Internationale Immobilienmärkte werden zunehmend miteinander verglichen. Investoren, Städte und Unternehmen orientieren sich an globalen Kennzahlen, Rankings und Benchmarks, um Entwicklungen einzuordnen und Entscheidungen zu treffen. Auch auf der diesjährigen MIPIM in Cannes wurde deutlich, wie stark Themen wie internationale Kapitalströme, Standortwettbewerb, ESG und Digitalisierung die Branche prägen. Im nächsten ImmoLive werfen wir einen Blick auf genau diese Vergleiche. Wir sprechen darüber, welche internationalen Benchmarks es gibt, was sie über Märkte und Standorte aussagen und wie sie strategische Entscheidungen in der Immobilienwirtschaft beeinflussen – sowie über Chancen und Grenzen solcher Vergleiche.
0:00 Herzlich willkommen zu ImmoLive, dem Diskussionsformat der Immobilienredaktion in Zusammenarbeit mit I Value. Unser 224. ImmoLive heute. Seit April 2020 machen wir unsere Diskussionen und ein, w-wirklich schon ein Zeitdokument über die Immobilienbranche. Wenn es wen interessiert: Alle ImmoLive gibt es auf der Immobilienredaktion zum Nachschauen. Vor allem Artikel lesen ist das eine, aber zu sehen, wie die
0:41 Menschen damals agiert haben, wie sie, ich sage mal, diskutiert haben, ist schon ein spannender Einblick. Unser Thema heute: Internationale Immobilienbenchmarks. Ja, die Immobilienmärkte stehen ja heute stärker denn je im internationalen Vergleich. Und Immobilienbenchmarks sind Vergleichswerte, mit denen sich Leistung und Kosten und Rentabilität von Immobilien, Projekt- und Portfolios am besten irgendwie darstellen lassen. Und das haben wir heute zum Anlass genommen, um einerseits uns auch ein bisschen im Nachfeld der MIPIM zu betrachten, wie sich der Markt, wie diese Benchmarks, in, für Österreich ausschauen
1:24 derzeit. Und es haben uns natürlich die letzten zwei Wochen den Markt ebenfalls sehr verändert, beziehungsweise könnten sie anfangen, den Markt zu verändern. Und darüber wollen wir uns auch unterhalten. Und das könnte natürlich auch für Österreich einen Vorteil bieten. Und ich freue mich besonders heute. Wir haben fünf Gäste und in alphabetischer Reihenfolge bei uns. Richard Buchsbaum, Geschäftsführer Buchsbaum Immobilien. Hallo Richard. Hallo. Johannes Endl, Vorstand der ÖRAG. Hallo Johannes. Hallo. Wolfgang Gomernik, Delta. Freut mich sehr. Hallo. Und Markus Mendel, Geschäftsführer der EHL Investment
2:07 Consulting. Hallo. Und Maxim Siganov, Geschäftsführer der WK Development. Hallo Maxim. Grüß euch. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe im Vorfeld: Alle fünf frisch von der MIPIM zurückgekommen und, also schon letzte-- beziehungsweise wer am Wochenende noch war. Aber war, also zurückgekommen. Und, ein, Einstieg möchte ich machen. Markus, was sind so allgemein deine Eindrücke von der MIPIM? Also, die diesjährige MIPIM, man kann es so ein bisschen vielleicht mit dem Wetter vergleichen. Äh, es war ein bisschen besser wie letztes Jahr,
2:49 aber geregnet hat es trotzdem. Ähm, ich fand die Stimmung re, relativ, ja, divers, sage ich mal. Es, gibt allgemein natürlich eine wahnsinnig hohe Zurückhaltung und eine große Unsicherheit, auch was jetzt geopolitisch, passiert, ja, mit Iran. Keiner weiß, was, was das für Auswirkungen auf uns alle haben wird. Äh, jeder fragt aber danach, ja. Wird viel diskutiert. Ähm, es war deutlich weniger los. Ja, also es ist schon, schon merklich. Ähm, und die Gespräche waren, komplett, ich sag mal, komplett unterschiedlich. Es gibt, den einen oder anderen Investor, der definitiv was machen möchte, auch das notwendige Kapital dazu hat. Das, so ein
3:31 Investor, würde ich behaupten, ist aber, tendenziell eher die Minderheit, ja. Äh, der Großteil ist sehr abwartend, unterwegs, und viele, die auf Kapital angewiesen sind, das einzutreiben, die tun sich natürlich schwer. Ja, es ist so eine ganz grobe Zusammenfassung, kurz gehalten, wie es so war. Aber, ja. Ja, Markus, danke mal für den ersten Eindruck. Das ist eh gut. Wir haben ja, wir sind nur zu fünft. Es gibt eh viele Themen. Ähm, Richard, warst natürlich auch auf der MIPIM. Ähm, du bist ja auch-- du hast es so ein bisschen beobachtet, was die Family Offices, wie die derzeit agieren. Wo tendieren die hin?
4:12 Ähm, ich glaube, es ist sehr klar feststellbar, dass Kapital sucht Sicherheit, gerade aufgrund der Entwicklungen jetzt der letzten Wochen und eigentlich auch schon Monate. Das heißt, die Family Offices, die ja Generationenvermögen verwalten, das nicht nur sichern, sondern auch entsprechend, etwas steigern wollen, gehen sicherlich jetzt nicht in riskante Investments, sondern dort, wo Nachhaltigkeit, Sicherheit. Und da hat es natürlich mit Standort und Assetklasse zu tun. Äh, und da ist eindeutig feststellbar, dass, Wohnen an erster Stelle ist. Bei all denen, mit denen ich dort
4:52 gesprochen habe oder auch sonst mit Family Offices zu tun habe. Also, so wie der Markus schon gesagt hat, es ist sehr selektiv, es ist sehr eingeschränkt, aber es gibt das Equity, es gibt das Eigenkapital der Family Offices. Die wollen gerne Geld ausgeben, auch in diesen unsicheren Zeiten, und schauen sich um, wo sie, national und allenfalls international ihr Geld veranlagen können und sicher platzieren. Richard, danke. Äh, du vertrittst ja, also du bist ja auch für das eine oder andere Family Office tätig im Einkauf. Also du stellst ja auch Portfolios zusammen, wenn man das so sagen
5:32 kann. Das ist ganz richtig. Ich habe eine österreichische Privatstiftung in einem Exklusivmandat. Äh, eine zweite Stiftung, da sind wir gerade in Engverhandlungen, dass dem auch so ist. Das heißt, ich darf durchaus ein, ein ganz nettes, Volumen veranlagen und strategische Beratung durchführen. Und, insofern war es sehr spannend mit unterschiedlichen Family Offices, aber auch Projektentwicklern beziehungsweise diejenigen, die spannende Immobilien anzubieten haben, das eine oder andere Gespräch zu führen, und allenfalls für die Zukunft was Fruchtbringendes- Schon in die Wiege gelegt bekommen zu haben.
6:13 Richard, danke für deine Einschätzung. Ähm, Wolfgang, wir haben ja am Freitag unser Vorgespräch gehabt. Du warst allerdings nicht dabei, du hast immer noch am Freitag Termine gehabt. Es soll ja schon am Freitag relativ leer gewesen sein auf der MIPIM, aber du hast Vormittagstermine gehabt, Nachmittagstermine. Was waren da noch die Themen? Oder was waren die Themen? Du, die Themen gingen gut weiter, so wie meine Vorredner schon sagten. Also Ka-Kapital ist zurück, aber sehr selektiv. Und es gibt gewisse, würde ich sagen, Gewinner oder Gewinnerinnen an Assetklassen, Logistik, Residential, Student Housing, Data
6:49 Center, Healthcare und auch wir dürfen Family Offices vertreten, aber sehr opportunistisch agierende und die vor allem in Ländern wie der Ukraine oder Slowakei. Und der Freitag war eben einerseits dem gewidmet, zu verstehen, welche Vertreter an Firmen sind überhaupt noch vorhanden im Vergleich zu den letzten zehn Jahren. Und da bin ich auch bei den Vorrednern. Es ist deutlich weniger. Es sind so viel Rückzugsmöglichkeiten und Loungezonen wie schon lange nicht mehr. Und der Nachmittag war das Netz, dem Netzwerken gewidmet. Wir haben ja auch sehr viel, Kapitalvertreterinnen und auch ausländische Staatsbürger, die aus Frankreich
7:26 agierend in den besagten Ländern von uns investieren. Und die dürfen wir dort begleiten. Aber sehr opportunistisch, muss ich sagen, ja. Also da geht es um Filetstücke in gewissen Städten, auch in der Ukraine paradoxerweise. Aber es ist so. Mhm. Ihr seid ja schon sehr, also Deltas schon sehr, sehr lange um der Ukraine tätig, auch schon weit vor dem Krieg. Das heißt, wenn wer Bescheid weiß, dann seid ihr das. Ja, danke der Worte. Also zwanzig Jahre sind es heuer richtig und zwanz, einundzwanzig Jahre, in denen ich vor Ort bin, ja. Mhm. Wolfgang, danke. Eins ist noch, haben, haben wir im Vorgespräch kurz gesagt. Es war ja schon so auf der MIPIM, es
8:04 haben viele den Eintritt gar nicht bezahlt, sondern haben sich eher draußen getroffen, weil sie gesagt haben, zweitausend Euro, das ist einfach zu viel. Ich habe irgendwie das Gefühl, da ist man auch jetzt bei der MIPIM, das gilt auch meiner Meinung nach für die Expo, an eine Grenze gekommen, wo dann die Leute sagen: "Also das ist es mir jetzt nicht mehr wert." Mhm. Ich nehme die Frage gerne auf. Ich sehe das auch. Ich habe aber auch von den Veranstaltern der Stände vernommen, dass die neue Eigentümerin, eine US-Firma, der MIPIM, das anders planen wird die nächsten Jahre und unter dem Motto "Cannes ist MIPIM, MIPIM ist
8:41 Cannes", die Außenflächen inklusive der Hotels und anderer Flächen mit sich einverleiben möchte, ist im positiven Ausdruck, das auch mit vermarkten möchte, um das eben zu, zu handeln. Wie das möglich ist, wie das funktioniert, da bin ich kein Experte. Aber ich glaube, die Kollegen wissen, es war in den sonnigen Tagen waren die meisten Balkone voll mit Events, wenn man das so sieht und damit auch die Messe, entsprechend geleert. Ja, also sicherlich auch einer der Gründe, warum merklich weniger war. Ich habe jetzt keine offiziellen Besucherzahlen noch gelesen, aber es ist wirklich weniger gewesen und man sieht es ja auch im Netzwerk.
9:15 Die Leute nehmen weniger daran teil und auch weniger Firmenvertreter pro Firma. Mhm. Der muss schon bei der State Einfahrt ein Ticket lösen vermutlich. Aber was die, die Amerikaner, man weiß nie, was ihnen einfällt. Äh, Markus, du wolltest schon was dazu sagen. Na, Wo-Wolfgang hat's gerade kurz angesprochen, weil das war wirklich auch, neben dem, dass allgemein weniger los war, dieses Thema, dass die Vertreter der einzelnen Unternehmen tatsächlich, also wahnsinnig viel weniger Leute ge, gesendet haben. Also die großen Institutionellen, die früher mit Mannschaften von, zehn, fünfzehn, zwanzig Leuten aufgefahren sind, teilweise Schiffe
9:51 hatten, draußen. Vielleicht war beim einen oder anderen noch ein Schiff da, ja, aber, da, das waren dann keine, zehn oder fünfzehn oder zwanzig mehr. Das waren dann vielleicht noch fünf Leute, die da waren. Und, das war schon teilweise auch verwunderlich, weil es, durchaus ja Sinn macht, auf die größte Investmentmesse zu fahren, insbesondere wenn man bestimmte Teilbereiche für paneuropäisches Investment bei einer, bei einem Unternehmen vertritt und die bl, Leute plötzlich fer, dem fern waren. Äh, aber da scheint gerade bei den großen Instis, ein wahnsinniger Kostenflug da zu sein. Und das, hast du auch gemerkt.
10:27 Und das Thema mit den, mit den, mit dem Sparen der Eintrittskarten, das kann ich ebenfalls bestätigen. Das war gut vi-vielleicht für uns alle. Ähm, wir haben einige Kilometer gemacht von, von der MIPIM, in die Cafés und Restaurants wieder zurück, um hier die Termine hin und her, gestalten zu können. Aber das hat man schon tatsächlich wahnsinnig stark gemerkt. Mhm. Markus, danke. Richard, noch eine letzte Meinung zum, zur aktuellen Frage. Ja, ich glaube, das, das Thema ist, die wenigsten sehen den Mehrwert, auf die Messe hineinzugehen, weil früher gab es, mit Sicherheit verschiedenste innovative, inspirierende
11:10 Neuigkeiten, die man dort sehen konnte. Die habe ich dort vermisst. Also ich bin bei der Festival abgegangen. Äh, das, was man früher gesehen hat, wo man gesagt hat, da nehme ich jetzt das mit, da spreche ich den ersten, Full-HD-Screen mit allen möglichen Features und 3D und, Dingen an, die, die neuesten Marketingtools et cetera, das ist dort nicht zu finden. Also der Mehrwert ist nicht, gegeben und deshalb verschwinden, glaube ich, die Leute auch sehr schnell, wenn sich das so, herumspricht. Äh, und da ist es sicherlich erforderlich, das, ein neues Konzept aufzusetzen. Bin aber auch gespannt, wie man
11:50 Cannes, sich einverleiben möchte, und alle, die dort privat irgendwelche Airbnbs, vermieten, dann auch in die Pflicht zu nehmen. Also bin gespannt auf nächstes Jahr. Ja, it's ours now, ne. Und damit gehört's ihnen schon. Äh, Johannes, was waren denn für dich so die, die besonders auffällig, die besonders auffälligen Themen auf der MIPIM noch? Ja, also zunächst einmal vielleicht zur Besucherzahl. Das stimmt sicher, dass deutlich weniger Leute hingeschickt wurden. Man muss aber auch ehrlich sagen, das war ja vielfach auch eine Art Incentive. Ich darf damit nach, nach Cannes fahren, in der Frühlingssonne
12:31 sitzen, ein Glasl Rosé oder zwei oder mehr, trinken. Und ich glaube, da ist jetzt schon der Kostendruck bei vielen A vorhanden, hier sozusagen diese Incentives da zu streichen, wenn man das so sagen will. Äh, und B ist natürlich in, in solchen Zeiten, wenn ein Unternehmen gerade nicht die, die besten Zahlen liefert, dann dort mit einer riesigen Mannschaft opulent aufzutreten, ist wahrscheinlich auch nicht das richtige Signal, an, nach innen und nach außen. Also das vielleicht abschließend dazu noch, dass mir da so eingefallen ist. Ähm, zum MIPIM selbst, das hat mich überrascht. Ähm, ja, wir haben Ende '25, wie die Vorredner auch schon gesagt haben,
13:10 hatten wir so das zarte Pflänzchen der Erholung schon gesehen. Wir haben eigentlich, Preisniveaus haben sich herausgebildet, wo Transaktionen wieder stattfinden in den unterschiedlichsten Assetklassen. Äh, auch dort, wo es richtig schmerzhaft ist, wissen wir ja heute oder wussten wir Ende '25, wo das Pricing sein muss, damit man so ein, sage ich mal, Zinshaus in mäßiger Lage zum Beispiel wieder verkaufen kann. Und, und da hat einiges ja gegen Jahresende gut funktioniert. '26, glaube ich, sind wir alle voller Energie ins Jahr hineingestartet und, dann kam diese Middle East, Tragödie über uns herein und meine Erwartungshaltung an die MIPIM
13:50 war, dass das dort bestimmendes Thema wird. Und das war es natürlich bis zu einem gewissen Grad auch, keine Frage. Äh, und wenn man sich die leeren, wenn nicht, Middle East Stände angesehen hat, die riesengroß und, und opulent aufgebaut waren und dann war dort natürlich kein Mensch. Äh, und was mir aufgefallen ist, war eigentlich der, der Kontrast zu einer doch konstruktiveren Stimmung, als ich sie erwartet hätte. Ähm, speziell auch vom deutschen Markt, ja, und von internationalen Partnern, die schon das Thema gesehen haben. Na gut, die ganzen Funds für Middle East, die sind jetzt auf Eis gelegt. Ähm, dort ist ja, das ist ja nicht nur,
14:31 dass es eine, eine Krise dort gibt, sondern da ist ein ganzes Geschäftsmodell jetzt eigentlich auf dem Prüfstand, weil die haben dort verkauft relative Rechtssicherheit, Frieden, ja, niedrige Steuern natürlich auch. Äh, und, das ist jetzt bis zu einem gewissen Grad ja wirklich infrage gestellt. Äh, Bekannte, die dort wohnen und erzählen, da riecht es wie bei uns zu Silvester teilweise, wenn diese, Raketenabwehr da in Gang gesetzt wird. Und das sind halt Dinge, die will man nicht haben. Ich glaube, die haben zehn Prozent Auslastung in der Hotellerie jetzt im Moment und das sind nur die Leute, die nicht wegkommen.
15:06 Und für uns als Europa, als Land, das immer noch bei aller Kritik, die man an der Politik und auch an der schwierigen, schlechten wirtschaftlichen Entwicklung bei uns schon anbringen kann, ist es doch so, dass wir ein stabiles Rechtssystem haben, bei uns Frieden herrscht und, und, das wird-- der Richard hat's auch vorhin schon sehr strapaziert. Das unterstreiche ich total. Äh, diese Werte kommen natürlich in Zeiten wie diesen, besonders in den Vordergrund. Konterkariert wird das Ganze natürlich durch Themen wie: Jetzt klopft die Inflation wahrscheinlich wieder ein bisschen bei uns an. Äh, die, die Zinsen wird es eher nach oben
15:45 ziehen. Das ist natürlich für unser Geschäft nicht günstig. Äh, gleichzeitig, Sachwerte, Sicherheit, Verlässlichkeit, Stabilität, das sind auf lange Sicht gerade bei Family Offices, Themen, die auch stark einzahlen. Und die Alternativen für Investments, die sind in den letzten Wochen noch enger und kleiner geworden. Johannes, danke mal auch für deine Einschätzung. Und ja, ich meine, wenn wir jetzt schauen, Maxim, Inflation in Österreich, das ist im Gegensatz zu dem, was da im Nahen Osten passiert, eigentlich, minimalst. Wie wird
16:27 eigentlich derzeit Österreich von den Käuferinnen und Käufern wahrgenommen? Hat sich das jetzt wieder ein bisschen verschoben oder ist einfach das Interesse an einem, an einem sicheren Standort überwiegt das im Augenblick alles? Ja, es kommt darauf an, mit welchen Käufern wir reden. Also ich habe schon den Eindruck, dass Österreich wird aktuell als stabiler, aber sehr langsamer Markt wahrgenommen, ja. Und, Investoren schätzen zwar Rechtssicherheit, kritisieren aber diese Regulierung und Genehmigungsdauer. Jetzt, wenn wir von, vom Investorenmarkt reden, ja. Mhm. Käufermarkt natürlich ist anders.
17:04 Wie gesagt, da, da gewinnen wir zunehmend jetzt auch Ausländer, weil wir zwar sehr konservativ sind in Österreich, aber relativ krisenfest, wie sich die Geschichte zeigt. Hätten wir jetzt vor drei, vier Wochen gesprochen, hätte ich dir gesagt, weil ich mich eigentlich sehr viel mit Dubai beschäftige, auch seit vielen Jahren, hätte ich gesagt: Okay, das Kapital fließt nach Dubai. Alle kaufen dort, weil hier Katastrophe und Europa geht zu, zu, zu nirgendwo, also totale falsche Richtung. Jetzt, drei Wochen später, sehen wir, dass es doch ein sicherer Hafen sein kann. Ja. Äh, ich sehe trotzdem,
17:45 dass, es gibt einige Regionen weltweit, also wo es eventuell interessanter ist, gerade zu investieren als in Österreich. Aber wie gesagt, ja, ist ein sicherer Hafen auf jeden Fall. Äh, Rechtssicherheit ist da, ganz wichtig. Neue Projekte gibt's kaum. Ja, weil eben Regulierung, Genehmigungsdauer beziehungsweise Preisfrage. Ja, also wir befinden uns jetzt in einem, Umfeld, wo die Preise neu definiert werden. Äh, und das wird noch dauern, sehe ich, ja. Es fängt jetzt an, also richtig sich anzupassen endlich, weil viele, also-- oder wir reden schon seit zwei, drei Jahren, dass wir haben schon die
18:26 Talsohle erreicht. Also es wird schon, es wird nur besser. Ja, das hören wir seit zwei, drei Jahren wahrscheinlich, ja. Jetzt sehe ich, dass es wirklich dann Projekte stattfinden, Verkäufe stattfinden. Zwar wenig, aber es geht voran, ja. Äh, ich glaube nicht, dass es schnell wird jetzt, aber sich aufrollen. Aber es gibt eine Bewegung. Der Unterschied ist ja zu Österreich, zu, zum angloamerikanischen Markt. Dort geht es ja schnell. Wenn es da abwärts geht, dann geht das innerhalb von einem Jahr abwärts. Und da sagt man so, jetzt sind wir unten. Und dann baut man ja wieder auf. Während in Österreich, so wie du gesagt
19:04 hast, ein langsamer Markt, da geht es halt immer so nach und nach runter, bis man sich halt dann einmal irgendwann gesagt hat, wenn es dann bergauf geht, merkt man, dass man unten war, sozusagen. In, in, ja. Was, was gut ist wahrscheinlich, dass wir uns jetzt eigentlich von einem Developermarkt zu einem Assetmanagement-Markt bewegen, ja. Und das finde ich, ist ein guter Trend, weil wir sind, eigentlich in den letzten Jahren gewesen in einem Developermarkt und einem, Verkäufermarkt, ja. Jetzt, jetzt sind wir eigentlich in einem, sophisticated Markt, also, also Asset Management, was ich eigentlich
19:37 positiv finde. Mit, wo, wo die Themen zum Beispiel Gebäudemanagement, Digitalisierung auch sehr, sehr wichtig werden. Nicht nur Beton. Mhm. Also auch, wie man das bewirtschaftet. Mehr, man dreht, man dreht sie nicht mehr so schnell. Und, Maxim, danke. Äh, Markus, siehst du auch international, dass die Immobilien auch-- du hast ja gesagt, es werden hauptsächlich, Top-Immobilien gesucht. Aber dass sie auch nicht mehr so schnell gedreht werden, sondern dass man versucht, international diese, so wie es der Maxim jetzt gesagt hat, aus der Immobilie etwas zu machen. Ja, eindeutig ist das so. Äh, nicht, nicht mehr so schnell gedreht.
20:20 Das ist, das ist schwierig zu sagen. Der ein oder andere, der, jetzt am Markt als Verkäufer auftritt, der hat sich nicht ausgesucht, dass er verkauft. Äh, der wird vielleicht, ist vielleicht aus finanziellen Gründen gezwungen, dass er verkauft. Äh, wenn wir gerade an die offenen Fonds, an die Mittelabflüsse und so weiter denken, ja, da gibt es, doch einige, die, hier aktuell versuchen, das Portfolio zu bereinigen beziehungsweise, finanzielle liquide Mittel, zu bekommen durch Verkäufe. Aber vom Grundsatz her, ist es, ist es natürlich so. Also jetzt, gerade, und das kommt wieder zum Eingang, zum Eingangsstatement, auch vom, auch vom
20:59 Richard, zurück. Ähm, es sind natürlich wahnsinnig viele Family Offices, Multifamily Offices, jetzt am Markt und die kaufen typischerweise, nicht zum Drehen, sondern die kaufen, für Generationen ein. Also sie kaufen für Generationen ein. Und, genau wenn man so was macht, dann ist das Thema, was Maxim auch gerade angesprochen hat, nämlich ein, ein wirkliches, wirkliches Micro Asset Management. Da kommst du auf jede Schraube an, die man, die man sozusagen von der Kostenseite optimieren kann, um einfach das beste Ergebnis zu erzielen. Ja, und das, das machen diese Family Offices. Entweder machen sie es selber oder sie haben, Unterstützung, die das,
21:41 für sie machen. Und das ist auch wichtig im jetzigen Marktumfeld, dass man einfach, möglichst profitabel ist und die Immobilie so gut, wie es nur irgendwie geht, managt und die Kosten unter Kontrolle hat. Mhm. Finde ich interessant, dass es auch jetzt wieder über die, über die Family Offices geht und dass die natürlich eine ganz andere, eine ganz andere Einstellung haben als Institutionelle. Wobei die Institutionellen natürlich auch sehr lange gehalten haben, aber die Family Offices halten ja noch länger. Mhm. Markus, danke. Wolfgang, ähm- Mhm. -du hast gesagt, es, ihr seid seit zwanzig Jahren in der Ukraine.
22:18 Wie, wie stellst du dir denn das im Augenblick auch dar, was, ich sage jetzt mal, auch der Markt. Ich meine, es hat sich ja, du hast gesagt, es war, es war Interesse da, es war Nachfrage da. Ja, und es war jetzt seit Jahren mal eine andere Situation auch für mich. Denn, leider und ich will gar nicht Gott sei Dank sagen, es ging um Krieg im Middle East und nicht um Krieg in der Ukraine. Und es ging um die Ukraine als Solutions Provider, als Technologieführer, als Drohnenspezialistin, was auch immer und wie man das lösen kann. Und, ein, ich habe einen anderen, sehr spannenden Markt auch bei uns, die Slowakei.
22:58 Und einer unserer Investoren sagt, die Slowakei ist für ihn ein, ein Oligarch Market und die Ukraine ein Emerging Market. Also was ich damit sagen möchte, ist, wir betreuen aktuell sowohl institutionelle Investorinnen und Investoren, die aber hauptsächlich aus dem angelsächsischen Bereich kommen, aus den USA, aus dem skandinavischen Bereich, Family Offices, aus dem norddeutschen Bereich und skandinavischen Bereich und, Invest-- also und generell Produktionsbetriebe, die sich in der Ukraine ansiedeln. Äh, und das auch wiederum Norddeutschland, Skandinavien und dergleichen. Die sind natürlich nicht auf der MIPIM
23:35 vertreten. Aber es gibt die, die dort jetzt die Opportunität eben sehen und die eben, wo Kapital nicht die Sicherheit sucht, sondern das Risiko und auch die Chancen. Und damit bist du derzeit in der Ukraine genau richtig, ja. Also es ist die Chance, jetzt, gut einzukaufen. Absolut. Ähm, und das stellte sich auch, auch auf der MIPIM dar. Andere Assetklassen, die auf der MIPIM wirklich boomten, wie Data Center und dergleichen, sind in der Ukraine noch kein Thema. Da zu unsicher, ja. Äh, und Gesundheitswesen auch nicht, da eben einfach die Struktur noch nicht vorhanden ist. Aber Logistik, Produktionsbetriebe, Greenfield, Brown, also Greenfield
24:11 Development, das auf jeden Fall. Oder Landbanking, wenn man möchte, ja.Das ist das Thema. Und, ansonsten noch abwarten. Also wir erwarteten uns auch als Co-Aussteller am ukrainischen Stand mehr, aber wir mussten auch die Erwartungen zurückschrauben, nachdem sich die Verhandlungen rund um einen Frieden, was auch immer das bedeutet, ja im vierten Quartal abschwächten und in andere Richtungen entwickelten, ja. Mhm. Wolfgang, danke. Richard, Family Offices: Wo siehst du unabhängig von Österreich, dass gerade gesucht wird? In welchen Ländern ist es eher Europa oder, geht man vielleicht doch noch einmal drüber hinaus?
24:51 Weil ich glaube, die arabischen Länder sind im Moment nicht das Thema. Nein, die sind im Moment nicht so attraktiv. Es ist zu heiß dort. Äh, es ist, Europa jedenfalls, und da spielt auch immer Sicherheit, Rechtssicherheit, Veranlagungssicherheit eine Rolle. Äh, es geht aber auch in Richtung Kanada zum Beispiel. Also es gibt einige, Family Offices, die durchaus in Kanada, nicht in Amerika, aber in Kanada schon ihre diversen Immobilienprojekte angekauft haben und weiter interessiert sind, dort zu investieren. Es sind die skandinavischen Länder. Äh, es ist Kopenhagen ein,
25:32 absolut Top-Favorit, weil es von Lebensqualität und von den Angeboten her, jetzt sage ich mal, mit Wien vergleichbar ist und in einigen Bereichen halt darüber hinausgeht. Äh, also alles, was, ich würde jetzt sagen, nördliches Europa ist, ist jedenfalls spannend. Äh, Deutschland zählt durchaus auch dazu. Deutschland ist trotzdem weniger stark reguliert, als das Österreich ist. Äh, aber wenn man von Geldabflüssen oder neuen Märkten, spricht, Dubai wandert, sehr stark Richtung Spanien, Mallorca et cetera ab.
26:12 Das heißt, man findet die Jachten, jetzt in der Zwischenzeit in Richtung Spanien segeln, und auch das Geld entsprechend dort zu platzieren, beziehungsweise, Familien, mit denen man sich durchaus im, im arabischen Raum sicher gefühlt hat, bringt man woanders hin und man fühlt sich auch als Family Office in Eigenmärkten halt besonders wohl. Äh, dort, wo man sich auskennt oder dort, wo schon Erfahrungen und Kapital vorhanden ist. Mhm. Hast du irgendwann das Gefühl, dass es prinzipiell regionaler wird, dass man eher dort kauft, wo man, wo man sich auskennt und wo man zu Hause ist?
26:52 Absolut. Es ist, überall dort, wo man eine nahe Beziehung hat, also das, was ich jetzt gerade angesprochen habe, dort, wo schon Kapital ist, dort, wo man schon, sich auskennt, wo man gut beraten ist, wo man ein Team vor Ort hat, dort ist für Family Offices, zu mindestens die, mit denen wir zu tun haben und die sind halt eher, Family Office mit stark, emotionaler Sicherheit behaftet, also wo es wirklich um Familie geht, und nicht unbedingt um die höchste Rendite. Äh, dort geht's darum, äh: Wo bringe ich Familie und Geld, in Sicherheit
27:34 und kann ich gut veranlagen? Äh, und überlege mir erst in zweiter Hinsicht dann, ob aus regional dann auch, noch mehr international werden kann. Mhm. Richard, danke. Wolfgang, du wolltest doch was dazu sagen. Danke ganz. Ich bin da voll dabei. Also es gibt die, wir, wir merken es bei uns im Umfeld, doch die oft damit vertretenen Offices. Es gibt drei Typen. Die eine sind diese stabile Institutionen, hohe Bauqualität und planbare Märkte suchen, Westeuropa, Zentraleuropa. Die, die Dubai und dergleichen verlassen, ziehen auch in diese Richtung, sehe ich. Dann gibt's die Family Offices, die seit fünfundzwanzig
28:08 Jahren den Weg der Pioniere antreten und Osteuropa erkunden und vor fünfundzwanzig Jahren Polen und so weiter erschlossen haben. Die gehen jetzt in die Ukraine und dann ist aber aus. Mehr ist es ja in Europa nicht. Und dann gibt's die Family Offices und, und die sehen wir aus dem skandinavischen Bereich, die haben beide Arme. Es gibt den Stabilitätsarm, der sucht eben diese, auch Kopenhagen, hoch im Trend. Ja, sind wir aber nicht dort. Also ich weiß es nur und wir haben auch viele von dort. Und dann gibt's die, die Richtung CEE wandern und der Balkan ist zu fragmentiert dafür. Da geht's dann eben Richtung Ukraine, ja.
28:40 Mhm. Wolfgang, dan-danke. Ähm, Johannes, gibt's, welche Assetklassen werden des, derzeit die größten Chancen eingeräumt, was zum Beispiel Österreich betrifft, aber vielleicht auch ein bisschen international? Ja. Da hat sicherlich, Residential, der ganze Wohnbereich, sehr gute Karten, weil ja in den vergangenen Jahren die Ballungsräume – und das glaube ich, ist ein globaler Megatrend, der ungebrochen ist – starken Zuzug verzeichnet haben. Und, da sind wir in Österreich noch in der glücklichen Situation, dass wenigstens bis 2023 relativ
29:22 viel, neu gebaut worden ist. Ähm, das ist ja in vielen Metropolen nicht der Fall. Also wenn man sich jetzt Berlin, München als, als Extrembeispiele ansieht, aber die Kräne sind auch bei uns aus der Stadt ziemlich verschwunden. Ich weiß nicht, wenn man heute so über die Dächer schaut von einer Dachterrasse. Äh, vor fünf Jahren, war das ein Meer aus Kränen und jetzt mittlerweile stehen da nur noch sehr vereinzelt welche herum. Das heißt, wir laufen hier schon auch auf eine Verknappung zu und die, die in Wohnimmobilien investieren wollen, wissen auch, dass das Angebot hier begrenzt ist und sich die Gleichung aus
30:01 Baukosten, Projektentwicklungskosten, ja, auch Grundstück, und den erzielbaren Mieten und Abverkaufspreisen oft nur schwer ausgeht. Und das jetzt sozusagen, bis der ganze Projektentwicklungsapparat anläuft, wenn der Markt wieder anspringt, das wird ja auch zwei bis drei Jahre dauern. Man bedenke die Baubewilligungen, dann muss das gebaut werden, vermietet werden.Das heißt, da schauen sich jetzt wirklich viele, viele, viele um und, bei vielen Verkäufern, so wie es der Markus auch einangs schon, schon gesagt hat, die verkaufen jetzt nicht unbedingt hundert Prozent freiwillig alle, wie jetzt im Markt, sondern da gibt's auch den entsprechenden Druck
30:41 natürlich. Äh, und, ich sag mal, die Rosinen, aus den Portfolien, die sind ja vielleicht, da und dort auch schon rausgepickt. Und jetzt erkennen viele, dass mit den Preisen bei guten Material nicht mehr nach unten geht. Also da sehen wir in Richtung Retail ganz klar, also Residential ganz klar, eine, eine starke Nachfrage, auch von institutioneller Seite durchaus wieder, wenn man an die ganzen Vorsorgewerke, Pensionskassen und so weiter denkt, die einen stabilen Zufluss an Kapital haben. Und bei denen ist halt das Thema, die, müssen nicht nur in, also die müssen und können in Immobilien investieren, die können aber auch in alle anderen Assetklassen
31:22 gehen und die haben hier keinen emotionalen Zugang zur Immobilie, wie sie ein, Family Office hat. Das Family Office kann auch schnell sagen: "Ja, da fühle ich mich nicht sicher. Oder ich möchte diversifizieren und möchte einen Teil meines Vermögens als sichereren Anker hier haben, einen Teil außerhalb von Europa und einen Teil außerhalb vom Euroraum." Das passt eigentlich ganz gut auf die vorhin genannten Kanada, Dänemark, und Kern-Europa. Das sehen wir, sehen wir auch da und dort. Aber das kann natürlich der institutionelle Anleger nicht so sehr. Der muss sich auch mit den verschiedenen, Staatsanleihenkursen und so weiter
32:00 auseinandersetzen. Wenn die nach oben gehen, steigen bei uns natürlich die Renditeerwartungen am Immobilienmarkt auch. Und dann geht sozusagen dieses Gleichgewicht, das wir jetzt, gesehen haben. Okay, zu diesen Preisen, diesen Renditen kann ich transaktionieren. Ähm, da habe ich ein bisschen Sorge, dass uns das wieder etwas auseinanderläuft. Jedenfalls bei diesen institutionellen Gruppen. Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, es gibt nicht wenige, und mit einigen davon haben wir jetzt ganz aktuell sehr intensiven Austausch, die ganz gezielt nicht in Wohnimmobilien investieren wollen, sondern
32:35 den gewerblichen Bereich anstreben, durchaus oft auch von der österreichischen Politik dazu angeleitet. Äh, also gerade der eine oder andere sehr wohlhabende, Private sagt sich, ähm: "Wenn die Mieter wissen, wer da dahinter steht als Eigentümer, ja, dann werden die unglaublich frech sein, und, wir werden einen Haufen Ärger haben mit denen." Und wir haben da durchaus auch schon in den letzten Jahren Verkäufe gesehen von sehr wohlhabenden Personen, die gesagt haben: "Ich will mit diesem Wohnen nichts zu tun haben. Äh, das ist ein grauenhaftes Politikum. Wir gehen gezielt in Eins-A- Office-Lagen zum
33:12 Beispiel hinein, kriegen wir einen Ticken mehr Rendit. Wenn die Mieterstruktur gut ist und langfristig ist das sozusagen für uns eine, eine nachhaltige Alternative." Das sehen wir auch. Die-- Natürlich, das ganze Hospitality-Thema, das ist eins, das einen unglaublichen Schub macht derzeit. Ähm- Österreich und Europa oder...? Österreich und Europa. Ich glaub- Also-- Ja. Ich bin jetzt gespannt. Ich bin demnächst in Bari für ein verlängertes Wochenende mit meiner Frau zu ihrem Geburtstag und, ich bin sehr gespannt, ob dort jetzt mehr Leute sind, die sonst, vielleicht nach Dubai geflogen wären für ein, für ein Wochenende.
33:53 Also das ist in den, in den Nächtigungszahlen, in den, in den, touristischen Gegenden sicher messbar. Mhm. Und da ist sicher auch in Österreich noch, noch ein bisschen Luft nach oben. Also ich hoffe nicht, dass wir in Europa nur zu einer Art, Disneyland für reiche, Asiaten und, und Amerikaner, werden. Aber ein bisschen abgreifen werden wir diesen Trend trotzdem, denke ich, ja. Johannes. Danke. Äh, sind-- Mir sind noch ein paar Themen eingefallen, aber-- Und eine Frage aus dem Chat haben wir auch noch. Richard, du wolltest doch was dazu sagen. Ja, ich wollte nur klarstellen, weil wir immer wieder von Residential und Wohnen
34:30 sprechen. Die Veranlagungen finden fast ausschließlich im Neubausektor statt und nicht beim Zinshaus. Äh, dort ist tatsächlich die Regulierung, die wir hier erfahren haben in den letzten Monaten, etwas, was Family Offices auch abschreckt. Das heißt, es geht rein um Neubau, überwiegend halt Investments, von Baujahren der letzten vielleicht zwanzig, fünfundzwanzig Jahre und nicht in die Zinshäuser, weil dort ist, tatsächlich nur noch der Stolz, möglich einzukaufen und nicht Rendit oder eine Abschätzbarkeit, ob ich jemals dort auch Geld verdienen kann oder nur in die Sanierung und in die
35:12 Auflagen investieren muss. Mhm. Richard. Danke. Das heißt, Zinshaus bleibt ein regionaler Markt, den muss man kennen- Absolut. -und den, den muss man auch mögen, sozusagen. Aber noch eine andere Sache mit Maxim. Ähm, du bist ja auch, du kennst, bist auch in Dubai, tätig. Wie, wie siehst denn du die weitere Entwicklung, wenn das, wenn das zum Beispiel morgen vorbei ist? Und wie siehst du das, wenn diese, wenn das jetzt noch, ich sage mal, drei, vier Wochen, Monate weitergeht? Wo, wo, wo würde das Kapital, also wie würde sich denn das entwickeln? Wird das sofort abgezogen oder wartet man noch zu?
35:53 Also investieren tut im Augenblick ja keiner. Ja, das ist eine Preisfrage, Walter, die ich mir jetzt schon öfter gestellt habe, weil derzeit passiert gar nichts am Markt dort. Also ich rede sehr viel mit deutschen Teilnehmern, mit Makler und Bauträger. Also es ist momentan business as usual. Zumindest was sie jetzt berichten. Ähm, die Investoren beobachten sicher die Situation. Ich glaube, da werden die, also Golfstaaten also jetzt, sehr schnell und weise hand-handeln, dass die ganze Geschichte vorbei ist. Weil die werden natürlich dann massiv leiden von, von der ganzen Situation und, wohlwissend, wie viele Milliarden, dort
36:36 investiert, worden sind in den letzten, Jahrzehnten.Ähm, aber wir hoffen in Österreich natürlich, dass, dass, das Geld bisschen da auch landet jetzt von, von, von den Investoren, die, dort geplant haben zu investieren. Ich, ich sehe nicht, dass jetzt dort Notverkäufe stattfinden werden, weil wer will da Geld verlieren? Ja. Gerade-- Und, und vor allem wer kauft dann, ja? Mhm. In Dubai zum Beispiel jetzt, ja. Deswegen, ich sehe nicht, dass da jetzt was verkauft wird, eher, dass die neuen Investoren, das neue Geld wird wahrscheinlich eher dann woanders dann investiert, ja. Und hoffentlich bei uns beziehungsweise südliche Länder.
37:17 Ich hab auf der MIPIM mit sehr vielen Italiener, Portugiesen und Spanier gesprochen, absichtlich, um zu schauen, also wie die Lage dort ist und, wie vermutet und was ich auch jetzt von meinen anderen Kontakten gehört habe, dass die Ferienimmobilien in diesen Ländern sehr gut funktionieren. Die sind meistens vor der Fertigstellung ausverkauft, ja. Was wir in Österreich schon lange nicht gesehen haben, ja. Mhm. Mhm. Das-- Äh, Maxim, danke. Das heißt also, es wird alles-- Man, man verfällt nicht in Panik, man verkauft nicht, man wartet jetzt einmal zu. Und, was ja einen Sinn hat, weil wer soll es-- wer würde jetzt kaufen? Also es ist eher so eine abwartende
37:57 Position, was die Vereinigten Arabischen Emirate betrifft. A-absolut richtig. Also, und, und ich hoffe und ich glaube, die werden das gut lösen können, sonst ist es eine Katastrophe für die, für die ganze Region jetzt, dieser Krieg, ja. Mhm. Maxim, danke. Ähm, eine, eine, ein Thema hast du auch aufgebracht, es wird in anderen Ländern investiert und da wollte ich jetzt den Wolfgang fragen. Wolfgang, eine, nämlich eine Userfrage aus dem Chat: Österreich war ja mal Osteuropa-Champion. Mhm. Die Immomärkte dort boomen. Wieso haben wir diese Stellung verloren? In Klammern: vielleicht mit Ausnahme der
38:36 Delta. Das Osteuropa, Osteuropazentrum. Ich kann mich und viele von euch auch noch an so Messen erinnern wie, wie Real Vienna. Ja. Ja, die, genau. Ähm, ich glaub, wir haben diese Stellung an Städten wie Warschau und teilweise Prag abgegeben durch eine nicht clevere Ansiedlungspolitik von International Headquarters, die sich zum Beispiel ganz klar für, für, für diese Länder entschieden haben. Das war mal ein Thema aus Sicht der Dienstleister. Aus unserer Sicht ist es aber auch so gewesen, dass vieles aus Österreich passierte, weil dieses Know-how aus Österreich in Hän-- in den Ländern hoch angesehen, notwendig und
39:15 dergleichen war. Und es ist auch gut so, dass die Länder sich emanzipiert haben. Das wird da dort nicht mehr benötigt, ja, zum großen, zum großen Ausmaße. Also braucht's auch das Sprungbrett nicht mehr aus Wien. Und vieles andere landet daher in anderen Ländern. Budapest hat sich teilweise da hier positioniert, aber vor allem sehen wir, dass aus Warschau kommend, ja. Also die haben das ganz clever gemacht, wenn es darum geht, ein Sprungbrett zu sein. Und was auch noch gesagt werden, muss an der Stelle: Vor vielen, vielen Jahren war ja auch noch Russland als Markt für viele Unternehmen hier, den, der ist ja nicht mehr da.
39:47 Und ganz, ganz früher hieß es Österreich, dann Ukraine, dann weiter Russland und in die Stan-Länder. Auch die Kette ist unterbrochen. Das wird nicht mehr zurückkommen. Also hat sich vieles geopolitisch getan und die Länder haben sich gut entwickelt und das ist auch richtig so. Mhm. Aber was man ja schon sieht, Osteuropa, wenn man das jetzt, im Vergleich sieht zu, zu Europa, also Osteuropa, CEE, Zentral- und Mitteleuropa. Ja. Oder du weißt, CEE, SCE. Ja. Denen geht's wirtschaftlich doch um einiges besser. Zum Beispiel Polen ist schon ein sehr starker, aktiver Markt, der aufgrund dessen schon, ganz andere,
40:28 eine andere Dynamik hat als bei uns. Ja, absolut. Polen, Rumänien auch. Alles Länder mit sehr starken B- und C-Städten, mit guten dezentralen Infrastrukturen, mit einem boomenden auch Logistikmarkt, mit Leerstandsraten unter fünf Prozent in der Logistik, die auch offen sind für, für die Energieversorgung, für die Energiebereitstellung, sehr rasche, man glaubt es auch nicht, Genehmigungszeitrahmen haben. Natürlich anders auf ESG und Co. schauen und dadurch auch sich weniger vielleicht Steine in den Weg legen. Wir auf der einen Seite hier zu bürokratisch agierend, andererseits Kapital wiederum diese Sicherheit sucht. Also Österreich ist wieder mal mittendrin.
41:04 Ja. Ähm, aber es gibt natürlich auch spezielle Länder, wie zum Beispiel Bulgarien und Ungarn, wo wir da wir mit Regierungsthemen zu tun haben, mit auch Regulierungen und auch mit Oligarchenstrukturen, ja. Und Slowakei auch erwähnt und ich habe keine Probleme, das so zu erwähnen. Ja, also wir merken da schon, Fallstricke auch, ja. Aber man muss halt in jedem dieser Länder die Assetklassen suchen und, Data Center ist überhaupt, am, am Feldzug. Logistik habe ich gesagt, Student Housing und, und Wohnbau. Ja, und das war ja auch die Messe im Ganzen. Letztlich, ich glaub, die Veranstaltung am Montag war ja auch Affordable Housing.
41:41 Also das wurde ja zu dem Thema gemacht, ja. Ja. Hat's auch so noch nicht gegeben, ja. Mhm. Wolfgang, danke. Ähm, ja, weniger, es werden weniger Steine in den Weg gelegt, Richard, was natürlich auch ESG betrifft. Ähm, ja, jetzt muss ich fragen: Wenn ich, Family Office, wie bewerte ich das? Also ist mir das genauso wichtig wie ein Institutioneller? Und wie gehe ich da auch, habe ich dadurch einen-- Seht ihr das als Nachteil, wenn Sie sich nicht so darauf fokussieren? Ähm, also ESG ist zwar ein Thema bei Family
42:21 Offices, aber es ist nicht so das vordringliche Thema. Äh, die sehen hier durchaus noch eine gewisse Zeit, sich damit zu beschäftigen, und nicht unbedingt, das muss schon alles ESG-konform sein, wenn ich in entsprechende Projekte investiere oder in Immobilienverhandlungen gehe. Also ESG ist ein langsames Thema. Es ist auch international gesehen ein sehr unterschiedliches Thema, äh- Es wäre schön, wenn's, quasi, das perfekte Haus gäbe, aber, es haben durchaus welche, die Möglichkeit oder kalkulieren
43:01 ein, dass sie entsprechende Investments tätigen und daran glauben, dass, es durchaus Innovationen geben wird, wo ich bei ESG-Themen, mit relativ überschaubaren Mitteln recht gut investieren kann und es auf einen modernen Standard bringe. Und ich finde auch, dass das, was, aus, was damit bemerke ich erstmals gekommen ist, Thema Wohnen, nicht nur affordable Housing, als ein durchaus zentrales Thema, sondern auch Branded Residences. Also auch da, finden,
43:41 Wohnüberlegungen statt, wo es nicht nur Hotel Branded Residences gibt, sondern immer stärker, Marken, die sich mit Immobilien international, platzieren wollen, und sei es jetzt irgendwelche Automarken wie Lamborghini, oder auch andere. Äh, aber man merkt und das ist absolut nachvollziehbar und auch richtig nach meiner Überzeugung: Ich muss einer Wohnimmobilie, oder kann einer Wohnimmobilie, dadurch, dass ich ihr eine Marke gebe, eine gewisse Sicherheit geben, dass ich damit,
44:24 halt Käufer erreiche, die bereit sind, dann halt einen entsprechenden, zusätzlichen Betrag für diese Sicherheit und für diese Marke zu zahlen. Nicht umsonst gibt es viele Luxusmarken, die davon leben, dass sie, solche Marken etabliert haben und dass sie, entsprechend viel dafür verlangen und die Qualität jetzt nicht allein ausschlaggebend ist für den Mehrwert. Also ESG ist ein Thema, das durchaus für auch Family Offices wichtig ist. Aber die schauen sich auch an, was gibt es sonst für Themen und wo gibt es vielleicht irgendetwas Neues und vielleicht auch für den Wiener Markt irgendwo einen First
45:04 Mover, mit einem Branded Residence, not only by Hotel. Mhm. Richard, danke. Das heißt, neue Themen, neue Ideen sind natürlich, auch im internationalen Vergleich ein ganz wesentlicher Faktor aufgrund-- auf die man schaut. Ähm, ja, das sehe ich auch so. Und, eine Frage noch an den Markus mit ESG: Hast du das Gefühl, dass wir es in Österreich ein bisschen übertreiben und uns dadurch vielleicht einen-- Also ich hoffe, der Peter Engert vom ÖGNI hört mir jetzt nicht zu und wir uns dadurch einen gewissen Nachteil auch irgendwie, ein, einhandeln.
45:46 Zu hundert Prozent. Ja. Also ich meine, es, es gibt so viele Re-Regulatorien, die es einfach unfassbar teuer machen. Und das ist einfach der Wettbewerbsnachteil, den, den wir haben. Das soll nicht heißen, dass ESG, Umweltschutz und alles, in Bezug auf Nachhaltigkeit nicht wichtig ist, sondern man muss es, wahrscheinlich auch mit, mit Maß und Ziel, so wie alle es tun und auch mit, mit einer wirklich vernünftigen Einschätzung, was bringt das Ganze am Ende, am Ende des Tages. Das ist meine fixe Meinung dazu. Und, ei-ein, eine Ergänzung noch zu dem Thema: Wie wichtig ist ESG, jetzt aktuell in so einem Marktumfeld?
46:25 Ähm, wenn es dem einen oder anderen ums, ums letzte Hemd geht, dann, dann rutscht, dann rutscht ESG, relativ schnell mal ganz weit nach hinten. Ja. Äh, und ist auch völlig nachvollziehbar und völlig verständlich, dass das, dass das so ist. Ähm, aber es-- das bleibt. Ja. Man merkt's in der Finanzierung. Äh, die, die Banken haben's mit aufm, aufm Zettel. Du musst liefern. Du musst, d-d-du musst, du musst auch, Nachhaltigkeitsberichte und Nachhaltigkeitskriterien liefern. Und das wird auch nicht so schnell verschwinden. Aber, die, die Priorität und die Bedeutung, ist in so einem schwierigen Marktumfeld doch, aus meiner
47:06 Sicht, gesunken. Und das ist auch nachvollziehbar, dass das so ist. Mhm. Markus danke. Wolfgang, bitte. Ganz kurz dazu: Ich bin da voll beim Markus. Also ESG ist heuer mehr Licht bei der Mipim zu einem absolut wirtschaftlichen Faktor geworden. Liefere die Zahlen, gib mir die KPIs, gib mir die OPEX, Einflüsse darauf und dann machen wir das. Und genauso ist auch Digitalisierung und Co. und Innovation früher riesig vertreten ein inklusiver Faktor geworden auf der Messe, also so wie ich es wahrnehme, nämlich es ist part of the deal. Mach es, dann bist du dabei. Aber präsentiere nicht, wie innovativ
47:41 und toll du bist und das du machst. Und, und, also du musst dreißig ESG inhaliert haben und die Digitalisierung, was damit zusammenhängt, ist auf den Ständen und bei den Investorinnen und Investoren mit vertreten. Das will ich damit sagen. Und ESG Brown Discount und Europa ist gebaut und die Brownfield-Immobilie. Ja, aber show me how it works. Mhm. Wolfgang. A-aber auf der anderen Seite, wir haben so viele, wir haben zwar Brownfields, wir haben Bestandimmobilien, aber wenn ich mir das zum Beispiel im Vergleich zu anderen Ländern anschaue, dann stehen unsere Bestandsimmobilien doch weitaus besser da.
48:17 Und ist auch die Frage, ob sie nicht eine andere, ja, ob sie nicht bessere Vergleichswerte in dem Sinn haben. Die Frage richtet sich an mich? Ja. Was meinst du mit Vergleichswerten lieber Walter jetzt? Ja, ob sie, wir haben jetzt Bestandsimmobilien aus den siebziger, achtziger Jahren. Wir haben sogar Bestandsimmobilien in Wien, die sind schon hundertzwanzig Jahre alt. Ja. Aber wir haben einen weitaus meiner Meinung nach stärkeren, ja, die haben eine stärkere Basis in ihrer Struktur als zum Beispiel, Immobilien, die hundert Jahre alt sind in anderen Ländern. Und das ist ja auch ein Benchmark, den
48:58 man, der sehr, sehr stark ist, aber halt im, weißt du, aber im gebrauchten Markt vielleicht gar nicht so realisiert wird. Da, da bin ich bei dir. Ja, da gibt es Alleinstellungsmerkmale und da kann man auch keine Vergleichbarkeit erzielen, nicht an unserer Historie. Ist schon richtig, ja. Na gut, hab ich lang erklärt, kurz gesagt. Maxim, bitte. Ja, da habe ich eigentlich eine, eine Studie gelesen, also vom G Lab war das, glaube ich, dass siebzig Prozent der europäischen Gebäude erfüllen derzeit nicht die kommenden, ESG-Standards. Ja, und das finde ich als eigentlich eine Opportunity, ja, weil, wie gesagt,
49:34 dass wir wegen der ganzen Verdichtungskonzepten in ganz Europa, es wird eher Richtung jetzt, Sanierung, Renovierung gehen, wo eigentlich die Gebäude entsprechend dann modernisiert werden und, und auch dann finanziert werden. Ja. Also das ist eine riesige Lücke am Markt. Und derjenige, der das wirklich kann und bereit ist, das Geld da zu investieren, also da stimme ich voll den Kollegen zu. Ja, also so wie auch Markus sagte jetzt, das ist die Frage der Finanzierbarkeit. Ja, der, das, das, der ganzen Kriterien der. Aber die Lücke ist da und die, die Gebäude
50:14 gehören saniert werden. Ja. Und betrifft im Endeffekt, wie du gesagt hast, siebzig Prozent von Europa. Mhm. Ja. Ja. Danke. Johannes, du wolltest was dazu sagen. Ja, also ich glaube, das hat sich einfach hier das Pendel ein bisschen ausgependelt. Das ESG war ja so ein bisschen eine sehr herausgehobene Thematik, fast ein, ein Fetisch für manche. Ähm, und das hat sich jetzt zu dem zurückgeführt eigentlich, was es sein sollte, nämlich gelebte Nachhaltigkeit, und unsere guten alten Gründerzeithäuser. Ähm, da kann man jetzt mit Kennzahlen, ich glaub, auch
50:54 argumentieren. Die stehen halt seit hundertfünfzig Jahren hier und die haben sich den verschiedensten Nutzungsänderungen angepasst. Die konnte man umbauen, mehrfach. Die haben eine gewisse Speichermasse durch die dicken Mauern, was sommerliche Überhitzung und auch träge Heizungsformen begünstigt, wie sie ja kommen werden, Wärmepumpen und Co. Und ich glaube, da schauen alle drauf, auch, Family Offices. Schon allein in Hinblick auf die zukünftige Handelbarkeit und auf die Bewirtschaftungskosten. Aber es hat ein bisschen diesen, wie soll ich sagen, diesen Nimbus verloren. ESG, ja, das musste jetzt irgendwie, sondern das ist, wie auch meine Vorredner
51:31 schon gesagt haben, glaube ich, einfach am Markt angekommen, und man kann's auch Nachhaltigkeit, ein grausliches und abgenudeltes Wort, aber es passt eigentlich, glaube ich, dazu. Und so kann man sie auch nennen. Es ist sozusagen State of the Art, aber in einer vernünftigeren Basis. Ja, von nachhaltig zu vorhaltig. Nachhaltig zu vorhaltig. Das ist gut. Ja. Äh, Wolfgang. Ja, Markus, eins noch. Ähm, ja, großes Thema weiterhin auch in den Märkten. Macht doch einen, ist auch wesentlich, wie man, wie die Immobilien sich dadurch darstellen. Finanzierung. Wir, wie es in Österreich ausschaut, wissen wir.
52:12 International, wo, worauf wird da zurückgegriffen oder kämpfend, also in Europa kämpfen eh alle mit dem gleichen Thema. Ich wollte gerade sagen, ich glaube, die, die Herausforderungen sind, sind jetzt hierzulande in Österreich nicht unbedingt maßgeblich unterschiedlich, zu anderen Ländern wie beispielsweise, Deutschland. Ja, es gibt 'ne wahnsinnig große Zurückhaltung, bei den Banken. Viele Banken sind, auch wenn sie es nicht sagen wollen, in Bedrängnis, ja. Also da, gibt es einige, Kreditengagements, die vielleicht, den, den Hang zur, zum, zum notleidenden Kredit vielleicht haben. Ja.
52:52 Äh, das heißt, es muss gehandelt werden. Man hat in der Vergangenheit, weil es alles gut gelaufen ist, die ganzen, typischen Work-out-Abteilungen der, der Banken intern abgebaut. Also das Ganze, der ganze Apparat wird jetzt entweder intern wieder aufgestockt oder, separat von außen, von außen aufgestockt und sich, sich Unterstützung geholt. Aber, Fakt ist, es gibt viele Themen dort. Äh, das Geld sitzt auch bei den Banken nicht mehr locker. Äh, eine Finanzierung zu bekommen, ist, natürlich möglich, ja. Äh, es ist nur deutlich schwerer geworden, deutlich langwieriger geworden. Das merken wir auch in den Transaktionen.
53:33 Äh, wir haben deutlich steigende Transaktionsdauern, wenn's, um das Thema Finanzierung geht. Das heißt, wenn der, Käufer hier eine Finanzierung benötigt, die Prüfung der Banken, das ist alles nicht mehr so leicht, und das wirkt sich natürlich alles auf den Preis aus. Ja, also wir haben noch gar nicht von den Margen beziehungsweise den, den Kosten einer Finanzierung gesprochen. Äh, und der Änderung nicht nur in der reinen Kostenstruktur, sondern, auch die LTVs, ja, die, die Eigenkapitalanforderungen, die die Banken jetzt stellen, das sind deutlich andere, als wir das noch vor zwei, drei Jahren gesehen haben.
54:05 Ähm, und am besten können es, wahrscheinlich die Entwickler, sagen, ja, und, und belegen jetzt für eine Entwicklung, insbesondere wenn sie irgendwo spekulativ ist, zu bekommen, das ist schon wirklich eine wahnsinnige Herausforderung. Das macht das Leben nicht unbedingt leichter. Gut. Betrifft aber nicht nur, also betrifft Österreich sowieso und auch die Länder rundherum, die sind auch gleich mehr oder weniger inkludiert. Natürlich. Also das, das ist ein Thema, das, unterscheidet sich natürlich in Nuancen, das ist eh klar. Ja, aber, der allgemeine Tenor ist, glaube ich, überall derselbe. Mhm. Markus, danke.
54:46 So, unsere kurze Abschlussrunde. Wir werden, meiner Meinung nach kriegen wir jetzt, also da hat sich jetzt viel geändert. Wir haben ja dieses Immo Live schon, haben die Themen ja schon länger vorgegeben gehabt. Es hat sich jetzt durch die, durch den Iran sehr, sehr viel verändert. Es wird sich auch wieder, wenn in der Ukraine Frieden ist, wird sich auch wieder sehr, sehr viel ändern. Wenn man jetzt, wir werden, glaube ich, neue Marktverhältnisse bekommen. Wir haben in Österreich dasThema mit dem Wohnbau, das ist auch eins. Und wenn man jetzt so in die Zukunft blickt, wo fange ich an? Richard, wenn du in die Zukunft blickst, wie siehst du
55:22 Markt, Marktentwicklung? Also ich glaube, solange, Trump an der Macht ist, ist alles unsicher, weil es kann jeden Tag wieder irgendwas Neues kommen. Äh, und die, MAGA-Bewegung, von ihm, Make America Great Again, geht eher in Richtung Make Austria Great Again. Und alles, was, in Europa ist. Äh, ich glaube, dass die, dass sehr viele auf die neue Weltordnung schauen und die neue Weltordnung geht nun mal von Trump aus. Äh, und es ist wichtig, für viele Investments, und
56:03 für viele Immobilien, Assetklassen, einen Plan B auch zu überlegen, nämlich herauszufinden, äh: Was tue ich, wenn, sich am Markt schnell was ändert? Mhm. Und ich glaube, darauf, müssen viele schauen, flexibel sein, einen Plan B parat haben, und mit dem Kapital, gut haushalten. Richard, danke. Ich meine Trump, man weiß nie, was ihm einfällt. Nächstes Mal nimmt er unseren Bundespräsidenten mit oder den Bundeskanzler. Wahrscheinlich, er-- Wo es ist-- Ja, na, wie auch immer. Ähm, Johannes, sehr interessante Ansichten vom
56:44 Richard. Wo siehst du, wie kann man sich international oder in Österreich, wenn ich investiere, wie kann ich mich da absichern oder wie kann ich überhaupt damit umgehen, mit dieser turbulenten Welt? Ja, ich glaube, bis zu einem gewissen Grad müssen wir uns daran gewöhnen, dass die Welt einfach, ja, lebhafter geworden ist und leider gefühlt auch deutlich unsicherer. Jetzt haben wir uns ein bisschen auf der MIPIM auch gescherzt. Jetzt fehlt ja nur noch, dass China in Taiwan einmarschiert. Ähm, dann ist sozusagen das Chaos völlig perfekt. Aber man sieht ja auch bei, auf den, an den Finanzmärkten, dass die,
57:22 Ausschläge und die Amplituden der Reaktion auf solche neuen, sagen wir mal, geopolitischen Katastrophen, dass die immer kleiner und, und kürzer werden. Ja. Weil eine gewisse, wie soll ich sagen, Gewöhnung da ist, ja. Mhm. An diese Katastrophen. Und wir haben jetzt, wenn wir, wenn wir zehn Jahre zurückblicken und ich hätte euch damals gesagt, wir werden Krieg in Europa haben, der US-Präsident wird seinen eigenen Notenbankchef einen Idioten schimpfen, wird, fremde Präsidenten entführen. Äh, wir werden eine Pandemie haben, wo die halbe Welt stillgelegt ist. Das hättet ihr mir alle nicht geglaubt und diese Dinge sind alle passiert.
58:04 Äh, und ich glaube, zum Gutteil muss man sich einfach daran gewöhnen. Und umso mehr, glaube ich, ist dieses ganze Thema Stabilität, Sicherheit einfach im Fokus und hilft, hilft uns hoffentlich hier in Europa bei allen Problemen, die wir auch haben. Mhm. Entschuldigung. Ja, wie kann man sich da, damit, da absichern? Trotz allem nicht alle Eier in einen Korb legen, ne. Also diese, diese alten Weisheiten, die haben schon, ihre, ihre Berechtigung. Also alles in Immobilien ist sicher falsch, genauso wie alles in Aktien oder alles in Gold. Ähm, also eine gute Mischung aus Cash, Gold, Aktien, Immobilien, glaube ich, macht schon
58:42 Sinn in unsicheren Zeiten. Johannes, danke. Wobei ich schon glaube, dass die Sicherheit, so sehr wir uns über unsere Politik beschweren, aber die Sicherheit ist sicher auch ein, ist ein absolut großes Thema. Maxim, jede Krise birgt doch ihre Chancen, auch in der kommenden Zeit. Ja, genau. Also ich mache mir Gedanken, also wie, wie eigentlich weiterentwickeln und, und da habe ich sehr viel auch beim MIPIM, sehr, viele innovative Lösungen gesehen, weil ich mich jetzt in letzter Zeit mit Property Management, Digitalisierung beschäftige. Und da sehe ich, dass wir eigentlich nicht mehr Gebäude verkaufen, sondern die
59:24 modernen Entwickler werden funktionierende Systeme verkaufen, ja. Und dieser Effizienzhebel in der Immobilienbranche liegt, liegt eigentlich nicht mehr im Bau, sondern im Betrieb. Ja, so wie ich sagte. Und da lege ich sehr viel Wert auf, digitale Plattformen, also Datenautomatisierung, KI, wie man das Gebäude eigentlich, das, das, das smart gebaute Gebäude nachher auch in Betrieb nimmt und managt eigentlich, ja. Äh, es ist auch jetzt, was die Kollegen gesagt haben: Wenn ich jetzt mehrere, Immobilien weltweit habe, dann möchte ich gerne, dass diese Immobilien auch digital und smart sind, dass ich auch jederzeit Zugriff
1:00:04 habe. Ja. Und ich glaube, ich, ich habe das gesehen, also jetzt auf dem MIPIM, obwohl nicht so, nicht so in großem Ausmaß, so wie Richard sagte. Ja, es war früher eigentlich viel mehr Start-ups und, digitale, Anbieter da. Aber doch, es gab einige mit wirklich, mit coolen, Lösungen da, die dieser Richtung denken. Also wie managt man, wie managt man das Gebäude nach der Fertigstellung. Mhm. Und das freut mich. Maxim, danke. Ähm, ja, Wolfgang, deine, unsere Erfahrungswerte haben ja nur eine bedingte Gültigkeit, wobei Delta ist es ja auch gewohnt, in sehr turbulenten Märkten zu
1:00:46 agieren. Genau. Wo siehst du so euren Weg in der nächsten Zeit? Also ich sehe, ich sehe ihn in zwei Ebenen. Die eine ist: Wir sind sicher, dass Kapital Stabilität suchen wird, auch unsere Kundinnen und Kunden, somit Österreich, Deutschland und Co. Auch auswählen werden als sicheren Hafen oder geglaubt sicheren Hafen. Ich finde, dass Investments in Wohnen absolut notwendig sind und auch ein gutes Investment für jeden individuell darstellen. Wir haben Engpässe, die bauen wir auf. Wir haben Zustrom in den ganzen Ballungszentren, das wissen wir eh alle. Wir setzen sehr bei Delta auf das Thema Infrastruktur und
1:01:20 Energie.Das ist ein Thema und was als und ich bin Herzbluteuropäer, was ich glaube, was wir als auch Dienstleister und alle brauchen, wir brauchen Mut zur Lücke als Dienstleister, Zusammenhalt, Innovation und Resilienz. Und wir lernen sehr viel mit und von der Ukraine, das kann ich wirklich sagen. Und ich bin mir sicher, dass bei allem Trubel, den das Land gerade erlebt, leider es noch nicht vorbei ist mit, Themen, und kriegerischen Auseinandersetzungen. Und vieles wird sich jetzt weisen zum Abschluss, der nächsten Monate Wahlen in Ungarn oder die nächsten Jahre Wahlen in Frankreich. Und, Europa muss zusammenhalten und ich glaube,
1:01:57 dass wir auch das schaffen. Und make Europe great again ist für mich der Slogan. Wolfgang, danke. Ähm, ja, jetzt, Markus, jetzt gibt's natürlich nicht mehr viel zu sagen. Du kannst sagen, Vorredner haben natürlich alle recht gehabt, außer du. Das ist richtig. Aber der letzte Satz vom Wolfgang war, war, war natürlich super. Make Europe great again. W-wenn sie sich nicht selber, abschaffen oder zu Tode regulieren, dann, klappt es vielleicht. Ja und das, soll, sollten wir alle, sollten wir alle hoffen, dass das funktioniert und dass sie, das Thema, insbesondere dieses Thema der Energie, worum sich ja alles dreht.
1:02:35 Ja, w-warum haben wir die Situation überall, ja? Es geht ein, ausschließlich um dieses Thema, ja, Energie und Rohstoffe, und dass man das Thema irgendwo verträglich und gut auch für Europa löst, ja. Und dann, erledigen sich viel, viele Dinge wieder von selbst vielleicht, ja. Mhm. Und Energie und Rohstoffe sind natürlich auch entscheidend nur nach für die Immobilien, für ihre Bewertung, wie man dazu kommt, wie, wie teuer sie ist und, alles andere rundherum. Ja, dann ich bedanke mich bei euch, dass ihr Zeit gehabt habt, heute dabei zu sein. Bei Ihnen wollen wir uns bedanken, dass
1:03:15 Sie, zugeschaut haben. Ich, ab-- Die Artikel sieben vermut, nicht nur vermutlich, sind ab morgen wieder gesetzt. Dann kann man sich die einzelnen Teile auch noch anschauen und wir fünf wünschen Ihnen noch einen schönen Nachmittag beziehungsweise einen schönen Abend. Wiedersehen. Wiedersehen. Auf Wiedersehen. Schönen Abend.
Sei der/die Erste, der/die diesen Artikel diskutiert.
In einem sich stetig wandelnden Immobilienmarkt ist zeitnahe und präzise Information von unschätzbarem Wert für strategische Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.