerbungsprozess zu vereinfachen für die Mieterinnen, aber auch da gibt es wirklich jetzt viel profundere Unterlagen, das ist wie in Deutschland mit dem Schufa, die Bewerberinnen kommen mit Präsentationsmappen, mit Fotos und Kurzbeschreibungen, Kurztexten, damit man einfach die Situation verbessert, weil wir einfach den gesamten Mietmarkt bei uns haben. Es ist ja nicht, es ist ja diese toxische Mischung von diesen vielen Faktoren, die wir gerade besprechen, Kauf funktioniert nicht, starker Zuzug, weniger Neubau und diese Summe also feuert diesen Mietmarkt so wahnsinnig an.

22:13 Ich habe es auch letztens gesagt, das bereitet mir ein bisschen Sorge, weil wir reden davon, dass eine Neubewohnung teilweise im innerstädtischen Bereich 1.400 Euro kostet und wenn wir über Mietbelastungsquoten sprechen von 40 Prozent und uns anschauen, was die durchschnittliche Österreicherinnen verdient, das geht sich nicht ganz aus und das ist irgendwie, das wird draufgelegt und es funktioniert jetzt gerade und die Mieter sind Da. Philipp, ich muss kurz unterbrechen, auch für die wenigsten wissen, oder du, dein Unternehmer, du bist ja nicht nur WKO, sondern du hast auch eine eigene Firma, Sulec Immobilien und ihr habt euch auf Mieter spezialisiert,

22:51 nur damit man weiß, warum du da so bewandert bist in dem Bereich. Ja, Ich schaue mir das auch immer, also ich habe mir das nicht, in der Kammer habe ich mir das Thema Daten, das ist mein Liebthema und auch natürlich in meinem Unternehmen schaue ich mir ganz genau an, was für Zielgruppenanalysen haben wir, ich weiß von ziemlich genau, von den Mietern, in welchem Bezirk, wo ziehen sie zu, was verdienen sie und das ist einfach, geht in eine ganz klare Richtung und eine ganz starke Veränderung und eben dieser Bewerbungsprozess jetzt neuerdings, finde ich, ist für die Mieter teilweise schon wirklich schrecklich und

23:23 es war vor kurzem, diese Studie am Standard hat sich darauf berufen, auf der Uni Wien wurde es geschrieben, der ideale Mieter, wie schaut der aus und der wurde dann so skizziert im Rahmen einer Empirischen Studie über Interviews und da ist es auch deutlich erkennbar gewesen, dass da teilweise ein starker Selektionsprozess stattfindet, schon im Vorfeld und eben die makle Versuchung, einfach diese Kompensation von teilweise reduzierten Honoraren, mehr Aufwand und mehr Anfragen, man muss einfach einen Modus finden, das auszuselektieren bei den vielen Anfragen. Wir reden teilweise davon, dass wir pro Brunnen 100 E-Mail-Anfragen am Tag haben.

24:04 Das ist ein interessanter Aspekt, da gehen wir jetzt auch gleich noch darauf ein. Philipp, danke mal. Bernhard, ich habe eine interessante Aussage jetzt gehört, ich weiß nicht mehr, wer es war, ob die Karin oder der Philipp, wo man dann gemeint hat, ja du hast das Bestelleprinzip, du bist ja nicht mehr mein Kunde und jetzt kümmert man sich vielleicht nicht mehr so darum. Jetzt bist du aber 29 Jahre dabei und man weiß, die Kunden kommen irgendwann immer wieder. Also eigentlich ist es ja zu kurz gedacht, man müsste ja als perspektivisch viel weiter in die Zukunft und langfristig denken. Ist aus meiner Sicht absolut wichtig.

24:46 Es gibt ja viele Kolleginnen und Kollegen, die das Mitgeschäft nicht machen, weil es zu aufwendig ist, Kosten nutzen, in keiner Relation steht so die Aussage, aber ich bin immer ein Befürworter gewesen und bin es nach wie vor. Man muss den Kunden begleiten, sowohl Vermieter als auch Mieter, ich sage auch von weniger lukrativen Geschäft, weil man darf nicht vergessen, was entsteht alles daraus. Wenn ich das Vermietungsgeschäft nicht mache, es gibt Vermieter, die verkaufen was, die kaufen weitere Wohnung dazu, wie auch immer, Mieter, die sich eine Wohnung mieten, in weiterer Folge Eigentum kaufen etc.

25:25 Also aus meiner Sicht ist es ganz, ganz wichtig, sich dem weniger lukrativen Mitgeschäft zu widmen, denn man muss auch das Ganze rundherum sehen. Und wenn man das Ganze rundherum ehrlich sieht und bewertet, dann wird ein jeder zur Entscheidung kommen. Ich denke, das wird bei der Carina genauso sein wie beim Philipp, da ich sage OK, das Mitgeschäft macht unterm Strich sehr wohl einen Sinn und, was ja auch ganz wichtig ist, wir Makler leben ja sehr viel von Empfehlungen und diese Empfehlungen kann ich mir von Vermietern und Mietern genauso holen. Und was meines ist, ja,

26:06 gehört es einfach zur Dienstleistungskette eines Maklers dazu, auch das Mitgeschäft entsprechend abzubilden. Natürlich jetzt auch mit dem Bestellerprinzip, mit den entsprechenden Honoraren seitens des Abgibbers. Ich sage, da war die Branche in der Vergangenheit zum Teil ja auch mit Schuld. Da sollten immer wieder Kollegen gesagt haben, lieber Vermieter, du brauchst nichts zu einem. Und das hat speziell im städtischen Bereich ein bisschen dazu geführt, dass in Summe die Honorare, die man bekommen konnte oder lukrieren konnte, ja nicht höher waren wie jetzt, weil ich sage von Vermieter,

26:49 man muss Minimum zwei Monatsmitten Minimum verlangen, damit das Geschäft unterm Strich halbwegs Sinn macht, auch wenn man dann das Folgegeschäft entsprechend berücksichtigt. Bernhard, danke. Carina, du hast gesagt im Vorgespräch, was der Bernhard jetzt gerade gesagt hat, hast du gemeint, na ja, wir sind da teilweise bei unseren Abgibbern sehr, wir reden direkt mit ihnen und sagen, es sind einfach, es ist einfach, es kostet was. Es ist, man muss etwas verlangen, weil um eine ordentliche Dienstleistung bringen zu können. Richtig. So wie der Philipp gesagt hat,

27:31 pro Wohnung muss man rechnen, 100 Anfragen, das klingt jetzt immer im ersten Schritt sehr romantisch, am Ende des Tages bedeuten aber 100 Anfragen natürlich sehr viel Arbeit, vor allem wenn es auch darum geht, wer ist überhaupt mein Gegenüber, den einmal kennenzulernen, auch einmal abzustellen, wie sind die Einkommensverhältnisse, Bonitäten, weil es sind einmal die ersten Punkte, die vorab schon einmal abzuklären sind, bis es dann folglich auch wirklich zu einer Besichtigung kommt, bis man alles abwickelt, abseits jetzt von dieser ganzen Vorbereitung. Also es ist viel Arbeit und genau diese Leistung,

28:06 die muss man gegenüber vom Auftraggeber natürlich einfach transparent aufzeigen. Und wir haben glücklicherweise auch ganz viele Kunden, die auch in der Vergangenheit gesehen haben, wie wir arbeiten, wie unsere Leistung ist. Und wenn genau diese Leistung auch in Zukunft oder die wurde auch in Zukunft einfach erwartet, dann kostet das etwas. Und am Ende des Tages muss man hier einfach ein bisschen mehr auf Transparenz zählen und auch auf Dienstleistungsqualität. Und glücklicherweise haben wir nur ganz wenige Kunden gehabt, die gemeint haben, naja, es macht jemand anderer günstiger. Und wenn dem so ist, dann muss man das ausprobieren,

28:46 muss der Kunde das austesten, ob er dann auch mit einer anderen Qualität zufrieden ist oder ob er dann am Ende des Tages auch mitarbeiten muss. Sind ja auch immer so die Fragen gewesen mit verschiedenen Paketen, die man da mit dem Bestellerprinzip etabliert. Ich bin von diesem Konzept komplett weggegangen, weil am Ende des Tages ein Kunde, der eine Makrardienstleistung in Anspruch nehmen möchte, erwartet sich dann auch eine fundierte Expertise, fundierte Aufklärungen und eigentlich das volle Package. Also Dumping kann es nicht sein. Also das ist eine Negativperspektive. Damit schadet man eigentlich nicht nur sich selber,

29:26 weil es ja wirtschaftlich sich oft gar nicht darstellen lässt und auch man schadet natürlich auch der Branche im Allgemeinen und man schadet auch den anderen Unternehmern. Und ich hoffe, ich habe es nicht zu weit vorgegriffen. Philipp, was wolltest du dazu sagen? Ich wollte nur auch anschließen, was ich erinnere, vorher gesagt hat, der Schmerz ist ja absolut gegeben bei den Mietern, dass sie sagen, sie finden keine Wohnungen am Markt, was ich interessant finde, dass nach wie vor leider, sage ich, es sich nicht etabliert hat, dass man endgeltliche Suchaufträge bekommt, weil für mich wäre nachher wiegend,

29:59 wenn ich Also das ist wirklich, das Niveau muss sich mal geben, so spaßemäßig, man versucht mal eine Wohnung in Wien zu mieten, um 800 Euro und ruft an und versucht, die Termine zu bekommen. Und da wäre ich sofort bereit, das zu bezahlen und dann würden auch solche Maßnahmen, wie der Marktplatz, der ja von der Wirtschaftskammer und vom ÖVI jetzt forciert wird, diese Zusammenarbeit, das würde dann super funktionieren und im Sinne von Bernhard mehr Geschäft durch Gemeinschaftsgeschäfte. Aber da sind sie noch nicht angekommen und leider gibt es da die Entwicklung. Die Entwicklung Wäre nicht angekommen, die Suchenden.

30:31 Diese Suchaufträge, weil wir hätten jetzt die Möglichkeit, einen guten Suchauftrag abzuwickeln und einfach von beiden Seiten, jeder kriegt sein Honora und es hat sich leider, und das ist eine negative Entwicklung, die ich jetzt beobachten musste am Mitmarkt, dass Kolleginnen unentgeltliche Suchaufträge nehmen und dann die Abgeberprovision, also genau dasselbe Muster wie früher, nur andersrum. Früher hat es da teilweise diese Situation gegeben, dass der Vermieter nicht gezahlt und man hat nur die Mieterprovision genommen und jetzt ist es so, dass man vom Mieter nichts mehr nimmt. Also auch im Rahmen eines Suchauftrages,

31:06 unentgeltlich und dann beim Kollegen anfragt, zum Kollegengeschäft und sagt, ich habe zwar keine Provision für meine Mieter, aber teilen wir uns die Abgeberhonorare. Und da will ich sensibilisieren, bitte gar nicht anfangen, das einreißen lassen, weil und das ist ja auch hell, ich habe es eh auch zum Bestellenprinzip gesagt, aber wir haben die Möglichkeit bekommen, unsere Leistung transparent zu machen und uns auch honorare neu zu verhandeln. Es ist immer noch so eine Konsolidierungsphase und die Leistung wird bezahlt, wenn man es verlangt. Aber man muss sich das auch trauen, einfach in gewisse Gespräche und in diesem

31:39 Verhandlungsgespräch das auch zu verlangen. Philipp, jetzt Leistung ist natürlich enorm, wie du ja nachweisen kannst, du hast eine Masterarbeit betreut, glaube ich, Ich habe sie Gelesen, aber das passt und zwar ist es darum gegangen, wie viel Zeit eigentlich in so eine Vermietung fließt und da hast du ganz interessante Zahlen mitgebracht. Also die ist nochmal die Klarstellung, die Arbeit ist von Walter Mitterstöger, die wurde von Fritz Eneicher betreut auf der FH Wien und es ist wirklich lesenswert, weil der Walter hat sich von Funkimmobilien die Mühe

32:20 gemacht, ein Jahr lang seine Tätigkeiten zu dokumentieren und hat das in vier Phasen eingeteilt, die Vorleistungsphase, die Pre-Sales, Sales, After Sales und dann diese Verwaltungstätigkeiten und sonstige Tätigkeiten und da hat er sich angeschaut, wie viel Fahrtzeiten drauf geht und da hat er eine Tabelle, auf Seite 82, hat er dann das gut veranschaulicht, wo diese Zeit hineinfließt und die wichtigsten Punkte sind, 26% der Jahresarbeit fließt in die Beantwortung von E-Mails, die Arbeit ist aus 2017, aber meiner Meinung nach hat er noch immer Gültigkeit, Telefonate führen 20% und Kunden dann fragen, beantworten,

33:00 das fließt für mich rein, auch für die E-Mails, aber ist auch 20%, also das sind solche Zeitfresser und da hat man jetzt auch und auf das wollte ich auch hinaus mit dieser Tabelle oder mit dieser Gegenüberstellung, dass man durch Digitalisierung die Möglichkeit hatten, wir wurden dadurch ja gezwungen durch das Bestelleprinzip, wir haben die Möglichkeit bekommen oder wir wurden gezwungen, jetzt darüber nachzudenken, wo können wir Zeit einsparen, um gleichbleibend gute Qualität zu liefern und da wurde jetzt digitalisiert und genau in diesen Punkten, in einem automatischen Beantworten, in einem Calendly oder irgendeiner Kalenderfunktion,

33:36 in einem digitalen Mietanbot, da gibt es wirklich viele tolle Instrumente, die sich jetzt auch, die sich herauskristallisieren und durchsetzen, die man auch als kleiner Frage, so wie ich es jetzt bin, auch nutzen kann. Und die natürlich auch Zeit sparen, die Geld sparen und auch servicefreundlich sind, was ja ein wichtiger Faktor ist. Philipp, danke, ich wollte, Bernhard, jetzt ist natürlich, wir haben das mit dem Gemeinschaftsgeschäft schon angesprochen, jetzt muss man natürlich wissen, die Jüngeren unter uns werden es vielleicht nicht so wissen, ich kann mir noch erinnern, wie Remax zum ersten Mal in Österreich aufgetaucht ist mit

34:12 Frank Bolzler, das war ja eine Idee, Frank Bolzler ist ein Steirer gewesen und war in Kanada aktiv und hat gesagt, so jetzt gehen wir nach Österreich und führen diese Systeme in Österreich ein und die sind ja in Kanada auch von einer ganz anderen Gemeinschaftsarbeit ausgegangen, da arbeitet man ja seit Jahrzehnten anders zusammen. Kannst du das mal kurz beschreiben, dann, wie macht ihr das bei Remax und wie siehst du eigentlich die Zukunft überhaupt für die Markenunternehmen, für neue Perspektiven der Zusammenarbeit? Ja, also wenn man jetzt nach Kanada blickt oder auch in viele andere Länder, die dann nach Österreich kommen,

34:52 die haben irgendwo einen gewissen, ich nenne es jetzt mal Kulturschock, warum Kulturschock? Es ist für sie völlig unverständlich, warum sie fünf, sechs, sieben Markler kontaktieren müssen, um an drei, vier verschiedenen Tagen eine Immobile zu besichtigen, das ist definitiv nicht kundenfreundlich, da brauchen wir glaube ich gar nicht drüber diskutieren. Nehmen wir noch Kanada blicken und das wäre auch irgendwo die Wunschvorstellung, die Zielvorstellung für Österreich. Wenn ich sage, ich suche eine Eigentumswohnung in Wien, die Marklerin meines Vertrauens die Carina,

35:33 dann ist mir völlig egal, woher die Carina ihre Immobilienangebote hat, ob die von Israel, EHL, Remax, Reifeisen Immobilien, für mich als Suchinteressent völlig irrelevant, ich möchte an einem oder zwei Tagen hintereinander die Wohnungen besichtigen, die auf meinen Suchwunsch zutreffen. Das ist in Österreich nur sehr überschaubar der Fall oder sehr, sehr schwierig, mit einigen Kolleginnen und Kollegen funktioniert es ganz gut, aber wir können es nicht so abbilden, wie wir es abbilden sollten, damit wir die Kunden entsprechend

36:15 zufrieden stellen können. Und jetzt kann man sagen, ich nehme jetzt nur, weil du angesprochen hast, die Remax-Organisation in Österreich. Jetzt haben wir letztes Jahr 2200 Transaktionen in Kooperation abgeschlossen, mit einer Honorarwahlung von ca. 10 Millionen Euro, das ist, wenn man das innerhalb der Branche kommuniziert, in Österreich extrem viel, wenn du das mit gewissen anderen Ländern vergleichst, ist das im Verhältnis, 20% aller Immobilienverkäufe

36:57 sind in Kooperation, das hört sich gut an, aber 80% passieren ohne Kooperation und das lösen wir definitiv in den anderen Ländern deutlich besser. Wie gesagt, es gibt Ansätze, der Philipp weiß ja das, von der Wirtschaftskammer, man muss schauen, dass es hier nicht zu viele, wie soll man es nennen, Sonderregelungen gibt. Ich bin ganz klar ein Befürworter der Kooperationspflicht, für mich persönlich ist es eine Selbstverständlichkeit und sagt auch der Alleinvermittlungsauftrag aus,

37:38 dass ich mich nach Kräften bemühen muss und für mich ist es völlig unverständlich, wenn Kolleginnen oder Kollegen sagen, ich kooperiere nicht, das verkaufe ich selbst, denn man weiß nie, ob es nicht doch jemanden gegeben hätte für die Verkäuferseite, der mehr bezahlt hätte und einem Suchkunden etwas vorzunthalten. Das führt halt dazu, dass wir in Österreich, da sind wir wieder beim Image, zwar vorwärts kommen, aber bei weitem nicht so schnell, wie es notwendig wäre und warum der Marktanteil, der Makler am Gesamtmarkt deutlich niedriger ist als in

38:21 vielen anderen Ländern. Das Ziel muss es sein, dass es eine Selbstverständlichkeit ist und gar kein Gedanke verschwendet wird darüber, ob ich beim Immobilienverkauf oder bei der Vermittung einen Makler in Anspruch nehme. Das muss eine Selbstverständlichkeit werden und da haben wir noch einiges als Branche vor uns. Bernhard, danke. Das heißt, ich gehe zu meinem Maklerbüro und dort wird mir über ganz Österreich das vermittelt, was ich suche und ich kann das so relativ zügig, so wie wir es gehabt haben, ich muss nicht 10 Büros anrufen, um 5 Wohnungen anzuschauen, sondern eines, um 10 Wohnungen zu sehen.

39:02 Carina, du wolltest doch was dazu sagen. Ja, also ich unterschreibe das, was der Bernhard gesagt hat, sofort. Also das Thema Zusammenarbeit, Kooperation sollte selbstverständlich sein. Wir haben über die letzten Jahre sehr häufig erlebt, dass das nicht gut funktioniert, weil auch ich bin sehr häufig für Kunden auf der Suche nach passenden Immobilien, sei es Eigentum, aber auch Miete und erwarte mir dann auch immer, dass mein Gegenüber auch sagt, selbstverständlich bitte gerne anbieten im Sinne der Zusammenarbeit und dass wir das Image von einem Makler, wo es darum geht, mein Makler unterstützt mich bei der Immobilien-Suche,

39:40 wie auch damit wieder so heben können, ohne dass ich dann am Ende des Tages meinem Kunden sage, ich habe eigentlich eine total perfekte Immobilie für Sie gefunden, aber ich kann es Ihnen leider persönlich nicht anbieten. Und da arbeiten wir gegeneinander gegen das Image und das sollte für mich nach meinem Verständnis auch eine Selbstverständlichkeit sein, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Ich glaube, die Torte ist groß genug, dass wir auch ein Stückchen teilen können. Das Verständnis ist noch nicht angekommen, wenn aber die aktuelle Marktsituation vor allem im Eigentumsegment wiederum den Vorteil mitbringt,

40:17 dass viele Kollegen doch möglicherweise kooperativer im Moment sind, als ich es aus der Vergangenheit kenne und gewohnt bin. Aber ich hoffe sehr, dass uns das auch über die aktuelle Marktsituation hinaus noch begleiten wird. Also großer Appell. Wollte ich gerade sagen, es sollte nicht nur beim Moment bleiben und wie gesagt, vielleicht ist es irgendwie möglich, dass man sagt, es gibt eine Verpflichtung zur Kooperation. Gerade, dass ich das brauche, ja. Ja, aber interessanter Ansatz, das ist, und ich glaube, der Marktplatz von der WKO ginge ja auch in

40:57 die Richtung. Aber Philipp, was das Image betrifft, das ist schon immer so ein Thema, an dem wir uns abarbeiten. Was heißt mit dem Image, ich denke, wir haben das jetzt ein Wiener Thema, weil wir in Wien sehr konzentriert auch die Maklerinnen haben. Es gibt ja leider immer wieder auch Querschüsse und dann eben diese Glücksritter, die dann einfach nicht auf diesen langfristigen Erfolg der Branche aussehen, im Sinne des Gemeinschaftsgeschäfts. Und das ist eine Arbeit, an der ich mir die Zähne ausbeiße, weil alleine der Marktplatz, um das Beispiel zu nennen, den gibt es schon seit Jahren. Und dann sitzt du im Kärnten am Bundesausschuss und erzählst

41:36 und fragst die Kolleginnen, na was würden sie sich wünschen? Und dann sagen die, es wäre doch toll, wenn wir eine gemeinsame Plattform haben und unabhängig sind von den gängigen Plattformen. Also das Kommunikationsthema, das ist wirklich schwierig, auch diese kleine Mitgliedsbetriebe zu erreichen. Dieses Kammerbashing auch immer, ich liebe das ja so, wir machen nichts, wir sind an Arme schuld. Dieser Rucksack hänge ich mir gerne um, ich möchte den Vergleich mit dem OF jetzt nicht ziehen. Das ist ja auch so, es hat sich viel geändert und den OF braucht man nicht, man hat tatsächlich jeden Tag mit dem OF

42:09 zu tun und genauso hat man als Makler fast jeden Tag mit einem Service der Kammer zu tun. Man nimmt es halt nicht wahr, das ist okay für mich. Aber wie kommen wir an die Mitgliedsbetriebe und das ist ja das Ziel dann in seinem Wirkungskreis, wir können das große Ganze jetzt nicht ändern, nur in unseren Wirkungskreisen, in der Selbstveredelung und wie können wir daran arbeiten, dass diese Wirkungskreise größer werden und dann wird sich auch das Image verbessern. Wir haben schon Ausbildungspflichtungen und gerade Unternehmen wie Remax, die forcieren das ja total, aber das ist nicht der Schlüssel zum Erfolg,

42:43 sondern es ist das große Ganze im Kleinen. Unabhängig davon, mein Lieblingsthema, Ausbildung Österreich, Ausbildung Deutschland, da liegen ja Welten dazwischen, wissen die wenigsten, alle glauben, Deutschland ist größer, ist die Ausbildung besser, weit gefehlt, ganz im Gegenteil. Aber was jetzt, ja, Bernhard wollte ich fragen, was kann man sich, was könntest du dir denn vielleicht auch rund um als Markter, als Unternehmer noch mit anbietet? Beratertätigkeit, irgendwelche anderen Möglichkeiten, die sich vielleicht aufgrund dieser Umstrukturierung

43:23 jetzt ergeben? Hört ihr mich jetzt? Ja. Okay, ich bin auf mein Bildschirm eingefahren, warum frage ich? Ja, bist du bei uns auch, aber wir hören dich und das ist das Entschleuniger, aber du lächelst du ein bisschen, das schaut ja mal gut aus, ist besser als du wirst, ja, bitte. Ich habe jetzt geschaut, dass ich mich wieder bewegen kann, aber... Ja, was gibt es denn so neue Ideen, was man zum Beispiel als Markler noch anbieten könnte oder vielleicht erst mal als Berater tätig wird oder ich weiß nicht, vielleicht auch als Streitschlichter, ich meine, dass mit dem Bestellerprinzip wieder noch einiges nach sich ziehen.

44:01 In Deutschland sieht man es schon bei uns doch nicht. Ich denke, für die Zukunft ist es ganz, ganz wichtig und so sind wir zumindest, dass man sich, unter Anführungszeichen als Hybridmarke, wobei das Wort gefällt mir nur bedingt, positioniert. Das Persönliche, das wird es immer geben, das ist ganz, ganz notwendig, aber es gibt aufgrund der Digitalisierung die Möglichkeit, dass wir zahlreiche Prozesse automatisieren können, damit erhöhen wir die Transparenz und wir verbessern auch die Effizienz, ja, das ist aus meiner Sicht für die Zukunft ganz, ganz wichtig.

44:41 Wir müssen schauen, was wollen die Kunden, also ich bin jetzt nicht der, der sagt, es muss jeder Kaufinteressent alles digital abbilden oder abarbeiten, wenn es Kunden gibt, mir ist der normale Prozess des Papiers lieber, da sollte ich das auch anbieten können, das heißt, aktuell sehe ich so, ich muss es sowohl digital als auch analog abbilden können und wie gesagt, wie heißt es so schön, der Kunde ist unter Anführungszeichen der König und aktuell müssen wir uns danach richten, es gibt halt die, ich sage, jüngere Generation und die ältere Generation und es ist

45:25 auch wichtig, ich habe es schon besprochen, das Thema der Kooperationen, dann wie es die Carina vorher schon angesprochen hat, ist im Moment ganz, ganz wichtig, die Suchkunden bei der Hand zu nehmen, speziell wenn es um das Thema Finanzierung geht, ja, das ist ein, ich sage, in der aktuellen Marktsituation entscheidet, dass bei vielen Unternehmen zwischen erfolgreich sein und nicht erfolgreich sein und der Kundenservice speziell bei den Suchkunden, der war ja, ich sage, marktbedingt möglicherweise in den Jahren 2021, 2022 überschaubar, da haben wir das große Kaufinteresse gehabt,

46:09 wo man mit Situationen konfrontiert war, wie man es jetzt Im Verhältnis zu den Kooperatoren, das kann aber sein, ich glaube, am Städten ist wettermäßig ein bisschen anders als bei uns, dürfte es sich um ein Gewitter handeln und dann ist das Internet gleich einmal fort. Carina, du wolltest auch was dazu sagen und dann würde ich noch zum Thema Mietverträge eingehen, die ja ein bisschen ein Problem derzeit darstellen. Ich habe mir gedacht, ich steige da jetzt einfach direkt ein, also sowas wie Zusatzservices, dass man so ein bisschen out of box denkt, es geht nicht nur um die Vermittlung von einer Immobilie,

46:46 sondern es geht darum, ein Kunde wird am Ende des Tages umziehen und überall da, wo ich mitbegleiten kann, mit Umzugsunternehmen, mit Versicherer, irgendwelche Internet-TV-Angebote, da gibt es wirklich so eine Vielzahl, um den Kunden hier wirklich auch noch einmal im Backe zu packen und überall da haben wir Kooperationspartner, unterstützen auch gerne bei Küchenplanungen, da haben wir letztlich auch wieder eine Anfrage bekommen von den Kunden, bitte, ich kenne mich damit nicht so gut aus, können Sie mit uns bitte mit planen, damit wir ja an alles denken und damit der Stauraum auch möglichst effizient ist,

47:26 also da gibt es wirklich keine Grenzen und da begleiten wir natürlich sehr gerne. Was man in der aktuellen Marktsituation im Eigentumssegment halt auch immer so ein bisschen berücksichtigen muss, ist das Thema Sonderwünsche, wenn es um Immobilien geht, die sich gerade im Bau befinden und das wurde in der Vergangenheit sehr ungern ausgebührt abgewickelt, weil natürlich jeder Sonderwunsch bedeutet wieder Umplanung, Umplanungsaufwände in der Abwicklung am Bau, sehr viel Engagement, Kontrollen auch wieder vom Bauherren, weil es einfach Abweichungen gibt zu den ursprünglichen Plänen und dass das ja bei jedem Arbeiter auch angekommen

48:04 ist, das ist aber gerade in der aktuellen Zeit auch wieder ein größeres Thema geworden, dass man hier auch flexibler auf den Kunden eingeht, auch hier mitbegleitet, deswegen wir unterstützen auch bei diesen Prozessen sehr sehr gerne, indem wir dann wirklich schon Details aufnehmen, überleiten zu einer bautechnischen Abteilung, hier auch noch einmal die Rückmeldung bekommen, was kostet das, welche Produkte stehen hier zur Auswahl und da auch das ganze Kommunikationssprachrohr zu übernehmen, damit der Verkäufer am Ende des Tages trotzdem möglichst wenig als administrativen Aufwand hat, wir aber trotzdem am Ende des Tages gemeinsam Erfolge feiern

48:44 können, weil die Verwertung gut klappt und funktioniert, also da muss man so gerade auch wieder ein bisschen mehr Flexibilität an den Tag legen. Carina, danke, das sind viele Aspekte, du wolltest auch dazu sagen, wobei ich hätte nur dich fragen können. Nein, ich wollte ergänzen Zu Dem Thema von Vorimage und jetzt auch passt zudem zu dieser Erweiterung der Produktpalette, wir haben ja einerseits die Immobilienmarke Verordnung und auch die besonderen Standesregeln und ich habe es mir zur Aufgabe genommen, dass wir die überarbeiten, also diese besonderen Standesregeln, die sind für die, die es nicht kennen, so wie eine Art Hausordnung zu sehen,

49:22 die sind jetzt, ich bitte nicht zahnlos ein bisschen, aber es ist trotzdem wie eine Hausordnung, man kann es daran halten und ich finde es gut, wenn wir so unseren Codex in den Niederschreiben oder unsere Werte canon und die möchte ich überarbeiten und da bin ich ganz offen, ich habe auch schon ganz oft diesen Aufruf gestartet, bitte wenn es Punkte gibt zur Zusammenarbeit, verschriftlichen wir das, gehen wir darauf ein, schicken wir die Punkte, ich glaube meine E-Mail-Adresse ist überall bekannt oder man findet es gibt, wo wir euch unterstützen können, jederzeit und auch weil also Image und auch das Thema

49:58 Zusammenarbeit, weil der Bernhard das vorher gesagt hat, verpflichtend, verpflichten können wir, das können wir, das schaffen wir nicht, aber wir können uns Gedanken machen, wie es interessanter ist, zusammenzuarbeiten und dann das ausschicken und einfach nur ein noch mal in Erinnerung rufen, Leute das gibt's und halten wir uns daran. Philipp, danke, was ich fragen wollte, haben wir im Vorfeld ein bisschen besprochen, es gibt im Augenblick ein bisschen, obwohl die Mietanfragen so massiv sind, gibt es ja auch Probleme mit den Mietverträgen, sie werden oft nicht eingehalten, Anbote sowieso nicht,

50:33 auch teilweise unterschriebene Mietverträge nicht und jetzt wollte ich dich fragen, weil man hatte oft ein Gefühl, wenn man ein Unternehmen hat, ja man ist der Einzige und vielleicht womit hat das zu tun, aber nein, es ist ein Problem derzeit in der Branche. Also wenn die an mich gerichtet ist, kann ich nur darauf antworten, wir als Fachgruppe in Wien, also ich bin ja auch in Wien im Ausschuss, wir sind die Herausgeber von diesen Muster-Mietverträgen und führen auch diese Prozesse mit der Bundesarbeiterkammer und da hat man einfach als kleines Markenunternehmen die Sicherheit, dass man ein Formular benutzt,

51:08 das im Falle einer Überprüfung dann auch durch uns vertreten ausgefrochten wird und auch am neuesten Stand ist, was die Kultur betrifft. Da gibt es leider große Entscheidungen zu der Wertsicherung und zu sonstigen Themen rund um die Betriebskostenkatalog, aber wenn man das Muster von uns verwendet, ist man da eher auf der sicheren Seite, also als kleines Markenunternehmen kann ich nur empfehlen, nützt einfach das Formular, das wir zur Verfügung stellen. Ja, aber Philipp, ich habe gemeint, viele Mietverträge werden auch oft nicht eingehalten, sie werden zwar abgeschlossen, aber, also viele, aber es werden auffällig mehr, sich suchende zwei,

51:48 drei Verträge abschließen und sich dann entscheiden. Also die Mieterbote de facto. Ja, Ich wollte eine Frage ausweichen. Ich weiß, was du meinst, diese Rücktritte und No-Shows, das wird ja teilweise sehr kritisch gesehen, ob da, es war auch am ÖVI-Marktdialog das Thema von, ob man diese Punale verrechnen darf, wenn ein Mieter zurücktritt und in welcher Form, ob es in dem Rahmen des Reugeldes ist oder wie die Verschachtelung ist, weil der Gerechtigte und der Geschädigte ist der Vermieter, nicht der Marken. Ich wollte da jetzt auch gar nicht irgendwo festnageln, ich wollte einfach nur dieses Thema aufbringen,

52:25 dass man sieht, aha, geht anderen ganz genauso, das ist ein, im Augenblick, um noch zu überlegen, wie könnte man in Zukunft damit umgehen, wie macht man das, also oder vielleicht löst sich das Thema eh von selber auf, wenn der Markt so knapp ist, dass die Leute froh sind, dass es, wenn das funktioniert. Also in gewisser Weise, vielleicht nur ganz kurz, in gewisser Weise ist es eine Begleiterscheinung vom Bestellerprinzip am Ende des Tages gewesen, weil in der Vergangenheit war immer sehr plakativ mit der Provision, klar, wenn dieses Mieterbot unterzeichnet wird, dann wird auch zu diesem Zeitpunkt die Provision bereits

53:07 fällig, weil als Vorvertrag, der de facto als Vertrag gilt, ist damit auch schon die Provisionsvereinbarung geschlossen und der Markler war verdienstlich, begleitet dann noch den Mieter bis zur Übergabe der Wohnung, aber die Provisionspflicht entsteht bereits mit Unterzeichnung des Anbots und ja, es ist in gewisser Weise eine Begleiterscheinung von dem Bestellerprinzip, wo wir natürlich mitbekommen, vor allem in aktuellen Zeiten, wo das Angebot einfach knapper ist, wo ein Interessent sich dann sicher oder frei halten möchte mit, ich habe jetzt die Wohnung gesehen, das wäre schon eine gute Option und bevor mir die

53:44 weggeschnappt wird, lege ich ein Mieterbot, ich habe aber morgen noch eine andere Besichtigung und am Ende des Tages, wenn mir die besser gefällt, dann lege ich da auch ein Mieterbot und wer weiß, ob ich überhaupt die Wohnung bekomme, dann ist das natürlich eine Situation, die sehr unbefriedigend ist, vor allem eben auch gibt es dann eine Zusage zu einem Mieterbot, dauert es dann normalerweise zumindest 14 Tage, manchmal auch ein Monat bis zum Einzugstermin und wenn dann kurz vor dem Einzugstermin mitgeteilt wird, es wird jetzt der Mietvertrag nicht unterschrieben und die Übergabe braucht auch gar nicht stattfinden,

54:20 dann ist es natürlich eine total schwierige Situation und auch für den Vermieter unbefriedigend, weil am Ende des Tages schon ein Schaden entstanden ist und das sind jetzt genau diese Punkte, wo gerade noch diskutiert wird, kann man hierfür jetzt eine Vertragspünale oder sowas wie einen Schadenersatz auch schon direkt verankern in den Formularen oder nicht. Wir führen das mit an, sei es auch als abschreckendes Szenario im ersten Schritt, am Ende des Tages ist aber ein Schaden entstanden, das heißt, wenn man es genau nimmt von der Abfolge, müsste der Vermieter in dem Moment auch schon dem Makler die

54:56 Provision zahlen, weil das Geschäft wurde vermittelt, das ist zustande gekommen, nur ist dann der Hauptvertrag nicht geschlossen worden und da müsste sich der Vermieter wiederum bei dem Mieter dann regressieren aufgrund des Schadens. Und das führt aber leider auch dazu, dass es auch zu Liquidätseingpässen bei den Maklerunternehmern kommt, weil ja erst bezahlt wird jetzt, wenn definitiv der Mietvertrag zustande gekommen ist. Das ist auch Etwas, was wir im Vorgespräch kurz thematisiert haben, das Spannende ist, in der Vergangenheit, wo wir mit den Mietern abgerechnet haben, Privatkunden,

55:36 da waren wir einfach spannend, was verändert sich, wenn vor allem wir auch mit einigen B2B-Kunden zusammenarbeiten, die Rechnungen nun dem Vermieter zukommen lassen. Tatsächlich ist es so, Zahlungsmoral, was wir uns nicht gedacht haben, ist reger als von Privatkunden. Warum? Weil einmal im Monat teilweise nur Zahlungsläufe stattfinden oder dann auch zugewartet wird, bis wiederum Mieten auf dem Mieterkonto eingelangt sind und hier dann eine Kontodeckung entsteht. Also es ist schon ein spannendes Szenario und man muss sich trotzdem vor Augen halten, ein Makler muss immer mit seiner kompletten Leistung in

56:17 Vorleistung gehen, bis dann am Ende des Tages auch wirklich für die Leistung bezahlt wird. Das heißt, von der Erstaufnahme, von der Beratung bis hin zu den Besichtigungen, Vermarktung, Marketingkosten und zur Übergabe, am Ende des Tages bekomme ich erst dann die Leistung bezahlt und das über einen sehr langen Zeitraum. Und das ist dann schon in Situationen wie auch jene, wo dann zum Teil Verpackungszeiträume noch einmal sich verlängern oder wir teilweise Projekte, Liegenschaften haben, wo es um Vorverwertungsquoten geht, bis dann dort die Vorverwertung erzielt wurde und ein Kaufvertrag gestoßen wird und ich dann erst eine Rechnung

56:56 aufstellen darf. Das sind sehr lange Zeiträume und zum Teil auch Buststrecken, wo wir als Makler wirklich noch einmal tiefer in die Tasche geraten müssen und genauer budgetieren Ende des Tages. Carina, danke, dass du dieses Thema auch noch thematisiert haben. Das ist ja auch neu, ist es jetzt aufgetaucht in den letzten Monaten. Bernhard, noch ein kurzer Blick in die Zukunft, denn wir hören dich glaube ich nicht. Mikrofon

57:36 Ist noch abgeschaltet. Könnte sein. Jetzt Hören wir dich. Die Digitalisierung Hat noch viel vor uns. Das wäre ja auch gleich ein Abschlussthema. Digitalisierung, Blick in die Zukunft, was bringt es für die Firmatler-Unternehmer oder überhaupt ein Wunsch so ein bisschen, was man noch verändern könnte? Wie ich vorher bereits angesprochen habe, ich glaube es ist ganz, ganz wichtig, gewisse Prozesse zu digitalisieren. Viele Prozesse haben gesagt, es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, viele Produkte,

58:18 wo man sagt, die Digitalisierung von Suchinteressenten über Mitanbot, Kaufanbot, Übergabeprotokoll etc. Also das muss aus meiner Sicht Standard werden, auch um die Kundenzufriedenheit und Effizienz zu erhöhen. Da gibt es mittlerweile, denke ich, genügend Anbieter und das Persönliche, wie vorhin bereits erwähnt, darf man nicht außer Acht lassen. Das wird weiterhin ein ganz, ganz wichtiger Volksfaktor bleiben, denn es geht doch um speziellen Bereich Kauf und die

58:59 wichtigste oder größte finanzielle Entscheidung im Leben. Und da ist es definitiv angebracht, dass der persönliche Kundenkontakt bestehen bleibt bzw. bestehen bleiben muss. Das Persönliche werden wir nicht bekommen und das ist auch gut so. Es ist eben außerdem gehört, der Wohnen ist ein Grundbedürfnis und das sollte auch entsprechend gehandelt werden. Philipp, dein Blick noch in die Zukunft, deine Wünsche, vielleicht auch deine Pläne innerhalb der für die für jüngere Unternehmern? Ich merke, dass diese eine Stunde sehr knapp im Westen ist, ich hätte noch so gern viel Zeit.

59:40 Was mir jetzt noch wegen diesem Entgeltsystem, ein Satz, noch ein Gedanke dazu, es war ja ganz üblich und wir haben ein Provisionsthema und wir sind auf PV-Performance eingestellt. Also wir haben variable Vergütungssysteme in der Bezahlung. Das gibt auch jetzt ein Umdenken, wie das Entgeltsystem für unsere Mitarbeiterinnen aussieht. Aufgrund genannten Faktoren, das später gezahlt wird, viele Ausfälle und natürlich jetzt nächstes Monat ist doppelt das Gehalt fällig, das muss man alles einpreisen, das muss man eingehen und das berücksichtigen und da wieder nochmal bitte überdenkt auch die Gehaltsysteme und dieses

1:00:16 Pay-for-Performance, ich denke, dass auch da wird es eine Veränderung geben und alles andere gerne diesen Appell nochmal, wenn es Themen gibt, wo wir als Erkammer unterstützen dürfen, einfach bitte schreiben und ich bemühe mich darum. Philipp, danke für den Input und auch mit diesem Pay-System, Perspektive muss man im Auge behalten, weil es einfach, das Geld ist für alle notwendig. Carina, magst du noch ein Schlusswort geben, wenn du so ein bisschen in die Zukunft blickst als junger Mensch, wie es jetzt so weitergeht für die Makler, für die Unternehmer, neue Wege, neue Ideen?

1:00:57 Ich glaube, es wurde schon vieles gesagt. Stillstand ist nie gut, das heißt immer offen sein, neue Wege zu gehen, auch Neues zu probieren. Wir haben auch letztes Jahr uns ein bisschen umstrukturiert und gesagt, Thema Mietkauf wäre in der aktuellen Zeit auch etwas sehr, sehr Spannendes und haben uns damit auseinandergesetzt und gemeinsam mit einem Auftrittgeber diesen Weg eingeschlagen, haben hier jetzt eine Expertise aufgebaut. Man lernt mit jeder Möglichkeit, mit jenen Änderungen dazu und auch diese aktuelle Herausforderung bietet einfach neue Möglichkeiten und diese zu ergreifen, das ist ganz, ganz essentiell.

1:01:37 Auch wir sind dabei, Prozesse zu optimieren, zu digitalisieren, um es nicht nur uns leichter zu machen, sondern auch für den Kunden eine Geschwindigkeit noch einmal zusätzlich in die Serviceleistung reinzubringen und eben der Fokus auf nicht nur Kerngeschäft, sondern auch mehr Service Dienstleistungen anzubieten und wichtig eben auch, dass wir zusammenarbeiten und das wäre auch schön, würde ich mir auch für die Zukunft intensiver wünschen, weil der Weg ist jetzt schon einmal in richtiger und vielleicht können wir den wirklich auch gemeinsam einschlagen. Karina, danke für deine Abschlussworte. Das eine ist für das Unternehmen an sich,

1:02:17 das andere ist für alle anderen mit, nämlich die Gemeinschaft und gemeinschaftlich wird es sein und gemeinschaftlich wird es auch in den nächsten Jahren, ohne Gemeinschaft wird es in den nächsten Jahren nicht gehen. Ich bedanke mich bei euch, dass ihr Zeit gehabt habt, heute vorbeizuschauen. Immolife, bei Ihnen bedanken wir uns fürs Zusehen und wir wünschen Ihnen noch einen schönen Nachmittag und Wiedersehen. Wiedersehen. Bitteschön.

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