Neue Marktzahlen zeigen: Freizeitreisende prägen den Markt in Österreich und Deutschland.

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Der Markt für Serviced Apartments befindet sich im Wandel. Freizeitreisende gewinnen weiter an Bedeutung, die Digitalisierung schreitet voran und Betreiber reagieren mit neuen Konzepten auf die veränderte Nachfrage. Welche Entwicklungen den österreichischen Markt derzeit prägen und wie er sich im Vergleich zu Deutschland entwickelt, stand am 1. Juli im Mittelpunkt einer exklusiven Branchenrunde von Apartmentservice und Michaeler & Partner in Wien.

In den Wiener Büroräumen von Michaeler & Partner kamen führende Vertreterinnen und Vertreter aus Projektentwicklung, Finanzierung, Investment sowie der Österreichischen Hotelvereinigung zum fachlichen Austausch zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Marktdaten aus Österreich und Deutschland, die Besichtigung des Habyt Vienna Aparthotels, das im August eröffnen wird sowie Gespräche über die zukünftige Entwicklung der Assetklasse.

„Wir wollten den Spirit unseres Österreich Debüts aus dem letzten Jahr in kleinerer, sehr fokussierter Runde weitertragen“, sagt Anett Gregorius, Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice. „Roman Kopacek und mich verbindet eine lange Partnerschaft. Dass wir die Marktentwicklung in beiden Ländern heute Seite an Seite betrachten können, ist für alle Beteiligten ein echter Gewinn.“

Achter Marktreport liefert aktuelle Einblicke

Ein Höhepunkt des Abends war die exklusive Präsentation der neuesten Ergebnisse des Marktreports Serviced Apartment Österreich durch Roman Kopacek, Geschäftsführer von Michaeler & Partner. Die Studie erscheint bereits zum achten Mal und wird gemeinsam mit Apartmentservice erstellt. Grundlage sind die Angaben von 93 Betrieben. Michaeler & Partner begleitet die Entwicklung dieser Assetklasse seit 2016 und erhebt den Markt seit 2018 kontinuierlich. Damit zählt das Unternehmen zu den wenigen Marktteilnehmern mit einer langfristigen und strukturierten Datengrundlage. Die Ergebnisse zeigen einen stabilen und zunehmend professionellen Markt. Die durchschnittliche Auslastung lag 2025 bei 74,5 Prozent und damit rund zwei Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Tagesrate deutlich auf 113 Euro.

Das entspricht einem Plus von 14,4 Prozent. Wien erzielte dabei eine leicht höhere Auslastung als der Rest Österreichs. Auch bei der Nachfrage setzt sich ein klarer Trend fort. Freizeitreisende stellen mit 68,2 Prozent den größten Gästebereich. Internationale Gäste machen 68,3 Prozent aller Übernachtungen aus, in Wien sogar 74,1 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 14 Tage und unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach mittelfristigen Aufenthalten. Zudem setzen bereits 71,7 Prozent der Betriebe Künstliche Intelligenz aktiv ein.

„Der österreichische Markt bestätigt erneut seine stabile Nachfragebasis und seine wachsende Professionalisierung“, sagt Roman Kopacek. „Steigende Preise, eine zunehmende Digitalisierung und innovative Betriebskonzepte schaffen die Grundlage für eine positive langfristige Positionierung, auch in einem anspruchsvolleren Umfeld.“

Die Einschätzung der Marktteilnehmer fällt dabei differenziert aus. Während 39,4 Prozent die allgemeine Marktentwicklung positiv beurteilen, bewerten 73,2 Prozent die wirtschaftliche Situation des eigenen Betriebs als positiv.

Deutschland: Mehr Freizeitgäste, sinkende Durchschnittsraten

Anett Gregorius präsentierte im Anschluss die aktuellen Ergebnisse des deutschen Marktreports Serviced Apartments, den Apartmentservice seit 2011 veröffentlicht.

Erstmals überwogen dort 2025 mit 56 Prozent die Freizeitreisenden gegenüber den Geschäftsreisenden. Gleichzeitig verkürzte sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf sieben Tage. Die Auslastung blieb mit 81 Prozent stabil, während die durchschnittliche Tagesrate von 92 Euro auf 89,50 Euro zurückging.

Der deutsche Markt umfasst derzeit rund 59.300 Einheiten in 1.160 Häusern mit mindestens 15 Einheiten. Bis 2029 wird ein Wachstum von rund 38 Prozent erwartet.

Gemeinsame Trends, unterschiedliche Entwicklung

Der Vergleich zeigt: Beide Märkte werden zunehmend von Freizeitreisenden geprägt. Gleichzeitig entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen unterschiedlich. Während in Österreich sowohl Preise als auch Aufenthaltsdauer steigen, geraten in Deutschland die Durchschnittsraten unter Druck und die Aufenthalte werden kürzer.

„Deutschland und Österreich bewegen sich beim Gästemix in dieselbe Richtung, in der Performance aber auseinander“, fasst Anett Gregorius zusammen. „Genau das macht den Austausch über die Grenze hinweg so wertvoll. Wir lernen voneinander, gerade weil die Märkte unterschiedlich ticken.“

Mit der Veranstaltung setzen Michaeler & Partner und Apartmentservice ihren gemeinsamen Dialog über die Entwicklung des Serviced Apartment Marktes fort. Das nächste große Branchentreffen im deutschsprachigen Raum ist der SO!APART Jahreskongress am 18. und 19. November 2026 in Berlin.

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