Fachverband Immobilien: Neue Regeln zur Vergabe von Wohnkrediten kommen zur Unzeit und sind praxisfremd

Zwischenfinanzierungen und Sanierungen werden dadurch erschwert.

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„Die neuen Regeln für die Vergabe von Wohnkrediten kommen zu einer Unzeit“, kritisiert Michael Pisecky, stellvertretender Obmann im Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Man könne die Beweggründe nicht ganz nachvollziehen, schon gar nicht den angeblich hohen Prozentsatz an Überbewertungen. Auch Gerhard Gollenz, stellvertretender Fachverbands-Obmann, zeigt sich skeptisch: „Die Regeln werden – wenn überhaupt – nur langfristig eine dämpfende Wirkung auf die Immobilienpreise haben. Durch die fast zeitgleiche Anhebung der Zinsen wird es aber vor allem für Jungfamilien immer schwieriger, Eigentum zu begründen. Die Kombination aus Eigenkapitalquote, sprich Eigenmittel, und monatlichem Nettoeinkommen, wird für viele potentielle Eigentümer zu einer unüberwindlichen Hürde.“

Der Fachverband sieht vor allem die praktische Anwendung der Regeln kritisch, da seitens der FMA etwa an die häufig vorkommende Zwischenfinanzierung zwischen Verkauf einer Wohnung und Ankauf einer größeren Wohnung offenbar nicht gedacht wurde. Das kann nur über die Ausnahmen erfolgen und erschwert bzw. verteuert die Immobilientransaktion zusätzlich.

Völlig unverständlich ist es für die Branchenvertreter, dass der Betrag für die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen mit 50.000 Euro je Kreditnehmer gedeckelt wird. „Für viele Privathaushalte wird in den nächsten Monaten eine Heizungsumstellung in Verbindung mit einer Sanierung erforderlich sein. Mit diesem Betrag wird man in der Regel nicht das Auslangen finden“, wertet Pisecky die Maßnahme als „völlig falsche Signal an sanierungswillige und umweltbewusste Immobilieneigentümer“.

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