Digitale Transformation in der Immobilienwirtschaft

Digitale Transformation in der Immobilienwirtschaft

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von Digitale Transf...

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 Die Umfrageergebnisse von EY für das Jahr 2024 zeigen weiterhin deutlich die Auswirkungen der Krisen (Pandemie, Kriege, Lieferkettenengpässe) der letzten Jahre. Zu diesem schwierigen Marktumfeld mischen sich Themen wie demographische Entwicklung, Klimawandel (ESG) und Digitalisierung, die über das Jahr 2024 hinaus große Herausforderungen darstellen werden. Krisenzeiten sind oft auch Katalysatoren für Innovation. Es werden neue Lösungen für Herausforderungen gefunden.

Die Immobilienbranche sieht sich weltweit mit Arbeitskräftemangel, hohen Materialkosten und dem Druck zu einer nachhaltigeren Wirtschaft konfrontiert. Der Schlüssel zur Lösung dieser Herausforderungen wird für Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche daher darin liegen, vermehrt in neue Technologien zu investieren. Denn nur über einen hohen Digitalisierungsgrad kann die Effizienz und Produktivität verbessert, Kosten gesenkt und die Umsetzung ökologischer Maßnahmen unterstützt werden.

Schneller, effizienter, besser. Alle Prozesse in der Immobilienentwicklung stehen zur digitalen Disposition. Der Umbruch der gesamten Branche ist unaufhaltsam.  

Interessanterweise ist in vielen Ländern die traditionelle Sichtweise der Stakeholder als eine der größten Herausforderungen bei der Einführung neuer Technologien. Wie weit wird die Digitalisierung angenommen? Ist die weitere Entwicklung auch eine Frage der Gesellschaft und ihrer Einstellung zu digitalen Innovationen?

Es fällt auf, dass in vielen Ländern, so auch Österreich, immer noch eine sehr traditionelle Sichtweise vorherrscht, doch der Sektor scheint sich zukünftig zu höheren Investitionen in der Technologie verpflichtet zu haben.

Vielleicht besteht noch eine gewisse Vorsicht, was die Digitalisierung betrifft, aber es zeigen sich mittlerweile immer stärker die Vorteile dieser Entwicklung.  Unternehmen, die neue Techniken anwenden sparen Zeit und Geld – dabei zeigt sich auch, dass viele innovative Ideen mit einem überschaubaren finanziellen Rahmen verbunden sind. 

Digitalisierung ist nicht Selbstzweck, sondern dazu da, Zeit und Geld zu sparen. Wie sieht das aber im Reality-Check aus? Gerade in Phasen, wo Investitionen in die Zukunft nur schwer zu vertreten sind, können digitale Tools helfen, Ergebnisse in Immobilienunternehmen rasch zu verbessern.

Welche Innovationen sind noch zu erwarten und wo geht es hin in den kommenden Jahren?

Dieser Inhalt enthält KI-generierte Elemente.

Transkript

0:06 Kurze Frage, seht ihr, das ist Kinder aus der Seite, oder seht ihr das nur ich? Das ist ein Kinderkopf. Das ist bei mir mein Hinterkopf. Es kloppt nämlich immer so aus und man fragt, wo kommt das, da waren wir. Weg? Ja, jetzt ist es weg. Ich habe mir gedacht, wo kommt denn das jetzt einmal her? Ja, der Kleine. Ja, manchmal, wenn wir im Hintergrund wieder sind, nimmt es das quasi auf.

0:53 Herzlich willkommen zu ImoLife, dem Diskussionsformat der Immobilienredaktion in Zusammenarbeit mit iValu. Schneller, effizienter, besser, das sind die Schlagworte, wenn es um die Digitalisierung geht. Alle Prozesse in der Immobilienentwicklung stehen zur digitalen Disposition. Digitalisierung ist keine Frage mehr, ob, sondern nur, wann es kommt. Und der Umbruch der gesamten Branche ist unaufhaltsam. Und darüber wollen wir uns heute unterhalten, wie weit es schon ist, Status quo und wo es auch noch weiter hingeht. Daher unser Titel, Digitale Transformation in der Immobilienwirtschaft.

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1:33 Und ich freue mich heute über vier Podiumsgäste und zwar in alphabetischer Reihenfolge. Allerdings Ladies first, Simone Roncic, Gründerin und Geschäftsführerin von Pocket House. Hallo Simone. Hallo. Florian Huema, Co-Founder von Propix. Hallo, freut mich, danke fürs Dasein. Thomas Schmidt-Schweigerlener, Geschäftsführer von Bogensberger Vermessung. Hallo, danke für die Einladung. Und Kevin Töpfer, Geschäftsführer der BUWOG. Hallo Kevin. Hallo, schönen Nachmittag.

2:13 Ja, starten möchten wir wie immer mit einem kleinen Überblick. Ich möchte, wir wollen mal so ein bisschen zeigen, also BUWOG braucht man nicht viel erklären. Da geht es an ein anderes Thema. Aber ich möchte mal ein bisschen fragen, was so die Unternehmen, was ihr Geschäftsfeld ist. Und starten möchte ich bei der Simone Roncic, Pocket House. Simone, kannst du Pocket House kurz vorstellen? Ja, gerne. Also Pocket House ist eine IT-Software-Firma im Bereich Dropdeckbereich. Uns gibt es mittlerweile seit sechs Jahren. Wir haben uns auch spezialisiert auf digitale Gebäude, Raum- und Quartiersmanagement.

2:50 Und dafür haben wir auch mittlerweile schon vier Produkte auf den Markt gebracht, die in unterschiedlichen Assetklassen in Einsatz sind. Von Wohnbauoffice bis ganz große Quartiere, wo wir ganze Häuser im Management am Standort miteinander vernetzen. Aber auch, uns gibt es in einer zweiten Form, in der PIC Pocket House. Das ist ein Joint Venture mit der PIC, mit der Bundesimmobiliengesellschaft. Wo wir unter anderem unterschiedliche Assetklassen auf der PIC digitalisieren. Also im Gebäudebereich, auch kommunale Einrichtungen. Deswegen können wir auch ruhig sagen, dass wir jede Assetklasse bedienen.

3:23 Und ja, wir sind ein 16-köpfiges Team. Wir sind sehr stolz, dass wir es geschafft haben, in Österreich unser Produkt zu programmieren. Also sehr regional, hier in Meidling, sitzt unser Team. Unsere Produkte sind derzeit in der Dachregion im Einsatz. Eigentlich sehr stark in Österreich, weil wir da noch immer sehr viel zu tun haben. Aber auch in Deutschland und dann weiterführend in der Schweiz. Und wir begleiten unsere Kunden von der Planung bis zum Einsatz, bis zur Programmierung der App und dann auch im langfristigen Betrieb. Simone, danke für den ersten, für die Erklärung Pocket House. Florian, was macht ProPICs?

3:59 Danke, Walter. Ja, wir bauen Metaverse-Lösungen für Planimmobilien, jede Größe. Sei es jetzt der Stadtquartier, sei es jetzt die Wohnung oder auch das neue Hotel. Was heißt das konkret? Die traditionellen 2D-Darstellungen, ich sage jetzt mal Architektenpläne oder Renderings, reichen nicht mehr aus, um das volle Potenzial von einem Projekt zu vermitteln. Man muss sich vorstellen, die Menschen, die ab 1990 geboren sind, also die Generation Y und die Generation Z, das sind Digital Natives. Wie verbringen die ihre Freizeit? Wir wissen,

4:39 dass bis zu 35 Jahre die Leute circa 13 Stunden in der Woche Video spielen, also sie verspielen es mit Gaming. Und Metaverse-Lösungen zielen darauf ab, die Leute dort abzuholen, wo sie sind, nämlich im spielerischen Bereich. Wir haben da schon sehr gute Erfahrungen gemacht mit einigen Referenzkunden von der Verkürzung des Verkaufszeitraums her. Durchschnittlich sind wir ja derzeit im Dachraum bei 180 Tagen. Und wir haben da den Verkaufszeitraum circa ein Drittel verkürzt. Wir wissen auch, dass die Vorabverkaufsquoten bei Planimmobilien höhere sind mit unserer Lösung. Dazu kann ich später vielleicht noch im Detail etwas dazu

5:18 sagen. Ansonsten ist unsere Lösung eine sehr neue, die eben vom Stadtquartier geht bis zur kleineren Wohnung, aber auch bis zum größeren Hotel. Und das in einem gemmifizierten Ansatz, wo du mit deinem Avatar die Planimmobilie spielerischer Kunden kannst und wenn du möchtest auch direkt kaufen kannst über eine digitale Lösung, nämlich diese Metaverse-Lösung, die wir da in unserem Portfolio haben an Produkten. Florian, danke. Gemmification kommen wir dann auch noch zu sprechen. Und auch noch ein interessantes Thema,

5:58 da kommen wir dann auch noch zu sprechen, ist, dass PropX einen Großteil seines Geschäfts nicht in dem Dachregio macht, sondern ganz woanders in der Welt. Spannend und auch warum es so ist. Nächster Thomas, Bogensberger Vermessung. Kannst du kurz das Unternehmen vorstellen? Gerne. Ja, wir sind ein Technikerbüro für Vermessungswesen. Das beinhaltet ganz klassisch natürlich Grundstücksvermessung, Katastrophormessung. Dann der eigentliche Ursprung sozusagen, wo wir rausgekommen sind, ist die Ingenieursvermessung oder auch Bauvermessung. Bekannte Objekte sind da zum Beispiel die WU Wien oder die

6:41 ÖAMTC Zentrale in Wien oder aktuelles Beispiel Wiener 22 Tower. Dann haben wir im Portfolio auch noch Geomonitoring, also automatisierte Messsysteme über längere Zeiträume. Da sind wir aktuell gerade beim U-Bahn-Ausbau U2 U5 mit dabei. Und seit 2010 haben wir einen Schwerpunkt im Bereich Digitalisierung von Bestandsobjekten. Und das lässt sich dann auch noch aufsplitten sozusagen in Anlagen Digitalisierung in der großen Schwerindustrie. Und jetzt kommen wir sozusagen zum heutigen Punkt in der Architekturvermessung.

7:22 Also Digitalisierung von Bestandsimmobilien oder zwei andere Schlagworte dafür sind vielleicht Scan2BIM oder digitale Zwillinge. Thomas, danke. Also nicht nur Immobilien, sondern auch Anlagen und alles was größeres halt. Genau, das wird dann durchaus sehr groß. Thomas, danke. Kevin, ja, BuWo braucht man nicht mehr halt so viel sagen. Aber ihr habt in den letzten Jahren sehr viel im Bereich Digitalisierung gemacht. Ihr seid faktisch ein klassischer Anwender. Was waren denn so die großen Themen in der letzten Zeit?

8:02 Ja, ich glaube du hast das schon angesprochen. Digitalisierung ist alles andere als ein Trend. Bei uns ist die Zukunft nicht nur digital, sondern die Vergangenheit war auch schon digital. Am Ende geht es immer darum, eine Win-Win-Situation zu schaffen. Und das treibt uns Tag ein, Tag aus. Die Verbindung zwischen Digitalisierung und der effizienten Umgang mit Ressourcen und diese Potenziale dahinter zu heben, das treibt uns in allen Geschäftsbereichen. Ganz kurz zu BuWo. Wir sind ja der größte private Komplettanbieter am österreichischen Wohnimmobilienmarkt. Wir decken sowohl Asset Management für das eigene

8:39 Bestandsportfolio ab, wir decken das Property Development als auch die Sales Ebene ab. Und das ist wirklich eine Bandbreite. Da gibt es viele Aspekte von der Projektentwicklung bis zur Bestandsbewirtschaftung, die uns da tagtäglich treiben. Wir setzen auch mit unseren Mitarbeitern tagtäglich alle Hebel in Bewegung, um quasi die Win-Win-Situation für Kunden, für Nutzer, für Mitarbeiter auch tatsächlich ein Angebot anbieten zu können, was state of the art ist. Und da gibt es viele, viele Facetten in den einzelnen Bereichen, die wir da in der Vergangenheit schon quasi implementiert haben und die wir am Ende des Tages aber auch weiter

9:20 ausbauen müssen, um Wettbewerbsvorteile zu generieren. Um auch neu die Geschäftsmodelle, auch im Hinblick auf Krisen, Effizienzsteigerungen, also alle diese Themen mit Baukostensteigerungen, was da alles reinspielt. Ich glaube, die Themen sind alle bekannt. Du musst dich ständig anpassen und dich weiterentwickeln. Und da ist Digitalisierung, KI-Anwendungen einer der wesentlichsten Aspekte. Und ich glaube, das treibt dich nicht nur die Weiterentwicklung, da gibt es noch viele Aspekte, wie kommen wir aus Fachkräftemangel oder was kann ein Weg aus Fachkräftemangel sein. Da brauchst du Digitalisierung,

9:57 da brauchst du Digitalisierung für die Erfüllung der Kriterien aus der Taxonomie und aus den ganzen ISG-Themen. Ja, und das treibt uns. Also da gibt es viel zu tun, viel ist schon getan und viel ist noch im Laufen. Vielen Dank. Ich wollte dich gleich weiterfragen, die wirtschaftliche Situation, die wir derzeit haben oder auch was den Wohnbau betrifft und so. Verzögert sie eigentlich im Augenblick die Weiterentwicklung der Digitalisierung in deinen Augen oder treibt sie es eher voran? Aus meiner Sicht hat es einen richtigen Schub bekommen. Ja, ich glaube, das eine ist, da da dort werden Aktivitäten,

10:35 also operative Tätigkeiten zurückgeschraubt. Wenn ich bei uns im Development denke, ja, wir bauen nicht mehr so viel wie in den vergangenen Jahren, es gibt da da dort einen Baustopp. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass du dich quasi mit deinen Prozessen und ich glaube Prozesse weiter zur Entwicklung ist eigentlich einer der Erfolgskriterien, dass du auch die Integration der digitalen Tools, der digitalen Technologien überhaupt nutzen kannst, musst du ja diese Möglichkeiten in deine Prozesse integrieren. Das heißt, es gibt da da dort mehr Potenzial, mehr Ressourcen, um sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

11:12 Wie kann ich das schaffen? Mit einem gewissen Grad und Pragmatismus. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Es gibt nämlich eine Fülle an Themen, die du quasi an digitalen Möglichkeiten ins Unternehmen bringen könntest. Aber man muss, glaube ich, immer die Frage stellen, was passt zum Unternehmen und um deine Frage abschließend zu beantworten. Ich glaube, es hat einen Schub bekommen. Es verzögert nicht, weil am Ende des Tages haben wir alle die Situation, dass wir mit dem personellen, mit den finanziellen Ressourcen entsprechend umgehen müssen. Der Kostendruck ist gegeben. Und ich habe es vorher erwähnt,

11:46 das eine ist Fachkräftemangel, das andere ist Automatisierung von Abläufen, Effizienzsteigerungen zu heben. Notwendige Reduzierung von Energie und Ressourceneinsatz ist ein Thema. Deswegen brauchst du hier diesen Schub und kannst gar nichts sagen als Unternehmer. Das mache ich nicht. Und gleichzeitig hast du aber eben einen Rückgang operativer Natur, gleichzeitig Kapazitäten, die frei werden für Digitalisierungsthemen. Kevin, danke. Was natürlich einen Schub ebenfalls gegeben hat, Thomas, und zwar das ist die EU-Taxonomie. Und wir haben dem Vorfeld ein bisschen, wir haben im Vorgespräch darüber gesprochen, EU-Taxonomie.

12:27 Wie wirkt sich das auf die Digitalisierung aus? Wie verändert das auch die Nachfrage? Ganz klar würde ich sagen, ja. Die Taxonomie erfordert, dass ich eine genaue Erkenntnis von meinem Bestand habe. Den ich dann aber in seiner vollen Fülle und Masse, die ich vielleicht verwalten muss, dann auch bearbeiten kann. Und das funktioniert einfach mit digitalisierten Prozessen schneller und einfacher und effizienter. Insofern hat das auf jeden Fall einen Schub ausgelöst, Dinge zu digitalisieren,

13:08 die vielleicht jetzt momentan eben noch nicht so vorliegen. Ein konkretes Beispiel war jetzt eben von einem großen europäischen Hotelbetreiber, der alle seine Hotelanlagen jetzt tatsächlich vermessen hat lassen. Wir haben davor einen kleinen Teilbereich übernommen, also ein paar Länder, insgesamt 250.000 Quadratmeter Fläche. Insgesamt waren das glaube ich 1,7 Millionen Quadratmeter Nutzfläche. Und da ist es eben darum gegangen, 3D-Modelle aus der Vermessung zu erstellen und daraus dann klassifizierte Flächenangaben zu machen.

13:48 Also EU-Taxonomie verstärkt diese ganze Tendenz, weil man auch schon oft für die Zukunft vorbereitet, in welcher Form man jetzt auch immer seine Immobilie da einsetzt. Jetzt Florian, jetzt hat der Thomas das gesagt mit der Vermessung und Städte, es wird ja immer größer. Und ein Thema ist ja, ihr macht euren Hauptumsatz nicht in Österreich. Wo macht ihr euren Hauptumsatz und warum macht ihr ihn gerade dort? Wir haben einen großen Kunden in den GCC-Countries,

14:30 also Golf Corporation Countries, es nennt sich KAFT, King Abdullah Financial District. Warum machen wir es dort? Es hat auch einen simplen Grund, weil dort in der Regel alles neu gebaut wird und sehr wenig Bestand dort ist. Und da die Projektentwickler unsere Hauptkunden sind und Projektentwickler Neues planen, ist dort ein Schwerpunkt entstanden. Es hat aber auch andere Gründe. Die Gesellschaft dort vielleicht definiert sich ein bisschen über, dass man sagt, man will letzte Technologie anwenden, sei es jetzt 3D-Technologie oder digitale 3D-Zwillinge.

15:10 Und aus Europa sind wir nicht immer sofort die Vorreiter. Das ist ein bisschen meine Erfahrung, würde mich auch interessieren, was die anderen Podiumsteilnehmer davon halten. Zumindest in unserem Bereich ist es so. Der Ansatz, den wir wählen, nämlich dass wir sagen, wir bauen Metaverse-Lösungen für Immobilien, hat einen bestimmten Grund. Es ist ja kein Selbstzweck. Wieso ist das so? Wir wissen ja ungefähr, dass derjenige, der sich als Erster sein Apartment kauft, ungefähr 35 Jahre alt ist. Was wir noch wissen, ist,

15:50 dass die Fantasie von diesen Menschen zu 70 Prozent ungefähr geprägt ist von Videospielen. Sehr interessant. Was wird auch in Umkehrschluss gemacht? Die europäischen Projektentwickler machen zumeist Architektenpläne und Renderings. Das ist alles ganz nett, nur das Thema ist, dass die jungen Generation über die Renderings kein räumliches Gefühl vermittelt bekommt. Und die Architektenpläne, und das ist auch eine Statistik und nicht von mir erfunden, werden von 80 Prozent dieser Generation gar nicht verstanden. Das heißt, du kommst mit einem Verkaufsprospekt, was von 80 Prozent der Leute in der Regel

16:26 nicht verstanden wird. Die werden das auch nicht zugeben, sondern es ist einfach ein Fakt. Was heißt das jetzt? Wir haben so Sales Cycles, wenn jemand ein Apartment kauft zwischen fünf und sieben Monate, das ist der Dachraum. Jetzt haben wir gesagt, okay, wir wollen vielleicht das ein bisschen auflösen und unseren Kunden helfen. Wie machen wir das? Wir haben auch einen Fertighausanbieter aus Österreich, mit dem wir zusammen gearbeitet haben, und der hat gute Erfahrungen mit uns gemacht. Er hat nämlich seinen Sales Cycle, der 180 Tage ungefähr im Durchschnitt beträgt, auf circa 100 bis 110 Tage verkürzt.

17:02 Er hat seine Verkaufspreise zwischen 10 und 15 Prozent erhöhen können und seine Vorabverkaufsquote, das jetzt ja noch mehr wichtig ist wie vorher, seine Vorabverkaufsquote, dass er das Projekt realisieren kann, konnte um circa 25 Prozent steigern. Das heißt, unsere Lösung hat sich rentiert, unsere Lösung hat belegbar funktioniert. Und wir freuen uns halt, dass wirklich jetzt in die Masse mit den virtuellen Brillen und so weiter, das echt in die Masse geht. Wobei unsere Lösung nicht nur mit der Brille angeschaut werden kann, sondern du kannst das genauso im Desktop erleben. Du kannst es auch breitenwirksam am Handy

17:39 abrufen und so weiter. Das heißt, es ist nicht beschränkt auf eine gewisse Anzahl von Personen, sondern du kannst es breitenwirksam abspielen. Es ist mittlerweile technisch möglich. Florian, und du hast glaube ich gesagt, diese Golf Corporation Countries, da gehören dazu Saudi-Arabien, Kuwait, Vereinigten Arabischen Emirate, und Oman. Und du hast, wie weit sind du? Kuwait und Oman sind wir nicht. Ja, aber zu den GCC gehören diese dazu. Ja, ist richtig. Wie weit sind wir uns voraus, so drei, vier, fünf Jahre in der Technik?

18:22 Also, die kaufen wirklich ganz große Technik ein und haben auch riesige Projekte, wo sie das anwenden. Ich weiß nicht, ob Sie Neom kennt. Neom ist eines der größten Projektentwicklungen weltweit. Es hat ein Volumen von ca. 850 Milliarden Dollar. Und das ist eine Stadt in Saudi-Arabien, das nennt man Delayn, bis mehrere Kilometer lang. Okay, also dort wird man es auch brauchen. Du kannst da keine großen Projekte machen, ohne dass man, es geht glaube ich auch gar nicht anders. Die Jungen wollen vermutlich schießen, durch die Wohnung laufen, haben eine räumliche Vorstellung, wie das in etwa ausschaut.

19:01 Aber Simone, Gamification auch für Pocket House und eure Projekte ein Thema. Man muss ja versuchen, es so einfach wie möglich zu machen. Ja, also das ist schon der Punkt. Wir bleiben eher auf der, wir sind eine Gebäudefernbedienung. Ich drücke dorthin, was ich brauche, weil ich brauche einen, ich will eigentlich für den Daily Use, ob ich jetzt ein Gemeinschaftskambuch, die Gebäude rein, das ist ein Schnörgling, weil ich es einfach in mein Leben integrieren möchte. Wenn ich dann jetzt Gamification ansetze, kann ich in unterschiedliche Themen reinbringen, haben wir aber derzeit nicht. Also ich kann jetzt Belohnungssysteme machen,

19:37 wenn ich einen Schaden gemendet habe als Erstes oder wie auch immer. Aber im Prinzip ist es, haben wir jetzt keine, ich sage jetzt einmal, Nudging oder Game Systems und unsere App eingebaut, sondern ich sehe mich wirklich als hab meine Gebäudefernbedienung und als in my Pocket. Simone heißt ja Pocket House in ihr Haus in ihr Pocket. Ich habe das immer mit dabei und es muss schnell gehen. Und das für jede Altersklasse. Wir haben jetzt mit diesen durchschnittlichen 37-Jährigen, sondern wir haben auch ältere Personen. Da muss es einfach sein. Wir sind ja auch ein gemeinnützigen Wohnbau, also nicht nur der klassische, frei finanzierte Neubau,

20:15 wo man sich das ein oder andere leisten kann, sondern wir sind einfach eine Gebäude-App, die einfach vor Ort Prozesse verkürzt automatisiert, aber auch den Bauträgern oder den Entwicklern unterstützt, weil alles zentral auf einer Plattform ist. Ausgangslage war ein Großprojekt in Wien, wo wir zusammengezählt haben, wie viele Apps hier ein Bewohner runterladen hätte müssen, dass er in ein Gebäude reinkommt, sein Auto laden kann, ein Paket bekommt, in den Gemeinschaftskontakt kommt, damit das noch abbrechen ist bis hin zu einem Schaden. Da habe ich gesagt, das geht nicht. Wir müssen eine Plattform bauen,

20:49 die Schnittstellen zu den unterschiedlichen Infrastrukturen, Anbietern, Hardware-Systemen und Co. quasi hat. Und da ist noch wenig Platz und Zeit für Chemification. Vielleicht kommt es noch. Aber dann kann ich mich dann beim Florgan melden, daher ist er dann noch ein Profi. Ich finde es spannend, man könnte eichere Rendering-Videos, Tools oder Games eigentlich der landwirtige Stadtquartiere für andere Zwecke noch einsetzen im Betrieb. Da hätte ich einige Ideen. Es würde dann noch nicht einfach auf den digitalen Friedhof landen, so wie viele andere Dinge, wenn er mal gebaut fertig ist. Da gibt es schon einiges, weil ein großer Schwerpunkt ist,

21:31 wie finden wir uns im Raum zurecht. Da braucht man nur die Dona City anschauen. Wer dort einmal ausgestimmt ist, hat nicht gleich das gefunden, was er sucht. Und so tun wir uns halt generell. Also wie gesagt, das war jetzt so ein Auszug zu Chemification oder was Florian macht, was später vielleicht dann Sinn quasi auch noch hätte, es weiter zu verwerten. Aber im Prinzip, as simple as it is, intuitiv, wir haben unser ältester User ist 93. Der möchte nicht nur ein Stil unterjubeln, dass er seinen Schaben meldet oder dass er seinen Gemeinschaftsbomax sauber hinterlässt. Also da sind wir noch in einer anderen Ebene,

22:07 sage ich jetzt mal. Was die Zukunft betrifft, da wird man ja dann noch einige sehen. Wir werden das gerade auch mit Florian besprochen hast, wo man da hingehen kann. Danke auf jeden Fall, Simone. Was mich aber jetzt interessiert, und zwar bei Kevin. Also ihr habt ja auch mit allen möglichen Altersgruppen zu tun. Und das betrifft ja auch sehr viel. Es bestand wie immer. Wie macht ihr das im Unternehmen? Welche Fragen hast du da mitgenommen, wie man das am besten unterbringt? Ich glaube im Unternehmen einmal,

22:47 du hast unterschiedlichste Geschäftsbereiche, unterschiedlichste Anforderungen, unterschiedlichste Kunden, Altersstrukturen und so weiter. Was wir einfach merken ist, du musst wirklich in den unterschiedlichen Segmenten dich bewegen, dort auch denken, was braucht der Kunde? Am Ende geht es immer um diese Entscheidung, eine Win-Win-Situation zu schaffen. Für den Kunden, für den Nutzer, für den Mitarbeiter. Damit wir hier auch einfach zielgerichtet zum Beispiel Kundenanforderungen schneller, effizienter erfüllen und abwickeln können, das ist ein Aspekt. Aber ich glaube, das, was du auch ansprichst,

23:26 ist ja das Thema, da hilft ja nicht immer nur der digitale Weg, weil du hast eine gewisse Altersstruktur, eine gewisse Kundengruppe, die halt doch noch in den Sätzen analoger unterwegs ist. Das heißt, das ist ein bisschen so den Spagat, den du manchmal gehen musst, dass du eigentlich fast beide Welten brauchst. Ja, es wird mehr und mehr. Wir haben unsere Kunden-App im letzten Jahr wirklich umgehend, weiterentwickelt, quasi einen neuen Inhalt eingehaucht, auf den Markt gebracht. Das ist aber nicht so, dass du 100 Prozent deiner Kunden damit bedienen kannst und die Prozesse dann wirklich 100 Prozent digital laufen.

24:08 Entscheidend ist aber, glaube ich, und da sehen wir ein Riesenpotenzial eben auch in der Kommunikation mit den Mietern. Es hilft nichts, über die Herausforderung und Probleme zu diskutieren, sondern der digitale Weg, haben wir eh vorher gesagt, an dem führt kein Weg vorbei, wenn du auch wirtschaftlich erfolgreich sein musst. Man muss immer den Weg mitdenken, was muss ich noch analog und physisch abhandeln, aber trotzdem die Prozesse schon auch weiterentwickeln, weil ansonsten kommst du in eine Situation, wo du sagst, das bringt eh nichts, damit erschlag ich nicht alle meine Themen. Aber es ist ja so ein Riesenpotenzial und die Kunden,

24:47 also Simon, du hast schon 96, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe. Man kann es oft gar nicht so sagen, es gibt auch junge Menschen, die das nicht wollen, weil es gibt ja auch Leute, die sagen, Cybersecurity und so weiter, Datensicherheit, ich vertraue dem alles nicht. Das ist ja gar nicht nur immer eine Frage des Alters, sondern eine gewisse Gruppe nutzt das oder nutzt es eben nicht. Und du musst dich auf beides einstellen. Genauso das Thema natürlich Bestand und Development. Wenn man das Thema Daten, Datentransparenz, Datensicherheit, Datenqualität kurz strapaziert, dann hast du da zwei unterschiedliche Welten.

25:25 Das eine, was du Green Brown Field aufbaust, Neubau, da hast du eine gewisse Datenqualität, die in den Systemen recht einfach dann auch qualitativ hochwertige Ergebnisse liefert. Weil du sie von Anfang an dabei hast. Genau, wenn du alles von Anfang an mitplanst, wenn wir an die ganzen ESG-Themen denken, wo du die ganzen Reporting-Themen dort relativ einfach implementieren und mitdenken kannst, mitplanen kannst und dann bist du da safe. Und auf der anderen Seite hast du das Thema Bestand, Altbestand, da trifft dir das Thema Intransparenz, Zielerlösungen, abgelöste Softwaresysteme und so weiter.

26:05 Oder auch Pläne, die noch nicht digitalisiert sind, wo du viel dann eben Aufarbeitungsnotwendigkeiten hast. Aber in Summe musst du dir einfach immer die Frage stellen, welchen Weg muss ich gehen? Kann ich alles auf einmal erschlagen? Wahrscheinlich nicht, weil das würde einen immensen Ressourcenaufwand erzeugen. Aber du brauchst eine Datenkonsistenz, um die digitalen Tools auch tatsächlich nutzen zu können. Aber uns treibt immer das Thema, wie ich vorher gesagt habe, Pragmatismus. Wo sehen wir einen Effekt? Was wird vom Kunden tatsächlich auch angenommen? Wo steigern wir die Produktivität? Und wo haben wir natürlich auch einen gewissen

26:45 Kosteneinsparungseffekt oder eine Auswirkung? Weil es gibt so viele Möglichkeiten, aber man muss sich schon die Frage stellen, was passt zum Unternehmern? Was passt zu unseren Kunden, für unsere Mitarbeiter? Weil das musst du dich treiben, weil ansonsten tust du nichts anderes als digitale Tools einführen. Und vielleicht letzter Aspekt, die führt man nicht einfach nur ein, sondern da steckt ein riesen Aufwand dahinter an Testungen, Vorbereitungen und so weiter. Und das muss ja am Ende auch funktionieren und darf nicht in einer Situation enden, dass du mehr Chaos und mehr Unzufriedenheit... Und das geht

27:23 ja auch dem Kunden. Die Kundenverfriedenheit muss dadurch auch gesteigert Werden. Du hast ja auch ein Beispiel gebracht, ein typisches, und zwar war das die hybride Hausversammlung, wo ihr gedacht habt, das ist jetzt der Burner, das funktioniert jetzt. Und es wurde aber überhaupt nicht so angenommen. Ja, das ist wirklich ein Thema. Hybrides Eigentümerversammlungstool, da haben wir gedacht, das wird dann wirkliche Ressourcen schonend abgewickelt werden können. Wir spüren aber immer wieder, und da sind wir jetzt auch bei den unterschiedlichen Kundengruppen, dass da schon der Ruf nach dieser persönlichen Anwesenheit,

27:59 nach diesen persönlichen Treffen nach wie vor gegeben ist. Und damit kannst du eben solche Tools nicht hundertprozentig effizient nutzen. Das wird noch kommen. Da braucht es glaube ich auch von unserer Seite noch mehr Marketing, Überzeugungsarbeit. Es geht viel um Überzeugung, was sind die Vorteile unter Mehrwert der jeweiligen Tools, warum sollte man das nehmen. Und das braucht halt eine Zeit. Ich glaube gerade in Österreich vorher war die Frage der Unterschied, also in welchen Ländern ist was wie an Geschwindigkeit gegeben in der Umsetzung. Ich glaube wir schauen halt einmal, schauen es uns an,

28:35 schauen was passiert. Und mit der Zeit werden wir dann auch derartige Tools dann besser und flächendeckender nutzen können. Aber der Österreicher ist ja da für Veränderungen auch doch dann ein Tick zurückhaltender als das vielleicht in der Werrigalder Fall Wäre. Ja, aber wir haben ja gesagt, die Digitalisierung schreitet voran. Wir kommen an der sowieso nicht vorbei. Und jetzt wollte ich den Danke auf jeden Fall. Ich wollte den Thomas auch fragen, wie ist das bei euch? Gibt es da eigentlich Kunden, die kommen, die natürlich ihre Gebäude digitalisiert haben wollen? Wie läuft denn das ab? Die muss man ja teilweise auch beraten,

29:15 weil die haben vermutlich keine Ahnung, was sie manchmal, sage ich mal, keine Ahnung, was sie wirklich wollen. Genau, so ist es ja. Es ist ja da ein riesengroßes Spektrum an Möglichkeiten da. Und man muss dann mit den Kunden gemeinsam einfach erarbeiten, welche Möglichkeiten gibt es und welche dieser Möglichkeiten passt zu meinen Anforderungen. Also, wenn man sagt digitaler Zwilling, dann steckt er ja schon drin. Da kann alles drinnen sein. Von der Basisgeometrie über Bodenbeläge, Wandfarbe, Wandaufbauten, Elektro- und Hausleitungen,

29:56 also die ganzen Leitungsführungen. Man könnte theoretisch sagen, das ist das. auch noch ein paar Träger hinterlegen, welche Mieter oder Eigentümer sind wo drinnen und so weiter. Also das hört eigentlich nie auf. Und da ist natürlich die Frage, was braucht der Kunde eigentlich? Was die Vermessung betrifft, gibt es da im Prinzip zwei wichtige Fragen. Das eine ist eben der Detailgrad, das haben wir gerade angesprochen, eben bis wohin nimmt man es auf und tut es dann auch digital hinterlegen in einem BIM-Modell und das zweite ist die Messgenauigkeit. Also was brauche ich? Soll ich es sozusagen für baugenau machen,

30:39 sodass ich im Bereich 1 bis 2 cm alles richtig wiedergegeben habe? Aus unserer Sicht natürlich ja, weil dann bin ich auf der sicheren Seite, ich kann es für alles weiterverwenden, eben auch für bauliche Anwendungen oder reicht eine geringere Genauigkeit und es ist mir egal, ob das jetzt 5 bis 10 cm abweicht, was unter Umständen für Flächen oder eher schematische Anwendungen in der Administration egal sein kann. Sag Thomas eine Frage noch, ist eigentlich das was technisch möglich ist, ist es auch das was Geld bringt oder ist es schon noch so,

31:21 dass es weitaus mehr technische Möglichkeiten gäbe, die aber vielleicht noch gar nicht, wie soll ich sagen, anwendbar sind? Naja, ich würde sagen, wir versuchen schon einfach immer natürlich ganz vorne mit dabei zu sein, uns immer die neuesten technischen Entwicklungen anzueignen, anzuschauen. Nicht alles davon ist natürlich dann sinnvoll. Beziehungsweise man merkt es dann einfach, es lässt sich einfach nicht alles verkaufen. Insofern macht es dann einfach kein Geld, wenn man das so sagen will. Ganz prinzipiell würde ich aber natürlich sagen,

32:03 auf dem Weg zur Digitalisierung, alles was ich mache, bringt natürlich Geld und was ich nicht mache, bringt kein Geld. Also durch das, dass das eben ein Weg ist, auf dem wir uns alle befinden, muss man auch schauen, wo geht man hin. Wir sind noch nicht am Ziel. Learning by doing und der Weg ist in dem Fall ja auch das Ziel. Thomas, danke. Sag Florian, wie ist das bei euch? In meinen Metaverse, in andere Welten, da gibt es ja wirklich viele Möglichkeiten, aber werden die auch dann so ausgeschöpft oder ist da auch eine Grenze zwischen dem

32:45 was ich sage jetzt mal verkaufbar ist und dem was machbar ist. Du musst auf laut schalten. Entschuldigung. Ja, Walter ist hundertprozentig so. Vielleicht ein Beispiel dazu. Unsere Lösungen können wir teleportieren nach Fortnite. Weiß nicht, ob jemand Fortnite kennt. In der Sekunde, wo wir jetzt reden, spielen 16 Millionen Leute weltweit ungefähr Fortnite. Es ist eines der größten Metaverses dieser Welt. 300 Millionen Accounts, Milliardenstunden, die gespielt werden in Fortnite. Was machen wir oder was können wir machen?

33:26 Wir können unsere Planimmobilien nehmen und nach Fortnite teleportieren und dann kannst du dort innerhalb der Lösung, die Fortnite anbietet, mit einem Avatar spielen. Das muss nicht heißen schießen. Ja, das kann auch heißen, dass du ein Loyalty-Programm abspielst oder so was. Das ist halt ganz neu am Markt und wir dann so ein bisschen austesten, wie es so ankommt. Haben auch schon drei Showcases dazu gemacht. Ist sehr nett, aber ist halt alles sehr neu und eine Money-Making-Maschine ist das nicht. Aber dadurch, dass es bei der jungen Generation so viel ausmacht, wenn du etwas gamifizierst,

34:09 glauben wir daran und gehen in diese Richtung. Das Heißt, du machst das, aber es bringt doch nicht wirklich Geld. Also es ist doch keine Einnahmequelle, wenn man so will. Naja, derzeit nicht. Man muss aber auch bedenken, dass Fortnite, dass du Markeninseln bauen kannst, erst seit einem Jahr. Das heißt, technisch gibt es die Möglichkeit, dass du Stadtquartiere oder deine Planimmobilien abbildest in Fortnite seit genau zwölf Monaten. Die großen Marken sind alle schon drauf. Also wenn du redest von Nike, du redest von BMW, du redest von Ralph Lauren, Gucci, whatever. Die sind alle schon drauf und bauen ihre Markenwelten in

34:48 Fortnite auf und haben tausende von Usern, teilweise sogar hunderttausende von Usern gleichzeitig in ihrer Welt. Der Punkt ist immer, warum machen die Marken das? In Wahrheit ist nichts anderes als Brainwashing. Du versuchst die jungen Generationen in einem Wishes-Cycle zu halten, wo sie dauernd nur deine Marke lesen. Sei es beim Spielen, sei es, wenn sie Dinge vom Boden aufglauben, diese Loyalty-Programs und wenn du dann, und das ist dann immer das Thema, wenn die dann hundert Münzen oder so gesammelt haben in deiner Markenwelt, dann bekommen sie einen Nike-Shoe um 20% billiger,

35:28 wenn sie in den Store gehen. Und das baut sich alles gerade auf. Das ist ein super mega Thema, aus meiner Sicht die größte Marketingmöglichkeit überhaupt. Und dass wir auf Real Estate einen Fokus haben, versuchen wir, das eher auf die Immobilien-Ecke zu gehen, um einen gewissen Fokus zu haben und nicht zu breit reinzugehen. Aber Fakt ist, dass diese Metaverses sehr beliebt sind und immer beliebter werden und dass das nicht etwas ist, was jetzt vielleicht für vereinzelte Freaks oder so etwas ist, sondern das tatsächlich breitenwirksam wird. Und wenn du es da anschaust, Apple geht in Richtung Meta sowieso,

36:08 also das Ganze wird ganz ganz stark und im Herbst dann noch viel mehr werden, wenn man Apple die Brille in Europa auf den Markt bringt. Also wir haben auf der einen Seite die Realität, bei der wir uns herumschlagen müssen und auf der anderen Seite natürlich diese ganzen Welten, die da aufgebaut werden. Was aber, Simone, in der Realität sicher ein großes Thema ist, wenn man Digitalisierung betrachtet, das ist die Cybersecurity. Kannst du ein bisschen was darüber sagen, worauf, wenn ich das jetzt als Schlagwort in den Raum stelle? Also im Prinzip, wie wir vor sechs Jahren gestartet haben,

36:50 wir haben zwei Partner, die schon sehr lange in der IT sind, der eine hat einen Doktor gemacht in Sensorik, der andere hat klein auf der HTL schon seine erste Firma gegründet und schon verkauft. Haben wir immer gesagt, wir werden aufgrund von unseren Apps, unserer Software in Gebäude reingehen, in ganze Stadtteile und in Echtzeit Daten sammeln. Was machen wir damit? Wollen wir den oder den Weg gehen? Und haben uns eigentlich dafür entschieden auf der Basis der digitalen Ethik. Aber der Kunde hat diese Daten, was er damit macht, das wissen wir nicht, der hat Raumdaten, der hat Nutzungsdaten aber natürlich sehr roh,

37:28 also eigentlich in rohster Form, die man sich vorstellen kann. Und wir haben immer gesagt, okay, in ein Gebäude, wir gehen nicht in die Wohnung rein. Wir wollen nicht, dass unsere App einfach gläserne Menschen macht, dass ich weiß, wie oft haben sie das verwendet, wie oft haben sie in die Türe reingegangen und und und und. Das heißt, das ist eine reine Gebäude-App und gehen nicht in die Wohnung rein. Weil man sich persönlich fragt, das sind die analogsten vier Räume für viele noch. Auch wenn viele in Richtung Alexa gehen und IT-Systeme haben, aber trotzdem bleibt, im Vergleich zum öffentlichen Raum,

38:01 in größeren Schritten geht das schon in Richtung Digitalisierung. Es ist nur der analogste Raum und jeder kann selbst entscheiden. Das war die eine Ebene, weil dann wird es spannend. Man hat viele Daten, wir wissen das Nutzerverhalten der Menschen, sonst abseits vom Gebäude, da geht er nur rein und raus oder andere Dinge. Das haben wir uns für uns beschlossen. Wir haben großplakativ auf unserer Website und unsere Kunden schätzen, dass wir jetzt nicht im klein gedruckten Datenfamilie verkaufen. Ich muss immer darauf hinweisen, wenn das Produkt sehr günstig ist, in einem Freitagssystem, dann ist nur so ein Zugprodukt.

38:35 Jeder kennt die Doku von Netflix. Irgendwo muss eine Einnahmequelle kommen, weil irgendwer muss die Programmierung zahlen und die ist nicht günstig. Weder in Österreich, noch woanders. Und dann haben wir auch Objekte, speziell zum Beispiel mit unserer Innovationspartnerschaft mit der PIC, die aus dem öffentlichen Bereich kommen. Und dann wird schon eine Spur nochmal auf den Office-Bereich. Wir haben Objekte, wo Firmen drin sind, die das natürlich schon veransetzen. Oder wir haben Eigentümer, wie eine Deckerbank oder Junge Investment, die unsere Kunden eigentlich dann schlussendlich sind. Das sind dann die Käufer der Immobilien.

39:10 Der Projektentwickler ist am Anfang da, aber irgendwann hat er die Immobilie verkauft und wer ist dann mein Eigentümer? Das sind Family Offices, Banken und Co. Und die haben natürlich sehr strenge Datenschutzvorschriften. Also wir haben nicht einmal einen Kunden gehabt, wo wir mit der ganzen Datenschutzabteilung einer Bank zusammengesessen sind. Also da gibt es unterschiedliche. Und deswegen machen wir auch Sandales Voraussetzungen, TÜV-Zertifizierung, also TÜV Austria. Wir haben Penetration Tests, also das heißt eigentlich, dass es probiert wird herauszufinden durch Hacking, wo wir eventuelle Sicherheitslücken haben.

39:48 Die bestehen wir Gott sei Dank immer noch erfolgreich. Ist auch umspannend. Es soll jetzt nicht negativ sein. Ein System probieren zu hacken, ist das Beste, was es gibt, weil wir dadurch lernen. Wir können dann bessere Sicherheitswohnungen einbauen, sehen, wo es eventuelle Lücken oder so gibt. Also es ist ein großes Thema, aber ich glaube auch, dass wir da auf jeden Fall in Zukunft mehr werden, weil Cybertech wird, ich kann ins Gebäude rein. Also die ganzen Digitalen Zutrittsysteme haben auch sehr große Sicherheitsthemen, auch Software, wie sie abgedeckt wird. Aber im Prinzip haben wir alle gelernt,

40:26 der größte Hacking-Angriff ist noch immer der Mitarbeiter, der eine E-Mail öffnet, der einen OSD-Sig vor irgendwer nimmt und so weiter. Also die großen Hacker around the world sitzen nicht und warten, dass sie irgendein kleines Zutrittsystem vor einem Gemeinschaftskomm hacken können, sage ich jetzt mal. Also man muss dann immer wieder das Ganze reduzieren und nicht die Angst nehmen, dass es so ständig passiert. Ja, aber ich finde interessant, was du sagst, dass man diese beiden Bereiche einerseits als ein Hacker von außen und andererseits aber auch was man mit den Daten, die man erfasst, was man mit denen eigentlich alles tun kann und wie sehr man

41:07 dann auch Systeme innerhalb des Gebäudes erkennt, was natürlich einerseits gut ist, andererseits aber auch ein Problem darstellt. Ja, also am spannendsten für uns ist immer, wir haben Bauträger, die schon jahrelang Objekte planen und der Meinung ist, dass Gemeinschaftskammer funktionieren oder funktionieren nicht. Und dann gehen wir auf welche Datensumlage. Alle hatten früher immer den selben Schlüssel und man hat irgendwo bei der Waschküche mal irgendwas eindringen. Ja, da kann man sagen, bei der Waschküche kann man sich den Strom ablesen, kann man einen Mittelwert ausrechnen, das ist der Rocket Science.

41:38 Aber zum Beispiel zur Gemeinschaftskammer, da haben wir einen Kunden gehabt, die der Meinung waren, das ist super, das ist immer gebucht oder das wird immer genießt und so. Und dann haben wir es bei anderen Objekten dann angefangen, dann haben wir eine Waschküche, wie die Nutzung eigentlich wirklich ist und wie das Nutzerverhalten ist. Also wie lange sie buchen, wann sie buchen, wie sie es nutzen. Dann haben wir schon angefangen, das für weitere Planungen zu nutzen und zu sagen, okay, wer kennt ein Muster, je besser der Raum ausgestattet ist, wo es ein digitales Zutrittssystem gibt, entstehen weniger Schäden, weil das ist ja immer,

42:07 das Gemeinschaftsprogramm ist immer Flug oder Segen. Das kann man immer so sehen, wie man möchte, dann wird man der Kevin zustimmen. Und da haben wir erstmalig und deswegen ist es auch der Punkt, dass wir gemerkt haben, unser Pool ist super und wir dachten, wir können sofort einsetzen und dann sind wir drauf gekommen, jetzt braucht man diese räumliche Vorbereitung. Und ich habe Kunden gekommen mit 16 Gemeinschaftsprogrammen, wo ich sage, sorry, aber für 300 Wohnungen, ja, das ist zu viel, so viel Zeit kann der Mensch das gar nicht drin verbringen. Also so in die Richtung. Wir sind immer in der Planung schon mit dabei.

42:41 Das wollte ich wiederum sagen, diese analoge Planungsebene ist so wichtig, dass der Betrieb dann noch wirklich funktioniert. Und eigentlich haben wir schon AHA-Effekte gehabt, wo wir Quadratmeter eingespart haben, die wir für andere Zwecke verwenden konnten, weil ein Gemeinschaftsprogramm ist jetzt auch nicht unbedingt wirtschaftliche Cashcow. Also es ist ein nettes Asset. Simone, danke, das war auch schon das Schlagwort für Kevin. Cashcow, Amortisierung. Ich meine, das, was ihr da macht mit dem Bestand, ich rede jetzt gar nicht mal von der Projektentwicklung, sondern mit dem Bestand, das amortisiert sich ja nicht,

43:18 nicht oder nicht gleich. Das ist immer eine Frage. Wie geht es dem Unternehmer damit um, dass man sagt, irgendwann wird sich das rechnen, sagt man. Oder geht es eher darum, da einen Überblick über das ganze Portfolio zu haben? Ich glaube, man muss zwei, drei Themen unterscheiden. Das eine ist natürlich die Kosteneinsparung, das Kosteneinsparungspotenzial, aber das kannst du alleine ja gar nicht in den Vordergrund rücken, weil es geht ja trotzdem auch um Produktivitätssteigerung, es geht um Kundenzufriedenheitsteigerung. Das heißt, was ich vorher angesprochen habe, wir müssen uns in unseren Entscheidungen leiten lassen,

43:54 wo wir einen Effekt erzielen können, wo wir eine Auswirkung auf Kunden mit Nutzerzufriedenheit auch sehen. Weil es kostet viel Geld. Implementierung von digitalen Tools, von Innovationspotenzialen, von KI und so weiter ist sehr, sehr ressourcenintensiv. Natürlich stellen wir uns die Frage bei jeder Investition, welchen wirtschaftlichen Effekt hat das. Aber ich glaube, die einzelne Maßnahme wird nicht dazu führen, und das ist ja oft auch eine gewisse Unsicherheit, wenn wir über Digitalisierung und KI-Themen auch in Unternehmen sprechen, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,

44:35 was bedeutet das für meinen Arbeitsplatz? Die einzelne digitale Lösung wird nie den Effekt haben, dass du sagst, da kann jetzt zum Beispiel FTE-Reduktion nach sich ziehen. Es wird vielleicht in Summe, mehrere Maßnahmen wird es dazu führen. Oder es gibt halt wirklich die Lösung, die dir so viel an Automatismen bringt. Aber noch einmal das Wichtigste ist, Kundenzufriedenheit zu steigern, Produktivität zu steigern, um vielleicht auch, und das ist für uns auch ganz wichtig, wir wollen ja uns auch auf die veränderten Marktgebenheiten anpassen.

45:15 Wir wollen auch wachsen. Wir wollen unser Geschäftsmodell immer wieder erweitern, dass wir diese Möglichkeiten nutzen, aber gleichzeitig mit dem, also keinen Personalaufbau vielleicht noch betreiben müssen. Das ist glaube ich ganz, ganz wichtig, dass du eben dadurch vielleicht mehr Dienstleistung, mehr Serviceorientierung in den Vordergrund stellen kannst, auch immer wieder die Anforderungen der Kunden auch höher werden, zügiger zu erfüllen sind. Und da hilft uns das. Das Amortisationsthema, das Geldthema, ja,

45:55 das ist ein wesentliches Thema. Und ja, ich glaube schon, wir haben da oder dort schon einen Wettbewerbsvorteil, weil wir natürlich in einem Riesenkonzern tätig sind, weil wir auch den Vorteil haben, glaube ich als BUWOK auch, nicht so klein zu sein, weil wir halt einen riesen Membauch dahinter haben und weil wir, und darin würde ich wirklich auch den Effekt dann sehen, dass wir halt einfach end-to-end denken können, von der Projekte D über die Planung, über die Entwicklung bis hin zur späteren Bewirtschaftung, dass auch diese Synergien in den einzelnen quasi Schaffelübergaben auch nutzen zu können.

46:31 Also es ist schwierig, das Amortisationsthema, wie sich das rechnet, ich muss ehrlich sagen, wir diskutieren immer wieder so richtig zu einem Punkt, kommst du nicht. Ich glaube, es ist ein Konglomerat, das Summe an vielen Maßnahmen, wo du den Effekt erzielen kannst. Und unser Antrieb ist, zu wachsen und das mit dem gleichen Personalstand machen zu können, dann hat sich das wirklich auch tatsächlich an den ganzen Investments und den Efforts, die halt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch dahinter legen, auch bezahlt gemacht. Also es ist eigentlich, Kevin, es ist eigentlich keine klassische Amortisation,

47:10 keine monetäre Amortisation, sondern es ist de facto ein Konglomerat aus allem. Die Dritte Kundenzufriedenheit kannst du ja nicht messen, aber sie wird natürlich genauso bedient, wenn du etwas digitalisierst und erleichterst. Also ich glaube, wir messen auch Kundenzufriedenheit, ich glaube, es ist wirklich eine Summe aus vielen. Du wirst dir Kosten sparen, du wirst aber Produktivität steigern, du wirst Kundenzufriedenheit, Mieterzufriedenheit, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterzufriedenheit steigern können. Also ich glaube, man muss alle diese Aspekte wirklich in derartige Entscheidungen mit reinpacken und klar ist,

47:50 es führt dir keinen Weg vorbei. Du musst diese Tools nutzen, weil du auch gewisse Anforderungen zu erfüllen hast, die du ohne diesen Weg gar nicht gehen kannst. Also auch das Compliance-Thema ist auch noch einmal ein Kriterium für eine Entscheidung, eine Maßnahme umzusetzen, ja oder nein. Und dieses umfassende Potenzial auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht zu nutzen, die ja auch bestrebt sind, Rahmenbedingungen, Arbeitsabläufe stetig zu optimieren, das ist ja auch etwas, was dir schon einen Wettbewerbsvorteil auch immer wieder bringen kann und wo du sagst, eigentlich ja, wir können mehr Kunden bedienen, schneller bedienen,

48:31 zufriedener stellen, weil wir eben diesen Weg der Optimierung der Abläufe einfach stetig vorantreiben. Und ich glaube auch, manches ist ein Hard-Fact, das andere ist ein Soft-Fact, du musst aber alles mitdenken und wir haben es vorher, glaube ich, angesprochen, was nutzt der Kunde, was braucht der Kunde, was will der Kunde, es hilft ja nichts, etwas nicht zu tun, weil du dich gar nicht rechnest, der Mitbewerber macht es aber und die Kunden verlierst du, also dann hat er eine negative. Na, es ist ein spannendes Thema und ich würde auch, Thomas, wie ist das, wie siehst du das mit der

49:12 Amortisation, mit der Digitalisierung, mit dem, was in das Gebäude reingesteckt wird, wie ist das zum Beispiel bei euren Kunden, wie sehen die das? Wie unsere Kunden das jetzt sehen, darf ich jetzt nicht beantworten, dazu müsste ich selber rückfragen. Aus meiner Sicht ist es, ich sehe das sehr ähnlich wie der Kevin, ich glaube einzelne Digitalisierungsschritte bringen jetzt wahrscheinlich noch nicht den großen Schub nach vorne, sondern viele kleine in Summe bringen dann aber sehr viel.

49:52 Es gibt vielleicht einen Punkt, der sich aber sofort amortisiert, was jetzt eben die digitale Bestandserfassung von der Vermessungsseite betrifft und zwar das ist immer dann, wenn es ums Bauen, ums Umbauen oder aufbauen, erweitern geht, sprich Dachgeschoss ausbauen, ein ganz großes Thema. Wenn ich hier keine Bestandserfassung mache, dann gibt es hinterher fast garantiert Probleme, weil der Bauablauf mittlerweile einfach so ist, dass Bauteile sehr stark vorgefertigt schon an die Baustelle transportiert werden und die werden dann wie Tetris nur mehr

50:35 aufgestellt zusammengebaut und das muss passen und funktionieren. Und wenn ich da keine entsprechende Grundlage verwende, vielleicht eben einen Bestand oder den Einrichtplan von 1890, das passiert tatsächlich immer wieder, dann steht die Baustelle, weil dann ist auf einmal alles einen halben Meter falsch, man kann das so nicht verwenden und wenn die Baustelle dann mal stockt oder steht, dann wird es wirklich teuer, da ist jeder Tag, jede Stunde wirklich bares Geld und da ist, ich sage mal, eine Mini-Investition in einer Bestandserfassung auf jeden Fall sofort amortisiert. Thomas, danke, gutes Thema, gutes Beispiel.

51:18 Sagst du, verhältnist Dienstleistung zu kosten, wird das von euren Kunden auch irgendwie thematisiert oder sagen die, nein, das was gebrochen wird, das passt? Also man muss die immer wieder mal was investiert, weil er seine Immobilie halt einfach landfristig gegenüber seinen Mitkosten auf nicht erhalten möchte. Im Neubau, wenn es eine WG ist, dann müssen wir so schnell wie möglich am Anfang alles reinbringen, was noch landfristig möglich ist, weil kaum ist die Immobilie im WG übergeben, also der Wohnungsgesellschaft mehr oder weniger,

52:00 dann ist es eigentlich schon, und was die Support- und Wartungskosten sind, sind für mich ökonomische Peanuts für das, was das überhaupt am Gebäude dann ist und wenn man langfristig auf den Betrieb rechnet, reden wir da von Centbeträgen, langfristig. Die analogen Probleme, die auftreten würden, würde man das nicht machen, würden personell mehr Geld kosten. Ich habe viel mit Hausverwaltung zu tun und der Weg und der Trend geht in die Richtung A, weil man auch wenig Menschen findet, die für den Job der Hausverwaltung zu begeistern, weil primär wird man am Telefon angeschrien oder nicht alle,

52:41 aber das ist das Feedback, das wir bekommen. Also gewisse Prozesse, schön in der Kommunikation, aber man muss Plattformen finden, wo man sagt, okay, es kann auch anders gehen, es muss nicht jeder jetzt 500 mal beschweren, dass das Fenster kaputt ist. Also da ist es halt so, dass viele schauen, wie kann ich da Zeit und dass die endlich für andere Dinge in der ordentlichen Verwaltung mehr Zeit haben, dass die Probleme der Mieter anhören oder weil irgendwer schon wieder mal krank ist. Also da muss ich sagen, Kosten nutzen würde auch jeden einzelnen tragen. Ich habe immer das Credo, wenn Kunden mit dem nächsten Projekt schon kommen,

53:20 bevor das andere schon fast fertig ist oder schon im Betrieb war, dann ist das eigentlich eine Kundenzufriedenheit und dann sage ich halt immer, wenn sie die Kinder nicht mögen, dann geht es ihnen gut, dann passt das. Und positiv ist halt einfach gerade im Wohnbau, der Office macht es ja für sie und für die ESG und Zertifizierungsthemen, dass sie sagt, mehr Service, ich biete noch Cashering, ich biete das alles an, aber im Wohnbau ist es ja oft die Stadt, die eigentlich das vorgibt, durch städtebauliche Verträge, durch Qualitätssicherungen, im gemeinnützigen Wohnbau natürlich durch Wettbewerbe,

53:54 wo das eine Vorgabe ist, Gemeinschaftsformen zu haben und die dann bauplatzübergreifend noch zu scheren. Und die sind dann auch echt froh, wenn es eine Lösung gibt, weil sie sagen dann immer, wie können zwei gemeinnützige Baudräger über den bauplatzübergreifenden Raum teilen, abrechnen, ein Zudrück noch vergeben, aber jeder muss wissen, wer drin war und wo drüber. Also da haben wir schon sehr frühzeitig das Problem erkannt und haben gesagt, und wenn, dann muss das ein Unstop-Shop sein. Die Hausverwaltung hat in der Kindergeburtstagsparty auf zwei Stunden abzurechnen. Die ist für ein Gebäude zuständig und nicht für den

54:31 Freizeitbetrieb eines Gemeinschaftskraums. Das muss man ehrlich sagen. Und solche Themen nehmen wir dann ab. Genauso wie Parkplatzreduzierung ist immer für einen Baudräger sehr beliebt, weil man halt weniger Instandkosten hat, also quasi Baukosten dann hat. Ja, Simone, danke. Ich muss jetzt kurz noch ein bisschen unterbrechen. Also wir sind schon bald fertig. Eine Frage an den Florian, damit wir dann noch zur Endrunde kommen, wo man jetzt noch die nächsten Möglichkeiten sieht, aber Florian, welche SZ-Klasse, glaubst du, wird von der Digitalisierung am meisten profitieren? Gibt es da irgendeine oder wird das,

55:09 so wie wir gesagt haben, die ganze Branche erfassen und einfach durchgehen? Es wird die ganze Branche erfassen, aber ich glaube, dass der Residential-Bereich schon vielleicht ein bisschen höher sein wird vom Digitalisieren her, weil doch sehr viel noch analog passiert. Und die Schwierigkeit ist ja meines Erachtens nicht, dass die Personen oder die Entscheidungsträger so resistent werden gegenüber diesen neuen Technologien. Ich glaube, es ist eher, dass die Schwierigkeit da ist, dass du bestehende Prozesse trotzdem noch operativ und funktionsmäßig erhältst, aber die neue Technologie dann doch im implementierst und

55:49 mit einem neuen Layer versehen kannst. Also sprich, wie der Kevin vorher gesagt hat, das Worst-Case-Szenario ist halt, du implementierst eine neue Technologie und die alten Prozesse funktionieren dann nicht mehr. Also ich glaube, ich habe den Kevin in dieser Richtung verstanden. Das ist das Allerwichtigste und wenn das gelöst wird oder mehr Confidence da ist, es ist ja nicht eine Frage des ob, die Digitalisierung, sondern des wann. Und wie Schnell das auch die Leute annehmen. Und Wie schnell das auch die Leute annehmen,

56:29 weil ich habe ja, aber es ist ja schon da und es ist eine klare Abwicklung und Ablauf, aber alles, was residential ist, so wie du gesagt hast, das hat ja und betrifft sehr, sehr viele Personen. Richtig. Ja, also es ist ja der Lifecycle von Real Estate ist ein hoher, die Value-Chain. Es gibt die All-in-One-Solution, kenne ich persönlich nicht. Wir bieten sie auch nicht an, wäre auch nicht möglich. Wenn du den ganzen Real Estate Lifecycle im Immobile abbilden möchtest mit digitalen Lösungen, dann brauchst du in der Regel mehrere Unternehmen dazu. Und das ist halt eine Schwierigkeit, aber dasjenige Unternehmen,

57:08 das den gesamten Verkaufsprozess digitalisiert abbilden kann, von der ersten Kontaktnahme bis zum Unterschreiben des Notariatsaktes, so dass das dann im Grundbuch eingetragen wird, wenn das alles digital abgebildet ist, dasjenige Unternehmen hat dann wirklich aus meiner Sicht ein Wettbewerbsvorteil aus der Digitalisierung. Florian, danke. Damit kommen wir zur Abschlussfrage, beginnend beim Thomas. Thomas, welche Innovationen in deinen Augen, was ist noch zu erwarten in den kommenden, man kann eh nicht so weit vorausschauen, aber zumindest in den kommenden zwei, drei Jahren, weil es kann ja manchmal noch sehr

57:46 schnell gehen. Also was die Vermessung betrifft und die Prozesse danach, würde ich sagen, ist auf jeden Fall die Aufnahmegeschwindigkeit vor Ort wird immer schneller werden, und zwar über mobile Scanningsysteme, das heißt 3D-Scanner, die man entweder trägt oder umschnallt oder wie auch immer, oder die vielleicht sogar autonom, wie diese Posten Dynamics Vier- oder Zweibeiner herumgetragen werden. Also da kann man einfach sehr viel Volumen in kurzer Zeit mal aufmessen und ich denke auch,

58:28 dass mittels KI der darauf folgende Modellierungsprozess dann auch zumindest der Teilautomatisierung erfahren wird. Bis dato ist es so, dass die Auswertung, die Interpretation der Messergebnisse zu überwiegend manuelle Arbeit ist. Das heißt, man erhält einfach die Möglichkeit, in einem rentablen Kostenrahmen zu bleiben und da großvolumig zu digitalisieren mit Echtdaten auf Basis von einer Vermessung.

59:08 Thomas, danke für deinen Blick in die Zukunft. Kevin, was ist zu erwarten in den kommenden zwei, drei Jahren? Ich glaube, Riesenveränderungen, die sich mit der Weiterentwicklung der KI ergeben werden. Das kann man jetzt gar nicht so aktuell überblicken, aber ich glaube, wir haben da Riesenmöglichkeiten bei allen rechtlichen Fragestellungen, die noch dahinter liegen, aber sowohl die Nutzung der KI wird sowohl die operationalen Aufgaben verbessern, aber auch die Entscheidungsprozesse und damit einhergehend natürlich noch einmal das Thema Daten. Sowohl die Verarbeitung als auch die Auswertung werden

59:45 weiter zunehmen und damit natürlich auch Entscheidungsprozesse in einem extremen Maß, die sich ja auf diese Entwicklungen aufstützen, dann fundiert ableiten lassen. Also ich glaube, das sind zwar ganz, ganz große Themen, haben sie in der Zukunft beschäftigen werden. Kevin, danke für deinen Blick. Simone, was erwartest du von der Zukunft der Digitalisierung in der Immobilienbranche? Also jetzt redde ich mal als gelernte Stadtplanerin. Die Stadt wächst, aber wir werden weniger bauen, das heißt wir werden vorhandene Ressourcen anders nutzen und das haben wir wieder bei meinem Lieblingsthema Sharing.

1:00:22 Wir haben noch so viel Potenzial, dass wir teilen und das nicht nur im Neubau, weil wir es schön übers hier schon ausgerollt haben, sondern meine Vision ist, dass wir Produkte, und da arbeiten wir daran, quasi weiterentwickeln, die auch Bestandsobjekte in einer Straße, Bauplatz überkreisen, dass sie teilen können. Von der Garage bis zur Energie bis zu Räume, die sie vielleicht mehrfach haben und dann wird es spannend, weil das Teilen von Ressourcen wird die Zukunft sein. Das heißt die Bogensberger Vermessung nimmt die alten Gebäude her, stellt sie zusammen, ihr legt es drüber, Florian wird es dann auf neu setzen und wenn umgebaut wird,

1:01:05 macht das der Kevin. Interessant, das ist eine gute Mischung auf jeden Fall, aber spannend, es geht natürlich in die Richtung. Teilen, glaube ich, wird auch ein ganz ganz wichtiges Thema. Florian, noch kurz dein, zum Abschluss auch dein Blick in die Zukunft. Wir beschäftigen uns jetzt auch in einem FFG Projekt mit der digitalen Zwillingsstadt und ich glaube, dass wir in fünf bis acht Jahren die digitale Zwillingsstadt Wien erleben können dürfen, sowohl was den Exterior Layer betrifft, als auch sozusagen den Interior Layer. Interior Layer heißt das, was der Thomas Schmidt beispielsweise macht mit der

1:01:38 Digitalisierung, Kento BIM und so weiter, und dass die Zusammenführung dieser Daten in der digitalen Zwillingsstadt das große Thema sein wird der nächsten Jahre und das wird vornehmlich auch den Real Estate Bereich betreffen, weil die Daten fließen ja immer sozusagen über die Struktur des Gebäudes zusammen und wenn das an einem Ort abrufbar ist, dann macht die Digitalisierung tatsächlich Sinn. Thomas, danke für deinen Blick in die Zukunft. Danke für euren Blick gemeinsam, den wir heute in die Zukunft geworfen haben. Wie gesagt, der Umbruch in der Branche ist unaufhaltsam, er kommt. Bin ja gespannt, ob wir nicht in drei Jahren noch einmal

1:02:19 schon wieder ganz, haben wir natürlich wieder schon ganz andere Themen. Mal sehen, wird es immer leicht, vermutlich immer noch geben. Vier Jahre sind wir schon alt und da für uns Zeichen. Ja, dann bedanke ich mich bei euch, dass ihr Zeit gefunden habt, heute dabei zu sein. Bei Ihnen bedanken wir uns fürs Zuschauen und wir fünf wünschen Ihnen noch einen schönen Nachmittag. Auf Wiedersehen.

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