Gemeinnütziger Wohnbau: Sanierungstempo erhöhen, Rahmenbedingungen schaffen
Der gemeinnützige Wohnbau ist bei der Sanierung und Dekarbonisierung des Wohnungsbestands seit Jahren Vorreiter: 2025 wurden rund 7.900 Wohnungen thermisch saniert – um 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei der Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme setzte sich der positive Trend fort: Rund 6.900 Heizungen wurden 2025 umgestellt. Gleichzeitig ist die Aufgabe enorm: Noch rund 34 Prozent des gemeinnützigen Gesamtwohnungsbestands sind fossil beheizt, das entspricht rund 348.000 Wohnungen. Um diese Wohnungen bis 2040 auf klimafreundliche Heizsysteme umzustellen, wären durchschnittlich rund 20.000 Heizungsumstellungen pro Jahr notwendig. Davon entfallen rund 13.000 auf Mietwohnungen. Für den GBV-Mietwohnungsbestand zeigt der Vergleich von Status quo und notwendigem Sanierungstempo einen deutlichen zusätzlichen Handlungsbedarf: Bis 2040 wären jährlich rund 9.000 thermische Sanierungen notwendig. Damit müsste sich die derzeitige Sanierungsleistung um den Faktor 1,5 erhöhen. Bei den Heizungsumstellungen ist die Herausforderung noch größer: Hier müsste das derzeitige Tempo bei GBV-Mietwohnungen auf das 2,5-Fache gesteigert werden, um die Klimaziele bis 2040 zu erreichen.
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