Die Rückflüsse aus Förderdarlehen bilden eine wesentliche Grundlage für die langfristige Finanzierung neuer Wohnbauprojekte. Durch den Verkauf dieser Forderungen werden künftige Rückflüsse reduziert und damit die Möglichkeiten eingeschränkt, dauerhaft leistbaren Wohnraum zu schaffen.
„Wer heute Wohnbauförderdarlehen verkauft, nimmt dem Wohnbau die Finanzierung von morgen. Gerade in Zeiten steigender Wohnkosten braucht es ein starkes und dauerhaft abgesichertes Fördersystem statt kurzfristiger Budgetmaßnahmen.“ betont ARGE-Eigenheim-Obfrau Isabella Stickler.
Gerade angesichts des steigenden Wohnraumbedarfs und der angespannten Situation am Wohnungs-markt seien die Mittel dringend erforderlich, um neue leistbare Wohnungen zu errichten und bestehende Wohnangebote weiterzuentwickeln.
„In Zeiten eines zunehmenden Wohnungsmangels wird jeder zusätzliche Euro für die Schaffung von leistbarem Wohnraum benötigt. Die Erlöse aus dem Verkauf der Wohnbauförderungsdarlehen sollten daher wieder dem gemeinnützigen Wohnbau zugutekommen, um auch künftig ausreichend leistbare Wohnungen für die Menschen in Niederösterreich bereitstellen zu können“, erklärt Christian Rädler, GBV-Landesgruppenobmann Niederösterreich.
Die ARGE Eigenheim fordert daher erneut, die Wohnbauförderung langfristig abzusichern und sicherzustellen, dass ausreichende Mittel für Neubau, Sanierung und die Schaffung leistbaren Wohnraums zur Verfügung stehen.
Sollte das Land weiterhin Wohnbauförderungsdarlehen veräußern, müsse gewährleistet sein, dass die erzielten Erlöse wieder in die Wohnbauförderung und den gemeinnützigen Wohnbau investiert werden. Ein Verkauf von Förderdarlehen mag kurzfristig budgetäre Spielräume schaffen, kann jedoch kein Ersatz für eine nachhaltige und generationengerechte Finanzierung des Wohnbaus sein.