Pflegefall & Erbschaft: Was wird aus der Familienimmobilie?

vor 4 Wochen

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84,9 % halten es für wichtig, frühzeitig in der Familie über die Zukunft der Immobilie zu sprechen. Dennoch hat rund ein Viertel der Befragten ein solches Gespräch bislang nicht geführt. 47,3 % möchten die Immobilie im Familienbesitz halten, nur 19 % würden sie verkaufen.

Wenn ein Elternteil pflegebedürftig wird oder eine Erbschaft ansteht, stehen Familien häufig vor einer schwierigen Frage: Was soll mit der Immobilie geschehen? Die Antwort ist so individuell wie komplex und zudem gilt es, die Perspektiven der verschiedenen Generationen abzuwägen. Eine aktuelle Befragung des bundesweiten Immobilienmaklers Homeday zeigt, dass in vielen Familien dass in vielen Familien darüber nicht gesprochen wird, obwohl sie es für sinnvoll halten.

Eine große Mehrheit der Befragten hält es für wichtig, frühzeitig über die Zukunft der Immobilie zu sprechen. 84,9 Prozent sagen, man sollte darüber „unbedingt“ oder „eher“ sprechen. Gefragt danach, ob ein solches Gespräch bereits stattgefunden hat, ergibt sich jedoch ein anderes Bild: 26,4 Prozent der Befragten geben an, darüber noch nicht gesprochen zu haben. 56,6 Prozent haben ein solches Gespräch bereits geführt. Dies zeigt eine deutliche Lücke zwischen dem wahrgenommenen Bedarf und der tatsächlichen Praxis.

„Für Familien gibt es im Pflegefall oder Todesfall viele Aspekte zu beachten. Häufig geht es um das Elternhaus. Daran hängen Emotionen, zugleich spielen steuerliche und rechtliche Fragen eine Rolle“, sagt Benjamin Lorenz, Geschäftsführer von Homeday. „Wichtig ist deshalb, sich frühzeitig mit den verschiedenen Möglichkeiten zu beschäftigen. Neben einem möglichen Verkauf kommen zum Beispiel eine Übertragung im Rahmen einer Schenkung, ein lebenslanges Nießbrauchrecht oder auch andere Regelungen infrage. Familien können sich hierzu auch von unabhängiger Stelle beraten lassen. Dies können zum Beispiel ein Steuerberater, ein Immobilienmakler oder ein spezialisierter Rechtsanwalt sein.

Auf die Frage, wie mit einer Immobilie im Fall von Pflegebedürftigkeit oder Tod umgegangen werden sollte, zeigt sich ebenfalls eine klare Tendenz: 47,3 Prozent der Befragten würden die Immobilie lieber in der Familie halten. Nur 19 Prozent geben an, sie verkaufen zu wollen. Für viele Familien bleibt das Eigenheim damit nicht nur ein Vermögenswert, sondern auch ein emotionaler Ankerpunkt, den sie möglichst erhalten möchten.

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