Schlagwort: Start-ups

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© Jana Madzigon/apti

Neue Denkmodelle und Durchstarter auf der FuturePropTech

Durchgängige Lösungen locken die Immobilienwirtschaft in die Proptech-Welt. Die Trägheit des Marktes könnte aber für einige Start-ups ein Grund fürs Scheitern sein.

Die Masse der heimischen Branchenvertreter war nicht anzutreffen bei der FuturePropTech in Wien. Umso bemerkenswerter ist das Engagement einzelner, die sich dem Thema widmen. „Ich gehe bei einem ernst zu nehmenden Proptech davon aus, dass es mein altes Geschäftsmodell demontieren möchte“, sagt Oliver Brichard über sein Engagement bei iDwell. Die Immobilienerfahrung des Gründers sei nicht so entscheidend, wenn das Vertrauen da ist und ein Partner wie er das ohnedies einbringt.

Für Makler Thilo Boerner war die Veranstaltung wichtig, um einen Überblick über die Möglichkeiten in einem sich wandelnden Umfeld zu bekommen: „Die Zahlungsbereitschaft der Kunden ist am Sinken, und der Aufwand wird mehr.“ Um Ressourcen zu sparen und die Kunden trotzdem abzuholen, sei es notwendig, umzudenken.

Schlüsseltechnologien

Marc Gille, der mit Thing-it eine Plattformlösung für die Gebäudenutzung vertreibt, sieht die Komplexität der Branche als hinderlich: „Es gibt viele unterschiedliche Interessen entlang der Wertschöpfungskette.“ Da sei es nicht möglich, Prozesse einfach umzustoßen. Auch wenn ein Mehrwert einer innovativen Lösung evident ist, sei nicht klar, wer diesen am Ende abschöpft. Das richtige Einstiegsszenario ist laut Gille daher der Schlüssel zum Erfolg: „Bei neueren Gebäuden macht es vielleicht keinen Sinn, alles mit Sensoren nachzurüsten, anders als beim Retrofitting.“

Die Trägheit des Marktes

Solcherart Uraltbüros nach vorne zu bringen, das bietet Offezio an, eine Ausgründung der Rhomberg-Gruppe. Per Komplettservice mit Umbau- und Vermietungsstrategie sowie mit App für die Gebäudenutzung soll die Marktfähigkeit von Renovierungsfällen mit einem Schlag gewährleistet sein. Placense ermittelt für Projektentwickler und Vermieter die Standortfrequenz per Handydaten. CEO Dan Gildoni sieht in der Trägheit des Marktes für Start-ups „a la longue“ einen Grund fürs Scheitern: „Die Aufwendungen, die laufen, um das Unternehmen nach oben zu bringen, können es dann auch umbringen.“ Brancheninsider seien daher wichtig, um einen in Phasen der Ungewissheit wieder mitzunehmen. Umgekehrt würden diese am Ende am meisten profitieren, weil sie die Schlüsseltechnologien als Erste nutzen können.

Ultimative Vergleichsinstrumente

Mit einem neuen Produkt speziell für Bauträger versucht man es derzeit bei Checkmyplace. Ein standardisierter digitaler Prozess soll den Vorlauf vereinfachen, indem, ähnlich wie in einem CRM-System, unterschiedliche Daten über Liegenschaften hereingeholt, analysiert und verwaltet werden. Neu am heimischen Markt ist Pricehubble aus der Schweiz.

Das Instrument zur schnellen Preisbestimmung bedient sich diverser Angebotsvergleiche und nutzt maschinelles Lernen über Objekt und Lage, um die Daten valide zu machen. „Nur wer den Marktpreis kennt, kann die Preisspanne festlegen“, sagt Deutschland-Geschäftsführer Christian Crain, der mit dem Produkt Großkunden über die Grenze nach Österreich begleitet. Dank lernender Algorithmen wären Preise auch in die Zukunft abbildbar, und Verwertungsabsichten würden sich damit per Mausklick evaluieren lassen.

Makler im Visier

Ein Geschäftsmodell für Makler hat Pavel Hilman, Gründer von Ready Estate, vorgestellt: „Auf unserer Plattform sind alle Prozesse integriert, um das Geschäft mit Endkunden schnell und problemlos abzuwickeln.“ Das Proptech-Unternehmen mit Standort in London bietet Maklern 70 Prozent Provision beim Abschluss. Wenn auch das Verhältnis den Makler begünstigt, so hat das Unternehmen das Provisionsmodell zu seinen Gunsten gekippt.

Über den Prozess wird verraten, dass der Endkunde über eine App einsteigt und bis zur Transaktion begleitet wird. Das Geschäftsmodell wird aktuell über bedeutende Großstädte ausgebreitet, und auch Wien steht auf der Liste. Das Proptech mit einer deklarierten Bewertung von 25 Millionen englischen Pfund rechnet mit zwölf Millionen Pfund Einnahmen pro Jahr und mehr.

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Anita Körbler

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Portrait of a successful entrepreneur looking at camera while sitting on a desk in the shared office space of a work hub for independent contractors

Crowdfunding und mehr – von Proptechs und Start-ups

Bis vor drei Jahren noch zählte die Immobilienbranche nicht zum Tummelfeld von Technologieunternehmern – heute schießen diese wie Pilze aus dem Boden. Proptech ist das aktuelle Schlagwort der (Immobilien)Zeit. Ein neuer Begriff, der die technologische Aufbruchsstimmung in der Immobilienbranche beschreibt.

Die digitale Revolution befindet sich an oberster Stelle der relevanten Megatrends. Wie diverse Innovationsstudien zeigen, werden zahlreiche progressive Technologien die Immobilienbranche erobern: Neben der neuen smarten Immobilienwelt, in der eine Vernetzung von mit dem Internet verbundenen Geräten und Immobilien geschaffen wird (Stichworte Building Management Systems, Internet of Things, Home Services), geht der Trend zu vermehrtem Einsatz von Technologien in Richtung Immobilienverwaltung, also im Property, Construction und Facility Management.

Vom Bau bis zum Verkauf

Neu sind auch Crowdfunding-Plattformen, die Investments im Rahmen des Portfolio-Managements vereinfachen. Mittels Building Information Modeling profitieren Architektur und Bauwesen von der digitalen Erfassung, Visualisierung und Vernetzung aller relevanten Gebäudedaten im Planungsprozess, durch den Einsatz von Virtual/Augmented Reality wird für den Immobiliensuchenden künftig ein faszinierendes Besichtigungserlebnis realisiert.

Am Anfang war die Suche

Während diverse neue Tools es den Marktplayern ermöglichen, in vielen ihrer Arbeitsschritte noch effizienter zu arbeiten, sollen an dieser Stelle auch die „Ursprung“-Proptechs nicht außer Acht gelassen werden: Online-Plattformen, Real-Estate-Software, digitale Bewertungen – seit Jahren werden Teilbereiche nach und nach digitalisiert. Dass der digitale Wandel den traditionellen Immobilienmarkt nachhaltig verändern wird, ist jedoch nicht ganz neu: Länder wie Großbritannien, Skandinavien, die USA oder Australien haben die neuen Chancen frühzeitig für sich als Unterstützung entdeckt und sind dem DACH-Raum hier um Jahre voraus. Auch im Bereich der Start-ups.

Innovative Idee sucht Investoren

Am Anfang eines Start-ups steht eine innovative, disruptive Idee begleitet von minimalen finanziellen Ressourcen und dem enormen Potenzial, rasant zu wachsen, also raschestmöglich zu skalieren. Die langfristige Konsolidierung eines Start-ups hin zu einem profitablen Proptech-Unternehmen erfordert neben überzeugten, finanzkräftigen Investoren und technologischer Expertise vor allem auch exzellentes Markt-Know-how. Schließlich ist eine digitale Revolution in der Immobilienbranche nur möglich, wenn die einzelnen – Neuerungen durchaus skeptisch eingestellten – Dialoggruppen über das Angebot neuer Start-ups informiert sind und sich mit progressiven Lösungen in ihrem Arbeitsalltag unterstützt fühlen.

Übersicht bewahren

Die IFI-PropTech-Studie 2017 zeigt einen guten ersten Überblick über die Top-Start-ups der heimischen Immowelt. Hier rangieren etwa Immobilienplattformen wie ImmobilienScout24, willhaben, Immobilien.net und zoomsquare neben spezifischen Softwareanbietern wie Justimmo und PlanRadar. Standortoptimierer wie Checkmyplace sind hier genauso zu finden wie Immobiliendaten-Dienstleister IMMOunited/Imabis oder Crowdfunding-Plattformen wie Reval, Rendity oder Conda. Visualisierungen, wie 3motion sie anbietet, oder Wohnungserst­besichtigungen, die Reeviz seinen Maklerkunden via App abnimmt, sind ebenso im Vormarsch wie elektronische Türöffnungssysteme (z. B. Nuki). Der Einsatz disruptiver Modelle in den Bereichen Entwicklung, Finanzierung, Vermittlung, Verwaltung oder Betrieb wächst Tag für Tag.

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Genial einfach. Einfach genial. Immobilien-Start-ups in Deutschland.

Von Wohn-Videos aus der Selfie-Perspektive, Apps für Pop-up-Stores, einer Plattform für geprüfte Putzkräfte in Berlin und Hunde-Sitter-Angeboten bis zu Umzugsunternehmen, Warmmiete-Berechnungen oder individuellen Fitness-Angeboten und Wohnungsinseraten auf Facebook – die Ideen sind unerschöpflich und sollen vor allem beim Wohnen helfen.

In Berlin und München werden nationale und internationale Start-ups, die einen konkreten Bezug zu Immobilien haben, gefördert– und das von der Privatwirtschaft. Diese– und nicht der Bund, ein AMS oder sonst eine politische Verwaltungsstelle wie in Österreich üblich– greift Ideen, die der Markt dringend brauchen kann, auf und entwickelt sie mit Mentoren und einem Förderprogramm gezielt weiter.

YOU IS NOW

Das Ganze heißt YOU IS NOW und wurde im Herbst 2010 von der Scout24-Gruppe, genauer dem ImmobilienScout24, dem Online-Marktplatz für Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland, gegründet. Junge Unternehmen werden bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen unterstützt. Der Schwerpunkt liegt auf internetbasierten Geschäftsmodellen, die thematisch an die Scout24-Portale angrenzen. Basis der Förderung ist ein dreimonatiges Accelerator-Programm mit einer finanziellen Unterstützung. Darüber hinaus können sich Start-ups, die bereits erste Prototypen oder sogar ein Proof-of-Concept vorweisen, für ein 12-monatiges Inkubator-Programm bewerben. YOU IS NOW hat heute Standorte in Berlin (ImmobilienScout24) und München (AutoScout24).
Website: http://youisnow.com/
Facebook: https://www.facebook.com/youisnow

Das gibt’s:

Start-ups, die ins Accelerator-Programm aufgenommen werden, erhalten eine Finanzierung in Höhe von 15.000 Euro. Zum Förderpaket gehören außerdem Co-Working-Spaces und die intensive Unterstützung von über 30 internen ImmobilienScout24-Mentoren sowie von externen Mentoren. Der Kooperationspartner Founder Institute bietet wöchentliche Coachings an, und ein zusätzliches Pitch-Training macht die Start-ups fit für ihren großen Auftritt vor Investoren. Darüber hinaus erhalten sie Zugang zu Branchengrößen im Silicon Valley. Die Besonderheit ist, dass die Gründer für die Teilnahme am Programm keinerlei Beteiligung abgeben müssen.

Wer pitcht am überzeugendsten?

Nach Ablauf der drei Monate im Accelerator pitchen die Start-ups beim Demo Day. Am 10. März 2016 haben sie die Chance, vor Venture-Kapital-Gebern, Branchenexperten und ImmobilienScout24 zu zeigen, wie sie in der Zeit bei YOU IS NOW ihre Geschäftsidee weiterentwickelt haben.

Was wird angeboten?

Der Trend in der Immobilienentwicklung geht ganz sicher sehr schnell zur Digitalisierung in allen Immobiliendienstleistungen. Die Immobilien-Redaktion präsentiert daher einige der aktuellen geförderten Start-ups und deren Ideen.

Immobilien-Videos aus einer Selfie-Perspektive

Eywalk ist eine Plattform, auf der Personal-Videos aus einer Selfie-Perspektive gemacht und geteilt werden können. Die Idee dahinter ist, dass es bereits viel zu viele Möglichkeiten wie YouTube, Facebook, Twitter Co gibt, um seine Immobilien-Videos zu zeigen. Daher geht jede Ambition in der Masse kostenintensiv und ineffizient unter. Mittels einer Plattform können die Videos mit spezifischen Locations verbunden werden, damit wird auch die Visability verbessert.

Eine App für Pop-up-Stores

Interessant ist auch Go–PopUp, die mit einer App für die Auflistung von Pop-up-Stores und Events in Berlin angefangen und aufgrund der großen Nachfrage den ersten Marktplatz in Deutschland für die Vermietung von temporären Gewerbeflächen geschaffen haben. Pop-up-Stores sind Räume und Flächen auf Zeit. Mieter und Vermieter werden auf dem Marktplatz zusammengebracht. Alle Prozesse sind daher einfacher, schneller und günstiger.

Wohnungsinserate für 100.000 Facebook-Fans

SalzBrot listet auf seiner Webseite Wohnungsinserate aus über 30 Großstädten auf. Berlin, Hamburg, München, Köln, Dresden und Münster sind nur einige der bekanntesten davon. Damit ist SalzBrot überall dort präsent, wo der Wohnungsmarkt angespannt ist. Mittlerweile hat das Start-up rund 100.000 Facebook-Fans. Nur die neuesten und interessantesten Angebote, vor allem für junge und mobile Menschen, werden auf die Webseite gestellt. Drei Viertel der User sind zwischen 25 und 45 Jahre alt. Es geht um Immobilienvermarktung in Netzwerken wie Facebook.

Leider keine geprüfte Putzfrau in Sicht?

CleanAgents ist eine Plattform, über die geprüfte Putzkräfte in Berlin schnell und einfach gebucht werden können. Wunschtermin aussuchen, Dauer und Kontaktdaten eingeben, und schon kommt Ihre Putzfrau. Praktischer geht es nicht.

Dogsitter oder Hundesitter-Service

Leinentausch– so der sprechende Name des Start-ups ist ein Online-Marktplatz für Hundesitter und Hundeliebhaber. Alle normalen Hundesitter-Services sind noch Hundepensionen in Berlin, Hamburg und München in Entwicklung.

3D-Visualisierungen Real Estate

VRnow zeigt kreiert schöne interaktive 3D-Modelle. Durch diese können Wohnungsinteressenten die angebotenen Immobilien kennenlernen, noch bevor sie überhaupt dort waren.

Individuelle Auswahl an exklusiven Locations

Premium Fitness wählt exklusive Training-Locations individuell buchbar aus. Ob Fitnesskurs im Studio oder im Freien, Personal- oder Gruppentraining, früh morgens, tagsüber, abends oder nachts– gezahlt wird nur, wenn trainiert wird.

Die App „bauen/wohnen/leben“ der Agentur dasHolthaus

Dieses Start-up fällt ganz sicher unter die erfolgreichsten Immobilien-Start-ups. In nur zehn Tagen erreichte die mobile Anwendung in der ursprünglichen Version den ersten Platz der iPad-Charts in der Kategorie Lifestyle. Seither wird sie im YOU IS NOW-Lab als Katalogportal mit einzigartigen Funktionen weiterentwickelt.

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