Die EM-Favoriten, so lebt es sich in deren Hauptstädten

vor 4 Jahren

3 Minuten

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Zum ersten Mal findet die EM in mehr als zwei Ländern statt. Europa rückt näher zusammen und gewährt tiefere Einblicke in die Lebensweisen der Nachbarländer. Neben Ballkünsten und Spielstärken interessiert auch etwas Anderes: Wie wohnen die Fußball-Fans in den Hauptstädten der diesjährigen Top-Favoriten? Die österreichische Immobilienplattform FindMyHome.at blieb am Ball und analysiert die „Heimspiele“ zwischen Paris, Madrid, Brüssel, Berlin und dem überraschenden Aufsteiger Wien.

Paris – Frankreich: Ungeschlagener Meister im Preis pro Quadratmeter

Für Großstadtmenschen und romantische Seelen hat die Metropole fraglos seine Reize – der Immobilienpreis ist allerdings keiner davon. „Mit durchschnittlich € 12.800 pro Quadratmeter ist Paris ungeschlagener Europameister, Tendenz steigend. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt in Großstädten lag im Jahr 2020 bei etwa € 3.8001“, so Bernd Gabel-Hlawa, Geschäftsführer bei FindMyHome.at. Wer also in Paris wohnen möchte, muss sich das erst leisten können. Anträge auf Wohnförderung ist daher ein beliebter Weg zur eigenen Wohnung.

Madrid – Spanien: Eigentum statt Eigentor

Während in anderen europäischen Städten der Wunsch von Eigentumsimmobilien oftmals nur einer bleibt, verhält sich dies in Spanien anders – auch wenn es aus anderen Gründen als geglaubt passiert: „Im Gegensatz zu vielen anderen Orten, gibt es in Spanien keinen Mieter*innenschutz. Nicht selten können sich Bewohner*innen die immerzu steigenden Immobilienpreise nicht mehr leisten und müssen sich etwas außerhalb Madrids suchen“, weiß Gabel-Hlawa. 50 Prozent des Monatsgehalts2, oft auch mehr, für das Wohnen aufzuwenden, ist in der Stadt keine Seltenheit. Demnach sind Eigentumsimmobilien eine sicherere Wohnoption, wie auch die Zahlen zeigen: 76 Prozent der Spanier*innen wohnen in gekauften Wohnungen oder Häusern3. Ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen europäischen Städten.

Brüssel – Belgien: Beste Plätze für wenig Geld

Die belgische Hauptstadt bietet im Vergleich zu seinen stärksten Konkurrent*innen den meisten Wohnraum für das geringste Geld. Mit durchschnittlich 2,1 Zimmern pro Person4 und einem Quadratmeterpreis von € 3.3505 ist Belgien der absolute Preis-Leistung-Sieger der Runde. „So wie in vielen anderen Städten variiert natürlich der Preis auch in Brüssel je nach Lage und Beliebtheit des Stadtviertels. Als Immobiliensuchende*r sollte man also immer seine Optionen abwiegen“, ruft Bernd Gabel-Hlawa in Erinnerung.

Berlin – Deutschland: Mit dem Ergebnis zufrieden

Abgesehen von der aktuellen Mietendeckel-Problematik, scheinen die Bewohner*innen von Berlin trotz hoher Immobilienpreise im Grunde zufrieden zu sein. 91 Prozent der Berliner*innen sind trotz vergleichsweise teuren Wohnpreisen mit ihrem Leben in der Stadt absolut glücklich.6 Dies bezieht sich allerdings wohl eher auf das Lebensgefühl als auf das Wohngefühl. Vor allem die Mietpreise werden durch den Widerruf des Deckels und zuvor durch den Deckel entstandene unausgewogene Angebot- und Nachfrageverhältnisse in die Höhe getrieben.

„Durchschnittlich muss in Berlin mit € 5.500 pro Quadratmeter gerechnet werden. Dies ist zwar nicht so teuer wie in Paris, jedoch in Relation zum Durchschnittseinkommen gesehen und der Tatsache, dass Berlin vor allem in Studierendenkreisen ein beliebter Wohnort ist, eine ordentliche Summe“, so der Immobilien-Experte.

Wien – Österreich: Nicht nur im Fußball der Geheimfavorit

Auch wenn in Wien über die steigenden Immobilienpreise geächzt wird, der Wunsch nach privaten Außenflächen zunehmend ansteigt und sich die meisten mehr Platz in den eigenen vier Wänden wünschen, lebt es sich in der österreichischen Hauptstadt – nicht nur im Vergleich – sehr gut. „Wien ist in seiner Vielfältigkeit sowie in der Lebensqualität kaum zu übertreffen. Österreich und seine Hauptstadt überrascht nicht nur im Fußball“, schließt Gabel-Hlawa.

  • 1 siehe Deloitte Property Index 2020
  • 2 siehe numbeo.com
  • 3 siehe Eurostat 2019
  • 4 siehe Eurostat 2019
  • 5 siehe Deloitte Property Index 2020

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