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Michael Reinberg: „Die Immobilienwirtschaft hat durch Corona weltweit mit den gleichen Problemen zu kämpfen – zum gleichen Zeitpunkt.“

Wir trafen zufällig Michael Reinberg und er beantwortete uns ein paar Fragen zu aktuellen Themen.



Hier die wichtigsten Aussagen von Michael Reinberg:

„Wohnen ist als Investment in aller Munde. Gewerbe hat nach wie vor großes Potenzial und große Chancen. Im Bürobereich deutet viel darauf hin, dass dieser Markt schwächelt, aber à la longue wird er sich stabilisieren. Der Hotelbereich ist sehr stark unter Druck gekommen, da er durch die massiven Einschränkungen stark getroffen ist. Aber ich behaupte, dass es nicht so schlimm ist, wie es aussieht. Ich glaube, dass die Preise und Renditen annähernd stabil sind – auch in der Hotelindustrie.

Bezogen auf das Investment in der Hotelindustrie hat man als Investor gute Chancen – ähnlich in anderen gewerblichen Bereichen.“

„Bewertung ist eine Stichtagsbewertung und ein Snapshot. Diese Zeitpunktbetrachtung gibt schon ein sehr gutes Bild.“

„Man sieht, dass viele Dinge nicht gar so schlimm sind, wie sie augenscheinlich aussehen. Man hat das schon 9/11 gesehen, wo das große Fragezeichen war, wie sich das auswirken wird. Das war auch nicht so schlimm.“

„Im Bereich der Risikobetrachtung ist das Risiko einer Pandemie dazugekommen, und diese Auswirkungen hat niemand auf dem Radar gehabt. Viele Themen haben sich ad absurdum geführt. Das ist etwas, was in Zukunft auf der Risikoliste noch dazukommen wird, und ich fürchte, dass man in Zukunft zu sehr das Risiko einpreist und Chancen und Potenziale nicht entsprechend gewichtet.“

„Eine Umstellung im Bereich der Fortbildung. Die Unis und Hochschulen in unserem Bereich der Immobilienwirtschaft haben sich eigentlich alle darauf eingestellt, ein anderes System, das früher oder später ohnehin gekommen wäre, jetzt am Markt zu platzieren.“

In vielen Dingen im Bereich von IT und Anwendung hat sich ein Turbo eingeschaltet, und Dinge kommen auf den Markt, „von denen man eher erwartet hätte, dass sie erst in Jahren kommen. Es gibt nicht nur Dinge, die slowed down sind, sondern auch solche, die einen Beschleunigungseffekt haben.“

„Die Immobilienwirtschaft hat durch die Maßnahmen und durch die Konsequenzen von Corona weltweit mit den gleichen Problemen zu kämpfen – zum gleichen Zeitpunkt. Das heißt, diese Zyklen und Leverage-Effekte gibt es nicht mehr. Es war ein Schlag für alle, nahezu im gleichen Ausmaß. Grundsätzlich hat es alle gleich getroffen.“

„Es hat für alle einen Rückschlag bedeutet, aber aus diesem Rückschlag kann man Erfahrungen gewinnen und für die Zukunft besser gewappnet sein.“


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Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit über 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.


2020 – welche Lehren ziehen wir aus dem Krisenjahr?

01.12.2020 16:00 Uhr

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