48

 Artikel

0 Follower folgen

Investiert wird in Immobilien

3 Minuten Lesezeit

Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei willhaben
© willhaben / Daniel Waschnig Photography
Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei willhaben

Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen sieht Immobilien als gute Kapitalanlage. 17,1 Prozent davon sehen darin gar die Anlageform Nummer eins, VorarlbergInnen liegen hier mit 31,6 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt. Fast die Hälfte der Befragten träumt vom klassischen Haus mit Garten. Aber es spricht auch einiges gegen den Kauf einer Immobilie.

Immobilien als Kapitalanlage: Vertrauen mit Vorbehalt

Der Immobilienmarkt in Österreich lässt sich – rund um privates Eigentum – grob in zwei Welten teilen: Jene, die eine Immobilie primär als Anlageobjekt suchen, und jene, die sie zur Eigennutzung erwerben. Rund um ersteren Punkt zeigt sich klare Zustimmung: In Summe halten 81,4 Prozent der Befragten Immobilien grundsätzlich für „eine sinnvolle Kapitalanlage“. 17,1 Prozent davon gehen noch weiter und sagen, Immobilien seien gar „die beste Kapitalanlage“. Spannend: in Vorarlberg sind es mit 31,6 Prozent beinahe doppelt so viele wie im Österreich-Schnitt, die Immobilien hier auf Platz eins sehen. Ganz uneingeschränkt fällt das Urteil aber nicht aus: 28,6 Prozent betrachten Immobilien „nur unter bestimmten Marktbedingungen“ als gute Kapitalanlage, wobei Männer mit 30,7 Prozent in diesem Punkt merklich skeptischer sind als Frauen mit 25,7 Prozent.

„Dass die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher Immobilien weiterhin für eine sinnvolle Kapitalanlage hält, ist ein überaus positives Zeichen für den heimischen Markt“, sagt Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei willhaben. Dem fügt er hinzu: „Gleichzeitig sehen wir, dass viele Menschen sehr genau abwägen bzw. abwägen müssen, unter welchen Bedingungen sich der Kauf einer Immobilie wirklich rechnet. Der Blick auf eine Immobilie als Anlageobjekt unterscheidet sich zudem grundlegend vom Blick auf die eigene Wohnimmobilie, wo primär andere Kriterien als Rendite und Wertsteigerung zählen.“

Traumimmobilie: Das Haus mit Garten bleibt unangefochtene Nummer eins

Das zeigt sich auch, wenn man Immobiliensuchende nach ihrer persönlichen Traumimmobilie zur Eigennutzung fragt. Mit 46,2 Prozent liegt das „Haus mit Garten“ ganz klar auf Platz eins, weit vor der „Immobilie am Wasser“ (14,8 Prozent) und dem „Bauernhof“ (6,7 Prozent) an dritter Stelle. Frauen wünschen sich das Haus mit Garten mit 49,6 Prozent etwas häufiger als Männer mit 43,3 Prozent.

Regional zeigt sich Burgenland als Hochburg der Garten-Sehnsucht: Mit 55,5 Prozent träumen hier besonders viele Menschen vom Haus mit Garten, und mit 23,3 Prozent gleichzeitig auch besonders viele BurgenländerInnen vom Wohnen am Wasser – beide Werte liegen damit deutlich über dem heimischen Schnitt. Auch das „Schloss“ als Wohntraum hat regionale Ausprägungen: In Burgenland (7,9 Prozent) und der Steiermark (7,4 Prozent) liegt der Anteil klar über dem Bundesschnitt von 3,9 Prozent, ebenso wie die „Altbauwohnung“ in Vorarlberg mit 9,8 Prozent, rund dreimal so hoch wie österreichweit.

Der große Bremsfaktor sind fehlende Eigenmittel

Aber: Nicht alle in Österreich lebenden Menschen träumen vom Eigentum. Und so haben willhaben und Marketagent dezidiert auch jene Menschen befragt, die in den letzten sechs Monaten auf Immobiliensuche waren, aber ausdrücklich nicht nach Eigentum.

Was spricht aus deren Sicht gegen den Erwerb von Wohneigentum? Mit 37,7 Prozent ist der mit Abstand häufigste Grund: „keine (Eigen-)Mittel für den Kauf einer Immobilie“. Frauen gaben dies mit 41,5 Prozent deutlich häufiger an als Männer mit 34,2 Prozent. Auch die Kreditvergabe bleibt eine Hürde: 20,7 Prozent geben an, „keinen Kredit zu bekommen“, in Tirol sagen dies sogar 31,7 Prozent. Der Wunsch nach Flexibilität spielt ebenfalls eine Rolle: 20,1 Prozent „möchten jederzeit umziehen können“. In der Steiermark (29,6 Prozent) und in Kärnten (29,5 Prozent) trifft das auf besonders viele zu, in Tirol dagegen nur auf 8,6 Prozent. „Hohe Nebenkosten“ schrecken des Weiteren 19,8 Prozent ab, vor allem in Salzburg (30,3 Prozent), am vergleichsweise gelassensten sieht man das hingegen in Oberösterreich (15,3 Prozent).

Hat ihnen dieser Artikel gefallen?

Diskussion zum Artikel

Sei der/die Erste, der/die diesen Artikel diskutiert.

Aktuell sind keine Antworten möglich.
Logo

In einem sich stetig wandelnden Immobilienmarkt ist zeitnahe und präzise Information von unschätzbarem Wert für strategische Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.

Kategorien

Quicklinks

Rechtliches

© 2026 Die unabhängige Immobilien Redaktion. Made with ♥️ by  Gerhard Popp