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Immobilienentwicklung in Wien: Ein Gespräch mit Silvia Wustinger-Renezeder

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Herzlich willkommen zum Immobilienredaktion Office Talk. In dieser Sommergespräch-Serie begeben wir uns auf eine faszinierende Zeitreise durch die letzten fünf Jahre der Immobilienbranche. Diese Periode war geprägt von Krisenverordnungen und zahlreichen Veränderungen, die die Branche nachhaltig beeinflusst haben.

Silvia Wustinger-Renezeder - Immobililen-Entwicklerin mit Passion

Silvia Wustinger-Renezeder ist eine der erfahrensten Persönlichkeiten in der Wiener Immobilienbranche. Ihre beeindruckende Karriere begann Ende der 1980er Jahre, und seitdem hat sie sich als führende Kraft in der Projektentwicklung in Wien etabliert. Ihre Expertise erstreckt sich über verschiedene Bereiche des Immobilienmarktes, von sozialem Wohnbau bis hin zu frei finanziertem Wohnbau und teilweise auch Gewerbeimmobilien.

Im Laufe ihrer Karriere hat Silvia Wustinger-Renezeder mehr als 12.000 Wohnungen entwickelt und dabei wertvolle Erfahrungen in allen Aspekten der Immobilienentwicklung gesammelt. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement in der Stadtentwicklung und Stadterweiterung, wo sie eng mit Gebietsbetreuungen und Stadterneuerungsprojekten zusammengearbeitet hat.

Von der Großkonzern zur Boutique-Entwicklung

Ein bemerkenswerter Wendepunkt in Silvia Wustinger-Renezeders Karriere kam im Jahr 2021, als sie ihre Geschäftsanteile bei ihrem vorherigen Unternehmen verkaufte. Anstatt sich zur Ruhe zu setzen, entschied sie sich für einen mutigen Schritt: die Gründung von Cita Immobilien, einem kleinen Family Office.

Mit Cita Immobilien konzentriert sich Silvia Wustinger-Renezeder nun auf die Entwicklung kleinerer, boutique-artiger Projekte. Diese Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur wirtschaftlich attraktiv sind, sondern auch den persönlichen Ansprüchen der erfahrenen Immobilienexpertin genügen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Sinne der ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance).

Die Immobilienbranche im Wandel: Von der Kanufahrt zum Wildwasserrafting

Die letzten fünf Jahre haben die Immobilienbranche vor enorme Herausforderungen gestellt. Silvia Wustinger-Renezeder bestätigt den oft gezogenen Vergleich, dass sich die Branche von einer gemütlichen Kanufahrt in ein aufregendes Wildwasserrafting verwandelt hat.

Doch als erfahrene Immobilienexpertin betont sie, dass dies nicht die erste turbulente Phase ist, die sie in ihrer langen Karriere erlebt hat. Sie erinnert sich an verschiedene Krisen und Herausforderungen:

  • Anfang der 1990er Jahre: Ein überbauter Markt
  • Anfang der 2000er Jahre: Das Platzen der .com-Blase
  • 2008: Die Lehman-Brothers-Krise, die den Wohnungsverkauf praktisch zum Erliegen brachte

Trotz dieser Herausforderungen hat sich der Markt immer wieder erholt und neue Wachstumsphasen erlebt. Die 2010er Jahre bezeichnet Silvia Wustinger-Renezeder sogar als eine wahre Erfolgsgeschichte für die Immobilienbranche.

Optimismus trotz Herausforderungen

Obwohl die aktuelle Situation von Unsicherheiten und Schwierigkeiten geprägt ist, blickt Silvia Wustinger-Reynezeder optimistisch in die Zukunft. Sie ist überzeugt, dass die Branche auch diese Herausforderungen meistern und in einigen Jahren wieder einen Aufschwung erleben wird.

Immobilienentwicklung in Wien: Aktuelle Trends und Herausforderungen

Die Immobilienentwicklung in Wien steht vor spannenden Herausforderungen und Chancen. Einige der wichtigsten Trends und Faktoren, die die Branche aktuell beeinflussen, sind:

  1. Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien: Der Fokus auf umweltfreundliches und sozial verantwortliches Bauen nimmt zu.
  2. Digitalisierung: Neue Technologien verändern die Art und Weise, wie Immobilien geplant, gebaut und verwaltet werden.
  3. Demografischer Wandel: Veränderte Bevölkerungsstrukturen erfordern angepasste Wohnkonzepte.
  4. Urbanisierung: Die wachsende Bevölkerung in Wien stellt neue Anforderungen an die Stadtentwicklung.
  5. Flexibles Wohnen: Neue Arbeitsmodelle und Lebensstile beeinflussen die Nachfrage nach flexiblen Wohnlösungen.

Die Zinswende als unerwartete Herausforderung

Eine besondere Herausforderung, die die Immobilienbranche in den letzten Jahren getroffen hat, war die unerwartete Zinswende. Silvia Wustinger-Renezeder erinnert sich, dass noch Anfang 2022 viele Analysten von einer langsamen Veränderung der Zinssätze ausgingen. Doch innerhalb weniger Monate stiegen die Zinsen um zwei Prozentpunkte – eine Entwicklung, die viele in der Branche überraschte und auf die sie nicht vorbereitet waren.

Diese plötzliche Zinswende hatte erhebliche Auswirkungen auf laufende und geplante Immobilienprojekte. Silvia Wustinger-Renezeder erklärt: "Ein Immobilienprojekt hat eine Projektdurchlaufzeit von vier, fünf, sechs Jahren. Das heißt, wenn ich ein Projekt im Jahr 2021 oder 2022 ankaufe, damals noch unter diesen günstigen Zinsauspizien, und auf einmal ist die ganze Kalkulation auf den Kopf gestellt, dann kann ich es nicht mehr so realisieren, wie ich es geplant habe."

Ausblick auf die Immobilienentwicklung 2024

Für die Immobilienentwicklung in Wien im Jahr 2024 zeichnen sich einige interessante Trends ab:

  1. Nachhaltige Bauweise: Der Fokus auf energieeffiziente und umweltfreundliche Gebäude wird weiter zunehmen.
  2. Smart Homes: Die Integration von intelligenten Technologien in Wohnungen und Häuser wird voranschreiten.
  3. Flexible Nutzungskonzepte: Multifunktionale Räume und anpassbare Grundrisse gewinnen an Bedeutung.
  4. Urbane Verdichtung: Innovative Lösungen für die effiziente Nutzung begrenzter Flächen in der Stadt werden gefragt sein.
  5. Soziale Nachhaltigkeit: Projekte, die das Gemeinschaftsgefühl und die soziale Interaktion fördern, werden wichtiger.

Fazit

Die Immobilienbranche in Wien befindet sich in einer Phase des Umbruchs und der Anpassung. Erfahrene Expertinnen wie Silvia Wustinger-Renezeder sehen diese Herausforderungen als Chance für Innovation und Weiterentwicklung. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten bleibt der Optimismus bestehen, dass die Branche gestärkt aus dieser Phase hervorgehen wird.

Die Fähigkeit, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und nachhaltige, zukunftsorientierte Projekte zu entwickeln, wird entscheidend für den Erfolg in der Immobilienentwicklung sein. Mit ihrem reichen Erfahrungsschatz und ihrem Fokus auf boutique-artige, nachhaltige Projekte ist Silvia Wustinger-Reynezeder gut positioniert, um diese Herausforderungen zu meistern und die Zukunft der Immobilienentwicklung in Wien mitzugestalten.



Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:07 Herzlich willkommen zum Immobilienredaktion Office Talk. Wir machen noch einmal ein Sommergespräch, eine Zeitreise durch die letzten fünf Jahre Krisenverordnungen, viele Änderungen in der Branche. Auf meine heutige Interviewpartnerin habe ich mich ganz besonders gefreut, denn zum einen ist sie ein langjähriger Profi in der Branche, in der Projektentwicklung und zum anderen eine Sonderheit Hat sie sich mit ihrem eigenen Unternehmen jetzt genau in diesen turbulenten verselbstständigt und genau darüber werden wir sprechen. Bei mir heute ist Silvia Wurstinger-Reynezeder von Sita Immobilien. Habe ich das richtig ausgesprochen?

0:47 Silvia, danke, dass du dir Zeit nimmst und herzlich willkommen zu unserem Gespräch. Danke, dass ihr mich eingeladen habt. Ich freue mich sehr darauf. Silvia, bevor wir in das Res gehen, magst dich kurz vorstellen, wer du bist, was du tust und wie auch vielleicht deine Historie in der Branche ist. Ja, ich bin eine der sehr sehr lang gedienten Damen in der Immobilienbranche. Mein Beginn war Ende der 80er Jahre und seit damals bin ich in der Projektentwicklung in Wien. Ich war auch in der USA tätig und habe viele, viele Projekte über 12.000 Wohnungen entwickelt und habe eine sehr lange Erfahrung gemacht vom sozialen Wohnbau

Vollständiges Transkript anzeigen

1:30 über den frei finanzierten Wohnbau, zum Teil auch Gewerbe, aber das waren sozusagen meine Schwerpunkte. Sehr, oft im Bereich zusammen mit der Stadtentwicklung, Stadterweiterung, auch, damit kommen wir zum heutigen Thema, mit der Gebietsbetreuung und der Stadterneuerung. Im Jahr 2021 habe ich meine Geschäftsanteile bei Ex Before Seven verkauft und statt in Pension zu gehen, ich mich dann entschieden, mit Sitterimmobilien ein kleines Family Office zu machen und kleine Projekte boutiqueartig zu entwickeln, die mir Freude machen,

2:10 wo ich auch einen Teil behalte und die im Sinne von ESG nachhaltig sind und für die Zukunft entwickelt sind. Du hast viel Erfahrung in der Branche auch vor Corona, vor den ganzen Zeiten. Ich habe ab und zu mal diesen Vergleich gehört, in den letzten fünf Jahren haben wir von der gemütlichen Kanufahrt ins Wildwasserrafting gewechselt. Würdest du das bestätigen, wenn du zurückblickst? Das kann ich hundertprozentig bestätigen, aber in meiner langen Laufzeit, in meiner langen Karriere im Immobilienbereich habe ich viele Kanufahrten erlebt. Ich habe es erlebt, wie wir Anfang der 90er Jahre einen komplett überbauten Markt gehabt haben.

2:51 habe es erlebt, dann die Deckblase Anfang der Nullerjahre geplatzt ist und ich habe es erlebt, wie dann auf einmal mit Lehman Brothers von einem Tag auf den anderen keine einzige Wohnung zu verkaufen war. Und immer wieder hat sich der Markt erfangen, immer wieder ist es bergauf gegangen und wenn wir die Zehnerjahre nehmen, dann war das ja eine Erfolgsgeschichte, die angefangen hat. Das heißt, auch wenn wir jetzt eine sehr holprige, steinige Zeit vor uns haben oder gerade drinnen sind, ich bin doch positiv gestimmt, dass in ein paar Jahren der Weg wieder bergauf gehen wird. Das heißt du einen positiven Blick in die Zukunft und hast

3:28 dir in den letzten von 2019 bis 2024 wahrscheinlich nicht gedacht, Mist hätte ich lieber Mechanikerin gelernt. Naja, von 2015 bis 2024 ist viel viel passiert, hat sich viel, verändert. Wir werden es ja der Reihe nach genau durchgehen, aber vieles, jetzt environmental Argumente betrifft, waren erkennbar. Das, nicht so stark erkennbar war und auf einmal von einem Tag auf den anderen uns hineingebrauchen ist, war die Zinswende. Es war immer noch, ich kann mich erinnern, im Jahr 2022 am Anfang hat manchen Bankengesprächen noch

4:11 die Analysten gesagt, naja irgendwann einmal wird sich der Zinssatz verändern. Bank Mitte des Jahres war schon zwei Prozent höher. Also das kam viel plötzlicher als erwartet und ich glaube, viele in der Branche, diese ganze andere Zinskurve gar nicht kannten, hatten fast keine Zeit, sich darauf einzustellen, noch die Projekte nicht darauf einzustellen. Weil eines müssen wir auch bedenken, ein Immobilienprojekt hat eine Projektdurchlauchzeit von vier, fünf, sechs Jahren. Das heißt, wenn ich ein Projekt im Jahr 2021 2022 ankaufe, damals noch unter diesen günstigen Zinsauspizien und auf einmal ist die ganze Kalkulation auf den Kopf gestellt,

4:50 dann kann ich es nicht mehr so realisieren, wie ich es geplant habe. Das nehmen wir als Schlusssatz. Gerne. Danke dir. Gerne. Und euch vielen Dank fürs Zuschauen und wenn ihr keine Folge des Immobilienredaktions Office Talk mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Newsletter oder folgt unserer LinkedIn-Seite, die unabhängige Immobilienredaktion.

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