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Nachfrage von Nutzern und Investoren nach grünen und nachhaltigen Immobilien wächst, aber Kosten halten die Branche zurück

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von Susanne Eickermann-Riepe

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6 Minuten Lesezeit

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der RICS, an dem rund 4.000 Immobilienexperten weltweit teilgenommen haben, zeigt, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Gebäuden weltweit gestiegen ist. Doch die Unsicherheit bei der Gesetzgebung und der Mangel bei Messungen hindern die Branche daran, die Netto-Null-Ziele wirklich zu erreichen.

Steigende Nachfrage bei Investoren und Nutzern

Demnach wies der RICS-Index für nachhaltiges Bauen einen Nettosaldo von +44 auf, was auf eine steigende Nachfrage von Nutzern und Investoren nach klimaangepassten Immobilien signalisiert. Die Nettobilanz errechnet sich aus dem Anteil der Befragten, die einen Anstieg der Nachfrage melden, abzüglich des Anteils, der einen Rückgang meldet. Der Aufwärtstrend wurde in allen in der Umfrage erfassten Regionen festgestellt, wobei das Nachfragewachstum in Europa (Nettosaldo von +73) vor dem Nahen Osten und Afrika (+52), dem Asien-Pazifik-Raum (+38) und Nord- und Südamerika (+26) am höchsten liegt.

Mehr als die Hälfte der Befragten weltweit berichtet, dass die Nachfrage der Mieter nach grünen und nachhaltigen Gebäuden in den letzten 12 Monaten zugenommen hat. Der größte Anteil (ca. 42 %) stellen einen leichten Anstieg fest, während etwa 11 % einen deutlichen Aufschwung sehen. In Europa liegen die Werte für einen leichten Anstieg bei 53 % und für einen deutlichen Anstiegt bei 24 %. Im Vergleich dazu liegen die Werte für Deutschland je bei 53,5 bzw. ca. 31 %.

Die Ergebnisse im Bereich Investment zeigen weitgehend ähnliche Trends. Fast zwei Fünftel (39 %) der Umfrageteilnehmer weltweit berichten von einem leichten Anstieg der Investorennachfrage nach grünen Immobilien in den letzten 12 Monaten. Zudem stellen inzwischen fast 15 % einen deutlichen Anstieg der Nachfrage fest. In Deutschland ist laut 53,5 % der Umfrageteilnehmer ein leichter Nachfrageanstieg zu verzeichnen (Europa: 38 %) und laut 31 % (Europa: 39 %) ein deutlicher Anstieg. Insgesamt lag der Wert für Deutschland damit bei 84, 5 % (Vorjahr: 87 %, 38 % leichter Anstieg und 49 % Prozent deutlicher Anstieg).

Starker Einfluss grüner Merkmale auf Mieten und Kapitalwerte

Die Teilnehmer wurden gebeten, anzugeben, inwieweit sich grüne und nachhaltige Merkmale eines Gebäudes auf die Mieten und Kapitalwerte in ihrem Land auswirken. Auf einer Skala von 1 (grüne Merkmale haben keine Auswirkungen) bis 5 (grüne Merkmale mit erheblichen Auswirkungen) wählten rund zwei Drittel der Befragten weltweit eine Bewertung zwischen 3 und 4. Demnach haben Nachhaltigkeitsmerkmale eines Gebäudes einen starken Einfluss auf Mieten und Kapitalwerte. In Europa sind etwa 27 % der Befragten der Meinung, dass grüne Merkmale einen erheblichen Einfluss auf den Kapitalwert einer Immobilie haben. Im Vergleich dazu liegt der Anteil der Befragten der Befragten, die angaben, dass grüne Merkmale eines Gebäudes den Mietpreis erheblich beeinflussen, bei rund 16 %.

Energieeffizienz, Reduzierung des Energieverbrauchs und des Verbrauchs fossiler Brennstoffe besonders wichtig

Um festzustellen, was die wichtigsten Merkmale eines grünen Gebäudes für Nutzer und Investoren sind, wurden die Experten gebeten, Aspekte des grünen Gebäudes auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht wichtig) bis 5 (wesentlich) zu bewerten. Energieeffizienz, die Reduzierung des Energieverbrauchs und des Verbrauchs fossiler Brennstoffe stehen ganz oben auf der Liste. Rund 30 % der Mitwirkenden weltweit sind der Meinung, dass dies ein wesentliches Merkmal für Anleger ist. Ein Bruchteil weniger (28 %) gibt an, dass dies ein wichtiges Merkmal für die Nutzer ist. Auch Green-Building-Zertifizierungen stehen bei den Marktteilnehmern ganz oben auf der Agenda. Rund 30 % der Befragten weltweit geben an, dass eine Green-Building-Zertifizierung (z.B. BREEAM, LEED, WELLS, NABERS) für Investoren ein wesentliches Merkmal eines nachhaltigen Gebäudes ist. Im Vergleich dazu gibt rund ein Fünftel der Befragten an, dass dies ein wichtiges Merkmal für die Nutzer ist.

Barrieren durch hohe Anschaffungskosten und mangelnde Nachweise für Kapitalrendite

Hohe Anschaffungskosten werden von fast drei Fünfteln der Befragten weltweit als eines der Haupthindernisse für den Erwerb grüner Gebäude angesehen. Ein erheblicher Anteil der Fachleute (rund 40 %) ist der Meinung, dass der Mangel an Belegen für eine Kapitalrendite und Unsicherheit sowie der Mangel an Daten über die Vorteile des Erwerbs umweltfreundlicher Gebäude ein entscheidendes Problem sind. Darüber hinaus nennt knapp ein Drittel der Befragten weltweit mangelndes Wissen, mangelndes Bewusstsein und mangelnde Expertise der Anleger in Bezug auf grüne Immobilien als Haupthindernis.

Fast ein Drittel der Fachleute in Großbritannien und Europa gibt an, dass das Fehlen gemeinsamer Standards und Definitionen für umweltfreundliche Gebäude ein Haupthindernis ist. Dies könnte eine Reaktion auf die Forderung nach einer Weiterentwicklung verbindlicher Normen für die Gesamtenergieeffizienz in ganz Europa sein. Dies wird als entscheidender Schritt angesehen, um den nationalen Regierungen dabei zu helfen, die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden zu verbessern und die ehrgeizigen Ziele des Grünen Deals der EU zu erreichen.

CO2-Messung und CO2-Bepreisung stehen noch am Anfang 

Obwohl sowohl die Nachfrage von Nutzern als auch von Investoren nach grünen Immobilien steigt, gibt es immer noch einen Mangel bei der Messung der CO2-Emissionen. Wie in den vergangenen Jahren, wurden auch dieses Mal Experten aus der Baubranche befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa 43 % der Umfrageteilnehmer weltweit angeben, dass bei Projekten keine Messung des gebundenen Kohlenstoffs vorgenommen wird. Selbst wenn eine Bewertung des Kohlenstoffs vorgenommen wird, gibt es kaum Hinweise darauf, dass sich dies auf die Auswahl von Materialien und Komponenten auswirkt. Um die Klimaziele jedoch zu erreichen, muss die Messung zur gängigen Praxis werden. 

Inzwischen gibt fast ein Drittel der Branchenvertreter an, dass das Fehlen gemeinsamer Normen und Definitionen für grüne Gebäude ein entscheidendes Hindernis für weitere Investitionen darstellt. Gleiches gilt auch für Standards zu Energieausweisen (EPC) für Gewerbeimmobilien. Die Ergebnisse aus den fünf großen Regionen (UK, Europa, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika und Nord- und Südamerika) sind sich mehr oder weniger ähnlich, was die Anwendung der CO2-Bepreisung angeht. Weltweit glaubt nur rund ein Viertel der Befragten, dass die Regierungspolitik in Bezug auf Kohlenstoff-Reduzierung sehr effektiv oder effektiv ist. Allerdings reicht wohl der Einfluss auf die Preisbildung noch nicht aus, um Wirksamkeit bei der Eindämmung der Treibhausgasemissionen und dem Management der Klimarisiken zu erreichen.

Nachhaltiges Bauen

Die Teilnehmer wurden gebeten, die Grundsätze des nachhaltigen Bauens in ihren jeweiligen Regionen von „sehr gut etabliert" bis „keine Fortschritte" zu kategorisieren. Die Abfallminimierung, das Recycling und die Wiederverwendung von Materialien nach dem Abriss vor Ort scheinen im Vordergrund zu stehen. Darauf folgen die Wassereffizienz und die Minimierung der Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die natürliche Umwelt. Rund 45 % der Befragten weltweit sehen diese Faktoren als etablierte oder sehr etablierte Praktiken in der Branche an. Ein weitgehend ähnlicher Anteil weist auch auf den Bau umweltfreundlicher und besonders energieeffizienter Gebäude hin. Inzwischen sind weltweit rund 39 % der Meinung, dass die Verwendung nachhaltiger Baumaterialien und das Bauen mit recycelten, erneuerbaren oder Abfallmaterialien und -komponenten ein etabliertes oder sehr gut etabliertes Prinzip ist.

Susanne Eickermann-Riepe FRICS, Vorsitzende des RICS European World Regional Board (EWRB): „Die Dekarbonisierung ist im Real Estate Sektor noch zu langsam und nicht ausreichend effektiv. Die Branche muss ihre Emissionen bis 2030 um 50 % reduzieren, wenn sie bis 2050 Netto-Null erreichen will. Dabei muss der graue Kohlenstoff bis 2030 branchenweit um mindestens 40 % verringert werden. Diese Ziele sind bei gleichbleibendem Tempo der Umsetzung nicht zu erreichen. Ein Bündel von Maßnahmen und Standards wird notwendig werden, um den Prozess und die Implementierung zu unterstützen. Die Messung von Kohlenstoffemissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg muss zur gängigen Praxis werden. Praktiken der Kreislaufwirtschaft müssen Einzug halten und Qualifizierungsmaßnahmen sind auf allen Ebenen notwendig. Das wird nicht ohne Technologie möglich sein, da umfassende Datenmengen entstehen und die Nachvollziehbarkeit für die zukünftige Prüfung der nicht-finanziellen Berichterstattung gesichert werden muss. Die Regierungspolitik wird eine entscheidende Rolle bei der Beschleunigung der Umsetzung spielen. Entscheidend ist, dass CO2-Bepreisungsmechanismen besser gestaltet werden, um das Verhalten in den frühen Phasen des Projekts gezielt zu beeinflussen und damit die Emissionen entlang des Lebenszyklus zu reduzieren. Aus diesem Grund entwickelt die RICS weiterhin ihre grünen Standards, wie z.B. das kürzlich entwickelte Whole Life Carbon Assessment (WLCA), um die Branche bei den Themen Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung zu unterstützen. Was wir messen können, können wir auch steuern - ein erster wichtiger Schritt ist es, das Ausmaß und den Umfang der Emissionen zu verstehen.“

Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:03 Guten Morgen zur Pressekonferenz des Sustainability Reports für 2023 der RICS. Ich begrüße Sie recht herzlich, freue mich über Ihr Interesse und wir haben eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse hier vorgesehen und ich starte einfach mal. Martina, Du hast ja wie üblich und gewohnt schon eingeführt, Sie kennen glaube ich auch die Methodik schon, die wir verwenden für unsere Sentiment-Surveys. Wir haben ja verschiedene Stimmungsindikatoren, mit denen wir den Markt regelmäßig einschätzen lassen. Sentiment bedeutet, wir haben immer auch eine Vorausschau,

0:44 also wir schauen nicht auf historische Daten, sondern wir fragen ab, was ist in den nächsten drei oder zwölf Monaten. Und diese Stimmungsindikatoren ergänzen wir regelmäßig pro Jahr einmal, um Ergebnisse, die dann auch im Sustainability Report zum Tragen kommen. Wir haben sowohl in dem Commercial Property als auch in dem Construction Monitor zusätzliche Fragen gestellt und diese sind nun in den Sustainability Report eingeflossen. Wir haben insgesamt hier nicht nur 3.000, sondern 4.000 Teilnehmer. Wir haben auch 3.000 Teilnehmer weltweit gehabt, die in diesem Report ihre Stimmung abgegeben haben

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1:26 und wir haben ein gutes Bild über die fünf Weltregionen, die wir uns anschauen. Aber wir haben natürlich auch globale Strömungen und Trends Europa und ich freue mich, dass Jens dabei ist, der kommentieren wird aus der Deutschland-Sicht. Sie müssen hier sehen bei den Daten für den Sustainability Report, weil das eben extra Fragen sind in unseren Reports. Dass wir vielleicht nicht für alle Länder alle Ergebnisse haben, weil oftmals dann auch diese Fragen nicht so ohne weiteres beantwortet werden. Aber ich gehe nochmal im Detail darauf ein. Ja, wir haben jetzt den dritten Sustainability Report

2:06 bereits, den wir herausgeben und ich könnte immer noch die Überschrift verwenden. Are we making progress? Wir schauen natürlich, wie entwickelt sich die Branche? Was passiert? Und die Frage ist nach wie vor hoch aktuell und genau dazu würde ich jetzt gerne auch ein paar Antworten geben. Wir erstellen im Rahmen dieser Sustainability Reports immer den Sustainability Index und wir sehen darin sowohl die Nutzer- als auch die Investoren-Nachfrage. Wie gesagt, rund 4.000 haben weltweit teilgenommen und wir

2:48 sehen, dass hier... Europa nach wie vor führend ist mit einem Netto-Saldo von plus 44, also wie stark ist das gestiegen, die Netto-Bilanz. Martina schaut sich das immer genau an. Die rechnet sich aus den Befragten, die hier gesagt haben, da ist etwas gestiegen oder zwischen denen, die einen Rückgang melden. Wir sehen hier durchaus einen weiteren Aufwärtstrend, aber man sieht natürlich, dass Europa gerade auch aufgrund der politischen Rahmenbedingungen, den höchsten Zuwachs hat, hier Spitzenreiter ist und weltweit sicherlich das eine oder andere auch anführt.

3:28 Wenn wir uns das in den Weltregionen nochmal anschauen, sehen wir auch hier in Europa, dass mehr als die Hälfte darüber berichten, dass sich die Nachfrage dort in den letzten zwölf Monaten erhöht hat. Man kann hier sehr gut sehen, was... Äh... Als stark gestiegen, mittelgestiegen, wo sie keinen Wandel sehen oder wo etwas gefallen ist, entsprechend der Farben. Und das hier ist jetzt die Nutzer-Sentiment-Seite. Auch bei den Nutzern ist ein Anstieg zu verzeichnen,

4:08 nicht ganz so stark wie bei den Investoren. Wir werden es nachher auch nochmal sehen. Die Nutzer schauen durchaus schon durchaus noch mehr in das Innere der Gebäude, während die Investoren... Natürlich sehr langfristig dort auch schauen müssen, um Chancen und Risiken zu wahren. Wie gesagt, das hier ist die Nutzer-Sicht. Und wir sehen hier die Investoren-Sicht in Europa hat sich das deutlich nochmal verstärkt. Und wir sind hier schon fast bei 80 Prozent angelangt, die hier durchaus einen Trend sehen, wo das stark oder moderat gestiegen ist. Dieser Nachfrageanstieg... Ist auch bisher noch nicht

4:51 eingebrochen, seitdem der Green Deal veröffentlicht ist. Und wir sehen, dass da durchaus die Regulierung ihr Anteil hat, diese neuen Produkte, diese stärkeren, nachhaltigen Produkte nach vorne zu bringen. Und dass das auch bei Finanzierern, Investoren und sonstigen Shareholdern eine große Rolle spielt. Ja, was auch immer gefragt wird, ist, wie entwickeln sich... Aufgrund der Nachhaltigkeit die Preise oder auch die Mieten. Und man kann durchaus sagen, dass die Gebäude, die nicht als grün oder nachhaltig eingestuft sind,

5:31 sind hier einem Brown-Discount unterliegen, sowohl bei Miete als auch bei Preis. Und wir sehen, dass hinsichtlich No-Impact oder großer Impact durchaus sich das Feld weiterhin zu signifikantem Impact entwickelt. Diesen erheblichen Einfluss... Auf die Gebäude sehen wir insbesondere bei der Nachfrage. Und auch bei dem, was die Unternehmen, wenn sie Mieter sind, für sich selbst definiert haben. Aber auch die Investoren und die Finanzierer schauen sehr genau hin, wenn es darum geht, die grünen Merkmale eines Gebäudes zu betrachten.

6:11 Insofern gehen wir davon aus, dass sich hier das noch weiter steigern wird. Ich gehe gleich auch noch mal auf die Bewertungsseite ein. Aber... Ich kann durchaus sagen, gute Lage, ein grünes Gebäude und man muss sich keine Sorgen um die Zukunft machen. Bei der Bewertung hier vielleicht ein kleiner Preview. Sie wissen, Bewerter machen den Markt ja nicht. Sie suchen nach Evidenz im Markt, also nach Nachweisen, inwieweit grüne Gebäude oder grüne Merkmale die Bewertung oder die Mieten... ...zeigen lassen. Und wir haben eine European Valuation Group,

6:55 die sich damit auseinandergesetzt hat, was notwendig wird, um hier tatsächlich auch Evidenz am Markt zu ermitteln. Und... Entschuldigung, das ist jetzt hier auf Englisch. Ich habe das aus unserer Winter Town Hall, die wir letzte Woche hatten, mitgenommen. Diese Future of Real Estate Valuations entwickeln sich natürlich langsam. Die RICS hat ja das Red Book, was global... ...anerkannt ist und die Standards, die dort beschrieben sind, werden sich jetzt sukzessive um ESG-Themen ergänzen. Es gibt ja bereits auch schon eine Guideline, die schon, ich glaube, in zwei Jahren in Kraft ist über ESG

7:37 und Valuations. Aber es ist natürlich auch immer eine Frage, welche Länder, Jurisdiktionen habe ich, was kann ich tatsächlich finden an Evidenz? Und die Gruppe hat sich hier aufgefordert. Und die Gruppe hat sich hier aufgemacht, neue Indikatoren auch mit aufzunehmen, um diese auf jeden Fall erstmal zu sammeln, um überhaupt eine Evidenz festzustellen. Und es ist wie bei den Bewertern, wie bei den Wirtschaftsprüfern. Man muss halt eine gute Datengrundlage haben, um Dinge bewerten zu können. Und wir gehen davon aus, dass mit diesen Indikatoren, die jetzt global auch erhoben werden sollen, dann diese Bewertungsfragen auch viel

8:18 einfacher... ...beurteilen sind. Wir werden dazu auch eine eigene Session machen, zu der wir Sie natürlich auch wieder ganz herzlich einladen. Ja, bei den wichtigen Green Features, die wir hier mal aufgelistet haben, hat die Energieeffizienz bei Investoren die Nase vorn. Bei Mietern steht durchaus die Good Indoor Environmental Quality an erster Stelle. Man sieht es hier, also das Lilane sind die Investoren, das Goldene sind die Mieter. Und man sieht hier Energieeffizienz, Energiereduktion oder eben Reduktion von fossilen

8:58 Brennstoffen ist hier bei den Investoren ganz weit oben. Wir sehen auch hier bei den Investoren, dass die sich natürlich auch daran orientieren, welche Zertifikate haben diese Gebäude. Es gibt ja DGNB, BREEAM, LEEDS, WELL, NAVAS. DGNB steht jetzt hier nicht drin, weil ich diese Grafik nicht verändern kann. Aber DGNB ist natürlich, und Jens, da kannst du vielleicht gleich mal einsteigen, für die europäische Bewertung schon einen Schritt weiter als die anderen, weil sie eben auch die EU-Taxonomie mit einbindet.

9:39 Aber vielleicht gibst du noch mal deine Informationen dazu bekannt. Ja, Susanne, vielen Dank. Kann ich nur bestätigen. Und auch nochmal hier, was man hier sieht, ist zumindestens auch einen sehr starken Anstieg. Einfach der Awareness für das Thema und dass es eben nicht mehr nur ein einziges Thema der Investoren ist, sondern eben auch der Mieter. Was Susanne gerade eben nochmal auch angedeutet hat, bei den ganzen Zertifikaten, da ist durchaus zu beobachten, dass es jetzt in der nahen Zukunft noch stärker auf die Substanz ankommen wird. Also sprich, welche Ergebnisse kann ich dann eigentlich aus

10:16 so einer Zertifizierung künftig auch direkt verwenden? Teile der Zertifikate. Teile der Zertifikate waren ja, Sie kennen das wahrscheinlich mit dem berühmten Fahrradständer und der Anzahl der Toiletten. Das reicht nicht mehr. Das ist jetzt, würde ich sagen, zehn Jahre alt. Und heute geht es wirklich darum, dass man auch den Nachweis führt, möglichst viele Informationen schon bereits während der Bauphase in die spätere Bewirtschaftungsphase und auch die Bewertung der Objekte einzubringen. DGNB hat da zum Teil einen Vorteil, weil eben es möglich ist, auch die Taxonomiekonformität, also sprich eben,

10:51 zum Beispiel Resilienz gegenüber Klimawandel oder eben auch den Nachweis des Whole Life Carbon dann entsprechend schon zu dokumentieren und damit zwei Fliegen mit einer Klappe dann aufzuschlagen. LEED hat es aber auch zwischenzeitlich schon mitbekommen und gesehen, dass gerade für Investoren eben auch so eine Konformität jetzt doch sehr, sehr relevant werden wird und bereitet sich auch darauf vor, eine entsprechende Adaption dann auch vorzunehmen. Bei Preem wäre mir das jetzt gerade eben noch nicht bekannt. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir hier auch auf den Märkten jetzt doch schon noch mal

11:25 eine Differenzierung in der Anwendung der unterschiedlichen Zeit, die wir gerade sehen werden. Was an dieser Stelle vielleicht auch noch ganz interessant ist, sich die weiteren Positionen anzuschauen. Also hier vielleicht noch mal die Mieterpräferenz bei der guten Innenraumqualität, gute Luftqualität und thermaler Komfort. Wir sehen aber auch nicht unbedingt. In Deutschland, aber in vielen anderen europäischen Ländern auch, dass Water Efficiency eine große Rolle spielt. Dann Climate Change sicherlich, was ich auch ganz interessant fand, was noch hier unten gerenkt ist.

12:05 On-Site Renewable Energy Generation. Das ist durchaus ein Punkt, wo ich denke, wo wir in Zukunft noch stärker darüber berichten werden. Denn die Frage ist natürlich für jeden Eigentümer, welche Vorteile habe ich, wenn ich Solar, Geothermie, Luftwärme, Wasserpumpen, was auch immer verwende und das tatsächlich mit dem Gebäude gut verbinden kann. Wir wissen ja, wir haben noch ziemlich steuerliche Hürden da zu überwinden, um das eben nicht in die Gewerblichkeit rutschen zu lassen. Und ein kleiner Artikel gestrichen und ich wette, wir hätten jede Menge weitere On-Site Renewables zu bewundern.

12:46 Aber das wird noch ein etwas weiterer Weg sein. Nichtsdestotrotz, ich kann Ihnen versichern. Denn in Europa ist es so, dass hier eine große Diskussion natürlich besteht, inwieweit man Gebäude auch autark machen kann. Und diese On-Site Renewable Energy Generation wird dabei eine große Rolle spielen. Und das müssen wir eigentlich noch viel stärker fördern, weil es auch dazu beitragen wird, die Beschleunigung bei den nachhaltigen Energien herbeizuführen. Wir arbeiten halt an allen Ecken und Enden. Aber ich denke, das wäre auch gut. Auf jeden Fall etwas, Jens, was vielleicht auch für eure großen Fonds bei Commerzreal

13:27 natürlich eine Rolle spielt, wenn hier dieser steuerliche Haken nicht zu berücksichtigen wäre. Ich weiß, du bist da auch in Diskussionen mit den Gesetzgebern. Vielleicht kannst du dazu auch noch einen kurzen Hinweis geben. Ja, also es ist aktuell so, wie die Susanne beschrieben hat, dass einfach die Gefahr besteht, dass man aus den Erträgen, die man eben aus der Produktion von Solaranlagen, eben erzeugt, damit der Gewerblichkeit unterfällt. Das betrifft alle großen offenen Fonds. Und das würde natürlich dann das gesamte Fondsvermögen betreffen und hätte dann keine gute Auswirkungen. Es gibt aber jetzt doch nochmal eine neue Initiative seitens

14:07 des Gesetzgebers. Und letztes Jahr gab es bereits einen ersten Anlauf. In diesem Jahr wird es nochmal einen zweiten geben. Wir sind da ganz zuversichtlich, auch mit den anderen großen Häusern, dass wir hier nochmal eine Öffnung erreichen können, was natürlich extrem wichtig wäre, um erstmal dieses private Kapital zu mobilisieren, um eben diese grüne Transformation zu beschleunigen. Und gleichzeitig ist das natürlich auch ein wesentlicher Stellhebel, um eben auch die Dekarbonisierung von dem eigenen Bestand hinzubekommen. Auch wenn ich etwas mehr Energie verbrauche, vielleicht in einem Bestandsgebäude,

14:43 was aber carbon neutral dann erzeugt wurde, ist unterm Strich immer noch 0 CO2 emittiert worden. Und das ist ja gerade, was die Erwärmung der Atmosphäre angeht, der wesentliche Hebel. Deswegen ist das wirklich ein ganz wichtiges Element auch nochmal, um die Dekarbonisierung der gesamten Bestände hinzubekommen. Und man muss sich manchmal halt auch die Frage stellen, ist ein Euro in ein Stück Fassade an der Wand besser investiert oder eben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach? Und dadurch, dass die Gebäude natürlich immer eine gewisse Limitierung haben, was Dachflächen betrifft und auch Außenbereiche,

15:18 bedarf es da eben auch, dass wir da auch ein bisschen mehr Energie haben. Mit der Möglichkeit, eben in Freiflächenanlagen zu investieren, die eben nicht unbedingt ortsgebunden am Gebäude sind, ist heute auch noch der Fall. Also da sind wir, glaube ich, mit allen anderen Häusern optimistisch, dass sich da noch was bewegen wird. Und das war vielleicht noch ein Punkt, letzter Kommentar noch von mir, auch das Thema Biodiversität, was ja gerade eben an unterster Stelle rankt. Da lasse ich mich jetzt mal auch zu dem Kommentar hinreißen, dass wir in fünf Jahren das in den weit oberen Regionen sehen werden,

15:48 weil eben gerade Biodiversität mit einer der wesentlichsten Gründe tatsächlich ist, um die wir uns kümmern müssen in den nächsten Jahren. Man merkt auch jetzt, dass da doch einige Studien jetzt auch rausgebracht werden, dass das Bewusstsein dafür steigt. Im Bau ist es zum Teil angekommen. Holland nimmt da aus meiner Perspektive eine ganz klare Vorreiterrolle mittlerweile ein. Sie haben Vorgaben im Hinblick auf Biodiversität. Das heißt, wenn Sie verschiedene Anzahl von Punkten nicht erreichen, haben Sie keine Baugenehmigung. Die Anzahl der Punkte steigt über jedes Jahr. Das heißt, andere Länder innerhalb von Europa gehen damit

16:24 bereits schon ganz aktiv um. Und das ist etwas, was tatsächlich unabhängig jetzt ist, ob man in einem warmen oder in einem kalten Land ist. Wir haben das größte Artensterben aller Zeiten. Das wird ein Thema sein, das uns, glaube ich, auch als Immobilienwirtschaft noch sehr intensiv beschäftigen wird. Das wird das nächste Kapitel jetzt. Genau. Ja, nichtsdestotrotz. Was die Investoren umtreibt oder unsere Befragten umtreibt, sind natürlich die hohen Anfangskosten, die unter Umständen mit grünen Gebäuden verbunden sind. Und es gibt doch noch eine Gruppe. Und man sieht das hier. Lack of Evidence of Return on Investment.

17:06 Und noch mangelnde Nachweise für eine Kapitalrendite werden hier als maßgebliche Barriere benannt. Und das ist sicherlich so. Wenn es neue Themen gibt, bis sich tatsächlich das Preismodell wieder so eingeruckelt hat, dass nachher in der Bewertung dieser Effekt auch zu sehen ist. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass es genauso passieren wird, dass es halt nur einen Moment dauert, bis tatsächlich diese Unsicherheiten überwunden sind und wir tatsächlich auch alle Daten haben, um das nachzuweisen. Deshalb ist es auch gerade so wichtig, in der Bewertung mit dieser Sammlung der Daten zu beginnen.

17:46 Damit wir das weiter verfolgen können, dass dieser Nachweis dann auch gebracht werden kann. Also man sieht hier, dass tatsächlich wir noch einige Zeit vor uns haben, bis alle Beteiligten tatsächlich diese Wissensbasis auch nutzen können. Aber im Grunde genommen ist es tatsächlich so, dass die Definitionen erstmal in den Markt geworfen werden, dass man darüber sprechen muss. Und dass man dann ein gemeinsames Ergebnis erzielt. Ich glaube, dass wir bei dem Thema Energieeffizienz da schon sehr weit sind in der Diskussion. Dass es natürlich jetzt am politischen Durchsetzungswillen

18:28 liegt, wie schnell wir da auch vorangehen können. Insgesamt, und das sieht man hier vielleicht auch nochmal, ist natürlich auch die Frage, wie weit sind alle Beteiligten auf einem Level für die Diskussion. Das betrifft jetzt nicht nur diejenigen, die sagen, okay, ich habe schon was über Green Buildings gehört, aber weiß nicht genau, was dazu kommt. Das betrifft sicherlich auch die Bewerter, die sich mit Whole Life Carbon auseinandersetzen müssen oder eben anderen Themen, die neu sind in der Bewertung. Also wir werden daran arbeiten und wie das immer so ist, bei denen, die neu sind oder bei Materialien,

19:09 die noch keine Skalierung geschafft haben, da gibt es halt hohe Anfangskosten. Aber wir haben, glaube ich, schon ziemlich häufig gesehen, dass die Frontrunner hier auch immer am Ende die Nase vorn hatten. Was wir noch sehen, ist, dass gefragt wurde, wie die CO2-Bepreisung denn derzeit angewendet wird auf Bauprojekte. Wir haben das im Construction Monitor gefragt und da sieht man, dass noch ein ziemlich großer Anteil ziemlich gelassen am Tisch sitzt und sagt, ja, wir schauen uns das an, wir werden das implementieren.

19:51 Oder andere, die auch sagen, wir haben noch keinen Plan für die Implementierung. Eigentlich sind es die letzten beiden Balken, die hier interessant sind und noch einen großen Anteil darstellen. Insofern, dass wir was tun müssen bei den CO2-Emissionen, ist, glaube ich, ziemlich klar. Man sieht ja auch in den Berichten der Bundesregierung, Jens, dass wir das mehrfach schon verfehlt haben. Vielleicht kannst du gleich noch ein bisschen was aus deiner Brille zu Deutschland dazu sagen. Was wir allerdings wirklich, was noch deutlich zu gering ist, ist sicherlich der CO2-Preis, um da auch alle zum Handeln zu bewegen.

20:27 Man sieht ja, dass heute gesagt wird, okay, das stört mich jetzt nicht so sehr, was ich da zusätzlich zahlen muss. Erst wenn dieser Faktor einsetzt, wird man sehen, dass da auch die Carbon-Preismechanismen tatsächlich zum Tragen kommen. Aber ihr habt ja schon was hier. Vielleicht kannst du noch mal ein bisschen so aus dem deutschen Umfeld berichten. Ja, also ich kann da auch nur zum Teil wirtschaftsweise auch nochmal referenzieren, die eben sagen, man muss eigentlich dem CO2-Preis eine größere Steuerungsgröße beimessen. Wir sind jetzt ja trotzdem bei einem höheren CO2-Preis.

21:09 Als das bisher der Fall war. Moderater Anstieg aus der Reduzierung jetzt wieder hin zum normalen Pathway. Es ist aber einfach so, wenn man natürlich heute die Gesamtkosten betrachtet, dann ist einfach der CO2-Preis, der sich dann daraus ergibt, entsprechend marginal. Und es gibt auch tatsächlich keine echte Belohnung oder auch Repressalien, je nachdem, wie man ein Gebäude erstellt. Was den gesamten CO2 betrifft. Das heißt, wenn man ein CO2-Fußabdruck auch in der Herstellungsphase betrifft, es wird im Wesentlichen auf die spätere operative CO2-Bilanz fokussiert. Das greift schon ein Stück weit zu kurz,

21:49 weil wenn man sich das heute nochmal anschaut, dann haben wir einen extrem hohen Energieaufwand, um das Gebäude zu erstellen. Der war in früheren Zeiten geringer. Dafür haben sich jetzt dann einfach so ein Stück weit die CO2-Fußabdrücke in der späteren Bewirtschaftungsphase geändert. Wobei jetzt natürlich schon auch nochmal mit der neuen Gesetzgebung, also mit dem Einsatz von regenerativen Energien, sich da nochmal deutlich tatsächlich das Positiv auch entwickelt. In der allgemeinen Anwendung allerdings ist es tatsächlich so, dass es in der Bauwirtschaft noch nicht 100 Prozent angekommen ist. Es gibt erste Unternehmen,

22:25 die versuchen eben eine CO2-Bilanz auch zu erstellen. Es wird auch zum Teil schon gelebt, aber eben noch nicht in der Breite. Und ich glaube, das ist nochmal ein ganz wichtiges Element, dass eben noch transparenter gemacht werden wird. Und Susanne, du sagst dann nachher auch noch was zum Thema Daten und Qualität. Ja, das ist glaube ich auch vor allem wichtig, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Daten korrekt erhoben wurden. Und da ist manchmal ein Blick ins Ausland ganz spannend. Also wenn man sich eben auch anschaut, was auf der CIS in Las Vegas präsentiert wurde, wo dann eben automatisch auch Materialien schon gescannt

23:04 werden, wenn sie dann eingebaut werden. Das hattest du ja vorhin auch gesagt. Das Thema Digitalisierung wird da glaube ich noch wirklich wesentlich voranschreiten und dabei unterstützen, dass wir dann eben diese Komplexität auch auf ein berichtbares Maß hinbekommen. Das ist aktuell noch nicht der Fall. Ja, das sieht man ja auch noch an anderen Themen. Die Europäische Union hat das ja auch erkannt. Und es gibt jetzt sozusagen ein Produktdatenblatt, die die Nachhaltigkeit der Materialien bestätigen. Ich glaube, Environmental Product Declaration heißt das.

23:44 Und man wird halt angehalten, dort während der Bestellung oder in der Bauzeit tatsächlich diese Declarations auch alle beisammen zu haben. Und heute glaube ich, ist der Prozess, diese Daten zu sammeln und bei sich zu haben, noch nicht so. Und das ist ja auch ein Thema, das sich auch in die Unternehmen integriert, weil sie sagen, ich habe ja einen Generalunternehmer, der sorgt dafür, dass ich das Zertifikat bekomme. Aber am Ende wird es das Unternehmen selber sein oder das Gebäude, das diese Informationen braucht, wenn es verkauft wird. Wenn das nicht da ist und das ist vielleicht auch nochmal so ein Hebel bei den Daten, müsste man eigentlich sagen,

24:26 wenn die Daten nicht da sind, muss ich sie mir jetzt besorgen. Das kostet Geld und ich mache einen Abzug bei der Bewertung des Gebäudes. Bisher haben wir das nicht gemacht. Die Bewerter haben noch nicht so richtig auf meinen Vorschlag reagiert, bei Fehl der Datenqualität Abzüge zu machen. Aber wir werden sehen, je stärker diese Daten erforderlich sind, umso eher wird das dann auch was werden. Und noch Ergänzend, Weil wir ja auch immer Occupy und Investoren anschauen, auch bei der Umfrage natürlich, hat die CSRD noch gar nicht voll zugeschlagen. Also sprich eben auch, dass Corporates tatsächlich entlang von Firmen,

25:03 von verschiedenen regulatorisch erforderlichen Pflichtangaben künftig berichten müssen. Im Übrigen maschinell auslesbar als rechtliche Vorgabe, das ist auch neu. Das wird natürlich auch nochmal dazu führen, dass vonseiten der Nutzer in den nächsten Jahren von den Eigentümern auch abverlangt wird, dass diese Daten vorhanden sind, weil die Nutzer dann selbst verpflichtet sind, diese Angaben auch zu machen. Wie ich schon immer sage, Governance wird umso wichtiger. Alle gucken auf das E und das S. Und vergessen das G. Aber zurück zu unserem Report. Was wir auch gesehen haben, wir haben nach der Effizienz gefragt.

25:42 Und man kann hier, und das ist vielleicht mein Punkt an dieser Stelle, sehen, dass das in allen Weltregionen mehr oder weniger ähnlich ist. Dass die Effizienz der CO2-Bepreisung da nur von der Hälfte der Befragten als gut empfunden wird. Also da wird sich noch was tun. Und wir sind als RIGS ja auch Member der Expert Group zu ETS2, also zu dem neuen Emission Trading System, was sich mit Gebäuden und Transport beschäftigt. Und daraus können auch nochmal weitere Punkte entstehen. Leider besteht daher eben auch kein zwingender Druck, diese Embodied Carbon Messung zügig zu implementieren.

26:24 Und wir sehen hier auch im Verlauf der Jahre, es ist irgendwie nur wenig Bewegung bei der Umsetzung. Die, die es schon immer gemacht haben, machen es weiter. Und die anderen kommen nicht hinterher. Und was ich interessant finde, ist eben, wir messen eben kein Carbon. Ja, wir messen es. Aber wir nutzen es nicht für unsere Entscheidungen. Das ist so eine wirklich schlechte Kette von Erkenntnissen, wo wir sagen müssen, wir brauchen da mehr Druck, um diese Embodied Carbon Messung auch entsprechend zu implementieren. Wir sehen dann aber, dass die Branche durchaus auch ganz interessiert ist,

27:05 zu sagen, dass sie doch eigentlich schon recht gut sind. Was ich, als ich das so gelesen habe, was alles so schon very well established ist, habe ich gedacht, aha, aha, aha. Also Abfallminimierung, Recycling und Wiederverwendung, das sind so bereits schon von der Branche als etabliert, gesehenen Themen. Auch Minimierung des Impacts on Biodiversity, also auch was Jens eben schon sagte, auch da sieht sich fast die Hälfte schon auf dem Weg. Auch Wassereffizienz.

27:45 Also man irgendwie teilt sich die Welt da in zwei Hälften. Von denen, die very well established sind und von denen, die da noch nichts gemacht haben. Aber insgesamt muss man sagen, ich glaube schon, wenn ich mit denen spreche, die in der Bauindustrie unterwegs sind, man ist schon dabei. Aber insgesamt ist die Bauindustrie schon noch eine zähe Branche, die ja über lange Zeit sehr traditionell gebaut hat. Und das wird schon noch einige Aufforderungen bedürfen, bis sie tatsächlich auch insgesamt hinter diesem

28:25 Prozess stehen. Ja, vielleicht an der Stelle, nochmal ein Punkt, auch ein kleiner Exkurs. Die RICS hat ja vor kurzem die All Life Carbon Assessment Guidance rausgegeben. Wir wollen diese als globalen Standard in allen Weltregionen platzieren. Jetzt ist es natürlich so, dass einige wie Deutschland und auch Frankreich zum Beispiel auch eigene Normen bereits haben. Diese Normen sind hier in der Konsultation auch alle mit aufgenommen worden. Sodass der Unterschied für diejenigen, die schon weit sind,

29:05 gar nicht so groß ist. Und wir haben hier definiert einen Prozess, der dabei hilft zu sehen, was muss ich alles tun. Wir haben eine Struktur, ein Framework aufgesetzt, um tatsächlich die unterschiedlichen Carbon-Segmente zu betrachten. Und wie gesagt, in den Phasen des Produktlebenszyklus haben wir auch das aufgenommen, was schon in verschiedenen DIN-Normen oder ISO-Normen entsprechend vorgesehen ist. Wir werden dazu, und wir hatten es jetzt auf dem COP28 nochmal vorgestellt, wir werden dazu auch in Deutschland nochmal eine entsprechende Session machen.

29:49 Ja, vielleicht nochmal zu meinem Gesamtstatement. Wir sind mit dieser Dekarbonisierung noch zu langsam und nicht ausreichend effektiv. Wenn man, von der UN ein Paper, was auch bestätigt wurde, wo die Immobilienwirtschaft hinsichtlich dessen, was sie tun muss, betrachtet wurde. Und eigentlich müssen wir bis 2030 um 50 Prozent reduzieren, wenn wir 2050 vernünftig erreichen wollen. Das heißt, dass auch dieser graue Kohlenstoff, der das Embodied Carbon bis 2030 branchenweit mindestens 40 Prozent reduziert werden muss.

30:30 Und wenn wir in diesem Tempo weitermachen wie bisher, dann sind diese Ziele nicht zu erreichen. Ich meine, wir sehen ja jetzt schon, dass es an vielen Stellen verfehlt wird. Aber wir sehen, dass ein Bündel von Maßnahmen wichtig ist, um eben diesen Lebenszyklus stärker noch mit einzubeziehen. Und was ganz wichtig ist, die Technologie, die dahinter steht, muss letztendlich auch genutzt werden. Wie gesagt, Scannen von Materialien, wenn sie auf der Baustelle ankommen. Dazu braucht man Codes. Das muss der Produkthersteller berücksichtigen. Da muss ich auf der Baustelle jemanden haben, der das auch macht.

31:07 Dann müssen diese Daten an richtiger Stelle ankommen. Aber das wird notwendig sein, um tatsächlich diese Datenmengen weiter zu verfolgen. Und was Jens schon sagte, wir werden ja in der zukünftigen Berichterstattung nicht nur finanzielle, sondern auch nicht finanzielle Daten testieren müssen. Und die Prüfer werden genau an dieser Stelle ansetzen. Wo kommen die Quelldaten her? Sind die gesichert? Habe ich einen Single Point of Truth und diese Nachvollziehbarkeit für die zukünftige Prüfung und finanzielle Berichterstattung, nicht finanzielle Berichterstattung? Dafür wird jetzt die Grundlage gelegt.

31:47 Wenn wir das nicht tun, dann wird das wieder zu einem Pickup führen, wenn die ersten Prüfungen fällig werden. Und ich kann aus eigener Erfahrung berichten, Wir müssen ja auch jetzt die Nachhaltigkeitsreports mit den Finanzreports zusammenführen. Die gelisteten Unternehmen müssen ab nächstem Jahr genau so berichten und ich bin gerade in einer Testanwendung bei einem Unternehmen, wo die das schon dieses Jahr machen und da müssen die Dinge gut zusammenpassen und die Prüfer stellen schon Fragen, wo diese Daten herkommen und wie sie dokumentiert und wie sie gesichert wurden. Und wenn wir da uns nicht in der Industrie tatsächlich

32:29 darauf einstellen, dass diese Fragen kommen, dann wird es sehr, sehr schwierig für die Gebäude, die jetzt erstellt werden, genau diese Daten zu ermitteln und das wird sehr viel Geld kosten. Was wir natürlich auch sehen ist bei der Dekarbonisierung, wir müssen da sicherlich auch auf die Regierungspolitik, vielleicht auch auf andere Verbände wie Energieerzeuger und ähnliches mit einwirken, um tatsächlich eine Beschleunigung in dieser Umsetzung zu haben. Wir werden sehen, ich glaube nicht vor 2027 wird auch dieses Emission Trading System greifen, aber das sind dann schon wieder drei Jahre,

33:09 die ins Land gegangen sind. Wenn wir nicht jetzt schon anfangen, dort etwas zu machen, wird es für die letzten drei Jahre bis 2030 wirklich schwer. Also insofern, da bleibt noch viel zu tun und Jens, ich glaube, das ist nicht nur Deutschland. Nicht nur Europa oder global, das ist auch in Deutschland so, oder? Das ist genau so und dem ist ehrlich gesagt auch wenig hinzuzufügen. Wir müssen, glaube ich, einfach auch nur noch mal jetzt gesamtwirtschaftlich natürlich sehen in den nächsten Monaten, dass natürlich gerade sehr viele andere Themen auch den Markt insbesondere dominieren. Aber das darf eben nicht in Vergessenheit geraten und das,

33:50 was Susanne gesagt hat, ist, glaube ich, absolut richtig. Erstens, es geht nicht mehr weg. Es wird eher verschärft. Das G ist extrem wichtig, dass eben auch die Datenerhebung ordentlich stattfindet und ich kann das nur bestätigen, die Prüfer fokussieren sehr stark zwischenzeitlich auf alles, was im Kontext ESG geht. Das heißt, man ist da wirklich gut beraten, wenn man sich frühzeitig mit einer sehr sauberen Datenanwendung eben auch beschäftigt und in der Lage ist zu dokumentieren und je näher dieser Korridor kommt bis 2050, umso relevanter wird es. Weil natürlich irgendwann auch vielleicht dann jemand sagt,

34:29 jetzt kaufe ich das Haus auch gar nicht mehr, wenn ich noch zehn Jahre habe und ich weiß, ich kriege die Informationen überhaupt nicht mehr zur Verfügung gestellt. Also da kommt mit Sicherheit noch mal ein zusätzlicher Druck mit her, der im aktuellen Marktgeschehen vielleicht ein bisschen weniger laut gehört wird. Aber da bin ich mir sicher, das wird sich wieder ändern. Ja, und wie gesagt, die Regulierung macht da ja nicht Schluss, sondern wir kennen mittlerweile die Green Plains. Wir kennen die Green Plains Direktive, wir wissen, es gibt eine New Diligence Direktive, die kommt und ich sage aber auch immer,

35:04 fokussiert euch nicht nur auf die Regulierung, die Nachfrage wird entscheidend sein. Und der Kapitalmarkt, der uns ja sehr wohlgesonnen war über viele, viele Jahre und uns groß gemacht hat, der ändert seine Regeln und wenn wir uns da nicht anpassen, dann braucht er uns auch nicht mehr. Und wir werden dann im Bett bleiben. Und wir werden dann im Bett bleiben.

35:56 Und wir werden dann im Bett bleiben. Das war erstmal die Aufzeichnung. Ja.

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