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Kamil, was machst du den ganzen Tag? Mein Name ist Kamil Larun. Ich bin Geschäftsführer der AERO Service Solution und wir beschäftigen uns mit dem Thema Bau und Immobilien und vor allem Wohnen. Das heißt, wir inspizieren ganze Gebäude, erstellen 3D-Modelle aus diesen Gebäuden, um sich dann Schadensmöglichkeiten anzusehen beziehungsweise auch für andere Prozesse. Und sind auch in der Infrastruktur unterwegs, wo wir unterstützend in der Windkraft oder in der Sonnenkraft arbeiten dürfen. Danke. Und deine Funktion, Martin?
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Ich darf den Titel Stabstelle Digitalisierung und Innovation tragen, unterstütze damit die BUWOG in Österreich im Bereich des Developments, das heißt in Richtung von Neubauprojekten und Immobilienverwaltung von Bestandsgebäuden für unsere eigenen, also für Dritte Bestände. Wir sind Tochter der Vonovia in Österreich, also ein großer Konzern, der hinter uns steht und ich darf mit meinen Kollegen immer wieder spannende Projekte entwickeln und habe dabei Einblick in viele Bereiche. Danke schön. Jetzt irgendwie gibt es zwei Begriffe in der Immobilienwirtschaft, die immer wieder Augenrollen in letzter Zeit hervorgerufen haben, wenn man sie in den
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Mund genommen hat. Das eine leider ist Nachhaltigkeit, das andere ist der Begriff Digitalisierung. Gibt es ein Projekt, das euch zuletzt wirklich überzeugt hat? Oder gibt es ein Tool, wo ihr sagt: „Okay, das hat uns wirklich weitergebracht"? Martin, du siehst jeden Tag sehr viel. Vielleicht beginnen wir diese Runde gleich mit dir. Also ich verstehe das Thema Augenrollen bei Digitalisierung. Ich kenne doch umgekehrt bei unserer IT das Augenrollen, wenn jetzt die Geschäftsführer kommen und sagen: „Wir wollen nur noch KI-Tools haben", weil dann sagt unsere IT: „Macht mal die Aufgaben." Und was uns überzeugt, sind im Endeffekt
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auch kleine Tools. Das heißt, wir arbeiten gerade an einem Prozess zum Grundbuchabgleich mit unseren SAP-Stammdaten und merken auch da, da haben wir noch Aufholbedarf oder haben wieder kleine Fehler, die diesen automatischen Prozess, der sogar ohne KI funktioniert, einfach verhindern. Das heißt, da gibt es noch viel zu tun am Anfang. Kamil, ihr digitalisiert Gebäude, mit Drohnen macht Scans, 3D-Modelle. Wer sind eure Kunden? Mit welchem Problem rufen die an? Und wann kommt quasi oder was ist die Situation, wo die Kunden anrufen und sagen:
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„Passt, das war super, es hat sich gerechnet. Es hat sich ausgezahlt"? Unterschiedlichste Leute, also unterschiedlichste Personen rufen bei uns an und mit unterschiedlichsten Problemstellungen, die sie haben. Ich erzähle das kürzliche Beispiel, da hat ein Hausverwalter, recht bekannt aus dem sechsten Bezirk, bei mir angerufen und da geht es um ein altes Zinshaus aus der Jahrhundertwende im neunten Bezirk und dort gibt es absolut keine Pläne der Fassaden, aber eine Fassadensanierung wird gemacht und hat eben gefragt, was wir alles anbieten oder was wir alles machen können. Wir haben das Ganze mit der Drohne photogrammetrisch aufgenommen.
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Das sind über knapp 300.000 Fotos, die entstanden sind von der Innenhoffassade und der Außenhoffassade und haben das Ganze zu einem 3D-Modelle zusammengesetzt, das eben georeferenziert ist und auch vermessbar ist. Das Ganze hat uns circa eineinhalb Stunden Arbeitszeit vor Ort gekostet und eineinhalb Stunden im Büro Nacharbeit und wir konnten am selben Tag das Modell dem Hausverwalter in dem Fall übermitteln und er war glücklich und zufrieden. Er konnte sich in seinem 3D-Modell im Prinzip alle Maße sich rausholen. Das ist eine gemeinsame Datengrundlage, die er dann weitergeschickt hat an die Baufirma, an den Sachverständigen, an irgendeine andere Baufirma, die sich dort die
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Maße rausholen können und Kostenanschläge eben schreiben können. Und das ist so der große Mehrwert für den Hausverwalter gewesen. Also keine stundenlangen Aufwände für Maße nehmen an einem Objekt, sondern tatsächlich zwei Stunden später ortet es ab. Also da rechnet es sich dann relativ rasch. Michael, du kommst ja nicht direkt aus der Immobilienwirtschaft, sondern ganz woanders hin. Hast du da aus den anderen Tätigkeiten irgendwo ein Tool mitgenommen oder auch in der Zeit, wo du jetzt bei Realitic bist, wo du sagst: „Okay, das ist wirklich cool.
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So möchte ich, dass digitale Lösungen funktionieren"? Also ich glaube, kein konkretes Tool. Ich glaube, wichtig ist für uns alle, dass es eine Effizienz bringen muss. Das kann entweder eine Effizienz sein innerhalb des Unternehmens, weil ein Telefonat wegfällt, eine Fahrt wegfällt et cetera. Entschuldigung. Das kann auch außerhalb des Unternehmens sein, weil sich vielleicht ein Interessent oder weil sich nachweisen lässt, dass ein Interessent mehr Interesse hat als ein anderer Interessent. Und als Bauträger fokussiere ich mich dann vielleicht schon
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von Anfang an mehr auf diesen Interessenten. Also für mich bedeutet Digitalisierung am Ende, dass man etwas effizienter gestalten kann im Sinne es fällt etwas weg. Und das ist genauso in der Immobilienbranche wie auch in jeder anderen Branche, die sich im Moment das Thema digitale Transformation auf die Fahnen geheftet hat, glaube ich. Samuel, wie ist das bei dir? Außer Immonow gibt es irgendein Werkzeug, das du jeden Tag am liebsten verwendest, außer Immonow und Excel? Excel verwende ich in Wirklichkeit gar nicht so gern, muss ich zu meiner
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Verteidigung sagen. Es gibt viele Systeme, es gibt sehr viele Werkzeuge, die man nutzen kann und ich glaube, dass es einfach darum geht, in der Vielfalt dieser ganzen Systeme, dieser Werkzeuge, sich zu überlegen, was möchte ich damit machen und dann auf das richtige Werkzeug zuzugreifen. Ob das jetzt Cloud ist, ob das ChatGPT ist, ob das eine KI in ein System integriert ist, was ich dafür nutze, das hängt einfach immer sehr stark von der Anforderung an, was ich tun will. Ich glaube nicht, dass man einfach sagen kann: „Okay, ich habe jetzt 100.000 Werkzeuge, die ich alle nutzen kann und deswegen bin ich super gut unterwegs",
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sondern es geht halt wirklich darum, sich zu überlegen, was ist das Problem, was ich lösen möchte? Was sind die Rahmenbedingungen, die ich dafür setzen möchte? Und dann damit gezielt arbeiten. Es geht weniger um die Menge der Werkzeuge, sondern es geht konkret darum, dass man mit den Systemen und den Werkzeugen arbeiten sollte, mit denen man umgehen kann, die man kennt und dass man da dann wirklich auch gute, brauchbare Lösungen findet. Die Menge alleine löst aus meiner Sicht das Problem auf keinen Fall. Also ich muss quasi vorher wissen, dass ich einen Nagel einschlagen will und dann erst... Genau, sonst stehe ich mit der Säge da und denke mir: „Okay, warum funktioniert das
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nicht?" Und genau bei diesem Beispiel, das trifft es wirklich wie den Nagel auf den Kopf. Genau darum geht es. Ich muss wissen, was mein Problem ist und dann kann ich das richtige Werkzeug suchen und im Idealfall kann ich mit dem auch schon umgehen. Und dafür muss ich mir vorab Gedanken gemacht haben, muss meinen Werkzeugkoffer kennen, um zu wissen, was habe ich da überhaupt drinnen? Habe ich einen Hammer, habe ich eine Säge, habe ich einen Schraubenzieher? Wie kann ich das Problem mit dem mir zur Verfügung stehenden Werkzeug am besten lösen? Auf das komme ich jetzt später noch einmal, weil mir gerade ein interessanter
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Gedanke gekommen ist. Auch auf der Expo Real, die ich besucht habe, wo ich dann durch diese Gänge der Proptech-Anbieter durchgewandelt bin und war tatsächlich einfach so, dass ich das Gefühl gehabt habe, jetzt gehe ich durch eine Allee von Asset-Management-Dashboard-Anbietern. Ist das jetzt tatsächlich das dringendste Problem, weil wir über das Nagel Einschlagen gesprochen haben? Oder gibt es da andere, Martin, wie siehst du das? Also ich glaube, so ein Dashboard ist grundsätzlich keine schlechte Lösung, um sich
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den Start des Unternehmen bildlich zu machen und dann auch grafisch aufzubereiten. Ich habe es vor kurz angesprochen: Wir haben oft Themen, die uns am Anfang noch behindern, unsere Arbeit effizient zu machen und ich habe es so weit erwähnt, wir müssen effizienter werden und das ist gerade auch ein Schwerpunkt in der Zeit heute, zu sagen, wir müssen Kosten optimieren, wir müssen effizient sein. Wir brauchen gute Prozesse, wir brauchen gut geschulte und trainierte Mitarbeiter und dazu brauchen wir auch Systeme, die all das ermöglichen, dass Prozesse und Mitarbeiter ineinander greifen und damit unsere Kunden bestmöglich versorgen.
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Aber das Tool gibt es am Markt noch nicht. Michael, wenn du jetzt deine Erfahrung aus anderen Branchen mit hineinnimmst, was war für dich das herausragendste im Sinn von auffälligste Thema in der Immobilienbranche, was dir aufgefallen ist, vor allem auch, wenn es ums Thema Innovation und digitale Lösungen geht? Also ich glaube, das war definitiv die Tatsache, wie viel Wissen, Know-how unstrukturiert in irgendwelchen Ordnern – und damit meine ich nicht Ordner-Icons
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auf dem Server, sondern in einem Leitz-Ordner irgendwo stecken beziehungsweise in irgendwelchen PDF-Köpfen und dort einfach unstrukturiert irgendwo liegen. Ich sage es mal so. Und auf der anderen Seite und ich war jetzt am Wochenende am Innovation Festival in Leipzig auch, die Tatsache, wie viele kleine Vermieter, Hausverwaltungen et cetera es gibt, die eigentlich schon aktiv nach Hilfe suchen, um genau diese Prozesse zumindest im Kleinen zu regeln und zu streamlinen. Ich glaube, da ist es vielleicht als
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privater Vermieter, als kleine Hausverwaltung oftmals einfacher als wie ihr beispielsweise, Samuel beziehungsweise Martin, ihr bei der BUWOG, wo im Hintergrund eine organisatorische Transformation notwendig ist. Aber diese Transformation, glaube ich, betrifft im Moment alle Branchen und nicht zwingend nur die Immobilienbranche an sich. Diese unstrukturierten Daten gibt es überall und das Allheilmittel hat, glaube ich, noch keiner so richtig gefunden, auch wenn Copilot vielleicht verspricht, du findest alle Daten ganz einfach. So einfach ist es dann leider meistens doch nicht.
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Und ja, dort glaube ich schon, dass man in Richtung einer Struktur denken muss, die in Zukunft vielleicht Immobilien verwalten kann. Das heißt, dieser Single Point of Truth wäre das Ziel. Ich würde es eigentlich nicht Single Point of Truth nennen, weil am Ende wird es nicht einen Anbieter geben, wo alles tatsächlich enthalten ist. Vielleicht ist es eher ein Single Point of Access, wo ich weiß, dort gehe ich hin, dort stelle ich eine Frage und dort habe ich sämtliche Dokumente. Martin, ich gehe bei euch davon aus, du hast SAP erwähnt.
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SAP ist so ein Hub oder ein Datenraum, in dem sämtliche Daten idealerweise enthalten sind. Zwingenderweise muss aber dort ja nicht die ganze Datenhaltung passieren, sondern es könnte ja auch sein, dass diese Daten von einem Fremdsystem noch mal kommen. Wichtiger ist dort, glaube ich, eher ein Single Point of Structure, wo eine einheitliche Struktur verfügbar ist, um die Daten auch wiederzufinden, abrufen zu können et cetera. Einfach abrufen zu können für Mitarbeiter am Ende. Jetzt, Kamil, ihr seid ja sehr stark im Thema Datengenerierung
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eines Gebäudes. Jetzt kriegt ihr den Auftrag von der Hausverwaltung. Die bekommt dann die Daten für das Gebäude, ob sie sie weitergibt oder nicht bei einem Verkauf, sei mal dahingestellt. Wie löst man dieses Thema, wem gehören die Daten? Und jetzt lassen wir mal das Thema der Rechte des jeweiligen Lösungsanbieters, oder lassen wir es nicht beiseite. Wenn du Bilder generierst, bist du dann de facto der Urheber dieser Fotos. Also das sind schon auch rechtliche Themen. Wem sollen die Daten letztlich gehören?
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Wie sollte das aus eurer Sicht geregelt sein? Aus unserer Sicht, wem sie gehören sollen, am besten nicht uns. Also wir schauen zu, dass wir die Daten so schnell wie möglich wegbekommen, weil man kann sich nicht vorstellen, wie groß Daten sein können und wie viel Speicher man tatsächlich braucht. Und wir eigentlich laufen nur am nachrüstenden Zins von Festplatten und Arbeitsspeicher. Ich bin der Meinung, dass die Daten – das ist jetzt ein bisschen weit hergeholt – aber dem Gebäude selbst gehören sollten und niemandem anderen.
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Man kauft das Gebäude, man kauft die Steigleitung mit, logischerweise die Steigleitung. Man kauft den Wasserzähler unter Anführungszeichen auch mit, der eigentlich die Wasserwerte ist. Also sollte man auch einen Datenraum mitkaufen können, wo zentral alle Informationen enthalten sind, die das Gebäude selbst betreffen, à la Bauwerksbuch nach § 128 A. Das ist schon mal eine gute Basis, ein guter Start im Prinzip, aber man sollte sich eben so einen zentralen Raum für jedes Gebäude erarbeiten und erdenken.
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Ist das, Martin, in der rechtlichen Praxis oder auch Samuel in der rechtlichen Praxis bei der Übergabe eines Gebäudes, gibt es den rechtlichen Rahmen schon, der quasi sagt: „Okay, die Daten gehören dem Gebäude", muss der jedes Mal neu geschaffen werden? Wie funktioniert das in der Praxis? Samuel, möchtest du zuerst antworten? Also aus meiner Sicht ist es relativ schwierig. Ich meine, das Thema und den Ansatz finde ich auf jeden Fall sehr gut, aber die Herausforderung dabei ist, ich muss mich ja dann darauf verlassen können, dass der Vorbesitzer der Daten, der Vorbesitzer der Immobilie des Gebäudes, das natürlich
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auch so sauber und strukturiert hat, dass ich dann entsprechend weiter damit arbeiten kann. Den Ansatz finde ich auf jeden Fall sehr gut, weil genau darum geht es ja, dass wir immer wieder die Daten neu aufbereiten müssen, Daten neu einholen müssen. Das sind alles Aktivitäten, Tätigkeiten, die hunderte Male passieren, immer wieder Fehler passieren, was das Ganze mühsam macht und schwierig. Wenn ich in einer Welt leben kann, sage ich jetzt einmal, wo ich diese Daten aufbereitet und strukturiert bekomme und wir haben es ja bereits gesagt, wir wissen alle, was wir für ein Datenchaos irgendwie in den eigenen Unternehmen haben und
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jeder, der behauptet, dass bei ihnen die Daten perfekt sind, glaube ich, flunkert ein bisschen. Dann wissen wir, was für Challenges das sind, auch neue Daten aufzubereiten. Also ich finde den Ansatz gut. Ob das Ganze in der Praxis schon so funktioniert und ob es den rechtlichen Rahmen dafür gibt, glaube ich eher nicht. Es ist schwierig, aber ich finde die Idee gut und es ist eine Zukunft, wo man auf jeden Fall Auch auf hingehen soll, weil es würde uns den Prozess tatsächlich erleichtert. Ich möchte nicht Milliarden Terabyte an Daten bei mir am Server liegen haben, nur damit die KI möglichst viele Daten hat, mit denen sie arbeiten kann, sondern ich
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möchte wenig strukturierte, saubere und ordentliche Daten haben, mit denen ich in meinem Unternehmen auch arbeiten kann. Und wenn es dafür eine Möglichkeit gibt, dass ich zur Immobilie die Daten mitbekomme und diese Daten dann mit der Immobilie auch weitergebe an mögliche Kundinnen, dann macht das natürlich Sinn. Wenn ich ein Haus kaufe und ich bekomme alle Unterlagen nicht nur ausgedruckt in einer Mappe, sondern wirklich als digitale Unterlagen zur Verfügung, um später mal weiter planen zu können, um vielleicht einen Umbau realisieren zu können, die Sachen auslesen zu können, dann hilft mir das natürlich immens.
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Also es ist schon ein höheres Ziel, wo wir hinkommen sollten. In der Praxis noch ein bisschen eine Herausforderung. Wir sind noch ganz weit weg von der Praxis. Also wir sind nicht einmal in die Richtung Praxis, aber die Idee ist nicht alles mal so blöd. Das sollte das höhere Ziel sein, ja. Ja, und da zentral verwaltet à la Grundbuch oder Firmenbuch oder ähnliches, wo eben alle Daten gesammelt sind oder liegen und jeder neue Eigentümer damit weiterarbeiten kann, aufbauen darf, dass er eben nicht fünfmal zur Baupolizei läuft, nicht fünfmal dieselben Pläne kopieren oder einscannen. Das sollte man eben in Zukunft in Angriff nehmen.
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Und dann auch noch dafür bezahlen müssen erneut für dieselben Daten, die wieder ausgehoben werden. Ja, natürlich. Es ist Arbeit dahinter, ist schon klar, aber ja, natürlich. Man erhält die ja so oder so. Man erhält die ja, diese Daten. Man muss sie ja nur an einem zentralen Ort abspeichern, der dann, soweit es datenschutzrechtlich erlaubt ist, frei zugänglich ist für einen Interessenten oder Käufer oder eben das Personal. Also Systeme in die Richtung. Entschuldige,
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ein Gedanke auch dazu: Irgendwann einmal war ja das Thema, wenn das Gebäude nicht nachhaltigkeitszertifiziert ist, dann gibt es irgendwie einen Finanzierungszuschlag, einen Kaufpreisabschlag, whatever. Ist das für den Datenraum auch vorstellbar? Oder wie sinnvoll wäre das letztlich, dass ich sage: „Ich habe ein Gebäude, das Gebäude hat einen Datenraum, der erfüllt nur zu 72 % den Standard.“ Dann kostet es halt weniger, weil ja in der Realität, wenn ich nicht weiß, was vor sieben Jahren in
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dem Wohnhaus besprochen worden ist, ich auch unglaubliche Risiken mitkaufe letztlich. Wie siehst du das, Martin? Entschuldige, dass ich da ... Passt schon, finde ich gut. Also definitiv, was gesagt wurde, stimmt. Es gibt keinen rechtlichen Rahmen aktuell. Es gibt auch die Ideen, dass eben dann Gebäude schlechter bewertet werden, dass sie schlechtere Finanzierungen bekommen. Auch dafür müssen wir eine zentrale Datenbank schaffen, wie es Kamil angeregt hat, weil ich muss ja das irgendwo bewerten können. Wann ist ein Gebäude schlecht? Wann hat es einen schlechten Energieausweis? Wie kann man die Sanierung verbessern?
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Das sind auch Gedanken, die in den Arbeitsgruppen, an denen ich auch teilnehmen durfte, diskutiert wurden. Wie kann man Daten, die vielleicht allgemein verfügbar wären, auch zentral sammeln oder vielleicht dann die eigentlich verfügbar sind, zentral teilen, dass man genau diese Modelle daran aufbaut und die Datensammlung bereitstellt. Ich wollte vorher ergänzen, es gibt ja Softwareanbieter, die würden das ermöglichen, dass man Datenräume für Gebäude erstellt, die man dann auch teilen und weitergeben kann. Aber wie es in der Praxis so ist, hat jeder sein eigenes Eichhörnchen und sammelt dann seine Daten.
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Und wer es dann zum Verkauf kommt, gibt man halt einen Teil, der unbedingt notwendig ist, ab, aber die meisten Daten bleiben dann bei den jeweiligen Eigentümern liegen, würde ich sagen. Vielleicht einen Gedankengang noch in diese Richtung: Der Datenraum per se muss ja nicht ein Datenraum sein, sondern kann ja auch die Schnittstelle dorthin sein, wo die Daten liegen. Beispiel aus der Finanzwelt: SEPA-Verfahren. Dort gibt es ja auch quasi einen strukturierten Austausch an Zahlungsflussdaten. Ich glaube, der Kamil hat vorher das Thema Speicherplatz unter anderem angesprochen. Vielleicht muss man überhaupt keinen zentralen Ort schaffen, sondern
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man müsste nur wissen, wo welche Daten liegen und holt sich die live quasi dann von dort ab. Und natürlich einen Grundstock wird man immer brauchen, aber vielleicht nicht den kompletten Datenraum. Also nur so als Gedanke auch in diese Richtung. Ja, macht aus meiner Sicht sehr viel Sinn, weil sich letztlich ja Daten auch ändern im Sinne von Verkehrsthemen, Umwelteinflüsse und so weiter und so fort, die letztlich auf ein Gebäude
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wirken. Hilft uns da auf diesem Weg zum endgültigen digitalen Zwilling die künstliche Intelligenz? Samuel, was denkst du? Grundsätzlich natürlich helfen uns Tools, Technologien, Fortschritt in Richtung künstliche Intelligenz. Natürlich helfen uns diese Dinge immer auf den Wegen, die wir gehen wollen. Das sind Werkzeuge. Die Frage ist einfach: Wie setze ich diese Dinge ein? Wie verarbeite ich die Sachen? Wie verarbeite ich die Informationen?
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Wenn wir betrachten, dass wir eben wirklich definierte Orte haben, wo diese Daten einmalig – single point of information, single point of tools – liegen, wir Möglichkeiten haben über Schnittstellen, ob das KI-basiert oder nicht KI-basiert ist, sei mal dahingestellt. Wenn ich diese Technologien nutzen kann, dann kann mir das natürlich helfen. Was wir ja wissen, wo uns KI unterstützen kann, ist, dass wir Daten aufbereiten können, dass wir Daten strukturieren können, dass wir Unterschiede oder Herausforderungen in den Daten frühzeitig erkennen können, dass wir Sachen logisch zusammenfassen können.
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Das sind alles Möglichkeiten, die mit KI, mit künstlicher Intelligenz für uns einfacher sind und natürlich kann man es dafür verwenden. Grundsätzlich geht es aber primär darum, dass wir uns eben Gedanken machen müssen: Ist das der Weg, den wir gehen wollen? Sind das die Dinge, die wir tun wollen? Dann kann KI, wie auch viele andere Sachen, dafür ein sinnvolles Werkzeug sein. Es löst aber per se das Problem nicht, dass die Daten verteilt auf unterschiedlichsten Servern in unterschiedlichen Variantenformen tausendfach abgelegt sind, weil man jetzt vielleicht gar nicht weiß, was ist das Richtige, was ist das
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Veraltete. Das Problem kann KI so per se aus meiner Sicht nicht lösen. Es kann aber unterstützen, wenn wir eben genau diese Analysen machen wollen, wenn wir genau hier schauen wollen, wo können wir Erkenntnisse schaffen. Aber tatsächlich ist es einfach nur unter Anführungszeichen ein Werkzeug, was uns dabei helfen kann und das wird das Problem nicht alleine lösen. Da habt ihr oder die Frage an die ganze Runde: Wo hat die künstliche Intelligenz aus eurer Sicht tatsächlich in euren Unternehmen für Mehrwert gesorgt?
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Und auch: Wo habt ihr euch vielleicht sogar mehr erwartet und seid quasi enttäuscht worden? Martin. Also ich fange gerne an, danke. Die Frage finde ich spannend, weil wir haben jetzt schon seit langem einen KI-Hype. Ich muss sagen, ich höre seit zwei Jahren meine Geschäftsführung sagen: „Wir müssen jetzt KI einsetzen und kann das KI nicht besser und schneller.“ Ich durfte auch schon bei unserem Konzern mit unserer IT an IT-Projekten mitarbeiten, wo wir KI getestet und gechallenged haben. Und wir haben natürlich die ersten Erfahrungen gemacht, die waren nicht unbedingt überragend. Da waren so Dinge, die haben gut funktioniert und wieder ein Viertel
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hat nicht funktioniert. Und dann war eben die Meinung ambivalent: Ja, es ist gut, aber es ist nicht so gut, wie es gedacht war. Wir haben auch gelernt jetzt mittlerweile, dass im Laufe der Jahre KI sich immer rasender verbessert. Also das ist sicher allen bekannt, wie gut die Modelle werden, wie rasch neue, viel bessere Modelle rauskommen. Also haben auch wir gesehen, dass die Projekte, die wir mit KI gemacht haben, in der Zeit immer besser wurden und dann immer wieder näher an der Erwartung gelegen sind, die man als Projektziel hatte. Ich glaube, da gibt es noch ganz viel und ich kann auch verraten, wir haben schon
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einige andere Unternehmen, wo wir KI gezielt einsetzen, um Prozesse zu beschleunigen oder, wie Samuel erklärt hat, um Daten strukturiert aufzubereiten, vorzubereiten und damit auch Mitarbeiter zu entlassen. Kamil, wo nützt dir KI und wo findest du sie lästig oder unnötig? Da Martin schon richtig angesetzt hat, sie auch an, um Mitarbeiter zu entlasten. Ich finde KI wunderbar, wenn es um standardisierte Aufgaben geht, die einfach nur abgearbeitet werden, die ein jeder schaffen würde, nur einfach länger Zeit dafür braucht. Die können in kürzerer Zeit bei uns im Büro.
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Das heißt, ein Angebot rechnen natürlich auf Basis von vergangenen Angeboten kann die KI das dann wiedergeben oder Ähnliches. Allein das Angebot schreiben, da sparen wir uns mehrere Stunden pro Tag. Gott sei Dank durch die KI. Wo ich sie lästig? Zu tief darf man oft nicht reinfauen, weil sonst kommt einfach nur ein Wirrwarr raus, wo sich die KI selbst verzettelt und dann hängen bleibt und dann gar nicht mehr funktioniert. Das ist das Negative. Was noch positiv wäre, ist: Wir nutzen KI in gewissen Programmen, um
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Bilder für Berichte vorzusortieren. Das erleichtert uns auch sehr vieles und da brauchen wir nicht jedes Mal über 1.000, 1.500 Fotos durchschauen, sondern bekommen ein fasziertes Paket von dem Rest nur ganz grob über, ob nichts vergessen wurde und damit erleichtert es uns auch das Leben praktisch. Michael, deine Erfahrungen mit KI sowohl nach außen als auch klarerweise bei euch im Unternehmen. Wir sind ein sehr kleines Unternehmen. Das heißt, bei uns ist auch ein gewisser Wildwuchs erlaubt.
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Das ist jetzt vielleicht beim Samuel und bei Martin eher schwieriger, aber wir lassen es durchaus zu, dass jeder sowohl Entwickler als auch in der Administration damit arbeiten darf und seine Erfahrungen machen darf, sowohl positiver Natur als auch negativer Natur. Uns ist wichtig, dass man voneinander lernt und es damit einfach einen Loop gibt, wie man damit arbeitet. Ich glaube, ganz generell gesprochen in der Informationsbeschaffung, in der Informationserstellung, denk da an Präsentationen, ist die KI als Tool unschlagbar. Wenn es dann allerdings darum geht,
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Verantwortung zu übernehmen und in der Immobilienbranche geht es ja doch auch bei ein paar Dokumenten darum, Verantwortung zu übernehmen, dann glaube ich, ist das Thema eher schwieriger. Da wird es immer noch einen Menschen dahinter brauchen, um auch auf absehbare Zeit da zu einem Ergebnis zu kommen. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass ein Kaufvertrag von einem Objekt jetzt alleine exklusiv durch die KI erzeugt wird. Vielleicht mag das der eine oder andere probieren, aber wahrscheinlich braucht es im Hintergrund einen Notar und Rechtsanwalt, die das ganze Ding dann beglaubigen. Also von dem her glaube ich, man muss aufpassen, dass man nicht die KI als
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Allheilmittel sieht, aber in der, wie gesagt, Informationsbeschaffung, Analyse ist es wahrscheinlich unschlagbar und auch dem Gehirn des Menschen überlegen. Samuel, habt ihr Maklerinnen und Makler, die mehr Wohnungen verkaufen mit KI als ohne? Das ist eine sehr schwierige Frage, weil ich glaube nicht, dass es in der Form unbedingt so messbar ist. Ich meine, der Ansatz von Michael finde ich auf jeden Fall sehr gesund, dass man ein bisschen experimentieren und ausprobieren muss. Was aber mein Eindruck ist, KI führt uns ein bisschen einen Spiegel vor Augen und
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zeigt uns, wo unsere Lücken, wo unsere Herausforderungen, wo unsere Challenges sind. Und bei unseren Kollegen und Kolleginnen bei RERA Immobilien natürlich nutzen wir KI-Systeme, die uns unterstützen. Es gibt aber nicht eben dieses eine Allheilmittel, was alle Probleme lösen kann und KI-basiert ist, sondern es ist ein Werkzeug, was mir hilft, gewisse Tätigkeiten zu optimieren, zu verbessern, die Qualität zu erhöhen. In Summe bin ich sogar der Meinung, und da bin ich vielleicht jetzt nicht in der Mehrheit damit, dass das Arbeiten mit KI tatsächlich jetzt meine Arbeit nicht zwingend beschleunigt, aber
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aus der anderen Perspektive die Qualität einfach erheblich verbessert. Weil wenn ich mich sehr viel mit dem Thema beschäftige und sehr viel mit den Dokumenten arbeite und das perfekte Exposé, um dieses Beispiel zu nehmen, jetzt mit KI schreiben will, dann braucht das schon Zeit. Ich möchte nicht... Arbeiten besser werden, das System für mich an trainieren und das ist aufwendig. Wenn ich das Ganze dann aufgebaut habe, eine gute Struktur habe, dann bin ich natürlich an dem Punkt, dass ich sage, dann kann ich auch Zeit einsparen. Ich glaube nicht, dass unsere Makler:innen tatsächlich jetzt so viel mehr
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Immobilien durchsatz, sage ich jetzt einmal, haben. Ich glaube, dass die Qualität davon profitieren kann und dass sie sich anderen Aufgaben und Tätigkeiten widmen können. Dass unsere Immobilienmaklerinnen mehr beim Kunden sein können, mehr Zeit in der persönlichen Beratung, im persönlichen Gespräch aufwenden können und weniger Zeit im Beschaffen der Daten, im Beschaffen der Unterlagen, die weit verteilt sind, weil wir diese Datenräume, die wir gerne hätten, wo alles schon vorbereitet ist, noch nicht haben. Ich glaube, dass es auch darum geht und das ist jetzt nicht nur in der Immobilienbranche, sondern auch in den anderen Branchen, glaube ich, ein Thema:
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So sollten wir mit Technologie und KI-Systemen arbeiten. Innovation ist ja per se kein Selbstzweck, sondern sie muss uns Menschen die Arbeit erleichtern und Prozesse dort verbessern, dass man auch einen messbaren Mehrwert schafft. Aber das ist ein Weg. Das ist nicht ein punktuelles Ereignis, wo ich sage: „Okay, wir haben jetzt 10 % Immobilien mehr verkauft." Natürlich wäre das die perfekte Zusammenfassung, wo ich dann zum Vorstand gehen kann und sagen kann: „Okay, lasst uns jetzt so und so viel Geld in KI investieren." Aber ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist, sondern ich glaube, dass sich die Unternehmen
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verändern müssen, mit neuen Werkzeugen umgehen müssen und eigentlich die Qualität für die Mitarbeiter:innen, aber auch für die Endkunden sich verbessern muss dadurch. Und das ist eher das Ziel. Spannend. Das war auch der Grund, warum ich so gefragt habe, weil der Endzweck der RERA Immobilien, und korrigiere mich, wenn ich das falsch sehe, ist, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Menschen mit neuen Wohnungen oder neuen Immobilien zufriedenzustellen. Das ist so irgendwie: Ich will einen
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Nagel einschlagen und dann nehme ich einen Hammer in die Hand. Oder ich will mehr Wohnungen verkaufen, nehme ich dann die KI in die Hand. Aus dem Eck ist die Formulierung eigentlich gekommen. Martin, der Michael hat vorher gesagt, er lässt das ganze Team ein bisschen ausprobieren, was für jeden Einzelnen gut ist, was funktioniert, was weniger gut funktioniert. Wie handhabt ihr das mit 10.000 plus Mitarbeiter:innen? Ich habe es vorher schon kurz angeschnitten: Wir haben unsere Testgruppen. Das spezielle Thema KI ist sehr stark von unserer IT in der Hand, wird hier
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betreut, gefördert, forciert, aber auch strikt zurückgehalten. Ich darf sagen, wir haben ein sehr großes Thema auch mit GDPR, das ist Compliance-Themen, Datenschutzgrundverordnung, wo wir aufpassen müssen, wir nichts falsch machen. Und wenn wir sagen, wir rollen über 10.000 Mitarbeiter aus, dann macht man leicht was falsch. Das heißt, wir müssen das Ganze auch mal systemtechnisch testen. Wenn es systemtechnisch getestet ist, dann gibt es die vorgenannten Pilotprojekte, wo wir auch sagen: Passt das funktional zu unseren Prozessen und Arbeitsabläufen? Und was können wir daraus noch lernen? Wir haben eine eigene KI-Roadmap und haben jetzt seitdem die genannten
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Pilotprojekte umgesetzt. Wir haben Copilot bei uns eingeführt, das jetzt auch größer ausgerollt wurde. Jetzt wird Michael sagen: „Ist toll, wir haben viele unterschiedliche KI-Tools im Einsatz. Das hätten wir auch sehr gerne als Mitarbeiter, verstehen aber auch, dass die IT sagt, wir dürfen das nur schrittweise erweitern und arbeiten dann eben mit auch von mir bestimmten Formaten, wo wir sagen, die Mitarbeiter, die schon einmal zugefahren sind, die werden geschult. Es gibt Schulungsangebote, wir haben Austauschformate, weil eben der Punkt von einander und miteinander lernen ganz wichtig ist, um auch die Mitarbeiter
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mitzunehmen. Letztens wird diskutiert mit unserem IT-Leiter in Österreich: Wir haben sehr unterschiedliche Wissensstände und Erfahrungen mit KI. Es gibt vielleicht welche, die privat das schon sehr intensiv exzessiv nutzen und andere, die sagen: „KI, es ist ja noch schlimmer als Social Media, das greife ich gar nicht an. Die muss ich aber alle abholen. Vielleicht noch eine Nachfrage dazu. Du hast Testgruppen erwähnt. Wie stellt ihr die zusammen? Quasi per Random-Auswahl oder melden sich die freiwillig? Und wenn sie sich freiwillig melden, ist da nicht auch ein bisschen die
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Gefahr dabei, dass dann die Nerds sich zusammentun und der Rest hinter sich gelassen wird? Ich glaube, es braucht in dem Fall beides. Wir haben natürlich unterschiedliche Formate. Es gibt Formate, wo Führungskräfte ihre Mitarbeiter, die motiviert sind, melden können. Das ist speziell dann gut, wenn man großflächig testen möchte. Und da sind auch die Nerds oft ganz gut, weil die immer die Produkte an die Grenzen testen und dann auch den Mitarbeitern, die es nicht so gut können, nachher helfen können in der Abteilung. Umgekehrt gibt es wieder Projekte, wo die IT sagt: „Wir haben was vor, wer möchte denn mitmachen?
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Und wir dürfen uns bewerben und nur die besten Kandidaten oder Projekte werden dann wirklich mitgenommen in die Pilotphase, wenn man dem Unternehmen noch Mehrwerte verspricht. Also auch hier natürlich für Unternehmen ein klarer Fokus: Ich will erst auf die Bereiche hinziehen, wo ich mir die größte Mehrwert verspreche und wenn das System dann da ist, kann ich es wieder weitergeben an andere Bereiche, die dann in diesem Mehrwert als Synergie mitgehen. Vielleicht ein Gedanke dazu: Ich habe sogar die Erfahrung teilweise gemacht, die am Anfang mit einzuspannen, die sagen: „Lass mich mit dem in Ruhe.
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Das interessiert mich überhaupt nicht.“, weil dadurch, wenn ich den größten Kritiker überzeugt habe, also den Nerd und den größten Kritiker, ich sage es mal so, dann ist es wahrscheinlich am einfachsten, den in der Mitte auch abzuholen. Das hat schon einmal bei mir eigentlich ganz gut funktioniert, sich auch die kritischen Geister dort mit ins Boot zu holen. Vielleicht noch einmal zurück zu unserem Überthema Innovation. Was ist überhaupt Innovation, Kamil? Wie siehst du das? Reicht es, dass man irgendetwas ein bisschen schneller macht oder mit ein bisschen weniger Ressourcen? Oder geht es tatsächlich sogar um neue Geschäftsmodelle, die
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entstehen müssen oder sollen? Ich glaube, Innovation, es entstehen bereits neue Geschäftsfelder, wo ich teilweise gar nicht mehr mitbekomme, dass es solche Geschäftsideen gibt und die auch ausgeführt werden und super sind. Es sollte vielleicht aber mehr kontrollierter sein, weil das Ganze wuchert zwischen, erwähnt wurde, recht frei herum und man kriegt die tollsten Angebote laufend per E-Mail zugeschickt von
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jeder Innovation, die sie jetzt gerade erfinden. Es sollte kontrollierter ablaufen. Da bin ich der Meinung. Okay. Vielleicht noch einmal auch ein bisschen das Thema Hausverwaltungen und neue Geschäftsmodelle. Da gibt es ja in der Zwischenzeit Leute, die sagen, man braucht überhaupt keine Menschen mehr. Das macht alles die KI. Wie läuft das bei euch ab, Martin? Wie seht ihr das? Weil Honorare erhöhen geht kaum.
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Der Aufwand, jetzt haben wir gerade vorher über Datenräume gesprochen, die wollen alle gepflegt werden. Das kostet auch Geld. Kamil hat selber gesagt, er geht jede Woche Speicher kaufen. Ihr geht wahrscheinlich alle zwei Stunden Speicher kaufen. Also symbolisch. Wie geht man damit um? Vielleicht vorweg: Unsere Verwaltungstätigkeit macht die KI noch nicht. Wir denken natürlich daran, KI in vielen Prozessen einzusetzen, um Prozesse zu optimieren. Das sind vor allem die Standardprozesse. Das kann sein in der Rechnungsverarbeitung, in der Auftragsverarbeitung, das kann sein in der Kommunikation, um Inhalte vorzubereiten, Dokumente abzulegen, Dinge
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zusammenzufassen. Wir haben viele Bereiche, wo es noch einen Mensch braucht, speziell auch oft die persönliche Ansprache, die den Eigentümern wichtig ist oder wenn es da die Spezialprobleme gibt, weil ja nicht jede Immobilie ist gleich und der eine WEG-Vertrag kann einmal um ein Eck komplexer sein als der andere. Auf der anderen Seite gibt es die Standardprozesse, die wir optimieren wollen und da entwickeln wir uns definitiv hin. Also es muss besser werden. Und deine Frage, vielleicht neue Geschäftsmodelle noch aufzugreifen. Auch das ist etwas, was uns interessiert. Wir verwalten groß unseren Eigenbestand.
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Wir sind die letzten Jahre immer mehr dazu übergegangen, mit unserem Basis- und breiten Wissen, das wir in dem Konzern haben, auch Dritte anzubieten, dass wir sie verwalten, dass wir die Tätigkeit übernehmen und haben auch dazu noch einmal seit vielen Jahren schon begonnen, uns breiter aufzustellen mit wohnungsnahen Services. In Deutschland gibt es dann auch Angebot von Energie. Wir bauen sehr stark auch Photovoltaik und Energiespeicher aus. Das heißt, da gehen wir entsprechend auch weitere Wege, um uns zu diversifizieren. Spannend, was Technologie schafft. Vor zwei Jahren waren wir bei euch im Haus, da war noch das Thema nahe mit Energie:
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Schauen wir erst. Also ja, es entstehen neue Geschäftsmodelle durch Technologie und rechtliche Rahmenbedingungen. Vorher ist kurz auch angesprochen worden, dieses quasi die Funktion des Menschen. Wo liegt die Kernfunktion des Menschen, wenn es um die Anwendung von künstlicher Intelligenz geht, Michael? Ich würde mal sagen, am Anfang ohne einen Prompt funktioniert das ganze Thema nicht. Also S**t in, S**t out. Das heißt, es braucht schon am Anfang zumindest noch den
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Menschen, um entsprechend strukturierte Daten in einem System verarbeiten zu können. Ich denke auch, es wird noch länger den Menschen brauchen, um das Ergebnis dann bewerten zu können und verantworten zu können. Auch dort sind wir heute nicht, dass uns die KI eine Verantwortung abnehmen würde. Natürlich kann man jetzt sagen, der eine oder andere Agent kann die entsprechenden Rechnungen der Hausverwaltungen automatisiert versenden. Oder es gibt eine Chat-Lösung mit an Bord, die Fragen der Bewohner automatisch
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beantwortet, ja. Aber es braucht trotzdem die Information, die häufig noch, gerade in der Immobilienbranche, ich habe es vorher gesagt, in irgendwelchen Ordnern drinnen steckt. Und dazu braucht man heute einen Menschen. Es gibt noch nicht die Maschine, die alle Ordner herauszieht und dann alles scannt und am Ende sagt uns der KI-Agent, wie die Nebenkostenabrechnung funktioniert hat. Zumindest ich kenne sie noch nicht. Zusätzlich hast du ja auch das Thema mit der Verantwortung, was du selbst ja vorhin angesprochen hast. Das ist nach wie vor ein weiterer wichtiger Punkt: Wer übernimmt denn die
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Verantwortung, wenn hier Fehler passieren, wenn das System nicht so arbeitet, wie es arbeiten sollte? Das ist auch ein wesentlicher Aspekt, der oft unterschätzt wird. Ich glaube nicht, dass man jetzt einfach sagen kann, selbst wenn diese Dinge punktuell schon möglich sind, ich verbinde diese Punkte alle mit Linien und gehe davon aus, dass das gut funktionieren wird. Ja, in einer Sandbox, in einem Testrahmen kann man das natürlich machen. Ich würde aber bei uns im Unternehmen jetzt nicht einfach mich darauf verlassen wollen, dass ich sage: „Okay, alle Exposés, alle Immobilieninserate, alle Vertragsprüfungen basieren rein auf KI-Basis und ich brauche den Menschen nicht
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mehr." Das ist auf jeden Fall ein wesentlicher Punkt. Und das Zweite, was wir nicht nur bei Reides Immobilien, sondern sicher auch bei euch allen haben, ist: Menschen möchten mit Menschen sprechen und Menschen wollen nicht mit einem Bot sprechen. Menschen wollen vielleicht vorab von einem Bot Informationen haben, wollen das vielleicht strukturiert haben, aber irgendwann bin ich an dem Punkt, dass ich mit einem echten Menschen darüber sprechen möchte, dass ich auch eine Emotion bekommen möchte, dass ich auch gewisse Dinge hier zwischenmenschlich habe und nicht einfach nur kalte Fakten und Daten, die blumig ausgeschmückt sind.
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Weil wenn die KI dir eine falsche Antwort gibt, um es jetzt auf den Punkt zu bringen, dann hat die KI einfach eine falsche Antwort gegeben. Du gibst als Information zurück: „Das war jetzt leider nicht richtig." Dann ist die KI vielleicht ganz nett und sagt: „Okay, das tut mir leid. Ich werde das in meine Datenbank aufnehmen, mache den Fehler nicht wieder." Aber du sitzt in der Situation da und trägst die Verantwortung. Und ich glaube, dass das einfach das ist, wo es für Menschen ganz angenehm ist, weiterhin mit Menschen zu kommunizieren. Also immer dort, wo Verantwortung, Emotion, Zwischenmenschliches notwendig ist,
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wird KI nicht einfach herkommen und sich dort positionieren können. Das steuern und entscheiden ja schon noch wir, so wie wir hier in der Runde sind, oder zuerst einmal die Menschheit, um es ganz dramatisch auszudrücken. Zwei Gedanken dazu. Erstens: Wie sehr ist es unsere Verantwortung, die wir uns laufend mit solchen Dingen beschäftigen, die anderen darauf hinzuweisen: „Hey, der Agent trägt keine Verantwortung." Du kannst am Schluss nicht sagen: „Tut mir leid, die KI ist schuld.
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Keine Ahnung, wie das passiert ist", sondern du haftest für das, was du mit deinem Hammer, der auf den Nagel draufschlägt, anrichtest. Also wie stark haben wir die Verantwortung? Punkt eins. Und Punkt zwei: Ich habe unlängst vor zwei Tagen ein Angebot von einem Unternehmer bekommen, Software as a Service. Da gab es die Basis Mittel und Gold VIP und die Basis waren 10 Euro und das Mittel waren 20 Euro und das
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Gold VIP waren 140 Euro. Und das einzige Feature zwischen Mittel und Gold, das sich unterschieden hat, war Human Interaction in Support. Also es beginnt, dass wir mehr Geld verlangen, ob es dann wer zahlt, sei mal dahingestellt. Es beginnt, dass wir mehr Geld verlangen dafür, dass Menschen tatsächlich interagieren mit uns. Frage auch: Ist das ein Geschäftsmodell, das in die Zukunft weist? Werden wir in Zukunft bereit sein, mehr Geld für menschliche Interaktion
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auszugeben? Kamil, wie siehst du die beiden Dinge? Das ist eine sehr gute Frage. Ich weiß es nicht. Sagen wir mal, unter jedem Prozess, der aktuell existiert, ist am Ende irgendwer da, der Verantwortung darüber trägt. Somit kommen wir gar nicht aus, einen Menschen nicht zu sprechen, unter Anführungszeichen. Ob ich für einen Service zahlen würde, um mit einem Menschen zu sprechen, kommt ganz klar darauf an, was ich gerne hören möchte oder welches Ergebnis ich gerne sehen würde, welcher Prozess das jetzt gerade selbst ist.
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Ich spreche tagtäglich stundenlang mit ChatGPT und bin zufrieden mit den Antworten, brauche keinen Menschen dafür. Aber wenn ich mich mal persönlich austauschen möchte im Sinne von, das wurde gerade schon angesprochen, dass jemand einfach da steht und mir einen Kontra gibt. Ist ChatGPT sicher eine Basis, keine Frage, aber bei einem persönlichen Gespräch geht es um vieles mehr, also Zwischenmenschliches und Blickkontakt, Gesicht, Mimik, alles, was zusammenkommt. Aber ich würde persönlich jetzt ganz ehrlich nicht dafür bezahlen.
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Ich erwarte von einem Unternehmen, das mir eine Dienstleistung verkauft, dass auch ein persönlicher Mensch dahinter sitzt und wenn ich mal ein Problem damit habe, dass ich auch mit diesem Menschen kommunizieren kann. Und zwar ein Problem, was sich zuvor mit der KI einfach nicht lösen lässt, weil es um etwas ganz anderes geht, als die KI überhaupt im Stande ist zu machen. Dann erwarte ich mir diese Dienstleistung. Du hast noch nie ein Problem mit DHL gehabt. Nein, das macht immer die Frau zu Hause bei uns im Büro. Michael, wie siehst du die beiden Themen?
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Wie sehr haben wir Verantwortung, den Menschen zu sagen: „Tragt Verantwortung", und auch: Bist du bereit, für menschliche Interaktion zu bezahlen? Ich glaube, ich würde anders argumentieren. Daran sieht man ja die Kosten unserer Daten. Der Martin hat vorher das Thema DSGVO angesprochen. Wir haben in Europa, jetzt kann man sagen, Fluch und Segen zugleich, eine relativ gute Datenschutzgrundverordnung. Jetzt entweder gebe ich der KI alle meine Daten und trainiere sie damit im Zweifel vielleicht auch. Dann bekomme ich das Goldpaket für 40 Euro, 30 Euro, 50
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Euro, ich weiß es nicht mehr. Oder ich spreche in Anführungszeichen anonym mit einem Menschen vielleicht darüber und zahle eben 150 Euro dafür. Und ich denke, wenn wir uns dort andere Länder, andere Regionen dieser Welt anschauen, dann ist der Wert unserer Daten oder der Wert der Daten dort ein geringerer. Stichwort China, Stichwort USA. Und da muss man sich, glaube ich, dann überlegen, was ist uns das Ganze tatsächlich auch wert? Und ich glaube, es gibt manche Tools, da würde ich dafür bezahlen. Also diese 90 Euro mehr, die du angesprochen hast.
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Vielleicht, wenn es in Richtung medizinische Daten geht et cetera. Es gibt andere Tools, da würde ich das vielleicht nicht, wenn es darum geht, eine schnelle Präsentation et cetera zu bauen, da ist es mir vielleicht egal. Und deshalb, ich glaube, es kommt auf den Einsatzzweck des Tools an, wann ich wie viel dafür bezahlen würde oder bereit bin, dafür zu bezahlen. Samuel. Ja, ich würde das auch eher differenziert betrachten. Also es kommt sehr auf diese Anwendung, die du da beschrieben hast, Premium, Gold,
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VIP, Luxus-Member-Geschichte, auf das kommt es ja an. Ich glaube, was man da jetzt nicht missverstehen darf und das zu verwechseln, für menschliche Leistung zu bezahlen in dem Fall ist ja per se, glaube ich, wo viele dazu bereit sind. Wenn jemand Arbeit mitbringt, dass dafür dann bezahlt wird. Ich glaube nicht, dass das das Problem ist, sondern Kamil hat es gesagt, es ist eine gewisse Selbstverständlichkeit, wenn ein Unternehmen ein Produkt vorbringt, dass es dann dafür auch die Verantwortung übernimmt. Das ist genau der Aspekt, den man berücksichtigen muss. Ja, natürlich kann ich sagen: „Okay, wenn ich da eine Person abstelle, die sich
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Zeit nimmt und die rund um die Uhr 24/7 Support gibt, dann kostet das dem Unternehmen Geld, dann muss ich das eventuell auch in ein anderes Produkt verpacken." So oder so muss ich aber in jedem Package die Möglichkeit liefern, dass wenn der Kunde, wenn die Kundin mit dem Produkt nicht zufrieden ist, dass sie die Möglichkeit hat, mit einem echten Menschen auch zu sprechen. Das ist schon eine Form der Selbstverständlichkeit. Ein Produkt soll aber auch natürlich so viel kosten Was es wert ist, damit das auch gut funktioniert. Ich sehe unsere Aufgabe und unsere Verantwortung, uns im größeren Sinn, all jene, die das wissen, denen die Risiken bewusst sind, denen die
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Herausforderungen bewusst sind, natürlich schon darin, dass wir andere informieren und unterstützen müssen, mit diesen Tools und Technologien umzugehen. Ich finde es schon wichtig, andere Personen, Mitarbeiter, Kollegen, Kolleginnen, aber auch privat darauf aufmerksam zu machen, wenn gewisse Risiken bestehen, wenn man gewisse Dinge vielleicht nicht so machen sollte, wo man vielleicht nicht alles über einen Agent machen lassen sollte, sondern man gewisse Dinge selber tun sollte. Ich glaube schon, dass das auch dazu gehört, wenn ich Dinge weiß, dass es meine Verantwortung ist, vor allem wenn es meine Überzeugung ist, dass ich das auch
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weitergebe und gerade auch bei mir im Unternehmen oder im privaten Umfeld meine Mitmenschen unterstützen soll. Ja, ich arbeite auch mit KI-Systemen. Ja, ich kann auch stundenlang mit KI-Systemen chatten, schreiben, sprechen, kommunizieren. Das ist auch toll, das macht auch Spaß, ist auch wichtig. Aber wie wir es auch im Vorfeld gehabt haben, es ist dann trotzdem schön, so wie hier in einer Runde mit Menschen sich zu unterhalten, echte Meinungen zu hören und nicht, dass mir die KI einfach das Feedback zurückgibt, was ich gerne hören will, sondern dass man da wirklich auch einen Austausch bekommt, den ich so
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mit einer KI jetzt auch nicht haben würde. Vielleicht als eine Art Schlussrunde. Martin, wie glaubst du, sieht dein Job in fünf Jahren aus oder vielleicht auch in zehn? Was wünschst du dir und gibt es eine Sorge, die du hast? Also, was wünsche ich mir? Ich wünsche mir, dass ich weiterhin viele spannende Projekte machen kann. Ich gehe davon aus, dass das Arbeiten, wie ich es heute mache, noch einmal anders ausschaut. Jetzt wird von mir ziemlich viel selber erarbeitet. Ich glaube, in fünf Jahren haben auch wir super KI-Systeme, die meine Grundlagenforschung alle leichter lösen.
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Wir haben sicher noch viel, wo wir mit Menschen diskutieren, Prozesse feinschleifen. Da wird man sicher noch die eine oder andere Befindlichkeit haben, die man lösen muss. Die Sorge, dass ich ganz ersetzt werde, die habe ich noch nicht. Vielleicht, dass die Hands-on-Geschichten immer weniger werden, weil ab und zu macht es halt Spaß, sich an irgendeinem Code oder einer Lösungstechnik zu probieren und das könnte leider wegfallen in Zukunft. Michael, wie sieht das bei dir aus? Also ich habe nicht Angst, dass ich in fünf Jahren ersetzt werde, weil ich denke, wenn man neugierig ist und bleibt, dann
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hat man da niemals ein Problem. Mein Wunsch wäre in fünf Jahren, dass es tatsächlich, wir haben es vorher besprochen, ein digitales Gebäudemodell gibt für jedes Objekt, was ganz normal ist, wie ein Energieausweis oder ein Plan oder was auch immer darum herum. Meine Befürchtung oder vielleicht ist das auch ein Wunsch, dass wir in Österreich nicht zehn Jahre dahin gehen brauchen, sondern vielleicht nur fünf. Und dass am Ende es nicht drei riesengroße Plattformen sind, die alle Daten vereinen, Stichwort DSGVO,
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sondern dass wir es wirklich schaffen, das in einem Layer zu organisieren, der dem Eigentümer des Gebäudes oder wie der Kami das definiert hat, dem Gebäude selbst gehört. Das wäre so Wunsch und Sorge zugleich. Kami, wie sieht es bei dir aus? Wie sieht es bei mir aus? Ich glaube, dass wir uns alle nach vorne bewegen werden. Ich hoffe, dass wir uns nicht zu schnell bewegen und nicht so schnell wie die KI an Geschwindigkeit aufnimmt jetzt gerade, weil wir das alles auch in unseren Köpfen noch verarbeiten müssen. Kleines Beispiel: Wir sind
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gerade Windradar fliegen und inspizieren die Blätter, die Windradblätter und brauchen in etwa für eine Windradanlage 35 Minuten und sind damit auch fertig. Es gibt aktuell künstlich gestützte Systeme, wo die Drohne vollautomatisiert fliegt und die brauchen im Durchschnitt 45 bis 50 Minuten. Was ich mir wünschen würde, ist, dass die KI in dem Punkt schon schneller wird, damit sie uns viel Arbeit abnimmt. Aber ich glaube, der Wachstum, das wir jetzt gerade haben, ist wieder exponentiell
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und wir müssen das auch dann grundsätzlich in fünf oder zehn Jahren verstehen können. Das heißt, wir müssen uns genauso schnell entwickeln oder langsam, damit wir das Ganze überhaupt fassen können. Samuel, gibt es in zehn Jahren noch Makler? Ja, ich glaube schon. Ich kann mir vorstellen, dass gerade dieser KI-Hype, von dem auch ein bisschen gesprochen wird und was es jetzt tatsächlich ist, weil das Thema überall in allen Medien ist, es sich tagtäglich verändert, dass das natürlich ein bisschen abflachen
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wird. KI wird mehr eine Art Selbstverständlichkeit und stärker in den Hintergrund rücken. Das ist ein bisschen so wie das Internet. Ich muss jetzt heute nicht mehr großartig viel über das Internet per se sprechen, sondern es ist da und es wird genutzt und man sieht es auch schon ganz stark bei Google. Vorher war es im Prinzip immer, ich musste das extra auswählen, jetzt bekomme ich die KI-Zusammenfassung schon direkt. Das sind einzelne Schritte auf einer Reise, wo KI immer stärker in den Hintergrund rückt und einfach, klingt jetzt ein bisschen übertrieben, allgegenwärtig ist, in allen Bereichen einfach verankert ist und eine gewisse Selbstverständlichkeit ist.
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Und das ist glaube ich, in Ordnung und das ist gut so. Ich glaube aber, dass auf der anderen Seite das Menschliche, die menschliche Interaktion, die menschliche Zusammenarbeit, der Austausch mit Menschen, weil wir über das auch gesprochen haben, das wird wertvoller werden, weil man das einfach zu schätzen weiß. Man wird einfach mehr investieren oder mehr Zeit investieren wollen, um mit echten Menschen zu kommunizieren. Und das ist genau der Aspekt, wo ich auch glaube, dass es für wie auch immer die Aufgabe des Immobilienmaklers dann tatsächlich aussieht. Aber es wird eine Rolle in der Form geben.
1:01:40
Es wird eine unterstützende Person, einen Vermittler geben, der beide Parteien zusammenführt, möglichst im Idealfall unparteiisch handeln kann, beide Seiten unterstützen kann und das höhere Ziel wird sein, dass beide Seiten am Ende zufrieden und glücklich aus dieser Transaktion herausgehen. Und dafür wird es Menschen brauchen und Unterstützung brauchen. Für mich persönlich: Ich habe keine Angst, dass mein Job so nicht mehr existiert. Dafür habe ich jetzt schon zu viel zu tun und das geht sich nicht aus, dass ich das in den nächsten fünf Jahren alles erledigt habe. Das heißt, ich habe nachher noch immer was zu tun.
1:02:17
Ich hoffe, dass wir in fünf Jahren genau in der Runde und Konstellation wieder zusammen sind und uns wieder über neue Themen und neue Hypes austauschen können. Ja, unsere Arbeit wird sich verändern, aber es wird immer Arbeit geben und es wird immer was zu tun geben. Und wenn man motiviert ist, wenn man aufmerksam ist und wenn man sich für diese Themen interessiert und sich da nicht verwehrt, werden wir alle einen Platz haben, wo wir auch was tun können, wenn wir das wollen. Aber das liegt halt auch sehr viel bei einem selbst. Was sind die Dinge, die ich tun möchte? Was sind die Dinge, die mir Spaß machen?
1:02:48
Und vielleicht noch ganz kurz auf das, was der Martin gesagt hat: Das, was dir Spaß macht oder was uns Spaß macht, ein bisschen coden, ein bisschen probieren, ein bisschen basteln. Ich glaube, das sind Dinge, ganz egal was es jetzt bei jedem einzelnen ist, die man sich von der Technologie nicht wegnehmen lassen muss. Ich glaube, das kann man weitermachen. Setzen wir lieber dort Technologie und Innovation ein, wo uns Aufgaben eher nerven und mühsam sind und nicht für die Dinge, die uns tatsächlich Spaß machen. Dann bleibt es auch interessant und dann bleibt es auch spannend. Das ist mein Zugang zu dem Thema.
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Ich glaube, perfektes Schlusswort. Herzlichen Dank dafür. Herzlichen Dank euch vielen für eine, wie ich glaube, wirklich extrem spannende Diskussion über das Thema Innovation. Es sei hiermit die Einladung ausgesprochen, dass wir uns am 03.11.2031 in gleicher Runde wieder treffen. In der Zwischenzeit noch einmal herzlichen Dank an euch, auch an alle Zuseherinnen und Zuseher und wir freuen uns auf nächste Woche bei unserem nächsten ImmoLive. Danke und einen schönen Abend. Danke schön. Tschüss.
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Danke schön. Tschüss. Wir in fünf Jahren. Wir sehen uns in fünf Jahren. Ciao.