Erich Fenninger von der Volkshilfe kommentiert Statistik Austria Umfrage: Alltagskosten für immer mehr Menschen unleistbar

Am Freitag 20.1.23 wurden aktuelle Zahlen der repräsentativen Befragung der Statistik Austria „So geht’s uns heute“ zu den Lebensbedingungen der Österreicher*innen veröffentlicht. Analysiert wurde die soziale Lage der Bevölkerung im Quartal 3/22. Deutlich wird, dass sich die Erfahrung aus den Beratungs- und Ausgabestellen auch in der Statistik niederschlägt.

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Umfage so gehts uns heute

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"Immer mehr Menschen kämpfen mit Alltagsausgaben", kommentiert Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich die neuen Zahlen.  Steigende Ungleichheit Konstant berichtet mehr als ein Drittel der Befragten von Einkommensverlusten in den letzten 12 Monaten. „Wir leben in Zeiten multipler Krisen, die nicht nur abstrakt in Feuilletons zu diskutieren sind. Sie finden ganz konkret im Leben von Menschen Niederschlag", so Fenninger weiter. Und ebenfalls ein Drittel rechnete im dritten Quartal 2022 mit Einkommensverlusten im nächsten Jahr. Es wundere daher auch nicht, dass die allgemeine Lebenszufriedenheit gesunken ist. 

34% (27,4% im Q2/22) der Ein-Eltern-Haushalte und der 39,9% (39,7% im Q2/22) Personen, die im Haushalt von Arbeitslosigkeit betroffen sind, haben Schwierigkeiten, mit dem Haushaltseinkommen auszukommen. Gleichzeitig konnten Lebensmittel- und Energiekonzerne weltweit ihre Gewinne im Jahr 2022 mehr als verdoppeln. „Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter und weiter auseinander. Wenn die Regierung diesen Trend nicht stoppt, könnten sich daraus auch Gefahren für die Demokratie ergeben!“, warnt Fenninger angesichts der steigenden Ungleichheit.

Aufwachsen in Armut verhindern Von den multiplen Krisen sind also nicht alle gleichermaßen betroffen. Dementsprechend müssen, so Fenninger weiter, „Maßnahmen gegen die Teuerung sozial treffsicher sein.“ Die Studie streicht verschiedene Risikogruppen heraus – darunter auch Haushalte, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sowie Ein-Eltern-Haushalte und Mehrkindfamilien. Die EU-SILC-Daten 2021 rechneten mit 408.000 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren, die in einem Haushalt lebten, der sich unerwartete Ausgaben, wie etwa eine kaputte Waschmaschine zu ersetzen, nicht leisten konnte.Das ist mehr als jedes dritte Kind. Im dritten Quartal stieg diese Zahl auf 564.000 Kinder an. Besonders massiv ist der Anstieg im Vergleich mit den SILC-Zahlen 2021 bei der Möglichkeit, die Wohnung angemessen warm zu halten: waren es 2021 noch 34.000, so stieg die Zahl im Quartal 3/22 auf 179.000 Kinder und Jugendliche an.  

 „Will die Regierung verhindern, dass Kinder in Armut aufwachsen müssen und Kinderzimmer kalt bleiben, muss Österreich eine Kindergrundsicherung einführen, die alle Kinder finanziell absichert. Darüberhinaus braucht es eine Valorisierung des Arbeitslosengeldes und die Erhöhung der Netto-Ersatzrat sowie darüberhinaus gehende armutsfeste soziale Sicherungsnetze“, fordert Fenninger abschließend.

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