Schlagwort: Markt

Werbung

Digitalisierung und Arbeitsplatz

Laut einer Studie werden 2020 rund 40 Prozent der Beschäftigten als Einzelunternehmer arbeiten. Welche Auswirkungen wird das auf Arbeitsplätze in Bürohäusern haben? Nicht nur bei Büroflächen sind neue Konzepte gefragt.

Laut einer Studie werden 2020 rund 40 Prozent der Beschäftigten als Einzelunternehmer arbeiten. Welche Auswirkungen wird das auf Arbeitsplätze in Bürohäusern haben? Nicht nur bei Büroflächen sind neue Konzepte gefragt.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Digitalisierung

Immobilien-Tech-Start-upImmobilien-Tech-Start-ups setzen eine Entwicklung in der Immobilienwirtschaft in Gang, wie wir das bis dato noch nicht erlebt haben. Immobilien-Technologie-Innovationen werden die Art und Weise ändern, wie Immobilien gekauft, verkauft und verwaltet werden – und auch, wie sie genutzt werden. Walter Senk im Gespräch mit Prof Alexander Redlein von der TU Wien.

Immobilien-Tech-Start-upImmobilien-Tech-Start-ups setzen eine Entwicklung in der Immobilienwirtschaft in Gang, wie wir das bis dato noch nicht erlebt haben. Immobilien-Technologie-Innovationen werden die Art und Weise ändern, wie Immobilien gekauft, verkauft und verwaltet werden – und auch, wie sie genutzt werden.

Walter Senk im Gespräch mit Prof Alexander Redlein von der TU Wien.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist die nächste große Stufe der Digitalisierung, denn mit ihr lassen sich alle erfassten Daten in Strukturen bringen. Es ist davon auszugehen, dass die künstliche Intelligenz die Immobilie und damit die Immobilienwirtschaft noch einmal komplett umkrempeln wird.

Walter Senk:

Wir haben seit einigen Jahren eine Flut von Sensoren, die unendlich viele und unterschiedliche Daten produziert. Bisher hat man nicht gewusst oder nur in Ansätzen, was man mit diesen Daten eigentlich alles machen kann. Mit künstlicher Intelligenz lassen sich diese Daten jetzt auswerten und ziemlich verlässliche Prognosen machen.

Die künstliche Intelligenz wird die Immobilienwirtschaft noch einmal komplett umkrempeln. Sascha Lobo, ein Strategieberater mit den Schwerpunkten Internet und Markenkommunikation, beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Internets auf Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und natürlich auch auf Immobilien. Er sagte bei einer Veranstaltung von Drees & Sommer: „Künstliche Intelligenz muss man sich insgesamt vorstellen als die nächste große Stufe der Digitalisierung.“

Die künstliche Intelligenz greift in alle Bereiche ein. Nur ein kleines Beispiel: Man kann in einem Bürohaus über die Smartphones genau sehen, welche Plätze und Wege am meisten benutzt werden und welche nicht. Lobo sieht darin die Möglichkeit, die Struktur innerhalb eines Bürohauses bei laufendem Betrieb den entsprechenden Gegebenheiten anzupassen.

Außerdem kann die Auslastung von Bürogebäuden dramatisch gesteigert werden, wenn man sich neue Plattformkonzepte ansieht, wie zum Beispiel „WeWork“. Eines der wertvollsten Start-ups der Vereinigten Staaten mit einem Wert von mittlerweile fast 19 Milliarden Dollar.

WeWork vermietet zeitweise Büroflächen, und es lässt sich leicht nachvollziehen, dass sich mit künstlicher Intelligenz die Effizienz dramatisch steigern lässt. Sascha Lobo meint, dadurch kann man Büroflächen nicht mehr in Wertschöpfung pro Quadratmeter, sondern pro Stunden und Quadratmeter berechnen.

Dies sind nur zwei Beispiele, wie wir vermutlich in Zukunft Flächen sehen und bewerten müssen.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Tempelanlagen – die etwas andere Immobilie

Schon 9600 vor Christus wurde – nach offiziellen Angaben – mit dem Bau von Tempeln begonnen. Weltweit gibt es tausende von ihnen und sie haben nichts von ihrer Anziehungskraft verloren – auch nicht für Michael Reinberg, der sich seit Jahren für diese Art von Immobilien interessiert.

Schon 9600 vor Christus wurde – nach offiziellen Angaben – mit dem Bau von Tempeln begonnen. Weltweit gibt es tausende von ihnen und sie haben nichts von ihrer Anziehungskraft verloren – auch nicht für Michael Reinberg, der sich seit Jahren für diese Art von Immobilien interessiert.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Die größten Immobilienunternehmen

Die derzeit reichste Immobilienfirma der Welt hat sich auf Einkaufszentren spezialisiert. Das größte Immobilienunternehmen in Europa ist ebenfalls in diesem Segment tätig – und hat auch in Österreich eine prominente Immobilie: Was heute ein gut gehendes Shopping Center ist, war zu Beginn eine sehr mühsame Angelegenheit.

Die derzeit reichste Immobilienfirma der Welt hat sich auf Einkaufszentren spezialisiert. Das größte Immobilienunternehmen in Europa ist ebenfalls in diesem Segment tätig – und hat auch in Österreich eine prominente Immobilie: Was heute ein gut gehendes Shopping Center ist, war zu Beginn eine sehr mühsame Angelegenheit.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Das runde Haus aus dem Drucker

Kathin Gulnerits und Walter Senk unterhalten sich über aktuelle technischen Entwicklungen im Hausbau.

Kathin Gulnerits und Walter Senk unterhalten sich über aktuelle technischen Entwicklungen im Hausbau.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Fisch, Seafood und Immobilien

Auf der Suche nach alternativen Investments für ihre Immobilienportfolios werden institutionelle Investoren in Gebieten fündig, an die man nicht gedacht hätte. Sie liegen aber auf der Hand. Walter Senk: Die Nachfrage nach Immobilien ist enorm hoch und die steigenden Preise drücken auf die Renditen. Immer mehr institutionelle Immobilienanleger sind darauf angewiesen, sich um alternative Investments […]

Auf der Suche nach alternativen Investments für ihre Immobilienportfolios werden institutionelle Investoren in Gebieten fündig, an die man nicht gedacht hätte. Sie liegen aber auf der Hand.

Walter Senk:

Die Nachfrage nach Immobilien ist enorm hoch und die steigenden Preise drücken auf die Renditen. Immer mehr institutionelle Immobilienanleger sind darauf angewiesen, sich um alternative Investments umzusehen.

Internationale Studien belegen, dass Alternative Investments die einzigen Positionen sind, die in den Portfolien der weltweit größten Vermögensverwalter kontinuierlich aufgestockt werden.

Eines der interessantesten Alternative Investments, die sich natürlich auch zu Immobilienportfolios „beimischen“ lassen, ist der Sektor „Fisch & Seafood“. Es gibt zahlreiche Faktoren, die ein Investment in diesem Bereich interessant machen.

Fisch ist das wichtigste Nahrungsmittel rund um den Globus, und Fisch wird auch in den kommenden Jahrzehnten das wichtigste Nahrungsmittel bleiben. Weltweit essen 2,9 Milliarden Menschen mindestens einmal pro Woche Fisch oder Meeresfrüchte, und der Konsum wächst weiter.

Ein Management-Experte hat schon vor vielen Jahren gemeint: „Nicht das Internet, sondern Aquakultur ist das meistversprechende Investment des 21. Jahrhunderts.“

Um den steigenden Bedarf nach Fisch & Seafood zu befriedigen, wird nämlich immer stärker auf Aquakultur oder „Aquafarming“ gesetzt – also die kontrollierte Aufzucht von Fischen.

Dabei handelt es sich um eine verhältnismäßig junge und fragmentierte Industrie. Das heißt, das Potenzial für Kosteneinsparungen durch Maßnahmen, die auf fortschrittlicher Technologie basieren, ist enorm. Die Wachstumsraten von Aquafarming liegen bei neun Prozent. Darum passt Fisch gut in ein Portfolio mit Immobilien, die weitaus geringer rentieren.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Stadt ohne Automobil?

Noch suchen sie ihre endgültige Form, aber selbstfahrende Autos sind längst greifbare Realität. Was bedeutet das für unsere Städte? Walter Senk: Es werden nicht die Bürohäuser sein, die die Stadt der Zukunft besonders prägen und massiv verändern werden. Auch nicht die Wohnhäuser. Es wird der Verkehr sein. Besser gesagt: der verschwindende Verkehr. Sharing-Mentalität, Elektromobilität und […]

Noch suchen sie ihre endgültige Form, aber selbstfahrende Autos sind längst greifbare Realität. Was bedeutet das für unsere Städte?

Walter Senk:

Es werden nicht die Bürohäuser sein, die die Stadt der Zukunft besonders prägen und massiv verändern werden. Auch nicht die Wohnhäuser. Es wird der Verkehr sein. Besser gesagt: der verschwindende Verkehr.

Sharing-Mentalität, Elektromobilität und vor allem selbstfahrende Fahrzeuge werden in nicht allzu ferner Zukunft die Stadt verwandeln. Die Städte werden leiser, und vor allem werden viele Parkplätze nicht mehr benötigt.

Sogar zwei Drittel der sonst so konservativen und Pkw-affinen Deutschen gehen davon aus – laut einer Umfrage des ADAC –, dass in Zukunft nicht mehr Menschen, sondern Computer fahren werden.

Die Technologie ist grundsätzlich verfügbar, die Markteinführung wird noch rund drei Jahre dauern. Eine Studie von Roland Berger zur Zukunft der Automobilindustrie hat ergeben, dass im Jahr 2030, also in 13 Jahren, 40 Prozent des Gewinns in der Automobilbranche durch selbstfahrende Autos erzielt werden.

Eine Herausforderung sind noch die technischen Schnittstellen zwischen dem automatisierten Verkehr und dem personalisierten Fahrer. Aber auch das wird gelöst. Auch der Wandel vom Eigentum am Pkw hin zur Beteiligung an individueller Mobilität wird überzeugen: günstiger, effizienter und letztlich praktischer.

Wenn das Auto auf Knopfdruck anfährt und nach abgeschlossener Fahrt den nächsten Kunden mitnimmt, dann spart das Platz, Zeit und Geld.

In unseren Ballungsräumen wird es weniger Blech und Abgase und Staus geben – entsprechend werden weniger Parkmöglichkeiten gebraucht. Knapp 90 Prozent der Zeit stehen Autos einfach nur herum, über 30 Prozent des Stadtraums sind dem Verkehr vorbehalten.

Daher können sich die Verantwortlichen in den Städten schon einmal den Kopf zerbrechen, was man aus den vielen obsolet gewordenen Tiefgaragen und Garagenplätzen macht.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Wie seinerzeit …

Der Immobilienmarkt ist derzeit wieder stark nachfrageorientiert – es fehlen generell Möglichkeiten, Kapital gewinnbringend anzulegen. Was hat sich von der Expo Real zur MIPIM verändert? Ist diesmal wirklich alles anders? Walter Senk: Können Sie sich noch erinnern, das war unser Video zur Expo Real in München? Da war nämlich als Stargast Nouriel Roubini eingeladen. Nouriel Roubini […]

Der Immobilienmarkt ist derzeit wieder stark nachfrageorientiert – es fehlen generell Möglichkeiten, Kapital gewinnbringend anzulegen. Was hat sich von der Expo Real zur MIPIM verändert? Ist diesmal wirklich alles anders?

Walter Senk:

Können Sie sich noch erinnern, das war unser Video zur Expo Real in München? Da war nämlich als Stargast Nouriel Roubini eingeladen. Nouriel Roubini ist der US-Ökonom, der als einer der wenigen das Platzen der Immobilienblase 2007/2008 vorhergesagt hat.

Das ist jetzt schon wieder sechs Monate her und seitdem ist nichts passiert. Mag man meinen.

In der Immobilienwirtschaft erinnert nämlich das aktuelle Szenario schon wieder an die Jahre 2007/2008. Es ist viel Geld auf dem Markt, das investiert gehört, und es ist zunehmende Nervosität bei vielen Marktteilnehmern zu spüren. Und gleichzeitig hören wir wieder das Mantra: „Diesmal ist alles ganz anders.“

Das ist es aber nicht:

In diesem Umfeld wird wieder sehr zwiespältig agiert. Auf der einen Seite lassen Unternehmen wieder die notwendige Achtsamkeit beiseite (sprich, Due Diligence ist gleich: die gebotene Sorgfalt).

Auf der anderen Seite wird aus Angst, keinen Fehler zu machen, gar nichts entschieden. Auch in Wien, sagt man, werden Transaktionen in einem zunehmend komplexen rechtlichen und steuerlichen Umfeld ohne ausreichende rechtliche und steuerliche Begleitung abgewickelt, und im Nachhinein stößt man auf böse Überraschungen beim Objekt der Begierde oder in den Verträgen. Beraterleistungen werden vornehmlich nach Preiskriterien eingekauft.

Erschwerend dazu kommt in Österreich noch eine mehr oder minder reformresistente Bundesregierung und eine zerstrittene Stadtregierung. Das Investitionsumfeld ist zunehmend unfreundlich.

Warten wir ab, wie sich die Lage zur Expo Real darstellt.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.

Werbung

Immobilien! Was sonst?

Die beiden vergangenen Jahre waren die Zeit der Immobilien, und auch 2017 wird es in Österreich in einer ähnlichen Tonart weitergehen.

Inland

powered by

Die Immobilienwelt in Österreich hat mit zwei gravierenden Gegensätzen zu kämpfen. Auf der einen Seite ist viel Kapital auf dem Markt, auf der anderen Seite gibt es Unsicherheiten, denn „die derzeitige Politik vermittelt nicht gerade Planbarkeit und stabile Perspektiven. Das dient nicht der Sicherheit, die in diesem für die Volkswirtschaft und das Vermögen des Landes so wichtigen Bereich unerlässlich ist“, meint Winfried Kallinger, Geschäftsführer von Kallco.

Angst vor der Zukunft

Letztendlich aber überwiegt bei institutionellen wie privaten Investoren die Angst vor der Zukunft. „Nichts Genaues weiß man nicht“, so Alexander Neuhuber, Geschäftsführer der MAGAN Holding: „Aber ich fühle mich– wie viele andere– besser aufgehoben mit meiner Anlage in Ziegeln, als Bargeld in der Matratze zu hüten.“

Keine Alternativen

Die vergangenen zwei Jahre waren nachweislich geprägt durch ein all time high an Immobilientransaktionen. Das Immobilienkarussel dreht sich also nicht nur in Österreich, sondern auch weltweit 2017 weiter. „Welche Alternativen gibt es zu Immobilieninvestitionen derzeit“, fragt Neuhuber und meint provokant: „Überbewertete Aktien? Unsichere Länder-Anleihen mit null Verzinsung oder sogar minus?“ Für ihn führt daher „kein Weg an den Immobilien vorbei“.

Was, wenn die Zinsen steigen?

Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen befeuern rund um den Globus weiterhin Immobilieninvestitionen, die allgemeine Verunsicherung ist also der Nährboden für den Immobilienboom. Wie lange dieser anhält? „Bis zu dem Zeitpunkt, wo sich die Zinslandschaft verändert, denn dann folgt unverzüglich die Schockstarre der Investoren“, so Martin Sabelko, Geschäftsführer der hoigroup. Neuhuber formuliert es kurz: „Steigen die Zinsen, ist die Party vorbei.“

Positives Signal aus Österreich

Wann das genau sein kann, weiß niemand, und bis dahin bleibe auch Österreich ein interessanter Investmentstandort, meint Sabelko: „Etwas Hoffnung gibt die Bundespräsidentenwahl, da diese international sogar als positives Trendsignal gesehen wird– nach den teilweise für viele überraschenden Entwicklungen wie Brexit und Trump.“ Hoffnung dahingehend, dass Österreich auch weiterhin von internationalen Investoren als stabil empfunden wird.

Daher erwartet CBRE in den kommenden Monaten zahlreiche Aktivitäten von Investoren– vor allem aus dem Ausland. „Der Wiener Markt bleibt auch weiterhin spannend“, so Andreas Ridder, CBRE Österreich: „Zurzeit sind unter anderem der DC Tower sowie der Millennium Tower auf dem Markt– diese sind vor allem für internationale Investoren interessant. Aber noch ist nichts entschieden“.

Zeit der Ernte

Was den Wohnbau betrifft, so wird dieser weiterhin von einem zentralen Thema beherrscht. „Auch in nächster Zeit besteht anhaltend hoher Bedarf an Wohnungen im städtischen Raum, und das betrifft nicht nur Wien“, erklärt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der ARE. Das ist auch ein Grund für die Umsetzung der ARE Wohnbauinitiative, in deren Rahmen rund zwei Milliarden Euro investiert werden. „Das kommende Jahr 2017 wird die Dimensionen dieses Programms erst richtig greifbar machen“, so Weiss, denn die intensiven Vorbereitungsarbeiten der letzten Jahre münden in der Realisierung konkreter Bauvorhaben: „Es ist also gewissermaßen ,Zeit der Ernte‘ für uns.“ Allein mit dem Baubeginn von Triiiple, Erdberger Lände, Wildgarten oder Forum Donaustadt startet nächstes Jahr der Bau von mehr als 2.500 Wohnungen.

Neue flexible Bauweisen

KALLCO-Geschäftsführer Kallinger sieht noch eine weitere Dimension der Entwicklung: „Antiquierte Baukonzepte und schwerfällige Technologien, die noch den großvolumigen Wohnbau dominieren, werden langsam durch neue, flexible Bauweisen ersetzt.“ Damit eröffnet sich der Weg zur besseren Anpassbarkeit der Projekte in einer Welt, in der Arbeit und Wohnen sich vermischen, und die Chance auf offenere Nutzungsstrukturen, die nicht mehr durch starre Bausysteme behindert sind. Für Kallinger die ideale Voraussetzung, um Wohnbau trotz der hohen Preise auch leistbar zu machen.

Neues Projekt

So setzt das Unternehmen beim Projekt Quartier 11 auf die patentierte Konstruktionsweise SLIM BUILDING, die höchste Flexibilität ermöglicht und damit spätere Umbauten erleichtert.

In der Siemensstraße in Wien Floridsdorf errichtet KALLCO die ersten 240 der von Stadtrat Michael Ludwig angepeilten 1.000 Wohnungen als temporäre Einrichtung im Rahmen der Wohnbauoffensive. Um Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen und besonders günstigen Wohnraum zu schaffen, werden Gebäude errichtet, die mit einer auf 15 Jahre ausgelegten großzügigen Förderung als leistbare Wohnungen und danach eventuell auch von Gewerbebetrieben genutzt werden können.

Handel– Schleppen war gestern

Auch im Handel bleibt es 2017 spannend. „Einkaufen und Schleppen war gestern. Gustieren, Showrooming und Liefern-lassen ist heute“, meint Silvia Wustinger-Renezeder, Geschäftsführerin der 6B47 Wohnbauträger GmbH. Dies wird die Shopping Malls in sich verändern und neue Konzepte auf den Markt bringen. So hat unlängst die ECE in Deutschland die erste „Digitale Mall“ getestet, bei der sich der Kunde jederzeit und überall über im Center verfügbare Sortimente informieren kann. Joanna Fisher, Geschäftsführerin für den Bereich Center-Management bei der ECE, erklärt: „Mit diesem Pilot-Projekt machen wir einen großen Schritt zu einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis durch das Überbrücken der Grenzen von Online und Offline.“

Kurz und gut: 2017 bleibt es spannend.

Lesezeichen und später Lesen

Mit unseren neuen Funktionen können Sie Lesezeichen anlegen, um Ihre Inhalte schneller wiederzufinden, oder einen Artikel zum später Lesen vormerken – Sie erhalten dann ein Erinnerungsmail nach einigen Tagen.

verstanden

Lesezeichen gesetzt!

Erinnerung gesetzt!

Login erforderlich!

Um Lesezeichen und Erinnerungen zu setzen müssen Sie eingeloggt sein.