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Nach Corona – wenn der Nebel sich lichtet. 2020 gibt es keine Normalität mehr

01.05.2020


Da war die Welt noch mehr als in Ordnung. Laut dem CBRE-Marktbericht wurden im ersten Quartal 2020 in europäische Immobilien rund 85,5 Milliarden Euro investiert, um ca. 52 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2019.

In Österreich wurde weniger investiert als 2019, was aber am Mangel an Projekten lag und nicht am Interesse – und es waren Deutschland, Frankreich und Spanien, die den Markt belebt haben.

Wenn man sich diese Zahlen vom ersten Quartal vor Augen führt, ist es nicht verwunderlich, wenn Thomas Winkler, CEO von UBM Development, meint: „Die Wirtschaft ist durch die Corona-Krise wie ein Schiff mit voller Fahrt in eine undurchsichtige Nebelbank geraten. Wie die Welt um uns herum aussehen wird, wenn sich diese Nebel lichten, ist noch lange nicht klar.“

Die Nebelbank lichtet sich vorläufig, denn mit Anfang Mai wird der Shutdown weiter gelockert. Dann werden wir besser sehen – aber sicherlich eine andere Welt haben als vorher. Was den Einzelhandel betrifft, so heißt es im EHL-Update: Spätestens mit der Öffnung von Gastronomiebetrieben sollte zumindest auf den ersten Blick wieder so etwas wie „Normalität“ in den österreichischen Einkaufsstraßen und Einkaufszentren zu spüren sein.

Bei genauerer Betrachtung wird aber klar, dass von echter Normalität keine Rede sein kann. Was den Investmentmarkt betrifft, ist eine Rückkehr zum „normalen“ Marktgeschehen bis Jahresende auszuschließen.

In nur sieben Wochen hat sich die Welt komplett umgedreht, und ich frage mich: Wie schaut‘s Ende des Jahres aus? Zu beachten ist auch, was Alexander Neuhuber von der MAGAN-Firmengruppe sagt: „Anders als am Aktienmarkt, wo man die Kurse im Sekundentakt verfolgen kann, ist der Immobilienmarkt träge. Ausschläge nach oben oder unten sieht man erst mit wochen- oder monatelanger Verzögerung an den realen Zahlen getätigter Transaktionen.“

Unabhängig von den realen Zahlen und den sektoralen Unterschieden gibt es gesellschaftliche Veränderungen.

Am Beispiel Deutschland: Der deutsche Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), will ein Recht auf Homeoffice einführen. Ein entsprechendes Gesetz soll bis Herbst vorliegen. „Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können – auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist.“

Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss fordert eine Novellierung der Arbeitsstättenverordnung: „Die starren Vorgaben bei der Beschaffenheit von Arbeitsplätzen, bei der Einrichtung der Flächen und die Rechtsunsicherheit beim mobilen Arbeiten müssten beseitigt und der Bürobestand jetzt an die neuen Anforderungen angepasst werden“, heißt es.

Das sind nur zwei Beispiele, aber da kommt echt Bewegung rein. Da wird es noch einige weitere tiefgreifende Änderungen geben, die sich dann wieder auf die Immobilien auswirken. Wenn sich der Nebel lichtet.

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