Logistikimmobilien: Markt baut erstmals seit Jahren wieder Leerstand ab

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Der Logistikmarkt in der Metropolregion Wien sendet laut aktueller Analyse des internationalen Immobiliendienstleisters CBRE erstmals seit längerer Zeit wieder positive Signale.

Während Projektentwickler aufgrund fehlender Vorvermietungen weiterhin zurückhaltend agieren und die Fertigstellungsleistung auf niedrigem Niveau verharrt, steigt die Vermietungsleistung deutlich an. Die Folge: Erstmals seit mehreren Jahren werden bestehende Leerstände wieder spürbar absorbiert. Die Leerstandsquote (Klasse A und B) sank gegenüber dem Vorjahr um 0,78 Prozentpunkte auf 9,00 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2026 wurden österreichweit rund 70.600 Quadratmeter neue Logistikflächen fertiggestellt. Rund 90 Prozent davon entfielen auf den Großraum Wien. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres hat sich die Neubauleistung nochmals halbiert. Viele Entwickler halten angesichts der weiterhin anspruchsvollen Finanzierungsbedingungen und unsicherer Marktaussichten an ihrer vorsichtigen Strategie fest und starten neue Projekte erst bei ausreichender Vorvermietung. Entsprechend volatil bleibt die Entwicklungspipeline.

Demgegenüber entwickelte sich die Nachfrage erfreulich robust. Der Flächenumsatz am Wiener Markt erreichte heuer bis dato 107.920 Quadratmeter, davon entfielen rund 31.000 Quadratmeter auf eigengenutzte Projekte. Regional entfielen rund 51 Prozent der Vermietungsleistung auf den Teilmarkt Wien Umland Süd, der damit seine führende Stellung weiter ausbauen konnte.

„Von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen, wäre noch verfrüht. Dennoch sehen wir erstmals seit längerer Zeit klare Stabilisierungstendenzen. Diese Entwicklung dürfte sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen“, sagt Daniel Pfeiffer, Head of Industrial & Logistics bei CBRE Österreich. CBRE behauptete im ersten Halbjahr 2026 erneut mit deutlichem Abstand seine führende Position am Logistikmarkt und war klarer Marktführer bei der Vermietungsleistung. „CBRE ist für mehr als jeden zweiten vermieteten Quadratmeter verantwortlich“, sagt Pfeiffer.

Die Nachfrage wird zunehmend vielfältiger. Neben klassischen Logistik- und Handelsunternehmen treten verstärkt neue Nutzergruppen am Markt auf. Vor allem alternative Nutzungskonzepte – etwa aus den Bereichen Sport, Freizeit oder Eventmanagement – gewinnen zunehmend an Bedeutung und leisten einen wachsenden Beitrag zum Flächenumsatz.

Auch die Größenstruktur der Abschlüsse zeigt ein differenziertes Bild. Im ersten Halbjahr wurden gleich zwei Vermietungen mit mehr als 10.000 Quadratmetern registriert. Die höchste Anzahl der Abschlüsse entfiel auf Flächen zwischen 400 und 6.000 Quadratmetern.

Die Spitzenmiete blieb im ersten Halbjahr mit 7,25 Euro pro Quadratmeter und Monat unverändert. Bis Jahresende erwartet CBRE lediglich einen moderaten Anstieg auf rund 7,35 Euro pro Quadratmeter. Auch auf Investorenseite zeigt sich weiterhin ein differenziertes Bild. Im ersten Halbjahr wurden österreichweit Logistikimmobilien im Wert von 103 Millionen Euro gehandelt. Die Spitzenrendite lag im Q2 2026 bei 5,15 Prozent (+5 Basispunkte gegenüber dem Q1 2026).

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