Viele Immobilienbesitzer verschenken bares Geld – weil sie nicht wissen, dass es eine bessere Lösung gibt: **Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (GEA)**. Mit einer GEA verkaufen Sie Ihren selbst produzierten Strom direkt an Ihre Bewohner – zu rund 20 Cent statt 6 Cent Netzeinspeisung. Ihre Mieter sparen trotzdem. Und Sie verdienen dreimal so viel.
0:01 Herzlich willkommen zu einem Immo Live Special! Äh, zum ersten Mal seit, seit langer, langer Zeit haben wir jetzt wieder ein Webinar, wo wir Zuschauer live dazuschalten und die dann auch Fragen stellen können. Äh, warum machen wir heute ein Special? Immo Live gibt's ja seit 2020 in Kooperation von Immobilienredaktion und iValue. Ähm, das Thema heute ist allerdings so komplex, dass wir uns gedacht haben, äh, da holen wir uns lieber auch die Fragen des Fachpublikums dazu. Das Thema heute sind Photovoltaik und
0:41 Gemeinschaftsanlagen. Ähm, vor allem, wie man diese wirtschaftlich sinnvoll einsetzen kann, was dafür notwendig ist, wo möglicherweise Hürden stehen, wo Herausforderungen, äh, wo Herausforderungen bestehen. Und ich darf recht herzlich in der Runde begrüßen, äh, Georg Kreuter und, äh, Fabian Triebbrunner und darf das auch gleich zum Anlass nehmen, äh, lieber Fabian, kurz zu erzählen, warum du heute da bist, was du bislang machst, was du den ganzen lieben Tag machst, äh, was dich zum Experten für Gemeinschaftsanlagen macht.
1:21 Ja, vielen Dank, äh, für die, ähm, Möglichkeit. Mein Name ist Fabian Triebbrunner. Ähm, ich bin von der Regio 電 Elektrotechnik und, ähm, ich beschäftige mich schon sehr lange mit Immobilien generell. Wir haben auch in unserer Gruppe ein, eine eigene Hausverwaltung, äh, und eigenes Portfolio an Immobilien. Und seit drei Jahren ist mein Fokus eben auf Energie und Energiemanagement. Und vor allen Dingen, wie können wir unseren Mietern gut Strom, ähm, zur Verfügung stellen? Äh, wie können die den Strom gut nutzen? Wie können wir das gut abrechnen und das alles in Einklang mit Hausverwaltung, Wohnungseigentümern, anderen Eigentümern
2:04 und Netzbetreibern. Und da gibt es ganz viele Möglichkeiten und über das werde ich heute ein bisschen berichten aus der Praxis, wie so was funktionieren kann und warum das für alle ein, ein super Thema ist. Perfekt. Äh, Georg Kreuter, stellst du dich auch kurz vor, bitte? Ja, danke, Roni. Danke auch für die Möglichkeit, äh, hier mitzusprechen. Mein Name ist Georg Kreuter, ich bin studierter Betriebswirt und habe als solcher 2012 eine Unternehmensberatung, eine Kostenberatung gegründet. Ähm, und da waren der Punkt immer die Energiekosten. Das heißt, ich habe mich eigentlich damit beschäftigt, gar nicht so sehr von der grünen Seite, sondern wirklich von der rein
2:46 kaufmännischen Seite, Energiekosten zu senken. Der größte Erfolg meiner Karriere war der Energieeinkauf für die Stadt Stuhlen, mit einem damals Preis von zwei Komma neun Cent für die Kilowattstunde. Kann sich heute keiner vorstellen. Das ist auch schon elf Jahre her. Ähm, also das war 2014, ähm, und seither beschaffe ich für Kunden, ähm, Energieanlagen, unter anderem Photovoltaikanlagen, aktuell auch Wärmepumpen, recht viel auch Industriewärmepumpen, Hackchnitzelheizungen. Bin beteiligt an einem Biogasunternehmen und beschäftige mich also auch die letzten zehn Jahre eigentlich mit günstiger und
3:27 immer wichtiger als Vater von vier Kindern, ökologische Energie und bin vor dem Hintergrund auch Mitgründer, Roni, mit dir gemeinsam der grünen Immobilie und, und, und. Ja, ich freue mich, wenn wir heute über das Thema reden, das aus meiner Sicht ein No Brainer ist. Danke. Ähm, ja, dann bleiben wir auch, äh, gleich bei dir. Ich mein, Nachhaltigkeit hat ja einen Hype gehabt. Äh, dann kam ESG und, und, und viele Diskussionen. Äh, in den letzten zwei Jahren ist im Immobilienbereich, äh, das Schlagwort in der Prioritätenliste ein bisschen hinuntergerutscht. Ähm, und das Thema der
4:08 Wirtschaftlichkeit war für alle klarerweise ganz oben. Äh, ist Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ein Widerspruch? Rechnen sich Photovoltaik? Wenn sie sich rechnen sollen, was muss man dabei beachten? Ja, also Nachhaltigkeit um der Nachhaltigkeit willen, ähm, wird ganz gerne immer als teuer verkauft. In Wirklichkeit ist es wirtschaftlich. Also gerade das Thema Photovoltaikanlagen ist mehr als wirtschaftlich. Ähm, der durchschnittliche Kilowattstundenpreis für eine angeschaffte Photovoltaikanlage, die auf zehn Jahre abgegeben wird, ist irgendwo bei acht Cent, sieben, acht Cent, sechs Cent, manchmal bei größeren Anlagen und wenn ein Speicher
4:51 dabei ist, auf acht, neun Cent drauf. Ähm, das ist die, der Produktionspreis, der aus dem Betrieb der Anlage, wenn man die Anlage korrekt abdreht, hervorgeht. Und es ist wichtig: Ich muss also von dieser Photovoltaikanlage so viel wie möglich Strom selber verkaufen, äh, selber verbrauchen, nicht verkaufen, selber verbrauchen. Wenn mir das gelingt, spare ich mir die Netzkosten und kaufe quasi vom eigenen Dach den Strom um acht Cent ein oder neun Cent ein oder sieben Cent ein, je nach Größe. Und wenn ich das nicht alles verbrauchen kann, was ich am Tag produziere, dann muss ich mit meinem Nachbarn teilen, weil der spart sich Netzkosten,
5:30 ähm, und zwar auch nicht wenig. Und damit kann ich ihm den Strom ein bisschen teurer geben und damit ein Geschäft machen. Und das sind aus meiner Sicht die Dinge, die zu beachten sind. Eigenverbrauch, Eigenverbrauch und möglichst direkter Verkauf lokal an den Nachbarn, ähm, auf jeden Fall innerhalb eines Gebäudes oder innerhalb eines Ortes oder innerhalb eines, einer Trafostation. Dann kann man wirklich gut Geld damit sparen auf der einen Seite und verdienen auf der anderen Seite. ... Fabian, wo liegen aus deiner Sicht die größten Herausforderungen bei so einer Projektierung einer Gemeinschafts, gemeinschaftlichen
6:09 Erzeugungsanlage? Die größte Herausforderung ist, ich weiß gar nicht, ob man das so benennen kann, ist immer eine andere Herausforderung. Äh, in den, äh, also es ist insgesamt, äh, schon ein recht komplexes Thema, äh, im, im Detail. Ähm, ähm, die Netzbetreiber, äh, sind, sind ein großes Thema. Die ganzen Auflagen, äh, Baubehörden, Brandschutz, äh, und die Organisation, ähm, der, äh, Eigentümer oder der Nutzer vor Ort, damit sie dann den Strom auch beziehen. Ähm, dass das, ähm, in
6:49 einem guten Einklang, äh, funktioniert, ähm, braucht man schon gute Prozesse und ein bissl Erfahrung, damit das, damit das gut von der Hand geht und nicht in unzählige Arbeitsstunden ausartet. Das klingt jetzt eher schwierig. Schreckt das nicht dann die meisten ab, diesen- Ja. diese komplexen Herausforderungen irgendwie anzugehen? Ähm, das schreckt tatsächlich viele ab, vor allen Dingen meiner Erfahrung nach vor allen Dingen die Hausverwalter, äh, kriegen immer, ähm, ähm, panische Zustände, wenn Wohnungseigentümer kommen und sagen: Ja, wir hätten doch gerne eine PV-Anlage und vielleicht noch irgendwie so
7:32 gemeinschaftliche Erzeugungsanlage dazu. Und, ähm, da gibt's relativ wenig Anbieter am Markt, die da ein Komplettpaket, äh, anbieten können, äh, das am Ende auch in einer fertigen Abrechnung mündet und der, und der Hausverwalter einfach auch so wenig Arbeit wie möglich damit hat. Ähm, und das werde ich heute ein bisschen skizzieren, wie so was, wie so was ausschauen kann, ja, wie so was funktionieren kann. Georg, jetzt haben wir ja durchaus eine, eine, eine Situation: Wahnsinnig viel Menschen haben sich eine, eine PV-Anlage auch aufs Eigenheim, äh, aufs, aufs Dach gelegt. Auch in der Hoffnung quasi, wenn ich den Strom selber nicht brauche,
8:15 äh, dann speise ich ihn halt einfach zurück. Äh, die Förderungen sind gekappt worden. Äh, jetzt gibt es zwar wieder ein paar neue, ne, äh, aber in dem Ausmaß, wie es, wie es vor ein paar Jahren der Fall war, wird das wahrscheinlich aufgrund der Budgetsituation nicht wiederkommen. Jetzt gibt es auch ein neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz. Wohin geht aus deiner Sicht die Reise? Was, was, womit muss ich rechnen? Weil ich baue ja die, eine PV-Anlage, eine gemeinschaftliche Erzeugungsanlage, nicht für die nächsten zwei Jahre, sondern amortisieren tut sich's auch nicht in diesen zwei Jahren. Das heißt, ich muss schon sehr weit in die Zukunft denken.
8:55 Also grundsätzlich ist glaube ich eh bekannt: Die Stromkosten setzen sich aus drei Bereichen zusammen. Das eine sind die Stromkosten, die Energiekosten. Das zweite sind die Netzgebühren ah und das Dritte sind überhaupt Steuern und Gebühren und Verrechnungsgebühren und was weiß ich noch. Ähm, ähm, die Reise bei den Stromkosten, bin ich mir relativ sicher, bei den reinen Energiekosten wird sich irgendwo zwischen neun und zehn Cent einpendeln. Also nicht ganz umsonst ist jetzt die Regierung rausgegangen oder der Verbund auch rausgegangen mit zehn Cent. Warum ist das so? Warum werden das acht, neun, zehn Cent sein,
9:30 also eher neun, zehn Cent? Äh, weil die Produktionspreise so sind. Können da Produktionsanlagen angeschafft werden, dann können sie das ungefähr dort markten. Der Verbund hat ein bisschen Glück, bei seinem Wasserkraftwerk sind wahrscheinlich die Produktionskosten eher bei fünf bis sechs Cent und, und, und, und daher kann er das gut um zehn Cent, sage ich jetzt mal, verkaufen. Das ist die Reise bei den Energieproduktions- oder Energiekosten. Das, wo wir jetzt anpassen müssen, alle miteinander, vor allem die kleinen und mittleren Unternehmer, ähm, ähm, sind die Netzkosten. Die werden teurer und das spürt man jetzt schon.
10:07 Und das wird noch teurer werden. Das wird auch in den Medien permanent diskutiert. Ähm, Anschlusskosten sind dann im neuen LWG um ungefähr dreißig Prozent gestiegen. Ähm, die Netzkosten steigen langsam. Das Burgenland hat auch politisch im Vorjahr erhöht und dafür heuer nicht. Aber wir werden immer wieder mit der Erhöhung von Netzkosten konfrontiert sein. Daher ist die dezentrale Erzeugung von Energie netzkostenvermeidend und damit für den Endkunden günstiger. Je dezentraler der Strom erzeugt wird, je mehr er dort erzeugt wird, wo er verbraucht wird, desto weniger werden die Netze belastet, desto weniger
10:42 werden Netzkosten verursacht und desto besser ist da die Reise. Das LWG, das neue, sieht vor allem in diesem Bereich natürlich in Weiterführung der Energiebereich, äh, Gemeinschaften vor, wo man mit den Netzkosten, äh, sich helfen kann. Und die große Revolution ist die Erlaubnis einer Direktleitung vom Erzeuger zum Verbraucher über die Grundstücksgrenze. Die war bis zum neuen LWG nicht erlaubt. Das hat bei der GEA auch einen Riesenvorteil. Kriege ich es im eigenen Haus nicht runter, den Strom, dann kriege ich es ins Nachbarhaus, und zwar über eine Direktleitung, ohne Netzkosten zu verursachen. Das wird noch ein bisschen spannend, Fabian, ob
11:20 wir dazu sozusagen können aus technischer Sicht, ja, aber gesetzlich ist es auf jeden Fall einmal erlaubt. Industriebetriebe heißt das, dass sie sich irgendwie zwei Kilometer oder ein Kilometer vom Standard ein Wasserkraftwerk anlassen können, ja, und sich die Leitung direkt in ihrem Betrieb auf eigene Kosten legen können. Und dann macht das alles wieder Sinn, gell? Also, das ist, glaube ich, die größte große Neuerung, ist: Netzkosten werden teurer, aber dafür kann man sich selber eine Direktleitung legen und dezentral den Strom erzeugen und, und damit diesen Netzkostenanstieg irgendwie ausweichen. Ja, und alles andere im
11:58 LWG ist eigentlich Preisstützung und viel Politik und viel, äh, äh, wie soll ich sagen, ja, ähm, also Argumente. Ja, aber das sind, glaube ich, die zwei Schlüsselfaktoren. Ja? ...Vielleicht ergänzend, vielleicht ergänzende Frage gleich dazu, Fabian, weil, weil im Gewerbeimmobilienbereich rechnet sich ja Photovoltaik bald, weil, weil ich de facto dann, wenn der Strom erzeugt wird, auch im Normalfall den Verbrauch hab. Die Problematiken stehen im, im Wohnimmobilienbereich. Ähm, jetzt alles das, was der Georg gesagt hat, auch in Richtung neues Gesetz und auch du vorher, so quasi: Man muss es richtig machen, damit's gescheit
12:38 funktioniert. Wie macht man's richtig, äh, damit, damit, äh, so GEAs, gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen, richtig gut und wirtschaftlich funktionieren? Mhm. Ähm, also da gibt's mehrere Ansätze dazu. Am optimalsten funkt- funktioniert, äh, oder am effizientesten funktionieren die gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen natürlich dort, wo man, äh, untertags auch einen, einen großen Verbrauch hat, ja? Und das hat man jetzt nicht nur im, äh, Gewerbebereich oder nicht nur im Bürobereich, sondern sehr oft einfach in
13:19 gemischt genutzten, äh, äh, Immobilien. Und das sind ja in Wien sehr viele, dass im Erdgeschoss irgendein Geschäft drinnen ist oder vielleicht a Büro irgendwo noch oder ein Arzt drinnen ist. Na, das gibt's ja sehr oft, ja. Keine Ahnung. Wir haben in der Seestadt ein, ein, ein, ein Projekt gemacht, äh, das sind vierzig Wohnungen und im Erdgeschoss ist, äh, ist Apotheken drinnen, ja. Die, die braucht so viel Strom untertags, äh, für Kühlung und für andere Dinge, ähm, dass der Überschuss, äh, der, der, also dass das gut verteilt werden kann. Wenn man jetzt den Fall hat, ähm, dass wirklich nur Wohnen
13:58 drinnen ist, also ich hab eigentlich, eigentlich nur in der Früh und am Abend viel Verbrauch, äh, dann kann man bei den GEAs genauso wie auch im privaten Bereich, also im Einfamilienhaus, äh, genauso einen Akku verbauen. Ist a bisschen erhöhtere Brandschutzanforderungen als im Einfamilienhaus, aber sonst, äh, kann man dort das auch mit Akkus lösen. Wir haben in der Neustadt ein Projekt gemacht, da schaffen wir fünfundachtzig Prozent, äh, Autarkie. Also fünfundachtzig Prozent vom, vom gesamten Jahresverbrauch kommt aus der PV-Anlage und den Speichern. Und das ist, äh, dann schon eine sehr passable Lösung.
14:34 Und wenn ich da den Strom um dreizehn Cent, äh, netto an meine Mieter, äh, verkaufen kann, dann, äh, macht das auch recht viel Spaß, weil dann sind wir irgendwo zwischen sieben und zehn Prozent, äh, Kapitalrendite auf das, auf das, auf die Kosten von dem Ganzen, ja. Äh, kurze Zwischenfrage, weil ich das, äh, gestern erst in einem Gespräch gehabt hab: Die Speicher werden ja quasi, ja, im, im Quartalstakt günstiger. Äh, das führt dann dazu, dass die Leute sagen: "Na, da warte ich noch, bis ganz günstig sind." Ähm, ist das gescheit?
15:14 Tja, äh, wenn man nach China schaut, wo der Großteil der Akkus herkommt, ist, äh, meine aktuelle Information, dass, äh, vor allen Dingen, ich glaub, ab April, äh, äh, Exportförderungen, äh, gekürzt werden, äh, in China. Das heißt, das deutet darauf hin, dass es eher wieder ein bisschen teurer wird. Sagen wir mal, es wird nicht teurer, aber es wird auch nicht mehr billiger. Wir, wir schaffen teilweise Akkupreise um, ich sage mal, dreihundert, äh, dreihundertfünfzig Euro, äh, pro Kilowattstunde. Also
15:54 so ein zehn KW Kilowattstunden Akku, ähm, fürs Einfamilienhaus kostet dann vielleicht noch drei, dreieinhalb tausend Euro. Ähm, die haben vor drei Jahren noch oder vor zwei Jahren haben die noch das Doppelte gekostet, ja. Georg, äh, wie schafft man aus deiner Sicht, äh, Fabian hat von sieben bis zehn Prozent gesprochen: Wie schafft man am besten jetzt aus deiner Sicht eine Win-Win-Situation zwischen, zwischen Eigentümern und, und Nutzern, ne, äh, Mietern, ne? Also gerade im, im Bestandsimmobilienbereich und da, da ist man ja, oder das ist eigentlich
16:35 quasi der größte, der größte Brocken, äh, mit dem wir uns beschäftigen, auch. Ähm, gerade im Bestandsimmobilienbereich habe ich ja das Thema, dass die Mieter eigentlich für die Energieversorgung, äh, verantwortlich sind unter Anführungszeichen. Ja, und, und, und die GEAs stehen aber am Haus oder liegen am Haus. Wie geht man damit um? Also nach meiner Erfahrung ist das Wichtigste, dass man die verschiedenen Rollen einmal klar definiert, ja. Es gibt den Eigentümer des Hauses oder die Eigentümer des Hauses. Dann gibt es die Mieter oder die Nutzer, die dort wohnen. Es kann einer natürlich
17:15 Nutzer sein und Eigentümer, aber so, dann hat er zwei Hüte auf, nicht? Aber in Wirklichkeit sind es zwei verschiedene Rollen. Und dann gibt es jetzt mit dem, äh, LBG die dritte Rolle, ne. Das sind die Eigentümer der PV-Anlage. Die müssen sich auch nicht überschneiden. Es kann also im Extremfall eine Eigentümer einer PV-Anlage sein, Eigentümer seiner Wohnung und Nutzer seiner Wohnung. Dann hat er alle drei Hüte auf. Es müssen aber nicht alle Eigentümer einer WEG, Wohnungseigentümergemeinschaft, unbedingt auch gleich Eigentümer einer PV-Anlage sein. Das muss jetzt nur dann der Fall, wenn die aus den Rücklagen bezahlt wird.
17:53 Wenn die extra finanziert wird von dreien, die sich zusammenschließen und sagen: "Wir machen das," ist auch gut, ja. So, damit müssen nicht alle mitmachen. Ein, ein, ein nettes Standbild. ... oben die PV verkauft jetzt und die verrechnen sich und das und der Rest weiter bei Ökostrom oder wo immer kaufen, ja? Also das geht sich aus, ja. Ähm, wenn ich diese drei Rollen also sauber trenne und sage: Willst du da dabei sein, willst du da dabei sein oder willst du dabei sein oder willst du bei alle drei dabei sein?
18:34 Dann versteht jeder sehr schnell, wo die Reise hingeht und dann sagen: Na, da bin ich gern dabei, aber da nicht. Ja, und, und, und ist eine gewisse Freiwilligkeit und man kommt von diesem potenziell nehmenden hundert Prozent Zwang bei allen Parteien irgendwie weg, ja. Ähm, und dann sucht sich jeder seine Win-win-Situation einfach selber aus und sagt: Ja, da will ich Geld verdienen als Anleger, da möchte ich Geld verdienen, indem ich die Stromkosten reduziere und ansonsten will man mit den anderen nichts zu tun haben. Also gibt es ja auch die Möglichkeit. Ja, ja, also das wäre mein Ansatz dazu.
19:09 Das heißt also, wenn ich, wenn ich einfach quasi voller Angst sage: Na ja, aber in einer Wohnungseigentümergemeinschaft, da müssen alle mitfinanzieren und da müssen alle mittun und dann müssen alle den Strom nehmen. Das ist so nicht richtig. Nein, nein, das ist nicht der Fall. Es muss nicht sein. Es muss eben nicht sein, sondern es gibt eben den Eigentümer des Hauses, den Eigentümer der PV und die Nutzer des Stroms, ne. Das können die gleichen sein, aber sie müssen es nicht sein. Und wenn jede Rolle ihre Verantwortung wahrnimmt, ähm, dann kann es für jeden hinterher noch auf seine Auge Geschäfte.
19:45 Ja, weil der Eigentümer des Hauses, was hat er für einen Vorteil? Er steigert den Wert seiner Immobilie, wenn er eine PV drauflegt. Der Eigentümer der PV hat den Vorteil, dass er ein Investment mit einer Rendite tätigt und der Nutzer der PV dann hat den Vorteil, dass er die Stromkosten spart. So, es kann einer sagen, ich will alle drei Vorteile oder ich will nur einen Vorteil haben, weil für jeden ist ein Vorteil drinnen. Das ist eigentlich geboten. Ja, und, und es müssen aber nicht zwingend alle zwangsbeglückt sein und auch nicht alle jetzt CO2 einschwören oder so, sondern es reicht, wenn man sagt, es sind
20:18 die drei Sphären, wo möchtest du dabei sein? Und selbst wenn die PV-Anlage am Haus Nummer acht liegt und der ganze Strom im Haus Nummer zehn verkauft wird, ist das heute kein Problem mehr. Ja, das möchte ich auch sagen. Also kann man das vielleicht auch so organisieren, ja. Das, was ich da vielleicht ergänzen darf, ist, dass das eine wichtige Botschaft ist für alle, die über das nachdenken. Es ist, wie der Georg richtig sagt, völlig irrelevant, ob ich selbst dort wohne oder ob ich eine Wohnung dort habe und die vermiete. Ich habe in jedem Fall einen wirtschaftlichen Vorteil davon, weil jede Kilowattstunde, die die PV-Anlage
20:56 produziert, wird dem Nutzer ja zu einem vergünstigten Preis, damit es attraktiv genug ist, verkauft. Und diese Einnahmen kommen in den Betreiberpott, sozusagen der der PV-Anlage. Und wenn das auch die Wohnungseigentümergemeinschaft oder der Hausbesitzer als einzelne GmbH oder Person ist, äh, dann, dann wird sie dort auch wieder verteilt, die Erträge. Ja, bei den Wohnungseigentümergemeinschaften machen wir das üblicherweise so, dass die Einnahmen davon in die Rücklagen, äh, fließen. Das bedeutet, es kommt an jeden Eigentümer, der in seinem Verhältnis an der Investition mitbezahlt hat, kommt es auch
21:35 wieder im selben Verhältnis die Erträge zugute. Ja, und so kommt man eben auch auf eine Eigenkapitalrendite von, äh, sieben, acht, zehn Prozent. Und wenn man den Strom selbst auch noch günstiger einkaufen kann, dann kann ich meine Rendite noch verbessern. Äh, um die Ersparnis, die ich durch den günstigen Strom habe, dann komme ich vielleicht auf zwölf, dreizehn Prozent. Jetzt haben wir im Vorfeld diskutiert, aber in Wahrheit geht es schon auch dann um die quasi intelligente Steuerung dieses ganzen Systems, oder? Also ohne, ohne dass da irgendwer sagt: So, das macht jetzt Sinn, wenn ich die Wohnung ins Büro,
22:15 äh, wenn ich den Strom ins Büro schicke und nicht dorthin oder was auch immer. Äh, ich glaube schon. Ich meine, wir haben auch in vielen Diskussionen gesehen, die Leute schrecken davor zurück. Wie ist das mit der Verrechnung und, und, äh, wie, wie komme ich zu meinem Geld, wenn wir nicht zahlen? Und, und diese Dinge mehr. Bist du da auch konfrontiert mit? Ähm, also da wir ja auch eigene Objekte haben, wo wir diese Modelle, äh, äh, drauf gebaut haben, haben wir auch immer ein direktes Feedback, wo einfach die größten Herausforderungen sind. Und da würde ich als Erstes einmal identifizieren: Wenn ich jetzt
22:58 alleine entscheiden kann, also es ist mein Gebäude und ich, äh, möchte das umsetzen für meine, für meine Nutzer, ähm, wann funktioniert es? Und es ist egal, ob das ein Einkaufszentrum ist oder ob das ein Büro oder Wohnhaus ist. Wann funktioniert es? Wenn die Leute mitmachen, also wenn meine Nutzer den Strom vom Dach auch tatsächlich kaufen. Weil wenn sie ihn nicht kaufen, dann speise ich ein und dann kriege ich fünf Cent im Schnitt, ja, sagen wir mal, im Sommer wahrscheinlich noch weniger. Das heißt, ich muss mir überlegen, als Betreiber oder als Organisator, welchen Preispunkt definiere ich, damit meine Nutzer motiviert sind, meinen Strom zu kaufen und nicht
23:39 den von außerhalb. Da hilft mir jetzt die gemeinschaftliche Erzeugungsanlage, weil ich habe keine Netzkosten. Das heißt, ich bin automatisch, selbst wenn ich denselben Energiepreis hätte wie der Verbund, also sagen wir jetzt zwölf Cent brutto, ähm, dann bin ich schon um fünfzig Prozent billiger als alle anderen, weil die Netzkosten sind auch zwölf Cent. Das heißt, der Endkunde bezahlt vierundzwanzig aktuell ungefähr für den Strom, wenn er von außerhalb kauft. Das heißt, ich gehe jetzt ein bisschen rauf und sage, ich verlange vielleicht siebzehn. Spart sich der Nutzer noch immer dreißig, vierzig Prozent.... Und ich habe aber,
24:22 äh, einen deutlich höheren Ertrag, äh, auf, auf der Einnahmenseite. Und wenn ich dann noch die ganze Abrechnung und, und Wartung ordentlich, äh, mit einberechne, bleiben mir netto, sagen wir, dreizehn Cent oder so übrig. Äh, und mit denen komme ich dann eben auf acht bis zehn Prozent Kapitalrendite. Und dann macht es sowohl für mich als Investor oder als, als Hausbesitzer Spaß, als auch für meine Nutzer, weil die sparen sich dreißig, vierzig Prozent an den Energiekosten. Ja, und wir haben in unserer Plattform eben auch die Möglichkeit, dass wir das, so wie die Betriebskosten quasi
25:02 fix fertig für den, für den entweder für den Haushalter oder für den Eigentümer direkt die, die Rechnungen für die Energie an den Kunden schicken. Äh, und er muss quasi nur das Inkasso machen und schauen: Ist das auch bezahlt worden oder nicht? Also, dass die Arbeit so gering wie möglich ist, ja. Äh, gutes Stichwort. Ähm, äh, du hast-- du bist ja auch quasi als Hausverwalter tätig. Ähm, jetzt kann ich mir durchaus vorstellen, dass die eine oder andere Hausverwaltung sagt: "Na, wozu soll ich mir das antun? Ich habe ja nichts davon." Ne? Äh, wie geht man damit um als Eigentümer oder auch als Hausverwaltung?
25:43 Ja, das ist ein, ist ein bisschen, also, die meisten Hausverwalter, äh, äh, haben dasselbe Probleme bei der Heizkostenabrechnung. Äh, die wollen sie oftmals auch nicht selber machen, äh, weil das viel Arbeit ist und, ähm, die meisten nicht, oder die meisten Kunden nicht bereit sind, das extra zu bezahlen. Aber wenn man es der Techem oder der ista oder irgendwem anderen zum Abrechnen gibt, äh, dann, dann, äh, wird das quasi akzeptiert, dass das was kostet. Ähm, und da versuchen wir einfach auf zwei Wegen das zu machen: Entweder sind wir quasi die, die Heizkostenabrechner, nur halt
26:26 auf der Stromebene und, ähm, ähm, der Hausverwalter... Wir definieren quasi mit dem, mit der Hausverwaltung, wie viel Arbeit haben sie am Ende mit, mit diesem zusätzlichen Ding und bezahlen das sozusagen aus unseren, äh, Erträgen, äh, die wir über die, ähm, über die Servicegebühr für die Abrechnung bekommen. Weil sie müssen es ja am Ende umsetzen, ja. Also mithelfen, sagen wir es einmal so, und das funktioniert eigentlich, ähm, eigentlich ganz gut. Ja, es ist nicht viel Aufwand. Die Energie in einem Wohnhaus rechnet man meistens nicht öfter als zweimal im Jahr ab. Beim Gewerbe kann es aufgrund der
27:07 Menge oft sein, dass man sie monatlich abrechnet. Das ist dann ein bisschen aufwendiger, aber wir liefern die Daten in allen, äh, elektronisch, in allen Varianten an, die die Hausverwaltung einfach nutzen kann. Entweder man macht normal SEPA-Mandate oder Einzüge, oder... Also da gibt es viele Automatisierungsmöglichkeiten, schon auch bei den Hausverwaltungsprogrammen, dass wir einfach den Aufwand so gering wie möglich halten. Georg, jetzt hat der Fabian vorher von acht bis zehn Prozent gesprochen. Ähm, welche Investments fallen denn noch ein, die acht bis zehn Prozent im Monat bringen? Und so, ich meine, ich meine, theoretisch müsste man jetzt
27:46 sagen, das ist zwar nicht mündel sicher, so wie es früher die Immofinanz angeblich war, aber dodel sicher, oder? So- Wo sind die Hürden? Weil bei acht Prozent versus keine Ahnung drei muss es eine Hürde geben, weil sonst gibt es keine acht Prozent. Also ich muss dazu sagen: Erstens sind wir beide schon lange genug im Geschäft, um zu wissen, alles, was einmal mündel sicher bezeichnet wurde, war spätestens fünf Jahre später sein Bank. Daher werden wir das nicht tun. Ja, so, das Zweite ist, ähm, diese Investitionskostenrechnung stimmt und passt auf Basis der aktuellen Strompreise und auf Basis der aktuellen
28:28 gesetzlichen Lage. So wie es derzeit ausschaut, ist sie ziemlich stabil, weil das Gesetz ist eineinhalb Monate alt. Okay, also weiß ich nicht, was da jetzt noch kommen mag, aber das wäre an sich gut. Es ist auch aus meiner Sicht sehr gut, dass die Förderungen wegfallen, weil das zwingt alle, im Projekt so zu rechnen, dass es sich wirklich rechnet und nicht auf Förderungen angewiesen zu sein. Ja, ähm, das ist an sich auch ein gewisser Stabilitätsfaktor. So, die Banken haben das drauf, das Ding, das muss man auch sagen. Die können mit Wirtschaftlichkeitsrechnungen von Photovoltaikanlagen sehr gut
29:04 umsehen und sie sind an sich im Risiko relativ gering geratet. Man kommt relativ leicht, ein relativ, sage ich jetzt einmal, gutes Geld, weil die Banken auch einen gewissen Anteil an ESG-Investitionen voran müssen. Und das können sie natürlich, die Finanzierung einer Photovoltaikanlage in einer Gemeinschaftsanlage passt da bestens hinein. Ja, also von dem her, ähm, gibt es viele Signale, die auf dieser Runde sprechen. In einem Punkt muss ich dich korrigieren: Wir sprechen von einer Jahresrendite, ja, bei acht Prozent pro Monat. Das geht im Moment gerade einmal nur mit, wenn es wieder aufgeht. Ja, aber, aber wir sprechen acht bis
29:44 zehn Prozent Jahresrendite, in guten Projekten zwölf bis vierzehn Prozent Jahresrendite, äh, äh, wohl steigende Rendite. Das kann man auch sagen, wie Skalierungseffekt, ja. Also Einkaufszentren, Gewerbegebäuden, wenn ich da große Dachflächen habe und viele Gewerbeabnehmer, dann, dann verstehe ich überhaupt nicht, wenn ich durch Österreich fahre, jetzt weil ich glatt nicht Skifahren, ja, und ich glaube, die ganzen Gewerbedächer und da liegt nichts drauf und ich verstehe es nicht. Ja, weil unten brennt es licht und oben liegt nichts drauf. Ich verstehe es nicht. Ja, ähm, ähm, weil dort sind die Renditen
30:15 nahe frei und da gibt es viele Erfolgsbeispiele, äh, irgendwie höher. Ähm, was ein Hemmschuh auch sein kann, ist, am Ende des Tages ist es ein Gleichstellungsgeschäft.... Okay, im Zinshaus reden wir vom Gesamtertrag einer Photovoltaikanlage von, was weiß ich, vier Monatsmieten einer Wohnung, ja? Also ich weiß nicht, also es kommt halt auch immer auf die Menge Strom an, ja. Und, und, und vielleicht liegen bei den Immobilienanbietern einfach die Transaktionskosten so hoch, dass man sagt: Na, dann wäre mir da ander renovieren lieber drei Wohnungen. Ich weiß es nicht, ja, ähm, aber aus Rates betrachtet, ja, ähm, ist die
30:55 Photovoltaikanlage aus heutiger Sicht ein No-Brainer, ja. Ich darf dann noch kurz was ergänzen, und zwar: Ähm, in, dort, wo man im Gewerbebereich Mieter hat, die ein bisschen größer sind und, äh, ESG-Reporting pflichtig sind- Ja. dort wird über kurz oder lang werden die Mieter, äh, zu euch kommen oder zu den Eigentümern kommen. Das haben wir auch bei Kunden schon, äh, gerade im, im ersten Bezirk und so, äh, wo sie kommen und sagen: "Du, wenn du mir nicht, äh, ESG-reportingfähige Verbesserungen am
31:35 Gebäude nachweisen kannst, bin ich weg und suche mir einen anderen Vermieter, weil ich brauche das für mein, für meine Reportingpflicht." Und die PV-Anlage ist ja das einfachste, äh, Mittel, wo ich auch Geld verdienen kann. Weil nur weil ich jetzt eine neue Fassade draufpicke, äh, und einen besseren Energiewert habe, da habe ich wahrscheinlich nicht mehr Einnahmen dadurch oder zumindestens, äh, nicht so schnell wie bei der PV-Anlage. Und die PV-Anlage zahlt ja ab Tag eins, wo sie in Betrieb geht, äh, zahlt sie ein. Und ergänzend zu der Aussage wegen, wegen der Nachhaltigkeit der Investition: Äh, wir wissen
32:17 natürlich nicht, äh, wie sich die gesetzliche Lage verändert, aber es sei hier erwähnt, das ist eine EU-gesetzliche Regelung, also diese ganzen Energiegemeinschaftsthemen und Stromliberalisierungsthemen und Verteilungsthemen. Da gibt es ein EU-Gesetz dafür. Also da kann auch Österreich nicht irgendwie was, äh, anderes erfinden. Und es wird immer so sein, und deswegen finde ich dieses Thema, äh, der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage, äh, so wichtig, dass dort, wo der Strom produziert wird, dort kann ich ihn immer am teuersten verkaufen, weil ich nicht vom Markt abhängig bin.
32:59 Ich bin nicht vom Netzbetreiber abhängig. Ich bin nicht, äh, ich bin mehr oder weniger nicht groß vom Energiemarkt generell abhängig, ähm, weil das, was der Netzbetreiber an Netzkosten verlangt, selbst wenn die Energie am Markt verschenkt wird, kann ich immer sagen: Na ja, die zwölf Cent Netzkosten, die tendenziell steigen werden, die musst du immer bezahlen. Also kann ich von einer langfristigen Ertragssituation von, sagen wir, neun, zehn Cent netto auf jeden Fall ausgehen. Und ob sich die PV-Anlage dann in sieben oder in zehn oder in zwölf Jahren rechnet, ist aus meiner Sicht jetzt vom
33:39 risikopolitischen Entscheidungsfaktor her nicht so, nicht so wild. Ja, es kann aus meiner Sicht nur besser werden. Wenn ich jetzt eine große Freiflächenanlage irgendwo in die Pampa baue, da bin ich a- davon abhängig, was wird am Markt bezahlt oder wie da... Ich habe volle Netzkosten, das heißt, ich muss meine Energie wahrscheinlich um sechs Cent verkaufen oder um sieben netto, weil der billigste Stromanbieter verlangt neun. Warum soll jetzt irgendwer meinen Strom kaufen? Ja, das habe ich bei der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage eben nicht. Ich spiele jetzt ein bisschen Advokatus Diaboli. Ähm, wenn, wenn, also gesetzt den Fall,
34:19 äh, wir haben ein, wir haben ein Zinshaus mit keine Ahnung, zwanzig Mieter:innen, ähm, und es gibt die Möglichkeit, PV am Dach zu machen. Ich habe ja nach wie vor, was schon mein Risiko ist bei dieser acht bis zehn Prozent Rechnung ist, finde ich, wenn der mir diesen Strom abnimmt, ne? Weil also eigentlich stelle ich jetzt in den Raum, wäre ja, nachdem ich durchkalkuliert habe, ob das passt, müsste ich eigentlich, bevor ich das Ding hinstelle, hergehen und mit den einzelnen Mietern reden, ob sie es überhaupt machen wollen oder? Absolut. Oder wie würdest du vorgehen gehen, so?
35:00 Ja, das ist ja selbstverständlich, ne. Also, aber das kann auch ein einfacher, lockerer Brief sein. Der Incontrol Bestpreis liegt derzeit bei, Fabian, sag du richtig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig Cent. Ja, egal, Sie können einmal im Monat wechseln, ja, oder Sie kriegen den Strom siebzehn Cent vom Dach. Ja, sind Sie dabei, ja oder nein? Ja, ähm, bei Ihren geschätzten Stromkosten von, was weiß ich, keine Ahnung, ist tausendzweihundert Euro im Jahr, sparen Sie mir zweihundert Euro. Sind Sie dabei, ja oder nein? So, und, und, und, und wenn nicht, dann kann man die vielleicht noch anrufen, aber das reicht eigentlich, der Brief.
35:35 Ja, und, und das, da komme ich wieder zurück zu dem Einsatz, zu sagen, ähm, bitte die Rollen trennen. Also selbst wenn, dann schicke ich ihm, nämlich der Eigentümer, den gleichen Brief und sage: Wir haben am Tag eine Investition von zwanzigtausend Euro und viertausend Euro kannst du fünfundzwanzig Prozent Anteil kaufen oder zwanzig Prozent Anteil kaufen. Das und das ist der Rendit, bist du dabei oder nicht? Und, und wenn das der Gleiche ist, schicke ich ihm zweimal den Brief. Ja, also i-i-i das, was diese Projekte so, so brutal macht, ist die Komplexität der Interessen. Wenn ich das trenne und
36:11 sage, du kannst bei A, B, C dabei sein, wie, wie ein Anteilsbrief, ja, bist dabei oder bist nicht dabei, dann halte ich hier die Kommunikation schlank, ja, und, und Dings. Und ja nicht bitte mit Mietern und Eigentümern reden, ob wir jetzt einen PV-... Dolac, Dolac Speicher nimmt oder eine Fronius Wechselrichter oder eine was weiß ich was für eine Batterie, da ist verloren, ne? Dann sitzen Anbieter, ich kann auch einen, den das machen kann und weg von dieser Diskussion. Wir machen das, das bringt es dann vor, bist dabei oder nicht. Ja, also das wäre, wäre aus meiner Sicht und dann gewinne ich die auch. Aber wenn ich denen irgendwas Technisches
36:54 erzähle, dann, dann rutscht mir das Projekt an, das ist logisch, ne. Wäre doch eine klare Botschaft. Wär ja, Fabian, wär ja doch eigentlich ein Geschäftsmodell, äh, dass, dass Immobilieneigentümer, Immobilieneigentümerinnen als Komplettpaket anzubieten, oder? Und zu sagen: Also wir bieten das als Komplettpaket. Wir machen den Rest. Ja, ja, also wir bieten es als Komplettpakete an, egal ob es eine Wohnungseigentümergemeinschaft ist, äh, wo wir auch, äh, bei den, bei den Versammlungen oder online das gerne auch präsentieren, ähm, wie das funktioniert. Also ähnlich wie heute und auch
37:35 Beispielrechnungen machen. Ähm, und ergänzend noch zu den, zu den, äh, Mieterinformationen oder zu den Gesprächen vorab: Wir haben zum Beispiel aktuell ein großes Projekt in Wiener Neustadt, ähm, wo es um zweihundertfünfzig Kilowatt Peak geht und das sind große, namhafte, äh, Lebensmittel und, und andere, äh, ähm, Gewerbemieter drinnen. Und wenn ich da, weiß nicht, fünf, sechs Mieter habe, natürlich, die Anlage macht ja nur Sinn, äh, wenn, wenn da zumindestens zwei oder drei sagen: Ich kaufe dir den Strom auch ab. Im besten Fall alle. Ja, aber wenn einmal zwei, drei
38:15 Große dabei sind, die viel Kühlleistung brauchen, äh, viel Strom untertags brauchen, ähm, dann macht das Projekt ja schon Sinn. Und wenn man da im Vorfeld die Verträge abschließt, äh, im Sinne eine Ergänzung zum Mietvertrag: Solange du Mieter bist, äh, verpflichtest du dich, den Strom zu kaufen und, äh, die monatliche Anpassung oder quartalsweise Anpassung ist immer Bestpreis, äh, iControl netto für deine Netzebene minus fünfundzwanzig Prozent. Ja, oder irgendeine Größenordnung. Dann bist du bei siebzehn Cent jetzt. Wenn du, wenn die ein paar hunderttausend Kilowattstunden im Jahr, äh,
38:55 verwenden, geht es um zigtausend Euro Ersparnis im Jahr und sie können das gut für ihr ESG-Reporting-Thema nutzen. Also das ist eine großartige Sache. Und umso kleinteiliger das wird, umso mehr muss man sich halt fragen: Zahlt sich das wirklich aus? Ja, wirtschaftlich ja, aber zahlt sich auch der Aufwand aus? Ja, und wenn ich jetzt ein Beispiel nehme: Ich habe, weiß nicht, zwanzig, dreißig, äh, Mieter da drinnen und dann bringe ich vielleicht eine zehn Kilowatt Peak Anlage aufs Dach, weil einfach nicht mehr Dachfläche da ist. Dann weiß ich zwar ziemlich sicher, wenn die Hälfte mitmacht, kann ich hundert Prozent von meinem Sonnenstrom
39:35 verkaufen, aber da reden wir wahrscheinlich von tausendzweihundert Euro Ertrag im Jahr. Und da muss ich mir halt einfach überlegen: Will ich mir das dann antun, immer zu schauen, dass die Mieter alle dabei sind? Wann kann so eine kleine Anlage trotzdem Sinn machen? Ich habe im Erdgeschoss ein Sportgeschäft, viel Beleuchtung, das ist dabei und ich weiß, fünfzig Prozent von meinem Jahresverbrauch sind sowieso weg, äh, vom Sportgeschäft oder von irgendeinem Geschäft. Und, ähm, und, äh, dann suche ich mir noch die zwei, drei größten Wohnungen. Oder vielleicht ist noch eine Ordination drinnen und dann weiß ich, dann passt
40:13 das auf jeden Fall und alles andere ist dann, äh, nice to have. Was aus auf der Immobilienseite, wenn ich mir den Hut kurz noch aufsetzen darf: Was wir schon merken, ist im Vertrieb, also in der Vermietung, ja, schreiben wir halt in die Inserate immer dazu, dass es bei uns günstigere oder günstigen Strom aus der PV-Anlage gibt. Und, ähm, ich, ich habe jetzt keine messbaren Daten dafür, um zu sagen, wir haben deswegen eine Wohnung mehr oder weniger vermietet. Aber am Ende könnte man schon unterstellen, zu sagen: Wenn jetzt ein Mieter die Wahl hat zwischen zwei gleichen Wohnungen und bei einer kriegt er den Strom
40:53 günstiger, ähm, dann wird er wohl, äh, zu der greifen, äh, wo er weiß, na, da habe ich auch noch hundert Euro, hundertfünfzig Euro im Jahr Ersparnis auf der Stromseite. Also es ist ja auch, es wertet, wie du richtig gesagt hast vorher, einfach auch die Immobilie auf. Und auf der Investmentseite ist es ja wie eine zusätzliche vermietete Wohnung, wo ich halt also nicht ein, zwei, dreitausend Euro je nach Anlagengröße im Jahr zusätzliche Mieteinnahmen habe, äh, ähm, oder zusätzliche Erträge habe aus der PV-Anlage. Ja, das ist ja perfekt, wenn, wenn man quasi dann die Wohnung kauft und Tochter oder Sohn sagen: "Na ja, aber da, wenn wir dort
41:35 hinziehen, dann muss ich fünf, fünf Minuten länger mit dem Rad fahren." Dann kannst du sagen: "Ja, aber dafür, äh, verwenden wir Strom aus der Photovoltaikanlage." Thema Wert einer Immobilie. Wenn wir so ein bisschen Glaskugelmäßig, äh, äh, anschauen, wie, wie schätzt ihr da die zukünftige Entwicklung ein? Was, was solche PV-Anlagen oder eben nicht betrifft für jetzt eine gesamte Immobilie gesehen, weil das ist ja auch so ein Argument. Georg? Na also jetzt, jetzt, ich sage jetzt mal wieder, wieder nicht rein CO₂ motiviert, sondern ganz nüchtern.
42:16 Ja, ähm, die bisherige Strom- und Gasrechnung in einer Wiener Wohnung schaut so aus, dass ich ungefähr, äh, sechzig bis siebzig Prozent Gasrechnung habe und ungefähr, ähm, dreißig bis vierzig Prozent Stromrechnung habe. Das ist heute so der Fall, ja?... So, damit fällt euch Strom in der Wiener Wohnung in der Bedeutung ein bisschen zurück. Okay, das sind also vielleicht hundert Euro für eine große Wohnung, fünfzig Euro im Monat, siebzig Euro in einer kleineren Wohnung. Das wird sich dramatisch ändern, aus mehreren Gründen: Das eine ist, wir haben in den Haushalten mehr Verbraucher. Also der Gasherd wird zum E-Herd,
42:55 der Kühlschrank, der papapam, die Waschmaschine. Also da kommt irrsinnig viel dazu und was alle unterschätzen, ist Kühlung. Also das, was kommen wird, da gebe ich auch einmal fick meine Hand drauf: In den nächsten drei bis zehn Jahren werden wir deutlich mehr Kühlungsaufwand haben. Ja, es wird wärmer, die heißen Tage werden heißer, auch wenn es vielleicht weniger sind. Ja, also wir werden kühlen und kühlen jetzt zurzeit effizienter elektrisch. So, das heißt, wenn ich nicht die Stromversorgung irgendwie halbwegs kostengünstig in die Immobilie reinbringe, dann wird das ein echter Kostenfaktor. Ja, und da kann ich hundertmal sagen, ich habe Strom und,
43:35 und Fernwärme und alles ist super. Das ist in fünf bis sieben Jahren ein altes Konzept, weil mit der Fernwärme kann ich zwar kühlen, aber über die Heizkörper kann ich kaltes Wasser kühlen. Das kühlt mir die Wohnung gar nicht runter, wenn es im Sommer heiß ist. Ja, das hat keine Effizienz. Also brauche ich eine Klimaanlage. Ich werde irgendwo, äh, äh, elektrisch zu-zusätzlich konditionieren müssen, um diese Spitzentage irgendwie auszugleichen. Lange Rede, kurzer Sinn: Strom in der Immobilie ist ein Wertfaktor, ja? Günstiger Strom in der Immobilie ist ein Wertfaktor und im Gewerbe, in der Industrie ist es sogar ein
44:10 Überlebensfaktor. Die müssen sich jedes Jahr Netzzugangsleistungen sichern, die müssen sich jedes Jahr Stromverfügbarkeit sichern. Da redet man noch nicht von Servern und Serverfarmen und, und wenn der Buh Bitcoin Mining macht und, und ich weiß nicht, was an Strom zieht. Also das sind ja alles Zukunftsszenarien, die alle eintreten können. Bitte! Ja, und dann brauche ich günstigen Strom. Das ist ein absolutes Wertkriterium für eine Immobilie. Ja. Fabian, wie stehst du eigentlich? Weil ich meine, Entschuldigung, jetzt reden wir die ganze Zeit von, von Wien und Bestandsimmobilien und wir haben ja diese alten, wunderschönen
44:49 Häuser mit den, mit den Schrägdächern, äh, wo, wo irgendwelche, keine Ahnung, fünfzehn Prozent schon Dachboden drauf haben. Also Photovoltaik: nein. Ähm, wie-- wenn ich jetzt jeden Quadratmillimeter ausnützt für Photovoltaik, denkt ihr auch an, was weiß ich, Fassaden, Carports, was auch immer. Wie, wie schaut's da aus? Ja, also da hat sich in den letzten Jahren auch viel getan. Im Neubau, ähm, kann man sich auf jeden Fall, äh, das Thema anschauen, dass man generell die, die Dachhäute sozusagen, äh, schon in, in PV ausführt. Ähm, das ist oftmals ein bisschen
45:31 hübscher, aber auch teurer, ähm, macht aber auf, auf lange Sicht, ähm, durchaus Sinn. Das, was auch stark im Kommen ist, äh, sind einfach vertikale, also Fassade oder Geländer oder andere Dinge, ähm, die man da gut nutzen kann. Das ist vor allen Dingen im Winter, äh, sehr interessant, dass man da bessere Ausbeute hat, wenn die, wenn die Paneele in, äh, steiler sind. Ähm, es gibt Paneele auch schon in diversen, äh, Farben, das heißt auch oft, ähm, Denkmalschutz ein Thema ist, äh, haben wir da ganz gute Erfahrungen. Die kosten natürlich viel mehr, äh, weil sie halt nicht Standardpaneele
46:11 sind, aber bei größeren Anlagen, äh, rechnet sich das, äh, äh, auf jeden Fall dann trotzdem. Also, da, da, da, da tut sich viel. Ähm, das klassische Thema ist halt nach wie vor, ähm, dass auf die Flachdächer, Gründächer, Schrägdächer zu legen und zu schauen, dass man dort Platz findet. Und gerade im Neubau ist es halt oft so, dass eher versucht wird, so wenig Dachfläche wie möglich übrig zu lassen, und es wird dann doch noch da eine Dachterrasse, dort eine Dachterrasse. Also es gibt einfach viele Gebäude, wo es halt einfach nicht geht oder keinen Sinn macht oder technisch, äh, aus Brandschutzgründen einfach
46:52 nicht geht, weil die Mindestabstände nicht passen. Ähm, aber es gibt ganz, ganz viele Dächer, wo es geht und umso gewerblicher es wird, umso größer die Flächen sind, äh, umso größer ist einfach auch der Hebel. Ja, da, äh, gut, nicht eben tausend Euro im Jahr Ertrag zu haben, sondern viele tausend Euro. Äh, wie seht ihr, wie seht ihr das Thema? Weil, weil das auch oft kommt in den Gesprächen: "Na gut, aber die, diese ganzen PV-Anlagen, die muss man ja warten, die muss man reinigen, dann bleibt der Schnee drauf, dann gibt es keine Sonne mehr." Ist das in der täglichen
47:32 Praxis tatsächlich ein Thema? Also bei der Anlagenwartung technisch gesehen ist es so, dass, äh, wenn die Behörde nichts anders vorgibt, man, äh, entweder drei oder fünf Jahre hat, wo man, wo man es elektrisch prüfen muss, ähm, so wie man andere Dinge in, im Gebäude prüfen lassen muss. Beim Gewerblichen ist es oft jährlich. Es kommt ein bisschen darauf an, was, was ist da in dem Gebäude drinnen und wie, wie komplex ist das Ganze? Aber am Ende ist es wie ein E-Befund, ähm, den man ohnehin machen muss, ja. Ähm, und ist auch jetzt nicht
48:14 extrem, extrem teuer oder so. Also es rechnet sich gut. Von der Reinigung her ist das, kommt extrem darauf an, wo die Liegenschaft ist. Also wenn man so Richtung Schwechat geht, zum Beispiel viele Flugzeuge hat, viel, äh, äh, Feinstaubbelastung hat, dann macht es durchaus Sinn, das auch in der Kalkulation mit zu berücksichtigen, dass man, ich sage jetzt, einmal im Jahr, äh, die ganze Anlage reinigt.... Als Größenordnung, damit die Zuhörer da auch vielleicht ein Gefühl dafür kriegen: Äh, wir haben in, in, äh, Mattersburg hundert Kilowatt Peak auf einem Bürogebäude drauf, ähm, und da hat die Reinigung gekostet
48:55 tausend Euro netto für die ganze Fläche. Also es ist, dort produzieren wir hunderttausend Kilowattstunden im Jahr. Also, äh, das ist jetzt auch kein Kostenfaktor, den man, den, der, der, das Projekt dann zum Kippen bringt. Wichtig: beim Reinigen, ähm, mit destilliertem Wasser, also nicht einfach den Gartenschlauch verwenden, dann hat man lauter Kalkflecken auf den Modulen. Ähm, das macht's auch nicht besser. Aber Sichtkontrolle, also einmal im Jahr, ist üblicherweise ohnehin der Hausverwalter dort oder irgendwer anderer, der irgendwie aufs Dach schiegeln kann und sagen kann: Sind die Module optisch saudreckig, weil
49:35 daneben eine Baustelle war jetzt ein Jahr und ich ganz viel Baustaub drauf habe, dann wird Sinn machen, dass man sie mal reinigt. Und, ähm, ähm, sonst ist sie relativ wartungsarm, äh, und die Wechselrichter oder unsere Monitoring-Apps zeigen ohnehin mögliche Fehler an, falls welche passieren sollten. Also ist recht überschaubar. Ja gut, ich kann sagen, Fabian, ihr plauzt doch jetzt auf das Dashboard, oder? Und ihr habt ein Performance-Tracking von der Anlage auch. Also selbst wenn dort niemand hingeht, ja, wenn die Performance, sage ich jetzt mal, unter fünfundneunzig Prozent fällt, äh, äh, hast
50:10 du sowieso einen Alarm, oder? Und, und, und, und triggert den Eigentümer und sagt: "Was ist da los?" Ne? Also, also das ist ja heute über Fernwartung ja mit dem Internet verbunden, ne. Es geht nicht durch Strom aus der Steckdose, sondern auch die Informationen, ja. Und, und, und damit kann man das eigentlich sehr gut verfolgen. Bei den großen Industrieanlagen ist es sowieso so und du machst ja bei deinen Gears auch immer wieder dieses Performance-Tracking, ja, allein schon um den, um den, sag ich jetzt mal, Invest nachzuweisen, dass sich das rechnet, ne? Genau. Und, und, und von dem her, ähm, ist es...
50:44 war ein Thema, ist keins mehr, hätte ich gesagt, ja. Ja. Mit dem ganzen KI-Thema wird das halt jetzt auch immer genauer und besser und Wettervorhersagen- Wettervorhersagen, genau. Da wird noch viel passieren in den nächsten Monaten und ich, äh, erzähle das bei den ersten Terminen oft gar nicht, so hänge ich das nicht an die große Glocke, weil dann die Leute glauben, ich, wir können irgendwie genau vorhersagen, wie übermorgen die Sonne scheint. Können wir natürlich nicht. Äh, so genau ist das natürlich nicht, aber da wird einfach viel passieren. Die Wettermodelle werden immer besser und immer hochauflösender. Äh, und damit kann man mit dem, äh, mit
51:22 der ganzen KI – also eigentlich ist es ja keine KI, sondern einfach Machine Learning – äh, kann man einfach gute Vorhersagen treffen: Wie war es das letzte Jahr um die Zeit? Ähm, wie war das Wetter? Ist es ähnlich wie letztes Jahr, aber meine, mein Ertrag ist deutlich schlechter. Dann hat man zumindestens so Indikatoren und, und KPIs, wo man sagen kann, da muss man genauer hinschauen. Und bei einer zehn-Kilowatt-Peak-Anlage ist es vielleicht nicht so wichtig, wenn die mal zwei Tage nicht funktioniert, aber wenn man da zwei, drei, vierhundert Kilowatt Peak drauf hat und die läuft eine Woche nicht, äh, dann geht es ja
51:55 da auch richtig um Euros, ähm, die man dann einfach nicht verkaufen kann. Und da, äh, bieten wir einfach das an, dass wir uns das auch immer monitoren. Ja, oder wenn es, wenn eine Wolke kommt, entschuldige, wenn eine Wolke kommt, ne, und das Auto lädt mit Vollgas, ne, und die Wolke ist eine halbe Stunde drüber, ne, dann kann man das auch schon wegschalten und erkennen, ne. Und das sind, das sind schon wichtige Sachen, weil dann, dann kannst du auch den Netzbezug wieder optimieren und den PV-Eigenverbrauch. Also das gibt's alles out of the box, mehr oder minder, und, und kann auch installiert werden. Ähm, ist aber fürs
52:32 Erstgespräch bei dir, Fabian, äußerst, äußerst ein Showstopper, ja, weil es einfach nur die Komplexität erhöht, ja. Genau. Stichwort Komplexität. Einen habe ich noch. Äh, wir haben noch ein paar Minuten. Äh, Thema Energiegemeinschaften ist auch so ein, so ein, so ein Schlagwort. Äh, macht, macht Sinn, darüber nachzudenken? Und wenn ja, wann macht es Sinn, darüber nachzudenken, sich damit zu beschäftigen? Aus meiner Sicht macht es immer Sinn, darüber nachzudenken. Ähm, egal, ob ich, äh, das als, als Privatperson oder als Unternehmer mache.
53:15 Äh, im Unternehmenskontext ist der Hebel halt oft viel größer. Ich erzähle ein Beispiel, weil es ist immer am schönsten oder oft verständlich: Wir haben einen, äh, Kunden, ähm, im, im Gewerbebereich, die, die produzieren, äh, äh, Kunststoffbehälter, ähm, und die haben, äh, vier Werke, äh, drei davon hängen am selben Trafo und die a-- und das andere Werk ist weiter weg, ja. Und die haben ein unter..., die haben unterschiedliche Gebäude dort, haben unterschiedliche Größen an PV-Anlagen und wie es halt so oft ist, haben sie in dem Werk, wo sie am meisten Strom verbrauchen, nur die kleinste PV-Anlage drauf, weil die Halle einfach nicht groß genug ist oder nicht
53:54 größer ist. Und was können wir machen? Wir können-- schauen uns das einfach an, äh, mit, mit unserem Energiecontroller, ähm, äh, können das alles darstellen, visualisieren und sehen einmal: Wo gibt es Überschneidungen, wo gibt es Überlappungen, äh, wo wird wann wie viel produziert? Und dann können wir, und das ist das Schöne im neuen Gesetz, äh, ab äh, Oktober wird es die sogenannten Peer-to-Peer-Verträge geben. Das heißt, man kann zwei Zählpunkte oder mehrere Zählpunkte miteinander verbinden und diesen Energieaustausch, in dem Fall auf Trafoebene, ähm, ähm, gewährleisten, ohne dass ich irgendeinen Verein, eine Genossenschaft oder
54:33 sonst irgendwas gründen muss, sondern ich kann einfach diese, äh, Zählpunkte miteinander verbinden. Wir können das fertig abrechnen oder wenn die Abrechnung nicht notwendig ist, ähm-... können wir es einfach visualisieren und darstellen. Und dann sieht man genau in Echtzeit, wie viel wird über diese Energiegemeinschaft, wie eine Mini Energiegemeinschaft, von einem Werk zum anderen, ähm, äh, hinübergeschickt. Und, ähm, dann spart man sich, weil es auf Trafoebene ist, äh, siebenundfünfzig Prozent, äh, der Netzkosten und das ist schon ein, ein großer Hebel. Wenn's da wieder um ein paar hunderttausend oder
55:11 viele zehntausend Kilowattstunden im Jahr geht, ähm, ist das ein Riesenthema, ja? Und derzeit ist es übrigens so, dass, äh, die Kilowattstunden, die aus der, äh, Energiegemeinschaft kommen, äh, nicht zur Berechnung der Lastspitzen, äh, mit einbezogen wird beim Netzbetreiber. Georg, gesetzt den Fall, du hättest zwanzig Immobilien gemischt, Gewerbeimmobilien, Häuser und so weiter. Würdest du eine Energiegemeinschaft gründen und die alle zusammenhängen? Oder- Ich bin ein bisschen ernährt. Ich bin ein bisschen ernährt, ne. Ich würde jede Immobilie über eine GEA darstellen
55:51 und nur den die GEA übersteigenden Überschuss in einer Energiegemeinschaft miteinander tauschen, ja. Im Optimalfall bringt's, dass du das in der Immobilie, das hat der Fabian ja auch gesagt. Wenn ich nicht die kleinste Halle mit dem größten Stromverbrauch habe, ist am klarsten, jede Halle macht einmal ihr Ding und hat einmal den wenigsten Netzkosten, ja. Ähm, was ich nicht mehr machen würde, ähm, ist eine Bürgerenergiegemeinschaft, die bringt keine Kostenvorteile, gar keine. Da kann ich sogar einen befreundeten Stromanbieter aufspielen, ja, und wahrscheinlich besser spielen, weil der kann mir die ganzen Lastspitzen und ausgleichen.
56:30 Das ist dann meistens ESP Reporting getrieben oder so, ja. Oder, oder da oder dort für einfache Verträge eine gewisse Politik. Aber das ist fachmännisch schwierig. Aber zu sagen, ich habe in meiner kleinen Lauter kleine GEAs, ja, oder bei Gewerbeimmobilien sind es große GEAs, ne, und die verbinde ich untereinander über eine Energiegemeinschaft innerhalb einer Trafo oder sogar bis zum Umspannwerk kann man da gehen. Das sind immerhin auch noch siebenunddreißig Prozent der Netzkosten. Das macht absolut Sinn. Und, und, und, und, und, ähm, eines ist klar, das muss man schon sagen: Wenn die Energiegemeinschaft läuft, ist es sehr einfach.
57:09 Bis sie aufgesetzt ist, ist, äh, echte Administrationsarbeit, oder Fabian? Das muss man ehrlich sagen, bei dem in der Steiermark gibt es andere Dings, wie man den Zähler auf- aufmachen kann. Man muss den Zähler dazu, ob ihn und dann die Daten zur Verfügung stellen. Da gibt es in der Steiermark anderes, in Niederösterreich und in Dings und in küssen gibt es einen eigenen Netzbetreiber und was weiß ich was alles. Also da, da sitzt knackig. Ja, also ich als Berater lasse mir das nur auf Stundenbasis bezahlen, ja. Ähm, ähm, ich habe am Anfang meiner Tätigkeit da in den Energiegemeinschaften auf, ähm, Pauschalhonorar
57:46 gemacht. Das mache ich nicht mehr. Ja, weil das teurer ist als nachlaufen, ja. Hast du schon zugestimmt, hast du schon zurückgelegt, hast du vom Netzbetreiber, kannst du auch noch Dings...? Also, das ist eine Arbeit. Wenn das einer sauber macht, geht das schnell. Ja, aber wenn du es für den Kunden machen musst und der sagt: "Ja, Entschuldigung, ich war Ski fahren, jetzt bin ich zurück und, äh," das ist anstrengend, ja. Ich will nur gesagt haben, als echten Praxiswarnhinweis, ja, diese Dienstleistung, ähm, ähm, anzubieten auf zwei, ja. Das ist das Einzige. Wenn's läuft, geht, oder? Fabian, wenn es läuft, ist es
58:27 automatisiert, alles zugänglich, bis es aufgesetzt ist und alle Verträge unterschrieben sind und alle Zugänge offen und so wie das ist. Ja. Das ist ein Vorteil in meiner Arbeit von einer Stunde im Grundgrund, oder? Bei der Bürgerenergiegemeinschaft kann man noch ergänzen: Sinn macht es dort, wo man innerbetrieblich über mehrere Standorte Energie verteilt, weil ich an anderen Standorten nicht zum selben Zeitpunkt vielleicht... Also wenn ich jetzt, weiß nicht, eines im südlichen Niederösterreich und eines im nördlichen Niederösterreich, äh, äh, ein Werk oder eine, eine Liegenschaft habe, wo ich viel Strom und viel
59:05 Energieverbrauch habe, ähm, kann ich ja, da kann ich ja sogar aufs Wetter spekulieren, weil das Wetter im Norden von Niederösterreich ist ja vielleicht anders als im Süden von Niederösterreich und vielleicht habe ich im Süden gerade Überschuss. Warum soll ich den um fünf Cent einspeisen, wenn ich ihn, äh, um null Cent, weil es ja innerbetrieblich ist, um null Cent, äh, nach, äh, in den Norden schicken kann? Und da muss ich, erspare ich mir zwar keine Netzkosten, aber ich habe dann null Cent. Ja, verstehe, was du sagst. Die Entstehungskosten des Stroms aus der PV-Anlage auf zwanzig Jahre gerechnet. Bei großen Anlagen sind das fünf, sechs Cent, bei
59:42 kleineren vielleicht sieben. Ist noch immer günstiger, ähm, als ich zahle den Strom extern, ja. Als Industrie, als Industrieunternehmen kriegst du den Strom auch um fünf Cent. Das muss man fairerweise auch sagen, ne. Also es ist dann wirklich eine, eine harte Kante, ne? Kommt immer auf die Größe an und auf die, auf die, ja, ja. Der Fabian hat recht. Im Waldviertel ist immer kälter als überall anders in Österreich. Es ist meine Familie, kommt von dort. Äh, vielleicht, vielleicht abschließend, wenn man so, ähm, wenn man so zusammenfasst: Das Thema Energie, äh,
1:00:24 ist komplex, aber ein, aber man kann es einfacher machen, als man denkt, um es wirtschaftlich zu gestalten. Würdet ihr in einer Schlussrunde diesen Satz unterschreiben oder anders formulieren? Ich würde den unterschreiben.... Ach so, entschuldige! Georg, entschuldige, Georg. Entschuldige. Alles gut, Fabian first, geh mal. Ähm, ja, also ja, ich unterschreib den auch. Also wir haben uns, wir machen das jetzt seit zweieinhalb, drei Jahren, beschäftigen wir intensiv mit dem Thema Energiegemeinschaften. Und ich kann mich noch erinnern, wie ich die erste in, in Bad Sauerbrunn, äh, gegründet hab
1:01:06 als Verein, wo wir, äh, wo die Gemeinde mit Kindergarten, Schule, alles Mögliche dabei ist. Und, ähm, ich glaube, ich hab neun Monate gebraucht, bis wir das erste Mal einen Zählpunkt hineinmelden konnten, bis alle Netzbetreiber und ich weiß nicht, was ich alles gebraucht habe, damit wir mal starten können. Es war wirklich ein bürokratischer Horror. Und wie es so oft ist, wenn man dann mal weiß, wo man hinmuss und wo die Unterlagen hinkören und wo die Striche und Ixerl hinkören, äh, und wie das geht. Beim zweiten Mal hat's dann nur mehr zwei Monate gedauert und, ähm, mit den neuen Peer-to-Peer-Verträgen, äh, wo
1:01:47 man ja viele Gründungen Vereins, äh, Obmanns, irgendwelche Blödheiten überhaupt nicht mehr brauchen wird, äh, wird das Ganze noch viel praktischer werden. Man kann einseitige Energielieferverträge machen. Äh, man hat bestimmte Kriterien, die man erfüllen muss, aber die sind alle sehr überschaubar und im Geschäftsverkehr, äh, sehr üblich. Und damit wird es, äh, durch diese Möglichkeit extrem interessant, äh, für alle, äh, in Österreich, äh, das, das zu nutzen. Und sei es nur, ich hab am Neusiedler See, wo immer die Sonne scheint, weil im Burgenland, ähm, ich habe im Neusiedler See eine, ein, ein Haus, äh, wo ich immer Strom produzieren
1:02:27 kann, und in Wien habe ich eine, eine Wohnung und ich schick mir einfach den Überschuss mit einem einfachen Peer-to-Peer-Vertrag in die Wohnung nach Wien. Auch das wird dann, äh, easy möglich sein. Das ist wirtschaftlich nicht... Man werden, wird nicht viele tausend Euro damit verdienen, aber bevor ich ihn verschenk oder ähm, ähm, ähm, um ein einspeisen muss, ja, oder vielleicht im Sommer sogar mal Strafe zahlen muss, schicke ich ihn mir doch lieber in meine Wohnung nach Hause, in, in die Stadt, ja. Also, ähm, es ist ein komplexes Thema. Ähm, wichtig ist, dass man äh, und das sage ich immer dazu, äh, weil wir ja die
1:03:09 PV-Anlagen auch errichten, mit eigenem Montagepersonal. Äh, wichtig ist nicht, dass man jemand findet, der die billigste PV-Anlage montieren kann, weil Sie werden viele Tausende Elektriker finden in Österreich, die gut PV-Anlagen montieren können, aber die haben von dem Drumherum keine Ahnung, ja. Und das ist das, was uns, denke ich, sehr abhebt vom Markt, dass wir mit, mit unserer Marke Solarkollektiv, ähm, hier ein umfassender Lösungsanbieter sind, der halt einen starken Immobilienbackground hat und damit diese Schmerzen und Probleme in der Verwaltung und mit den Mietern.
1:03:49 Und wie kann ich dieses Onboarding gut machen? Äh, halt alle kennt. Gut kennt. Und dann, ähm, geht's auch nicht friktionsfrei, aber, äh, es geht auf jeden Fall, ähm, ganz gut und, ähm, gibt's viele Beispiele, wo das wirklich sehr erfolgreich funktioniert. Georg, was ist dein Fazit? Also, wenn Fabian eine Werbeeinschaltung gemacht hat, mache ich auch eine, ja. Also, man braucht gute Berater, ja, es hilft nichts. Ja, also entweder du ziehst dir das selber alles rein und kannst es, ja, äh, und gehst diese Hürden und, und, und Fabian, du sagst seit zwei, drei Jahren, das stimmt, ja, da ist der State of Mooc
1:04:32 und da muss man von Anfang an dabei gewesen sein und dann, dann, dann ist es leicht, okay? Oder man nimmt sich einen guten Berater. Das sind die zwei Varianten. Themar auf Energiegemeinschaften Punkt GV Punkt at, äh, einlesen, alles runterziehen, ja, oder, äh, äh, mit, mit guten Leuten umsetzen. Und in der Beschaffung ist es definitiv so, dass ich für meine Kunden nicht mehr nur mehr Material beschaffe, sondern ich beschaffe Lösungen. Ja, weil mit Material werde ich immer teurer. Also wenn ich eine günstige PV-Anlage will, dann kaufe ich eine integrierte Gesamtlösung. Da bin ich vollkommen bei dir, Fabian, ja.
1:05:10 Und nicht billige Paneele, ja, und stehe dann Stunden davor, wie das zusammenhängt und wie sie es reinbringen und wie den Zähler und ich glaube, inklusive Netzanschluss, inklusive genehmigter Planung, inklusive, inklusive, inklusive. Außer ich habe ganz viel Zeit, ja, und es ist deutlich günstiger, das macht der Professionist. Ja, ja. Ja, äh, herzlichen Dank euch beiden. Ich glaube, es war ein, ein sehr, sehr tiefer Einblick, zum Teil in die, in die ganze Materie. Der ist auch notwendig, weil es ist komplex, aber, äh, man kann damit den Wert der Immobilie steigern. Man kann die Erträge der Immobilie steigern und man tut
1:05:50 gleichzeitig was, äh, für, für unseren Planeten. Also eine Win-Win-Win-Situation und die Leute haben einen billigeren Strom. Ähm, ist nur noch die Frage, warum gibt es immer noch welche, die es nicht machen? Äh, herzlichen Dank auch an alle, die zugeschaut haben und zugesehen haben. Äh, man sieht das Ganze auch im Nachfeld auf der Immobilienredaktion unter Events kann, kann es abgerufen werden. Wir haben es auf LinkedIn ausgespielt. Ähm, herzlichen Dank noch einmal und ich wünsche einen wunderschönen Nachmittag und Abend. Herzlichen Dank! Auf Wiedersehen. Danke auch von meiner Seite. Danke.
1:06:30 Danke!
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