Mallorca: Alle zwölf Stunden ein Hausverkauf ab einer Million Euro

vor 3 Stunden

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Von der Wohnung in Palma über die Finca im Inselinneren bis zum Haus im Nordosten: Auf Mallorca wurden im Jahr 2025 insgesamt 12.181 Wohnimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von 6,32 Milliarden Euro verkauft. Knapp ein Viertel der verkauften Häuser erzielte einen Preis von mindestens einer Million Euro. Gleichzeitig stiegen die Wohnungspreise weiter, während sich der Preisabstand zwischen Neubau und Bestand deutlich verringerte.

Rund jedes vierte verkaufte Haus kostete mindestens eine Million Euro

Dass hochpreisige Immobilien auf Mallorca einen großen Teil des Marktes ausmachen, zeigt sich insbesondere bei den Häusern. 736 der insgesamt 2.844 im Jahr 2025 verkauften Häuser erzielten einen Kaufpreis von mindestens einer Million Euro. Das entspricht einem Anteil von 25,9 Prozent. Über das Jahr verteilt wechselte damit im Durchschnitt alle zwölf Stunden ein Haus in diesem Preissegment den Eigentümer.

Der mallorquinische Häusermarkt umfasst sehr unterschiedliche Preissegmente: Während rund jedes vierte verkaufte Haus mindestens eine Million Euro kostete, lag knapp die Hälfte der Verkäufe unter 500.000 Euro. Weitere 366 Häuser wurden zu Preisen zwischen einer und zwei Millionen Euro verkauft.

Je nach Region, Grundstück und Immobilienart kann ein ähnlicher Kaufpreis für sehr unterschiedliche Immobilien stehen. Rund um die Millionengrenze, im Preisbereich zwischen 900.000 und 1,1 Millionen Euro, wurden im Jahr 2025 insgesamt 152 Häuser registriert. In 16 Prozent dieser Fälle handelte es sich um Fincas mit durchschnittlich rund 11.000 Quadratmetern Grundstück und 430 Quadratmetern Wohnfläche. Die übrigen 84 Prozent waren Häuser in Ortslagen mit durchschnittlich etwa 250 Quadratmetern Wohnfläche.

Auch im oberen Preissegment verzeichnete Mallorca eine hohe Zahl an Verkäufen: Im Jahr 2025 wurden 87 Häuser für mindestens fünf Millionen Euro verkauft, 28 davon kosteten zehn Millionen Euro oder mehr. Die teuerste Wohnimmobilie des Jahres war ein Landgut in Alaró für 22,99 Millionen Euro.

Die teuerste Villa wurde im November 2025 in Pollença für 20,65 Millionen Euro verkauft. Im März 2026 wurde in Calvià eine Villa für 26,3 Millionen Euro veräußert. Damit stieg der jeweils höchste Kaufpreis von 21 Millionen Euro im Jahr 2024 über 22,99 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 26,3 Millionen Euro im Jahr 2026.

Nicht nur die Rekordpreise stiegen. Im Jahr 2024 wurde die Hälfte der Häuser unter dem Median-Kaufpreis von 450.000 Euro verkauft, im Jahr 2025 lag diese Schwelle bereits bei 515.000 Euro. Der Kaufpreis erhöhte sich damit um 14,4 Prozent. Betrachtet man zusätzlich den Durchschnittspreis, wurden für ein Haus auf Mallorca im Jahr 2025 rund 1,083 Millionen Euro gezahlt, 12,4 Prozent mehr als im Jahr 2024.

Gekauft wird bar

Eingetragene Hypotheken spielen bei hochpreisigen Käufen eine vergleichsweise geringe Rolle. Rund 80 Prozent aller im Jahr 2025 registrierten Wohnimmobilienkäufe über einer Million Euro erfolgten ohne eingetragene Hypothek. Über alle Preisklassen hinweg lag der Anteil bei rund 55 Prozent.

Das Millionensegment gehört auf Mallorca inzwischen fest zum Markt, ist aber keineswegs einheitlich. Hinter einem Kaufpreis von rund einer Million Euro kann eine Finca mit großem Grundstück im Inselinneren ebenso stehen wie ein Haus in einer gefragten Ortslage. Bei außergewöhnlichen Immobilien im höchsten Preissegment wird der Kaufpreis vor allem durch die konkrete Lage, die Grundstücksgröße, die Privatsphäre, die Qualität und die Seltenheit des Angebots geprägt. Dass auch in Alaró in der Inselmitte und Pollença im Norden Preise von mehr als 20 Millionen Euro erreicht wurden, zeigt, dass entsprechende Objekte nicht ausschließlich im bekannten Südwesten zu finden sind“, sagt Benjamin Schütze, Leitung Expansion & Internationalisierung bei DAHLER.

Pollença, Santanyí und Palma mit stärksten Anstiegen bei Wohnungspreisen

Im Jahr 2024 lag der Median-Quadratmeterpreis für Wohnungen auf der Insel bei 2.804 Euro. Im Jahr 2025 waren es 3.242 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg um 15,6 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Auch beim Durchschnittspreis ging es nach oben: Im Jahr 2025 wurden für Wohnungen auf Mallorca 3.762 Euro pro Quadratmeter gezahlt, 10,2 Prozent mehr als im Jahr 2024. Die stärksten Preissteigerungen fanden dabei nicht nur in den traditionell hochpreisigen Lagen im Südwesten statt. In Pollença erhöhte sich der Median-Quadratmeterpreis im Jahr 2025 gegenüber dem Jahr 2024 um 24 Prozent, in Santanyí im Südosten der Insel um 17 Prozent und in Palma um 14 Prozent. In Calvià fiel das Plus mit drei Prozent moderater aus. Andratx verzeichnete dagegen einen Rückgang um 15 Prozent.

Wie groß die regionalen Unterschiede sind, zeigt auch der rechnerische Gegenwert einer Million Euro. Auf Basis des jeweiligen Median-Quadratmeterpreises entsprach dieses Budget im Jahr 2025 in Andratx einer Wohnung mit rund 204 Quadratmetern, in Calvià waren es 220 Quadratmeter und in Pollença 254. In Palma waren es rechnerisch 298 Quadratmeter, in Manacor 445 und in Sa Pobla sogar 645 Quadratmeter. Die Werte beziehen sich nicht auf konkrete Einzelobjekte. Sie verdeutlichen jedoch, wie stark Lage und Gemeinde darüber entscheiden, welche Wohnfläche für ein bestimmtes Budget möglich ist.

„Mallorca ist eine Insel, aber kein einheitlicher Immobilienmarkt. Einige Regionen stehen seit vielen Jahren für das Premiumsegment und starten von einem entsprechend hohen Preisniveau. Gleichzeitig sehen wir, dass Pollença, Santanyí und Palma im Jahr 2025 bei den Wohnungspreisen deutlich zugelegt haben. Für Käufer und Eigentümer reicht es deshalb nicht, nur auf einen Inselwert zu schauen. Entscheidend sind immer die konkrete Gemeinde, die Lage und die jeweilige Objektart“, ordnet Benjamin Schütze ein.

Neubauaufschlag bei Wohnungen hat sich fast halbiert

Bewegung gibt es auch im Verhältnis zwischen Neubau und Bestand. Von den 12.181 im Jahr 2025 verkauften Wohnimmobilien waren 1.047 Neubauten (851 Wohnungen und 196 Häuser). Das entspricht einem Anteil von 8,6 Prozent. Neubau bleibt damit ein vergleichsweise kleiner Teil des mallorquinischen Wohnimmobilienmarktes.

Gleichzeitig hat sich der Preisabstand zwischen Neubau- und Bestandswohnungen deutlich verringert. Im Jahr 2024 lag der Neubauaufschlag bei rund 37 Prozent, im Jahr 2025 waren es noch 19 Prozent. Grund dafür ist vor allem die stärkere Preisentwicklung im Bestand: Der Median-Quadratmeterpreis von Bestandswohnungen stieg von 2.742 Euro im Jahr 2024 auf 3.182 Euro im Jahr 2025 und damit um 16 Prozent. Bei Neubauwohnungen blieb der Median mit knapp 3.800 Euro pro Quadratmeter nahezu stabil.

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